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Dokumentenidentifikation DE69719022T2 18.06.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0893049
Titel Vorrichtung zum Führen in einer Obsterntemaschine
Anmelder New Holland Brand S.A., Coëx, FR
Erfinder Le Neve, Daniel H.A.M., 85300 Challans, FR;
Bossard, Guy M.A.H., 85220 Saint-Reverend, FR;
Berthet, Jean-Paul, 85220 La Chaize Giraud, FR
Vertreter G. Koch und Kollegen, 80339 München
DE-Aktenzeichen 69719022
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 21.07.1997
EP-Aktenzeichen 974017444
EP-Offenlegungsdatum 27.01.1999
EP date of grant 12.02.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.06.2003
IPC-Hauptklasse A01D 46/28

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Maschinen zum Ernten von Obst und Früchten, die auf Bäumen oder Büschen wachsen, wie z. B. Weintrauben, Beeren und dergleichen. Insbesondere bezieht sie sich auf eine Vorrichtung zum Fördern des Erntematerials, das von der Ernteeinheit von den Bäumen oder Büschen getrennt wurde, zu einem Behälter.

Weintrauben-Erntemaschinen sind üblicherweise mit einer Schüttlerbaugruppe ausgerüstet, die eine Reihe von Rebstöcken brückenförmig übergreift. Die Schüttlerbaugruppe umfaßt Sätze von Schüttlerstangen, die in Schwingungen versetzt werden, um die Rebstöcke kraftvoll zu schlagen oder zu schütteln, um die Weinbeeren oder Weintrauben von den Rebstöcken zu trennen. Die abgelösten Früchte werden in Förderer auf beiden Seiten der Rebstöcke geleitet und von diesen Förderern zu Gefäßen oder Behältern auf der Oberseite der Weintrauben- Erntemaschine gefördert. Wenn die Maschine das Ende einer Rebstock-Reihe erreicht, so können die Behälter in einen nachgeschleppten Anhänger für einen weiteren Transport zum Weingut entleert werden.

Die Wirkung der Schüttlerstangen auf die Rebstöcke löst außerdem einen gewissen Teil des Blattbewuchses von diesen. Diese Blätter werden ebenfalls von den Förderern aufgenommen und können mit den Weintrauben in den Behältern vermischt werden. Üblicherweise ist die Erntemaschine mit Reinigungseinrichtungen zum Trennen der Blätter und anderer Fremdmaterialien von den Früchten ausgerüstet. Beispielsweise weist die New Holland Braud-Weintrauben- Erntemaschine Modell SB64 unterhalb des oberen Stranges jedes Förderers einen zwischenliegenden Endlosförderer zur Aufnahme der abgetrennten Früchte und zum Kippen dieser Früchte in die Behälter auf jeder Seite der Erntemaschine auf. Über dem Abgabeende des Endlosförderers ist ein Reinigungsgebläse installiert, um die Blätter von dem Erntematerial auf dem Endlosförderer zu entfernen. Die Reinigungswirkung wird durch den Luftstrom verbessert, der auf das herunterfallende Erntematerial einwirkt.

Es wurde jedoch beobachtet, daß das Gebläse nicht nur den Blattbewuchs fortsaugt, sondern auch Tropfen von wertvollem Fruchtsaft. Der Fruchtsaft entsteht aus Weinbeeren, die unter dem Aufprall der Schüttlerstangen geplatzt sind. Am Auslaßende des Zwischenförderers saugt die Luftströmung die Safttropfen fort und scheidet sie zusammen mit den Blättern an der Seite der Maschine aus.

