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Dokumentenidentifikation DE69527833T2 30.04.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0745262
Titel HOCHLEISTUNGSSCHALTER MIT BEDIENUNGSGESTAENGE UND KONISCHE DURCHFUEHRUNG
Anmelder ABB Power T & D Co. Inc., Raleigh, N.C., US
Erfinder MEYER, R., Jeffry, Greensburg, US;
FREEMAN, B., Willie, Irwin, US;
JOHNSON, S., David, Greensburg, US
Vertreter Sobisch & Callies, 37581 Bad Gandersheim
DE-Aktenzeichen 69527833
Vertragsstaaten CH, DE, FR, GB, IT, LI
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 07.02.1995
EP-Aktenzeichen 959109356
WO-Anmeldetag 07.02.1995
PCT-Aktenzeichen PCT/US95/01552
WO-Veröffentlichungsnummer 0095022158
WO-Veröffentlichungsdatum 17.08.1995
EP-Offenlegungsdatum 04.12.1996
EP date of grant 21.08.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.04.2003
IPC-Hauptklasse H01H 33/42
IPC-Nebenklasse H01H 33/02   

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein elektrische Schalteinrichtungen. Genauer ausgedrückt, betrifft die Erfindung eine Verbindung für synchronen unabhängigen Polbetrieb zur Verwendung in einem Hochspannungs-Wechselstrom-Trennschalter.

Hintergrund der Erfindung

Eine bevorzugte Anwendung für die vorliegende Erfindung ist in Hochspannungs- Wechselstrom-Drehstromtrennschaltern und -Wiedereinschaltern, wobei die letzteren einen Typ von Trennschalter darstellen. Deshalb ist der Hintergrund der Erfindung im folgenden in Verbindung mit solchen Einrichtungen beschrieben. Es soll jedoch festgestellt werden dass, außer wenn sie ausdrücklich so begrenzt sind, die Patentansprüche am Ende dieser Beschreibung nicht auf die Anwendungen der Erfindung in einem Hochspannungs-Wechselstrom-Drehstromtrennschalter begrenzt sein sollen.

Ein Hochspannungs-Trennschalter ist eine Einrichtung, die bei der Verteilung von elektrischem Drehstrom verwendet wird. Wenn ein Sensor oder Schutzrelais einen Fehler oder eine andere Systemstörung auf dem geschützten Schaltkreis ermittelt, arbeitet der Trennschalter, um physikalisch stromtragende Kontakte in jeder der drei Phasen durch Öffnen des Schaltkreises zu trennen, um den fortgesetzten Fluss von Strom zu verhindern. Ein Wiedereinschalter unterscheidet sich von einem Trennschalter darin, dass ein Trennschalter einen Schaltkreis öffnet und den Schaltkreis unbegrenzt in der offenen Position hält, wohingegen ein Wiedereinschalter automatisch den Schaltkreis mehrere Male in schneller Aufeinanderfolge öffnen und wieder schließen kann, um Behebung eines temporären Fehlers zuzulassen, und daher vermeidet, den Schaltkreis unnötig außer Betrieb zu nehmen.

Die Hauptkomponenten eines Trennschalters oder Wiedereinschalters umfassen Unterbrecher, die zum Öffnen und Schließen eines oder mehrerer darin untergebrachter Sätze von stromtragenden Kontakten wirken; den Arbeits- oder Antriebsmechanismus, der die zum Öffnen oder Schließen der Kontakte benötigte Energie liefert; den Lichtbogenbildungs-Steuermechanismus und Unterbrechungsmittel, welche einen offenen Zustand in der geschützten Schaltung erzeugen; einen oder mehrere Behälter zum Unterbringen der Unterbrecher; und die Buchsen, die die elektrische Hochspannungsenergie von dem geschützten Schaltkreis in den (die) Behälter hinein und aus diesem (diesen) heraus tragen. Außerdem verbindet eine mechanische Verbindung die Unterbrecher und den Arbeitsmechanismus.

Trennschalter können sich in dem Gesamtaufbau dieser Komponenten unterscheiden. Der Betrieb der meisten Trennschalter ist jedoch im wesentlichen der gleiche ungeachtet ihrer Konfigurationen. Zum Beispiel kann ein Trennschalter eine einzelne Behälterbaugruppe umfassen, in der alle Unterbrecher untergebracht sind. Das US- Patent Nr. 4,442, 329, 10. April 1984, "Dead Tank Housing for High Voltage Circuit Breaker Employing Puffer Interrupters", offenbart ein Beispiel der Einzelbehälterkonfiguration. Alternativ kann ein getrennter Behälter für jeden Unterbrecher in einer Mehrfachbehälterkonfiguration vorgesehen werden. Ein Beispiel einer Mehrfachbehälterkonfiguration ist in Fig. 1 abgebildet.

Wie in Fig. 1 gezeigt ist, umfasst die Trennschalterbaugruppe 1 drei zylindrische Metallbehälter 3. Die drei zylindrischen Metallbehälter 3 bilden eine gemeinsame Behälterbaugruppe 4, die vorzugsweise mit einem inerten, elektrisch isolierenden Gas so wie SF&sub6; gefüllt ist. Die in Fig. 1 gezeigte Behälterbaugruppe 4 wird deshalb als ein "stromloser Behälter" bezeichnet, da sie auf Erdepotential ist. In jedem Behälter 3 ist ein Unterbrecher (nicht gezeigt) untergebracht. Der Betrieb des Unterbrechers ist im folgenden beschrieben. Die Unterbrecher sind mit Anschlüssen versehen, die an jeweilige beabstandete Buchsenisolatoren angeschlossen sind. Die Buchsenisolatoren sind als Buchsenisolatoren 5a und 6a für die erste Phase; 5b und 6b für die zweite Phase; und Sc und 6c für die dritte Phase gezeigt. Verknüpft mit jedem Pol oder jeder Phase ist ein Stromtransformator 7.

SF&sub6;-Trennschalterbuchsen sind ein integrierter Teil des Trennschalters, sowohl elektrisch als auch mechanisch. Sie sind nicht als Mehrzweckgerätbuchsen ausgelegt oder werden nicht als solche verwendet. SF&sub6;-Trennschalterbuchsen sind ausgelegt, um Hochspannungs-Leitungsverbindungen zu halten und isolieren und Strom in den geerdeten Behälter des Trennschalters zu tragen.

