PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10159731A1 18.06.2003
Titel Spitzer für Kosmetikstifte
Anmelder Weckerle GmbH, 82362 Weilheim, DE
Erfinder Weckerle, Peter, 82362 Weilheim, DE
Vertreter Zipse & Habersack, 80639 München
DE-Anmeldedatum 05.12.2001
DE-Aktenzeichen 10159731
Offenlegungstag 18.06.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.06.2003
IPC-Hauptklasse B43L 23/08
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Spitzer für Stifte, insbesondere Kosmetikstifte (13), mit einer Mine (17), die von einer Hülse (19), z. B. aus Holz oder Kunststoff umgeben ist, umfassend eine zylindrische Führung (12), in der wenigstens ein Messer bzw. Schneide (14) zur Bearbeitung eines in die Führung eingeführten Kosmetikstiftes (13) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schneide (14) in einem radialen Abstand vom Zentrum der Führung (12) endet, der in etwa dem Radius der Mine (17) eines in die Führung (12) einzuführenden Stiftes (13) entspricht. Hierdurch wird ein Abbrechen der Mine beim Anspitzen des Stiftes verhindert.

Beschreibung[de]

Kosmetikstifte wie auch Malstifte werden bislang durch Spitzer geschärft, die eine über den gesamten radialen Bereich des Stiftes verlaufende Schneide aufweisen. Diese Schneide befindet sich an einem Konus, in den der anzuspitzende Stift eingeschoben wird. Die Schneide verläuft von einem axialen näher an der Öffnung der Führung gelegenen radial äußeren Punkt der Führung zu einem axial weiter entfernten zentralen Punkt in der Führung, so dass durch den Schneidvorgang der sogenannten Spitzerschneide eine kegelförmige Spitze des Stiftes entsteht. Ein Problem beim Spitzen ist die Tatsache, dass insbesondere bei weichen Stiften, wie Buntstiften und Kosmetikstiften, die Spitze beim Anspitzen sehr leicht abbricht. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn der Stift in dem Konus etwas azentrisch gedreht wird (taumelt). Dies führt in der Regel zum Abbrechen der Mine.

Die vorliegende Erfindung zielt auf die Schaffung eines Spitzers, der die Schärfung von Stiften auch mit weicheren Minen z. B. Kosmetikstiften erlaubt, wobei die Tendenz zum Abbrechen der Mine reduziert wird, selbst wenn die Durchmesser von Führung und Stift nicht exakt zueinander korrespondieren.

Bei einem Spitzer der eingangs genannten Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmalen des Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Erfindungsgemäß wird eine Schneide nur in dem Hülsenbereich und nicht im Minenbereich des Stiftes vorgesehen, wodurch die Vorderseite des Stiftes nur im Hülsenbereich kegelförmig geschärft wird. Konstruktionstechnisch bedeutet das, dass das Messer bzw. die Schneide in einem radialen Abstand von dem Zentrum der Führung endet, der etwa dem Radius einer Mine entspricht. Die exakte Lage des Stiftes relativ zum Spitzer bzw. zur Schneide wird durch eine zylindrische Führung gesichert, wodurch eine Biegebelastung des Stiftes und damit ein Abbrechen der Mine vermieden wird.

Die Mine wird somit beim Spitzen nicht gekürzt, wodurch sie nach Abtragen der Hülse durch die Schneide weiter aus der Hülse heraustritt. Wesentlich ist, dass beim Schärfen des Stiftes die Mine mit keinen Führungen oder Schneiden in Kontakt tritt, wodurch sie nicht abbrechen kann. Die nun hervorstehende Mine kann entweder so (ungeschärft) verwendet werden oder vorzugsweise durch eine nachgeordnete Schneide oder in einem separaten Vorgang allein gespitzt werden, wobei dann vorzugsweise eine Schneide verwendet wird, die federnd gegen die Mine von schräg vorne anliegt, so dass die Mine eher abgeschabt als abgeschnitten wird. Auf diese Weise wird die Mine schonend gespitzt und ist aufgrund der federnden Anlage der Schneide weniger anfällig, selbst bei leicht azentrischer Einführung des Stiftes.

Das erfindungsgemäße Schärfverfahren erlaubt somit ein separates zeitlich nachgeordnetes Schärfen der Minenspitze, nachdem die Hülse bereits bearbeitet worden ist.

Da von vornherein nicht bekannt ist, welchen Radius die Mine eines zu schärfenden Stiftes hat, kann der Minimaldurchmesser gängiger Minengrößen verwendet werden, oder der Spitzer wird zugeschnitten auf festgelegte Minengrößen (Durchmesser) wie 0,5, 1,0, 1,5 oder 2,0 mm, bei Kosmetikstiften bis 5 mm und mehr. Vorzugsweise kann die radiale Lage des Messers bzw. der Schneide auch verstellbar sein, um diesen unterschiedlichen Minengrößen Rechnung zu tragen. Die Stellpositionen sind dann vorzugsweise mit den entsprechenden Minengrößen gekennzeichnet.

Die Erfindung wird nachfolgend beispielsweise an Hand der schematischen beschrieben. In dieser zeigen:

Fig. 1 einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Spitzer zum Bearbeiten lediglich nur des Hülsenteils des Stiftes

Fig. 2 einen Längsschnitt durch den Stift gemäß der Linie B-B in Fig. 1,

Fig. 3 einen Längsschnitt durch den Stift gemäß der Linie C-C in Fig. 1,

Fig. 4 eine teilgeschnittene perspektivische Darstellung eines zweiten Spitzers für die Mine, und

Fig. 5 einen Längsschnitt durch den zweiten Spitzer gemäß Fig. 4.

