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BRANDMELDER UND BRANDMELDEANLAGE - Dokument EP1046146
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation EP1046146 05.06.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 1046146
Titel BRANDMELDER UND BRANDMELDEANLAGE
Anmelder Siemens Building Technologies AG, Zürich, CH
Erfinder CORDASCO, M., Gerald, Maplewood, US;
WIESER, Dieter, CH-8700 Küsnacht, CH
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 59905313
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, IT, LI, NL, PT, SE
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 07.09.1999
EP-Aktenzeichen 999398878
WO-Anmeldetag 07.09.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/CH99/00413
WO-Veröffentlichungsnummer 0000014693
WO-Veröffentlichungsdatum 16.03.2000
EP-Offenlegungsdatum 25.10.2000
EP date of grant 02.05.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.06.2003
IPC-Hauptklasse G08B 7/06
IPC-Nebenklasse G08B 17/00   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Brandmelder mit mindestens einem Sensor zur Detektion von mindestens einer Brandkenngrösse und mit einer Auswerteschaltung, durch welche bei Überschreiten eines vorgegebenen ersten Wertes durch die jeweilige Brandkenngrösse ein Alarm ausgelöst wird.

Bekannte Brandmelder dieser Art sind, unabhängig vom verwendeten Detektionsprinzip, so ausgelegt, dass die Alarmauslösung bei möglichst tiefen Werten der Brandkenngrössen erfolgt, ohne dass es dabei jedoch zu unakzeptablen Fehlalarmen kommt. Durch insbesondere in den letzten Jahren erfolgte Verbesserungen sowohl auf seiten der Sensoren als auch bei der Verarbeitung und Auswertung der Sensorsignale, haben heute einige Brandmeldertypen einen Standard erreicht, bei dem diese beiden Forderungen voll erfüllt sind, wie beispielsweise die in der EP-A-0 654 770, EP-A-0 654 771, EP-A-0 660 282, EP-A-0 718 814, EP-A-0 821 330 und WO-A-98/15931 beschriebenen Melder.

Da die Auslösung eines Brandalarms in der Regel nicht verhindert, dass sich der Brand weiterentwickelt, es sei denn, der Alarm würde eine automatische Löschung in Gang setzen, wird es im Brandfall oft dazu kommen, dass ein brennendes Gebäude evakuiert werden muss. In einem solchen Fall ist es einerseits für die zu evakuierenden Personen wichtig zu wissen, welches und wo die sicheren Fluchtwege sind, und es ist auch für den Einsatzleiter der Feuerwehr wichtig, über diese Information zu verfügen. So nützt es beispielsweise wenig bis gar nichts, wenn ein Hotelgast in seinem Zimmer zwar Angaben über den möglichen Fluchtweg vorfindet, ohne gleichzeitig darüber informiert zu werden, ob dieser oder welcher Fluchtweg noch sicher ist.

Bei den sogenannten "Voice-Systemen" erhallen zwar die im brennenden Gebäude befindlichen Personen akustische Evakuationshinweise, wobei sich aber in der Regel der jeweilige Hinweisgeber, also beispielsweise der Einsatzleiter, nicht rasch und zuverlässig vergewissern kann, welche Fluchtwege noch gefahrlos zu benützen sind.

Es gibt zwar heute Simulationssysteme, mit denen Vorhersagen über die Ausbreitung eines Brandes möglich sind. Aber selbst wenn man unterstellt, dass ein solches System über alle erforderlichen Sensoren verfügt und von allen aktuellen Parametern des Gebäudes. wie beispielsweise Art der Bodenbeläge und Möbel, Vorhandensein von brennbarem Material wie Papier und Karton in Räumen und Gängen. und so weiter, Kenntnis hat, kann es immer noch keine zuverlässige Aussage uber die Benutzbarkeit eines Fluchtwegs liefern.

So ist beispielsweise in der DE-A-196 44 127 ein Evakuierungssystem mit einer variablen, an die jeweilige Gefahrensituation anpassbaren, Rettungsweg-Beschilderung beschrieben, welches Detektoren zur Gefahrenerkennung- und -lokalisierung, eine zentrale Erfassung zur automatischen Aktivierung des Evakuierungssystems und eine risikoorientierte, automatische Ansteuerung der Rettungsweg-Beschilderung aufweist, wobei jedoch genauere Angaben über die praktische Realisierung dieses Systems fehlen. So wird zwar gesagt, dass im Brandfall das Gefahrenpotential online ermittelt und ein optimierter Evakuierungsplan bestimmt wird, mit Ausnahme eines Hinweises auf ein sogenanntes Modular People Saving Expert System fehlen aber sämtliche Angaben, wie eine zuverlässige Ermittlung des Gefahrenpotentials erfolgen soll. Denn für einen optimierten Evakuierungsplan kann es ja nicht ausreichen, zu wissen, wo es brennt, und wie sich dieser Brand vielleicht ausbreiten wird, sondern es sind konkrete und nicht bloss berechnete Informationen über die Benützbarkeit der Fluchtwege erforderlich.

Die vorliegende Erfindung geht in Erkenntnis der Tatsache, dass Menschenleben nicht den Berechnungen von Expertensystemen anvertraut werden dürfen, von einem ganz anderen Ansatz aus und stellt sich die Aufgabe einen Brandmelder anzugeben, der zusätzlich zu seiner üblichen Funktion der Erkennung geringer Werte von Brandkenngrössen bei hoher Fehlalarmsicherheit zuverlässige Informationen über den Zustand von Fluchtwegen liefert.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass durch den mindestens einen Sensor zusätzlich eine Überwachung eines zweiten, höheren Wertes der jeweiligen Brandkenngrösse erfolgt, und dass bei Überschreiten dieses zweiten Wertes ein die Unbenützbarkeit des betreffenden Fluchtwegs anzeigendes Alarmsignal ausgelöst wird.

Ein erstes bevorzugtes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Brandmelders ist dadurch gekennzeichnet, dass der genannte zweite Wert der Brandkenngrösse einen lebensbedrohenden Wert darstellt.

