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Dokumentenidentifikation DE10150570A1 08.05.2003
Titel Vliesband
Anmelder Carl Freudenberg KG, 69469 Weinheim, DE
Erfinder Schäffer, Peter, 91781 Weißenburg, DE
DE-Anmeldedatum 17.10.2001
DE-Aktenzeichen 10150570
Offenlegungstag 08.05.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.05.2003
IPC-Hauptklasse D04D 9/00
IPC-Nebenklasse D04H 1/00   
Zusammenfassung Vliesband zur Verwendung bei der Herstellung von Taschenpaspeln an Bekleidungsstücken, wobei das Vliesband (1) in seiner Längsrichtung mit zwei parallel zueinander verlaufenden, etwa die doppelte Breite B der Paspel 6 einnehmenden Verstärkungen (2) versehen ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung befasst sich mit einem Vliesband zur Verwendung bei der Herstellung von Taschenpaspeln an Bekleidungsstücken.

Stand der Technik

Es ist bekannt, die Taschen von Jacken, Hosen und dergleichen mit Paspeln zu versehen, die einerseits eine Verstärkung am Taschenrand und andererseits eine vorteilhafte optische Wirkung ergeben. Bei hochwertigen Kleidungsstücken kommt der optischen Wirkung der Paspel besondere Bedeutung zu. So ist beispielsweise, um einen guten optischen Ausgleich zu erreichen, die Paspel mit einer Innenlage aus einem Vlies versehen. Diese Innenlage erteilt der Paspel auch eine erhöhte Steifigkeit. Um das Volumen der Paspel größer erscheinen zu lassen, sind dieselben auch im Inneren mit einem Wollfaden versehen worden. Dieser Wollfaden behindert jedoch die rationelle maschinelle Fertigung. Deshalb hat seine Verwendung keine weite Verbreitung gefunden.

Darstellung der Erfindung

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit für die Herstellung von Taschenpaspeln zu finden, die eine maschinelle Fertigung erlaubt und gleichzeitig eine voluminöse Paspel von hoher optischer Qualität ergibt.

Die Lösung der gestellten Aufgabe erfolgt mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Die Unteransprüche 2 bis 6 enthalten vorteilhafte Ausgestaltungen des Erfindungsgedankens.

Das für die Herstellung von Taschenpaspeln zum Einsatz gelangende neue Vliesband ist in seiner Längsrichtung mit zwei parallel zueinander verlaufenden, etwa die doppelte Breite der Paspel einnehmenden Verstärkungen versehen. Durch diese Verstärkungen am Vliesband direkt können optisch sehr voluminöse, vorteilhafte Paspeln gebildet werden.

Die Verstärkungen sind in einem Abstand voneinander angeordnet, welcher etwa der doppelten Breite der Paspel entspricht. Durch eine entsprechende Faltung des Vliesbandes in seiner Längsrichtung werden die Verstärkungen in ihrer Mitte gefaltet. Dadurch wird die Paspel auf ihren Innenseiten mit einem Volumen versehen, das der doppelten Dicke der Verstärkung entspricht.

Die Breite des Vliesbandes beträgt etwa die zehnfache Breite einer Verstärkung. Die Vliesbandbreite ist so gewählt, dass in bekannter Weise beide Paspeln einer Tasche daraus herstellbar sind.

Die Verstärkungen können bei der Herstellung des Vliesbandes durch einen Auftrag einer größeren Menge von Vliesmaterial gebildet werden. Dieses erfordert gesonderte Maschinen für die Herstellung des Vliesbandes. Sofern solche Maschinen nicht vorhanden sind, können die Verstärkungen auch durch Aufkleben von Vliesstreifen aus einem Volumenvlies auf das Vliesband hergestellt werden.

Kurzbeschreibung der Zeichnung

Anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels wird die Erfindung näher erläutert.

Es zeigen

Fig. 1 und Fig. 3 jeweils ein Vliesband mit angebrachten Verstärkungen in der Draufsicht,

Fig. 2 eine Stirnansicht des Vliesbands nach Fig. 1 und

Fig. 4 in schematischer Darstellung einen Schnitt durch einen Taschenrand mit angebrachter Paspel.

