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Dokumentenidentifikation DE4223873C2 18.06.2003
Titel Plattenspannvorrichtung
Anmelder Samsung Electronics Co., Ltd., Suwon, Kyonggi, KR
Erfinder Gyu-Chul, Kim, Suwon, Kyonggi, KR
Vertreter Henkel, Feiler & Hänzel, 81675 München
DE-Anmeldedatum 20.07.1992
DE-Aktenzeichen 4223873
Offenlegungstag 21.01.1993
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 18.06.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.06.2003
IPC-Hauptklasse G11B 17/028

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein(en) Plattenantriebsmechanismus bzw. -laufwerk für das Auslesen von auf einer Platte, z. B. einer sog. Kompaktplatte (Compact Disc bzw. CD) oder Laserplatte (LD) aufgezeichneten Daten und betrifft insbesondere eine in einem Plattenantriebsmechanismus angeordnete Plattenklemmvorrichtung, welche eine Platte auf einem Plattenteller mittels der von der Drehung eines die Platte in Drehung versetzenden Motors herrührenden Zentrifugal- oder Fliehkraft für das Auslesen von Daten aus der Platte sicher festlegt bzw. verspannt.

Ein Plattenantriebsmechanismus oder -laufwerk umfaßt allgemein hauptsächlich einen Dreh- bzw. Plattenteller mit einer Oberseite, auf die eine Platte in stabiler Lage aufgelegt wird, einen Motor zum Drehen des Plattentellers, eine Spann- oder auch Klemmeinheit zum Festklemmen der Platte am Plattenteller und einen Abnehmer zum Auslesen der auf der Platte aufgezeichneten Daten.

Von den Hauptteilen des Plattenantriebsmechanismus umfaßt die Klemmeinheit eine verschiebbar an einem Gleitstück angeordnete Zahnstange, eine durch Bewegung der Zahnstange gedrehte (Steuer-)Kurve, einen Klemmarm, der entsprechend der Drehung der Kurve um ein Gelenk aufwärts und abwärts drehbar ist, und ein entsprechend der Aufwärts- und Abwärtsdrehung des Klemmarms angetriebenes bzw. bewegtes Spannstück zum Festklemmen der Platte am Plattenteller.

Die Klemmeinheit mit dieser Ausgestaltung dient zum stabilen Festlegen oder Fixieren der Platte am Plattenteller, um damit Mängel, wie Störsignal oder Geräusch, Kurzsignal bzw. Signalausfall und Zittern, zu vermeiden, die sich dann ergeben, wenn die Platte exzentrisch auf den Plattenteller aufgelegt ist oder durch einen von außen einwirkende Stoß in Schwingung gesetzt wird.

Fig. 1 zeigt in einem Teilschnitt einen herkömmlichen Plattenantriebsmechanismus zur Verdeutlichung der Arbeitsweise der Plattenklemmvorrichtung. Die Anordnung umfaßt eine Platte 1, auf welcher Daten aufgezeichnet oder aus ihr ausgelesen werden sollen, einen Dreh- bzw. Plattenteller 2, auf den die Platte in stabilder Lage auflegbar ist, und einen Motor 3 zum Drehen des Plattentellers 2. Eine drehbare Motor-Welle 4 überträgt die Kraft bzw. Antriebsleistung des Motors 3 auf den Plattenteller 2. Ein zum Aufzeichnen oder Auslesen von Daten auf der bzw. aus der Platte 1 dienender Abnehmer (Kopf) 5 bewirkt in einem optischen Plattenantriebsmechanismus das Aufzeichnen von Daten auf der Platte 1 oder das Auslesen von Daten aus ihr unter Einhaltung eines Abstands von der Platte 1. An einem Schieber oder Gleitstück 6 zum Verschieben des Abnehmers 5 ist letzterer an dessen einer Seite montiert, während an seiner anderen Seite eine Zahnstange 6a angeordnet ist. Eine Leitstange 7 dient zum Führen der Bewegung des Gleitstücks 6, während eine Steuer-Kurve 8 durch die mit dem Gleitstück 6 verbundene Zahnstange 6a verdrehbar ist. Die Kurve 8 weist an einem Teil ihres Außenumfangs eine Verzahnung 8a auf, so daß sie durch den Eingriff zwischen der Zahnstange 6a und der Verzahnung 8a verdreht wird, wenn die am Gleitstück 6 angeordnete Zahnstange 6a nach rechts und links verschoben wird. Ein Klemmarm 9 ist um ein an seinem einen Ende vorgesehenes Gelenk 9a herum in Abhängigkeit von der Drehung der Kurve 8 aufwärts und abwärts drehbar bzw. schwenkbar. Am anderen Ende des Klemmarms 9 ist ein Klemmstück 10 zum stabilen Festlegen oder -halten der Platte 1 am Plattenteller 2 vorgesehen. Eine Feder 11 dient zum Abwärtsvorbelasten des Klemmarms 9 zwecks Steuerung des durch das Klemmstück 10 auf die auf dem Plattenteller 2 liegende Platte 1 ausgeübten Drucks.

