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Antriebsanordnung mit einer Stellvorrichtung - Dokument DE19943208C2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19943208C2 18.06.2003
Titel Antriebsanordnung mit einer Stellvorrichtung
Anmelder GKN Walterscheid GmbH, 53797 Lohmar, DE
Erfinder Wilks, Eberhard, Dipl.-Ing., 56307 Dürrholz, DE
Vertreter Harwardt Neumann Patent- und Rechtsanwälte, 53721 Siegburg
DE-Anmeldedatum 09.09.1999
DE-Aktenzeichen 19943208
Offenlegungstag 19.04.2001
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 18.06.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.06.2003
IPC-Hauptklasse A01B 71/06
IPC-Nebenklasse B60K 17/22   F16C 3/03   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Antriebsvorrichtung für ein landwirtschaftliches Gerät mit mindestens zwei Geräteabschnitten, von denen dem ersten Geräteabschnitt eine erste Drehantriebsvorrichtung und dem zweiten Geräteabschnitt eine zweite Drehantriebsvorrichtung zugeordnet ist die über eine Wellenanordnung miteinander verbunden sind, wobei der zweite Geräteabschnitt gegenüber dem ersten Geräteabschnitt von einer Betriebsstellung in eine Ruhestellung um eine Schwenkachse schwenkbar ist.

In der DE 196 40 888 C1 ist ein landwirtschaftliches Gerät beschrieben, das einen ersten Geräteabschnitt und ein schwenkbares Seitenteil umfaßt, welches in Arbeitsposition heruntergeklappt und in Transportposition hochgeklappt angeordnet ist. Dabei wird zum Antrieb der dem Seitenteil zugehörigen Werkzeuge eine aus zwei Wellenabschnitten gebildete Gelenkwelle vorgeschlagen, von denen ein Wellenabschnitt dem ersten Geräteabschnitt und der andere Wellenabschnitt dem Seitenteil des landwirtschaftlichen Gerätes zugeordnet ist. Eine Kupplung ermöglicht, daß die beiden Wellenabschnitte auf eine gemeinsame Längsachse ausgerichtet und miteinander drehfest verbunden werden können. Dabei sind zwei Kupplungsklauen des ersten Wellenabschnitts mit zwei Kupplungsklauen des zweiten Wellenabschnitts in Eingriff bringbar. In dieser Position können die beiden den Wellenabschnitten zugehörigen profilierten Wellenrohre ineinander fahren. Beim Hochklappen des Seitenteils ist keine Drehung der Gelenkwelle vorgesehen und die Wellenabschnitte müssen für das Hochklappen getrennt werden.

Die DE 37 13 474 C2 beschreibt eine Heuwerbungsmaschine mit einem Mittelträger und zu beiden Seiten desselben je einer mit diesem um eine etwa fahrtrichtungsparallele Hauptschwenkachse gelenkig verbundenen Seitenträgern. Die beiden Seitenträger sind mit je einem Kreiselrechen versehen. Sie sind mittels einer im Querträger gelagerten Antriebswelle antreibbar und mittels eines Hydraulikzylinders von einer abgesenkten Arbeitsstellung in eine Transportstellung hochschwenkbar. Ferner umfaßt jeder Seitenträger ein Außenteil, das mittels einer Stellstange um eine Zusatzschwenkachse zum Seitenträger nochmals verschwenkbar ist. Die Antriebswelle in Form einer Kreuzgelenkwelle bleibt ständig mit dem Hauptantrieb und dem die Kreiselrechen antreibenden Getriebe verbunden. Die Gelenkachsen der Kreuzgelenke liegen mit der Schwenkachse für den Seitenträger bzw. der Zusatzachse für das die Kreiselrechen tragende Außenteil jeweils in einer gemeinsamen Ebene. Die Gelenkachsen der Kreuzgelenke sollen so angeordnet sein, daß sie einen Winkel von 10° zu einer Parallelen zur Fahrtrichtung nicht überschreiten. Mittel, mit denen dies erreicht werden soll, sind nicht beschrieben.

