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Pestizide Zusammensetzung - Dokument DE69808009T2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69808009T2 22.05.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0908096
Titel Pestizide Zusammensetzung
Anmelder Sumitomo Chemical Co., Ltd., Osaka, JP
Erfinder Sembo, Satoshi, Hyogo, JP
Vertreter Vossius & Partner, 81675 München
DE-Aktenzeichen 69808009
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 06.10.1998
EP-Aktenzeichen 981188477
EP-Offenlegungsdatum 14.04.1999
EP date of grant 18.09.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.05.2003
IPC-Hauptklasse A01N 31/06

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Pestizid, insbesondere ein Pestizid, das zur Bekämpfung des Ausschlüpfens von Floheiern geeignet ist.

Caran-3,4-diol ist als Wirkstoff des Schädlingsbekämpfungsmittels in US-A-5,130,136 bekannt.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Pestizid bereit zu stellen, das zur Bekämpfung von Flöhen geeignet ist.

Gemäß der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung einer Verbindung, die das Insektenwachstum reguliert, mit Caran-3,4-diol sehr viel wirksamer bei der Bekämpfung von Schädlingen, insbesondere Flöhen, als die alleinige Verwendung einer Verbindung, die das Insektenwachstum reguliert. Deshalb stellt die vorliegende Erfindung eine neue Verwendung für Caran-3,4-diol bereit, das als Wirkstoff bekannt war.

Die Verbindungen, die das Insektenwachstum regulieren und in der vorliegenden Erfindung eingesetzt werden sollen, schließen den Juvenilhormonen ähnliche Verbindungen, wie Pyriproxyfen, Methopren und Fenoxycarb; und die Chitinsynthese hemmende Verbindungen, wie Chlorfluazuron, Hexaflumuron, Lufenuron, Teflubenzuron, Flufenoxuron, N- 2,6-Difluorbenzoyl-N'-[2-fluor-4-(1,1,2,3,3,3-hexafluorpropoxy)phenyl]harnstoff und N-2,6- Difluorbenzoyl-N'-[2-fluor-4-(1,1,2,2-tetrafluorethoxy)phenyl]harnstoff, ein.

Das Gewichtsverhältnis von einer Verbindung, die das Insektenwachstum reguliert, zu Caran-3,4-diol, das in der vorliegenden Erfindung eingesetzt wird, liegt üblicherweise im Bereich von 1 : 3 bis 1 : 5000, vorzugsweise 1 : 10 bis 1 : 1000.

Caran-3,4-diol, das in der vorliegenden Erfindung verwendet wird, besitzt verschiedene Stereoisomere, und alle wirksamen Isomere können in der vorliegenden Erfindung verwendet werden. Insbesondere 1S,3S,4S,6R-Caran-3,4-diol, 1R,3R,4R,6S-Caran-3,4-diol und die Isomere, die höhere Mengen davon enthalten, werden wirksamer eingesetzt.

Das erfindungsgemäße Pestizid kann üblicherweise geeignete Träger, gegebenenfalls oberflächenaktive Mittel und die anderen Hilfsmittel für die Formulierung zusätzlich zu den Verbindungen, die das Insektenwachstum regulieren, und Caran-3,4-diol enthalten. Das erfindungsgemäße Pestizid kann z. B. zu Lotionen, punktförmig anzuwendenden Formulierungen, durch Aufgießen anzuwendenden Formulierungen, Shampoos, Stäuben, Aerosolformulierungen, Halsbändern und Ohrmarken formuliert werden.

Die Träger, die in der vorliegenden Erfindung verwendet werden, schließen feste Träger, wie Porzellanerde, Diatomeenerde, Bentonit, Terra alba, Sericit, Quarz, Talkum, Siliziumdioxid und Keramiken, und flüssige Träger, wie Wasser, Alkohole (z. B. Methanol und Ethanol), Ketone (z. B. Aceton und Methylethylketon), Kohlenwasserstoffe (z. B. Toluol, Xylol, Kerosin, Hexan, Paraffin und Petroleumbenzin), halogenierte Kohlenwasserstoffe (z. B. Dichlorethan und Trichlorethan), Ester (z. B. Ethylacetat und Butylacetat) und Ether (z. B. Diethylether und Dioxan) ein. Wenn die erfindungsgemäße Zusammensetzung eine Aerosolformulierung ist, schließt sie einen gasförmigen Träger, wie Stickstoff, Kohlendioxid, Dimethylether, LPG und Chlorfluorkohlenstoffe als Treibmittel ein.

Wenn die erfindungsgemäße Zusammensetzung oberflächenaktive Mittel einschließt, sind typische Beispiele für die verwendeten oberflächenaktiven Mittel Alkylsulfatester, Alkylarylsulfonsäuresalze, Alkylarylether, polyoxyethylenierte Alkylarylether, Polyoxyethylenglykolether, mehrwertige Alkoholester und Zuckeralkoholderivate.