In den Hochspannungs-Trennschaltern sind die Paare von Buchsen für jede Phase oft so angebracht, dass ihre Enden einen größeren Abstand als ihre Grundteile aufweisen, um Durchschlag zwischen den freiliegenden leitenden Enden der Buchsen zu verhindern. Ein Mittel zum Erreichen des gewünschten Abstands ist die Verwendung konischer Buchsen gewesen, so dass die Anschlussenden der Buchsen kleinere Durchmesser als ihre jeweiligen Grundteile aufweisen. Zum Beispiel zeigt Fig. 1A einen Hochsparinungs-Trennschalter mit konischen Buchsen 90a-c und 92a-c. Die konischen Buchsen sind voneinander weg abgewinkelt, um den passenden Luftspalt (AG) zwischen ihren Ende zu schaffen, so dass im Fall eines Funkenüberschlags oder bedeutsamer Stromleckage der resultierende Durchschlag in dem stromlosen Behälter geerdet wird. Deshalb ist es erwünscht, dass der Abstand zwischen den Anschlussteilen der Buchsen, d. h. der Luftspalt, größer als die Länge der Buchse ist. Wenn Trennschalter kompakter werden, wird die Größe und der Abstand der Buchsen zu einem kritischen Designmerkmal des Trennschalters.

Ein Längsquerschnitt einer typischen konischen Buchse ist in Fig. 1B gezeigt. Ein Hochspannungsleiter 100 ist durch einen Isolator 101 mit Wetterschutzdächern 102 umschlossen. Der Leiter 100 ist elektrisch zwischen einen Unterbrecher und den geschützten Schaltkreis gekoppelt. Der Isolator 101 der SF&sub6;-Trennschalterbuchse ist so geformt und weist solche Abmessungen auf, um einen internen Schirm 103 aufzunehmen, der Spannungsfestigkeit (intern und extern) optimiert. Der Schirm 103 ist einzigartig geformt, um das Spannungsfeld in der Luft längs der Außenlänge der Büchse sowie innerhalb zu steuern, wo der Buchsenleiter 100 in den geerdeten Behälter eintritt. Der Buchsenleiter 100, der durch den hohlen, mit SF&sub6; gefüllten Isolator 101 verläuft, erzeugt eine radiale Belastung durch die Buchse. Diese Belastung ist höher am Eingang zu dem geerdeten Behälter. Deshalb verringert der Schirm 103 die Belastung auf dem Isolator zum Verbessern der Zuverlässigkeit der Buchse. Die Wetterschutzdächer 102 auf der Außenfläche der Buchse halten den Auswirkungen von Regen und Oberflächenschmutz stand, um gute dielektrische Bedingungen aufrechtzuerhalten.

Traditionell sind Buchsenisolatoren aus Porzellan oder einem gegossenen Epoxidharz hergestellt worden. Typischerweise sind die Wetterschutzdächer so ausgelegt, dass Wasser von den Schutzdächern abrollt, wodurch die Unterseite der Schutzdächer im wesentlichen trocken gehalten wird. Ein beträchtlicher Teil der Isolatorfläche kann jedoch durch Umweltverschmutzung nass oder verschlechtert werden. Die resultierende Schwächung des Dielektrikums kann Leckage- und Funkenüberschlagbedingungen verursachen.

Ein zusätzlicher Nachteil von Porzellan- oder gegossenen Epoxidharzbuchsen besteht darin, dass sie relativ brüchig und daher anfällig für Beschädigungen von externen Bedingungen sind, die ihre Zerbrechen verursachen können, so dass das darin enthaltene SF&sub6; explodiert. Zum Schaffen eines optimalen Isolators und eines sicheren und zuverlässigen Gehäuses für den Buchsenleiter, werden die Porzellan- und gegossenen Epoxidharzisolatoren mit einer relativ dicken Wand erzeugt (d. h. etwa 1 Zoll). Die vergrößerte Dicke verengt weiter den Luftspalt, erhöht das Gewicht der Buchsen, und erhöht die Kosten der Buchsen.

Deshalb ist eine Verbundbuchse entwickelt worden, die die folgenden Vorteile gegenüber traditionellen Buchsen liefert: nicht-brüchiges Verhalten, verringertes Gewicht und verringerte Wanddicke, Widerstand gegen Umweltverschmutzung, und verbesserte elektrische Nassfähigkeit. Ein Längsquerschnitt einer Verbundbuchse ist in Fig. 1C gezeigt. Die Verbundbuchsenisolatoren werden aus einem glasfaserverstärkten Rohr 110 geschützt durch ein Silikongummigehäusel 12 aufgebaut. Diese Buchsen weisen ein gerades zylindrisches Verbundrohr mit Aluminiumendflanschen 114 und 116 und bei Raumtemperatur vulkanisierte (RTV) Silikongummi-Wetterschutzdächer 120 auf. Das RTV-Silikongummi hat eine hydrophobe Oberfläche aufgrund von Ölfilmen, die sich natürlich auf der Gummioberfläche bilden.

Die Verbundbuchsen werden durch Verwendung einer Spritzgusstechnik erzeugt, in der eine einzelne Gussform jedes Mal einen einzelnen Abschnitt des Gehäuses 112 formt. Dieser Prozess ist sowohl zeitaufwendig als auch relativ unwirksam darin, dass jeder Abschnitt des Gehäuses auch zusammengegossen werden muss, um das fertiggestellte Buchsengehäuse zu bilden. Da das Silikongummigehäuse aus einem Spritzgussprozess gebildet wird, würde eine speziell ausgelegte Gussform benötigt werden, um die gewünschte konische Form zu erzeugen. Für viele Hochspannungs-Trennschalter, die sehr große Buchsen benötigen, sind solche Gussformen unpraktisch.

Ein Prozess zum Formen von Gummi unter Verwendung einer Wandergussform ist kommerziell genutzt worden. Im wesentlichen kann die Wandergussform Kunststoff oder Gummi auf im wesentlichen jede Form in einem kontinuierlichen Prozess bilden. Deshalb besteht zum Verbessern der Leistung und Verringern der Größe und des Gewichts von Hochspannungs-Trennschaltern ein Bedarf, eine konische Verbundbuchse zu entwerfen, die ein Gehäuse aufweist, das unter Verwendung einer solchen Wandergussform gebildet werden kann.

