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Dokumentenidentifikation DE10117311C1 18.06.2003
Titel Verfahren und Vorrichtung zum Führen bifilar zulaufender synthetischer Fäden
Anmelder Zinser Synthetics GmbH, 73061 Ebersbach, DE
Erfinder Feiler, Horst, 73035 Göppingen, DE
DE-Anmeldedatum 03.04.2001
DE-Aktenzeichen 10117311
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 18.06.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.06.2003
IPC-Hauptklasse D02J 1/00
IPC-Nebenklasse D02J 1/22   
Zusammenfassung Um an Ringzwirnmaschinen zum bifilaren thermischen Bearbeiten von synthetischen Fäden das bifilare Anlegen der Fäden an die Spindeln bei beheizter und laufender Maschine zu ermöglichen oder mindestens zu erleichtern, wird vorgeschlagen, die beiden bifilar laufenden Fäden zunächst nacheinander in ihren jeweiligen Ringläufer und in eine Absaugdüse einzuführen und sie dann einzeln nacheinander oder gemeinsam an eine Mitnahmeeinrichtung zu führen, durch die sie in der Drehbewegung der Spindeln mitgenommen werden.
Eine Vorrichtung zum Durchführen dieses Verfahrens weist an jeder Arbeitsstelle 1 eine Absaugdüse 30 und eine dieser benachbarte Trennvorrichtung 31 auf, die höhenverstellbar sind, eine Mitnahmevorrichtung 26 zum Fangen des Fadens 4, 5 an jeder Spindel 21 und ein bewegliches Fadenführorgan 43 zum Heranführen der Fäden an die Mitnahmevorrichtung.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft Verfahren an Streckzwirnmaschinen bei Partiewechsel, bei Fadenbruch oder bei Kopswechsel zum vorübergehenden selbsttätigen Abführen von bifilar laufenden Fäden, die - nachdem sie mittels einer handhabbaren Ansaugvorrichtung auf die laufenden Förderorgane wie Galetten aufgelegt worden sind - ständig zulaufen und mittels Absaugdüsen abgeführt werden, und zum selbsttätigen wieder Anlegen der Fäden an die Kopshülsen und eine Vorrichtung zum Durchführen dieser Verfahren.

Als bifilar wird eine Bearbeitung verstanden, bei der jeweils zwei Fäden parallel nebeneinander über Streckwalzen und Galetten, über Heizplatten und durch die Reckfelder einer Arbeitsstelle laufen. Erst am Ende des Bearbeitungsganges werden die beiden Fäden auseinander geführt und jeder für sich gedreht/gezwirnt und auf einen Kops aufgewunden. Mit dieser Arbeitsweise kann die erforderliche Zahl von Bearbeitungsorganen halbiert werden.

In der DE 42 33 637 C1 ist ein solches Verfahren an einer Einrichtung mit Spulvorrichtungen zum drehungslosen Aufwinden der Fäden und eine entsprechende Vorrichtung beschrieben

Der Erfindung war die Aufgabe gestellt, ein solches Verfahren mit dazugehöriger Vorrichtung Anwendung an bifilar arbeitenden Ringzwirnvorrichtungen anzugeben, die beheizten Streckvorrichtungen nachgeordnet sind und an denen die Fäden in der Regel stetig zulaufen.

An Aufwindevorrichtungen in Form von Ringzwirnvorrichtungen tritt gegenüber Spulvorrichtungen die Erschwernis auf, daß der Faden in den Ringläufer eingefädelt werden muß. Ringzwirnmaschinen zum Bearbeiten von kalt verstreckten synthetischen Fäden können wie Ringspinn- oder zwirnmaschinen zum Verarbeiten von Stapelfasern zum Auflegen und Einziehen der Fäden stillgesetzt werden. Maschinen zum warmen Recken von synthetischen Fäden dagegen können zum Auflegen der Fäden oder bei Kopswechsel nicht stillgesetzt werden, weil die Fäden sonst auf den beheizten Galetten oder Heizplatten aufschmelzen würden. Das Auflegen muß hier bei mit möglicherweise verminderter Geschwindigkeit laufender Maschine und damit weiter zulaufenden Fäden erfolgen. Dies erfordert insbesondere bei bifilar laufenden Fäden besondere Verfahrensweisen und Einrichtungen, da hier jeweils die beiden bifilar laufenden Fäden nebeneinander gehandhabt werden müssen.

