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Dokumentenidentifikation DE10154171A1 28.05.2003
Titel Modernisierung von Hydraulikaufzügen
Anmelder Otis Elevator Co., Farmington, Conn., US
Erfinder Raida, Jens, 83317 Teisendorf, DE;
Schöps, Karl-Friedrich, 13507 Berlin, DE;
Otter, Georg, 83413 Fridolfing, DE
Vertreter Klunker, Schmitt-Nilson, Hirsch, 80797 München
DE-Anmeldedatum 05.11.2001
DE-Aktenzeichen 10154171
Offenlegungstag 28.05.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.05.2003
IPC-Hauptklasse B66B 9/00
Zusammenfassung Verfahren zum Umrüsten eines in einem Aufzugsschacht angeordneten Hydraulikaufzugs zu einem Treibseilscheibenaufzug, wobei der Hydraulikaufzug eine an Kabinenführungsschienen (4) geführte Kabine (2), eine in dem Zwischenraum zwischen Kabine (2) und Schachtwand (66) vorgesehene hydraulische Antriebseinheit und ein Förderseil aufweist, an dem die Kabine (2) angehängt ist und an dem die hydraulische Antriebseinheit angeschlossen ist, aufweisend die folgenden Schritte:
(a) Demontieren der hydraulischen Antriebseinheit und des Förderseils;
(b) Installieren eines Gegengewichts (22) mit Umlenkseilscheibe (56) in dem Zwischenraum zwischen der Kabine (2) und der Schachtwand (66);
(c) Installieren einer Treibscheibenantriebseinheit (30) mit einer Treibscheibe (58) derart in dem Aufzugsschacht, dass die Treibscheibenantriebseinheit in dem über der Kabine (2) und/oder dem Gegengewicht (22) zur Verfügung stehenden Raum angeordnet ist;
(d) Installieren einer Umlenkseilscheibe (50) an der Kabine (2);
(e) Installieren von Befestigungsvorrichtungen (38, 40, 42, 44) zum Befestigen der Enden der Förderseile (46) oben am Aufzugsschacht;
und Installieren von Förderseilen (46), derart, dass diese um die Umlenkseilscheiben (50; 56) an dem Gegengewicht (22) und der Kabine (2) und um die Treibscheibe (58) geführt sind und mit den Enden jeweils an einer Befestigungsvorrichtung befestigt sind.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft Aufzüge und insbesondere das umweltfreundliche Nachrüsten bestehender hydraulischer Aufzugsanlagen.

In den 70er und 80er Jahren gab es bei den hydraulischen Aufzugsanlagen einen regelrechten Boom. Mit diesen hydraulischen Aufzugsanlagen stand eine zuverlässige und relativ preisgünstige Möglichkeit zur Verfügung, auch Gebäude mit weniger Stockwerken relativ problemlos mit Aufzugsanlagen auszurüsten. Insbesondere sog. "indirekte Hydrauliker", d. h. Hydraulikaufzüge mit einer 2 : 1 Seilführung, wurden mit im Wesentlichen dem gleichen Konstruktionsprinzip von verschiedensten Herstellern angeboten und in großer Anzahl installiert.

Der generelle Aufbau derartiger Anlagen ist in der angefügten Fig. 1 gezeigt. Dort erkennt man die Aufzugskabine 2, die an mit strichpunktierten Linien schematisch dargestellten Führungsschienen 4 geführt ist. Man erkennt, dass die Führungsschienen 4 einseitig an der Kabine 2 angeordnet sind, so dass die Kabine auskragend an den Kabinenführungsschienen 4 geführt ist. Dieses Prinzip der Anordnung wird als "Rucksack-Typ" bezeichnet. Man erkennt ferner eine Zylinder-Kolben-Kombination 6, die auf der gleichen Seite wie die Kabinenführungsschienen 4 der Kabine 6 im Aufzugsschacht angeordnet ist. Die Zylinder-Kolben-Kombination 6 umfasst den mittels eines Zylinderständers am Schachtboden aufstehenden Zylinder, der von einer Hydraulikanlage (nicht gezeigt) mit Druck beaufschlagt wird. Diese nicht gezeigte Hydraulikanlage kann entweder im Bereich des Schachts z. B. integriert mit der Zylinder-Kolben-Kombination 6 oder außerhalb angeordnet sein. Man erkennt ferner den Kolben 10, an dessen oberen Ende drehbar eine Umlenkseilscheibe 12 angebracht ist. Aus Stabilitätsgründen ist der Kolben 10 bzw. die Halterung 14, mit der die Umlenkseilscheibe 12 an dem Kolben 10 befestigt ist, von einem (nicht gezeigten) Joch abgestützt, welches wiederum an den Kabinenführungsschienen 4 geführt ist. Durch diese Art der Befestigung des freien Endes des Kolben 10 ist dessen stabile Führung sichergestellt und ein seitliches Ausweichen vermieden. Ein bzw. mehrere übliche Aufzugsförderseile, welches schematisch mit der unterbrochenen Linie 16 gezeigt ist, ist an seinem einen Ende 18 im Bereich des Schachtbodens befestigt, von dort im Wesentlichen senkrecht nach oben an die Umlenkseilscheibe 12 und über diese geführt, von wo aus es wiederum im Wesentlichen senkrecht nach unten weiterläuft. Das zweite Ende des Förderseils 16 ist an der Kabine 2 angeschlossen. Durch diese Art der Seilführung macht die Kabine 2 verglichen mit der Umlenkseilscheibe 12 bzw. dem Kolbenhub den doppelten Bewegungsweg. Ein Gegengewicht ist bei dieser Art Aufzug typischerweise nicht vorhanden. Typischerweise sind Kabine 2 und die Zylinder-Kolben-Kombination 6 in einem Aufzugsschacht untergebracht, wobei die Schachtwände generell so nahe als irgend zulässig an den einzelnen Komponenten der Aufzugsanlage vorgesehen sind. Das gilt insbesonder für Neubauten, die von Anfang an für den Betrieb mit diesen Aufzügen ausgelegt wurden.