Der erfindungsgemässe Brandmelder enthält also für jede Brandkenngrösse mindestens einen zweiten Schwellwert, bei dessen Überschreiten ein Alarmsignal ausgelöst wird, welches die Unbenützbarkeit des betreffenden Fluchtwegs anzeigt. Je nach Brandkenngrösse kann dieser zweite Schwellwert beispielsweise eine lebensgefährliche Rauchgas- oder Kohlenmonoxidkonzentration oder eine lebensgefährliche Temperatur oder auch ein lebensgefährlicher Strahlungsdruck sein, wobei der Brandmelder mit entsprechenden Sensoren ausgerüstet ist. Sobald der zweite oder ein zweiter Schwellwert überschritten wird, erhält die Zentrale oder ein spezielles Gerät, wie beispielsweise ein Pager oder dergleichen, ein entsprechendes Signal und der Einsatzleiter weiss, dass der betreffende Fluchtweg unbenützbar ist und erhält damit die Möglichkeit. diesen Fluchtweg zu sperren Selbstverständlich kann dem zweiten Schwellwert auch ein etwas kleinerer und einem Voralarm entsprechender dritter Schwellwert zugeordnet sein, so dass die Zentrale auch Informationen erhält, welcher Fluchtweg mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit in absehbarer Zeit unbenützbar werden wird.

Ein zweites bevorzugtes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Brandmelders ist gekennzeichnet durch optische und/oder akustische Anzeige- und/oder Alarmierungsmittel, welche durch das genannte Alarmsignal aktivierbar sind. Diese Mittel können am Melder selbst vorgesehen sein, es ist aber auch möglich, sie an geeigneten Stellen in einiger Entfernung von den Meldern, beispielsweise an den Zugängen zu Gängen oder Stiegenhäusern, anzuordnen.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Brandmelders ist gekennzeichnet durch eine Kamera zur Überwachung des den Melder umgebenden Raumes und durch Mittel zur gesteuerten Übertragung der von der Kamera jeweils registrierten Bilder an eine zentrale Auswerte- und/oder Beobachtungsstation, welche vorzugsweise Teil der Zentrale eines Brandmeldesystems bildet.

Während bei den bisher beschriebenen Ausführungsformen die Informationen nur in der Richtung von den Meldern zur Zentrale fliessen und die Zentrale oder der dort postierte Einsatzleiter auf den Informationsfluss keinen Einfluss hat, eröffnet der mit der Kamera ausgerüstete Brandmelder dem Einsatzleiter die Möglichkeit, bestimmte Räume oder Fluchtwege gezielt optisch zu beobachten und dabei auf Gefahrensituationen aufmerksam zu werden, die möglicherweise durch die Sensoren des Brandmelders nicht als solche erkennbar sind. So kann insbesondere festgestellt werden, ob ein Fluchtweg baulich/mechanisch noch so weit intakt ist, dass er gefahrlos benutzt werden kann. Und es besteht die Möglichkeit, verletzte oder bewusstlose Personen zu entdecken und deren Rettung in die Wege zu leiten.

Die Erfindung betrifft weiter eine Brandmeldeanlage mit einer Zentrale, mit an diese angeschlossenen Brandmeldern, mit im Bereich der Fluchtwege angeordneten und nachfolgend als Fluchtwegmelder bezeichneten Brandmeldern und mit einem Fluchtweganzeigesystem mit verstellbaren, durch die Fluchtwegmelder gesteuerten Anzeigemitteln. Die erfindungsgemässe Brandmeldeanlage ist dadurch gekennzeichnet, dass die Fluchtwegmelder durch mindestens einen Sensor für die Detektion von mindestens einer Brandkenngrösse aufweisende Brandmelder gebildet sind, welche bei Überschreiten eines vorgegebenen ersten Wertes durch die jeweilige Brandkenngrösse einen Alarm auslösen, und dass durch den mindestens einen Sensor zusätzlich eine Überwachung eines zweiten, höheren Wertes der jeweiligen Brandkenngrösse erfolgt und bei Überschreiten dieses zweiten Wertes ein die Unbenützbarkeit des betreffenden Fluchtwegs anzeigendes Alarmsignal ausgelöst wird.

Aus der US-A-4,796,018 ist ein Fluchtführungssystem bekannt, welches in Gängen und Stiegenhäusern angeordnete Rauchdichtedetektoren und von diesen gesteuerte Fluchtweganzeigen aufweist. Das Fluchtführungssystem ist an die Zentrale einer Brandmeldeanlage angeschlossen, welche eine Mehrzahl von Melderlinien mit einer Vielzahl von Brandmeldern aufweist.

Die genannten Anzeigemittel können beispielsweise einfache Anzeigen in der Form der heute üblichen Pfeile oder auch aufwendige Anzeigetableaus für ganze Gebäude- oder Gebäudeteile oder auch direkt an den Fluchtwegmeldern vorgesehene Anzeigemittel sein, wobei aber in jedem Fall die nicht benützbaren Fluchtwege anhand der genannten zusätzlichen Überwachung entsprechend markiert werden.

In einem Hotelzimmer könnte die Fluchtweganzeige beispielsweise durch eine elektronische Anzeigetafel gebildet sein, auf der die freien Fluchtwege mit grünen Pfeilen und die gesperrten Fluchtwege mit rot durchgekreuzten grünen Pfeilen markiert sind. Zusätzlich kann noch eine entsprechende Markierung der demnächst unbenützbar werdenden Fluchtwege durch geeignete Warnsymbole erfolgen.

Eine erste bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemässen Brandmeldeanlage ist dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Fluchtwege nachfolgend als Personenzähler bezeichnete Mittel zur Überwachung des Personenflusses im jeweiligen Fluchtweg angeordnet, und dass die Anzeigemittel anhand dieser Überwachung gesteuert sind.

Diese Ausführungsform hat den Vorteil, dass das System zuverlässige Informationen über den Personenfluss in den Fluchtwegen liefert und dadurch eine Sperrung überlasteter Fluchtwege ermöglicht.

Eine zweite bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemässen Brandmeldeanlage ist dadurch gekennzeichnet, dass die Fluchtwegmelder und/oder die Personenzähler direkt mit den jeweiligen Anzeigemitteln verbunden sind.