Die DE 39 20 406 A1 beschreibt ein Mähwerk mit einem an einem Dreipunktbock schwenkbar angeordneten Tragarm und einem an dessen freien Ende um eine etwa horizontale Achse hochschwenkbar gelagerten Mähbalken, mit einem daran angebauten Conditioner, der über eine Gelenkwelle antreibbar ist. Um zu verhindern, daß die Gelenkwelle mit der das Mähwerk und den Conditioner umgebenen Schutzeinrichtung kollidiert, ist sie mehrteilig ausgebildet. Ein Wellenabschnitt der Gelenkwelle ist an einem innerhalb der Schutzeinrichtung schwenkbar angeordneten Zwischenlager geführt.

Die DE 44 45 634 C2 zeigt eine Freilaufkupplung zur antriebsmäßigen Verbindung in Antrieben von oder für landwirtschaftliche Geräte für zwei Antriebsdrehrichtungen mit einem Innenring und einem Außenring, sowie mit schwenkbaren Sperrklinken, die zur Drehmomentübertragungsposition hin durch Federn beaufschlagt werden. Dabei ist keine Drehung des Innenrings in eine definierte Position vorgesehen.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Antriebsvorrichtung für ein landwirtschaftliches Gerät mit mindestens zwei zueinander schwenkbaren Geräteabschnitten und den Geräteabschnitten zugeordneten Drehantriebsvorrichtungen, die durch eine Wellenanordnung, die mindestens ein Kreuzgelenk umfaßt, verbunden sind, zu schaffen, welche ermöglicht, daß die Verschwenkung ohne Gefahr der Beschädigung des Kreuzgelenkes ohne Trennung der Wellenanordnung erfolgen kann.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Antriebsvorrichtung für ein landwirtschaftliches Gerät mindestens zwei Geräteabschnitte, nämlich einen ersten Geräteabschnitt und einen zweiten Geräteabschnitt aufweist, wobei der zweite Geräteabschnitt zum ersten Geräteabschnitt um eine Schwenkachse von einer Betriebsstellung in eine Ruhestellung schwenkbar ist, umfassend eine dem ersten Geräteabschnitt zuzuordnende erste Drehantriebsvorrichtung, eine dem zweiten Geräteabschnitt zuzuordnende zweite Drehantriebsvorrichtung, eine die erste Drehantriebsvorrichtung mit der zweiten Drehantriebsvorrichtung verbindende Wellenanordnung, die zumindest ein der ersten Drehantriebsvorrichtung zugeordnetes erstes Kreuzgelenk aufweist, das ein Zapfenkreuz mit zwei in zueinander senkrechten Zapfenachsen zentrierten Zapfenpaaren besitzt, sowie eine kraftbetätigte Stellvorrichtung, mittels derer das der Wellenanordnung zugehörige und der ersten Drehantriebsvorrichtung zugeordnete erste Kreuzgelenk in eine Drehstellung überführbar ist, in der eine der Zapfenachsen des ersten Kreuzgelenkes drehrichtungsmäßig einer Parallelen zur Schwenkachse zumindest angenähert ist.

Von Vorteil bei dieser Ausbildung ist, daß der zweite Geräteabschnitt relativ zum ersten Geräteabschnitt bis zu einem Schwenkwinkel von 110° um die Schwenkachse schwenkbar ist, ohne daß eine Trennung der Antriebsverbindung erforderlich ist, wobei ferner keine Gefahr der Zerstörung des Kreuzgelenks aufgrund einer ungünstigen Winkelposition der Zapfenachsen relativ zur Schwenkachse besteht.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist die Wellenanordnung, mittels der Stellvorrichtung in eine Drehstellung überführbar, in der zwischen einer Zapfenachse des ersten Kreuzgelenkes und einer durch den Schnittpunkt der beiden Zapfenachsen verlaufenden Parallelen zur Schwenkachse ein Drehwinkel aufgespannt wird, der maximal 15° beträgt. Dadurch wird sichergestellt, daß sich die Gelenkgabeln bei einer Schwenkbewegung des zweiten Geräteabschnitts relativ zum ersten Geräteabschnitt nicht berühren.

