PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10149123A1 30.04.2003
Titel Zeichengerät
Anmelder Liu, Hsing-Chong, 81927 München, DE
Erfinder Liu, Hsing-Chong, 81927 München, DE
DE-Anmeldedatum 05.10.2001
DE-Aktenzeichen 10149123
Offenlegungstag 30.04.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.04.2003
IPC-Hauptklasse B43L 7/00
IPC-Nebenklasse B43L 7/027   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Zeichengerät, dessen Handgriff im Lagerzustand am Zeichengerät anliegt und zum Gebrauch vom Zeichengerät absteht. Ein Zeichengerät dieser Art weist mehrere Vorteile auf. Es ist für den Anwender benutzerfreundlich für das Einpacken in der z. B. Schultasche und für die Industrie kostengünstig für die Herstellung, Lagerung und den Versand.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Zeichengerät wie ein Lineal, Dreieck, etc. mit einem Handgriff, der im Lagerzustand am Zeichengerät anliegt und zum Gebrauch aufklappbar ist.

Mit der Bezeichnung "Handgriff" ist im allgemeinen auch ein Griff gemeint, daß der nur mit den Fingern angefaßt wird.

Bisher wurde der Handgriff von Zeichengeräten entweder einstückig mit diesen hergestellt (Fig. 1-a) oder als separates Bauteil nachträglich in das Zeichengerät eingesteckt (Fig. 1-b), oder aber als separates Bauteil nachträglich mit einem Verbindungsmittel, wie z. B. Schrauben (Fig. 1-c), am Zeichengerät befestigt.

Ein Handgriff dieser Art weist Nachteile für die Verpackung und Versendung solcher Zeichengeräte auf. Aufgrund der nicht ebenen Oberfläche und Bauform wird die Stapelung dieser Zeichengeräte ohne zusätzliche Maßnahmen erheblich erschwert. Sie müssen deswegen mit größerem Verpackungsmaterial gepackt oder die Handgriffe separat verpackt werden, um sie gestapelt und ohne Transportschäden versenden zu können. Dadurch werden die Transport- und Lagerkosten aufgrund des größeren Verpackungsvolumens und des zusätzlichen Gewichts erhöht. Außerdem hat der Handgriff mit der Steckverbindung (wie z. B. in Fig. 1-b) den zusätzlichen Nachteil, daß die Stecknippel durch Druck- oder Scherkraft leicht gebrochen werden können. Dieselben Nachteile ergeben sich auch für den Nutzer beim Einpacken und Mitnehmen, wie z. B. in einer Schultasche.

Die Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Handgriff für Zeichengerät zu schaffen, der einerseits für den Anwender benutzerfreundlich und anderseits für die Industrie kostengünstig für Transport und Lagerung ist..

Die vorliegende Erfindung stellt ein Zeichengerät mit schwenkbarem oder aufklappbarem Handgriff bereit. Im Lagerzustand ist der Handgriff am Zeichengerät angelegt oder in dieser versenkt. Aufgrund der flachen Oberfläche wird die Stapelung dieser Zeichengeräte ohne zusätzlichen Aufwand ermöglicht. Infolge der einfachen Stapelung wird die Verpackung kompakter. Aus der kompakten Verpackung ergibt sich eine Platzersparnis für die Lagerung und Versendung. Dadurch werden die Betriebs- und Versandkosten reduziert.

Der Handgriff kann aus dem selben wie das Zeichengerät oder einen fremden Material hergestellt werden. Gemäß dieser Erfindung wird der Handgriff im Lagerzustand in der Mulde eingelegt. Die Oberfläche des Zeichengerät ist eben geblieben. Die Stapelung ist dadurch ohne zusätzliche Maßnahme möglich. Nach dem Aufklappen wird der Handgriff mit verschiedenen Möglichkeiten festgehalten. Einige Beispiele werden nun anhand von bevorzugten Ausführungsform und den angefügten Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:

Fig. 1 Handgriffe gemäß Stand der Technik

Fig. 2 ein Handgriff der Ausführungsformen gemäß vorliegenden Erfindung im Lagerzustand

Fig. 3 ein Handgriff der Fig. 2 im Gebrauchszustand

Fig. 4 ein weiteres Beispiel der mechanische Befestigung

Fig. 5 eine schematische Darstellung einer weiteren Befestigungsmöglichkeiten des Handgriffs

Fig. 6 ein Ausführungsbeispiel eines Handgriffs für Geodreieck aus Dünnfilm

Fig. 1 zeigt die Handgriffe von Zeichengeräten gemäß dem Stand der Technik. Als Beispiel werden hier ein Geodreieck und ein Schneidlineal dargestellt, deren Handgriffe die oben erwähnte Nachteile aufweisen. Fig. 2 zeigt als Beispiel einen versenkten Handgriff (1) in der Mulde (2) eines Geodreiecks im Lagerzustand. Aus der Zeichnung ist es ersichtlich, daß die Oberfläche des Dreieck ist eben und flach. Dadurch ist die aufeinander Stapelung mehrerer Geodreiecke ohne zusätzliche Maßnahme möglich. Im Gebrauchszustand zeigt Fig. 3 der aufgeklappte Handgriff (1), der eine Schwenkachse (4) aufweist. Der Fingerloch (3) dient dafür, daß das Aufklappen des Handgriffs erleichtert wird.

