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Dokumentenidentifikation DE69807542T2 22.05.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0860900
Titel Verfahren und Vorrichtung zur Erdung der Beflechtung von abgeschirmten Kabeln
Anmelder GEC Alsthom Transport S.A., Paris, FR
Erfinder Bouveret, Jean-Claude, 69100 Villeurbanne, FR;
Sabatier, Jean, 69120 Vaulx en Velin, FR
Vertreter Dreiss, Fuhlendorf, Steimle & Becker, 70188 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 69807542
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, GB, IE, IT, LI, LU, NL, PT, SE
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 12.02.1998
EP-Aktenzeichen 984003277
EP-Offenlegungsdatum 26.08.1998
EP date of grant 04.09.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.05.2003
IPC-Hauptklasse H01R 4/64

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein abgeschirmte Kabel und die Erdung ihrer Beflechtungen und erstreckt sich insbesondere auf eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Erdung der Beflechtungen abgeschirmter Kabel.

Unter Beflechtung abgeschirmter Kabel versteht man in der vorliegenden Beschreibung alle in abgeschirmten Kabeln eingesetzten Mittel zum Abschirmen.

In den Vorrichtungen zum Erden der Beflechtungen abgeschirmter Kabel des Stands der Technik hat jedes abgeschirmte Kabel seine eigene Erdung.

Die Erdung der Beflechtungen abgeschirmter Kabel entsprechend dem bekannten Stand der Technik wird auf Seite der Gehäusemasse durch einen Hülsendraht und auf der Mehrdrahtseite durch Thermoverschweißung gewährleistet.

Die Verbindung Draht/Abschirmung erfolgt mittels einer selbstschweißenden Muffe, die auf eine zuvor auf die isolierende Hülle des Leiters umgeschlagene Abschirmung angebracht wird.

In bestimmten Ausführungsformen des Stands der Technik wird die selbstschweißende Muffe durch einen Quetschbeschlag oder eine Federklemme ersetzt.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform des Stands der Technik ermöglicht ein System mit Federklemmen auf einer Sitzfläche aus nichtoxidierbarem Stahl die Abschirmungen mehrerer Mehrfachleiter zu halten und zu verbinden.

Diese Vorrichtungen zur Erdung der Beflechtungen abgeschirmter Kabel des Stands der Technik haben den Nachteil, dass sie im Hinblick auf überschüssige Längen, der Verwendung verschiedener Materialien und des geringen Querschritts der Drahtverbindungen eine hohe Impedanz der Erdung der Beflechtungen aufweisen

Aus der Druckschrift US-A-4 201 433 ist eine Vorrichtung zur Erdung bekannt, welche einen mit der Masse verbundenen Träger umfasst und Steckerhülsen zum Aufnehmen mehrerer abgeschirmter Kabel aufweist. Gleichwohl hat eine solche Vorrichtung den Nachteil, dass sie Steckerhülsen besitzt, die zur Aufnahme eines gegebenen Kabeldurchmesser angepasst sind, was es ihr unmöglich macht, Abschirmungen und Kabel mit verschiedenen Durchmessern und verschiedenen Zusammensetzungen aufzunehmen.

Ebenso ist eine Aufgabe der Erfindung eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Erdung abgeschirmter Kabel anzugeben, die es ermöglichen, in verlässlicher und wirtschaftlicher Weise die Impedanz der Verbindung zwischen der Masse und den Beflechtungen der abgeschirmten Kabel zu verringern.

Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Erdung abgeschirmter Kabel anzugeben, die es ermöglichen die Beflechtungen von Kabeln mit verschiedenem Durchmesser und verschiedenen Zusammensetzungen aufzunehmen.

Erfindungsgemäß ist die Vorrichtung zur Erdung der Beflechtungen von abgeschirmten Kabeln, welche einen Träger umfasst, der im oberen Teil eine Folge von Steckhülsen aufweist, welche geeignet sind die abgeschirmten Kabel aufzunehmen, wobei der Träger auf seiner Oberseite einen Deckel aufnimmt, dadurch gekennzeichnet, dass eine von einer leitenden Hülle bedeckte deformierbare Dichtung auf dem Boden des Trägers angeordnet ist, wobei der Deckel die Beflechtungen der abgeschirmten Kabel in Kontakt mit der elektrisch leitenden Hülle hält.

Erfindungsgemäß ist das Verfahren zur Erdung der Beflechtungen von abgeschirmten Kabeln, dadurch gekennzeichnet, dass es die folgenden Schritte umfasst:

- die abgeschirmten eindrahtigen oder mehrdrahtigen Kabel werden abgemantelt, derart dass die Leiter sowie die Beflechtungen erscheinen,

- die Beflechtungen der abgeschirmten Kabel werden auf die isolierende Hülle ihrer jeweiligen abgeschirmten Kabel umgeschlagen,

- eine von einer elektrisch leitfähigen Hülle bedeckte Hochfrequenzdichtung wird auf dem Boden eines Trägers angeordnet,

- die Beflechtungen der abgeschirmten Kabel werden in den Steckhülsen angeordnet und sind somit in Kontakt mit der elektrisch leitfähigen Hülle der Hochfrequenzdichtung,

- ein Deckel wird auf der Oberseite des Trägers befestigt, derart, dass die Beflechtungen der abgeschirmten Kabel in Kontakt mit der elektrisch leitenden Hülle der Hochfrequenzdichtung gehalten werden.