Eine bevorzugte Weiterbildung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Stellvorrichtung eine Freilaufkupplung und einen Kraftantrieb umfaßt.

Die Freilaufkupplung weist einen Innenring, der mit einem der Antriebsbauteile, nämlich mit der ersten Drehantriebsvorrichtung oder einer damit verbundenen Antriebsmittel, mit der zweiten Drehantriebsvorrichtung oder einer der damit verbundenen Antriebsmittel oder mit der Wellenanordnung, drehfest verbunden ist, und einen Außenring, auf den der Kraftantrieb zur Drehverstellung einwirkt, auf, wobei der Innenring und der Außenring auf einer Drehachse zentriert angeordnet sind.

Ferner umfaßt eines der Kupplungsteile der Freilaufkupplung, nämlich der Innenring oder der Außenring zumindest eine schwenkbar gelagerte und federbeaufschlagte Sperrklinke, welche in zumindest eine Ausnehmung des anderen Kupplungsteils in Eingriff bringbar ist. Bei Betrieb des landwirtschaftlichen Gerätes, d. h. bei einer Rotation der mit der Freilaufkupplung verbundenen Welle in Antriebsdrehrichtung, ist die Sperrklinke nicht im Eingriff und der mit der Welle verbundene Innenring der Freilaufkupplung dreht frei relativ zum Außenring. Bei abgeschaltetem Antrieb und damit stehender Wellenanordnung und einer gleichzeitigen Drehbewegung des Außenteils mittels des Kraftantriebs in der Antriebsdrehrichtung verbindet die Sperrklinke den Innenring und den Außenring der Freilaufkupplung, wenn eine Drehstellung erreicht wird, in der die Sperrklinke einrasten kann, so daß die Wellenanordnung in die gewünschte Position gedreht wird. Der Drehweg, den der Außenring mittels des Kraftantriebs ausführen kann, ist so ausgelegt, daß stets die gewünschte Drehposition erreicht wird.

In bevorzugter Weiterbildung der Erfindung besitzt die erste Drehantriebsvorrichtung oder die zweite Drehantriebsvorrichtung eine Welle, mit der der Innenring der Freilaufkupplung drehfest verbunden ist.

Vorzugsweise sind dem Innenring zwei Sperrklinken zugeordnet, die jeweils um 180° um die Drehachse der Welle versetzt angeordnet sind, und dem Außenring sind vier Ausnehmungen zugeordnet, die jeweils um 90° um die Drehachse versetzt angeordnet sind.

In bevorzugter Weiterbildung der Erfindung ist der Kraftantrieb als Hydraulikzylinder gestaltet, der einerseits mit dem Außenring der Freilaufkupplung (und zwar versetzt zur zweiten Drehachse) und andererseits mit dem jeweiligen Geräteabschnitt verbunden ist. Der Hydraulikzylinder besitzt einen Kolben, der beim Herausfahren aus dem Zylinder eine Drehbewegung des Außenrings gegenüber dem Innenring der Freilaufkupplung in der Betriebsdrehrichtung der mit dem Innenring verbundenen Welle bewirkt. Zweckmäßigerweise ist für diese Funktion ein einfach wirkender Hydraulikzylinder verwendbar, der unter Federwirkung seine eingefahrene Stellung wieder einnimmt. Schaltungsmäßig kann der Hydraulikzylinder mit dem Schwenkantrieb des landwirtschaftlichen Gerätes verbunden werden, wobei zumindest das Antriebsbauteil des landwirtschaftlichen Gerätes, an dem die Freilaufkupplung angebracht ist, vor Betätigung des Hydraulikzylinders in Ruhe sein muß, damit die Wellenanordnung in die gewünschte Drehstellung gebracht werden kann. Während der Schwenkbewegung des zweiten Geräteabschnittes gegenüber dem ersten Geräteabschnitt kann die Wellenanordnung mit dem ersten Kreuzgelenk in eine Drehstellung gebracht werden, bei der eine der beiden Zapfenachsen des Zapfenkreuzes des ersten Kreuzgelenkes einer Parallelen zur Schwenkachse angenähert ist. Dabei muß die Endposition der gewünschten Drehstellung der Zapfenachsen vorliegen, wenn der Winkel, welcher zwischen dem ersten Geräteabschnitt und dem zweiten Geräteabschnitt aufgespannt wird, maximal 60° beträgt.

Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel, das das Wesen und die Funktion der Erfindung näher beschreibt, ergibt sich aus den nachstehend beschriebenen Zeichnungen.

Es zeigt

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines landwirtschaftlichen Gerätes,

Fig. 2 ein Kreuzgelenk gemäß Fig. 1 in einer Seitenansicht,

Fig. 3 das Hauptgetriebe des landwirtschaftlichen Gerätes gemäß Fig. 1 in einer Seitenansicht,

Fig. 4 eine Stellvorrichtung gemäß Fig. 3 in einer Seitenansicht,

Fig. 5 eine Freilaufkupplung gemäß Fig. 3 in einem Querschnitt bei Betrieb des landwirtschaftlichen Gerätes,

Fig. 6 einen Querschnitt entsprechend Fig. 5, wobei die Freilaufkupplung in Übertragungsposition ist, und

Fig. 7 eine perspektivische Ansicht eines landwirtschaftlichen Gerätes mit seitlich angeordneter Stellvorrichtung.

Aus Fig. 1 ist das landwirtschaftliche Gerät 1 ersichtlich, welches einen ersten Geräteabschnitt 2 und zwei zweite Geräteabschnitte 3, die mit diesem verbunden sind und spiegelsymmetrisch zu diesem angeordnet sind, umfaßt. Dabei können die beiden zweiten Geräteabschnitte 3 jeweils relativ zum ersten Geräteabschnitt 2 um eine Schwenkache x von einer Betriebsstellung in eine Ruhestellung geschwenkt werden.

Der erste Geräteabschnitt 2 besitzt eine erste Drehantriebsvorrichtung 4 in Form eines Hauptgetriebes und die zweiten Geräteabschnitte 3 besitzen jeweils eine zweite Drehantriebsvorrichtung 5 in Form eines Untergetriebes. Die erste Drehantriebsvorrichtung 4 und die zweiten Drehantriebsvorrichtungen 5 sind jeweils mittels einer Wellenanordnung 6 in Form einer Kreuzgelenkwelle drehmäßig miteinander verbunden. Dabei weist jede der beiden Wellenanordnungen 6 ein erstes Kreuzgelenk 7, welches der ersten Drehantriebsvorrichtung 4 des ersten Geräteabschnitts 2 zugeordnet ist, ein zweites Kreuzgelenk 8, welches der zweiten Drehantriebsvorrichtung 5 des entsprechenden zweiten Geräteabschnitts 3 zugeordnet ist, sowie eine die beiden Kreuzgelenke 7, 8 verbindende Zwischenwelle 9 auf.

In Fig. 2 ist ein entsprechendes erstes Kreuzgelenk 7 zu sehen, welches zwei in zueinander senkrechten und sich schneidenden Zapfenachsen y, z zentrierte Zapfenpaare 10, 11 sowie zwei Gelenkgabeln 12, 13 aufweist, die jeweils mit dem Zapfen eines der beiden Zapfenpaare 10, 11 um die Zapfenachse y, z schwenkbar verbunden sind.