Bei vielen dieser Hydraulikaufzüge steht jetzt nach teilweise mehr als 20 Jahren Betriebszeit eine grundlegende Revision bzw. Modernisierung an. Dazu kommt, dass sich insbesondere aus Umweltschutzgründen die Einstellung zu Hydraulikaufzügen in der Vergangenheit grundlegend geändert hat. Bei Hydraulikaufzügen besteht immer das Risiko des Austretens von Hydraulikflüssigkeit. Aus naheliegenden Gründen muss sichergestellt werden, dass diese Hydraulikflüssigkeit eingefangen wird uns insbesondere nicht ins Grundwasser austreten kann. Dazu kommt der relativ hohe Energiebedarf und Wartungsaufwand hydraulischer Aufzüge. Manche Aufzugssbetreiber nutzen deshalb die Notwendigkeit dieser grundsätzlichen Modernisierung, den Hydraulikaufzug komplett aus dem Schacht zu entfernen, und an dessen Stelle einen Treibscheibenaufzug zu installieren. Das kommt der Neuinstallation eines Aufzugs gleich.

Ein Mitbewerber bietet dazu ein System an, bei dem die Treibscheibenantriebseinheit, die in der Art einer flachen Scheibe ausgeführt ist, im Aufzugsschacht angeordnet ist, und konventionelle Förderseile verwendet werden, an denen die Aufzugskabine und ein Gegengewicht angeschlossen sind. Diese Art der "Modernisierung" durch die Neuinstallation eines Treibscheibenaufzugs hat mehrere Nachteile. Zum Einen ist die Neuinstallation einer komplett neuen Aufzugsanlage mit entsprechenden Kosten verbunden. Zum anderen ist ein zusätzlicher Platzbedarf für den Antriebsmotor und die zugehörige Seilführung erforderlich, was ggf. in einer Verkleinerung der Aufzugskabine resultiert.

Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit zum Modernisieren bestehender Hydraulikaufzüge bereitzustellen, die einerseits kostengünstig ist und andererseits die Nachteile von Hydraulikaufzügen wie Energiebedarf und Problematik der Hydraulikflüssigkeit beseitigt.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren zum Umrüsten eines in einem Aufzugsschacht angeordneten Hydraulikaufzugs zu einem Antriebsseilscheibenaufzug gelöst, wobei der Hydraulikaufzug eine an Kabinenführungsschienen geführte Kabine, eine in dem Zwischenraum zwischen Kabine und Schachtwand vorgesehene hydraulische Antriebseinheit und ein Förderseil aufweist, an dem die Kabine angehängt ist und an dem die hydraulische Antriebseinheit angeschlossen ist, aufweisend die folgenden Schritte:

  • a) Demontieren der hydraulischen Antriebseinheit, einschließlich des Zylinderständers, und des Förderseils;
  • b) Installieren eines Gegengewichts mit Umlenkseilscheibe in dem Zwischenraum zwischen der Kabine und der Schachtwand
  • c) Installieren einer Treibscheibenantriebseinheit mit einer Treibscheibe derart in dem Aufzugsschacht, dass die Treibscheibenantriebseinheit in dem über der Kabine und/oder dem Gegengewicht zur Verfügung stehenden Raum angeordnet ist;
  • d) Installieren einer Umlenkseilscheibe an der Kabine;
  • e) Installieren von Befestigungsvorrichtungen zum Befestigen der Enden der Förderseile oben im Aufzugsschacht; und
  • f) Installieren von Förderseilen derart, dass diese um die Umlenkscheiben an dem Gegengewicht und der Kabine und um die Treibscheibe geführt sind und mit Enden jeweils an einer Befestigungsvorrichtung befestigt sind.

Bei dem erfindungsgemäßen Umrüstverfahren werden neben den elektrischen Komponenten der Aufzugssteuerung lediglich die hydraulischen Komponenten des Aufzugs entfernt und an der Stelle der Zylinder-Kolben-Kombination und des Zylinderständers wird in diesem sehr schmalen Zwischenraum zwischen Kabine und Schachtwand das Gegengewicht angeordnet. Typischerweise ist dieser Zwischenraum lediglich etwa 25 cm tief. Dieser Bereich ist gerade für das Gegengewicht ausreichend. Durch Beibehaltung der ursprünglichen Aufzugskabine an deren Führungsschienen, etc. kann verglichen mit einer kompletten Neuinstallation ein erheblicher Aufwand eingespart werden.