Außerdem schließen die anderen Hilfsstoffe für die Formulierung im erfindungsgemäßen Pestizid Haftmittel und Dispergiermittel, wie Kasein, Gelatine, Stärke, Gummi arabicum, Alginsäure, Cellulosederivate, Ligninderivate, wasserlösliche synthetische Polymere (z. B. Polyvinylalkohol, Polyvinylpyrrolidon und Polyacrylsäuren), und Stabilisierungsmittel, wie PAP (Isopropylsäurephosphat), BHT (Dibutylhydroxytoluol, 2,6-Di-tert-butyl-4- methylphenol), BHA (Butylhydroxyanisol, ein Gemisch aus 2-tert-Butyl-4-methoxyphenol und 3-tert-Butyl-4-methoxyphenol), Pflanzenöle, Mineralöle, aliphatische Säuren und aliphatische Säureester ein.

Darüber hinaus kann das erfindungsgemäße Pestizid andere pestizide Verbindungen enthalten, wie Pyrethroidverbindungen (z. B. Permethrin, Phenothrin und Cyphenotrin); Organophosphorverbindungen (z. B. Diazinon, Dichlorvos und Tetrachlorvinphos); Carbamatverbindungen (z. B. Propoxur, Carbaryl und Methoxadiazon); Chlornicotylverbindungen (z. B. Nitenpyram) und Phenylpyrazolverbindungen.

Wenn das erfindungsgemäße Pestizid zu Halsbändern oder Ohrmarken formuliert wird, werden üblicherweise Harze, wie Vinylchlorid und Polyurethan, als deren Grundmaterial verwendet. Das Grundmaterial kann, falls notwendig, Weichmacher enthalten, wie Phthalsäureester (z. B. Dimethylphthalat und Dioctylphthalat), Adipinsäureester und Stearinsäureester. Wenn die Halsbänder oder Ohrmarken hergestellt werden, können eine Verbindung, die das Insektenwachstum reguliert, und Caran-3,4-diol mit dem vorstehend beschriebenen Grundmaterial gemischt und geknetet, spritzgegossen, extrudiert oder gepresst und dann geeigneterweise geformt und/oder geschnitten werden.

Das erfindungsgemäße Pestizid ist besonders wirksam gegen Flöhe, wie Katzenfloh (Ctenocephalides felis), Hundefloh (Ctenocephalides canis), tropischer Rattenfloh (Xenopsylla cheopis) und Menschenfloh (Pulex irritans). Es ist auch wirksam gegen Läuse, wie Haematopinus eurysternus und Damalinia ovis; Milben, wie Boophilus microplus; Diptera, wie gemeine Stubenfliege (Musca domestica), Musca hervei, Musca bezzii, Haematonia irritans, Simulium iwatens, Culicoides oxystoma, Tabanus chrysurus, gemeine Hausmücke (Culex pipiens), Aedes albopictus, Psychodidae und Mücken (Chironomidae) und Dictyoptera, wie Deutsche Schabe (Blattella germanica), Küchenschabe (Periplaneta fuliginosa) und Amerikanische Schabe (Periplaneta americana).

Wenn das erfindungsgemäße Pestizid eine Lotion, punktförmig anzuwendende Formulierung, durch Aufgießen anzuwendende Formulierung oder ein Shampoo ist, wird es als solches bei Tieren angewendet. Stäube und Aerosolformulierungen können direkt auf Tiere angewendet oder auf die Lebensräume der Tiere, deren Umgebungen und die Orte, die von den Schädlingen bewohnt werden, angewendet werden. Halsbänder oder Ohrmarken werden eingesetzt, indem sie an den Tieren befestigt werden.

Beim erfindungsgemäßen pestizidalen Verfahren, bei dem eine Verbindung, die das Insektenwachstum reguliert, und Caran-3,4-diol gemeinsam verwendet werden, ist es bequem, das erfindungsgemäße Pestizid, das beide Bestandteile enthält, zu verwenden. Jedoch besteht kein Bedarf, das erfindungsgemäße Pestizid, das beide Bestandteile enthält, im voraus herzustellen und es zu verwenden. Es kann als eine Formulierung, die eine Verbindung, die das Insektenwachstum reguliert, enthält, und eine andere Formulierung, die Caran-3,4-diol enthält, gleichzeitig verwendet werden.

[Beispiele]

Die folgenden Beispiele veranschaulichen die vorliegende Erfindung weiter ausführlich.

Die Formulierungsbeispiele für das erfindungsgemäße Pestizid sind nachstehend aufgeführt.

Formulierungsbeispiel 1

Pyriproxyfen (0,05 Gewichtsteile) und 1S,3S,4S,6R-Caran-3,4-diol (5 Gewichtsteile) werden in Ethanol gelöst, so dass sich insgesamt 35 Gewichtsteile ergeben, und die Lösung wird in einen Aerosolbehälter gegossen. Als Nächstes wird dem Behälter ein Ventil zugefügt und LPG (Treibmittel, 65 Gewichtsteile) wird unter Druck durch den Ventilteil in den Behälter gefüllt, so dass sich eine Aerosolformulierung ergibt.