Die FR-A-2 634 344 offenbart eine Reinigungsanordnung, bei der die Safttropfen durch einen perforierten Bereich einer Trommel angesaugt werden, um die herum der Förderer in Drehung versetzt wird. Die Blätter werden gegen den perforierten Bereich angesaugt und bei einer weiteren Drehung der Trommel losgelassen. Der angesaugte Saft wird am Boden des Gebläsegehäuses gesammelt und über einen Auslaß zu einem Behälter transportiert. Dies stellt eine komplizierte Anordnung dar, die zu Verstopfungen durch Blätter neigt, die an der Trommel aufgrund des Zuckers in dem Saft festgeklebt bleiben. Weiterhin ist das Innere der Trommel nicht zur Reinigung zugänglich und bildet eine Quelle für Pilze und Bakterien.

Die SU-A-1 020 057 zeigt einen Förderer und eine Reinigungsanordnung, bei der die abgetrennten Früchte und das Blattwerk auf einem Paar von Endlosförderern aufgenommen werden, die mit Kämmen und Bechern versehen sind. Diese Förderer liefern das Erntematerial an einen zweiten abgewinkelten Förderer, über dem ein Absauggebläse zur Entfernung der Blätter installiert ist. Bei ihrer Aufwärtsbewegung halten die Kämme die Blätter fest, während sie einen Durchgang des Saftes und der Beeren an die Becher ermöglichen. Die Blätter und der Saft werden jedoch erneut gemischt, wenn sie auf den zweiten Förderer abgelegt werden. Daher geht der größte Teil der Trennwirkung verloren.

In der FR-A-2 298 266 wird das abgetrennte Erntematerial auf einen Förderer abgelegt, der durch eine Serie von miteinander verbundenen Behältern gebildet, ist. Jeder Behälter weist eine Anzahl von Schlitzen auf, durch die Luft an vorgegebenen Stellen hindurchgeblasen wird. Die Schlitze sind erhöht, so daß sie Wannen zwischen sich zur Aufnahme des Saftes bilden, während die Blätter von den erhöhten Teilen festgehalten werden. Benachbart zu einem Sauggebläse wird Luft durch die Schlitze derart geblasen, daß die Blätter abgehoben und in das Gebläsegehäuse gesaugt werden. Diese Blasluftströmung wird durch das gleiche Gebläse geliefert, so daß die Luft unterhalb der Wannen mit Erntegut- und Saftteilchen verunreinigt ist. In dem beschränkten Bereich unterhalb der Wannen kleben diese Teilchen leicht fest und bilden eine Quelle für Keime und Pilze. Weiterhin ist dieser Bereich nicht einfach für eine Reinigung zugänglich.

Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, die Verluste an Fruchtsaft zu beseitigen und eine verbesserte Fördereranordnung zu bilden, die weniger zu einer unerwünschten Entfernung des Saftes aus der Erntematerialströmung zu den Behältern neigt und beispielsweise für eine Reinigung leicht zugänglich ist und eine weniger komplexe Eigenart aufweist.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine Frucht-Erntemaschine geschaffen, die folgendes umfaßt:

einen Rahmen, der mit Einrichtungen zur Bewegung über ein Feld ausgerüstet ist,

eine Erntebaugruppe zur Trennung von Erntematerial, das Früchte und Blattwert umfaßt, von den Bäumen, Büschen und dergleichen, die auf dem Feld stehen,

Fördereinrichtungen zur Aufnahme der abgetrennten Früchte und des Blattwerks zusammen mit Saft von den Früchten und zu deren bzw. dessen Transport entweder direkt oder indirekt zu einem Behälter, wobei die Fördereinrichtungen Einrichtungen zum Trennen des Fruchtsaftes von den Früchten und dem Blattwerk aufweisen, und

Reinigungseinrichtungen zum Trennen des Blattwerkes von den abgetrennten Früchten,

dadurch gekennzeichnet, daß:

die Fördereinrichtungen ein Förderband umfassen, das auf seiner Außenoberfläche eine Anordnung von Vorsprüngen aufweist, um auf diesen die abgetrennten Früchte und das Blattwerk aufzunehmen und das Fließen des Fruchtsaftes zwischen diesen Vorsprüngen zu ermöglichen, und

die Reinigungseinrichtungen oberhalb des Abgabeendes der Fördereinrichtung angeordnet sind.