Durch die Merkmale des Kennzeichens der Ansprüche 1 bzw. 2 und 3 wird diese Aufgabe gelöst. Diese Lösungen bieten den weiteren Vorteil, daß sie kein Unterwinden des Fadens auf die Spindel erfordern und daher auf die sog. Verlustrollen verzichtet werden kann, auf die diese Unterwindungen aufgebracht werden. Es entfallen demgemäß nicht nur diese Verlustrollen, sondern auch das zeitaufwendige und lästige Befreien derselben von den Unterwindungen.

Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen sind in den abhängigen Ansprüchen beschreiben.

Eine innerhalb eines Spinnringes angeordnete Absaugdüse und eine neben einem Spinnring angeordnete Trennvorrichtung zum Abschneiden des Fadens sind aus der DE-OS 16 85 884 bekannt.

In den Figuren der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung dargestellt und der Fadenlauf in aufeinanderfolgenden Phasen des erfindungsgemäßen Verfahrens wiedergegeben. Es zeigen

Fig. 1 bis 5 den Verfahrensablauf beim Auflegen des Fadens beim Einrichten einer Maschine, beim Beheben eines Fadenbruches oder bei Partiewechsel;

Fig. 6 bis 8 den Verfahrensablauf beim Kopswechsel;

Fig. 9 und 10 Draufsichten auf jeweils eine Zwirnvorrichtung;

Fig. 11 die Draufsicht auf ein Zwirnvorrichtungs-Paar weitgehend schematisiert.

Die Erfindung ist am Beispiel einer Streckzwirnmaschine dargestellt. Es versteht sich aber, das die Erfindung auch an einer Maschine zum andersartigen Bearbeiten endloser Fäden wie bspw. Falschdrahtzwirnmaschinen und an Maschinen zum Herstellen von Effektfäden wie etwa PSM (Peach Skin Memory) anwendbar ist.

Entsprechend der bifilaren Arbeitsweise sind jeder der Vielzahl von Arbeitsstellen 1 einer Maschine zwei Vorlagespulen 2 und 3 zugeordnet, von denen je ein endloser, multifiler Faden 4 und 5 ablaufen. Die Ablaufballone 6, 7 der Fäden 4, 5 werden durch Fadenführer 8 begrenzt. Den Fadenführern 8 können Fadenschneider 9 nachgeordnet sein, die durch Fadenfühler betätigbar sind, die auf Fadenbruch ansprechen und in die später erläuterten Fadenführer 23 integriert sein können.

Über einen weiteren Fadenführer 10 und einen Trennstift 11, der die beiden Fäden 4, 5 in gegenseitigem Abstand hält, laufen die Fäden einem aus Druckwalze 12 und Förderwalze 13 bestehenden Lieferwerk 14 zu. Dem Lieferwerk ist ein Umlenkstift 15 nachgeordnet, durch den die Ebene der nebeneinander laufenden Fäden um 90° in die Tangentialebene zweier nachgeordneter Galetten 16 und 17 gedreht wird. Den Galetten 16, 17 sind Verlegewalzen 18 zugeordnet, durch die Schlingen, mit denen die Fäden die Galetten und die Verlegewalzen mehrfach umschlingen, nebeneinander gelegt werden. Eine der Galetten 16 oder 17 oder beide seien als beheizt angenommen. Alternativ oder zusätzlich kann auch zwischen den Galetten 16, 17 eine Heizplatte vorgesehen sein, über die die Fäden 4, 5 laufen.

Von der zweiten Galette 17 laufen die Fäden 4, und 5 - nunmehr getrennt - über Fadenführer 23 zu Zwirnvorrichtungen 19 und 20, auf denen sie gezwirnt und aufgewunden werden. Die Zwirnvorrichtungen umfassen Zwirnspindeln 21, deren Antrieb durch Einzelelektromotoren oder Spindelbänder hier nicht dargestellt ist. Auf die Zwirnspindeln 21 sind Kopshülsen 22 abnehmbar aufgesteckt, auf denen die Fadenwicklung gebildet wird. Hierzu dienen auf Zwirnringen 24 umlaufende Ringläufer 25. Unterhalb der Kopshülsen 22 tragen die Zwirnspindeln 21 Mitnehmerscheiben 26, die am Umfang mit Mitnehmerkerben 27 zum Erfassen der Fäden 4, 5 versehen sind. Die Mitnehmerscheibe kann alternativ auch eine umlaufende Klemmnut aufweisen.