Aus Fig. 3 ist die erste Drehantriebsvorrichtung 4 ersichtlich, welche mit dem ersten Geräteabschnitt 2 verbunden ist und welche die beiden zweiten Drehantriebsvorrichtungen 5 des zweiten Geräteabschnittes 3 über die Wellenanordnungen 6 in Form von Kreuzgelenkwellen kraftmäßig antreibt. Die erste Drehantriebsvorrichtung 4 weist ein Gehäuse 14, eine aus diesem herausragende Antriebswelle 15, zwei seitlich angeordnete Abtriebswellen 16 mit einer ersten Drehachse u sowie eine weitere freilaufende Welle 17 mit einer zweiten Drehachse v, die drehmäßig mit den beiden Abtriebswellen 16 verbunden ist, auf. Dabei ist die Antriebswelle 15 mit einer Gelenkwelle 18 drehmäßig verbunden, die ihrerseits mit einer Zapfwelle eines Traktors verbindbar ist.

Die beiden seitlich angeordneten Abtriebswellen 16 sind drehfest mit den freien Gelenkgabeln 12 der der ersten Drehantriebsvorrichtung 4 zugeordneten Kreuzgelenke 7 verbunden. Die beiden Abtriebswellen 16 befinden sich in Phase zueinander, d. h. die beiden der ersten Drehantriebsvorrichtung 4 zugeordneten Kreuzgelenke 7 der beiden Wellenanordnungen 6 in Form von Kreuzgelenkwellen und somit auch die Zapfenachsen y, z befinden sich stets in der gleichen Drehposition zueinander. Die Abtriebswellen 16 und die Welle 17 werden von der Antriebswelle 15 angetrieben. Dabei besitzen die Welle 17 und die beiden Abtriebswellen 16 ein Übersetzungsverhältnis von 1 : 1. Diese Ausbildung bewirkt bei einer Drehung der Welle 17 um einen bestimmten Winkel eine entsprechende Drehung der Abtriebswellen 16 um genau denselben Winkel und eine Drehung der Antriebswelle 15. Dabei entspricht eine der beiden Zapfenachsen y, z der Wellenanordnung 6 in Form einer Kreuzgelenkwelle in vier Drehpositionen der Abtriebswelle 16 einer Parallelen zur Schwenkachse x. Diese vier Drehpositionen sind gleichmäßig über einen Kreisumfang verteilt, d. h. nach jeder Vierteldrehung ist eine der beiden Zapfenachsen y, z einer Parallelen zur Schwenkachse x zumindest angenähert. Denkbar ist auch ein Übersetzungsverhältnis zwischen den Abtriebswellen 16 und der Welle 17, welches dem Übersetzungsverhältnis von 1 : 1 abweicht. Dann müßte der Betrag der Drehbewegung der Welle 17 entsprechend angepaßt sein, damit die Abtriebswellen 16 in die geforderte Drehposition gebracht werden können.

Die freilaufende Welle 17 ist mit einer Stellvorrichtung 19, die eine Freilaufkupplung 20 und einen Kraftantrieb 21 in Form eines Hydraulikzylinders umfaßt, verbunden.

Aus Fig. 4 ist die Stellvorrichtung 19 ersichtlich. Die Freilaufkupplung 20 wird mittels des Kraftantriebes 21 in Form eines Hydraulikzylinders geschaltet. Dieser ist einfach wirkend ausgebildet und auf einer Längsachse w zentriert angeordnet. Ferner besitzt der Kraftantrieb 21 einen Zylinder 22 mit einer Lasche 23 an seinem ersten Ende und einen Kolben, von dem nur die Kolbenstange 24 mit einem Gabelkopf 25 am zweiten Ende sichtbar ist. Der Gabelkopf 25 der Kolbenstange 24 ist mittels eines Bolzens 26 mit einem der Freilaufkupplung 20 zugeordneten Schwenkarm 27 schwenkbar verbunden, wobei die Längsachse w des Kraftantriebs 21 die Drehachse v der Welle 17 mit Abstand kreuzend angeordnet ist. Die Lasche 23 des Kraftantriebes 21 ist mit dem ersten Geräteabschnitt 2 schwenkbar verbunden.