Ferner wird an der Kabine eine Umlenkseilscheibe installiert. Diese Umlenkseilscheibe kann an der Befestigungsstelle für die Förderseile der Kabine angebracht werden. Das ist aus strukturellen Gründen besonders bevorzugt. Es müssen insbesondere keine Überlegungen angestellt werden, wie die Umlenkseilscheibe an einer anderen Position ausreichend fest und sicher befestigt werden kann. Vorzugsweise ist die Befestigungseinrichtung der Umlenkseilscheibe an der Kabine so ausgebildet, dass sie sich problemlos an der an der Kabine bestehenden Befestigungsvorrichtung für die Förderseile befestigen lässt. Es ist ganz besonders bevorzugt, wenn bereits vorhandene Befestigungsöffnungen z. B. für Schrauben, etc. benutzt werden können, so dass keine zusätzlichen Anpassungsarbeiten an der Montagestelle erforderlich sind.

Auch an dem Gegengewicht ist eine Umlenkseilscheibe vorgesehen. Die Umlenkseilscheibe an dem Gegengewicht kann beispielsweise oben an dem Gegengewicht angeordnet sein, wobei die Rotationsachse der Seilscheibe entweder im Wesentlichen in der Richtung der Ebene zwischen den zwei Kabinenführungsschienen oder rechtwinklig zu dieser Ebene angeordnet sein kann. Insbesondere im letzteren Fall ist es besonders günstig, wenn die Seilscheibe nach oben nicht über das Gegengewicht hinaus ragt sondern im Wesentlichen innerhalb des Umfangs des Gegengewichts angeordnet ist. Das bringt den wesentlichen Vorteil mit sich, dass oberhalb des konventionellen Bewegungswegs des Gegengewichts kein zusätzlicher Platz für die Umlenkseilscheibe erforderlich ist. Entsprechend kann die Umlenkseilscheibe an der Kabine auch mit ihrer Rotationsachse im Wesentlichen in der horizontalen Richtung der Ebene zwischen den Kabinenführungsschienen oder rechtwinklig zu dieser Ebene angeordnet sein. Im letzteren Fall ist es besonders günstig, wenn die Seilscheibe zwischen den Kabinenführungsschienen an der Rückwand der Kabine angeordnet ist, so dass sie über den üblichen Bewegungsweg der Kabine nach oben keinen weiteren zusätzlichen Platz benötigt. Wegen der speziellen Konstruktion des Hydraulikaufzugs mit der an dem oberen Ende des Kolbens angebrachten U1 entsteht oberhalb der Kabine bzw. dem Gegengewicht der Raum zur Verfügung, der ursprünglich für diese U1 erforderlich war. Dieser Raum ist relativ begrenzt und hat typischerweise eine Höhe von deutlich weniger als einem Meter oberhalb dem Fahrweg der Kabine plus der vorgeschriebenen Überfahrtshöhe, d. h. dem Sicherheitsabstand, der überhalb der Kabine einzuhalten ist. Dieser Raum ist in seiner Höhe über der Kabine vorgegeben und kann praktisch nicht verändert werden. Lediglich über dem Gegengewicht besteht bei der Modernisierung des Aufzugs ein gewisser Handlungsspielraum. So kann man beispielsweise das Gegengewicht in seinen Abmessungen derart auslegen, dass es eine geringere Höhe als die Aufzugskabine hat. Damit steht über dem Gegengewicht zusätzlicher Raum für die Montage der Treischeibenantriebseinheit oder anderer Komponenten zur Verfügung. Vorzugsweise handelt es sich bei der Förderseilen um Flachbandförderseile. Durch die Verwendung der Flachbandförderseile sind eine verglichen mit üblichen Treibscheiben sehr kleine Treibscheibe und entsprechend kleine Umlenkseilscheiben möglich, so dass es besonders einfach ist, das Flachbandförderseil an der an der Kabine vorhandenen Befestigungsstelle für das Förderseil anzuschließen. Insbesondere durch die Möglichkeit, Umlenkseilscheiben sehr kompakt zu realisieren, eignen sich Flachbandförderseile ganz besonders für die Modernisierung bestehender Hydraulikaufzüge. Eine derartig kompakte Umlenkseilscheibeneinheit mit einer Lagerungs- und Befestigungskonstruktion für die Umlenkseilscheibe lässt sich relativ problemlos derart auslegen, dass sie an der Stelle konventioneller Befestigungspunkte für die Förderseile an der Kabine angebracht werden können.

Ein wesentlicher Faktor für die Größe einer Treibscheibenantriebseinheit ist der Durchmesser der Treibscheibe. Bei den relativ kleinen Durchmessern für die Treibscheibe, die sich mit Flachbandförderseilen realisieren lassen, lässt sich auch die Treibscheibenantriebseinheit insgesamt sehr kompakt gestalten, so dass deren Unterbringung in dem nur begrenzt zur Verfügung stehenden Raum oberhalb der Kabine und/oder das Gegengewicht relativ problemlos erfolgen kann.