Zwei andere wichtige Elemente eines Hochspannungs-Trennschalters sind der Arbeitsmechanismus und eine mechanische Verbindung. Der Arbeitsmechanismus, der die erforderlichen Arbeitskräfte zum Öffnen und Schließen der Unterbrecherkontakte bereitstellt, ist innerhalb eines Arbeitsmechanismusgehäuses 9 enthalten, das in den Fig. 1 und 1A gezeigt ist. Der Arbeitsmechanismus ist mechanisch an jeden der Unterbrecher über eine Verbindung 8 gekoppelt.

Ein Querschnitt eines Unterbrechers 10 ist in den Fig. 2A-C gezeigt. Der Unterbrecher liefert zwei Sätze von Kontakten, die Lichtbogenkontakte 12 und 14 und die Hauptkontakte 15 und 19. Die Lichtbogenkontakte 12 und Hauptkontakte 19 sind bewegbar, wie im folgenden ausführlicher beschrieben ist, um den Schaltkreis entweder mit jeweiligen Kontakten 14 und 15 zu schließen oder den Schaltkreis zu öffnen. Fig. 2A zeigt eine Querschnittansicht des Unterbrechers mit seinen Kontakten geschlossen, wohingegen Fig. 2C einen Querschnitt des Unterbrechers mit den Kontakten offen zeigt.

Die Lichtbogenkontakte 12 und 19 der Hochspannungs-Trennschalterunterbrecher unterliegen Lichtbogen- oder Koronaentladung, wenn sie geöffnet bzw. geschlossen werden. Wie in Fig. 2B gezeigt ist, wird ein Lichtbogen 16 zwischen den Lichtbogenkontakten 12 und 14 gebildet, wenn sie auseinanderbewegt werden. Eine solche Lichtbogenbildung kann Erosion der Kontakte und möglicherweise Zerfall derselben im Verlauf der Zeit verursachen. Deshalb besteht eine bekannte Praxis (verwendet in einem "Puffer-" Unterbrecher) darin, einen Hohlraum des Unterbrechers mit einem inerten, elektrisch isolierenden Gas zu füllen, das den Lichtbogen 16 löscht. Wie in Fig. 2B gezeigt ist, wird das Gas durch einen Kolben 17 komprimiert und eine Strahldüse oder Düse 18 ist so positioniert, dass im richtigen Moment ein Strahl des komprimierten Gases in Richtung auf die Stelle des Lichtbogens zum Löschen desselben gerichtet wird. Nachdem ein Lichtbogen gebildet wurde, ist es extrem schwierig, ihn zu löschen, bis der Lichtbogenstrom wesentlich verringert wird. Wenn der Lichtbogen wie in Fig. 2C gelöscht ist, wird der geschützte Schaltkreis geöffnet, wodurch Stromfluss verhindert wird.

Typischerweise ist eine Batterie parallelgeschalteter Kondensatoren zwischen die Lichtbogenkontakte gekoppelt, um die Lichtbogenbildung durch Gleichmachen der Spannungen an den jeweiligen Unterbrechungen in einem Trennschalter vom Mehrfachunterbrechungspunkttyp zu steuern, d. h. einem mit mehr als einem Satz von Kontakten. Ein zwischen Kontakte gekoppelter Kondensator kann auch in einem Einfachunterbrechungs-Trennschalter verwendet werden. Die Batterie parallelgeschalteter Kondensatoren ist typischerweise in einem stromlosen Behälter zum Umschließen einer lichtbogenlöschenden Kammer darin angeordnet. Es ist weiter bekannt, Lichtbogenbildung durch Verwendung von Voreinführungs- oder Schließwiderständen zu steuern, wie im US-Patent Nr. 5,245,145, 14. September 1993, "Modular Closing Resistor" offenbart ist (übertragen an ABB Power T&D Company Inc.).

Während der Erregung von parallelgeschalteten Kondensatorbatterien erzeugte Spannungs- und Stromstörimpulse sind eine zunehmende Sorge für die elektrische Versorgungsindustrie im Sinne von Stromqualität für spannungsempfindliche Lasten und übermäßige Belastungen auf Energiesystemausrüstungen geworden. Zum Beispiel erfordert moderne Digitalausrüstung eine stabile Energiequelle. Darüber hinaus sind Computer, Mikrowellenöfen und andere elektrische Einrichtungen anfällig für Fehlverhalten, die aus solchen Störimpulsen resultieren. Sogar geringfügige Störimpulse können Schrägverzerrung der Stromwellenform verursachen, was diese elektrischen Einrichtungen betriebsunfähig macht. Deshalb haben Versorgungsunternehmen Ziele gesetzt, um das Auftreten von Störimpulsen zu verringern und eine stabile Stromwellenform zu schaffen.

Konventionelle Lösungen zum Verringern der aus Erregung von parallelgeschalteten Kondensatoren resultierenden Störimpulse umfassen Trennschalter- Voreinführungseinrichtungen, zum Beispiel Widerstände oder Induktionsspulen, und fixierte Einrichtungen so wie Strombegrenzungsdrosseln. Während diese Lösungen variierende Ausmaße von Milderung für Kondensatorbatterie-Erregungsstörimpulse liefern, führen sie zu zusätzlicher Ausrüstung, erweiterten Kosten, und können zu zusätzlichen Zuverlässigkeitsbedenken führen.

Die maximalen Erregungsstörimpulse von parallelgeschalteten Kondensatorbatterien sind mit dem Schließen des Trennschalters an der Spitze der Systemspannungswellenform verknüpft, d. h. wo der größte Unterschied zwischen der Busspannung, die auf ihrem Maximum sein wird, und der Kondensatorbatteriespannung vorliegen wird, die auf einem Nullpegel sein wird. Wenn die Schließvorgänge nicht in bezug zur Systemspannung synchronisiert sind, ist die Wahrscheinlichkeit des Erhalts der maximalen Erregungsstörimpulse groß. Eine Lösung für dieses Problem besteht darin, Zeitgenauigkeit hinzuzunehmen, um synchron den Trennschalter in dem Moment zu schließen, wenn die Systemspannung im wesentlichen null ist. Auf diese Weise würden die Spannungen auf beiden Seiten des Trennschalters im Moment des Schließens beinahe gleich sein, was eine effektiv "störimpulsfreie" Erregung zulässt.

