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Dokumentenidentifikation DE10128286C2 18.06.2003
Titel Fahrzeugdach mit einer inneren Verkleidungsplatte
Anmelder Webasto Vehicle Systems International GmbH, 82131 Stockdorf, DE
Erfinder Bergmiller, Alexander, 86152 Augsburg, DE;
Zauner, Robert, 82178 Puchheim, DE;
Groh, Joachim, 84508 Burgkirchen, DE
Vertreter Patentanwälte Wiese & Konnerth, 82152 Planegg
DE-Anmeldedatum 12.06.2001
DE-Aktenzeichen 10128286
Offenlegungstag 02.01.2003
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 18.06.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.06.2003
IPC-Hauptklasse B60J 7/00
IPC-Nebenklasse B60J 7/043   B60R 13/02   

Beschreibung[de]

Die vorliegenden Erfindung betrifft ein Fahrzeugdach mit einer inneren Verkleidungsplatte gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Fahrzeugdächer mit einer festen oder bewegbaren Dachplatte weisen zum Fahrzeuginnenraum hin eine feste oder verschiebbare Verkleidungsplatte auf. Eine feste und eine verschiebbare Verkleidungsplatte ist beispielsweise aus der DE 199 07 333 C1 bekannt. Wenn diese zumindest teilweise lichtdurchlässig ist, besteht die Gefahr, dass durch eine Verschmutzung an der Oberseite im Laufe der Zeit die Lichtdurchlässigkeit abnimmt. Soll eine derartige Verkleidungsplatte gereinigt werden, so ist meistens ein kompletter Ausbau erforderlich, der in der Regel nur in einer Fachwerkstatt vorgenommen werden kann.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Fahrzeugdach zu schaffen, mittels dem eine leichtere Reinigung einer inneren Verkleidungsplatte möglich ist.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.

Dadurch, dass die innere Verkleidungsplatte mittels wenigstens einer Riegeleinrichtung und einer Absenkvorrichtung an einem benachbarten Teil des festen Fahrzeugdaches befestigt ist, kann diese leicht in eine Reinigungsstellung gebracht werden.

Die Absenkvorrichtung wird vorzugsweise von einer an einer Seite der Verkleidungsplatte angeordneten Scharniereinrichtung und einer an der gegenüberliegenden Seite angeordneten Aufhängung gebildet.

Die Aufhängung wird bevorzugt von zwei voneinander beanstandeten Seilen gebildet, die bevorzugt motorisch betätigbar sind.

Für eine motorische Bestätigung wird bevorzugt der Antrieb eines sonstigen Dachteils, wie beispielsweise einer verschiebbaren Himmelplatte, verwendet. Dabei wird bevorzugt ein Betätigungsbereich dieses Antriebs verwendet, in dem das sonstige Dachteil sich in einer Nullposition befindet. Die verschiebbare Himmelplatte ist dabei beispielsweise in ihrer Schließposition und ein mit einem zwischen den Antrieb und die Himmelplatte geschalteten Übertragungsorgan zusammenwirkender Mitnehmer wird von der Himmelplatte abgekoppelt und gerät in Wirkverbindung mit den Seilen der Absenkvorrichtung.

Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben, das in den beiliegenden Figuren schematisch dargestellt ist. Dabei zeigt:

Fig. 1 eine schematische perspektivische Ansicht eines Fahrzeugdachs ohne die äußere Dachplatte, wobei unter einem verschiebbaren Himmelteil eine weitere, in eine Reinigungsstellung vertikal bewegbare Verkleidungsplatte vorgesehen ist, und

Fig. 2 eine vergrößerte Detaildarstellung des Mitnehmers und des Absenkgleiters.

In Fig. 1 ist ein Fahrzeugdach schematisch, das heißt ohne außen liegende feste oder bewegliche Dachplatten dargestellt. Ein strichpunktiert angedeuteter Dachrahmen 1 dient zur Befestigung der festen Dachplatten bzw. zur Anbringung oder zur integrierten Bereitstellung von Führungsschienen für die Mechanik bewegbarer Dachplatten. Der Dachrahmen 1 dient durch Bereitstellung nicht dargestellter Führungsbahnen auch zur Führung eines Schiebehimmels 2. Der Schiebehimmel 2 greift zu diesem Zweck mit seitlichen Gleitelementen 12 in diese Führungsbahnen ein.

