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Aufzug-Überwachungseinrichtung - Dokument DE10241160A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10241160A1 15.05.2003
Titel Aufzug-Überwachungseinrichtung
Anmelder Otis Elevator Co., Farmington, Conn., US
Erfinder Marti Sanchez, Luis, Madrid, ES;
Del Rio Sanz, Fernando, Madrid, ES;
Santos Cosgaya, Fernando, Mostoles, ES
Vertreter Klunker, Schmitt-Nilson, Hirsch, 80797 München
DE-Anmeldedatum 05.09.2002
DE-Aktenzeichen 10241160
Offenlegungstag 15.05.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.05.2003
IPC-Hauptklasse B66B 1/26
Zusammenfassung Eine durch Zentrifugalwirkung aktivierte Vorrichtung zum Steuern der Bewegungsgeschwindigkeit einer Aufzugkabine hat die Fähigkeit, sowohl die nach oben gehende als auch die nach unten gehende Bewegung zu steuern. Eine erste Stoppvorrichtung (72) ist wenigstens einer Aufzugscheibe (22) zugeordnet. Eine zweite Stoppvorrichtung (30) ist vorzugsweise auf einer entgegengesetzten Seite derselben Scheibe (22) gehalten. Die zweite Stoppvorrichtung (30) beinhaltet vorzugsweise zentrifugal aktivierte Komponenten, wie z. B. ein Verriegelungselement (32), das sich ansprechend auf eine unerwünscht hohe Geschwindigkeit der nach oben gehenden Bewegung der Aufzugkabine von einer ersten Position in eine zweite Stoppposition bewegt. Die zentrifugal aktivierten Komponenten beinhalten vorzugsweise ein solches Verriegelungselement (32), das an der Scheibe drehbar abgestützt ist und an einem Ende ein Eingriffselement aufweist, das mit einer damit zusammenwirkenden Anschlagfläche (54) in der Nähe der Scheibe (22) in Eingriff tritt, um eine weitergehende Rotation der Scheibe (22) zu verhindern, wenn die Scheibe eine unerwünscht hohe Rotationsgeschwindigkeit erreicht. Bei einem Beispiel beinhaltet die erfindungsgemäße Anordnung auch eine Vorrichtung zum Verhindern, dass beide Stoppvorrichtungen (30, 72) gleichzeitig aktiviert werden.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft im allgemeinen die Aufzuggeschwindigkeitssteuerung. Im spezielleren betrifft die vorliegende Erfindung eine Vorrichtung, die von Nutzen ist, um eine Bewegung einer Aufzugkabine mit einer höheren als einer gewünschten Geschwindigkeit zu verhindern.

Aufzugsteuersysteme beinhalten typischerweise viele verschiedene Komponenten oder Vorrichtungen zum Steuern der Bewegung der Aufzugkabine innerhalb einer Aufzugschachts. Eine solche Vorrichtung ist als Überwachungseinrichtung bekannt und ist häufig dem Motor zugeordnet, der die Aufzugsystemkomponenten antriebsmäßig bewegt, oder ist wenigstens einer der Scheiben zugeordnet, die sich bei Bewegung der Aufzugkabine beispielsweise zwischen Landezonen bzw. Stockwerken in einem Gebäude drehen. Typische Überwachungseinrichtungen haben den Zweck, die Aufzugkabine an einer Bewegung mit einer höheren als einer gewünschten Geschwindigkeit in Richtung nach unten zu hindern sowie zu stoppen.

Es sind zentrifugal betätigte Aufzug-Überwachungseinrichtungen bekannt, die Scheiben zugeordnet sind. Ein Beispiel beinhaltet einen Satz bogenförmiger Platten, die sich von einer zurückgezogenen Position in eine ausgefahrene Position bewegen, in der sie ansprechend auf die Rotationsbewegung der Scheibe mit einer höheren als einer gewünschten Geschwindigkeit bei der Bewegung der Aufzugkabine nach unten eine Bremsmöglichkeit schaffen. Während solche zentrifugal betätigten Überwachungsvorrichtungen erfolgreich verwendet werden, um eine nach unten gehende Bewegung einer Aufzugkabine zu verhindern, gab es bisher keinen entsprechenden Typ einer Überwachungseinrichtung, die zum Stoppen einer unerwünschten, nach oben gehenden Bewegung einer Aufzugkabine verwendbar ist.

