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Filtervorrichtung, insbesondere für Hochdruckanwendungen bei einer Polymerschmelze-Filtration - Dokument DE10141992C1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10141992C1 24.04.2003
Titel Filtervorrichtung, insbesondere für Hochdruckanwendungen bei einer Polymerschmelze-Filtration
Anmelder HYDAC Process Technology GmbH, 66538 Neunkirchen, DE
Erfinder Wnuk, Ralf, Dr.-Ing., 66450 Bexbach, DE;
Hausdorf, Jürgen, 66130 Saarbrücken, DE;
Schorn, Thomas, 66386 St. Ingbert, DE;
Sandmeyer, Otto, 66440 Blieskastel, DE;
Lang, Norbert, 66440 Blieskastel, DE
Vertreter Bartels & Partner, Patentanwälte, 70174 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 28.08.2001
DE-Aktenzeichen 10141992
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 24.04.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.04.2003
IPC-Hauptklasse B01D 29/15
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Filtervorrichtung, insbesondere für Hochdruckanwendungen bei einer Polymerschmelze-Filtration, mit einem Einschraubteil (10), das zum Festlegen der Filtervorrichtung mit einem ersten Gewindeabschnitt (12) versehen ist, das einen zweiten Gewindeabschnitt (14) aufweist zum Festlegen eines Filtermediums (16), insbesondere in Form eines Metallvlieses, und das für das Metallvlies ein perforiertes Stützrohr (18) aufweist, das an seinem anderen freien Ende mit einem Volumenverdränger (24) versehen ist, wobei das Metallvlies von einem Stützgitter (20) umgeben an zwei Festlegeteilen (28, 30) gehalten ist, die über das Stützgitter (20) auf Abstand gehalten zum einen (28) dem Festlegen am zweiten Gewindeabschnitt (14) des Einschraubteils (10) dienen und zum anderen eine Handhabe (30) für das dahingehende Festlegen darstellen. Dadurch, daß der Volumenverdränger (24) einstückiger Bestandteil des Stützrohres (18) ist und daß das als Handhabe ausgebildete Festlegeteil (30) den Volumenverdränger (24) übergreift, ist die Filtervorrichtung dahingehend weiter verbessert, daß sie zum einen einen einfachen und raschen Montagevorgang für das auszutauschende Filtermedium erlaubt und zum anderen die Filterelement-Konstruktion frei von schädlichen Torsionsbeanspruchungen gehalten ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Filtervorrichtung, insbesondere für Hochdruckanwendungen bei einer Polymerschmelze-Filtration, mit einem Einschraubteil, das zum Festlegen der Filtervorrichtung mit einem ersten Gewindeabschnitt versehen ist, das einen zweiten Gewindeabschnitt aufweist zum Festlegen eines Filtermediums, insbesondere in Form eines Metallvlieses, und das für das Metallvlies ein perforiertes Stützrohr aufweist, das an seinem anderen freien Ende mit einem Volumenverdränger versehen ist, wobei das Metallvlies von einem Stützgitter umgeben an zwei Festlegeteilen gehalten ist, die über das Stützgitter auf Abstand gehalten zum einen dem Festlegen am zweiten Gewindeabschnitt des Einschraubteils dienen und zum anderen eine Handhabe für das Festlegen darstellen.