Die Anordnung von Vorsprüngen ergibt eine natürliche Trennung des Saftes von dem Rest des Erntematerials.

Wenn der obere Strang des Förderbandes nach oben in seiner normalen Förderrichtung geneigt ist, so wandert der Saft zwischen den Vorsprüngen in Rückwärtsrichtung und wird mit einer niedrigeren Geschwindigkeit als das feste Material abgegeben, das auf den Vorsprüngen selbst ruht. Somit werden unterschiedliche Bewegungsbahnen für die Früchte und Blätter einerseits und den Saft andererseits erzielt. Die Reinigungseinrichtungen, beispielsweise ein Gebläse, können benachbart zur Bewegungsbahn des festen Materials installiert werden, um von diesem die Blätter abzuziehen. Weil sie in einem größeren Abstand von der Bewegungsbahn der Flüssigkeit angeordnet sind, bleibt der Fruchtsaft im wesentlichen unbeeinflußt und kann den Boden des Behältes zusammen mit den gereinigten Früchten erreichen.

In vorteilhafter Weise können Halteeinrichtungen auf dem Förderband angeordnet sein, um Weintrauben oder Weinbeeren an einem Zurückrollen in die Erntebaugruppe zu hindern. Die Wülste sind vorzugsweise mit Öffnungen für den Durchgang von Saft durch diese hindurch derart versehen, daß die nach hinten gerichtete Strömung des Saftes nicht behindert wird.

Durch Wenden des Auslaßendes des Förderbandes über einen kleinen Radius steigt der Abstand zwischen den oberen Enden der Vorsprünge plötzlich an, und irgendwelches festes Material, das zwischen diesen eingefangen sein könnte, wird gelöst und getrennt.

Eine Fruchterntemaschine gemäß der vorliegenden Erfindung wird nunmehr ausführlicher in Form eines Beispiels unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, in denen:

Fig. 1 eine Seitenansicht einer Erntemaschine ist, die mit einem Becherförderer, einem zwischenliegenden Bandförderer und einem Reinigungsgebläse versehen ist, das über dem Zwischenförderer installiert ist,

Fig. 2 eine perspektivische Ansicht des Bandförderers und einer Führungsplatte zum Führen des Erntematerials zu diesem ist,

Fig. 3 eine Draufsicht auf das Förderband des Förderers nach Fig. 2 ist, und

Fig. 4 eine Querschnitts-Teilansicht des Förderbandes entlang der Linie IV-IV in Fig. 3 ist.

In der folgenden Beschreibung werden Bezugnahmen auf "rechts" und "links" so bestimmt, daß man an der Rückseite der Erntemaschine steht und in Richtung der normalen Vorwärtsbewegung blickt. Es ist weiterhin verständlich, daß in der gesamten Beschreibung Ausdrücke wie "vorwärts", "rückwärts", "aufwärts", "abwärts" usw. aus Gründen der Bequemlichkeit gewählte Worte sind und nicht als beschränkende Ausdrücke betrachtet werden sollten.

Die in Fig. 1 gezeigte Fruchterntemaschine ist eine Weintrauben-Erntemaschine, die allgemein mit 1 bezeichnet ist und ein Fahrgestell oder einen Hauptrahmen 2 aufweist, der mit vorderen lenkbaren Rädern 3 und hinteren Rädern 4 versehen ist. Sowohl die Vorderräder 3 als auch die Hinterräder 4 sind angetrieben, um den Rahmen 2 über den Boden zu bewegen. Der Rahmen 2 weist die Form einer Brücke auf, um eine Bewegung rittlings über eine Reihe von Pflanzen oder Büschen zu ermöglichen, wie zum Beispiel Rebstöcke. In bekannter Weise trägt der Rahmen 2 eine Erntebaugruppe 5, die eine (nicht gezeigte) Schüttlerbaugruppe zum Trennen der Weintrauben von den Rebstöcke und zwei Höhenförderer 8 zum Sammeln der abgetrennten Weintrauben und zum Fördern dieser Weintrauben zu zwei Speichertanks oder Behältern 9 umfaßt. Der Rahmen 2 trägt weiterhin einen Antriebsmotor 11, der die Drehantriebsleistung liefert, die erforderlich ist, um die verschiedenen aktiven Bauteile der Erntebaugruppe 5 und der Förderer anzutreiben und der weiterhin die Antriebsleistung für die Räder 3, 4 liefert, weil das Fahrzeug 1 vom selbstfahrenden Typ ist.