Es sind zwar verschiedene Vorrichtungen zum Steuern einer unerwünschten, nach oben gehenden Bewegung einer Aufzugkabine vorgeschlagen worden oder zum Einsatz gekommen; jedoch verursachen diese zusätzliche Komplexität und Kosten bei Aufzugsystemen. Es besteht ein Bedarf für eine kompakte, robuste Vorrichtung, die sich in einfacher Weise in einem Aufzugsystem unterbringen läßt, um die Aufzugkabinenbewegung in beiden Richtungen zu steuern.

Zu diesem Zweck schafft die vorliegende Erfindung eine Anordnung, die diese Fähigkeit besitzt und die Einschränkungen und Nachteile von Anordnungen des Standes der Technik vermeidet.

Im allgemeinen handelt es sich bei der vorliegenden Erfindung um eine Vorrichtung zum Steuern der Bewegung einer Aufzugkabine. Eine gemäß der vorliegenden Erfindung ausgebildete Vorrichtung beinhaltet eine Scheibe, die sich bei Bewegung der Aufzugkabine dreht. Eine erste Stoppvorrichtung, die der Scheibe zugeordnet ist, stoppt die Scheibe automatisch und hindert diese an einer Rotationsbewegung in einer ersten Richtung, ansprechend auf eine Rotationsbewegung der Scheibe in dieser Richtung mit einer Geschwindigkeit, die eine gewählte Rotationsgeschwindigkeit übersteigt. Eine zweite Stoppvorrichtung ist auf einer entgegengesetzten Seite der Scheibe abgestützt und stoppt die Scheibe automatisch, so dass sich diese nicht in einer zweiten Richtung drehen kann. Die zweite Stoppvorrichtung ist betriebsmäßig dazu ausgebildet, eine Rotation der Scheibe mit einer höheren als einer gewünschten Rotationsgeschwindigkeit in der zweiten Richtung zu verhindern. Eine gemäß der vorliegenden Erfindung ausgebildete Vorrichtung schafft somit eine zentrifugal aktivierte Steuerung einer Aufzugkabinenbewegung in zwei Richtungen, wobei jede Stoppvorrichtung der gleichen Scheibe zugeordnet ist.

Bei der bevorzugten Anordnung ist die zweite Stoppvorrichtung von Nutzen, um den Aufzug vor einer Bewegung in Richtung nach oben mit einer höheren als einer gewünschten Geschwindigkeit zu stoppen. Die zweite Stoppvorrichtung beinhaltet vorzugsweise ein Verriegelungselement, das an der Scheibe beweglich abgestützt ist, so dass es sich zwischen einer ersten Position, in der sich die Scheibe frei drehen kann, und einer zweiten Position bewegt, in der die Stoppvorrichtung die Scheibe an einer Rotationsbewegung hindert und somit die Kabine an einer Bewegung in Richtung nach oben hindert.

Bei einem Beispiel stützt das Verriegelungselement an dem Ende einen Keilbereich ab, der mit einer damit zusammenwirkenden Anschlagfläche an einer Abstützung in der Nähe der Scheibe in Eingriff tritt. Wenn sich der Keilbereich und die Anschlagfläche in Eingriffsberührung befinden, kann sich die Scheibe nicht drehen, und die Kabine ist nicht in der Lage, sich weiter in Richtung nach oben zu bewegen.

Ein weiteres Merkmal der erfindungsgemäßen Anordnung besteht in der Bereitstellung eines wahlweise vorgesehenen Steuerelements, um zu verhindern, dass beide Stoppvorrichtungen gleichzeitig in Betrieb gehen.

Die Erfindung und Weiterbildungen der Erfindung werden im folgenden anhand der zeichnerischen Darstellungen eines Ausführungsbeispiels noch näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:

Fig. 1 eine Darstellung einer Anordnung zum Steuern der Aufzugbewegung, die gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ausgebildet ist;

Fig. 2 eine Darstellung ausgewählter Komponenten des Ausführungsbeispiels der Fig. 1 in einer ersten Betriebsposition;

Fig. 3 eine Darstellung der Komponenten der Fig. 2 in einer zweiten Betriebsposition;

Fig. 4 eine Darstellung der Komponenten der Fig. 2 und 3 in einer dritten Betriebsposition;

Fig. 5 eine Darstellung eines weiteren Merkmals eines Ausführungsbeispiels der vorliegenden Erfindung in einer ersten Betriebsposition, und

Fig. 6 eine Darstellung des Merkmals der Fig. 5 in einer zweiten Betriebsposition.