Jeder Zwirnspindel 21 ist eine Behandlungseinheit 29 zugeordnet, die eine Absaugdüse 30 und eine Trennvorrichtung 31 enthält, die an einem gemeinsamen Halter 32 befestigt sind. Der Halter 32 ist mittels eines mit Hilfsenergie verschiebbaren Arbeitselementes 33 - hier als pneumatische Kolben/Zylindereinheit dargestellt - vertikal verlagerbar. Die Trennvorrichtung 31 sei so ausgeführt, daß ihre mindestens eine scharfkantige Klinge 34 durch Höhenverschieben der Behandlungseinheit 29 an den vom Ringläufer 25 zur Zwirnspindel 21 laufenden Fadenabschnitt gebracht werden kann und so einen an ihr entlang geführten Faden abschneidet. Alternativ kann eine von zwei Klingen der Trennvorrichtung 31 mittels eines Betätigungselementes in einer Scherbewegung verschwenkbar sein. Auch andere, bekannte Trennvorrichtungen sind einsetzbar. Die Absaugdüse 30 ist über eine flexible Schlauchleitung mit einer hier nicht dargestellten Absaugvorrichtung verbunden.

Für die Bedienung der Vorrichtung ist ferner eine handhabbare Ansaugvorrichtung 38, eine sog. Injektorpistole, vorgesehen, durch deren Ansaugrohr 39 die Fäden 4, 5 angesaugt werden können. Das Ansaugen erfolgt durch Injektorwirkung mittels Druckluft, die durch eine Leitung 40 zuleitbar und mittels eines Drückers 41 steuerbar ist. Angesaugte Fäden werden in einem Abfallbehälter 42 gesammelt.

Zum erstmaligen Bestücken einer Arbeitsstelle 1 werden die beiden bifilar laufenden Fäden 4, 5 in geläufiger Weise hinter den Fadenschneidern 9 mit den Ansaugvorrichtung 38 erfaßt und über den Fadenführer 10 und den Trennstift 11 zwischen die - meist mit verringerter Geschwindigkeit laufenden - Walzen 12 und 13 des Lieferwerks 14 eingelegt. Dann werden sie um den Umlenkstift 15 gelegt und mehrfach um die ebenfalls laufenden Galetten 16 und 17 und Verlegewalzen 18 gewunden. Die Situation ist dann wie in Fig. 1 dargestellt.

Zum Einlegen der Fäden 4, 5 in die Zwirnvorrichtungen 19, 20 werden die Zwirnringe 24 in ihre gezeichnete Anspinnstellung gebracht und die Behandlungsvorrichtungen 29 in ihre obere Stellung angehoben. Dann wird die Ansaugvorrichtung 38 so geführt, daß einer der beiden in das Ansaugrohr 39 einlaufenden Fäden 4 oder S in den Fadenführer 23 bspw. der linken Zwirneinheit 19 eingelegt, in den Ringläufer 25 dieser Zwirneinheit eingefädelt und über die Absaugdüse 30 an der Klinge 34 der Trennvorrichtung 31 entlang geführt wird: Fig. 2. Dort wird er durchgeschnitten und das in das Ansaugrohr 39 laufende Trum in die Ansaugvorrichtung 38 gesaugt, das weiterhin von der Galette 17 und über den Ringläufer 25 zulaufende Trum wird in die Absaugdüse 30 gesaugt: Fig. 3. Zum Entlangführen des Fadens 4 an der Trennvorrichtung 31 wird der Ringläufer 25 in die der Absaugdüse 30 naheste Stellung auf den Zwirnring 24 geführt und durch den in die Absaugdüse laufenden Faden dort gehalten.

Sodann wird dieser Bewegungsablauf mit dem im Ansaugrohr 39 der Ansaugvorrichtung 38 verbliebenen Faden 5 wiederholt: Fig. 3.