Wenn bei der beschriebenen Konstruktion das Gleitstück 6 durch einen nicht dargestellten Gleitstück-Verschiebemechanismus längs der Leitstange 7 gemäß Fig. 1 nach rechts verschoben wird, kommt die am Gleitstück 6 angeordnete Zahnstange 6a mit der am Außenumfang der Kurve 8 angeformten Verzahnung 8a in Eingriff, wodurch die Kurve 8 nach links (entgegen dem Uhrzeigersinn) gedreht wird.

Bei dieser Drehung der Kurve 8 wird der Klemmarm 9 um das Gelenk (oder auch Scharnier) 9a herum hochgeschwenkt. Dabei wird auch das Klemmstück 10 angehoben. Damit ist die Platte 1 vom Plattenteller 2 abnehmbar.

Wenn die Platte 1 durch einen Anwender auf den Plattenteller 2 aufgelegt worden ist, wird das Gleitstück 6 durch den zugeordneten Verschiebemechanismus längs der Leitstange 7 nach links verschoben, wobei die Kurve 8 entsprechend der Verschiebung des Gleitstücks 6 nach rechts (im Uhrzeigersinn) gedreht wird. Bei der Drehung der Kurve 8 senkt sich der Klemmarm 9 unter seinem Eigengewicht oder unter dem Gewicht des Klemmstücks 10 um das Gelenk 9a herum ab. Damit fixiert das Klemmstück 10 die auf den Plattenteller 2 aufgelegte Platte 1 sicher. Hierbei dient die Feder 11 zum Herabschwenken des Klemmarms 9 und zur Steuerung des Andrucks des Klemmstücks 10 gegen die Platte.

Wenn in diesem Zustand der Plattenantriebsmechanismus betätigt wird, beginnt der Motor 3 sich zu drehen, wobei die Rotationskraft über die Welle 4 auf den Plattenteller 2 übertragen wird. Letzterer wird demzufolge mit der durch das Klemmstück 10 darauf fixierten Platte 1 in Drehung versetzt.

Mit der Drehung der Platte 1 verschiebt sich das Gleitstück 6 nach links, wobei der Abnehmer 5 Daten auf der Platte 1 aufzeichnet oder aus ihr ausliest.

Die beschriebene Plattenklemmvorrichtung umfaßt jedoch die am Gleitstück montierte Zahnstange, die entsprechend der Verschiebung der Zahnstange drehbare Kurve, den in Abhängigkeit von der Drehung der Kurve um das Gelenk herum aufwärts und abwärts schwenkbaren Klemmarm sowie das Klemmstück zum Festklemmen der auf den Plattenteller aufgelegten Platte über das Aufwärts- und Abwärtsschwenken des Klemmarms, so daß der Aufbau der Vorrichtung ziemlich kompliziert ist.