Während das Konzept von synchronem oder Nulldurchgangs-Schließen ein einfaches ist, ist eine kostenwirksame Lösung schwer zu erreichen gewesen, primär aufgrund der hohen Kosten, die erforderliche Zeitgenauigkeit in einem mechanischen System bereitzustellen. Das US-Patent 4,306,263, 15. Dezember 1981, mit dem Titel "Synchronous Closing System and Latch Therefor" offenbart ein synchrones Schließsystem, bei dem sich die Hauptkontakte des Trennschalters innerhalb etwa 1 Millisekunde eines Nulldurchgangs schließen durch Hemmen des Hydraulikdrucks, der zum Schließen der Unterbrecherkontakte verwendet wird, unter Verwendung eines verriegelungsgesteuerten Mechanismus. Dieses synchrone Schließsystem kann jedoch keine Synchronisierung für jede Phase oder jeden Pol individuell liefern. Während eine Phase synchron geschlossen werden kann, wobei Störimpulse in dieser Phase des Schaltkreises vermieden werden, können daher schädlich Störimpulse durch Schließen der Kontakte in einer oder beiden der anderen Phasen erzeugt werden.

Eine Lösung kann darin bestehen, drei getrennte Betriebsmechanismen und entsprechende Verbindungen zum synchronen Steuern des Betriebs jedes Pol individuell zu verwenden. Das US-Patent Nr. 4,417,111, 22. November 1983 mit dem Titel "Three-Phase Combined Type Circuit Breaker" offenbart einen Trennschalter mit einem getrennten Arbeitsmechanismus und verknüpfter Verbindung für jede der drei Phasen oder Pole. Die Verwendung von drei getrennten Arbeitsmechanismen und verknüpfter Verbindungen ist jedoch teuer und vergrößert die Gesamtgröße und Komplexität dieses Trennschalters.

Das US-Patent Nr. 4,814,560, 21. März 1989, "High Voltage Circuit Breaker" (übertragen an Asea Brown Boveri AB, Vasteras, Schweden) offenbart eine Einrichtung zum synchronen Schließen und Öffnen eines Drehstrom-Hochspannungs- Trennschalters, so dass eine Zeitverschiebung zwischen den Momenten von Kontakt in den verschiedenen Phasen mechanisch durch eine geeignete Wahl von Armen und Verbindungen in der mechanischen Verbindung realisiert werden kann. Diese Verbindung verwendet eine früheres Wissen über die Zeit, die zum Schließen und Öffnen der Unterbrecherkontakte in jeder der drei Phasen benötigt wird. Die Zeitunterschiede können durch eine geeignete Auslegung der mechanischen Verbindung berücksichtigt werden. Eine solche Verbindung kann jedoch keine dynamische Kontrolle der Nulldurchgänge für jede Phase unterstützen, um unabhängige Synchronisation zu erreichen. Außerdem würde die offenbarte mechanische Verbindung mechanische Anpassungen im Verlauf der Zeit erfordern, um Variationen in der Trennschalterleistung und den Betriebsbedingungen zu berücksichtigen, die sich oft im Verlauf der Zeit ändern.

Ein abhängiger Polbetriebsmechanismus ist in Trennschaltern verwendet worden, um die anfänglichen Antriebskräfte zu erzeugen, die zum Öffnen und Schließen der Unterbrecherkontakte benötigt werden. Abhängiger Polbetrieb bezieht sich auf die begrenzte Fähigkeit des Betriebsmechanismus, alle drei Phasen des Schaltkreises gleichzeitig zu schließen oder zu öffnen. Ein Beispiel eines abhängigen Polmechanismus und mechanischer Verbindung realisiert in einem Drehstromtrennschalter ist in Fig. 3 gezeigt. Wie in Fig. 3 gezeigt ist, liefert der Arbeitsmechanismus 20 einen einzelnen Verbindungsstab 22. Der Verbindungsstab 22 weist eine Berührungsfläche mit einem Verbindungselement 26 über einen Hebel 24 auf. Verbindungselemente 25 und 26 bilden vorzugsweise einen einzelnen Verbindungsschaft, der die Anschlussteile jedes der drei Unterbrecher (nicht gezeigt) miteinander verbindet. In Betrieb wird der Verbindungsstab 22 nach oben oder unten getrieben und schwenkt dadurch den Hebel 24. Wenn sich der Hebel 24 schwenkt, drehen sich die Verbindungselemente 25 und 26. Die Verbindungselemente sind vorzugsweise an Winkelhebel gekoppelt, die in dem Anschlussteil der Unterbrecher (nicht gezeigt) vorgesehen sind, welche als Reaktion auf die Drehung der Verbindungselemente schwenken, um die Kontakte der Unterbrecher zu öffnen und zu schließen. Es sollte verstanden werden, dass jeder der in den Behältern 3 untergebrachten Unterbrecher gleichzeitig als Reaktion auf die Bewegung des Verbindungsstabs 22 öffnen und schließen wird.

Vor kurzem ist ein unabhängiger Polbetriebsmechanismus entwickelt worden, der eine individuell gesteuerte Antriebskraft zum unabhängigen Öffnen und Schließen jeder Phase des Trennschalters liefert. Durch Verwendung des unabhängigen Polbetriebsmechanismus kann jede Phase dynamisch und synchron individuell geschaltet werden. Daher besteht ein Bedarf, eine mechanische Verbindung zu schaffen, um wirksam mit dem unabhängigen Polbetriebsmechanismus zu arbeiten. Zum Beseitigen der Notwendigkeit einer Neuauslegung des gesamten Trennschalters zum Realisieren des neuen unabhängigen Polbetriebsmechanismus, ist es erwünscht, existierende Trennschalterverbindungen kostenwirksam anzupassen, so wie die in Fig. 1 gezeigte Verbindung 8. Außerdem sollte die mechanische Verbindung zur Verwendung mit dem unabhängigen Polbetriebsmechanismus nicht die Größe des Trennschalters erhöhen, oder eine komplexe Montage oder Wartungsschritte zur Sicherstellung erfordern, dass der Trennschalter richtig funktioniert.

Das US-Patent Nr. 4357502 (Beck), das die Grundlage für die Präambel von Anspruch 1 bildet, beschreibt einen Phasenumkehrschalter zum Schalten von zwei Phasen eines dreiphasigen Busses. Beck offenbart eine Verschiebebetätigungseinrichtung [sic], die einen Arbeitsschaft antreibt. Der Arbeitsschaft treibt einen von zwei Umkehrschaltern zum Öffnen und Schließen von Kontakten. Wenn die Kontakte ihre Position ändern, werden die Phasen umgekehrt. Eine Verbindung verbindet einen der beiden Umkehrschalter mit der Schaftbetätigungseinrichtung, so dass jedes Mal nur eine der beiden Verbindungen betätigt wird.