Nunmehr werden die Behandlungsvorrichtungen 29 so weit abgesenkt, daß zwischen Ringläufer 25 und Absaugdüse 30 zunächst der linken Zwirnvorrichtung 19 ein bspw. von Hand geführtes Fadenführorgan 43 eingeführt und der Faden 4 mit diesem so gegen die Zwirnspindel 21 ausgelenkt werden kann, daß er in den Umfangsbereich der mit dieser umlaufenden Mitnehmerscheibe 26 gerät und von einer ihrer Mitnehmerkerben 27 erfaßt wird: Fig. 4. Dadurch wird das vom Ringläufer 25 kommende Fadentrum auf die Kopshülse 22 aufgewunden, das zur Absaugdüse 30 laufende Fadentrum gerät in den Bereich der Trennvorrichtung 31, wird abgeschnitten und abgesaugt. Das Fadenführorgan 43 kann eine den Faden 4, 5 führende, etwa sichelförmige Leitkante aufweisen.

Wenn das Aufwinden eines der Fäden 4, 5 oder beider bifilar laufender Fäden auf die Kopshülse 22 begonnen hat, können die Zwirnringe 24 wieder angehoben und in geläufiger Weise mit der auf und ab bewegten Ringschiene gekuppelt werden, um Wulstbildung auf den Kopshülsen zu vermeiden.

Anstelle des von Hand geführten Fadenführorgans 43 kann auch ein angebautes, mechanisch betätigbares Fadenführorgan eingesetzt werden. Hierbei können die Fadenführorgane beider Zwirneinheiten 19 und 20 gleichzeitig wirksam werden, was den Ansetzvorgang erheblich zu verkürzen gestattet.

Wie aus Fig. 9 erkennbar, ist hierzu hinter der Zwirnspindel 21 auf der Spindelbank 44 in Lagern 45 eine Schubstange 46 verschiebbar geführt, an der ein in seinem vorderen Abschnitt sichelförmig an den Umfang der Mitnehmerscheibe 26 angepaßtes und unterhalb derselben liegendes Fadenführorgan 43' sitzt. Das Fadenführorgan 43' und mit ihm die Schubstange 46 können an einem Drücker 47 gegen die Wirkung einer Feder 48, die sich an einem der Lager 45 und einer auf der Schubstange befestigten Tragschelle 49 des Fadenführorgans abstützt, nach rechts gedrückt werden. Dabei wird der Faden 4 - wie in den Fig. 4 und 8 dargestellt - in den Bereich der Mitnehmerscheibe 26 geführt, von einer der Mitnehmerkerben 27 erfaßt und in der Drehung der Zwirnspindel 21 mitgenommen. Nach Loslassen des Drückers 47 drückt die Feder 48 das Fadenführorgan 43' wieder in die Ausgangsstellung in Anlage an das andere Lager 45 zurück.

Wie in Fig. 10 gezeigt, kann ein Fadenführorgan 43" auch schwenkbar am Halter 32 gelagert sein. Er ist dann mittels einer nicht dargestellten Drehfeder in der gestrichelt dargestellten Ruhestellung gehalten und kann zum Erfassen des Fadens 4, 5 durch eine Mitnehmerkerbe 27 der Mitnehmerscheibe 26 am Drücker 47 in die ausgezogen gezeichnete Stellung geschwenkt werden.

In weiterer Ausgestaltung der Vorrichtung kann gemäß Fig. 11 vorgesehen sein, daß die beiden Fadenführorgane 43 der beiden Zwirnvorrichtungen 19, 20, die jeweils die beiden bifilar behandelten Fäden aufnehmen, an einem gemeinsamen Rohr 50 befestigt sind, das auf einer Schub/Zugstange 51 ähnlich wie das Fadenführorgan 43' der Fig. 9 gegen die Wirkung einer Feder 48' nach rechts verschiebbar ist. Die Feder 48' drückt das Rohr 50 gegen eine Anschlagscheibe 52, die auf der Schub/Zugstange 51 befestigt ist. Die Schub/Zugstange 51 ist durch ein bei 53 angedeutetes pneumatisches Arbeitsorgan nach rechts verschiebbar.

Da beim Beheben eines Fadenbruches jeweils die beiden bifilar miteinander behandelten Fäden 4, 5 gemeinsam aufgelegt werden, ist es sinnvoll, diese beiden Fäden durch gemeinsames Bewegen der zugeordneten Fadenführorgane 43''' gleichzeitig in den Bereich der Mitnehmerscheiben 26 zu führen. Dabei wird nur das Rohr 50 bewegt, an dem diese beiden Fadenführorgane 43'''I sitzen.