In diesem Fall erfolgt also eine lokale Fluchtwegsteuerung, wobei beispielsweise ein in einem Gang installierter Fluchtwegmelder und/oder Personenzähler mit der am Zugang zu diesem Gang angeordneten Anzeige verbunden ist. Analog sind die in einem Stiegenhaus oder in einem Hauptgang montierten Fluchtwegmelder und/oder Personenzähler mit den in den Zugängen oder Seitengängen zum Stiegenhaus oder zum Hauptgang montierten Anzeigen verbunden, so dass diese Zugänge bzw. Seitengänge als unbenützbar markiert werden könnten.

Selbstverständlich kann die Verbindung von den Fluchtwegmeldern und/oder Personenzählern zu den Anzeigemitteln auch über die Zentrale verlaufen, es kann aber unter Umständen sinnvoll sein, beispielsweise als Sicherung bei Ausfällen. wenn die Fluchtwegsteuerung lokal erfolgt.

Eine dritte bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemässen Brandmeldeanlage ist dadurch gekennzeichnet, dass die Personenzähler in die Fluchtwegmelder integriert sind

Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemässen Brandmeldeanlage ist gekennzeichnet durch einen Rechner, an welchen alle Brandmelder und Personenzähler angeschlossen sind und aktuelle Brand- und Fluchtwegdaten liefern, wobei durch den genannten Rechner im Alarmfall eine Berechnung der günstigsten Fluchtwege und eine entsprechende Schaltung der Anzeigemittel erfolgt. Der Rechner mit der entsprechenden Software bildet mit den Brandmeldern (normale Brandmelder plus Fluchtwegmelder) und den Personenzählern und den Anzeigeelementen ein Evakuierungssystem

Die genannte Software kann auch ein Brandsimulationssystem enthalten. welches im alarmfreien Zustand eine Simulation des Ernstfalls erlaubt, was für die Planung der Anlage und der Fluchtwege sehr nützlich ist, insbesondere auch bei neuer oder besonderer Nutzung von Räumen. Man kann mit einem solchen Brandsimulationssystem beispielsweise das Funktionieren der Anlage (Fluchtwegmelder plus Personenzähler plus Anzeigeelemente) für eine gegebene Population des Gebäudes und eine gegebene Gefahr softwaremässig durchspielen und die Anlage testen und optimieren.

Die Evakuierung im Alarmfall darf aber nicht von einem theoretischen Brandsimulationsmodell ausgehen, sondern muss anhand der tatsächlichen Gegebenheiten erfolgen und diese werden durch die Fluchtmelder- und die Personenzählerdaten geliefert. Das erfindungsgemässe Evakuierungssystem unterscheidet sich somit wesentlich von allen Brand- oder Evakuationssimulationsmodellen, an die keine Personenzähler und/oder Fluchtwegmelder angeschlossen sind.

Darüber hinaus kann das Evakuierungssystem zusätzlich eine grafische Darstellung des Gebäudes und der örtlichen Gefährdung liefern, was für den Einsatzleiter sehr nützlich sein kann. Ausserdem kann die erfindungsgemässe Brandmeldeanlage auch mit einem "Voice-System" verbunden sein

Gemäss einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemässen Brandmeldeanlage sind die Personenzähler in der Art einer Lichtschranke oder eines Lichtvorhangs ausgebildet und zur Zählung der ihren Detektionsbereich passierenden Personen ausgerüstet. Als weitere Variante kann die Personenzählung durch Bildverarbeitung erfolgen, wobei beispielsweise eine Kamera in CMOS-Technik verwendet wird.

Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels und der Zeichnungen näher erläutert; es zeigt:

Fig. 1
ein erstes schematisches Detail einer erfindungsgemässen Brandmeldeanlage; und
Fig. 2
ein zweites schematisches Detail einer erfindungsgemässen Brandmeldeanlage.

Der in Fig. 1 dargestellte Ausschnitt aus einer erfindungsgemässen Brandmeldeanlage zeigt einen Fluchtwegmeider F und einen Personenzähler P, die mit einer Zentrale 12 und einer Fluchtweganzeige 13 verbunden sind. Der Fluchtwegmelder F enthält einen optischen Brandmelder 1, beispielsweise einen Streulicht- oder einen Punktextinktionsmelder. der um zusätzliche Sensoren für Brandkenngrössen erweitert ist. Diese zusätzlichen Sensoren sind ein CO-Sensor 14, der das eigentliche Kernstück des Fluchtwegmelders F bildet, und ein Temperatursensor 15; gegebenenfalls kann auch noch ein Strahlungsdrucksensor (nicht dargestellt) vorgesehen sein.

Der CO-Sensor ist deswegen als Kernstück bezeichnet, weil weitaus die meisten Todesopfer bei Bränden auf CO-Vergiftung zurückzuführen sind. Ein geeigneter CO-Sensor ist in der EP-B-0 612 408 beschrieben (siehe auch EP-A-0 803 850), als Temperatursensoren haben sich NTC-Thermistoren bewährt (siehe dazu den Rauchmelder PolyRex des Brandmeldesystems AlgoRex; PolyRex und AlgoRex sind eingetragene Warenzeichen der Cerberus AG).

Da optische Melder in der Art des Brandmelders 1 als bekannt vorausgesetzt werden, werden sie hier nicht näher beschrieben. Es wird in diesem Zusammenhang auf die folgenden Patentanmeldungen verwiesen: EP-A-0 616 305, EP-A-0 813 178, EP-A-0 821 330 und EP-A-0 886 252. Als Option enthält der Fluchtwegmelder F zusätzlich zum Brandmelder 1 eine Kamera 2. Der dargestellte Brandmelder 1 besteht in bekannter Weise aus einem Meldereinsatz 3, der in einem Sockel (nicht dargestellt) befestigbar ist, und aus einer über den Meldereinsatz 3 gestülpten Melderhaube 4. die im Bereich ihrer Kuppe mit Raucheintrittsöffnungen 5 versehen ist. Der Meldereinsatz 3 enthält im wesentlichen ein Optikmodul 6 und eine Auswerteelektronik 7.

