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Dokumentenidentifikation EP1066188 26.06.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 1066188
Titel DREHVORRICHTUNG
Anmelder Schneider, Enrico, Basel, CH
Erfinder Schneider, Enrico, 4056 Basel, CH
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 59905648
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, ES, FR, GB, IT, LI, NL, PT, SE
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 24.03.1999
EP-Aktenzeichen 999072267
WO-Anmeldetag 24.03.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/CH99/00126
WO-Veröffentlichungsnummer 0099050122
WO-Veröffentlichungsdatum 07.10.1999
EP-Offenlegungsdatum 10.01.2001
EP date of grant 21.05.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.06.2003
IPC-Hauptklasse B61J 1/06
IPC-Nebenklasse F21V 21/34   

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Drehvorrichtung zur Anbringung an Kreuzungspunkten eines Förderschienensystems mit Transporteinheiten. Sie dient dazu, die Transporteinheiten den in einer beliebigen Richtung verlaufenden Förderschienen zuzuführen und dabei gleichzeitig die Zuführung von Strom und von Steuerimpulsen an die Transporteinheiten zu gewährleisten. An den Transporteinheiten angebracht sind beispielsweise Beleuchtungskörper, die durch die Transporteinheiten mit Energie und allenfalls Steuersignalen versorgt werden und so die flexible und je nachdem sogar mobile Ausleuchtung eines Raumes, zum Beispiel eines Fernsehstudios, gewährleisten.

Stand der Technik

Gebräuchliche Beleuchtungsanlagen für Fernsehstudios, Theaterbühnen oder dergleichen weisen beispielsweise Scheinwerfer auf, die an einem sich an der Decke befindenden Förderschienensystem mit Drehscheiben angebracht und auf den Schienen manuell positioniert werden können. In regelmässigen Abständen sind an der Decke Versorgungskästen angebracht, von denen aus ein einmal positionierter Scheinwerfer mit Strom und Steuerimpulsen versorgt werden kann. Eine solche Anordnung bedingt aber eine relativ frühzeitige und manuelle Vorbereitung für einen Anlass, an dem die Beleuchtungsanlage zum Einsatz kommen soll, und erschwert das flexible, kurzfristige Anpassen der Beleuchtungssituation.

Ein anderes System für eine Beleuchtungsanlage sieht das Anbringen einer Vielzahl von nur höhenverstellbaren Scheinwerfern vor, wobei je nach Bedarf die Scheinwerfer zum Einsatz gebracht werden können, die sich an der passenden Stelle befinden. Dabei lässt sich lediglich die Höhe der Scheinwerfer beliebig wählen. Dieses System ermöglicht zwar ein flexibles Arbeiten, bedingt aber grosse Investitionen in teure Scheinwerferanlagen und schränkt die Anzahl Positionen, von denen aus ein Scheinwerfer zum Einsatz gebracht werden kann, beträchtlich ein.

Ein wieder anderes System beruht auf einem Förderschienensystem, das in die Deckenkonstruktion eines Studios installiert werden kann. So ein Förderschienensystem weist Schienen auf, die zueinander parallel sind und über die ganze Länge des Bereichs verlaufen, in dem Scheinwerfer zum Einsatz kommen sollen. Auf einem Paar solcher Schienen sind jeweils mehrere Schienenabschnitte verschiebbar angebracht, deren Laufrichtung senkrecht zur Laufrichtung der Schienen verläuft. Die Scheinwerfer sind an Transporteinheiten befestigt, die auf den Schienenabschnitten verschoben werden können. Zwei Schienenabschnitte auf benachbarten Schienenpaaren können dann so in Position gebracht werden, dass sie miteinander fluchten und eine Transporteinheit eines Scheinwerfers von einem Schienenabschnitt zum nächsten verschoben werden kann. Auf diese Weise kann ein Scheinwerfer im Prinzip an jede gewünschte Position an der Decke gebracht werden. Eine solche Anlage hat aber den wesentlichen Nachteil, dass die Transportwege auf dem Schienensystem lang und umständlich werden, wenn das Beleuchtungssystem eine grössere Anzahl von Scheinwerfern aufweist, die möglicherweise noch verschiedener Machart sind und verschiedene Funktionen erfüllen, da mit Transporteinheiten besetzte Schienenabschnitte einander bei Positionsänderungen behindern.