Die Erntebaugruppe 5 kann in dauerhafter Weise an dem Hauptrahmen 2 der Maschine befestigt sein, oder sie kann in Form einer entfernbaren Baugruppe ausgebildet sein, die lösbar an dem Hauptrahmen 2 befestigt ist, so daß sie durch andere Ausrüstungen und Zubehörteile ersetzt werden kann, wie z. B. Sprühausrüstungen, Beschneideausrüstungen, Ausrüstungen zum Auflockern des Bodens, usw.

Die Antriebs- und Erntefunktionen des Fahrzeuges werden durch den Fahrer von einer Fahrerplattform 13 aus gesteuert, die an dem vorderen Teil des Rahmens 2 oberhalb des linken lenkbaren Rades 3 angebracht ist. Um die Bequemlichkeit des Fahrers zu vergrößern, ist eine gegenüber der Umgebung isolierte Kabine 14 vorgesehen, die die Position des Fahrers auf der Plattform 13 umgibt.

Die Höhenförderer 8 bilden jeweils eine geschlossene Schleife um die Schüttlerbaugruppe und umfassen eine geschlossene Kette, die mit einer Serie von miteinander verbundenen Bechern oder Wannen 16 versehen ist. Vorzugsweise sind die unteren Stränge 8a der Förderer 8 benachbart zueinander angeordnet und auf jeder Seite der Rebstockreihe derart geführt, daß sie den Fuß der Rebstöcke einklemmen und das durch die Schüttlerbaugruppe gelöste Erntematerial auffangen. Die vertikalen hinteren Stränge 8b und vorderen Stränge 8d der Höhenförderer 8 divergieren nach oben und nach außen von den Längsachsen der unteren Stränge 8a, um den Durchgang des oberen Teils der Pflanzen in die Erntebaugruppe 5 hinein und aus dieser heraus freizugeben. Die Geschwindigkeit der unteren Stränge 8a bezogen auf den Rahmen 2 ist gleich und entgegengesetzt zur Geschwindigkeit der Maschine entlang der Rebstockreihe, derart, daß sich keine Relativbewegung zwischen den unteren Strängen 8a und den Stämmen der Pflanzen ergibt, die sie umschließen. Eine derartige Anordnung verhindert eine vorzeitige Abnutzung der Becher und Schäden an den Rebstöcken.

Wenn die Förderer 8 in ihren oberen Strang 8c eintreten, werden die Becher 16 gekippt, um ihren Inhalt auf Führungsplatten 18 abzufegen, die auf beiden Seiten des Rahmens 2 eingebaut sind. Jede Führungsplatte 18 (Fig. 2) ist geneigt angeordnet, um das abgetrennte Erntematerial in Vorwärtsrichtung zum unteren Teil eines Zwischen-Bandförderers 20 zu fördern. Die Bandförderer 20 transportieren das Erntematerial nach außen und geringfügig nach oben zu den Behältern 9. Eine in Längsrichtung angeordnete (nicht gezeigte) Verteiler-Förderschnecke ist unterhalb des Auslaßendes jedes Bandförderers 20 eingebaut und stellt eine geeignete Verteilung der Weintrauben in den Behältern 9 sicher.