Das US-Patent Nr. 4814560 (Akesson), das die Grundlage für die Präambel von Anspruch 5 bildet, beschreibt einen Typ eines Dreipol-Hochspannungs-Trennschalters, der eine Einrichtung zum synchronen Schließen und Öffnen des Trennschalters aufweist. Akesson beschreibt einen Trennschalter mit drei Polen jeweils mit einem Kontakt, der mit einem Winkelhebel und einem gemeinsamen Betätigungsstab verbunden ist. Der Betätigungsstab bewegt sich, um die drei Winkelhebel und folglich die Kontakte zu bedienen. Jeder der Winkelhebel weist einen Gelenkhebel zwischen einem Gelenk und einem Arm auf, die bei einem Winkel verbunden sind. Der Verbindungswinkel ist unterschiedlich für jeden Pol. Aufgrund dieses Winkelunterschieds wird das Öffnen und Schließen jedes der Kontakte durch den Betätigungsarm synchronisiert.

Zusammenfassung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung erfüllt diese Bedürfnisse durch Schaffen einer mechanischen Verbindung zum unabhängigen Öffnen und Schließen einer Mehrzahl verknüpfter Schalter, wobei die mechanische Verbindung eine Mehrzahl von Verbindungselementen aufweist, die jeweils operativ mit einem Schalter zum Öffnen und Schließen des genannten einen Schalter gekoppelt sind;

gekennzeichnet durch Entkopplungsmittel zum drehenden Entkoppeln der genannten Verbindungselemente an einer Berührungsfläche zwischen den genannten Verbindungselementen; eine Mehrzahl von Verbindungsstäben, die sich von einem Antriebsmechanismus erstrecken und operativ mit der genannten Mehrzahl von Verbindungselementen zum Betätigen der genannten Mehrzahl von Verbindungselementen zum Öffnen und Schließen der genannten Mehrzahl von Schaltern gekoppelt sind; eine Anzahl von Hebelbaugruppen, die schwenkend einen der genannten Mehrzahl von Verbindungsstäben mit einem der genannten Mehrzahl von Verbindungselementen koppeln können, um das genannte Verbindungselement operativ zu drehen; und

eine Anzahl von Lagermitteln, die eine Halteverbindung an einer Berührungsfläche zwischen zwei der genannten Mehrzahl von Verbindungselementen bereitstellen, so dass die genannten beiden Verbindungselemente drehend voneinander an der genannten Berührungsfläche zwischen denselben entkoppelt werden.

Es wird ferner ein Drehstromtrennschalter gemäß der Erfindung zum Öffnen und Schließen eines damit verbundenen Schaltkreises geschaffen. Der Trennschalter umfasst eine Anzahl von Unterbrechungsmitteln, welche jeweils nur mit einer Phase des genannten Schaltkreises verknüpft sind, und weist einen Satz von Kontakten zum Öffnen und Schließen der verknüpften Phase des Schaltkreises auf, gekennzeichnet durch:

einen Verbindungsmechanismus mit einer Mehrzahl von Verbindungselementen, wobei jedes Verbindungselement operativ mit einem Satz von Kontakten zum Öffnen und Schließen der genannten verknüpften Phase gekoppelt ist;

Entkopplungsmittel zum drehenden Entkoppeln und Halten der genannten Verbindungselemente an einer Berührungsfläche zwischen den genannten Verbindungselementen; und

ein Antriebsmittel mit wenigstens zwei Verbindungsstäben, wobei jeder Verbindungsstab mechanisch eine Berührungsfläche mit wenigstens einem Verbindungselement aufweist, so dass die genannten Verbindungselemente sich unabhängig in bezug zueinander drehen und dadurch unabhängig die genannten verknüpften Phasen des genannten Schaltkreises öffnen und schließen.

Das Antriebsmittel ist vorzugsweise ein Arbeitsmechanismus mit einer dreiphasigen unabhängigen Polbetriebsfähigkeit. In einer stärker bevorzugten Ausführungsform wird der Trennschalter synchron mit in die Unterbrecher fließendem Wechselstrom geöffnet und geschlossen.

Ein wichtiges erwünschtes Merkmal der Erfindung besteht darin, dass wenigstens eine Verbundbuchse vorliegt, die eine Berührungsfläche mit dem Schaltkreis und eine Berührungsfläche mit dem Unterbrechungsmittel aufweist. Die oder jede Buchse ist vorzugsweise konisch mit darauf ausgebildeten Wetterschutzdächern.

In einer bevorzugten Ausführungsform weist die oder jede Verbundbuchse ein hohles konisches Rohr zum Enthalten eines Gases innerhalb der Buchse; und ein Isoliergehäuse auf, das eine Mehrzahl von Wetterschutzdächern umfasst und das hohle konische Rohr im wesentlichen bedeckt. Das hohle konische Rohr ist vorzugsweise aus faserverstärktem Epoxidmaterial und das Gehäuse ist vorzugsweise aus Silikongummi hergestellt.

In einer anderen bevorzugten Ausführungsform werden die Schalter synchron mit in jeder der Phasen des geschützten Schaltkreises fließendem Wechselstrom geöffnet und geschlossen.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die vorliegende Erfindung wird besser verstanden werden und ihre Aufgaben und Vorteile werden deutlich werden durch Bezugnahme auf die folgende ausführliche Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen in Verbindung mit den folgenden Zeichnungen, in denen:

Fig. 1 ein Diagramm eines Mehrfachbehälter-Hochspannungs-Trennschalters ist;

Fig. 1A ein Diagramm eines Hochspannungs-Trennschalters mit konischen Buchsen ist, die in einer Winkelkonfiguration angeordnet sind;

Fig. 1 B ein Längsquerschnitt einer konischen Buchse gemäß dem Stand der Technik ist;

Fig. 1C ein Längsteilquerschnitt einer zylindrischen Verbundbuchse ist;

Fig. 2A eine Querschnittansicht eines Unterbrechers ist, dessen Kontakte geschlossen sind;

Fig. 2B eine Querschnittansicht eines Unterbrechers mit einem Lichtbogen ausgebildet zwischen seinen Lichtbogenkontakten ist;

Fig. 2C eine Querschnittansicht eines Unterbrechers ist, dessen Kontakte offen sind;

Fig. 3 ein Diagramm einer abhängigen Polbetriebsverbindung ist;

Fig. 4 ein Diagramm einer unabhängigen Polbetriebsverbindung gemäß der vorliegenden Erfindung ist;

Fig. 5 eine Querschnittansicht eines Unterbrechers mit einer Winkelhebelkopplung ist;

Fig. 6 eine vergrößerte Ansicht mit einer Teilquerschnittansicht der Hebelbaugruppe und dem Lagerring zur Verwendung gemäß der vorliegenden Erfindung ist; und

Fig. 7 ein Längsquerschnitt einer konischen Verbundbuchse zur Verwendung gemäß der vorliegenden Erfindung ist.