Der Spitzer 10 hat ein in zylindrisches Gehäuse 11, in dem eine zylindrische Führung 12 zum Einführen eines Stiftes, z. B. eines Kosmetikstiftes vorgesehen ist. Der Stift 13 besteht aus einer Mine 17, die von einer Hülse 19 umgeben wird (Fig. 2 und 3). Einstückig mit der Führung 12 ist eine Messerhalterung 16 vorgesehen, welche zur Festlegung eines Messers 14 mittels einer Schraube 15 ausgebildet ist. Das Messer 14 hat eine Schneide, die zum Schneiden von Holz oder Kunststoff ausgebildet ist. Die Schneide erstreckt am vorderen Ende der Führung auf einer Kegelfläche (in Fig. 1 gestrichelt angedeutet). Statt eines Messers bzw. einer Schneide könnten auch zwei Messer oder Schneiden verwendet werden. Radial erstreckt sich von dem Messer 14 nach außen ein Spanabfuhrkanal 18, durch den die Späne bzw. Spitzerabfälle in den Innenraum zwischen dem Außenmantel des Gehäuses 11 und der Führung 12 abgeführt werden.

Beim Spitzen, welches durch Verdrehen des Messers 14 relativ zum Stift 13 erfolgt, wird somit nur das vordere Ende der Hülse 19 abgetragen, nicht jedoch die Mine 17 selbst. Diese ragt nach dem Spitzvorgang axial nach vorne aus der Hülse 19 heraus und kann in einem separaten Spitzer nachgespitzt werden oder in einer zweiten Schneide bzw. einem zweiten Spitzer 20, die in einer axial weiter hinten liegenden Stelle angeordnet ist. Dieser zweiter Spitzer 20, der vorzugsweise verwendet wird, ist in den Fig. 4 und 5 dargestellt. Der zweite Spitzer 20 ist in nicht dargestellter Weise fest oder beweglich an dem Gehäuse 11 gehalten. Falls er beweglich gehalten ist, ist vorzugsweise der in Stiftrichtung axiale Abstand zum Messer 14 einstellbar. Der zweite Spitzer kann auch durch Federkraft axial in Richtung auf das Messer 14 vorgespannt sein, und kann beim Einschieben oder Spitzen eines Stiftes durch die Mine 17 gegen die Kraft einer zwischen dem Gehäuse bzw. Messer 14 und dem zweiten Spitzer 20 wirkenden Feder wegschiebbar sein. Hierfür ist eine axiale Führung notwendig, wobei der Minimalabstand des zweiten Spitzers von dem Messer 14 vorzugsweise durch einen Anschlag begrenzbar ist.

Vorzugsweise ist der zweite Spitzer 20 auch etwas elastisch hinsichtlich seiner konzentrischen Lage zur Führung 12, jedoch verdrehfest gehalten, so dass ein leicht azentrisches Einführen eines Stiftes nicht zum Abbrechen der Mine 17 führt.

Der zweite Spitzer 20 hat eine weitere Führung 21 für die Mine 17 in Verlängerung der Führung 12. Am vorderen Ende der weiteren Führung 21 sind um 180 Grad versetzt zwei weitere Messer 22 angeordnet, die mit einem Feder/Klappmechanismus 23 an der weiteren Führung 21 bezüglich der Mine 17 radial nach innenfedernd angelenkt sind. Die weiteren Messer liegen somit von außen und vorne federnd gegen die Mine an und sorgen somit für einen schonenden Abtrag bzw. Schärfung der Mine 17. Statt eines Federklappmechanismus können auch die Arme 24, mit denen die weitern Messer 22 an der weiteren Führung befestigt sind, aus einem elastisch federnden Material wie z. B. Federstahl hergestellt sein.


Anspruch[de]
  1. 1. Spitzer für Stifte, insbesondere Kosmetikstifte (13), mit einer Mine (17), die von einer Hülse (19), z. B. aus Holz oder Kunststoff umgeben ist,

    umfassend eine zylindrische Führung (12), in der wenigstens ein Messer bzw. Schneide (14) zur Bearbeitung eines in die Führung eingeführten Kosmetikstiftes (13) angeordnet ist,

    wobei die Schneide (14) in einem radialen Abstand vom Zentrum der Führung (12) endet, der in etwa dem Radius der Mine (17) eines in die Führung (12) einzuführenden Stiftes (13) entspricht.
  2. 2. Spitzer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Schneide (14) in einer Kegelfläche erstreckt, die axial die zylindrische Führung (12) in deren äußerem radialen Bereich begrenzt.
  3. 3. Spitzer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass von der Führungsmündung aus gesehen hinter der ersten Schneide (14) im radialen Bereich der Mine (17) wenigstens eine zweite Schneide (22) vorgesehen ist.
  4. 4. Spitzer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Schneide (22) federnd schräg von vorne außen gegen die Mine (17) anliegt.
  5. 5. Spitzer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der ersten (14) von der zweiten (22) Schneide verstellbar ist.
  6. 6. Spitzer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet dass der Abstand zwischen der ersten und zweiten Schneide gegen Federkraft verstellbar ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com