Durch die WO 90/00434 ist es bekannt, zwischen dem ersten und dem zweiten Gewindeabschnitt des Einschraubteils einen Ringflansch vorzusehen, an dem sich eine Ringdichtung abstützen kann, die mit ihrer anderen weiteren Ringfläche in Anlage bringbar ist mit dem aufschraubbaren Festlegeteil des Filtermediums. Das Festlegeteil ist außenumfangsseitig mit diametral zueinander angeordneten Madenschrauben versehen, die den Aufschraubvorgang erleichtern sollen. Auf der gegenüberliegenden Seite des Filtermediums ist dieses gleichfalls an einem weiteren Festlegeteil festgelegt, wobei dieses gleichfalls außenumfangsseitig diametral einander gegenüberliegende Einschrauböffnungen aufweist, die dem Angriff eines Festlegewerkzeuges dienen, so daß mit dem Festlegewerkzeug und der Befestigungshilfe in Form der Madenschrauben ein nach Möglichkeit torsionsfreier Aufschraubvorgang möglich ist, um das Filtermedium, insbesondere in Form eines Metallvlieses, für die spätere Polymerschmelzen-Filtration von Torsionsbeanspruchungen freizuhalten und um das Stützgitter nicht zu schädigen, das das Metallvlies-Filtermedium nach außen hin schützend umgibt. Anschließend wird an diesem Festlegeteil der Volumenverdränger in Richtung des Stützrohres eingeschraubt. Mit der bekannten Lösung ist es zwar möglich, bei verschmutztem Filtermedium dieses zusammen mit den Festlegeteilen gegen ein neues Filterelement auszutauschen und die werthaltigen Edelstahlkomponenten in Form des Einschraubteils sowie des Stützrohres am Einsatzort zu belassen allein der Montagevorgang ist aufgrund der wenig ausgesteiften Filterelement-Konstruktion schwierig zu bewerkstelligen, was den Austauschvorgang kompliziert macht. Des weiteren kann nicht ausgeschlossen werden, daß im Hinblick auf die wenig ausgesteifte Filterelement- Konstruktion beim Festlegevorgang Torsionsspannungen sich im Stützgitter und im Filtermedium aufbauen, so daß insbesondere bei einer Hochdruckanwendung ein Versagen nicht auszuschließen ist.

Durch die DE 43 43 270 A1 ist ein Spinnkopf zum Spinnen von Polymerschmelzen bekannt mit einem Oberteil und einem Düsenblockgehäuse mit einer Düsenplatte mit einer Fläche von maximal 90 cm2 und einem Schmelzekanal mit Filterkerze. Dadurch, daß bei der bekannten Lösung in Strömungsrichtung vor jeder Düsenplatte eine einzige Filterkerze angeordnet ist, daß die Filterkerze aus einem von außen nach innen radial durchströmten, nahtlosen Metallgewebe-Zylinder mit am oberen Ende einer Abschlußkappe und am unteren Ende einem sich nach unten verjüngenden konischen Anschlußstück mit Schmelzedurchführung besteht, und daß die die Filterkerze aufnehmende Zone des Schmelzekanals, zumindest im unteren Drittel, derart als Konus ausgebildet ist, daß das konische Anschlußstück der Filterkerze von der Polymerschmelze selbstdichtend in den Konus gepreßt wird, ist weitestgehend eine gleichmäßige Polymerschmelzeströmung unter Ausschaltung von Toträumen erreicht. Am oberen Ende der Filterkerze, die dem genannten Konus an seiner Unterseite gegenüberliegt, ist ein Volumenverdränger vorhanden, der einstückiger Bestandteil eines Stützrohres für das Filtermedium ist. Trotz der sich hieraus ergebenden Versteifung des Gesamtsystems ist nach wie vor eine Anfälligkeit gegenüber Torsionsspannungen gegeben und insgesamt läßt sich der Austauschvorgang für das Filterelement nur schwer bewerkstelligen, wofür eine nahezu vollständige Demontage des bekannten Spinnkopfes notwendig ist.

Durch die WO 01/52966 A1 ist eine Filtervorrichtung mit einem Filtergehäuse nebst einem Filtereinlaß und einem Filterauslaß bekannt sowie einem Filterelement, das einen Filterraum in zwei Teilräume unterteilt. Dadurch, daß bei dieser Lösung ein Teilraum vom Filtereinlaß zum Filterauslaß sich im Querschnitt verjüngt, ist eine konische Ausbildung mindestens eines der beiden Teilräume gegeben, die durch das Filterelement voneinander getrennt sind. Hierdurch läßt sich eine optimale Verweilzeitverteilung innerhalb der Filtervorrichtung erreichen bei gleichmäßiger Strömungsgeschwindigkeit, was insbesondere bei hochviskosen Fluiden, wie Polymerschmelzen, eine wesentliche Rolle spielt. Bei der bekannten Lösung umgreift ein als Handhabe ausgebildetes Festlegeteil den Volumenverdränger im Inneren. Da sich jedoch das das Stützrohr umgebende Filtermedium einmal an dem genannten Festlegeteil abstützt und am gegenüberliegenden Ende an Aufnahmeteilen, die mit dem Gehäuse fest verbunden sind, kommt es bei einem Demontagevorgang und Austausch des Filterelementes gleichfalls zu den bereits beschriebenen schädlichen Torsionsspannungen und ein Austausch der Filterelemente benötigt gleichfalls einen hohen Aufwand.

Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die bekannte Filtervorrichtung dahingehend weiter zu verbessern, daß sie zum einen einen einfachen und raschen Montagevorgang für das auszutauschende Filtermedium erlaubt und daß zum anderen die Filterelement-Konstruktion frei von schädlichen Beanspruchungen, insbesondere in Form von Torsionsbeanspruchungen, gehalten ist. Diese Aufgabe löst eine Filtervorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruches 1.

Mit den Merkmalen des Patentanspruches 1 in seiner Gesamtheit wird erreicht, daß der Volumenverdränger einstückiger Bestandteil des Stützrohres ist und daß das als Handhabe ausgebildete Festlegeteil den Volumenverdränger übergreift. Mithin schwächt der Volumenverdränger als Bestandteil des Stützrohres nicht mehr den Betätigungsquerschnitt für das als Handhabe dienende Festlegeteil, so daß dieses sich im Sinne eines Abschluß- oder Deckelteils derart aussteifen läßt, daß insgesamt für das Filterelement als Austausch-Baueinheit ein derart starrer Aufbau erreicht ist, daß beim Festlege- bzw. Aufschraubvorgang für das Filtermedium schädliche Torsionskräfte weitgehend abgehalten werden können. Vielmehr ist eine stabil aufgebaute Einschraubpatrone erreicht und der teure Volumenverdränger kann im Stützrohr bei einem Austauschvorgang bleiben und muß nicht erst umständlich entfernt werden. Im übrigen ist es möglich, mit der erfindungsgemäßen Lösung nur über die Handhabe den Festlege- und einen Austauschvorgang vorzunehmen, so daß am anderen Festlegeteil mit dem Gewindeabschnitt zusätzliche Montagehilfen, wie Madenschrauben oder dgl., völlig entfallen können.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Filtervorrichtung ist darüber hinaus vorgesehen, daß zwischen dem ersten und dem zweiten Gewindeabschnitt des Einschraubteils im aufgeschraubten Zustand des ersten Festlegeteils an dessen freier Stirnseite eine Ringdichtung, insbesondere in Form einer Metallvliesdichtung, angeordnet ist. Auf diese Art und Weise kann eine separate Ringdichtung an einem Ringflansch des Einschraubteils, wie bei der bekannten Lösung vorgegeben, vollständig entfallen und dennoch läßt sich eine sichere Abdichtung erreichen.

Bei einer weiteren, besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Filtervorrichtung ist das Filtermedium durch Materialvorsprünge, insbesondere auch durch Einkröpfungen der Festlegeteile, an definierten Festlegestellen an diesen gehalten. Vorzugsweise sind dabei die Festlegestellen integraler Bestandteil der Festlegeteile. Diese Ausgestaltung kommt einem verwindungsfreien Festlege- und Austauschvorgang für das Filtermedium entgegen, so daß dieses in jedem Fall weitgehend freigehalten wird von schädlichen Materialspannungen.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Filtervorrichtung weist das als Handhabe dienende Festlegeteil einen Spaltabstand in axialer Richtung der Filtervorrichtung zu dem Volumenverdränger auf, wobei der Volumenverdränger mit schrägen Abstützflächen versehen ist, die im eingeschraubten Zustand des einen Festlegeteils in zumindest teilweiser Anlage mit Stützflächen der Handhabe sind. Über die Abstütz-Stützflächenanordnung von Volumenverdränger mit Handhabe ist eine Anschlagsicherung gegeben, die sicherstellt, daß das aufzuschraubende Festlegeteil nicht überdreht wird, was gegebenenfalls die Gewindegänge schädigen könnte. Auch ist ein Anschlag gebildet, um das Metallvlies als Filtermedium mit seinem Stützgitter von schädlichen Torsionskräften freizuhalten.

Weiter vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.

Im folgenden wird die erfindungsgemäße Filtervorrichtung anhand zweier Ausführungsformen näher erläutert. Es zeigen dabei in prinzipieller und nicht maßstäblicher Darstellung die

Fig. 1 teilweise in Ansicht, teilweise im Schnitt eine erste Ausführungsform der Filtervorrichtung;

Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie I-I in Fig. 1 und

Fig. 3 gleichfalls im Schnitt, gleichfalls in Ansicht, eine Längsdarstellung der zweiten Ausführungsform.