Bei einem erstmaligen Auflegen aller Fäden 4, 5 einer Maschine oder bei Wieder-Anlegen aller Fäden nach einem Kopswechsel werden dagegen alle Fadenführorgane 43''' der Maschine durch Verschieben der Schub/Zugstange 51 mittels des Arbeitsorganes 53 gleichzeitig in den Wirkbereich der hier nicht eingezeichneten Mitnehmerscheiben bewegt.

Beim Bruch eines der bifilar bearbeiteten Fäden 4, 5 wird dieser Faden in aller Regel durch den Fadenschneider 9 vor dem Lieferwerk 14 abgeschnitten, um Wickelbildung im Lieferwerk oder im Reckfeld zu vermeiden. Da bifilar bearbeitete Fäden nicht einzeln aufgelegt werden können, muß spätestens zum Beheben des Fadenbruches auch der andere Faden abgeschnitten werden, um beide Fäden wie beim bereits beschriebenen erstmaligen Auflegen der Fäden gemeinsam wieder in das Lieferwerk und in das Reckfeld einlegen zu können.

Zum Anlegen der Fäden 4, 5 an die Kopshülsen 22 werden die Zwirnringe 24 der beiden zusammengehörigen Arbeitsstellen 1 von der auf und ab bewegten Ringschiene abgekuppelt und in die abgesenkte Stellung der Fig. 1 abgesenkt. Der weitere Verlauf des Behebens des Fadenbruches entspricht dann auch dem oben beschriebenen erstmaligen Auflegen der Fäden nach den Fig. 2 bis 5.

Beim Kopswechsel ist der Einsatz der Ansaugvorrichtung 38 nicht erforderlich. Hier können die Fäden 4, 5 durch Absenken der Zwirnringe 24 und Anheben der Behandlungseinheiten 29 so geführt werden, daß sie an die Trennvorrichtungen 31 laufen und getrennt und dann in die Absaugdüsen 30 abgesaugt werden: Fig. 6. Nunmehr können die Kopse 54 abgezogen und durch leere Kopshülsen 22 ersetzt werden: Fig. 7. Sodann werden die Behandlungsvorrichtungen 29 abgesenkt und die Fadenführorgane 43''' betätigt, um die Fäden 4, 5 an die Zwirnspindeln 21 zu führen: Fig. 8. Nach Abschneiden der zu den Absaugdüsen 30 laufende Fadentrume ist der Wechselvorgang beendet. Bezugszahlenliste 1 Arbeitsstelle

2, 3 Vorlagespulen

4, 5 Fäden

6, 7 Ablaufballone

8 Fadenführer

9 Fadenschneider

10 Fadenführer

11 Trennstift

12 Druckwalze

13 Förderwalze

14 Lieferwerk

15 Umlenkstift

16, 17 Galetten

18 Verlegewalze

19, 20 Zwirnvorrichtungen

21 Zwirnspindeln

22 Kopshülsen

23 Fadenführer

24 Zwirnring

25 Ringläufer

26 Mitnehmerscheibe

27 Mitnehmerkerben

28 Fadenführer

29 Behandlungseinheit

30 Absaugdüse

31 Trennvorrichtung

32 Halter

33 Arbeitselement

34 Klinge

38 Ansaugvorrichtung

39 Ansaugrohr

40 Leitung

41 Drücker

42 Abfallbehälter

43, 43', 43", 43''' Fadenführorgan

44 Spindelbank

45 Lager

46 Schub/Zugstange

47 Drücker

48 Feder

49 Tragschelle

50 Rohr

51 Schub/Zugstange

52 Anschlagscheibe

53 Arbeitsorgan

54 Kopse


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren an Streckzwirnmaschinen bei Partiewechsel oder nach Fadenbruch zum vorübergehenden selbsttätigen Abführen von bifilar laufenden Fäden, die - nachdem sie mittels einer handhabbaren Ansaugvorrichtung auf die laufenden Förderorgane wie Galetten aufgelegt worden sind - ständig zulaufen und mittels Absaugdüsen abgeführt werden, und zum selbsttätigen wieder Anlegen der Fäden an die Kopshülsen, dadurch gekennzeichnet, daß

    die beiden Fäden einer Arbeitsstelle mittels einer handhabbaren Ansaugvorrichtung zunächst nacheinander