Ausführung der Erfindung

In Fig. 1 ist ein Vliesband 1 gezeigt, das in seiner Längsrichtung zwei parallel zueinander verlaufende Verstärkungen 2 hat. Die Verstärkungen 2 haben etwa die doppelte Breite der zu fertigenden Paspel. Im gewählten Beispiel ist die gewählte Breite B der Paspel ca. 4,5 mm, so dass jede Verstärkung 2 eine Breite von 9 mm hat. Die Verstärkungen 2 sind im Abstand A voneinander angeordnet, welcher ebenfalls etwa der doppelten Breite B der Paspel entspricht. Er beträgt 11 mm. Die neben den Verstärkungen 2 liegenden seitlichen Flächen des Vliesbands 1 sind 18 bzw. 13 mm breit. Die Gesamtbreite G des Vliesbands 1 beträgt folglich etwa das Zehnfache der Breite V einer Verstärkung 2. Im vorliegenden Beispiel beträgt die Breite G 60 mm.

In Fig. 2 ist das Vliesband 1 in der Stirnansicht gezeigt. Auf die Vlieslage 3 sind die Verstärkungen 2 in vorgegebener Breite an den vorgesehenen Stellen aufgeklebt. Das Volumen der Vlieslage 3 ist an den genannten Stellen deutlich erhöht.

Die Fig. 3 zeigt ein Vliesband 1 in der Draufsicht, welches im Aufbau der Fig. 1 entspricht, mit der Abweichung, dass die Ränder 4 andere Abmessungen haben. Die Gesamtbreite des Vliesbandes beträgt 70 mm.

In Fig. 4 ist schematisch ein Taschenrand 5 mit der Paspel 6 im Schnitt gezeigt. Das Vliesband 1 wird mit einem entsprechenden Oberstoff 7 zunächst vernäht und danach in seiner Längsrichtung so gefaltet, dass die Verstärkungen 2 in ihrer Mitte gefaltet werden. Danach wird der Oberstoff 7 mit dem Vliesband 1 in der Mitte des Mittelstreifens 8 des Vliesbands 1 durchgeschnitten und die so vorliegenden Paspeln 6 können an den Taschenrand 5 in Richtung des Pfeils 9 angenäht werden. In der Figur ist sichtbar gemacht, dass die Dicke der Paspel 6 in etwa der Dicke des Taschenrandes 5 mit dem daran angenähten Oberstoff 7 einschließlich Vlieslage 3 entspricht. Die Breite B der Paspel 6 entspricht der Hälfte der Breite V der Verstärkung 2.


Anspruch[de]
  1. 1. Vliesband zur Verwendung bei der Herstellung von Taschenpaspeln an Bekleidungsstücken, dadurch gekennzeichnet, dass das Vliesband (1) in seiner Längsrichtung mit zwei parallel zueinander verlaufenden, etwa die doppelte Breite (B) der Paspel (6) einnehmenden Verstärkungen (2) versehen ist.
  2. 2. Vliesband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkungen (2) in einem Abstand (A) voneinander angeordnet sind, welcher etwa der doppelten Breite (B) der Paspel (6) entspricht.
  3. 3. Vliesband nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite (G) des Vliesbands (1) in etwa der Zehnfachen Breite (V) einer Verstärkung (2) beträgt.
  4. 4. Vliesband einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkungen (2) bei der Herstellung des Vliesbands (1) durch eine größere Menge von Vliesmaterial gebildet werden.
  5. 5. Vliesband einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkungen (2) durch Aufkleben von Vliesstreifen aus einem Volumenvlies auf eine Vlieslage (3) hergestellt werden.
  6. 6. Vliesband einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Vliesband (1) zur Bildung der Taschenpaspeln (6) in seiner Längsrichtung so gefaltet wird, dass die Verstärkungen (2) in ihrer Mitte gefaltet sind.






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