Ausführliche Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen

Ein Diagramm einer Verbindung zur Verwendung in einem Drehstromtrennschalter gemäß der Erfindung ist in Fig. 4 gezeigt. Der Arbeitsmechanismus 30 liefert vorzugsweise drei unabhängig betätigte Verbindungsstäbe 32, 33 und 34. Die Verbindung umfasst vier Verbindungselemente 36, 37, 38 und 39. Es soll verstanden werden, dass in einer bevorzugten Ausführungsform die Verbindungselemente 37 und 38 einen einzelnen Verbindungsschaft bilden. Zwei Hebelbaugruppen 40 und 41 liefern mechanische Berührungsflächen zum Koppelndes Verbindungsstabs 32 mit dem Verbindungselement 39 bzw. zum Koppeln des Verbindungsstabs 33 mit dem Verbindungselement 37. Die Hebelbaugruppen 40 und 41 schaffen auch eine mechanische Berührungsfläche zu Lagerringen 45 bzw. 46. Der Verbindungsstab 34 weist eine mechanische Berührungsfläche mit dem Verbindungselement 36 über den Hebel 43 auf, der keine mechanische Berührungsfläche zu einem Lagerring hat. Die Lagerringe 45 und 46 schaffen eine Halteverbindung zwischen den Verbindungselementen 38 und 39 bzw. zwischen den Verbindungselementen 36 und 37. Diese Halteverbindungen ermöglichen jedem der Verbindungselemente, unabhängig voneinander zu rotieren, wie im folgenden beschrieben ist.

Jedes Verbindungselement ist an einen Winkelhebel (nicht in Fig. 4 gezeigt) gekoppelt, der innerhalb des Anschlussteils 42 des innerhalb des Behälters 3 in Fig. 4 gezeigten Unterbrechers angeordnet ist. Fig. 5 zeigt eine axiale Querschnittsansicht eines Unterbrechers. Ein Winkelhebel 50 ist in dem Anschlussteil des Unterbrechers gezeigt. Wenn der Winkelhebel 50 in die durch Strichpunktlinien angezeigte Richtung geschwenkt wird, wird der Isolierstab 52 in das Führungsrohr 54 geschwenkt und veranlasst ein Kolbenelement 53, die Unterbrecherkontakte, d. h. beweglichen Kontakte 12 und 19 zu schließen, so dass sie fixierte Kontakte 14 bzw. 15 ergreifen. Die Verbindungselemente 36 und 39 (Fig. 4) sind vorzugsweise an die Winkelhebelschafte 48 bzw. 49 mit einer Klammer oder einem anderen geeigneten Mittel gekoppelt. Die Verbindungselemente 37 und 38 sind vorzugsweise Winkelhebelschafte, die an einen gemeinsamen Winkelhebel gekoppelt sind.

Zum Schließen eines Pols oder einer Phase des geschützten Schaltkreises, treibt der Arbeitsmechanismus 30 den passenden Verbindungsstab 32, 33 oder 34 nach oben. Wenn es zum Beispiel erwünscht wäre, die Kontakte des Unterbrechers zu schließen, der in dem in Fig. 4 gezeigten mittleren Behälter 3 angeordnet ist, würde der Verbindungsstab 33 nach oben ausgestreckt werden. Die Aufwärtsbewegung des Verbindungsstabs 33 dreht die Hebelbaugruppe 41 schwenkend, was das Verbindungselement 37 veranlasst, sich um seine Achse in einer wie gezeigten Richtung im Uhrzeigersinn zu drehen. Die Verbindungselemente 37 und 38 werden über Verkeilung oder ein äquivalentes Verfahren an den Winkelhebel 50 gekoppelt (Fig. 5). Der Winkelhebel 50 umfasst vorzugsweise zwei Seitenflächen (eine ist in Fig. 5 gezeigt), so dass das Verbindungselement 37 an eine Seitenfläche gekoppelt wird und das Verbindungselement 38 an die andere Seitenfläche gekoppelt wird. Wenn sich das Verbindungselement 37 dreht, schwenkt daher der Winkelhebel 50 entlang der Strichpunktlinie in Fig. 5, um die Unterbrecherkontakte zu schließen.

Typischerweise kontrolliert ein Versorgungsunternehmen, das den geschützten Schaltkreis unterhält, Fehlerbedingungen an dem Schaltkreis. Wenn eine Fehlbedingung ermittelt wird, wird ein Steuersignal an den Trennschalter ausgegeben, um den Arbeitsmechanismus zu veranlassen, die passenden Kontakte zu schließen. Manuelle Schalter können auch zum Erzeugen ähnlicher Signale zum Initiieren des Öffnens oder Schließens der Kontakte vorgesehen werden. Der Arbeitsmechanismus 30 gibt als Reaktion auf solche Signale den passenden Verbindungsstab 32, 33 oder 34 frei. Zum Beispiel wird zum Öffnen der Phase des Schaltkreises, der mit dem in Fig. 4 gezeigten mittleren Unterbrecher verknüpft ist, der Stab 33 in einer Abwärtsbewegung gezogen. Die Hebelbaugruppe 41 schwenkt und veranlasst so das Verbindungselement 37, sich in einer Richtung gegen den Uhrzeigersinn zu drehen. Die Drehung gegen den Uhrzeigersinn des Verbindungselements 37 veranlasst ihrerseits den Winkelhebel 50, von den Unterbrecherkontakten weg längs der Strichpunktlinie zum Öffnen der Kontakte zu schwenken.