Vorzugsweise wird die Treibscheibenantriebseinheit in dem Raum derart angeordnet, dass die Roationsachse der Treibscheibe in der Draufsicht im Wesentlichen parallel zu dem Zwischenraum zwischen Kabine und Schachtwand, d. h. im Wesentlichen parallel zu der Ebene zwischen den Kabinenführungsschienen, angeordnet ist.

Vorzugsweise werden in dem Aufzugsschacht Gegengewichtsführungsschienen installiert. Die Gegengewichtsführungsschienen können besonders günstig an den Haltelaschen für die Kabinenführungsschienen mit angeschlossen werden. Damit kann wesentlich der Aufwand für das nachträgliche Montieren der Gegengewichtsführungsschienen verringert werden.

Vorzugsweise wird die Treibscheibenantriebseinheit in dem Schachtbereich oberhalb der Kabine installiert und vorzugsweise sind die Rotationsachsen der Umlenkseilscheibe an dem Gegengewicht, der Umlenkseilscheibe an der Kabine, sowie der Treibscheiben im Wesentlichen parallel zueinander angeordnet. Oberhalb der Kabine steht in dem Aufzugsschacht so viel Raum zur Verfügung, dass eine Treibscheibenantriebseinheit dort untergebracht werden kann. Dabei ist es unerheblich, ob die Treibscheibenantriebseinheit im Schachtquerschnitt sich über dem Gegengewicht oder über der Kabine befindet oder zum Teil über dem Gegengewicht und zum Teil über der Kabine angeordnet ist. Vorzugsweise hat die Treibscheibenantriebseinheit einen zylindrischen Antriebsmotor mit Antriebswelle und eine an der Antriebswelle angeschlossene Treibscheibe und ferner ist diese Treibscheibenantriebseinheit derart im Aufzugsschacht angeordnet, dass die Symmetrieachse des Antriebsmotors bzw. die Rotationsachse der Treibscheibe im Wesentlichen parallel zu dem Zwischenraum angeordnet ist. Eine derartige längliche Treibscheibenantriebseinheit lässt sich relativ problemlos oberhalb der Kabine bzw. oberhalb des Gegengewichts im Aufzugsschacht anordnen. Insbesondere hat eine derartige Antriebseinheit eine im Wesentlichen zylinderförmige Gesamtgestalt mit einem Durchmesser von weniger als 40 cm, vorzugsweise weniger als 30 cm insbesondere von weniger als 25 cm. Eine derart kompakte Antriebseinheit lässt sich räumlich besonders gut auch in beengten Aufzugsschächten positionieren.

Vorzugsweise hat die Treibscheibe und/oder die Umlenkseilscheibe einen Durchmesser von weniger als 20 cm, insbesondere weniger als 15 cm und besonders bevorzugt von etwa 10 cm oder weniger. Derart kleine Seilscheiben lassen sich nach dem heutigen Stand der Technik nur in Verbindung mit Flachband-Förderseilen realisieren. Damit sind völlig andere und wesentlich kompaktere Seilführungen möglich, als mit konventionellen Seilscheiben mit konventionellen Fördersseilen.

Vorzugsweise wird oberhalb der Kabine/Gegengewicht eine Schachtkopfbefestigungseinheit im Schacht befestigt, an der die Treibscheibenantriebseinheit befestigt wird und an der die freien Enden der Flachband-Förderseile befestigt werden. Die Schachtkopfbefestigungseinheit kann entweder an den Schachtwänden befestigt werden. Alternativ ist es auch möglich, die Schachtkopfbefestigungseinheit auf den Gegengewichtsführungsschienen und/den Kabinenführungsschienen zu befestigen, so dass im Wesentlichen die gesamte Last über die Schienen aufgefangen wird. Die Schachtkopfbefestigungseinheit kann auch an der Schachtdecke befestigt werden. Es ist auch eine Kombination von verschiedenen Arten von Befestigung vorstellbar.

Die Erfindung betrifft ferner einen Umbausatz zum Umrüsten eines in einem Aufzugsschacht angeordneten Hydraulikaufzugs zu einem Antriebsseilscheibenaufzug, aufweisend

  • a) ein Gegengewicht mit einer Dicke, die geringer ist, als der Zwischenraum zwischen Kabine und Schachtwand
  • b) eine Treibscheibenantriebseinheit zur Befestigung im Aufzugsschacht; und
  • c) einen Satz von Flachband-Förderseilen.

Der Umbausatz beinhaltet vorzugsweise Gegengewichtsführungsschienen, insbesondere Gegengewichtsführungsschienen, die an den Kabinenführungsschienen bzw. den Haltelaschen der Kabinenführungsschienen befestigt werden können. Vorzugsweise beinhaltet der Umbausatz eine Treibscheibenantriebseinheit mit einem zylindrischen Antriebsmotor mit Antriebswelle und mit einer an der Antriebswelle angeschlossenen Treibscheibe. Ferner beinhaltet der Umbausatz vorzugsweise eine Schachtkopfbefestigungseinheit zum Befestigung der Treibscheibenantriebseinheit und der freien Enden der Flachband-Förderseile.