Oberhalb der Auslaßenden der Förderer 20 sind Reinigungseinrichtungen 27 installiert, um das Blattwerk von dem Erntematerial abzutrennen (Fig. 1). Die Reinigungseinrichtungen 27 umfassen eine Haube 29, die auf den Abgabebereich des Förderers 20 gerichtet ist, und ein Absauggebläse 30, das mit der Oberseite der Haube 29 ausgerichtet ist. Der Gebläserotor 32 kann mit verschiedenen Geschwindigkeiten angetrieben werden, um eine nach oben gerichtete Luftströmung zu schaffen, die mit dem Erntematerial in Berührung kommt, während dieses auf der Oberseite des Bandförderers 20 gefördert und in die Behälter 9 geworfen wird. Die Bewegungsbahn der schwereren Erntematerial-Elemente, wie z. B. der Beeren oder Trauben, wird durch die Luftströmung im wesentlichen nicht beeinflußt, doch werden die Blätter, die ein größeres Verhältnis der Oberfläche zum Gewicht aufweisen, angehoben und in das Gebläse 30 angesaugt. Die abgesaugten Blätter werden von dem Gebläse 30 über einen Auslaßkanal 34 ausgestoßen, der über und an der Vorderseite des Behälters 9 befestigt ist, und sie werden auf dem Feld an der Seite der Trauben-Erntemaschine 1 abgelegt. Durch Einstellen der Drehgeschwindigkeit der Gebläserotoren 32 kann eine mehr oder weniger aggressive Wirkung des Gebläses auf das Erntematerial erzielt werden, das in die Behälter 9 abgegeben wird. Wenn die Blätter trocken und leicht entfernbar sind, so kann die Rotordrehzahl verringert werden. Wenn die Menge an Blättern in dem Erntematerial ansteigt oder wenn diese klebrig werden, kann es erforderlich sein, die Rotordrehzahl für eine wirkungsvolle Reinigung des Erntematerials zu vergrößern.

Wie dies in Fig. 2 gezeigt ist, umfaßt jeder Bandförderer 20 ein Paar von Walzen 50, 51, die sich in Längsrichtung der Erntemaschine 1 erstrecken, und ein Förderband 53, das über dem Paar von Walzen installiert ist. Eine der Walzen 50, 51 wird durch geeignete Motoreinrichtungen, wie z. B. einen Hydraulik- oder Elektromotor in Drehung versetzt. Bei einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird das Förderband 53 mit einer maximalen linearen Geschwindigkeit von ungefähr 80 m/min angetrieben. Die äußere Walze 51 ist etwas höher als die innere Walze 50 eingebaut, so daß der obere Strang 53a des Förderbandes 53 eine Neigung a von ungefähr 15 Grad gegenüber der Horizontalen aufweist. Die Führungsplatte 18 lenkt die Strömung des von dem Höhenförderer 8 abgegebenen Erntematerials nach vorne und etwas nach innen, wie dies durch den Pfeil 56 in Fig. 2 angezeigt ist, so daß die Hauptmasse des Materials auf dem Förderband 53 unter einem Winkel von ungefähr 30 Grad zur Transportrichtung des Bandförderers 20 empfangen wird.