Bei diesem herkömmlichen Plattenantriebsmechanismus ist daher die Fertigung der Plattenklemmvorrichtung schwierig und mit hohen Fertigungskosten verbunden. Außerdem ist das Klemmstück an der Oberseite der Platte 1 angeordnet, und es wird aufwärts und abwärts betätigt bzw. bewegt. Aus diesem Grund muß der Plattenantriebsmechanismus so ausgelegt sein, daß zumindest eine für die Betätigung des Klemmstücks ausreichende Gesamthöhe zur Verfügung steht. Dies läuft einer gewünschten kompakten Bauweise des Mechanismus zuwider. Weiterhin sind der Plattenteller und das Klemmstück für die stabile oder sichere Halterung der Platte herkömmlicherweise strukturellen Einschränkungen unterworfen, so daß Kompaktplatten und Laserplatten, die jeweils verschiedene Mittellöcher für das stabile Aufsetzen auf den Plattenteller aufweisen, bei diesem Mechanismus nicht kompatibel verwendbar sind.

Aus der US 4,562,570 A ist eine Disk-Klemmvorrichtung bekannt, die einen mit einer Motorwelle gekoppelten Drehteller zur Aufnahme einer Platte bzw. Disk aufweist. Gleichmäßig um den Umfang des Drehtellers verteilt sind drei Klemmbacken angeordnet, die unter der Wirkung der bei Drehung des Drehtellers auftretenden Zentrifugalkräfte um Schwenkzapfen herum radial nach außen verschwenkbar bzw. kippbar sind. Zwischen jedem Klemmbacken und dem Drehteller ist jeweils eine Rückhaltefeder befestigt, die die Klemmbacken entgegen der Wirkung der Zentrifugalkräfte in Richtung des Drehtellers zieht.

Aufgabe der Erfindung ist die Bereitstellung einer alternativen Platten- bzw. Disk-Klemmvorrichtung, die Kompatibilität zwischen Platten bzw. Disks unterschiedlicher Größe, beispielsweise einer Compact Disk und einer Laser Disk, gewährleistet, die einen einfachen Aufbau mit kompakten Abmessungen, insbesondere in der Höhe besitzt und die zuverlässig arbeitet.

Diese Aufgabe wird durch eine Platten- bzw. Disk- Klemmvorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst. Bevorzugte Ausgestaltungen dieser Vorrichtung sind in den abhängigen Patentansprüchen angegeben.

Im folgenden ist eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung im Vergleich zum Stand der Technik anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine im Teilschnitt gehaltenen Vorderansicht eines Plattenantriebsmechanismus zur Veranschaulichung der Arbeitsweise einer darin vorgesehenen herkömmlichen Plattenklemmvorrichtung,

Fig. 2 eine perspektivische Darstellung eines Plattenantriebsmechanismus mit einer Plattenklemmvorrichtung gemäß der Erfindung,

Fig. 3 eine Aufsicht auf den Plattenantriebsmechanismus mit der Plattenklemmvorrichtung nach Fig. 2,

Fig. 4 eine Schnittansicht des Plattenantriebsmechanismus mit der Plattenklemmvorrichtung nach Fig. 2 und

Fig. 5A und 5B Teilschnittdarstellungen zur Verdeutlichung der Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Plattenklemmvorrichtung, wobei Fig. 5A den Zustand mit einer auf einen Plattenteller aufgelegten Kompaktplatte und Fig. 5B den gleichen Zustand mit einer aufgelegten Laserplatte veranschaulichen.

Fig. 1 ist eingangs bereits erläutert worden.