Vorzugsweise weist die Schachtkopfbefestigungseinheit einen Hauptträger, der derart ausgebildet ist, dass er an seinen beiden Enden in den Schachtwänden befestigt werden kann und dass der Treibscheibenantrieb hängend darunter befestigt werden kann, und einen Querträger auf, der quer zu dem Hauptträger an diesem befestigt ist, und der an seinen beiden Enden Befestigungsvorrichtungen zum Befestigen der Enden der Flachband-Förderseile aufweist. Grundsätzlich ist der Vorteil darin zu sehen, die freien Enden mit an der gleiche Befestigungseinheit zu befestigen, an der auch die Treibscheibenantriebseinheit angebracht wird. Dann ist es lediglich erforderlich, einen einzigen Träger bzw. Trägerkombination im Schacht ausreichend stabil zu befestigen. Sämtliche weiteren erforderlichen Befestigungspunkte für die Aufzugsanlage sind daran angeordnet. Sollte es aus statischen Gründen erforderlich sein, ist es auch möglich, den Querträger so auszubilden, dass dessen beide Enden in der Schachtwand befestigt werden können. Entsprechend müsste dann die Treibscheibenantriebseinheit quer zu diesem Träger beispielsweise an einem Nebenträger befestigt werden.

Die Erfindung betrifft ferner einen Treibscheibenaufzug aufweisend eine Treibscheibenantriebseinheit mit einer Treibscheibe, eine an Kabinenführungsschienen geführte Kabine, ein Gegengewicht und einen Satz von Flachband-Förderseilen, wobei Kabine und Gegengewicht je mittels einer Umlenkseilscheibe an den Flachband-Förderseilen angehängt sind und wobei die Rotationsachsen der Treibscheibe und der Umlenkseilscheiben im Wesentlichen parallel zueinander angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Kabinenführungsschienen einseitig an der Kabine angeordnet sind, so dass die Kabine auskragend an den Kabinenführungsschienen geführt ist; dass das Gegengewicht auf der Seite der Kabine angeordnet ist, auf der die Kabinenführungsschienen vorgesehen sind; dass die Rotationsachsen der Treibscheibe und der Umlenkseilscheiben derart angeordnet sind, dass sie in Richtung von einer Kabinenführungsschiene zu der anderen Kabinenführungsschiene verlaufen; und dass die Umlenkseilscheibe im Bereich der Rückwand der Kabine und im Wesentlichen zwischen den Kabinenführungsschienen angeordnet ist.

Vorzugsweise ist bei diesem Treibscheibenaufzug eine Schachtkopfbefestigungseinheit vorgesehen, wie sie oben beschrieben wurde.

Vorzugsweise ist die Seilführung bei dem Treibscheibenaufzug folgendermaßen: Die Flachband-Förderseile gehen von einer ersten Befestigungsvorrichtung, am Gegengewicht dem sogenannten gegengewichtsseitigen Totpunkt im Wesentlichen senkrecht nach unten zu der Umlenkseilscheibe des Gegengewichts, von dort im Wesentlichen senkrecht nach oben zu der Treibscheibe, von dort wieder im Wesentlichen senkrecht nach unten zu der Umlenkseilscheibe der Kabine und von dort wieder im Wesentlichen senkrecht nach oben zu einer zweiten Befestigungsvorrichtung, an der Kabine dem kabinenseitigen Totpunkt.

Die Erfindung und Ausgestaltung der Erfindung werden nachfolgend anhand eines zeichnerischen Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 einen Hydraulikaufzug aus dem Stand der Technik

Fig. 2 den Hydraulikaufzug von Fig. 1 nach der Umrüstung auf einen Treibscheibenaufzug; und

Fig. 3 eine schematische Darstellung der Seilführung und der Aufhängung der Treibscheibenantriebseinheit bei der vorliegenden Erfindung.

Vorangehend wurde bereits der grundsätzliche Aufbau eines Hydraulikaufzugs aus dem Stand der Technik mit Bezugnahme auf Fig. 1 beschrieben. Zum Umrüsten dieses Aufzugs wird die Kabine 2 in dem Aufzugsschacht entlang der Kabinenführungsschienen 4 bis an den tiefstmöglichen Punkt verfahren und von unten abgestützt. Das kann entweder dadurch erfolgen, dass die Kabine 2 auf den in der Schachtgrube vorhandenen Puffer 20 gefahren wird, bis dieser die Last der Kabine 2 trägt. Alternativ kann die Kabine durch entsprechende temporäre Abstützgestelle im Schacht abgestützt werden.

Nachfolgend werden die Förderseile 16 entfernt und das Hydraulik aus der hydraulischen Antriebseinheit abgelassen. Nach dem Abschließen der hydraulischen Antriebseinheit wird auch diese, d. h. der (nicht gezeigte) Hydrauliktank, die (nicht gezeigte) Pumpe die sowie die Zylinder-Kolben-Kombination 6 und die entsprechenden Verbindungsleitungen aus dem Aufzugsschacht entfernt. So dass der Zwischenraum zwischen Aufzugskabine 2 und der Schachtwand, in dem sich die Zylinder-Kolben-Kombination 6 befunden hat, leer ist.