Zunächst wird die erfindungsgemäße Filtervorrichtung anhand der ersten Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2 näher erläutert. Anschließend wird die zweite Ausführungsform vorgestellt, wobei letztere nur noch insoweit erläutert wird, als sie sich wesentlich von der ersten Ausführungsform unterscheidet.

Die Filtervorrichtung nach den Ausführungsbeispielen ist insbesondere für die Hochdruckanwendung bei einer Polymerschmelze-Filtration vorgesehen. Die Filtervorrichtung weist ein Einschraubteil 10 auf, das zum Festlegen der Filtervorrichtung in einer Gesamt-Filterbaueinheit (nicht dargestellt) mit einem ersten Gewindeabschnitt 12 versehen ist. Das Einschraubteil 10 weist darüber hinaus einen zweiten nachfolgenden Gewindeabschnitt 14 auf zum Festlegen eines Filtermediums 16; im vorliegenden Fall eines für die Polymerschmelze-Filtration geeigneten Metallvlieses. Nach innen hin stützt sich das Filtermedium 16 an einem perforierten Stützrohr 18 ab und nach außen hin ist das Metallvlies bzw. das Filtermedium 16 von einem Stützgitter 20 mit rechteckförmigen Durchlaßbereichen 22 umgeben. Das Stützrohr 18 selbst ist an seinem einen freien Ende über eine Schweißverbindung fest mit dem Einschraubteil 10 verbunden und weist an seinem anderen freien Ende einen gleichfalls über eine Schweißnaht mit ihm verbundenen Volumenverdränger 24 auf. Der Volumenverdränger 24 greift mit einem konischen Fluidführungsteil in das Stützrohr 18 ein und sorgt für eine Vergleichmäßigung des Polymerschmelze-Flusses im Inneren des Stützrohres in Richtung der Ausflußöffnung 26 im Inneren des Einschraubteils 10.

Sowohl das Stützgitter 20 als auch das Filtermedium 16 sind an zwei Festlegeteilen 28,30 gehalten, die über das Filtermedium 16 auf ihrem festgelegten Abstand zueinander gehalten sind. Das erste Festlegeteil 28 dient dem Festlegen des Filtermediums 16 am zweiten Gewindeabschnitt 14 des Einschraubteils 10, wohingegen das andere zweite Festlegeteil 30 als Handhabe vorgesehen ist für den Festlegevorgang. Die Gesamtkonstruktion von Festlegeteilen 28, 30 mit Stützgitter 20 und Filtermedium 16 ist mithin derart aufgebaut, daß durch Angriff an die Handhabe in Form des zweiten Festlegeteils 30 ein Einschraub- und Abschraubvorgang für die Filtereinheit möglich ist. Für einen Filtrationsvorgang der Polymerschmelze, insbesondere bei hohen Drücken, ist die Durchflußrichtung von außen nach innen verlaufend vorgesehen, also zunächst über das Stützgitter 20, dann über das Filtermedium 16 sowie über die Perforierungen im Stützrohr 18 zum Inneren der Filtervorrichtung, wobei die Polymerschmelze dann derart abgereinigt über die Ausflußöffnung 26 zur weiteren Verwendung die Filtervorrichtung verläßt. ist das Metallvlies als Filtermedium 16 von Verschmutzungen zugesetzt, besteht mithin die Möglichkeit, über die Handhabe 30 durch Lösen vom Einschraubteil 10 über das erste Festlegeteil 28 ein neues Filtermedium für einen erneuten Einsatz zur Verfügung zu stellen. Da das zweite Festlegeteil 30 den Volumenverdränger 24 im wesentlichen übergreift, kann die Handhabe sehr ausgesteift ausgebildet werden, was der Gesamtsteifigkeit für die Austauschkomponenten zugute kommt, so daß sich schädliche Torsionsspannungen, insbesondre beim Festlegevorgang, vom Filtermedium mit seinem Stützgitter 20 fernhalten fassen.