Eine erfindungsgemäße Anordnung 20 zum Steuern der Bewegung einer Aufzugkabine in einem Aufzugsystem hat die Fähigkeit, eine mit einer unerwünscht hohen Geschwindigkeit erfolgende Bewegung der Aufzugkabine in zwei Richtungen (d. h. beispielsweise aufwärts und abwärts in einem Aufzugschacht) zu verhindern. Eine Aufzugscheibe 22 ist durch ein Befestigungselement 24 derart abgestützt, dass sie sich um eine Achse 26 drehen kann, während sich eine nicht dargestellte Aufzugkabine beispielsweise zwischen Landestellen in einem Gebäude bewegt. Wenn sich die Aufzugkabine in dem dargestellten Ausführungsbeispiel nach unten bewegt, dreht sich die Scheibe 22 im Uhrzeigersinn, wie dies durch Pfeile 28 angedeutet ist.

Das Befestigungselement 24 kann in einem Maschinenraum, an einer Kabine oder an einer anderen Stelle in einem Aufzugschacht positioniert werden. Die Scheibe 22 dreht sich vorzugsweise zusammen mit einer Bewegung eines Seils oder eines Riemens in dem Aufzugsystem. Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass sie eine Schutzvorrichtung gegen übermäßige Geschwindigkeit schafft, die zur Verwendung bei einer großen Anzahl verschiedener Scheiben in einem Aufzugsystem geeignet ist. Die Anordnung 20 kann an einer Antriebsscheibe oder an einer passiven Scheibe abgestützt sein oder separat von den Aufzugantriebskomponenten mit einem Seil bzw. Riemen versehen sein.

Das bevorzugte Ausführungsbeispiel beinhaltet eine herkömmliche, zentrifugal aktivierte Überwachungsanordnung zum Kontrollieren einer Bewegung der Aufzugkabine mit einer unerwünscht hohen Geschwindigkeit in Richtung nach unten. Herkömmliche Überwachungsanordnungen, die zentrifugal aktiviert sind und einen Satz gebogener Platten beinhalten, die sich nach außen bewegen, um eine Bremskraft zu schaffen, sind bekannt. Die Anordnung 20 beinhaltet vorzugsweise eine solche Anordnung (wie sie z. B. in Fig. 5 und 6 fragmentarisch dargestellt ist). Die herkömmliche Überwachungsanordnung zum Kontrollieren einer nach unten gehenden Bewegung der Aufzugkabine mit einer unerwünscht hohen Geschwindigkeit wird in der vorliegenden Beschreibung als erste Stoppvorrichtung bezeichnet, die der Scheibe 22 zugeordnet ist.

Eine zweite Stoppvorrichtung 30 ist vorzugsweise an der Scheibe 22 abgestützt. Bei dem dargestellten Beispiel ist die erste Stoppvorrichtung auf einer Seite der Scheibe abgestützt, und die zweite Stoppvorrichtung 30 ist auf einer entgegengesetzten Seite der Scheibe 22 abgestützt. Die dargestellte, zweite Stoppvorrichtung 30 beinhaltet ein Verriegelungselement 32, das einen Hebel beinhaltet und ein Ende 34 aufweist, das an der Scheibe 22 drehbar abgestützt ist, so dass es sich um eine Achse 36 drehen kann. Ein entgegengesetztes Ende 38 des Verriegelungselements 32 trägt vorzugsweise einen Keil 40. Das Verriegelungselement 32 hindert die Aufzugkabine an einer Bewegung in Richtung nach oben mit einer unerwünscht hohen Geschwindigkeit, wie dies nachfolgend beschrieben wird.