Dieser Zwischenraum zwischen Kabine und Schachtwand ist typischerweise wesentlich geringer als ca 50 cm, insbesondere geringer als 35 cm und in vielen Fällen sogar nur 25 cm oder weniger groß. In diesem Zwischenraum gilt es nun, die (nicht gezeigten) Gegengewichtsführungsschienen sowie ein Gegengewicht 22 anzubringen. Ferner muss in dem Schacht oberhalb der Kabine 2 bzw. dem Gegengewicht 22 eine Schachtkopfbefestigungseinheit 24 angebracht werden. Die Schachtkopfbefestigungseinheit 24 weist einen ersten C-förmigen Hauptträger 26sowie einen zweiten ebenfalls C-förmigen Hauptträger 28 auf, die im Wesentlichen parallel zueinander angeordnet sind und jeweils mit ihren Enden in bzw. an der Schachtwand befestigt werden. An der Unterseite dieser Hauptträger 26, 28 ist eine im Wesentlichen zylinderförmige Treibscheibenantriebseinheit 30 hängend befestigt. An der Oberseite der Hauptträger 26, 28 ist ein Querträger 32 vorgesehen, an dessen Enden 34, 36, Befestigungsvorrichtungen 38, 40, 42, 44 zum Befestigen von Enden von Flachband-Förderseilen 46 vorgesehen sind.

Die Gegengewichtsführungsschienen 48 können entweder direkt an der Schachtwand befestigt werden oder werden alternativ an den entsprechenden Befestigungsklammern für die Kabinenführungsschienen 4 mit befestigt.

Das Gegengewicht 22 kann entweder als Ganzes angeliefert und eingebaut werden. Es ist jedoch günstig, das Gegengewicht aus einzelnen Rahmenbauteilen direkt im Schacht zu montieren. Damit ist das Problem umgangen, wie das schwere und sperrige Gegengewicht in den Aufzugsschacht gebracht wird. Bei dem Zusammenbau aus Einzelteilen ist es beispielsweise möglich, dass der Monteur auf dem Dach der Kabine 2 steht und von dort das Gegengewicht an den Gegengewichtsführungsschienen zusammenbaut.

Ebenfalls vom Dach der Kabine aus kann der Monteur die Umlenkseilscheibe 50 relativ problemlos an der Kabine 2 montieren. Es ist auch möglich, die Umlenkseilscheiben 50 unten, im Bereich des Kabinenbodens an der Kabine 2 zu befestigen. Es soll darauf hingewiesen werden, dass die Führungsschuhe, mit denen die Kabine 2 an den Kabinenführungsschienen angeschlossen ist, typischerweise ein gewisses Stück, d. h. in etwa 10 cm nach oben über das Dach der Kabine hinaus ragt, so dass die Umlenkseilscheibe 50 an der Kabine 2 montiert werden kann, ohne dass damit irgendwelcher zusätzlicher Schachtraum nach oben verglichen mit der Kabine 2 bei dem Hydraulikaufzug gemäß Fig. 1 erforderlich ist. Die Umlenkseilscheibe 50 hat im Wesentlichen die Form einer zylindrischen Walze, in die bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel vier Rillen 52 zur Führung der Flachband- Förderseile 66 angeordnet sind. Diese Umlenkseilscheibe 50 ist an einer Halterung 54 drehbar angeordnet. Vorzugsweise ist diese Halterung so ausgebildet, dass die mit den für die Anbringung der Seilenden-Befestigung des Hydraulikaufzugs gemäß Fig. 1 vorgesehenen Befestigungselementen an der Kabine 2 befestigt werden kann. So weist die Halterung 54 für die Umlenkseilscheibe 50 beispielsweise Schrauböffnungen oder Langlöcher zur Befestigung mittels Schrauben oder Bolzen auf, die zu entsprechenden Installationen an der Kabine 2 korrespondieren.

Im Weiteren werden die Flachband-Förderseile 46 angeschlossen und die Treibscheibenantriebseinheit 30 mit der Aufzugssteuerung (nicht gezeigt) verbunden. Nach der Durchführung einer Lehr-Fahrt, bei der die Positionen der einzelnen Stockwerke, etc. in die Aufzugssteuerung programmiert werden, ist der modifizierte Aufzug im Prinzip einsatzbereit.

Mit Blick auf Fig. 3 erkennt man die Führung der Flachband-Förderseile. Man erkennt insbesondere, dass das Förderseil von einer Gegengewichtsbefestigungseinrichtung 42 im Wesentlichen senkrecht nach unten zur Umlenkseilscheibe 56 am Gegengewicht 22 geführt ist. Von dort verläuft das Seil im Wesentlichen senkrecht nach oben bis zur Treibscheibe 58 der Treibscheibenantriebseinheit 30. Im weiteren Verlauf geht das Flachband-Förderseil 46 wieder im Wesentlichen senkrecht nach unten bis zur Umlenkseilscheibe 50 an der Kabine und von dort im Wesentlichen senkrecht nach oben bis an die Kabine-Befestigungseinrichtung 38.