Fig. 2 veranschaulicht einen Plattenantriebsmechanismus mit einer erfindungsgemäßen Plattenklemmvorrichtung. Der Mechanismus umfaßt einen Dreh- bzw. Plattenteller 100 mit einer Oberseite, an welcher eine Platte, z. B. eine Kompaktplatte, eine Laserplatte o. dgl., in stabiler Lage festlegbar ist, und mit einer Anzahl von Führungselementen 200, die von der Seite eines zylinderförmigen Abschnitts des Plattentellers 100 in Richtung auf eine zentrale Drehachse verlaufen. Weiterhin umfaßt der Mechanismus ein Klemmstück bzw. -element 300, das mit mehreren längs der Führungselemente 200 verschiebbar angeordneten Klemmbacken mit am Außenumfang vorgesehenen Rillen bzw. Nuten für die stabile Festlegung oder Fixierung verschiedener Platten versehen ist, sowie als elastische Elemente dienende Federn 400 zum Zentrieren der Klemmbacken des Klemmstücks 300.

Bei diesem Mechanismus umfaßt der Drehteller 100 eine Bodenplatte 101, einen von deren Außenumfang nach oben gezogenen zylinderförmigen Abschnitt 102 und einen von dessen oberem Ende nach außen abgehenden, flachen oberen Abschnitt. Bei dieser Anordnung ist die Bodenplatte 101 an der drehbaren Welle 4 eines Motors 3 so befestigt, so daß sie unter einer durch den Motor auf die Welle 4 übertragenen Drehantriebskraft in Drehung versetzbar ist. Die Führungselemente 200 sind an der Innenseite des zylindrischen Abschnitts 102 des Drehtellers 100 parallel zur Bodenplatte 101 und auf das Zentrum des Drehtellers 100 verlaufend angeordnet. Die Führungselemente 200 bestehen aus zylindrischen Stäben oder Stangen, können jedoch auch durch Winkelprofilschienen ersetzt werden.

Das Klemmstück 300 ist mit mindestens zwei Klemmbacken versehen, die radial in Form eines Zylinders mit der Welle 4 als Zentrum angeordnet sind.

Das Klemmstück 300 weist eine erste Nut oder Rille 301 einer für die zweckmäßige Aufnahme einer Kompaktplatte geeigneten Breite und eine zweite Nut oder Rille 302 einer für eine Laserplatte geeigneten Breite auf. Dies bedeutet, daß die Breite der erste Nut 301 etwa gleich groß oder geringfügig größer ist als die Dicke einer Kompaktplatte, während die Breite der zweiten Nut 302 etwa gleich groß oder geringfügig größer ist als die Dicke einer Laserplatte, wobei die zweite Nut 302 für Laserplatten, deren Dicke größer ist als die von Kompaktplatten, breiter oder weiter ist als die erste Nut 301. Die ersten und zweiten Nuten 301 bzw. 302 besitzen eine gemeinsam eingenommene Bodenfläche bzw. Sohle am Außenumfang des Klemmstücks 300. Die durch die beiden Nuten 301 und 302 gemeinsam festgelegte Boden- oder Auflagefläche 300a liegt in derselben Ebene wie die Oberseite des zylindrischen Rands des Drehtellers 100. Vorzugsweise besitzt die erste Nut 301 einen Krümmungsradius entsprechend dem Innendurchmesser des Mittellochs der Kompaktplatte, während der Krümmungsradius der zweiten Nut 302 dem Innendurchmesser des Mittellochs der Laserplatte entspricht, so daß die zweite Nut 302 einen größeren Umfang als die erste Nut 301 besitzt. Unterhalb der ersten und zweiten Nuten 301 und 302 sind weiterhin Führungsbohrungen 303 in einer der Zahl der Führungselemente 200 entsprechenden Zahl vorgesehen.

Die Zahl der Führungselemente 200 entspricht der Zahl der Klemmbacken des Klemmstücks 300, weshalb jede der Führungsbohrungen 303 entsprechend einer der Klemmbacken des Klemmstücks 300 vorgesehen ist. Die Federn 400, als elastische Elemente, dienen zum Zentrieren des Klemmstücks 300, das mindestens zwei Klemmbacken aufweist. Die Federn 400 sind auf die betreffenden Führungselemente 200 aufgesetzt und dadurch gegen ein Herausfallen (unter ihrer Eigenelastizität) gesichert.