Das Verriegelungselement 32 ist durch ein Vorspannelement 42, das bei dem dargestellten Beispiel eine Feder beinhaltet, vorzugsweise in eine erste Position vorgespannt. Ein weiteres, mögliches Vorspannelement beinhaltet einen Magneten, der derart wirkt, dass er das Verriegelungselement in der ersten Position hält. Die bevorzugte Anordnung weist einen Einstellmechanismus 44 auf, der eine selektive Einstellung der von dem Vorspannelement 42 aufgebrachten Vorspannung ermöglicht, wodurch eine Feinabstimmung oder Feinsteuerung der Aktivierung der zweiten Stoppvorrichtung 30 ermöglicht wird.

Unter normalen Betriebsbedingungen ist das Verriegelungselement 32 in eine erste Position vorgespannt, in der die zweite Stoppvorrichtung 30 nicht aktiv ist. Diese Position ist z. B. in den Fig. 1 und 2 dargestellt. In dieser ersten Position tritt der Keil 40 nicht mit einem Anschlagelement 50 in Berührung, das in der Nähe der Scheibe 22 abgestützt ist.

Wenn sich die Scheibe 22 mit einer unerwünschten Geschwindigkeit, die einer unerwünscht hohen Geschwindigkeit der Aufwärtsbewegung der Aufzugkabine entspricht, in Bezug auf die Zeichnungen im Gegenuhrzeigersinn dreht, wird die Stoppvorrichtung 32 zentrifugal aktiviert. Wie durch die Abfolge der Fig. 2, 3 und 4 zu sehen ist, dreht sich das Verriegelungselement 30 in einer radial nach außen gehenden Richtung um die Achse 36, wenn die Rotationsgeschwindigkeit der Scheibe 22ausreichend ist, um die Vorspannung des Vorspannelements 42 zu überwinden. Die Fachleute, die den Nutzen der vorliegenden Beschreibung haben, werden in der Lage sein, die Vorspannung des Vorspannelements 42 in geeigneter Weise zu wählen, um eine Aktivierung der zweiten Stoppvorrichtung 30 bei einer angemessenen Geschwindigkeit der Kabinenbewegung zu ermöglichen.

Während sich die Scheibe 22 dreht und sich das Verriegelungselement 32 fortschreitend radial nach außen bewegt, weist der Keil 40 eine Oberfläche 52 auf, die mit einer Anschlagfläche 54 an dem Anschlagelement 50 in Berührung gelangt. Wenn der Keil 40 mit dem Anschlagelement 50 in Eingriff gelangt, wird eine weitergehende, in Bezug auf die Zeichnungen im Gegenuhrzeigersinn erfolgende Rotation der Scheibe 22 verhindert. Vorzugsweise wird der Keil 40 in verschachtelter bzw. zwischengeordneter Weise zwischen der Anschlagfläche 54 und einem Abstützelement 60 aufgenommen, das vorzugsweise starr an der Scheibe 22 abgestützt ist. Irgendeine Form von Abstützelement ist bevorzugt, um eine stabilere Anordnung zu schaffen. Das dargestellte Beispiel weist das Abstützelement 60 auf, bei dem es sich um eine mechanische Strebe handelt, die an der Scheibe abgestützt ist. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung sind auch andere Konfigurationen möglich.

Die endgültige Stopposition der derzeit bevorzugten Anordnung ist in Fig. 4 dargestellt. In dieser Position hat die zweite Stoppvorrichtung 30 die Scheibe 22 an jeglicher weitergehenden Bewegung im Gegenuhrzeigersinn gehindert, bis die Scheibe im Uhrzeigersinn ausreichend weit gedreht wird, damit die von dem Vorspannelement 42 aufgebrachte Vorspannung das Verriegelungselement 32 zurück in die erste Position bewegen kann.

Die dargestellte Anordnung schafft somit eine Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung, die die Scheibe 22 an einer Rotation hindert, wenn sich die Kabine mit einer unerwünscht hohen Geschwindigkeit in Richtung nach oben bewegt. Die erste Stoppvorrichtung (die herkömmlicher Art sein kann) hat die Funktion, eine unerwünschte Bewegung der Kabine mit einer unerwünscht hohen Geschwindigkeit in Richtung nach unten zu verhindern. Die Anordnung 20 sorgt somit für eine durch Zentrifugalwirkung aktivierte Geschwindigkeitssteuerung in beiden Richtungen unter Verwendung von Vorrichtungen, die einer einzigen Scheibe zugeordnet sind.