Man erkennt in Fig. 3 auch sehr gut, dass die Rotationsachsen 60, 62 und 64 der Treibscheibe 58 sowie der Umlenkseilscheiben 50 und 56 im Wesentlichen parallel zueinander angeordnet sind und im Wesentlichen parallel zu dem Spalt zwischen Kabine und Schachtwand 66 sind.

Unter erneuter Bezugnahme auf Fig. 2 erkennt man, dass die Treibscheibenantriebseinheit 30 einen ganz grob gesprochen zylinderförmigen Antriebsmotor 68 aufweist, an dessen (nicht gezeigter) Antriebswelle die Treibscheibe 58 direkt angeschlossen ist. Ferner befindet sich auf der dem Motor 68 entgegengesetzten Seite der Treibscheibe 58 die Bremse 70.

Bei den Flachband-Förderseilen 46 handelt es sich um stahlseelenarmierte Polyuritangurte, die sehr leicht, langlebig und flexibel sind. Verglichen mit den üblichen Förderseilen erlauben diese Flachband-Förderseile 46 sehr enge Krümmungsradien der Treibscheibe 58 und der Umlenkseilscheibe 50 und 56. Daneben sind diese Flachband-Förderseile 46 sehr leise, da die sonst typischen metallischen Abrollgeräusche beim Lauf durch die PU-Ummantelung der Stahlseelen entfallen. Dazu kommt, dass eine Schmierung dieser Seile nicht erforderlich ist und auch für die Treibscheibenantriebseinheit 30 kein Öl und keine Schmierung erforderlich ist, weil sie ohne ein Getriebe auskommt, und wartungsfreie Kugellager aufweist, die versiegelt sind. Damit ist verglichen mit normalen Treibscheibenaufzügen der Umweltstandard noch wesentlich erhöht, da auch das Risiko extrem minimiert ist, dass irgendwelche Schmierstoffe in die Umwelt gelangen.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zum Umrüsten eines in einem Aufzugsschacht angeordneten Hydraulikaufzugs zu einem Treibseilscheibenaufzug, wobei der Hydraulikaufzug eine an Kabinenführungsschienen (4) geführte Kabine (2), eine in dem Zwischenraum zwischen Kabine (2) und Schachtwand (66) vorgesehene hydraulische Antriebseinheit und ein Förderseil aufweist, an dem die Kabine (2) angehängt ist und an dem die hydraulische Antriebseinheit angeschlossen ist, aufweisend die folgenden Schritte:
    1. a) Demontieren der hydraulischen Antriebseinheit und des Förderseils;
    2. b) Installieren eines Gegengewichts (22) mit Umlenkseilscheibe (56) in dem Zwischenraum zwischen der Kabine (2) und der Schachtwand (66);
    3. c) Installieren einer Treibscheibenantriebseinheit (30) mit einer Treibscheibe (58) derart in dem Aufzugsschacht, dass die Treibscheibenantriebseinheit in dem über der Kabine (2) und/oder dem Gegengewicht (22) zur Verfügung stehenden Raum angeordnet ist;
    4. d) Installieren einer Umlenkseilscheibe (50) an der Kabine (2);
    5. e) Installieren von Befestigungsvorrichtungen (38, 40, 42, 44) zum Befestigen der Enden der Förderseile (46) oben im Aufzugsschacht; und Installieren von Förderseilen (46) derart, dass diese um die Umlenkseilscheiben (50; 56) an dem Gegengewicht (22) und der Kabine (2) und um die Treibscheibe (58) geführt sind und mit den Enden jeweils an einer Befestigungsvorrichtung befestigt sind
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Schnitt des Installierens von Förderseilen das Installieren von Flachband-Förderseilen beinhaltet, einer Umlenkseilscheibe (50) an der Kabine (2).
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Treibscheibenantriebseinheit (30) derart in dem Aufzugsschacht installiert wird, dass die Rotationsachse (62) der Treibscheibe (58) in der Draufsicht im Wesentlichen parallel zu dem Zwischenraum ist.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, aufweisend den weiteren Schritt des Installierens von Gegengewichtsführungsschienen (48) in dem Aufzugsschacht.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei bei dem Schritt des Installierens der Treibscheibenantriebseinheit (30) diese in dem Schachtbereich oberhalb der Kabine (2) installiert wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, wobei der Schritt des Installierens der Treibscheibenantriebseinheit (30) das Installieren einer Treibscheibenantriebseinheit (30) mit einem zylindrischen Antriebsmotor (68) mit einer Antriebswelle, und mit einer an der Antriebswelle angeschlossenen Treibscheibe (58) derart beinhaltet, dass die Rotationsachse (62) des Antriebsmotors (68) in der Draufsicht im Wesentlichen parallel zu dem Zwischenraum ist.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei der Schritt des Installierens der Treibscheibenantriebseinheit (30) das Installieren einer Schachtkopfbefestigungseinheit (24) beinhaltet, an der die Treibscheibenantriebseinheit (30) und die Befestigungsvorrichtungen (38; 40; 42; 44) befestigt werden.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 7, aufweisend den Schritt des Befestigens der Schachtkopfbefestigungseinheit (24) an den Schachtwänden.
  9. 9. Umbausatz zum Umrüsten eines in einem Aufzugsschacht angeordneten Hydraulikaufzugs zu einem Treibscheibenaufzug gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8, aufweisend:
    1. a) ein Gegengewicht (22) mit einer Umlenkseilscheibe (56) und mit einer Dicke, die geringer ist, als der Zwischenraum zwischen Kabine (2) und Schachtwand (66);
    2. b) eine Treibscheibenantriebseinheit (30) zur Befestigung im Aufzugsschacht;
    3. c) eine Umlenkscheibe (50) zur Befestigung an der Kabine;
    4. d) einen Satz von Förderseilen (46); und
    5. e) Befestigungsvorrichtungen (38; 40; 42; 44) zum Befestigen der Enden der Förderseile (46) oben im Aufzugsschacht.
  10. 10. Umbausatz nach Anspruch 9, wobei die Förderseile Flachband-Förderseile (46) sind.
  11. 11. Umbausatz nach Anspruch 9 oder 10, aufweisend Gegengewichtsführungsschienen (48).
  12. 12. Umbausatz nach einem der Ansprüche 9 bis 11, wobei die Treibscheibenantriebseinheit (30) einen zylindrischen Antriebsmotor (68) mit einer Antriebswelle und mit an der Antriebswelle angeschlossen Treibscheiben (58) aufweist.
  13. 13. Umbausatz nach einem der Ansprüche 9 bis 12, aufweisend eine Schachtkopfbefestigungseinheit (24) zum Befestigen der Treibscheibenantriebseinheit (30) und Befestigungsvorrichtungen (38; 40; 42; 44).
  14. 14. Schachtkopfbefestigungseinheit (24) für einen Umbausatz gemäß Anspruch 13, aufweisend einen Hauptträger (26, 28), der derart ausgebildet ist, dass er an seinen beiden Enden in den Schachtwänden befestigt werden kann und dass der Treibscheibenantrieb (30) hängend darunter befestigt werden kann, und einen Querträger (32), der quer zu dem Hauptträger (26, 28) an diesem befestigt ist, und der an seinen beiden Enden die Befestigungsvorrichtungen (38, 40, 42, 44) zum Befestigen der Enden der Flachband-Förderseile (46) aufweist.
  15. 15. Treibscheibenaufzug aufweisend eine Treibscheibenantriebseinheit (30) mit einer Treibscheibe (58), eine an Kabinenführungsschienen (4) geführte Kabine (2), ein Gegengewicht (22) und einen Satz von Förderseilen (46), wobei Kabine (2) und Gegengewicht (22) je mittels einer Umlenkseilscheibe (50, 56) an den Förderseilen (46) angehängt sind, dadurch gekennzeichnet,