Fig. 3 veranschaulicht die erfindungsgemäße Plattenklemmvorrichtung in Aufsicht.

Gemäß Fig. 3 sind die Führungselemente 200 an der Innenseite bzw. im Inneren des Drehtellers 100 befestigt. Die Führungselemente 200 sind dabei in einer Zahl entsprechend der Zahl der jeweils gleich großen Klemmbacken des Klemmstücks 300 vorgesehen und in Richtung auf die Welle 4 verlaufend angeordnet. Das mehrere Klemmbacken aufweisende Klemmstück 300 besitzt eine Kreisform, wenn es in Richtung auf die Achse der Welle 4 zentriert ist. Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist der Außendurchmesser des Klemmstücks 300 bei zentrierten Klemmbacken kleiner als der Durchmesser des Mittellochs einer Kompaktplatte. Vorzugsweise ist der Außendurchmesser des Klemmstücks 300 dem Durchmesser des Mittellochs der Kompaktplatte gleich, damit die Platte sicher bzw. unter Führung auf dem Drehteller aufgelegt werden kann.

Die Klemmbacken des Klemmstücks 300 sind über die Führungsbohrungen 303 längs der jeweiligen Führungselemente 200 verschiebbar.

Wie erwähnt, sind die an der Innenseite des Drehtellers 100 befestigten Führungselemente 200 in die jeweiligen Federn 400 eingeführt, um letztere in ihrer Lage zu halten. Die längs der Führungselemente 200 verschiebbaren Klemmbacken des Klemmstücks 200 werden durch die Vorbelastungskräfte der Federn 400 zentriert bzw. in eine zentrale Stellung geführt.

Gemäß Fig. 4 ist die Bodenplatte 101 des Drehtellers 100 an der Welle 4 des Motors 3 befestigt, wobei die Führungselemente 200 in ausgeglichener Beziehung zur Bodenplatte 101 bzw. mit gleichen gegenseitigen Abständen an der Innenwand des zylindrischen Abschnitts 102 des Drehtellers 100 befestigt sind. Die ersten und zweiten Nuten 301 bzw. 302 sind in zwei Stufen in die Außenfläche des Klemmstücks 300 eingestochen, wobei jede Nut, wie erwähnt, eine Breite oder Weite besitzt, die gleich groß oder geringfügig größer ist als die Dicke einer Kompaktplatte bzw. einer Laserplatte, so daß diese Platten stabil bzw. sicher aufgenommen werden können. Die zweite Nut 302 erstreckt sich in ihrer Breite über die erste Nut 301 hinaus, so daß die Nuten zwischen sich eine gemeinsame Boden- oder Auflagefläche festlegen. Die unterhalb der ersten und zweiten Nuten 301 bzw. 302 des Klemmstücks 300 ausgebildeten Führungsbohrungen 303 durchsetzen das Klemmstück 300 von der Außenfläche der Welle 4 aus. Die Durchmesser der Führungsbohrungen 303 sind jeweils größer als die Durchmesser der Führungselemente 200, so daß die Klemmbacken über die Führungsbohrungen 303 verschiebbar sind. Außerdem sind die Führungselemente 200 jeweils so lang, daß ihre Enden in die betreffenden Führungsbohrungen 303 eingeführt bleiben, wenn die Klemmbacken des Klemmstücks 300 unter der Vorbelastungskraft der Federn 400 gegenüber der Welle 4 zentriert sind. Am oberen flachen Abschnitt 103 und an den Innenflächen der ersten und zweiten Nuten 301 bzw. 302 sind jeweils Friktionselemente 100b bzw. 300b angebracht, die vorzugweise aus Weichgummi oder einem Fasermaterial eines hohen Reibungskoeffizienten bestehen.

Im folgenden ist anhand der Fig. 5A und 5B die Arbeits- oder Betriebsweise der erfindungsgemäßen Plattenklemmvorrichtung erläutert.