Ein weiteres Merkmal einer Vorrichtung, die gemäß der vorliegenden Erfindung ausgebildet ist, beinhaltet ein Steuerelement 70, das einen gleichzeitigen Betrieb von beiden Geschwindigkeitsbegrenzungsvorrichtungen verhindert. Die Verhinderung eines gleichzeitigen Betriebs ist wünschenswert, damit eine Bewegung der Scheibe zum Lösen einer Stoppvorrichtung möglich ist. Wenn beide Vorrichtungen aktiviert würden, ließe sich die Scheibe 22 in keiner Richtung bewegen, und ein Lösen des Eingriffs wäre möglicherweise nicht ohne Demontage zumindest eines Teils der Anordnung 20 möglich. Das dargestellte Beispiel der Fig. 5 und 6 zeigt ein Steuerelement 70, das mit dem Verriegelungselement 32 derart gekoppelt ist, dass sich das Steuerelement 70 zusammen mit der Rotation des Verriegelungselements 32 um die Achse 36 bewegt. Ein Schaft 71 erstreckt sich durch die Scheibe 22. Der Schaft 71 dreht sich mit der Bewegung des Verriegelungselements 32. Das Steuerelement 70 ist mit dem Schaft 71 gekoppelt, so dass es sich zusammen mit der Rotation des Schafts 71 bewegt.

Die erste Stoppvorrichtung 72, die bei dem dargestellten Beispiel zum Steuern einer Bewegung der Aufzugkabine mit einer unerwünscht hohen Geschwindigkeit nach unten verantwortlich ist, beinhaltet wenigstens einen gebogenen Plattenbereich 74, der in bekannter Weise durch Zentrifugalwirkung aktiviert wird. Ein dem Plattenbereich 74 zugeordneter Arm 76 bewegt sich zusammen mit dem Plattenbereich 74, während sich dieser relativ zu der Scheibe 22 nach außen bewegt, um eine Bremskraft zu schaffen. Das Steuerelement 70 weist vorzugsweise einen Klammer- bzw. Haltebereich 78 auf, der wenigstens mit einem Teil des Arms 76 in Eingriff tritt und eine radial nach außen gehende Bewegung dieses Arms verhindert. Das Steuerelement 70 bewegt sich vorzugsweise in eine Position, in der der Haltebereich 78 an dem Arm 76 angreift und eine radial nach außen gehende Bewegung dieses Arms in eine Position verhindert, in der die erste Stoppvorrichtung 72 aktiviert würde. Der Eingriff zwischen dem Haltebereich 78 und dem Arm 76 ist zeitlich vorzugsweise derart gesteuert, dass er mit dem Eingriff zwischen dem Keil 40 und dem Anschlagelement 50 zusammenfällt. Durch Verhindern einer gleichzeitigen Aktivierung beider Stoppvorrichtungen verhindert die erfindungsgemäße Anordnung eine Situation, in der die Scheibe 22 in einer Position verriegelt wird und nicht in einfacher Weise zur Ausführung einer Rotation zurückgestellt werden kann.


Anspruch[de]
  1. 1. Durch Zentrifugalwirkung aktivierte Vorrichtung zum Steuern der Bewegung einer Aufzugkabine, gekennzeichnet durch:

    eine Scheibe (22), die sich bei Bewegung der Aufzugkabine in Richtung nach oben rotationsmäßig bewegt;

    eine in der Nähe der Scheibe (22) abgestützte Anschlagfläche (54);

    ein Verriegelungselement (32), das an der Scheibe (22) derart abgestützt ist, dass zumindest ein Teil des Verriegelungselements (32) in der Lage ist, sich relativ zu der Scheibe (22) von einer ersten Position, in der die Scheibe (22) sich frei drehen kann, in eine zweite Anschlagposition zu bewegen, in der wenigstens ein Teil des Verriegelungselements (32) mit der Anschlagfläche (54) in Eingriff tritt, um die Bewegung der Scheibe (22) zu stoppen;

    ein an der Scheibe (22) festgelegtes, stationäres Abstützelement (60), das das Verriegelungselement (32) in der zweiten Position abstützt, und durch