Das von den Bechern 16 erfaßte Erntematerial enthält nicht nur lose Weinbeeren, Weintrauben und Blätter, sondern auch Fruchtsaft, der aus den Weinbeeren herausfließt, die durch die Wirkung der Schüttlerbaugruppe oder durch deren Fall auf den Höhenförderer 8 geplatzt oder aufgerissen wurden. Wenn er in den Behältern 9 gesammelt wird, so kann dieser Saft zur weiteren Weinherstellung verwendet werden. Der Saft wird in Form von Tropfen von dem Bandförderer 20 abgeworfen. Es wurde festgestellt, daß ein erheblicher Teil dieser Tropfen von dem Gebläse 30 abgesaugt und durch den Auslaßkanal 34 zusammen mit den Blättern ausgestoßen wird. Entsprechend ist es vorteilhaft, diese Verluste zu beseitigen und den Saft von dem anderen Erntematerial zu trennen und ihn entlang eines anderen von dem Gebläse 30 entfernten Pfades zu den Behältern 9 zu fördern.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Förderer 20 mit einem Förderband 53 ausgerüstet, das auf seiner äußeren Oberfläche eine Anordnung von Vorsprüngen 60 aufweist, um auf diesen das feste Erntematerial, wie z. B. Weinbeeren, Weintrauben und Blätter aufzunehmen. Fig. 3 zeigt die obere Fläche eines abgewickelten Förderbandes 53, das um die Walzen 50, 51 herumgelegt und dann an seinem Platz dadurch befestigt werden kann, daß die Endteile des Förderbandes durch geeignete Einrichtungen, wie z. B. Nieten oder Schrauben durch die Befestigungsbohrungen 61 hindurch verbunden werden. Das Förderband 53 kann aus Polyvinylchlorid, Polyurethan oder irgendeinem anderen geeigneten flexiblen Material hergestellt werden.

Die Vorsprünge 60 können eine zylindrische Form mit einem kreisförmigen Querschnitt aufweisen, doch kann der Querschnitt auch irgendeine andere Form haben, beispielsweise quadratisch oder sechseckig. Die Höhe der Vorsprünge und der Abstand zwischen diesen reicht aus, um eine freie Strömung des Saftes unterhalb des festen Materials zu ermöglichen, das von dem Förderband 53 gefördert wird. Gute Ergebnisse wurden unter Verwendung von zylindrischen Vorsprüngen mit einem Durchmesser und einer Höhe von 4 mm und einem Abstand von 8 mm voneinander erzielt. Die Vorsprünge 60 sind in einer versetzten Gruppe angeordnet, wobei sich Kanäle zwischen diesen in einer Richtung im wesentlichen parallel zur Richtung des ankommenden Erntematerials ergeben, das von der Führungsplatte 18 geliefert wird.

Die Trauben und Blätter werden in Richtung auf die Behälter 9 auf den Vorsprüngen 60 des Förderbandes 53 transportiert. Am Ende des Förderbandes 20 werden sie entlang einer Bewegungsbahn 62 unterhalb der Gebläsehaube 29 in den Behälter 9 abgeworfen. Der Saft wandert zwischen dem festen Material und wird zwischen den Vorsprüngen 60 gesammelt. Aufgrund der Aufprallrichtung des Erntematerials und der geneigten Anordnung des Förderers 20 neigt der Saft dazu, in Rückwärtsrichtung gegenüber der Förderband-Oberfläche zu fließen. Die Ausrichtung der Vorsprünge 60 und die Kanäle zwischen diesen erleichtern diese nach hinten gerichtete Strömung. Zu der Zeit, zu der das Erntematerial am Abgabeende des Bandförderers 20 abgeworfen wird, wurde ein größerer Teil des Saftes unterhalb der Weintrauben und der Blätter gesammelt, so daß dieser durch das feste Material gegenüber der direkten Wirkung des Gebläses 30 abgeschirmt ist, und seine Geschwindigkeit gegenüber der Geschwindigkeit des Förderbandes beträchtlich verringert wurde. Entsprechend wird der Saft nicht so kraftvoll abgeschleudert, wie das andere feste Material, und er folgt einer getrennten unteren Bewegungsbahn 64 in dem Behälter 9. Als Ergebnis werden wesentlich weniger Safttropfen von dem Gebläse 30 abgesogen und neben der Erntemaschine 1 ausgestoßen.

Die hohe Geschwindigkeit des Förderbandes 30 ergibt eine wirkungsvolle Entfernung des Saftes von dem Förderband 53, wenn das letztere um die obere Walze 5 herum umgewendet wird. Die sich daraus ergebenden Zentrifugalkräfte sind größer als das Anhaften des Saftes an der Förderband-Oberfläche, und der Saft wird entlang der unteren Bewegungsbahn 64 abgeschleudert.