Abriss der Erfindung

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, eine Beleuchtungsanlage zu ermöglichen, die die Nachteile der vorstehend beschriebenen Anlagen nicht aufweist und bei der die Beleuchtungskörper auch dann flexibel verschoben werden können, während sie im Einsatz sind.

Die Erfindung betrifft eine Drehvorrichtung, nämlich eine Drehvorrichtung zur Montage an Kreuzungspunkten zwischen ortsfesten, mit Kontaktbahnen versehenen Förderschienen eines Förderschienensystems zur Beförderung von Transporteinheiten, wobei die Drehvorrichtung zwei gegeneinander verdrehbare Bestandteile aufweist, von denen der eine als zur Befestigung am Kreuzungspunkt dienendes Drehlager für den anderen ausgebildet ist, während der andere ein mindestens einen Schienenabschnitt enthaltender Schienenträger ist. Gekennzeichnet ist die erfindungsgemässe Vorrichtung dadurch, dass jeder Schienenabschnitt des Schienenträgers mit Kontaktbahnen versehen ist, damit eine sich auf dem Schienenabschnitt befindende, Stromabnehmer aufweisende Transporteinheit Energie beziehen kann.

Des Weiteren betrifft die Erfindung auch eine Beleuchtungsanlage mit Beleuchtungskörpern zur Ausleuchtung von Fernsehstudios, Theater-, oder Konzertbühnen oder dergleichen, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Beleuchtungskörper mit Transporteinheiten versehen sind, die auf einem Förderschienensystem mit Kontaktbahnen aufweisenden Förderschienen positioniert werden können, wobei diese Transporteinheiten Stromabnehmer aufweisen, die die Kontaktbahnen kontaktieren, und dass sich an den Kreuzungspunkten dieses Förderschienensystems je eine Drehvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7 befindet.

Kurze Beschreibung der Zeichnung

Im Folgenden wird anhand einer Zeichnung ein Ausführungsbeispiel der Erfindung erläutert. In der Zeichnung zeigt

  • die Figur 1 eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemässen Drehvorrichtung,
  • die Figur 2 eine perspektivische Ansicht des Drehlagers dieser Vorrichtung,
  • die Figur 3 eine ebenfalls perspektivische Ansicht ihres Schienenträgers,
  • die Figur 4 einen Längsschnitt durch den Schienenabschnitt des Schienenträgers mit eingesetzter, ungeschnitten gezeichneter Laufkatze und
  • die Figur 5 eine perspektivische Ansicht eines Teils einer Beleuchtungsanlage, die mit erfindungsgemässen Drehvorrichtungen versehen ist, mit einem schematisch dargestellten Beleuchtungskörper.

Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele

Wie das in der Figur 1 dargestellt ist, besteht die Drehvorrichtung aus zwei Bestandteilen, von denen der eine, als Ganzes mit 1 bezeichnete und fest an Kreuzungspunkten des Förderschienensystems zu installierende als Drehlager für den anderen, als Ganzes mit 2 bezeichneten, und im Folgenden Schienenträger genannten ausgebildet ist.

Das Drehlager 1 besteht im Wesentlichen aus einem Hohlzylinder 11 mit einem Aussendurchmesser Da und einem InnendurchmesserDi. Dieser ist mit Gewindelöchern 12 versehen, an denen Befestigungsmittel angreifen können, um die Drehvorrichtung an einer Decke oder an einem Stangengerüst zu befestigen. Je nach dem Aufbau des Förderschienensystems sind am Zylinder 11 beispielsweise acht Schienenansätze 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28 von ortsfesten Förderschienen fixiert, die von der Zylinderoberfläche radial nach aussen geführt sind, wobei jeweils zwei benachbarte Ansätze einen Winkel von 45° zueinander aufweisen.

Der Schienenträger 2 besteht ebenfalls im Wesentlichen aus einem Hohlzylinder 50, dessen Aussendurchmesser da ein wenig kleiner ist als der Innendurchmesser Di des zum Drehlager 1 zugehörigen Hohlzylinders 11. Er ist zusätzlich an der Oberseite mit einem Flansch 51 mit einem Aussendurchmesser df versehen, der mindestens gleich Da ist. Im unteren Teil des Schienenträgers angebracht ist ein Schienenabschnitt 52, der in einer Diagonale des Zylinders 50 verläuft.