Ein Rastmittel wird in der Fig. 4 als Beispiel zum Halten des Handgriffs gezeigt. Der Handgriff (1) liegt im Lagerzustand in der Mulde (2), die einen Fingerloch (3) und eine Rastnut (7) aufweist. Im Gebrauchszustand wird der Handgriff hoch geklappt. Die Rastkugel (6) ist durch die Federkraft aus der Rastfeder (5) in die Rastnut (7) eingerastet. Der Handgriff ist damit festgehalten. Die weitere Möglichkeit den Handgriff zu halten ist beispielsweise mit den Klettebändern (8) als Haftmittel, wie heut zu Tage die Verschlußbänder für die Sportschuhe der Fall ist. Fig. 5 zeigt, daß die Klettebänder sowohl auf der Schwenkkante (11) des Handgriffs (1) als auch auf dem Boden der Mulde (2) innerer Seite vorgesehen sind. Mit leichterem Fingerdruck werden die Klettebänder mit einander angehaftet. Damit ist der Handgriff festgehalten worden.

Der Dünnfilm (9) als Handgriff, der in der Fig. 6 anhand eines Dreiecks dargestellt ist, ist eine der günstigsten Möglichkeiten zur Erfüllung der Aufgaben gemäß dieser Erfindung. Der Dünnfilm (9) ist kostengünstiger als anderes Material. Er ist außerdem leichter als andere Handgriffe auf der Oberfläche des Zeichengeräts anzubringen. Das Material des Dünnfilm ist flexibel und nicht zerreißbar. Er kann ohne zusätzliche Maßnahme um- und aufgeklappt werden. Der Dünnfilm hat so eine Dick daß die Zeichengeräte nach dem Umklappen des Dünnfilms noch gestapelt werden können. Die Vorteile für die Lagerung und für den Versand sind weiterhin gewährleistet. Ein weiterer Vorteil der Gewichtsreduzierung wird durch Einsatz des Dünnmaterials statt schwereres Handgriffs ermöglichst. Das ergibt sich die weitere Kostenvorteile in der Herstellung und in dem Transport.


Anspruch[de]
  1. 1. Zeichengerät aus Flachmaterial, wie z. B. Kunststoff oder Metall, mit wenigstens einem Handgriff (1), dadurch gekennzeichnet daß der Handgriff (1) derart ausgestaltet ist, daß er im Lagerzustand am Zeichengerät anliegt und im Gebrauchszustand vom Zeichengerät absteht.
  2. 2. Zeichengerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Handgriff (1) schwenkbar oder aufklappbar angeordnet ist.
  3. 3. Zeichengerät nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere Haftmittel zum lösbaren Halten des Handgriffs im Gebrauchszustand und/oder Lagerzustand vorgesehen ist.
  4. 4. Zeichengerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Handgriff (1) im Lagerzustand in einer passenden Mulde (2) des Zeichengeräts eingelassen ist.
  5. 5. Zeichengerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Handgriff (1) flach ausgebildet ist.
  6. 6. Zeichengerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Handgriff (1) im Gebrauchszustand im wesentlichen senkrecht von der Außenseite absteht.
  7. 7. Zeichengerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Handgriff (1) aus Dünnmaterial (9) wie z. B. Dünnfilm ist.
  8. 8. Zeichengerät nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Fingerloch (3) so im Zeichengerät angeordnet und ausgebildet ist, daß der Handgriff (1) im eingelassenen Lagerzustand an einer seiner Außenkanten greifbar ist.
  9. 9. Zeichengerät nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Fingerloch (3) an der Schwenkkante (11) gegenüberliegenden Außenkante (10) angeordnet ist.
  10. 10. Zeichengerät nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Haltemittel als Rast- und/oder Haftmittel, wie ein Kletteband oder Magnet, ausgestaltet ist.
  11. 11. Zeichengerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Rastmittel eine federbelastete Kugel (6), und eine mit der Kugel (6) zusammenwirkende Rastnut (7) umfaßt.
  12. 12. Zeichengerät nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastnut (7) am Zeichengerät und die Kugel (6) am Handgriff (1) vorgesehen ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com