Die Freilaufkupplung 20 ist anhand der Fig. 5 und 6 näher erläutert. Sie besitzt einen Innenring 28, einen Außenring 29, mit welchem der Schwenkarm 27 fest verbunden ist, sowie zwei Sperrklinken 30, die mittels Federelementen 31 beaufschlagt werden. Es ist erkennbar, daß der Innenring 28 der Freilaufkupplung 20 auf der zweiten Drehachse v der Welle 17 zentriert angeordnet ist und eine Aufsteckbohrung 32 mit einem Vielkeilprofil aufweist, das dem Profil der Welle 17 entspricht. Dem Innenring 28 sind die zwei Sperrklinken 30 zugeordnet, die in zwei Ausnehmungen 33 in der Außenfläche des Innenrings 28 aufgenommen sind. Die Sperrklinken 30 sind um 180° um die Drehachse v der zweiten Abtriebswelle 17 versetzt angeordnet und weisen einen abgesetzten Bereich auf, in welchem das Federelement 31 in Form einer Blattfeder einliegt, die sich zwischen dem Grund der ersten Ausnehmung 33 und der Unterfläche der Sperrklinke 30 abstützt und diese radial nach außen beaufschlagt. Ferner bildet eine der Seitenflächen 35 der Ausnehmung 33 eine Stützfläche, an welche sich die Sperrklinke 30 mit einer entsprechenden Stützfläche 34 im ausgeschwenkten Zustand abstützt. In Fig. 5 befinden sich die Sperrklinken 30 in ihrer zurückgezogenen Position, d. h. sie befinden sich innerhalb der Außenkontur des Innenrings 28. In dieser Position können die Sperrklinken 30 kein Drehmoment übertragen. Die Welle 17 und die Abtriebswellen 16 sind in Betrieb und der Innenring 28 dreht sich relativ zum ruhenden Außenring 29 der Freilaufkupplung 20.

Wenn die zwei zweiten Geräteabschnitte 3 hochgeschwenkt werden sollen, wird der Kraftantrieb 21 in Form eines Hydraulikzylinders bei ruhender Welle 17 aktiviert. Die Ausfahrbewegung des Kolbens 24 bewirkt eine Schwenkbewegung des Schwenkarms 27 der Freilaufkupplung 20 in der Beriebsdrehrichtung der freilaufenden Welle 17 um die zweite Drehachse v. Dabei ist der Kraftantrieb 21 in Form eines Hydraulikzylinders derart auszulegen, daß der zwischen eingefahrener Stellung und ausgefahrener Stellung zurücklegbare Weg des Kolbens eine Drehbewegung des Außenrings 29 der Freilaufkupplung 20 um 90° bewirkt. Der Außenring 29 dreht sich relativ zum Innenring 28 der Freilaufkupplung 20 bis die beiden Sperrklinken 30 in die erstmöglichen Stützausnehmungen 36 des Außenrings 29 einrasten. In Fig. 6 befinden sich die Sperrklinken 30 in ihrer ausgeschwenkten Position und damit in Eingriff zu zwei von vier Stützausnehmungen 36 in der Innenfläche des Außenrings 29. Die vier Stützausnehmungen 36 des Außenrings 29 sind um jeweils 90° versetzt um die Drehachse v der zweiten Abtriebswelle 17 angeordnet, so daß beide Sperrklinken 30 gleichzeitig in zwei gegenüberliegende Stützausnehmungen 36 eingreifen. Dadurch ist eine drehfeste Verbindung zwischen dem Innenring 28 und dem Außenring 29 hergestellt und bei der weiteren Drehbewegung des Außenrings 29 wird der Innenring 28 entsprechend mitgedreht, bis die Gesamtdrehung von 90° erreicht ist. In der Endposition befindet sich die Welle 17 und somit auch die Abtriebswellen 16 in einer von vier Drehstellungen, bei der eine der beiden Zapfenachsen y, z der mit den ersten Abtriebswellen 16 verbundenen Wellenanordnung 6 in Form von Kreuzgelenkwellen einer Parallelen zur Schwenkachse x entspricht.