Zwischen dem ersten Gewindeabschnitt 12 und dem zweiten Gewindeabschnitt 14 des Einschraubteils 10 ist in aufgeschraubtem Zustand des ersten Festlegeteils 28 an dessen freier Stirnseite eine Ringdichtung 32, insbesondere in Form einer Metallvliesdichtung, angeordnet, was den Vorteil hat, daß mit nur einer Dichtung das Filterelement wechsel- und austauschbar gehalten ist und dennoch im späteren Einsatz eine sichere Abdichtung erfolgt zwischen dem Inneren der Filtervorrichtung und der Umgebung ist ein ungewollter Polymerschmelzeaustritt auch bei ausgesprochenen Hochdruckanwendungen. Somit mit Sicherheit vermieden.

Das Filtermedium 16 ist durch Materialvorsprünge, insbesondere bei der Ausführungsform nach der Fig. 1, durch Einkröpfungen der Festlegeteile 28,30 an definierten Festlegestellen an diesen gehalten. Das an sich nachgiebige Metallvlies als Filtermedium 16 läßt sich somit über Einpreßvorgänge an den Materialvorsprüngen 34 festlegen, wobei die Festlegetechnik kostengünstig durchführbar ist und dennoch eine sichere Festlegung erlaubt. Die genannten Festlegestellen selbst sind integraler Bestandteil der Festlegeteile 28,30 und die jeweilige Festlegestelle setzt sich in Verlängerung in dem Festlegeteil 28,30 fort. Letzteres kommt der Gesamtaussteifung des Systems gleichfalls zugute. Wie sich insbesondere aus der Fig. 2 ergibt, erstreckt sich das Filtermedium 16 in plissierter Form um das Stützrohr 18 und ist nach außen hin von dem Stützgitter 20 umgeben.

Das als Handhabe dienende zweite Festlegeteil 30 weist einen Spaltabstand 36 in axialer Richtung der Filtervorrichtung zu dem Volumenverdränger 24 auf, wobei der Volumenverdränger 24 mit schrägen Abstützflächen 38 versehen ist, die in eingeschraubtem Zustand des ersten Festlegeteils 28 in zumindest teilweiser Anlage mit Stützflächen 40 des zweiten Festlegeteils sind. So läßt sich beim Einschraubvorgang auf den Volumenverdränger 24 eine Abstützkraft ausüben, wobei der Volumenverdränger 24 dann auch als Gegenhalt dienen kann, um ein Überdrehen der Gewindeabschnitte im Bereich des ersten Festlegeteils 28 zu vermeiden. Des weiteren lassen sich dann bei der Filtration auftretende Kräfte über die genannten Stützflächen 38, 40 sicher in die Grundkonstruktion von Stützrohr 18 mit Einschraubteil 10 ableiten. Letzteres trägt gleichfalls zu einer Aussteifung des Gesamtsystems mit bei, um das Filtermedium 16 selbst von schädlichen Krafteinflüssen freihalten zu können.

Im folgenden wird nunmehr die zweite Ausführungsform anhand der Fig. 3 näher erläutert. Dabei werden für dieselben Bauteile wie für die erste Ausführungsform auch dieselben Bezugszeichen verwendet und die vorliegende Ausführungsform wird nur noch insofern erläutert, als sie sich wesentlich von der ersten Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2 unterscheidet.

Zunächst ist bei der zweiten Ausführungsform nach der Fig. 3 das als Handhabe dienende Festlegeteil 30 mit einem nach außen zur Umgebung hin weisenden Kerzendom 42 versehen. Der Kerzendom 42 ermöglicht gegebenenfalls neben dem Festlegen der Filtervorrichtung über das Einschraubteil 10 eine weitere Festlegemöglichkeit innerhalb einer nicht näher dargestellten Gesamt-Filtervorrichtung. Des weiteren bestehen die ersten und zweiten Festlegeteile 28,30 aus jeweils zwei Abschnitten 28a, b, 30a, b, wobei Abschnitte jeweils über eine Schweißnaht fest miteinander verbunden sind. Der jeweilige Abschnitt 28b, 30b weist nach innen hin eine Vorkragung auf und das Filtermedium 16 ist an seinen freien Enden jeweils mit einer Auftragsschweißnaht dergestalt verdickt, daß die Schweißnaht den Abschnitt hintergreift, um das Filtermedium 16 an den Abschnitten 28b, 30b festlegen zu können. Auf diese Art und Weise läßt sich eine sehr schlank bauende Gesamt- Filtervorrichtung erreichen, bei der das Stützgitter 20 im wesentlichen den Außendurchmesser der Gesamt-Filtervorrichtung bestimmt.