    in den der jeweiligen Zwirnspindel zugeordneten Fadenführer eingeführt,

    in den Ringläufer seiner Zwirnspindel eingehängt,

    in die innerhalb des Spinnringes angeordnete Absaugdüse und

    über eine der Absaugdüse in Fadenlaufrichtung nachgeordnete, ihn abschneidende Trennvorrichtung geführt,

    und dann

    die beiden Fäden einzeln nacheinander oder gleichzeitig gemeinsam mittels eines beweglichen Fadenführorgans zwischen Ringläufer und Absaugdüse zu einer auf der Zwirnspindel angeordneten Mitnahmevorrichtung bewegt werden, durch die er bzw. sie in der Drehbewegung der Zwirnspindel mitgenommen wird bzw. werden

    und schließlich die von den Zwirnspindeln erfaßten Fäden über die Trennvorrichtungen geführt werden, so daß sie zwischen Kopswicklung und Absaugdüse getrennt werden.
  2. 2. Verfahren an Streckzwirnmaschinen bei Kopswechsel zum vorübergehenden selbsttätigen Abführen von bifilar laufenden Fäden, die durch die laufenden Förderorgane wie Galetten ständig zugeführt und mittels Absaugdüsen abgeführt werden, und zum selbsttätigen wieder Anlegen der Fäden an die Kopshülsen, dadurch gekennzeichnet, daß

    zunächst jeder der beiden Fäden in eine innerhalb des Spinnringes angeordnete Absaugdüse

    und über eine der Absaugdüse in Fadenlaufrichtung nachgeordnete, ihn abschneidende Trennvorrichtung geführt,

    nach Auswechseln der vollen Spulen gegen leere Hülsen die beiden Fäden aus ihren Absaugdüsen zu auf der Zwirnspindel angeordneten Mitnahmevorrichtungen bewegt werden, durch die sie erfaßt und in der Drehbewegung der Zwirnspindeln mitgenommen werden

    und schließlich die von den Zwirnspindeln erfaßten Fäden über die Trennvorrichtungen geführt werden, so daß sie zwischen Kopswicklung und Absaugdüse getrennt werden.
  3. 3. Vorrichtung an Streckzwirnmaschinen mit stetig zulaufenden Fäden, zum selbsttätigen Abführen der Fäden beim Auflegen nach Partiewechsel oder Fadenbruch oder beim Kopswechsel und zum selbsttätigen Anlegen der Fäden an die Kopshülse, dadurch gekennzeichnet, daß an jeder Arbeitsstelle (1)

    eine innerhalb des Zwirnringes (24) angeordnete, mit einer Saugvorrichtung verbundene, höhenverlagerbare Absaugdüse (30) für die Fäden (4, 5),

    eine der Absaugdüse in Fadenlaufrichtung nachgeordnete, höhenverstellbare Trennvorrichtung (31) zum Abschneiden der Fäden,

    eine auf der Zwirnspindel (21) angeordnete Mitnahmevorrichtung (26) zum Mitnehmen des Fadens in der Drehbewegung der Zwirnspindel und

    ein betätigbares Fadenführorgan (43, 43', 43", 43''') zum Überleiten des Fadens aus der Absaugdüse zur Mitnahmevorrichtung

    vorgesehen ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennvorrichtung (31) mindestens eine scharfkantige Klinge (34) aufweist, durch die ein an ihr entlang streifender Faden (4, 5) getrennt wird.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnahmevorrichtung als Mitnehmerscheibe (26) ausgebildet ist, die an ihrem Umfang mindestens eine den Faden (4, 5) erfassende Mitnehmerkerbe (27) aufweist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Fadenführorgan (43, 43', 43", 43''') als den Faden (4, 5) zwischen Absaugdüse (30) und Zwirnring (24) in den Bereich der Mitnahmevorrichtung führende Leitschiene ausgebildet ist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Fadenführorgan (43) als Handgerät ausgebildet ist.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Fadenführorgan (43") am Halter (32) der Absaugdüse (30) und/oder der Trennvorrichtung (31) angeordnet ist.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Fadenführorgan (43', 43''') an einem an der Spindelbank (44) verschiebbaren Element (46, 50) angeordnet ist.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das verschiebbare Element (50) mittels eines Arbeitsorganes (53) bewegbar ist.






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