Der Schiebehimmel 2 ist im vorderen Bereich seitlich mit flexiblen Antriebskabeln 3 verbunden, die zug- und drucksteif ausgebildet und in entsprechenden nicht dargestellten Führungskanälen des Dachrahmens 1 bzw. der an diesem angeordneten zusätzlichen Führungsschienen geführt werden. In die Antriebskabel 3 greift ein Antriebsritzel 4 eines elektromotorischen Antriebs 5 ein, der am vorderen Querholm des Dachrahmens 1 befestigt ist.

Ausgehend vom Antriebsritzel 4 weist jedes der Antriebskabel 3 ein aktives Ende 3A auf, mit dem es mit dem Schiebehimmel 2 verbunden ist, und zur anderen Seite des Antriebsritzels 4 ein Auslaufende 3B, das normalerweise nur die benötigte Länge für die Verschiebebewegung des Schiebehimmels 2 bereitstellt und sonst keine Funktion hat. Im vorliegenden Fall übernimmt das Auslaufende 3B allerdings eine Betätigungsfunktion für das Absenken einer weiteren Verkleidungsplatte 9, die unterhalb des Schiebehimmels 2 angeordnet und deren Unterseite unmittelbar dem Fahrzeuginnenraum 13 zugeordnet ist.

Während der Schiebehimmel 2 an seiner Unterseite mit einer Leuchtfolie versehen ist, weist die weitere Verkleidungsplatte 9 eine bevorzugt variable, einstellbare Transparenz, Farbtönung und Musterauswahl aus, um im Fahrzeuginnenraum 13 wahlweise ein bestimmtes Ambiente erzeugen zu können.

Um die zumindest teiltransparente weitere Verkleidungsplatte 9 auch an ihrer Oberseite von nach längerem Gebrauch nahezu unvermeidbaren Verschmutzungen reinigen zu können, ist erfindungsgemäß vorgesehen, diese mit einer lösbaren Verriegelungseinrichtung 11 und mit einer Absenkvorrichtung an einem benachbarten festen Dachteil, wie dem Dachrahmen 1 zu befestigen.

Die Absenkvorrichtung besteht im dargestellten Ausführungsbeispiel aus zwei gegenüberliegend zu den Verriegelungseinrichtungen 11 angeordneten Scharniervorrichtungen 10, mittels derer die Verkleidungsplatte 9 schwenkbar an einer Längsseite des Dachrahmens 1 angelenkt ist. Die Absenkvorrichtung umfaßt ferner auf der Seite der Verriegelungseinrichtungen 11 eine Aufhängung, die im Ausführungsbeispiel von zwei voneinander beabstandeten Seilen 8 und einem am Dachrahmen 1 oder einer an diesem angeordneten Führungsschiene längsverschiebbar geführten Absenkgleiter 7 gebildet ist.

Beim Austreten aus den Führungen werden die Seile 8 vertikal nach unten umgelenkt. Ihr eines Ende ist mit der weiteren Verkleidungsplatte 9 verbunden, ihr anderes Ende mit dem Absenkgleiter 7, wie in Fig. 2 verdeutlicht. Die auf den Absenkgleiter 7 durch die Seile 8 einwirkende Gewichtskraft F der Verkleidungsplatte 9 tritt erst nach Lösen der Verriegelungseinrichtungen 11 auf. Vorher sind die Seile 8 spannungsfrei und der Absenkgleiter 7 bleibt von allein in seiner Position.

Der Schiebehimmel 2 wird im Normalbetrieb aus seiner gezeigten Schließposition, in der eine darüber liegende feste oder bewegbare transparente Dachplatte nach unten abdeckt, bei Bedarf in eine Öffnungsposition nach vorne (in Fig. 1 nach links) verfahren. Dabei dringt Tageslicht durch die transparente Dachplatte und die weitere Verkleidungsplatte 9, die bevorzugt aus Glas oder transparentem Kunststoff besteht, in den Fahrzeuginnenraum 13.