    ein Vorspannelement (42), das das Verriegelungselement (32) in die erste Position vorspannt, wobei das Vorspannelement (42) eine Vorspannung aufbringt, die überwunden wird, wenn sich die Scheibe (22) mit einer unerwünscht hohen Geschwindigkeit dreht.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Keilbereich (40), der in der Nähe von einem Ende eines Hebels des Verriegelungselements (32) abgestützt ist, wobei der Keilbereich (40) mit der Anschlagfläche (54) in Berührungseingriff bringbar ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Abstützelement (60) verhindert, dass sich das Verriegelungselement (32) über die zweite Position hinaus bewegt.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Abstützelement (60) und die Anschlagfläche (54) in verschachtelter Weise an entgegengesetzten Seiten des Verriegelungselements (32) angreifen, wenn sich das Verriegelungselement (32) in der zweiten Stopposition befindet.
  5. 5. Anordnung zum Steuern der Bewegung einer Aufzugkabine, gekennzeichnet durch:

    eine Scheibe (22), die sich bei Bewegung der Aufzugkabine dreht;

    eine der Scheibe (22) zugeordnete, erste Stoppvorrichtung (72), die die Scheibe (22) ansprechend auf eine Scheibenrotation in einer ersten Richtung mit einer Geschwindigkeit, die eine erste, gewünschte Rotationsgeschwindigkeit übersteigt, automatisch stoppt und an einer Rotation in der ersten Richtung hindert;

    eine an der Scheibe (22) abgestützte, zweite Stoppvorrichtung (30), die die Scheibe (22) ansprechend auf eine Scheibenrotation in einer zweiten Richtung mit einer Geschwindigkeit, die eine zweite, gewünschte Rotationsgeschwindigkeit übersteigt, automatisch stoppt und an einer Rotation in der zweiten Richtung hindert, und ein Steuerelement (70), das verhindert, dass die erste Stoppvorrichtung (72) ihren Betrieb zum Stoppen der Scheibe und Hindern derselben an einer Rotationsbewegung in der ersten Richtung ausführt, wenn die zweite Stoppvorrichtung (30) die Scheibe (22) stoppt und an einer Rotation in der zweiten Richtung hindert.
  6. 6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,

    dass die erste Stoppvorrichtung (72) wenigstens ein bewegliches Element aufweist, das sich von einer ersten Position in eine zweite Position bewegt, in der das bewegliche Element eine Rotation der Scheibe (22) in der ersten Richtung verhindert, und

    dass das Steuerelement (70) an der Scheibe (22) derart abgestützt ist, dass das Steuerelement an dem beweglichen Element angreift und eine Bewegung desselben verhindert, wenn die zweite Stoppvorrichtung (30) die Scheibe (22) stoppt und an einer Rotation in der zweiten Richtung hindert.
  7. 7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerelement (70) einen Haltebereich (78) aufweist, der mit einem Bereich des beweglichen Elements der ersten Stoppvorrichtung (72) in Berührung tritt.
  8. 8. Anordnung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet,

    dass die zweite Stoppvorrichtung (30) ein Verriegelungselement (32) aufweist, das sich in eine Stopposition bewegt, um die Rotation der Scheibe in der zweiten Richtung zu stoppen, und

    dass das Steuerelement (70) mit dem Verriegelungselement (32) derart gekoppelt ist, dass sich das Steuerelement (70) ansprechend auf eine Bewegung des Verriegelungselements (32) in die Stopposition in eine Position zum Verhindern eines Betriebs der ersten Stoppvorrichtung (72) bewegt.
  9. 9. Anordnung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet,

    dass ein Schaft (71) vorhanden ist, der sich zusammen mit der Bewegung des Verriegelungselements (32) dreht, und

    dass das Steuerelement (70) mit dem Schaft (71) derart gekoppelt ist, dass es sich ansprechend auf eine Rotation der Schafts (71) bewegt.
  10. 10. Anordnung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet,

    dass die erste Stoppvorrichtung (72) einen Armbereich (76) aufweist, der sich relativ zu einem Zentrum der Scheibe (22) in Richtung nach außen bewegt, wenn sich die erste Stoppvorrichtung (72) in eine Position zum Stoppen der Rotation der Scheibe (72) in der ersten Richtung bewegt, und