Die Vorrichtung oder das Verfahren der Erfindung genügen ebenso wenigstens einem der folgenden Merkmale:

- die elektrisch leitende Hülle der Hochfrequenzdichtung ist eine Maschenhülle,

- die Dichtung ist elastisch,

- die elektrisch leitenden Materialien weisen homogene Ummantelungen auf,

- die elektrisch leitenden Materialien der Ummantelungen bestehen aus verzinntem Kupfer,

- die freigelegten abgeschirmten Kabel sind zwischen dem Deckel und der elektrisch leitenden Maschenhülle der Hochfrequenzdichtung geklemmt,

- der Träger und der Deckel bestehen aus einem elektrisch isolierenden Material.

Ein Vorteil der Vorrichtung und des Verfahrens zur Erdung der Beflechtungen abgeschirmter Kabel der Erfindung ist eine gleichzeitige und sehr kompakte Erdung mehrerer abgeschirmter Kabel.

Ein weiterer Vorteil der Vorrichtung und des Verfahrens zur Erdung der Beflechtungen abgeschirmter Kabel der Erfindung liegt in der Möglichkeit die Beflechtungen von Kabeln verschiedener Durchmesser und Zusammensetzungen aufzunehmen.

Ein weiterer Vorteil der Vorrichtung und des Verfahrens zur Erdung der Beflechtungen abgeschirmter Kabel der Erfindung liegt in einer sehr geringen Erdungsimpedanz, was das Verhalten bei Vorliegen von CEM deutlich verbessert.

Ein weiterer Vorteil der Vorrichtung und des Verfahrens zur Erdung der Beflechtungen abgeschirmter Kabel der Erfindung liegt in einer geringen Montagezeit.

Ein weiterer Vorteil der Vorrichtung und des Verfahrens zur Erdung der Beflechtungen abgeschirmter Kabel der Erfindung liegt in einer minimalen Zahl von Grundbestandteilen.

Ein weiterer Vorteil der Vorrichtung und des Verfahrens zur Erdung der Beflechtungen abgeschirmter Kabel der Erfindung liegt darin, dass sie auf alle Erdungsprobleme angewendet werden können, beispielsweise in Antriebseinrichtungen oder auf dem Gebiet von Bord-Informationsschaltkreisen.

Weitere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem Studium der Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung und des Verfahrens zur Erdung der Beflechtungen abgeschirmter Kabel, welche Beschreibung in Verbindung mit den Zeichnungen erfolgt, bei welchen die einzige Figur eine allgemeine Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Erdung der Beflechtungen abgeschirmter Kabel ist.

Die Vorrichtung zur Erdung der Beflechtungen 5 abgeschirmter Kabel 6, gemäß der in der einzigen Figur dargestellten bevorzugten Ausführungsform, umfasst einen längsgerichteten Leiterträger 1, dessen radialer Querschnitt die allgemeine Form eines U hat, auf dessen Boden eine von einer elektrisch leitenden Maschenhülle 3 bedeckte Dichtung 2 angeordnet ist, wobei der Leiterträger 1 geeignet ist, auf seiner Oberseite einer Leiterdeckel 4 aufzunehmen.

Die von einer elektrisch leitenden Maschenhülle bedeckte Dichtung 2 bildet eine Hochfrequenzdichtung.

Derartige Hochfrequenzdichtungen werden beispielsweise von der Firma JACQUES DUBOIS unter dem Namen "lineare TRICAT- Dichtungen" verkauft.

Der Leiterträger 1 umfasst im oberen Teil eine Folge von Steckhülsen 7, die geeignet sind die abgeschirmten Kabel 6 aufzunehmen.

Gemäß dem Verfahren der Erfindung werden die eindrahtigen oder mehrdrahtigen abgeschirmten Kabel 6 abgemantelt, so dass die Leiter 8 sowie die Beflechtungen 5 hervortreten.

Die Beflechtungen 5 der abgeschirmten Kabel 6 werden vorzugsweise auf die isolierende Hülle 9 ihrer jeweiligen abgeschirmten Kabel umgeschlagen.

Eine Hochfrequenzdichtung ist auf dem Boden des Leiterträgers 1 angeordnet.

Die Beflechtungen 5 der abgeschirmten Kabel 6 sind in den Steckhülsen 7 angeordnet und befinden sich somit in Kontakt mit der elektrisch leitenden Maschenhülle 3 der Hochfrequenzdichtung.