Jeder der Schienenansätze 21 bis 28 ebenso wie der Schienenabschnitt 52 sind spiegelsymmetrisch bezüglich einer entlang der Schienenrichtung verlaufenden, im gezeichneten Beispiel vertikalen Ebene. Jeder Schienenansatz 21 bis 28 bzw. jeder Schienenabschnitt 52 weist eine Decke 31, zwei Seitenwände 32, 33 und zwei Rollbahnen 34, 35 auf. Auf den Rollbahnen 34, 35 ist eine als Laufkatze ausgebildete Transporteinheit 70 entlang der Laufrichtung der Schiene verschiebbar. An beiden Seitenwänden 32, 33 der Schienen ist je ein Kunststoffband 36 angebracht. Jedes der Kunststoffbänder ist mit mindestens zwei Rillen versehen, in denen sich je eine Stromschiene 37 bzw. 38 befindet, die auf die Innenseite der Schienen hin offenliegt und als Kontaktbahn dient. Die einander gegenüberliegenden Kontaktbahnen 37, 38 der Schienenansätze 21 bis 28 sind über Verbindungen 46, 47 miteinander kontaktiert. Die Verbindungen 46, 47 können beispielsweise als an der Aussenseite der Schienenansätze 21 bis 28 angebrachte Stromleitungskabel ausgebildet sein, die die Kontaktbahnen 37, 38 durch Öffnungen in den Seitenwänden 32, 33 kontaktieren.

Im Innern der Hohlzylinders 11 des Drehlagers 1 der Drehvorrichtung ist ebenfalls ein Kunststoffband 41 mit eingelegten Stromschienen 42, 43 angebracht, die direkt mit den Stromschienen 37, 38 der Schienenansätze 21 bis 28 verbunden sind. Der Schienenträger 2 weist nun Kontaktstifte 44, 45 auf, die mit den Kontaktbahnen 37, 38 des Schienenabschnittes 52 verbunden sind und im betriebsbereiten Zustand beispielsweise durch eine Feder auf die Stromschienen 42, 43 gedrückt werden, so dass sie diese elektrisch kontaktieren.

Die in der Figur 4 schematisch dargestellte Laufkatze 70 weist mehrere Achsen mit auf den Rollbahnen 34, 35 abrollenden Rädern 71 sowie Antriebsmittel auf, mit denen sie sich auf der Schiene fortbewegen kann. Auf der in der Figur 4 dem Betrachter zugewandten Seite der Laufkatze 70 sind Stromabnehmer 72 angebracht, die auf den Kontaktbahnen 37, 38 schleifen. Im in der Figur 2 gezeichneten Ausführungsbeispiel weist die Laufkatze 70 in der Fahrrichtung vorne und hinten je einen Satz Stromabnehmer auf, wobei entsprechend der Anzahl Kontaktbahnen 37, 38 lediglich zwei Stromabnehmer 72 pro Satz vorhanden ist. Die Anzahl der Stromabnehmer erhöht sich aber selbstverständlich mit der Anzahl Kontaktbahnen 37, 38, wenn mehr als zwei von diesen vorhanden sind. Zusätzlich weist die Laufkatze noch Räder 73 auf, die an ihrer Oberseite angebracht sind und die durch Abrollen an der Decke 31 verhindern, dass sich die Laufkatze 70 bei grossen Beschleunigungen aufrichten kann und dabei die Stromabnehmer den Kontakt zu den Stromschienen 37, 38 verlieren.