Das Optikmodul 6 besteht bei einem Streulichtmelder im wesentlichen aus einer eine Lichtquelle 8 und einen Lichtempfänger 9 enthaltenden Messkammer 10, welche durch nicht dargestellte Mittel gegen Fremdlicht von aussen abgeschirmt ist. Die optischen Achsen der durch eine Infrarot- oder eine rote oder blaue Leuchtdiode (IRED bzw. LED) gebildeten Lichtquelle 8 und des Lichtempfängers 9 sind zueinander geknickt, wobei durch diesen Verlauf und durch Blenden verhindert wird, dass Lichtstrahlen auf direktem Weg von der Lichtquelle 8 zum Lichtempfänger 9 gelangen konnen. Die Lichtquelle 8 sendet kurze, intensive Lichtpulse in den ais Streuraum bezeichneten zentralen Teil der Messkammer 10, wobei der Lichtempfänger 9 zwar den Streuraum, nicht aber die Lichtquelle 8 "sieht".

Das Licht der Lichtquelle 8 wird durch in den Streuraum eindringenden Rauch gestreut, und ein Teil dieses Streulichts fällt auf den Lichtempfänger 9. Das dadurch erzeugte Empfänger-Signal wird von der Auswerteelektronik 7 verarbeitet. Bei der Verarbeitung wird das Empfängersignal in bekannter Weise mit einer Alarmschwelle und mindestens einer Voralarmschwelle verglichen, und die Auswerteelektronik 7 gibt bei Überschreiten der nachfolgend als Brandalarmschwelle bezeichneten genannten Alarmschwelle durch das Empfängersignal an einem Ausgang 11 ein Alarmsignal ab. Dabei ist durch intelligente Signalverarbeitung unter Verwendung von beispielsweise Fuzzy-Logic oder eines neuronalen Netzwerks, gewahrleistet, dass die Abgabe des Alarmsignals bei möglichst tiefen Rauchwerten erfolgt, ohne dass es dabei jedoch zu unakzeptablen Fehialarmen kommt.

Zusätzlich zu den genannten Schwellen enthält die Auswerteelektronik 7 eine weitere, nachfolgend als Fluchtwegalarmschwelle bezeichnete Alarmschwelle, welche wesentlich höher liegt als die Brandalarmschwelle und einem lebensgefahrlichen Rauchdichtewert von beispielsweise 10% pro Meter entspricht. Selbstverständlich muss dabei die Auswerteelektronik 7 so ausgelegt sein, dass ein entsprechend grosse Dynamikbereich verarbeitet werden kann. Beim dargestellten Rauchmelder wird also das Empfängersignal auch nach erfolgter Auslösung eines Brandalarms weiter beobachtet und es wird untersucht, ob das Empfangersignal auch die Fluchtwegalarmschwelle überschreitet. Je nach Signalverlauf wird über den Ausgang 11 beispielsweise in einer einfachen Realisierung ein einziges zusätzliches Bit für "Fluchtweg sicher" oder "Fluchtweg unsicher" (gefährlich) übertragen und dieses Bit hat im Fall von "Fluchtweg unsicher" zur Folge, dass der betreffende Fluchtweg als unpassierbar gilt.

Das genannte Bit wird an die Zentrale 12 der Brandmeldeanlage und gegebenenfalls an eine mit dem betreffenden Brandmelder verbundene und von diesem gesteuerte, verstellbare Fluchtweganzeige 13 übertragen und bewirkt, dass der von dem betreffenden Brandmelder überwachte Fluchtweg gesperrt wird, und zwar entweder via Zentrale 12 oder direkt durch die mit dem Melder verbundene Fluchtweganzeige 13. Die letztere kann beispielsweise eine der üblichen beleuchteten Anzeigen für einen Notausgang sein, die im Fall von Passierbarkeit grün und im Fall von Unpassierbarkeit rot leuchtet, wobei die Farben durch entsprechende Piktogramme unterstützt sein können. Die Information "Fluchtweg unsicher" kann auch per Fernübertragung an die anrückende Feuerwehr übermittelt werden.

Die Auswerteelektronik 7 enthält auch für den CO- Sensor 14 und und den Temperatursensor 15 Brandalarmschwellen und zusätzliche Fluchtwegalarmschwellen, wobei die Fluchtwegalarmschwelle des CO-Sensors 14 beispielsweise 1000 bis 1500 ppm CO und die Fluchtwegalarmschwelle des Temperatursensors 15 beispielsweise etwa 60° C entspricht. Ebenso wie bei der Rauchdichte überwacht die Auswerteelektronik 7 die Empfängersignale des CO-Sensors 14 und des Temperatursensors 15 und liefert bei Überschreitung der betreffenden Fluchtwegalarmschwellen ein entsprechendes Signal an den Ausgang 11, so dass auch hier ein zusätzliches Bit für "Fluchtweg frei" oder "Fluchtweg unsicher" an die Zentrale 12 oder an die mit dem Melder verbundene Fluchtweganzeige 13 übertragen und der Fluchtweg im Fall von "Fluchtweg unsicher" gesperrt wird.

Der Personenzähler P ist in der Art einer Lichtschranke oder eines Lichtvorhangs ausgebildet und besteht beispielsweise aus zwei aktiven Infrarotmeldern, die je eine aktive Lichtquelle und einen Empfänger mit einer Auswerteelektronik enthalten. Eine derartige Anordnung ist beispielsweise in der EP-A-0 845 765 beschrieben. Der Personenzähler P, der entweder direkt oder über den Fluchtwegemelder F mit der Zentrale 12 und der Fluchtweganzeige 13 verbunden ist, zählt den Personenfluss im betreffenden Fluchtweg. Der gemessene Wert wird in der entsprechenden Auswerteelektronik, die entweder im Personenzahler P oder im Fluchtwegemelder F oder gegebenenfalls in der Zentrale 12 vorgesehen ist mit einer Alarmserwellenwert verglichen, be dessen Überschreiten die Fluchtweganzeige 13 so angesteuert wird, dass eine Sperrung des betreffenden Fluchtwegs erfolgt. Der Personenzähler P kann in den Fluchtwegmelder F integriert oder getrennt von diesem installiert sein.