Schließlich wird ein Leiterdeckel 4 auf der Oberseite des Leiterträgers 1 befestigt, um die Beflechtungen 5 der abgeschirmten Kabel 6 mit der elektrisch leitenden Maschenhülle 3 der Hochfrequenzdichtung in Kontakt zu halten.

In dieser Ausführungsform erfordert die Erdung der Beflechtungen 5 beispielsweise die Erdung des elektrisch leitenden Trägers 1.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform bestehen der Träger 1 und der Deckel 4 aus einem elektrisch isolierenden Material.

Bei einer solchen Ausführungsform erfordert die Erdung der Beflechtungen 5 die Erdung der elektrisch leitenden Maschenhülle 3 der Hochfrequenzdichtung.

Welche Ausführungsform auch immer vorliegt, die Dichtung 2 hat einen beliebigen Querschnitt und ist beispielsweise viereckig, rechtwinklig, kreisförmig oder oval.

Die elektrisch leitenden Materialien haben homogene Beschichtungen und bestehen beispielsweise aus verzinntem Kupfer.

Die abgemantelten abgeschirmten Kabel, deren Beflechtungen gemäß dem Verfahren zur Erdung der Beflechtungen der Erfindung geerdet sind, werden zwischen dem Deckel und der, in dem Träger angeordneten, von einer Maschenhülle bedeckten Dichtung geklemmt.

Der Druck der Anordnung wird durch Verschrauben des Deckels auf dem Träger gewährleistet.

Das Aufrechterhalten des Drucks zwischen den Beflechtungen der abgemantelten abgeschirmten Kabel und der Maschenhülle der Hochfrequenzdichtung wird durch die Elastizität der Hochfrequenzdichtung gewährleistet.

Die Verwendung eines Trägers mit einer Folge von Steckhülsen hat den Vorteil das Kriechen der Hochfrequenzdichtung zu begrenzen.

Die Qualität der elektrischen Kontakte wird durch die Kompatibilität der Schutzhüllen der elektrischen Teile gewährleistet.

Die Vorrichtung zur Erdung der Beflechtungen der abgeschirmten Kabel wird mit der Masse eines Gehäuses durch direkte Befestigung auf dem Gehäuse verbunden.


Anspruch[de]

1. Vorrichtung zur Erdung der Beflechtungen (5) von abgeschirmten Kabeln (6), welche einen Träger (1) umfasst, der im oberen Teil eine Folge von Steckhülsen (7) aufweist, welche geeignet sind die abgeschirmten Kabel (6) aufzunehmen, wobei der Träger (1) auf seiner Oberseite einen Deckel (4) aufnimmt, dadurch gekennzeichnet, dass eine von einer elektrisch leitenden Hülle (3) bedeckte deformierbare Dichtung (2) auf dem Boden des Trägers (1) angeordnet ist, wobei der Deckel (4) die Beflechtungen (5) der abgeschirmten Kabel (6) in Kontakt mit der elektrisch leitenden Hülle (3) hält.

2. Verfahren zur Erdung der Beflechtungen (5) von abgeschirmten Kabeln (6), wobei die abgeschirmten Kabel eine isolierende Hülle (9) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass es die folgenden Schritte umfasst:

- die abgeschirmten eindrahtigen oder mehrdrahtigen Kabel (6) werden freigelegt, derart dass die Leiter (8) sowie die Beflechtungen (5) erscheinen,

- die Beflechtungen (5) der abgeschirmten Kabel (6) werden auf die isolierende, Hülle (9) ihrer jeweiligen abgeschirmten Kabel umgeschlagen,

- eine von einer elektrisch leitfähigen Hülle (3) bedeckte Hochfrequenzdichtung (2) wird auf dem Boden eines Trägers (1) angeordnet,

- die Beflechtungen (5) der abgeschirmten Kabel (6) werden in den Steckhülsen (7) angeordnet und sind somit in Kontakt mit der elektrisch leitfähigen Hülle (3) der Hochfrequenzdichtung (2),

- ein Deckel (4) wird auf der Oberseite des Trägers (1) befestigt, derart, dass die Beflechtungen (5) der abgeschirmten Kabel (6) in Kontakt mit der elektrisch leitenden Hülle (3) der Hochfrequenzdichtung (2) gehalten werden.

3. Vorrichtung oder Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei die elektrisch leitende Hülle (3) der Hochfrequenzdichtung (2) eine Maschenhülle ist.

4. Vorrichtung oder Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Dichtung (2) elastisch ist.

5. Vorrichtung oder Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die elektrisch leitenden Materialien homogene Ummantelungen aufweisen.

6. Vorrichtung oder Verfahren nach Anspruch 5, wobei die ummantelten elektrisch leitenden Materialien aus verzinntem Kupfer bestehen.

7. Verfahren nach Anspruch 2, bei welchem die freigelegten abgeschirmten Kabel (6) zwischen dem Deckel (4) und der elektrisch leitenden Maschenhülle der Hochfrequenzdichtung (2) geklemmt sind.

8. Vorrichtung oder Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei der Träger (1) und der Deckel (4) aus einem elektrisch isolierenden Material bestehen.







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