Im betriebsbereiten Zustand ist der Schienenträger 2, wie das in der Figur 1 dargestellt ist, in das Drehlager 1 der Drehvorrichtung eingebracht. Zwischen dem Flansch 51 und der Oberkante 11a des Zylinders 11 befindet sich ein Wälzlager 61, das ermöglicht, dass der Schienenträger 2 mit geringem Widerstand gegen das Drehlager 1 verdreht werden kann. Zu diesem Zweck weist der Schienenträger 2 einen Stellantrieb auf. Ein über Zuleitungen 62 mit den Stromschienen 37, 38 des Schienenabschnittes 52 verbundener Elektromotor 63 auf ist an der Innenseite des Schienenträgers 2 befestigt. Dieser bewirkt bei Bedarf über ein Kunststoffzahnrad 64, das durch eine Öffnung 65 im Zylinder 50 in die Zahnung einer an der Innenwand des Zylinders 11 versenkt angebrachten Kunststoff-Zahnstange 66 eingreift, eine Drehung des Schienenträgers. Zusätzlich sind an vorgegebenen, sich im Winkelabstand von 45° zueinander befindlichen Positionen auf der Innenseite des Hohlzylinders kugelförmige Vertiefungen 67 angebracht. Eine Kugel 68 ist auf der Aussenseite des Zylinders 50 angebracht und wird durch eine Feder gegen einen Anschlag beziehungsweise im betriebsbereiten Zustand gegen die Innenseite des Zylinders 11 nach aussen gedrückt. Sie rastet dann in eine dieser Vertiefungen ein, wenn der Schienenträger so ausgerichtet ist, dass sich einer der Schienenansätze 21 bis 28 in der Richtung befindet, die von seinem Schienenabschnitt 52 radial nach aussen führt. Auf diese Weise werden die Positionen, in denen eine Transporteinheit auf den Schienenträger 2 oder von ihm weg gefahren werden kann, als fixe Positionen des Schienenträgers 2 definiert.

Im Folgenden wird noch kurz der Aufbau und die Funktionsweise einer mit erfindungsgemässen Drehvorrichtungen versehenen Beleuchtungsanlage geschildert. In der Figur 5 ist eine Ansicht eines Teils einer solchen Beleuchtungsanlage mit einem nur schematisch dargestellten Beleuchtungskörper 80 gezeigt. Der Beleuchtungskörper 80 ist beispielsweise ein Scheinwerfer mit einem Satz von Farbfiltern und einer Vorrichtung zum Einschieben eines Filters aus diesem Satz. Wie das für traditionelle Beleuchtungssysteme bekannt ist, ist er mit Mitteln versehen, mit denen seine Höhe verstellt werden kann und mit denen sein Licht in eine beliebige Richtung geworfen werden kann.

Die Scheinwerfer werden zusammen mit der Vorrichtung zum Einschieben der Farbfilter über die Kontaktbahnen via die Laufkatze 70 mit Strom versorgt. Zur Einspeisung von Strom und je nach dem von Steuersignalen in die Kontaktbahnen 37, 38, 42, 43 des Förderschienensystems wird eine der ortsfest installierten Schienen über Kabel kontaktiert, die mit Netz- und allenfalls Steuergeräten verbunden sind. Die Kontaktbahen 42, 43 des Drehlagers 1 sorgen zusammen mit den Verbindungen 46, 47, die die gegenüberliegenden Kontaktbahnen 37, 38 der ortsfesten Schienen miteinander kontaktieren, und mit den Verbindungen zu den Schienenabschnitten 52 der Schienenträger 2 über die Kontaktstifte 44, 45 dafür, dass das ganze Schienennetz ständig mit Netz- und Steuergeräten verbunden ist, wobei bei grösseren Beleuchtungsanlagen je nach dem noch eine Unterteilung in Sektoren erfolgen kann, die jeweils eine getrennte Stromversorgung aufweisen. In diesem Fall wird die Laufkatze einer jeden Transporteinheit, so wie das in der Figur 4 dargestellt ist, zwei in der Fahrrichtung hintereinander liegende Sätze von Stromabnehmern und eine Relaisschaltung aufweisen, die zwischen den beiden Stromabnehmersätzen hin- und herschaltet, damit nicht eine Laufkatze zwei Sektoren miteinander kurzschliessen kann.

Die Beleuchtungsanlage weist auch eine in der Zeichnung nicht dargestellte zentrale Steuereinheit auf. Mit Hilfe dieser Steuereinheit können die Position und aktuelle Funktion eines jeden Scheinwerfers nach einem vorgegebenen Programm oder durch direkte Bedienung laufend den Erfordernissen angepasst werden. Die Ansteuerung der Scheinwerfer, der Vorrichtungen zum Einschieben der Farbfilter, der Laufkatzen und der Stellantriebe durch die Steuereinheit erfolgt dann entweder über ein der Stromversorgung aufmoduliertes Steuersignal, über zusätzliche, in der Zeichnung nicht dargestellte und zu den gezeichneten Stromschienen 37, 38 parallele Kontaktbahnen zur Steuersignalübermittlung oder über eine Infrarotfernsteuerung.