Die Kamera 2 ist vorzugsweise in einem mit dem Brandmelder 1 verbundenen oder an diesen angearbeiteten Trägerteil 16 angeordnet, welcher eine nicht dargestellte Stufe zur Verarbeitung der Kamerasignale aufweist, deren Ausgang mit der Auswerteelektronik 7 verbunden ist. Die Kamera 2 ist zwar ständig aufnahmebereit, liefert aber von sich aus keine Bilder des überwachten Raumes an die Zentrale 12. Letzteres erfolgt nur aufgrund eines entsprechenden Befehls von der Zentrale 12. Auf diese Weise erhält der Einsatzleiter die Möglichkeit, Fluchtwege ferngesteuert zu kontrollieren und diese zu sperren, wenn sie nach seiner Einschätzung nicht mehr sicher sind. Ausserdem kann er das Geschehen in den Fluchtwegen beobachten, wodurch verletzte oder ohnmächtige Personen rechtzeitig gezielt gerettet werden können. Es wäre aber auch möglich, die Kamera zur Personenzählung zu verwenden.

Alternativ kann die Kamera 2 auch durch das Überschreiten eines Fluchtwegschwellwerts des Fluchtwegmelders F oder der Personenzählers P automatisch aktiviert werden und Bilder an die Zentrale 12 senden. Wesentlich ist, dass die beispielsweise durch einen Datenbus gebildete Verbindung zwischen Melder 1 und Zentrale 12 im Alarmierungsstadium nicht durch Bildsignale der Kamera 2 verstopft ist, so dass Alarmsignale von den diversen Sensoren jederzeit und ohne Verzögerung an die Zentrale 12 gelangen können. Andererseits ist es zu dem Zeitpunkt, wo die Sensoren angesprochen haben und bereits Brandalarm ausgelöst wurde, oder eine Fluchtwegalarmschwelle überschritten worden ist, wichtiger, dass der Einsatzleiter die Fluchtwege überwachen kann, weil dadurch die Möglichkeit der Rettung von Menschenleben drastisch verbessert wird.

Selbstverständlich muss die Kamera 2 nicht baulich mit dem Melder 1 verbunden, sondern kann auch in einem gewissen Abstand von diesem angeordent sein, was aber einen zusätzlichen Verdrahtungsaufwand erfordert. Als Kamera 2 wird vorzugsweise eine Kamera in CMOS-Technik verwendet, wobei der Prozessor des Melders 1 die von der Kamera aufgenommenen Bilder so komprimiert, dass diese mit einer Frequenz von etwa 5 Bildern pro Minute über einen üblichen Datenbus übertragen werden können, wobei die Übertragungsrate von der Belegung des Busses abhängig ist.

Die Zentrale 12 kann einen Rechner mit einer geeigneten Evakuierungssoftware enthalten, an welchen alle Personenzähler P und alle Brandmelder der Anlage, die Fluchtwegmelder F und die "normalen" Brandmelder. angeschlossen sind Ein für diese Zwecke geeignetes Software-Tool ist unter der Bezeichnung "Exodus" bekannt Im Alarmfall liefern die Brandmelder aktuelle Brand- und Fluchtwegdaten und die Personenzahler P ebenfalls aktuelle Fluchtwegdaten an den Rechner, welcher anhand dieser Daten die gunstigsten Fluchtwege berechnet und die Fluchtweganzeigen 13 entsprechend schaltet.

Die Zentrale 12 mit dem Rechner und den angeschlossenen peripheren Geräten bildet ein Evakuierungssystem, welches durch eine Brandsimulationssoftware ergänzt sein kann. Die letztere erlaubt im Nicht-Brandfall eine Simulation des Ernstfalls, was für die Planung der Anlage und der Fluchtwege oder bei neuer oder besonderer Nutzung von Räumen sehr nützlich sein kann.

Fig. 2 zeigt in einer schematischen Darstellung ein rechteckiges Stiegenhaus S, in welches vier Seitengänge G münden. Das Stiegenhaus S ist zu jedem Seitengang G durch eine Tür T abgeschlossen, zu deren beiden Seiten je eine Fluchtweganzeige 13 angeordnet ist. Die seitengangseitige Fluchtwegweganzeige ist jeweils mit 13 und die stiegenhausseitige mit 13' bezeichnet.

Im Stiegenhaus S und in den Seitengängen G sind ausserdem Fluchtwegmelder F installiert, wobei der oder die Fluchtwegmelder im Stiegenhaus S mit den seitengangseitigen Fluchtweganzeigen 13 verbunden sind. Jeder Fluchtwegmelder F in einem Seitengang G ist mit der an der Stiegenhausseite der den betreffenden Se-tengang abschliessenden Tür T angeordneten Fluchtweganzeige 13' verbunden.

In den Seitengängen G sind Personenzähler P angeordnet, die über den ihrer Nähe angeordneten Fluchtwegmelder F oder direkt mit der an der Stiegenhausseite der den betreffenden Seitengang G abschliessenden Tür T angeordneten Fluchtweganzeige 13' verbunden sind. Im Stiegenhaus S können ebenfalls Personenzähler P angeordnet sein; vorzugsweise wird aber der Personenfluss im Stiegenhaus S aus den Daten der in das Stiegenhaus S mündenden und von diesem abzweigenden Seitengänge G berechnet

Wenn der oder die Fluchtwegmelder F im Stiegenhaus S eine Überschreitung einer Fluchtwegalarmschwelle registrieren oder wenn die Werte der Personenzähler P auf eine Überfüllung des Stiegenhauses S hinweisen, dann werden alle zugeordneten seitengangseitigen Fluchtweganzeigen 13 auf unpassierbar geschaltet, womit der Zutritt von den Seitengängen G ins Stiegenhaus S gesperrt ist. Wenn ein Fluchtwegmelder F oder ein Personenzähler P in einem Seitengang G eine Überschreitung einer Fluchtwegalarmschwelle registriert. dann wird die Fluchtweganzeige 13' an der Stiegenhausseite der diesen Seitengang abschliessenden Tür T auf unpassierbar geschaltet und damit der Zugang zu diesem Seitengang gesperrt.

Das in erster Linie zur Erläuterung der Funktionsweise eines mit Fluchtwegmeldern und Personenählern ausgerüsteten Brandmeldesystems dienende Beispiet von Fig. 2 soll nicht als einschränkend verstanden werden. Es ist für den Fachmann klar, dass die Kommunikation zwischen Fluchtwegmeldern F und Personenzahlern P einerseits und Fluchtweganzeigen 13, 13' andererseits nicht auf die dargestellte direkte Verbindung beschrankt ist und auf vielerlei Arten realisiert werden kann. Wie schon erwähnt wurde, kann die Kommunikation auch über die Zentrale 12 (Fig. 1) und zusätzlich an die Feuerwehr erfolgen. Ebenso ist die Kommunikation nicht auf einen Datenbus beschränkt, sondern kann selbstverständlich auch drahtlos oder in einem sogenannten Hybridsystem erfolgen.