Der kleine Durchmesser der oberen Walze 51, beispielsweise 70 mm, ergibt eine erhebliche Aufweitung des Abstandes zwischen den Oberseiten der Vorsprünge 60, wenn das Förderband 53 umgelenkt wird. Diese Anordnung ermöglicht die Trennung von Stücken des festen Materials, wie z. B. Zweigteilen oder Blattstengeln die zwischen den Vorsprüngen 60 eingefangen sein könnten.

Lose Weinbeeren rollen zurück über die Vorsprünge 61. Daher wurden querverlaufende Wülste 70 über das Förderband 53 hinweg angebracht. Die Wülste 70 sind gekrümmt (Radius R), um die Früchte in der Nähe der Mitte des Förderbandes 53 zu sammeln, während sie in Aufwärtsrichtung zum Behälter 9 gefördert werden. Die Wülste 70 weisen eine geringe Höhe, beispielsweise 9 mm auf, und erstrecken sich nicht wesentlich höher als die Vorsprünge 60, doch ergeben sie eine wirkungsvolle Sperre für sich bewegende Früchte, wobei der Bereich unmittelbar vor den Wülsten von Vorsprüngen freigehalten wurde. Irgendwelche zurückrollenden Beeren werden in der Einsenkung zwischen den Vorsprüngen 60 und dem Wulst 70 aufgenommen und bleiben zwischen diesen eingefangen, bis das Erntematerial in den Behälter 9 gekippt wird. Der freie Bereich sollte eine Breite aufweisen, die groß genug ist, um zumindest eine Weinbeere aufzunehmen, d. h. beispielsweise ungefähr 25 mm.

Um eine Ansammlung des Fruchtsaftes an den querverlaufenden Wülsten 70 und ein nachfolgendes Abschleudern des Saftes entlang der oberen Bewegungsbahn 62 zu verhindern, sind die Wülste 70 mit Kerben 72 versehen, die Kanäle für die nach hinten gerichtete Strömung des Saftes bilden. Die Kerben 72 erstrecken sich von der Oberkante der Wülste 70 nach unten bis zu einigen wenigen Mellimetern von der Oberfläche des Förderbandes 53. Der Saft kann durch diese Kerben 72 ablaufen und er hat daher immer noch eine verringerte Geschwindigkeit, wenn er von dem äußeren Ende des Bandförderers 20 abgeschleudert wird. Entsprechend bleibt die untere Bewegungsbahn 64 des Saftes im wesentlichen durch die Wülste 70 unbeeinflußt.

Es ist zu erkennen, daß auf diese Weise eine einfache jedoch wirkungsvolle Einrichtung zum Trennen des Saftes von den abgetrennten Früchten geschaffen wird, und daß eine getrennte Bewegungsbahn für die Flüssigkeit und das feste Erntematerial am Austrittsende des Förderers geschaffen wird.

Obwohl die vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf eine bestimmte Art von Fruchterntemaschine und Fördererbaugruppe beschrieben wurde, ist es zu erkennen, daß andere Ausführungsformen denkbar sind, ohne den ursprünglichen Grundgedanken der Erfindung zu verlassen. Beispielsweise können, wie dies weiter oben angegeben wurde, die Vorsprünge eine andere, nicht zylindrische Form aufweisen. Weiterhin können die Vorsprünge unterschiedliche Höhen aufweisen, wobei die höheren Vorsprünge die Wülste 70 ersetzen. Die Verteilung der Vorsprünge über das Förderband 53 können geändert werden, um eine bessere Anpassung an andere Richtungen des ankommenden Fördermaterials zu erzielen. Die Wülste 70 müssen nicht gekrümmt sein, sondern sie können geradlinig oder in Form eines Winkels angeordnet sein.


