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Dokumentenidentifikation DE10116040C2 18.06.2003
Titel Deckenleuchte mit einer Halogenlampe
Anmelder Halemeier GmbH & Co. KG, 32120 Hiddenhausen, DE
Erfinder Halemeier, Eckhard, 32120 Hiddenhausen, DE
Vertreter TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte, 33617 Bielefeld
DE-Anmeldedatum 30.03.2001
DE-Aktenzeichen 10116040
Offenlegungstag 10.10.2002
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 18.06.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.06.2003
IPC-Hauptklasse F21V 13/08
IPC-Nebenklasse F21V 13/10   F21V 7/09   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Deckenleuchte mit einer Halogenlampe, die ein lichtstreuendes Element und ein lichtbündelndes Element aufweist, die so in Bezug auf die Halogenlampe angeordnet sind, daß sich eine Wendel der Halogenlampe im Fokus des lichtbündelnden Elements befindet und ein Teil des Lichts durch das lichtstreuende Element zur Decke abgelenkt wird.

Eine Deckenleuchte, die einen gebündelten Lichtstrahl nach unten abgibt und zugleich einen Teil des Lichts auskoppelt und nach oben ablenkt, so daß ein Deckenfluter gebildet wird, ist aus DE 36 33 976 A1 bekannt. Diese seitlich blendungsbegrenzte Deckenleuchte hat einen herabgezogenen Spiegelreflektor, dessen unterer Rand einen Lichtstreukörper aufweist. Ein Nachteil dieser Deckenleuchte sind die Einschränkungen der ästhetischen und lichttechnischen Gestaltungsmöglichkeiten durch die verwendete Anordnung. Ein weiterer Nachteil ist, daß für die Ausleuchtung mit dem gebündelten Licht, dem sogenannten Spotlight, nur ein Teil des abgestrahlten Lichtes zur Verfügung steht.

Aus DE 197 54 444 A1 ist die Verwendung einer Doppelwendel-Halogenlampe in einer Taschenlampe bekannt, so daß je nach Ausführung zwei verschieden reichweitige Lichtkegel erzeugt werden können oder die zweite Wendel eine monochrom lichtdurchlässige Ringmantelfläche am Lampenkörper durchstrahlt.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Deckenleuchte zu schaffen, mit der sich mit einfachen Mitteln unter Verwendung eines lichtstreuenden und eines lichtbündelnden Elementes ästhetisch ansprechende und lichttechnisch erwünschte Beleuchtungseffekte erzielen lassen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch Einsatz einer Doppelwendel- Halogenlampe, die zwei Wendeln in einem gemeinsamen Lampenkolben aufweist, wobei das lichtstreuende Element und das lichtbündelnde Element so in bezug auf die Halogenlampe angeordnet sind, daß sich eine der Wendeln im Fokus des lichtbündelnden Elements befindet, während das Licht der anderen Wendel vorwiegend auf das lichtstreuende Element fällt.

Als Beispiel für ein lichtbündelndes Element soll im folgenden ein Parabolreflektor betrachtet werden. Andere Beispiele sind Sammellinsen, Fresnel-Linsen, holografische Linsen und dergleichen. Bei dem lichtstreuenden Element im Sinne der Erfindung kann es sich beispielsweise um eine Streuscheibe, eine lichtstreuende Lampenkuppel, einen Lampenschirm, ein Lichtsegel oder auch einen Reflektor handeln.

Die Erfindung bietet die Möglichkeit, mit einer einzigen Halogenlampe einerseits, mit Hilfe des lichtbündelnden Elements, einen scharf gebündelten Lichtkegel und andererseits, mit Hilfe des lichtstreuenden Elements, eine diffusere Hintergrundbeleuchtung zu erzeugen.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Bevorzugt sind das lichtbündelnde Element und das lichtstreuende Element konzentrisch auf der Achse der Halogenlampe angeordnet. Das lichtbündelnde Element kann dabei in eine Öffnung des lichtstreuenden Elements eingelassen sein. Dabei kann das lichtstreuende Element so ausgebildet sein, daß es das Licht der zweiten Wendel vorwiegend in eine Richtung streut oder reflektiert, die der Abstrahlrichtung des lichtbündelnden Elements entgegengesetzt ist.

Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnung näher erläutert.

Die einzige Zeichnungsfigur zeigt einen axialen Schnitt durch die Leuchte.

Im gezeigten Beispiel weist die Leuchte ein an sich bekanntes Einbaugehäuse 10 auf, das so in eine topfförmige Einbauöffnung einer Zimmerdecke oder dergleichen eingelassen werden kann, daß der Rand der Einbauöffnung durch einen Abdeckring 12 verblendet wird. Ein Fassungsträger 14 ragt axial aus dem Einbaugehäuse 10 heraus und trägt eine auf der Achse des Einbaugehäuses angeordnete, in eine Fassung 16 eingesteckte Halogenlampe 18, bei der es sich hier um eine handelsübliche Doppelwendel-Halogenlampe mit zwei axial hintereinander liegenden Wendeln 20, 22 handelt.

Der Fassungsträger 14 ist von einem rohrförmigen Halter 24 umgeben, der mit nicht gezeigten, in Querbohrungen 26 eingeschraubten Klemmschrauben am Fassungsträger 14 befestigt ist. Am unteren Ende des Halters 24 ist eine linsenförmige lichtstreuende Kuppel 28 befestigt, die beispielsweise aus trübem Glas besteht. An der Unterseite der Kuppel 28, die eine Mittelöffnung 30 aufweist, ist ein beispielsweise aus dünnem Blech gebildeter ringförmiger Schirm 32 befestigt, der mit seinem äußeren Bereich flächig an der Unterseite der Kuppel 28 anliegt und in der Mitte eine Einstülpung 34 aufweist, die durch die Mittelöffnung 30 in das Innere der Kuppel 28 hineinragt. Die Einstülpung 34 bildet einen Sitz für einen Parabolreflektor 36, der mit einem umgebördelten oberen Rand 38 am inneren Rand der Einstülpung 34 befestigt ist.

Die Geometrien der Kuppel 28, der Einstülpung 34 des Schirms 32 und des Reflektors 36 sind so gewählt, daß die untere Wendel 20 der Halogenlampe 18 im Fokus des Parabolreflektors 36 liegt und der obere Rand des Parabolreflektors 36 in der Höhe zwischen der unteren Wendel 20 und der oberen Wendel 22 liegt. Das Licht der oberen Wendel 22 wird daher nur zu einem geringen Teil durch den Parabolreflektor 36 hindurch abgestrahlt und fällt größtenteils außerhalb des Parabolreflektors 36 auf die Wand der Kuppel 28, so daß es durch das Material der Kuppel diffus gestreut wird. Der Schirm 32 verhindert, daß sich das auf den unteren Teil der Kuppel 28 fallende Licht weiter nach unten ausbreitet, und wirft dieses Licht nach oben zurück, so daß es erneut durch die obere Wand der Kuppel 28 gestreut wird und in einem diffusen, stark divergenten Lichtkegel unter die Zimmerdecke fällt, in die das Einbaugehäuse 10 eingelassen ist.

Die Kuppel 28 und der Schirm 32 bilden somit zusammen ein lichtstreuendes Element, das hier zusammen mit der oberen Wendel 22 der Halogenlampe die Funktion eines Deckenfluters erfüllt. Der Parabolreflektor 36 bildet dagegen ein lichtbündelndes Element, das zusammen mit der unteren Wendel 20 der Halogenlampe als Spotlight dient und einen relativ scharf gebündelten Strahl erzeugt, der nach unten aus der Leuchte austritt.

Der Begriff "Parabolreflektor" ist hier nicht so zu verstehen, daß der Reflektor 36 exakt die geometrische Form eines Paraboloids haben muß. Entsprechend ist auch der Begriff "Fokus" im Sinne der Erfindung nicht so zu verstehen, daß dieser Fokus genau im geometrischen Brennpunkt des Paraboloids liegen muß.