    dass das Steuerelement (70) einen Haltebereich (78) aufweist, der an dem Armbereich (76) anliegt und eine weiter nach außen gehende Bewegung des Armbereichs (76) verhindert.
  11. 11. Anordnung zum Steuern der Bewegung einer Aufzugkabine, gekennzeichnet durch:

    eine Scheibe (22), die sich bei Bewegung der Aufzugkabine dreht;

    eine erste Stoppvorrichtung (72), die auf einer ersten Seite der Scheibe (22) abgestützt ist und die die Scheibe (22) ansprechend auf eine Rotation der Scheibe in einer ersten Richtung mit einer Geschwindigkeit, die eine erste, gewünschte Rotationsgeschwindigkeit übersteigt, automatisch stoppt und an einer Rotation in der ersten Richtung hindert, und durch

    eine zweite Stoppvorrichtung (32), die auf einer zweiten Seite der Scheibe (22) abgestützt ist und die Scheibe (22) ansprechend auf eine Rotation der Scheibe in einer zweiten Richtung mit einer Geschwindigkeit, die eine zweite, gewünschte Rotationsgeschwindigkeit übersteigt, automatisch stoppt und an einer Rotation in der zweiten Richtung hindert.
  12. 12. Anordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Stoppvorrichtung (30) ein Verriegelungselement (32) aufweist, das an der Scheibe (22) beweglich abgestützt ist, um sich ansprechend auf eine Rotation der Scheibe (22) in der zweiten Richtung mit einer über der zweiten, gewünschten Rotationsgeschwindigkeit liegenden Geschwindigkeit von einer ersten Position in eine zweite Stopposition zu bewegen.
  13. 13. Anordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass ein Vorspannelement (42) vorhanden ist, das das Verriegelungselement (32) in die erste Position vorspannt.
  14. 14. Anordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (32) einen Hebel aufweist, der mit einem Ende an der Scheibe (22) drehbar abgestützt ist, so dass sich der Hebel ansprechend auf eine Rotation der Scheibe (22) in der zweiten Richtung mit einer über der zweiten, gewünschten Geschwindigkeit liegenden Geschwindigkeit in einer Richtung entgegengesetzt zu der Vorspannung des Vorspannelements (42) bewegt.
  15. 15. Anordnung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, gekennzeichnet durch ein Anschlagelement (50), das in der Nähe der Scheibe (22) derart gehaltert ist, dass das Verriegelungselement (32) mit dem Anschlagelement (50) zusammenarbeitet, um die Scheibe (22) zu stoppen und an einer Rotation zu hindern, wenn sich das Verriegelungselement (32) in die zweite Stopposition bewegt.
  16. 16. Anordnung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass ein Keilbereich (40) vorhanden ist, der in der Nähe eines zweiten Endes des Hebels gehaltert ist und mit dem Anschlagelement (50) in Eingriff tritt, wenn sich das Verriegelungselement (32) in der zweiten Stopposition befindet.
  17. 17. Anordnung nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet,

    dass eine Anschlagfläche (54) vorgesehen ist, die in der Nähe der Scheibe (22) gehaltert ist, und

    dass das Verriegelungselement (32) einen Hebel aufweist, der an der Scheibe (22) drehbar abgestützt ist, um sich von einer ersten Position in eine zweite Stopposition zu drehen, in der ein Teil des Hebels an der Anschlagfläche (54) angreift, um eine Rotation der Scheibe (22) zu verhindern.
  18. 18. Anordnung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet,

    dass eine Feder (42) vorhanden ist, die den Hebel in die erste Position vorspannt, und

    dass die Vorspannung der Feder (42) überwunden wird, wenn sich die Scheibe (22) mit einer höheren Geschwindigkeit als der zweiten, gewünschten Geschwindigkeit in der zweiten Richtung dreht.
  19. 19. Anordnung nach einem der Ansprüche 12 bis 18, gekennzeichnet durch ein an der Scheibe (22) abgestütztes Abstützelement (60), das eine Bewegung des Verriegelungselements (32) über die zweite Position hinaus verhindert.
  20. 20. Anordnung nach einem der Ansprüche 12 bis 19, gekennzeichnet durch ein dem Verriegelungselement (32) zugeordnetes Steuerelement (70), das eine Aktivierung der ersten Stoppvorrichtung (72) verhindert, wenn sich das Verriegelungselement (32) in die zweite Position bewegt.






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