Beiden Ausführungsformen ist gemeinsam, daß das Einschraubteil 10 mit dem Stützrohr 18 und dem Volumenverdränger 24 eine feststehende Baueinheit an einer Gesamt-Filtervorrichtung ausbildet und daß das Filtermedium 16 mit seinen beiden Festlegeteilen 28,30, das einer Abnutzung unterliegt, als Austauschbaueinheit von der feststehende Baueinheit trennbar ist. Sofern die Filtervorrichtung für die Filtration von Polymerschmelzen dient, werden alle wesentlichen Baukomponenten aus Edelstahlmaterialien gebildet.


Anspruch[de]
  1. 1. Filtervorrichtung, insbesondere für Hochdruckanwendungen bei einer Polymerschmelze-Filtration, mit einem Einschraubteil (10), das zum Festlegen der Filtervorrichtung mit einem ersten Gewindeabschnitt (12) versehen ist, das einen zweiten Gewindeabschnitt (14) aufweist zum Festlegen eines Filtermediums (16), insbesondere in Form eines Metallvlieses, und das für das Metallvlies ein perforiertes Stützrohr (18) aufweist, das an seinem anderen freien Ende mit einem Volumenverdränger (24) versehen ist, wobei das Metallvlies von einem Stützgitter (20) umgeben an zwei Festlegeteilen (28, 30) gehalten ist, die über das Stützgitter (20) auf Abstand gehalten zum einen (28) dem Festlegen am zweiten Gewindeabschnitt (14) des Einschraubteils (10) dienen und zum anderen eine Handhabe (30) für das Festlegen darstellen, wobei der Volumenverdränger (24) einstückiger Bestandteil des Stützrohres (18) ist, und wobei das als Handhabe ausgebildete Festlegeteil (30) den Volumenverdränger (24) übergreift.
  2. 2. Filtervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem ersten (12) und dem zweiten (14) Gewindeabschnitt des Einschraubteils (10) in aufgeschraubtem Zustand des ersten Festlegeteils (28) an dessen freier Stirnseite eine Ringdichtung (32), insbesondere in Form einer Metallvliesdichtung, angeordnet ist.
  3. 3. Filtervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Filtermedium (16) durch Materialvorsprünge (34), insbesondere auch durch Einkröpfungen der Festlegeteile (28, 30), an definierten Festlegestellen an diesen gehalten ist.
  4. 4. Filtervorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Festlegestellen integraler Bestandteil der Festlegeteile (28, 30) sind.
  5. 5. Filtervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das als Handhabe dienende Festlegeteil (30) einen Spaltabstand (36) in axialer Richtung der Filtervorrichtung zu dem Volumenverdränger (24) aufweist und daß der Volumenverdränger (24) mit schrägen Abstützflächen (38) versehen ist, die in eingeschraubtem Zustand des einen Festlegeteils (28) in zumindest teilweiser Anlage mit Stützflächen (40) der Handhabe (30) sind.
  6. 6. Filtervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das als Handhabe dienende Festlegeteil (30) mit einem Kerzendom (42) versehen ist.
  7. 7. Filtervorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Festlegeteil (28), das dem Festlegen am zweiten Gewindeabschnitt (14) dient, aus zwei insbesondere über eine Schweißnaht miteinander verbunden Abschnitten (8a, b) besteht, von denen der eine Abschnitt (28a) den Gewindeteil für den zweiten Gewindeabschnitt (14) des Einschraubteils (10) aufweist und der andere Abschnitt (28b) den Materialvorsprung für das Festlegen des Filtermediums (16).
  8. 8. Filtervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Einschraubteil (10) mit dem Stützrohr (18) und dem Volumenverdränger (24) eine feststehende Baueinheit bildet und daß das Filtermedium (16) mit seinen Festlegeteilen (28, 30) die einer Abnutzung unterliegende Austauschbaueinheit ist.
  9. 9. Filtervorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Baueinheiten im wesentlichen aus Edelstahlmaterialien bestehen.






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