Es sollte verstanden werden, dass die Größe der Verbindungsstäbe, Verbindungselemente und Winkelhebel sowie der Schwenkwinkel des Winkelhebels so betrachtet werden sollten, dass sie den Winkel definieren, über den die Hebelbaugruppen 40 und 41 und der Hebel 43 sich drehen müssen, um die Kontakte richtig zu öffnen und zu schließen. Ein Vorteil der Verbindungsauslegung gemäß der Erfindung besteht darin, dass die Verbindung einfach für unabhängigen Phasenbetrieb durch Einstellen der Verbindungen (die Berührungsflächen von Hebelbaugruppe/Verbindungselement und die Berührungsfläche des Hebels 43 mit dem Verbindungselement 36 definieren die Verbindungen) zusammengebaut wird, um den erforderlichen Drehwinkel zu erreichen. Daher ist nur eine Einstellung für jede Betriebsphase des Schaltkreises erforderlich. Andere Verbindungen, z. B. lineare Verbindungen, können so viele wie fünf Einstellungen pro Phase erfordern.

Fig. 6 zeigt eine vergrößerte Ansicht der Hebelbaugruppe 40, wobei der Teil unter der Strichpunktlinie einen Querschnitt des Hebels 65 und Lagers 45 zeigt. Wie in der Figur gezeigt ist, kann das Verbindungselement 39 durch eine Öffnung 62 in dem Hebel 65 in der durch den Pfeil 59 angezeigten Richtung eingeführt werden. Das Verbindungselement 39 kann mechanisch an den Hebel 65 über ein jegliches geeignetes Verfahren so wie Verkeilen, Verstiften, Verschrauben oder dergleichen gekoppelt werden. Der Hebel 65 liefert auch die Außenschale 58 des Lagerrings (Bezugsziffer 45 in Fig. 4). Deshalb liefert der Hebel 65 auch eine hohle Öffnung 63, in die die einzelnen Lager 7 eingeführt werden können, um den Lagerring mit einer inneren Öffnung 64 zu bilden. Das Verbindungselement 38 kann durch die Öffnung 64 in der Richtung des Pfeils 60 eingeführt werden. Auf diese Weise bildet der Lagerring 45 eine Halteverbindung zwischen den Verbindungselementen 38 und 39. In einer stärker bevorzugten Ausführungsform füttert eine Hülse 56 die Öffnung 64 aus und dient als ein Abstandshalter, so dass Lager mit Standardgrößen in der Hebelbaugruppe verwendet werden können. Ein Federstift 57 oder das Äquivalent desselben kann durch die Hebelbaugruppe 40 wie gezeigt vorstehen gelassen werden, um die Lager 67 innerhalb der hohlen Öffnung 63 zu befestigen.

Die Verbindung gemäß der vorliegenden Erfindung liefert zahlreiche Vorteile für unabhängigen Phasenbetrieb in einem Trennschalter. Bedeutenderweise kann die Verbindung mit Standardgröße wie zum Beispiel in Fig. 3 gezeigt angepasst werden, anstatt vollständig neu entworfen zu werden, um unabhängigen Polbetrieb aufzunehmen. Zum Beispiel können Hebelbaugruppen und Lagerringe hinzugefügt werden, um drehend die Verbindungselemente 25 und 26 der abhängigen Polyerbindung 8 zum Schaffen einer unabhängigen Phasenbetriebsfähigkeit zu entkoppeln. Es sollte daher offensichtlich sein, dass die Verbindung gemäß der vorliegenden Erfindung im wesentlichen die gleiche Größe wie die abhängige Polyerbindung aufweist, so dass existierende Trennschalterapparaturen mit der Verbindung für unabhängigen Polbetrieb verwendet werden können. Außerdem vergrößert die Verbindung gemäß der vorliegenden Erfindung nicht die Größe des Trennschalters zum Erreichen von unabhängigem Polbetrieb.

Fig. 7 ist ein Längsquerschnitt einer konischen Verbundbuchse gemäß der vorliegenden Erfindung. Ein den Buchsenleiter 121 umschließendes konisches faserverstärktes Rohr (FRP) wird aus einem Epoxidharz oder Polyestermaterial gebildet, das mit einem starken Fasermaterial so wie Glasfaser, Polyester, Aramiden, oder Gewebefäden verstärkt worden ist. Die oben beschriebene Wandergussform wird zum Bilden eines Isoliergehäuses 122 mit Wetterschutzdächern 124 aus Silikongummi oder einem ähnlichen Gummimaterial so wie Ethylenpropylen auf der Oberfläche des konischen FRP-Rohrs 120 verwendet. Die Wetterschutzdächer 124 bilden vorzugsweise eine Spirale entlang der Buchsenoberfläche. Ein Schirm 126 ist an der Innenfläche des FRP-Rohrs 120 und einem Anbringungsflansch 128 wie in Fig. 7 gezeigt befestigt. Ein oberer Flansch 130 befestigt einen O-Ring 132 an der Buchse. Ein Leitungsanschluss 134 von der geschützten Schaltung weist eine elektrische Berührungsfläche zu dem Buchsenleiter 121 an dem O-Ring 132 auf.

Die Leistung eines unabhängigen Polbetriebstrennschalters kann weiter durch Ersetzen konventioneller Buchsen durch konische Verbundbuchsen verbessert werden. Die Verbundbuchsen stoßen nicht nur Verschmutzung und Wasser ab, Widerstehen Zerbrechen oder Explodieren, Verkleinern die Größe und das Gewicht der Trennschalter, sondern sie können zusätzlich die Gesamtzuverlässigkeit des Trennschalters in anderen Weisen verbessern. Zum Beispiel, wenn jegliche der Buchsen in einem konventionellen abhängigen Polbetriebstrennschalter versagen, muss der gesamte Trennschalter außer Betrieb gesetzt werden. In einem unabhängigen Polbetriebstrennschalter muss jedoch nur die mit der fehlerhaften Buchse verknüpfte Phase geöffnet werden. Wenn konische Verbundbuchsen mit einer unabhängigen Polbetriebsverbindung verwendet werden, wird die Notwendigkeit, jegliche der Phasen abzuschalten, weiter durch die hervorragenden Eigenschaften der konischen Verbundbuchsen verringert.

Außerdem kann in konventionellen synchron schließenden Trennschaltern Leckage in einer der Buchsen zum Ändern der Zeitabstimmung des Schließens und Öffnens des Schaltkreises führen. In einem unabhängigen synchron schließenden Poltrennschalter sollte Leckage in einer Buchse nicht die restlichen Phasen beeinflussen. Minimierung von Leckage unter Verwendung der konischen Verbundbüchsen verbessert jedoch auch die Zuverlässigkeit eines unabhängigen synchron schließenden Poltrennschalters, da selbst kleine Leckagen die Zeitabstimmungsgenauigkeit beim Öffnen oder Schließen einer jeglichen der Phasen des geschützten Schaltkreises beeinflussen können.