Soll die Oberseite der weiteren Verkleidungsplatte 9 von einer Verschmutzung gereinigt werden, so werden die Verriegelungseinrichtungen 11 manuell oder motorisch entriegelt, wodurch der Absenkgleiter 7 über die Seile 8 mit der Gewichtskraft F der Verkleidungsplatte 9 beaufschlagt wird und in Anlage an dem Mitnehmer 6 bleibt. Das Öffnen der Verriegelungseinrichtungen 11 ist nur in der gezeigten Schließstellung des Schiebehimmels 2 möglich, damit Mitnehmer 6 und Absenkgleiter 7 in Anlage sind und die Verkleidungsplatte 9 durch Betätigung des Antriebs 5 vom Auslaufende 3B gesteuert über die Seile 8 langsam an ihrer in der Fig. 1 linken Seite abgesenkt wird. Die rechte Seite der Verkleidungsplatte 9 wird dabei von den Scharniereinrichtungen 10 gehalten. Der sich zur linken Seite öffnende keilförmige Spalt zwischen festem Fahrzeugdach bzw. bewegbarer Dachplatte und der Verkleidungsplatte 9 wird durch das gleichzeitige nach vorne Verfahren des Schiebehimmels 2 noch vergrößert, so daß eine Reinigung der Oberseite der Verkleidungsplatte 9 bequem durchgeführt werden kann.

Nach dem Reinigungsvorgang wird der Schiebehimmel 2 wieder durch den Antrieb 5 in seine Schließposition verfahren, wobei die Seile 8 über den Absenkgleiter 7 und den Mitnehmer 6 am Auslaufende 3B die Verkleidungsplatte 9 wieder in ihre angehobene Normalposition zurückheben. Nach Schließen der Verriegelungsvorrichtungen 11 ist die Verkleidungsplatte 9 wieder fest mit dem Dachrahmen 1 verbunden.

Gemäß einer alternativen Ausführungsform können der Mitnehmer 6 und der Absenkgleiter 7 auch so gestaltet sein, dass diese nur bei einem Verfahren des Schiebehimmels 2 in eine vom Normalbetrieb abweichende Stellung miteinander gekuppelt werden, so daß der Antrieb 5 zum Anfahren der Reinigungsstellung der Verkleidungsplatte 9 einen besonderen Steuerimpuls erhalten muß, der bevorzugt mit dem Lösen der Verriegelungseinrichtungen 11 gekoppelt wird. Bezugszeichenliste 1 Dachrahmen

2 Schiebehimmel

3 Antriebskabel

3A aktives Ende von 3 (für die Betätigung von 2)

3B Auslaufende von 3 (für die Betätigung von 6 und 7)

4 Antriebsritzel

5 Antrieb

6 Mitnehmer

7 Absenkgleiter

8 Seil

9 Verkleidungsplatte

10 Scharniervorrichtung

11 Verriegelungseinrichtung

12 Gleitelemente (an 2)

13 Fahrzeuginnenraum


Anspruch[de]
  1. 1. Fahrzeugdach mit einer inneren Verkleidungsplatte, die das Fahrzeugdach zum Fahrzeuginnenraum hin abdeckt, dadurch gekennzeichnet, daß die Verkleidungsplatte (9) mit einem benachbarten Teil (1) des festen Fahrzeugdachs über wenigstens eine Riegeleinrichtung (11) und eine Absenkvorrichtung (7, 8, 10) verbunden ist.
  2. 2. Fahrzeugdach nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Absenkvorrichtung von einer an einer Seite der Verkleidungsplatte (9) angeordneten Scharniereinrichtung (10) und einer an der gegenüberliegenden Seite angeordneten Aufhängung (7, 8) gebildet wird.
  3. 3. Fahrzeugdach nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufhängung von zwei voneinander beanstandeten Seilen (8) gebildet wird.
  4. 4. Fahrzeugdach nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Absenkvorrichtung (7, 8) mittels eines motorischen Antriebs (5) betätigbar ist.
  5. 5. Fahrzeugdach nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb (5) zur Betätigung eines weiteren Teils (2) des Fahrzeugdachs dient.
  6. 6. Fahrzeugdach nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das weitere Teil ein Schiebehimmel (2) ist.
  7. 7. Fahrzeugdach nach Anspruch 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Absenkvorrichtung ein mit einem Antriebskabel (3) oder mit einem an diesem befestigten Mitnehmer (6) in Wirkverbindung bringbares Koppelteil (7) aufweist.
  8. 8. Fahrzeugdach nach Anspruch '7, dadurch gekennzeichnet, daß das Koppelteil (7) nur außerhalb des normalen Betätigungsweges des weiteren Teils (20 des Fahrzeugdachs eine Absenkbewegung der Verkleidungsplatte (9) ermöglicht.
  9. 9. Fahrzeugdach nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Riegeleinrichtung (11) auf der selben Seite der Verkleidungsplatte (9) angeordnet ist, wie die Aufhängung (8) der Absenkvorrichtung (7, 8, 10)






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