Der Rückzug des Kolbens erfolgt durch eine Feder. Dabei dreht sich der Außenring 29 der Freilaufkupplung 20 wieder um 90° in der Betriebsdrehrichtung zurück, wohingegen der Innenring 28 in seiner Drehposition verharrt.

Schaltungsmäßig ist der Kraftantrieb 21 in Form eines Hydraulikzylinders mit dem Schwenkantrieb des landwirtschaftlichen Gerätes 1 verbunden. Bevor der Kolben des Kraftantriebes 21 in Form eines Hydraulikzylinders ausgefahren werden kann, müssen die Antriebsbauteile der ersten Drehantriebsvorrichtung 4 in Ruhe sein. Die Ausfahrbewegung des Kolbens bewirkt dann eine Drehbewegung der Wellenanordnungen 6 in Form von Kreuzgelenkwellen in die geforderte Position.

Aus Fig. 7 ist eine Variante der Erfindung ersichtlich. Dabei ist die Stellvorrichtung 19 dem schwenkbaren zweiten Geräteabschnitt 3 des landwirtschaftlichen Gerätes 1 zugeordnet. Die mit dem zweiten Geräteabschnitt 3 verbundene zweite Drehantriebsvorrichtung 5 besitzt eine freilaufende Welle 17, mit der der Innenring 28 der Freilaufkupplung 20 drehfest verbunden ist. Der Außenring 29 der Freilaufkupplung 20 ist mit dem Kraftantrieb 21 verbunden, der seinerseits mit dem zweiten Geräteabschnitt 3 verbunden ist. Die Funktionweise der Stellvorrichtung 19 ist identisch mit der bereits oben beschriebenen Funktionsweise, bei der die Stellvorrichtung 19 dem ersten Geräteabschnitt 2 bzw. der ersten Drehantriebsvorrichtung 4 zugeordnet ist. Bezugszeichenliste 1 landwirtschaftliches Gerät

2 erster Geräteabschnitt

3 zweiter Geräteabschnitt

4 erste Drehantriebsvorrichtung

5 zweite Drehantriebsvorrichtung

6 Wellenanordnung

7 erstes Kreuzgelenk

8 zweites Kreuzgelenk

9 Zwischenwelle

10 Zapfenpaar

11 Zapfenpaar

12 Gelenkgabel

13 Gelenkgabel

14 Gehäuse

15 Antriebswelle

16 Abtriebswelle

17 Welle

18 Gelenkwelle

19 Stellvorrichtung

20 Freilaufkupplung

21 Kraftantrieb

22 Zylinder

23 Lasche

24 Kolbenstange

25 Gabelkopf

26 Bolzen

27 Schwenkarm

28 Innenring

29 Außenring

30 Sperrklinke

31 Federelement

32 Aufsteckbohrung

33 Ausnehmung

34 Stützfläche

35 Seitenfläche

36 Stützausnehmung

u erste Drehachse

v zweite Drehachse

w Längsachse

x Schwenkachse

y Zapfenachse

z Zapfenachse


Anspruch[de]
  1. 1. Antriebsvorrichtung für ein landwirtschaftliches Gerät (1), welches mindestens zwei Geräteabschnitte (2, 3), nämlich einen ersten Geräteabschnitt (2) und einen zweiten Geräteabschnitt (3) aufweist, wobei der zweite Geräteabschnitt (3) zum ersten Geräteabschnitt (2) um eine Schwenkachse (x) von einer Betriebsstellung in eine Ruhestellung schwenkbar ist, umfassend