Es wird auch vorteilhaft sein, die Fluchtweganzeigen im ganzen Gebäude oder in den einzelnen Stockwerken oder Gebäudetrakten miteinander zu verbinden, und so die Möglichkeit zu schaffen, Befehle fur die Sperrung von Fluchtwegen von Fluchtweganzeige zu Fluchtweganzeige weiterzureichen, so dass sichergestellt ist, dass jeweils die vorderste Anzeige jedes Fluchtwegs dessen aktuellen Zustand anzeigt.


Anspruch[de]
  1. Brandmelder mit mindestens einem Sensor (6, 14, 15) zur Detektion von mindestens einer Brandkenngrösse und mit einer Auswerteschaltung (7). durch welche bei Überschreiten eines vorgegebenen ersten Wertes durch die jeweilige Brandkenngrösse ein Alarm ausgelöst wird, dadurch gekennzeichnet, dass durch den mindestens einen Sensor (6, 14, 15) zusätzlich eine Überwachung eines zweiten, höheren Wertes der jeweiligen Brandkenngrösse erfolgt, und dass bei Überschreiten dieses zweiten Wertes ein die Unbenützbarkeit des betreffenden Fluchtwegs anzeigendes Alarmsignal ausgelöst wird.
  2. Brandmelder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der genannte zweite Wert der Brandkenngrösse einen lebensbedrohenden Wert darstellt
  3. Brandmelder nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch optische und/oder akustische Anzeige- und/oder Alarmierungsmittel (13, 13'), welche durch das genannte Alarmsignal aktivierbar sind.
  4. Brandmelder nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Anzeige- und/oder Alarmierungsmittel (13, 13') an den Brandmeldern (F) vorgesehen sind.
  5. Brandmelder nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Anzeige- und/oder Alarmierungsmittel (13, 13') durch im Abstand von den Brandmeldern (F) installierte Fluchtweganzeigen gebildet sind.
  6. Brandmelder nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine Kamera (2) zur Überwachung des den Melder (F) umgebenden Raumes (G, S) und durch Mittel zur gesteuerten Überragung der von der Kamera (2) jeweils registrierten Bilder an eine zentrale Auswerte- und/oder Beobachtungsstation, welche vorzugsweise Teil der Zentrale (12) eines Brandmeldesystems bildet.
  7. Brandmelder nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Sensor durch einen Rauch- oder einen Brandgassensor (6 bzw. 14) gebildet ist.
  8. Brandmelder nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Sensor durch einen optischen Rauchsensor (6) gebildet ist, und dass der Brandmelder (F) ausserdem einen CO-Sensor (14) und/oder einen Temperatursensor (15) und/oder einen Sensor für den Strahlungsdruck aufweist.
  9. Brandmelder nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kamera (2) in einem mit dem Brandmelder mechanisch verbundenen Trager (16) installiert ist
  10. Brandmelder nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kamera (2) in einem vom Brandmelder räumlich getrennten Träger installiert ist.
  11. Brandmeldeanlage mit einer Zentrale (12), mit an diese angeschlossenen Brandmeldern, mit im Bereich der Fluchtwege angeordneten und nachfolgend als Fluchtwegmelder (F) bezeichneten Brandmeldern und mit einem Fluchtweganzeigesystem mit verstellbaren, durch die Fluchtwegmelder (F) gesteuerten Anzeigemitteln (13, 13'), dadurch gekennzeichnet, dass die Fluchtwegmelder (F) durch mindestens einen Sensor (6, 14, 15) für die Detektion von mindestens einer Brandkenngrösse aufweisende Brandmelder gebildet sind, welche bei Überschreiten eines vorgegebenen ersten Wertes durch die jeweilige Brandkenngrösse einen Alarm auslösen, und dass durch den mindestens einen Sensor (6, 14, 15) zusätzlich eine Überwachung eines zweiten, höheren Wertes der jeweiligen Brandkenngrösse erfolgt und bei Überschreiten dieses zweiten Wertes ein die Unbenützbarkeit des betreffenden Fluchtwegs anzeigendes Alarmsignal ausgelöst wird.
  12. Brandmeldeanlage nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Fluchtwege nachfolgend als Personenzähler (P) bezeichnete Mittel zur Überwachung des Personenflusses im jeweiligen Fluchtweg vorgesehen, und dass die Anzeigemittel (13, 13') anhand dieser Überwachung gesteuert sind.
  13. Brandmeldeanlage nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Fluchtwegmelder (F) und/oder die Personenzähler (P) direkt mit den jeweiligen Anzeigemitteln verbunden sind.
  14. Brandmeldeanlage nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Personenzähler (P) in die Fluchtwegmelder (F) integriert sind
  15. Brandmeldeanlage nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Fluchtwegmelder (F) mit einer Kamera (2) zur Videoüberwachung des zu überwachenden Raumes (G, S) ausgerüstet sind.
  16. Brandmeldeanlage nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Kamera (2) Teil eines mit dem Fluchtwegmelder (F) verbundenen Intrusionsmelders bildet.
  17. Brandmeldeanlage nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Personenzähler (P) mit den Fluchtwegmeldern (F) verbunden sind, und dass eine Übertragung der Signale der Personenzähler (P) an die Fluchtwegmelder (F) und von diesen an die Anzeigemittel (13, 13') und/oder an die Zentrale (12) erfolgt.
  18. Brandmeldeanlage nach einem der Ansprüche 12 bis 17, gekennzeichnet durch einen Rechner, an welchen alle Brandmelder (F) und Personenzähler (P) angeschlossen sind und aktuelle Brand- und Fluchtwegdaten liefern, wobei durch den genannten Rechner im Alarmfall eine Berechnung der günstigsten Fluchtwege und eine entsprechende Schaltung der Anzeigemittel (13, 13') erfolgt.
  19. Brandmeldeanlage nach Anspruch 13 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Personenzähler (P) lichtschranken- oder lichtvorhangartig ausgebildet und zur Zählung der ihren Detektionsbereich passierenden Personen ausgerüstet sind.
  20. Brandmeldeanlage nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Personenzähler (P) je durch zwei an einander gegenüberliegenden Wänden montierte aktive Infrarotmelder gebildet sind, die je eine aktive Lichtquelle und einen Empfänger mit einer Auswerteelektronik enthalten.
  21. Brandmeldeanlage nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Personenzähler (P) je durch einen an der Decke montierten aktiven Infrarotmelder gebildet sind, welcher eine aktive Lichtquelle und einen Empfänger mit einer Auswerteelektronik enthält.
  22. Brandmeldeanlage nach Anspruch 13 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Personenzählung durch Bildverarbeitung erfolgt.
Anspruch[en]