Vielmehr ist der Parabolreflektor 36, wie bei Strahlerleuchten üblich, so berechnet, daß er das Licht einer im Idealfall punktförmigen, im Fokus befindlichen Lichtquelle zu einem Strahl mit einer gewünschten Divergenz und einer gewünschten Helligkeitsverteilung bündelt. So kann es sich bei dem Parabolreflektor 36 um einen herkömmlichen Reflektor handeln, der für eine Halogenlampe mit einer einzigen Wendel berechnet ist. In der hier beschriebenen Leuchte ist der Parabolreflektor 36 dann so angeordnet, daß die Position der unteren Wendel 20 der Position dieser einzigen Wendel entspricht, für die der Reflektor berechnet ist.

Da die Kuppel 28 eine linsenförmige Gestalt hat und der Schirm 32 flächig an der Unterseite der Kuppel anliegt, hat auch der Schirm 32 annähernd die Form eines Parabolreflektors, und die obere Wendel 22 befindet sich im wesentlichen im Fokus dieses Reflektors. So kann auch die Lichtkurve des durch den Parabolreflektor nach oben abgestrahlten Lichts gezielt gesteuert werden, wobei allerdings die Konturen des Strahlkegels durch die Lichtstreuung an der Kuppel 28 aufgeweicht werden.

Wahlweise kann die Kuppel 28 jedoch auch aus transparentem Material bestehen oder durch einzelne relativ dünne Haltearme ersetzt werden, die den Schirm 32 mit dem Halter 24 verbinden. In diesem Fall würde das lichtstreuende Element allein durch den Schirm 32 gebildet. Umgekehrt ist es auch möglich, den Außendurchmesser des Schirms 32 so zu verringern, daß dieser Schirm im wesentlichen nur noch zur Befestigung des Parabolreflektors 36 dient und ein wesentlicher Teil des von der Wendel 22 abgestrahlten Lichts auch nach unten, durch die untere Wand der Kuppel 28 hindurch abgestrahlt werden kann. In diesem Fall würde das lichtstreuende Element allein durch die Kuppel 28 gebildet.


Anspruch[de]
  1. 1. Deckenleuchte mit einer Halogenlampe (18), die ein lichtstreuendes Element (28, 32) und ein lichtbündelndes Element (36) aufweist, die so in Bezug auf die Halogenlampe (18) angeordnet sind, daß sich mindestens eine Wendel (20) der Halogenlampe (18) im Fokus des lichtbündelnden Elements (36) befindet und ein Teil des Lichts durch das lichtstreuende Element (28, 32) zur Decke abgelenkt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Halogenlampe (18) zwei Wendeln (20, 22) in einem gemeinsamen Lampenkolben aufweist und das Licht der zweiten Wendel (22) vorwiegend auf das lichtstreuende Element (28, 32) fällt.
  2. 2. Deckenleuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das lichtstreuende Element (28, 32) und das lichtbündelnde Element (36) koaxial zueinander und zu der Halogenlampe (18) angeordnet sind.
  3. 3. Deckenleuchte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das lichtbündelnde Element (36) in einer Öffnung (30) des lichtstreuenden Elements (28, 32) gehalten ist.
  4. 4. Deckenleuchte nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das lichtbündelnde Element ein Parabolreflektor (36) ist und daß das lichtstreuende Element einen Schirm (32) aufweist, an dem der Parabolreflektor (36) befestigt ist.
  5. 5. Deckenleuchte nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schirm (32) eine Einstülpung (34) aufweist, die einen Sitz für den Parabolreflektor (36) bildet.
  6. 6. Deckenleuchte nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Parabolreflektor (36) an seinem die Halogenlampe (18) umgebenden Ende einen umgebördelten Rand (38) aufweist, mit dem er an dem Schirm (32) befestigt ist.
  7. 7. Deckenleuchte nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das lichtstreuende Element eine Kuppel (28) aus lichtstreuendem Material aufweist, die zumindest die zugehörige Wendel (22) der Halogenlampe (18) aufnimmt.
  8. 8. Deckenleuchte nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das lichtstreuende Element eine Kuppel (28) und einen an der Unterseite dieser Kuppel befestigten Schirm (32) aufweist.
  9. 9. Deckenleuchte nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kuppel (28) eine linsenförmige Gestalt hat und daß der Schirm (32) flächig an der Unterseite der Kuppel (28) anliegt und einen annähernd paraboloidförmigen Reflektor bildet.






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