    eine dem ersten Geräteabschnitt (2) zuzuordnende erste Drehantriebsvorrichtung (4),

    eine dem zweiten Geräteabschnitt (3) zuzuordnende zweite Drehantriebsvorrichtung (5),

    eine die erste Drehantriebsvorrichtung (4) mit der zweiten Drehantriebsvorrichtung (5) verbindende Wellenanordnung (6), die zumindest ein der ersten Drehantriebsvorrichtung (4) zugeordnetes erstes Kreuzgelenk (7) aufweist, das ein Zapfenkreuz mit zwei in zueinander senkrechten Zapfenachsen (y, z) zentrierten Zapfenpaaren (10, 11) besitzt,

    sowie eine kraftbetätigte Stellvorrichtung (19), mittels derer das der Wellenanordnung (6) zugehörige und der ersten Drehantriebsvorrichtung (4) zugeordnete erste Kreuzgelenk (7) in eine Drehstellung überführbar ist, in der eine der Zapfenachsen (y, z) des ersten Kreuzgelenkes (7) drehrichtungsmäßig einer Parallelen zur Schwenkachse (x) zumindest angenähert ist.
  2. 2. Antriebsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wellenanordnung (6) mittels der Stellvorrichtung (19) in eine Drehstellung überführbar ist, in der zwischen einer der beiden Zapfenachsen (y, z) des ersten Kreuzgelenkes (7) und einer durch den Schnittpunkt der beiden Zapfenachsen (y, z) des ersten Kreuzgelenkes (7) verlaufenden Parallelen zur Schwenkachse (x) ein Drehwinkel aufgespannt wird, der maximal 15° beträgt.
  3. 3. Antriebsanordnung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellvorrichtung (19) eine Freilaufkupplung (20) und einen Kraftantrieb (21) umfaßt.
  4. 4. Antriebsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,

    daß die Freilaufkupplung (20) einen Innenring (28), der mit einem der Antriebsbauteile, nämlich mit der ersten Drehantriebsvorrichtung (4) oder einer der damit verbundenen Antriebsmittel, mit der zweiten Drehantriebsvorrichtung (5) oder einer der damit verbundenen Antriebsmittel oder mit der Wellenanordnung (6), drehfest verbunden ist, und einen Außenring (29), auf den der Kraftantrieb (21) zur Drehverstellung einwirkt, aufweist,

    wobei der Innenring (28) und der Außenring (29) auf einer zweiten Drehachse (v) zentriert angeordnet sind.
  5. 5. Antriebsanordnung nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß eines der Kupplungsteile (28, 29) der Freilaufkupplung (20), nämlich der Innenring (28) oder der Außenring (29) zumindest eine schwenkbar gelagerte und federbeaufschlagte Sperrklinke (30) aufweist, welche in zumindest eine Ausnehmung des jeweils anderen Kupplungsteils (28, 29) in Eingriff bringbar ist.
  6. 6. Antriebsanordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Drehantriebsvorrichtung (4) oder die zweite Drehantriebsvorrichtung (5) eine Welle (17) besitzt, mit dem der Innenring (28) der Freilaufkupplung (20) drehfest verbunden ist.
  7. 7. Antriebsanordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet,

    daß dem Innenring (28) der Freilaufkupplung (20) zwei Sperrklinken (30) zugeordnet sind, die um 180° versetzt um die zweite Drehachse (v) der Welle (17) angeordnet sind,

    und daß dem Außenring (29) vier Stützausnehmungen (36) zugeordnet sind, die jeweils um 90° um die zweite Drehachse (v) versetzt angeordnet sind.
  8. 8. Antriebsanordnung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Kraftantrieb (21) als Hydraulikzylinder gestaltet ist, der einerseits mit dem Außenring (29) der Freilaufkupplung (20) und anderseits mit dem jeweiligen Geräteabschnitt (2) verbunden ist.






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