  1. Fire detector having at least one sensor (6, 14, 15) for detecting at least one fire characteristic and having an evaluation circuit (7) by means of which an alarm is triggered when a predetermined first value is exceeded by the respective fire characteristic,characterized in that a second, higher value of the respective fire characteristic is additionally monitored by the at least one sensor (6, 14, 15) and in that, if said second value is exceeded, an alarm signal is triggered to indicate that the affected escape route is unusable.
  2. Fire detector according to claim 1, characterized in that said second value of the fire characteristic is a life-threatening value.
  3. Fire detector according to claim 1 or 2, characterized by visual and/or audible indicating and/or alarm means (13, 13') that can be activated by said alarm signal.
  4. Fire detector according to claim 3, characterized in that said indicating and/or alarm means (13, 13') are/is provided on the fire detectors (F).
  5. Fire detector according to claim 3, characterized in that said indicating and/or alarm means (13, 13') are/is formed by escape route indicators installed at a distance from the fire detectors (F).
  6. Fire detector according to claim 3, characterized by a camera (2) for monitoring the space (G, S) surrounding the detector (F) and by means for the controlled transmission of the respective images recorded by the camera (2) to a central evaluation and/or observation station that preferably forms part of the control centre (12) of a fire detector system.
  7. Fire detector according to one of claims 1 to 6,characterized in that the at least one sensor is formed by a smoke and/or combustion gas sensor (6 or 14).
  8. Fire detector according to claim 7, characterized in that the at least one sensor is formed by an optical smoke sensor (6) and in that the fire detector (F) comprises, in addition, a CO sensor (14) and/or a temperature sensor (15) and/or a sensor for the radiation pressure.
  9. Fire detector according to claim 6, characterized in that the camera (2) is installed in a carrier (16) mechanically connected to the fire detector.
  10. Fire detector according to claim 6, characterized in that the camera (2) is installed in a carrier that is spatially separated from the fire detector.
  11. Fire detection system having a control centre (12), having fire detectors connected thereto, having fire detectors disposed in the region of the escape routes and hereinafter denoted as escape route detectors (F), and having an escape route indicating system comprising adjustable indicating means (13, 13') controlled by the escape route indicators (F), characterized in that the escape route detectors (F) are formed by fire detectors that have at least one sensor (6, 14, 15) for the detection of at least one fire characteristic and that trigger an alarm when a predetermined first value is exceeded by the respective fire characteristic, and in that a second, higher value of the respective fire characteristic is additionally monitored by the at least one sensor (6, 14, 15) and, if said second value is exceeded, an alarm signal is triggered to indicate that the affected escape route is unusable.
  12. Fire detection system according to claim 11,characterized in that, in the region of the escape routes, means hereinafter called people counters (P) are provided in the respective escape route for monitoring the flow of people and in that the indicating means (13, 13') are controlled by means of said monitoring.
  13. Fire detection system according to claim 12,characterized in that the escape route detectors (F) and/or the people counters (P) are/is connected directly to the respective indicating means.
  14. Fire detection system according to claim 13,characterized in that the people counters (P) are integrated into the escape route detectors (F).
  15. Fire detection system according to any of claims 11 to 14, characterized in that the escape route detectors (F) are equipped with a camera (2) for the video monitoring of the space (G, S) to be monitored.
  16. Fire detection system according to claim 15,characterized in that the camera (2) forms part of an intrusion detector connected to the escape route detector (F).
  17. Fire detection system according to claim 13,characterized in that the people counters (P) are connected to the escape route detectors (F) and in that the signals from the people counters (P) are transmitted to the escape route detectors (F) and from there to the indicating means (13, 13') and/or to the control centre (12).
  18. Fire detection system according to any of claims 12 to 17, characterized by a computer to which all the fire detectors (F) and people counters (P) are connected and supply currently applicable fire and escape route data, the most favourable escape routes being calculated and the indicating means (13, 13') being accordingly switched by said computer in the event of an alarm.
  19. Fire detection system according to claim 13 or 17,characterized in that the people counters (P) are designed in the manner of light barriers or light curtains and are equipped for counting the people passing through their range of detection.
  20. Fire detection system according to claim 19,characterized in that the people counters (P) are each formed by two active infrared detectors that are mounted on mutually opposed walls and each contain an active light source and a receiver with an electronic evaluation unit.
  21. Fire detection system according to claim 19,characterized in that the people counters (P) are each formed by an active infrared detector that is mounted on the ceiling and contains an active light source and a receiver with an electronic evaluation unit.
  22. Fire detection system according to claim 13 or 17,characterized in that the people are counted by image processing.
Anspruch[fr]
  1. Avertisseur d'incendie comprenant au moins un détecteur (6, 14, 15) pour détecter au moins une grandeur caractéristique d'incendie et un circuit d'interprétation (7) grâce auquel une alarme est déclenchée lorsqu'une première valeur prédéfinie est dépassée par la grandeur caractéristique d'incendie en question, caractérisée en ce qu'en outre la surveillance d'une deuxième valeur plus élevée de la grandeur caractéristique d'incendie en question a lieu par le détecteur au moins au nombre d'un (6, 14, 15) et qu'un signal d'alarme indiquant que l'issue de secours en question est impraticable est déclenché lorsque cette deuxième valeur est dépassée.