Anspruch[de]

1. Mechanische Verbindung zum unabhängigen Öffnen und Schließen einer Mehrzahl verknüpfter Schalter, wobei die mechanische Verbindung eine Mehrzahl von Verbindungselementen (36, 37, 38, 39) aufweist, die jeweils operativ mit einem Schalter zum Öffnen und Schließen des genannten einen Schalters gekoppelt sind;

gekennzeichnet durch Entkopplungsmittel zum drehenden Entkoppeln der genannten Verbindungselemente (36, 37, 38, 39) an einer Berührungsfläche zwischen den genannten Verbindungselementen; eine Mehrzahl von Verbindungsstäben (32, 33, 34), die sich von einem Antriebsmechanismus (30) erstrecken und operativ mit der genannten Mehrzahl von Verbindungselementen zum Betätigen der genannten Mehrzahl von Verbindungselementen zum Öffnen und Schließen der genannten Mehrzahl von Schaltern gekoppelt sind; eine Anzahl von Hebelbaugruppen (40, 41), die schwenkend einen der genannten Mehrzahl von Verbindungsstäben (32, 33, 34) mit einem der genannten Mehrzahl von Verbindungselementen (36, 37, 38, 39) koppeln können, um das genannte Verbindungselement operativ zu drehen; und

eine Anzahl von Lagermitteln (45, 46), die eine Halteverbindung an einer Berührungsfläche zwischen zwei der genannten Mehrzahl von Verbindungselementen (36, 37, 38, 39) bereitstellen, so dass die genannten beiden Verbindungselemente drehend voneinander an der genannten Berührungsfläche zwischen denselben entkoppelt werden.

2. Verbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einige der genannten Hebelbaugruppen (40, 41) mit einer hohlen Öffnung (63) versehen sind, in die eines der genannten Lagermittel (45, 46) eingeführt werden kann.

3. Verbindung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das genannte Lagermittel (45, 46) eine zylindrische Form mit einer inneren Öffnung aufweist, so dass die genannten Verbindungselemente (36, 37, 38, 39) in die genannte innere Öffnung eingeführt werden können.

4. Verbindung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Hülse (56) im wesentlichen die genannte innere Öffnung der genannten Lagermittel (45, 46) ausfüttert, wodurch eine Sperre zwischen den genannten Lagermitteln (45, 46) und den darin eingeführten genannten Verbindungselementen (36, 37; 38, 39) gebildet wird.

5. Drehstromtrennschalter zum Öffnen und Schließen eines damit verbundenen Schaltkreises, der eine Anzahl von Unterbrechungsmitteln (10) umfasst, welche jeweils nur mit einer Phase des genannten Schaltkreises verknüpft sind und einen Satz von Kontakten zum Öffnen und Schließen der verknüpften Phase des Schaltkreises aufweist, gekennzeichnet durch:

einen Verbindungsmechanismus mit einer Mehrzahl von Verbindungselementen (36, 37, 38, 39), wobei jedes Verbindungselement operativ mit einem Satz von Kontakten zum Öffnen und Schließen der genannten verknüpften Phase gekoppelt ist;

Entkopplungsmittel (40, 41) zum drehenden Entkoppeln und Halten der genannten Verbindungselemente an einer Berührungsfläche zwischen den genannten Verbindungselementen; und

ein Antriebsmittel (30) mit wenigstens zwei Verbindungsstäben (32, 33), wobei jeder Verbindungsstab mechanisch eine Berührungsfläche mit wenigstens einem Verbindungselement (36, 37, 38, 39) aufweist, so dass die genannten Verbindungselemente sich unabhängig in bezug zueinander drehen und dadurch unabhängig die genannten verknüpften Phasen des genannten Schaltkreises öffnen und schließen.

6. Trennschalter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das genannte Entkopplungsmittel (40, 41) umfasst:

wenigstens zwei Hebelbaugruppen (65) zum Bilden einer mechanischen Berührungsfläche von einem Verbindungsstab (32, 33, 34) mit einem Verbindungselement (36, 37, 38, 39); und

wenigstens zwei Lagermittel (45, 46), die eine unterstützende Berührungsfläche für zwei der genannten Verbindungselemente (36, 37, 38, 39) bereitstellen können, wobei die genannten beiden Verbindungselemente drehend an der genannten unterstützenden Berührungsfläche entkoppelt werden.

7. Trennschalter nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das genannte Antriebsmittel (30) ein Arbeitsmechanismus mit einer dreiphasigen unabhängigen Polbetriebsfähigkeit ist.

8. Trennschalter nach Anspruch 5, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das genannte Antriebsmittel (30) eine Anzahl von Arbeitsmechanismen aufweist.

9. Trennschalter nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass Wechselstrom in jeder Phase des genannten Schaltkreises fließt, wobei der genannte Satz von Kontakten synchron in bezug zu dem in der genannten verknüpften Phase fließenden genannten Wechselstrom geöffnet und geschlossen wird.

10. Drehstromtrennschalter nach einem der Ansprüche 5 bis 9, gekennzeichnet durch wenigstens eine Verbundbuchse, die eine Berührungsfläche mit dem Schaltkreis und eine Berührungsfläche mit dem Unterbrechungsmittel (10) aufweist.

11. Drehstromtrennschalter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbundbuchse eine konische Form aufweist.

12. Drehstromtrennschalter nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbundbuchse eine Mehrzahl darauf ausgebildeter Wetterschutzdächer (124) aufweist.

13. Drehstromtrennschalter nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Wetterschutzdächer eine Spirale bilden.

14. Drehstromtrennschalter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbundbuchse aufweist:

ein hohles Rohr (120) zum Enthalten eines Gases innerhalb der Buchse; und

ein Isoliergehäuse (122) mit einer Mehrzahl von Wetterschutzdächern (124), das im wesentlichen das hohle Rohr bedeckt.

15. Drehstromtrennschalter nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das hohle Rohr (120) konisch ist und ein faserverstärktes Epoxidharzmaterial aufweist.

16. Drehstromtrennschalter nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (122) aus Silikongummi besteht.

17. Drehstromtrennschalter nach einem der Ansprüche 5 bis 16, gekennzeichnet durch zwei Verbundbuchsen für jede Phase des Schaltkreises.







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