    dass die Kabinenführungsschienen (4) einseitig an der Kabine (2) angeordnet sind, so dass die Kabine (2) auskragend an den Kabinenführungsschienen (4) geführt ist;

    dass das Gegengewicht (22) auf der Seite der Kabine (2) angeordnet ist, auf der die Kabinenführungsschienen (4) angeordnet sind; und

    dass die Umlenkseilscheibe (50) der Kabine (2) im Bereich der Rückwand der Kabine (2) und im Wesentlichen zwischen den Kabinenführungsschienen (4) angeordnet ist.
  16. 16. Treibscheibenaufzug nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Rotationsachsen (60, 62, 64) der Treibscheibe (58) und der Umlenkseilscheiben (50, 56) im Wesentlichen parallel zueinander und, in Richtung von einer Kabinenführungsschiene (4) zu der anderen Kabinenführungsschiene (4) verlaufend angeordnet sind und dass eine Schachtkopfbefestigungseinheit (24) vorgesehen ist, die einen Hauptträger (26, 28), der im Wesentlichen parallel zu den Rotationsachsen (60, 62, 64) der Treibscheibe (58) und der Umlenkseilscheiben (50, 56) an seinen beiden Enden in den Schachtwänden befestigt ist und an dem die Treibscheibenantriebseinheit (30) angeschlossen ist, und einen Querträger (32) aufweist, der quer zu dem Hauptträger (26, 28) an diesem befestigt ist und der an seinen beiden Enden Befestigungsvorrichtungen (38, 40, 42, 44) zum Befestigen der Enden der Flachband-Förderseile (46) aufweist.
  17. 17. Treibscheibenaufzug nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Flachband-Förderseile (46) von einer ersten Befestigungsvorrichtung (42, 44) im Wesentlichen senkrecht nach unten zu der Umlenkseilscheibe (56) des Gegengewichts (22), von dort im wesentlichen senkrecht nach oben zu der Treibscheibe (58), von dort wieder im wesentlichen senkrecht nach unten zu der Umlenkseilscheibe (50) der Kabine (2) und von dort wieder im wesentlichen senkrecht nach oben zu einer zweiten Befestigungsvorrichtung (38, 40) verlaufen.






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