  2. Avertisseur d'incendie selon la revendication 1 caractérisé en ce que ladite deuxième valeur de la grandeur caractéristique d'incendie représente une valeur qui met la vie en danger.
  3. Avertisseur d'incendie selon la revendication 1 ou 2 caractérisé par des moyens d'affichage et/ou d'alarme (13, 13') optiques et/ou acoustiques qui peuvent être activés par ledit signal d'alarme.
  4. Avertisseur d'incendie selon la revendication 3 caractérisé en ce que lesdits moyens d'affichage et/ou d'alarme (13, 13') sont prévus sur les avertisseurs d'incendie (F).
  5. Avertisseur d'incendie selon la revendication 3 caractérisé en ce que lesdits moyens d'affichage et/ou d'alarme (13, 13') sont formés par des affichages d'issues de secours installés à distance des avertisseurs d'incendie (F).
  6. Avertisseur d'incendie selon la revendication 3 caractérisé par une caméra (2) destinée à surveiller l'espace (G, S) avoisinant l'avertisseur (F) et par des moyens pour transmettre de façon commandée les images à chaque fois enregistrées par la caméra (2) à un poste d'interprétation et/ou d'observation qui fait de préférence partie de la centrale (12) d'un système avertisseur d'incendie.
  7. Avertisseur d'incendie selon l'une des revendications 1 à 6 caractérisé en ce que le détecteur au moins au nombre d'un est formé par un détecteur de fumée ou de gaz d'incendie (6 ou 14).
  8. Avertisseur d'incendie selon la revendication 7 caractérisé en ce que le détecteur au moins au nombre d'un est formé par un détecteur de fumée (6) optique et que l'avertisseur d'incendie (F) présente en outre un détecteur de CO (14) et/ou un détecteur de température (15) et/ou un détecteur pour la pression d'irradiation.
  9. Avertisseur d'incendie selon la revendication 6 caractérisé en ce que la caméra (2) est installée dans un support (16) mécaniquement lié à l'avertisseur d'incendie.
  10. Avertisseur d'incendie selon la revendication 6 caractérisé en ce que la caméra (2) est installée dans un support (16) spatialement séparé de l'avertisseur d'incendie.
  11. Installation d'avertisseurs d'incendie avec une centrale (12), comprenant des avertisseurs d'incendie qui lui sont raccordés, ayant des avertisseurs d'incendie placés dans la zone des issues de secours et appelés dans ce qui suit avertisseurs d'issue de secours (F) et un système d'affichage des issues de secours ayant des moyens d'affichage réglables commandés par les avertisseurs d'issue de secours (F) caractérisée en ce que les avertisseurs d'issue de secours (F) sont formés par au moins un détecteur (6, 14, 15) pour détecter au moins un avertisseur d'incendie qui présente une grandeur caractéristique d'incendie et qu'ils déclenchent une alarme lorsqu'une première valeur prédéfinie est dépassée par la grandeur caractéristique en question et en ce qu'une surveillance supplémentaire d'une deuxième valeur plus élevée de la grandeur caractéristique d'incendie en question est réalisée par le détecteur (6, 14, 15) au mois au nombre d'un et qu'un signal d'alarme indiquant que l'issue de secours en question est impraticable est déclenché lorsque cette deuxième valeur est dépassée.
  12. Installation d'avertisseurs d'incendie selon la revendication 11caractérisée en ce que dans la zone des issues de secours sont prévus des moyens appelés compteurs de personnes (P) destinés à surveiller le flux des personnes dans chaque issue de secours et que les moyens d'affichage (13, 13') sont commandés à l'aide de cette surveillance.
  13. Installation d'avertisseurs d'incendie selon la revendication 12caractérisée en ce que les avertisseurs d'issue de secours (F) et/ou les compteurs de personnes (P) sont directement reliés aux moyens d'affichage concernés.
  14. Installation d'avertisseurs d'incendie selon la revendication 13caractérisée en ce que les compteurs de personnes (P) sont intégrés à l'avertisseur d'issue de secours (F).
  15. Installation d'avertisseurs d'incendie selon l'une des revendications 11 à 14 caractérisée en ce que les avertisseurs d'issue de secours (F) sont munis d'une caméra (2) pour la surveillance vidéo de l'espace (G, S) à surveiller.
  16. Installation d'avertisseurs d'incendie selon la revendication 15caractérisée en ce que la caméra (2) forme une partie d'un avertisseur d'intrusion relié à l'avertisseur d'issue de secours (F).
  17. Installation d'avertisseurs d'incendie selon la revendication 13caractérisée en ce que les compteurs de personnes (P) sont reliés aux avertisseurs d'issue de secours (F) et qu'on réalise une transmission des signaux des compteurs de personnes (P) aux avertisseurs d'issue de secours (F) et de ceux-ci aux moyens d'affichage (13, 13') et/ou à la centrale (12).
  18. Installation d'avertisseurs d'incendie selon l'une des revendications 12 à 17 caractérisée par un ordinateur auquel tous les avertisseurs d'incendie (F) et tous les compteurs de personnes (P) sont reliés et fournissent les données actuelles sur l'incendie et les issues de secours, un calcul des issues de secours les plus favorables et une connexion correspondante des moyens d'affichage (13, 13') étant réalisé par cet ordinateur en cas d'alarme.
  19. Installation d'avertisseurs d'incendie selon la revendication 13 ou 17caractérisée en ce que les compteurs de personnes (P) sont structurés sous forme de barrières lumineuses ou de rideaux lumineux et sont conçus pour compter les personnes qui passent dans leur zone de détection.
  20. Installation d'avertisseurs d'incendie selon la revendication 19caractérisée en ce que les compteurs de personnes (P) sont chacun formés de deux avertisseurs infrarouges actifs qui sont montés sur des murs opposés et qui contiennent chacun une source lumineuse active et un récepteur avec un système électronique d'interprétation.
  21. Installation d'avertisseurs d'incendie selon la revendication 19caractérisée en ce que les compteurs de personnes (P) sont chacun formés d'un avertisseur infrarouge actif qui est monté au plafond et qui contient une source lumineuse active et un récepteur avec un système électronique d'interprétation.
  22. Installation d'avertisseurs d'incendie selon la revendication 13 ou 17caractérisée en ce que le compte des personnes est réalisé par traitement des images.






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