Formulierungsbeispiel 2

Pyriproxyfen (5 Gewichtsteile), 1S,3S,4S,6R-Caran-3,4-diol (50 Gewichtsteile) und Permethrin (45 Gewichtsteile) werden zu einer punktförmig anzuwendenden Formulierung gemischt.

Formulierungsbeispiel 3

Methopren (3 Gewichtsteile), 1S,3S,4S,6R-Caran-3,4-diol (47 Gewichtsteile) und Dipropylenglykolmonomethylether (50 Gewichtsteile) werden zu einer punktförmig anzuwendenden Formulierung gemischt.

Formulierungsbeispiel 4

Eine Trägerschicht aus Kuralino 6038-0018 (künstliches Ledermaterial), hergestellt von Kuraray Co., Ltd., mit einer Länge von 35,8 cm, einer Breite von 1,5 cm und einer Dicke von 0,28 cm wurde mit Pyriproxyfen (0,01 g) und 1S,35,4S,6R-Caran-3,4-diol (2,0 g) getränkt, indem sie auf die Oberfläche der Trägerschicht getropft wurden, und ein Ende des resultierenden Materials wird mit einer Schließe versehen, wodurch ein Halsband hergestellt wird.

Als Nächstes wird die Wirksamkeit des erfindungsgemäßen pestizidalen Verfahrens im folgenden Testbeispiel gezeigt.

Testbeispiel 1

Pyriproxyfen, 1S,3S,4S,6R-Caran-3,4-diol und ein Gemisch davon wurden jeweils mit Aceton verdünnt, auf ein Filterpapier (3,8 cm Durchmesser) getropft und getrocknet. Etwa 20 Eier (innerhalb 24 Stunden nach der Ablage) vom Katzenfloh wurden auf das vorstehend hergestellte Filterpapier gelegt. Das Filterpapier wurde in einer Kunststoffplatte gehalten, bei 26ºC Temperatur und 95% Feuchtigkeit 5 Tage aufbewahrt und Ausschlüpfen wurde beobachtet. Die Tests wurden 3-mal wiederholt und die Ergebnisse werden in Tabelle 1 aufgeführt.

Das Ausschlüpfhemmungsverhältnis (%) in der Tabelle steht für ein korrigiertes Hemmungsverhältnis (%), das wie folgt berechnet wird:

Ausschlüpfhemmungsverhältnis (%) = {(C - T)/C} · 100

wobei C der Ausschlüpfanteil (92,4%) von Flöhen im nicht behandelten Gebiet ist und T der Ausschlüpfanteil von Flöhen im behandelten Gebiet ist.

In der Tabelle bedeutet PY Pyriproxyfen und CA bedeutet 1S,3S,4S,6R-Caran-3,4- diol. Die Dosierungseinheit bei der Behandlung ist mg/m².

Tabelle 1

Die Ausschlüpfhemmungswirkung von Pyriproxyfen (Verbindung, die das Insektenwachstum reguliert) gegen Floheier wird durch Zugabe von Caran-3,4-diol stark erhöht, wie in der Tabelle gezeigt.


Anspruch[de]

1. Pestizid, umfassend eine Verbindung, die das Insektenwachstum reguliert, und Caran- 3,4-diol als Wirkstoff und einen inerten Träger.

2. Pestizid nach Anspruch 1, wobei das Gewichtsverhältnis der Verbindung, die das Insektenwachstum reguliert, zu Caran-3,4-diol im Bereich von 1 : 3 bis 1 : 5000 liegt.

3. Pestizid nach Anspruch 1, wobei das Gewichtsverhältnis der Verbindung, die das Insektenwachstum reguliert, zu Caran-3,4-diol im Bereich von 1 : 10 bis 1 : 1000 liegt.

4. Pestizid nach Anspruch 1, 2 oder 3, wobei die Verbindung, die das Insektenwachstum reguliert, wenigstens eine Verbindung ist, ausgewählt aus Pyriproxyfen, Methopren, Fenoxycarb, Chlorfluazuron, Hexaflumuron, Lufenuron, Teflubenzuron, Flufenoxuron, N-2,6-Difluorbenzoyl-N'-[2-fluor-4-(1,1,2,3,3,3-hexafluorpropoxy)phenyl]harnstoff und N-2,6-Difluorbenzoyl-N'-[2-fluor-4-(1,1,2,2-tetrafluorethoxy)phenyl]harnstoff.

5. Pestizid nach Anspruch 1, 2 oder 3, wobei die Verbindung, die das Insektenwachstum reguliert, Pyriproxyfen ist.

6. Schädlingsbekämpfungsverfahren, umfassend die gemeinsame Verwendung einer Verbindung, die das Insektenwachstum reguliert, und von Caran-3,4-diol.

7. Verfahren zur Bekämpfung des Ausschlüpfens von Floheiern, umfassend die gemeinsame Verwendung einer Verbindung, die das Insektenwachstum reguliert, und von Caran-3,4-diol.

8. Verfahren zur Bekämpfung von Flöhen, umfassend die gemeinsame Anwendung einer Verbindung, die das Insektenwachstum reguliert, und von Caran-3,4-diol auf die Flöhe.







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