Wenn der Motor 3 mit einer auf den Drehteller 100 aufgelegten Kompaktplatte (CD) 110 in Gang gesetzt wird, wird dabei der fest mit der Welle 4 verbundene Drehteller 100 in Drehung versetzt. Bei der Drehung des Drehtellers 100 verschieben sich die Klemmbacken des Klemmstücks 300 über die Führungsbohrungen 303 längs der Führungselemente 200.

Die jeweiligen Enden der Führungselemente 200 sind dabei in die betreffenden Führungsbohrungen 303 an der Unterseite des Klemmstücks 300 eingeführt, so daß das Klemmstück 300 bei der Drehung der Führungselemente 200 durch diese mitgenommen wird.

Bei der Drehung des Klemmstücks 300 wird folglich eine Zentrifugal- oder Fliehkraft erzeugt, unter welcher die einzelnen Klemmbacken, in welche das Klemmstück 300 unterteilt ist, längs der Führungselemente 200 in Auswärtsrichtung verschoben werden. Bei der getrennten Verschiebung der Klemmbacken des Klemmstücks 300 kann die Kompaktplatte 110 (mit ihrem Mittelloch) in die am Außenumfang des Klemmstücks 300 ausgebildete erste Nut 301 eintreten. Mit zunehmender Drehzahl des Drehtellers erhöht sich auch die Fliehkraft, wodurch die Klemmkraft zwischen der ersten Nut 301 und der Platte 110 zunimmt. Hierbei werden die Federn 400 durch die Klemmbacken des Klemmstücks 300 zusammengedrückt.

Unter diesen Bedingungen wird die Drehantriebskraft des Motors 3 über das am oberen flachen Abschnitt 103 des Drehtellers 100 angebrachte Friktionselement 100b und das in der Nut 301 des Klemmstücks 300 vorgesehene Friktionselement (300b) effektiv auf die Platte 110 übertragen.

Wenn der Motor 3 abgeschaltet wird, wird die auf das Klemmstück 300 wirkende Fliehkraft unwirksam. Infolgedessen verschieben sich die Klemmbacken des Klemmstücks 300 unter der Vorbelastungskraft der Federn 400 längs der Führungselemente 200 in Richtung auf die Welle 4.

Wenn die Klemmbacken des Klemmstücks 300 zur Welle 4 hin verschoben worden sind, ist die Platte 110 von der ersten Nut 301 freigegeben. Die Platte 110 kann sodann vom Plattenantriebsmechanismus abgenommen werden.

Wenn andererseits der Motor 3 gemäß Fig. 5B mit einer auf den Drehteller 100 aufgelegten Laserplatte 120 in Betrieb gesetzt wird, wird ebenfalls die Plattenklemmvorrichtung mit der Welle 4, dem Drehteller 100 und den Führungselementen 200 usw. unter Erzeugung einer Zentrifugal- oder Fliekraft in Drehung versetzt.

Unter dieser Fliehkraft werden die einzelnen Klemmbacken des Klemmstücks 300 längs der Führungselemente 200 in Auswärtsrichtung verschoben.

Wenn sich das Klemmstück 300 in Auswärtsrichtung aufweitet, kann die Laserplatte 120 in der zweiten, im Außenumfang des Klemmstücks 300 ausgebildeten Nut 302 verspannt werden. Mit zunehmender Drehzahl des Drehtellers 100 erhöht sich auch die Klemmkraft zwischen der zweiten Nut 302 und der Platte 120.

Hierbei wird die Drehantriebskraft des Motors 3 über das an der Oberseite des Drehtellers 100 angebrachte Friktionselement 100b und das in der Nut 301 des Klemmstücks 300 vorgesehene Friktionselement (300b) effektiv auf die Platte 120 übertragen.