Anspruch[de]

1. Fruchterntemaschine (1) mit:

einem Rahmen (2), der mit Einrichtungen (3, 4) zur Vorwärtsbewegung über ein Feld ausgerüstet ist,

einer Erntebaugruppe (5) zum Trennen von Erntematerial, das Früchte und Blattwerk umfaßt, von Blättern, Büschen und dergleichen, die auf dem Feld stehen,

Fördereinrichtungen (8, 18, 20) zur Aufnahme der abgetrennten Früchte und des Blattwerks zusammen mit Saft von den Früchten und zu deren bzw. dessen Transport entweder direkt oder indirekt zu einem Behälter (9), wobei die Fördereinrichtungen (8, 18, 20) Einrichtungen (53, 60) zum Trennen des Fruchtsaftes von den Früchten und dem Blattwerk umfassen, und

Reinigungseinrichtungen (27) zum Trennen des Blattwerkes von den abgetrennten Früchten,

dadurch gekennzeichnet, daß:

die Fördereinrichtungen (8, 18, 20) ein Förderband (53) umfassen, das auf seiner äußeren Oberfläche eine Anordnung von Vorsprüngen (60) aufweist, um auf diesen die abgetrennten Früchte und das Blattwerk aufzunehmen und um die Strömung des Fruchtsaftes zwischen den Vorsprüngen (60) zu ermöglichen, und

die Reinigungseinrichtungen (27) oberhalb eines Abgabeendes der Fördereinrichtungen (8, 18, 20) installiert sind.

2. Fruchterntemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge eine Höhe von im wesentlichen 4 mm haben.

3. Fruchterntemaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge eine zylindrische Form aufweisen.

4. Fruchterntemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der obere, das Erntematerial aufnehmende Strang (53a) des Förderbandes (30) in seiner normalen Fördereinrichtung nach oben geneigt ist.

5. Fruchterntemaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Strang (53a) unter einem Winkel von im wesentlichen 15 Grad zur Horizontalen geneigt ist.

6. Fruchterntemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß:

die Fördereinrichtungen (8, 18, 20) weiterhin Zwischenfördereinrichtungen (18) umfassen, die die abgetrennten Früchte und das Blattmaterial unter einem vorgegebenen Winkel zum Aufnahmeende des Förderbandes (53) liefern, und

die Vorsprünge (60) in einer Richtung im wesentlichen gleich des vorgegebenen Winkels angeordnet sind, wodurch die freie Strömung des Saftes zwischen den Vorsprüngen (60) in der genannten Richtung ermöglicht wird.

7. Fruchterntemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Förderband (53) mit Halteeinrichtungen (70) zum Halten der Früchte gegen diese versehen ist, während sie in Richtung auf den Behälter (9) bewegt werden.

8. Fruchterntemaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteeinrichtungen Wülste (70) umfassen, die sich über die Breite des Förderbandes (53) erstrecken, wobei die Wülste Öffnungen (72) aufweisen, die die Strömung des Saftes durch diese hindurch ermöglichen.

9. Fruchterntemaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Wülste (70) in ihrer Form gekrümmt sind und einen niedrigsten Punkt in der Nähe der Mitte des Förderbandes (53) aufweisen.

10. Fruchterntemaschine nach einem der Ansprüche 7-9, dadurch gekennzeichnet, daß der Förderband-Bereich unmittelbar vor den Halteeinrichtungen (70) von Vorsprüngen (60) frei ist.

11. Fruchterntemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Förderband (53) an seinem Abgabeende über einen kleinen Radius gewendet wird, um plötzlich den Abstand zwischen den oberen Enden der Vorsprünge (60) zu vergrößern und irgendwelches zwischen diesen eingefangenes festes Material herauszulösen.

12. Fruchterntemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigungseinrichtungen (27) eine Haube (29) umfassen, die einen über dem Abgabeende eingebauten Einlaß und einen Auslaß aufweist, der mit einem Gebläse (30) zum Saugen des Blattwerkes in den Einlaß ausgerichtet ist.







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