Wenn der Motor abgeschaltet wird, wird die durch die Drehung des Klemmstücks 300 erzeugte Fliehkraft unwirksam. Dementsprechend werden die Klemmbacken des Klemmstücks 300 unter der Vorbelastungskraft der Federn 400 längs der Führungselemente 200 in Richtung auf die Welle 4 (bzw. in Richtung auf deren Zentrum) verschoben.

Wenn die Klemmbacken des Klemmstücks 300 zur Welle 4 hin verschoben sind, ist die Platte 120 von der zweiten Nut 302 freigegeben. Die Platte 120 kann sodann vom Plattenantriebsmechanismus abgenommen werden.

Die vorstehend beschriebene Plattenklemmvorrichtung besitzt somit einen einfachen Aufbau und kann demzufolge einfacher und mit geringeren Fertigungskosten hergestellt werden. Außerdem gewährleistet sie Kompatibilität von Kompaktplatten und Laserplatten.


Anspruch[de]
  1. 1. Platten- bzw. Disk-Klemmvorrichtung, umfassend:

    eine drehbare Welle (4),

    einen mit der Welle (4) konzentrisch gekoppelten Drehteller (100) zur Aufnahme von Platten bzw. Disks unterschiedlicher Größe, beispielsweise einer Compact Disk und einer Laser Disk, auf einer flachen oberen Fläche des Drehtellers (100),

    mehrere an der Innenseite eines zylindrischen Abschnitts (102) des Drehtellers (100) befestigte und sich radial in Richtung auf das Zentrum des Drehtellers (100) erstreckende Führungselemente (200),

    ein Klemmelement (300), das an seinem Außenumfang ausgebildete erste und zweite Nuten (301, 302) zur Fixierung der Platten bzw. Disks am Mittelloch aufweist und mindestens zwei radial um die Welle (4) als Zentrum herum angeordnete Klemmbacken umfaßt, die jeweils längs einem der Führungselemente (200) verschiebbar geführt sind, indem diese eine in den Klemmbacken geformte Führungsbohrung (303) durchsetzen,

    mehrere elastische Elemente (400), in die jeweils eines der Führungselemente (200) eingesetzt ist und die die Klemmbacken längs dem jeweiligen Führungselement (200) in Richtung der Welle (4) in eine um diese zentrierte Stellung vorbelasten,

    wobei die Klemmbacken unter der Wirkung der bei Drehung des Drehtellers (100) auftretenden Zentrifugalkräfte längs den Führungselementen (200) radial in Richtung weg von der Welle (4) bewegbar sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei der Drehteller (100) eine flache Bodenplatte (101), den von deren Außenumfang hochgezogenen zylindrischen Abschnitt (102) und einen vom oberen Ende des letzteren in Auswärtsrichtung abgehenden flachen oberen Abschnitt (103) mit der flachen oberen Fläche für die Platten bzw. Disks, aufweist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, wobei an der flachen oberen Fläche des Drehtellers (100) ein Friktionselement (100b) mit einem hohen Reibungskoeffizienten angebracht ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, wobei die Führungselemente (200) an der Innenseite des zylindrischen Abschnitts (102) des Drehtellers (100) in paralleler Beziehung zur Bodenplatte (101) befestigt sind.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei an den Innenflächen der ersten oder zweiten Nuten (301, 302) jeweils Friktionselemente (300b) mit einem hohen Reibungskoeffizienten angebracht sind.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die erste, am Außenumfang des Klemmelements (300) ausgebildete Nut (301) eine Breite aufweist, die etwa gleich groß oder geringfügig größer ist als die Dicke einer Compact Disk (CD).
  7. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die zweite, am Außenumfang des Klemmelements (300) ausgebildete Nut (302) eine Breite aufweist, die etwa gleich groß oder geringfügig größer ist als die Dicke einer Laser Disk (LD).
  8. 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Führungsbohrungen (303) vom Außenumfang des Klemmelements (300) zur Welle (4) hin ausgebildet sind.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die elastischen Elemente (400) durch die Führungselemente (200) am Herausfallen aus dem Drehteller (100) gehindert sind.






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