Die lückenlose Strom- und Steuerimpulsversorgung der Scheinwerfer unabhängig von ihrer Position ermöglicht es, dass diese ihre Position auch während der Benutzung verändern können, was neuartige und spektakuläre Lichteffekte bei Vorführungen, beispielsweise bei Rockkonzerten ermöglicht. Dadurch, dass die erfindungsgemässe Drehvorrichtung einen Stellantrieb mit einer geräuscharmen Kraftübertragung über ein Kunststoffzahnrad versehen ist, kann aber auch zum Beispiel in Fernsehstudios während einer Sendung ein Beleuchtungskörper ohne weiteres verschoben werden, was eine grössere Flexibilität im Vergleich zu herkömmlichen Beleuchtungsanlagen bewirkt und insbesondere ein Arbeiten mit weniger Scheinwerfern ermöglicht.

Abschliessend sei noch erwähnt, dass die vorstehend beschriebene Drehvorrichtung keinesfalls die einzige mögliche Ausführungsform der Erfindung darstellt und noch in mancher Hinsicht geändert werden kann. So ist es zum Beispiel ohne weiteres denkbar, dass die ganze Stromversorgung auf der Basis von Dreiphasenstrom funktioniert, in einem solchen Fall würde sich die Anzahl der Kontaktbahnen 38, 39 natürlich entsprechend erhöhen.

Es ist auch ohne weiteres möglich, dass ein Schienenträger 2 mehr als einen Schienenabschnitt 52 aufweist. Wenn zum Beispiel zwei gekreuzte, in einem Winkel von 90° zueinander stehende Schienenabschnitte an jedem Schienenträger 2 angebracht sind, kann der maximale Winkel, um den der Schienenträger gedreht werden muss, bevor eine Transporteinheit 70 von einer vorgegebenen ortsfesten Schiene auf einen seiner Schienenabschnitte verschoben werden kann, auf 45° reduziert werden. Auf diese Weise kann je nach dem die Geschwindigkeit, mit der die Positionen der Transporteinheiten 70 angepasst werden können, zusätzlich erhöht werden.

Auch der Aufbau des Förderschienensystems kann sich selbstverständlich von dem in der Figur 5 schematisch dargestellten Ausführungsbeispiel unterscheiden. Die Drehvorrichtungen können beispielsweise so installiert werden, dass eine Drehvorrichtung direkt an die nächste anschliesst, so dass die Transporteinheiten direkt von einem Schienenträger 2 zum nächsten gelangen könnte, ohne über fest installierte Schienen fahren zu müssen. In diesem Fall würde das Drehlager 1 natürlich nicht acht Schienenansätze 21 bis 28 aufweisen, sondern beispielsweise nur deren vier, die in den diagonalen Richtungen des Fördersystems verlaufen würden.

Als Transporteinheiten kommen durchaus nicht nur Beleuchtungskörper in Frage. Auf einem mit den erfindungsgemässen Drehvorrichtungen versehenen Förderschienensystem können zum Beispiel durchaus auch Fernsehkameras, Lautsprecherboxen etc. für sich oder in Kombination mit Beleuchtungskörpern flexibel und mobil positioniert werden.

Die Drehvorrichtung eignet sich natürlich noch für andere Anwendungen als für den Unterhaltungsbereich, zum Beispiel zur Verwendung für programmsteuerbare Transportvorrichtungen in einer Lagerhalle.


Anspruch[de]
  1. Zum Einbau an einem Kreuzungspunkt von mit Kontaktbahnen (37, 38) versehenen ortsfesten Förderschienen eines zur Beförderung von Transporteinheiten (70) dienenden Förderschienensystems verwendbare Drehvorrichtung mit zwei gegeneinander verdrehbaren Bestandteilen (1, 2), von denen der eine (1) als zur Befestigung am Kreuzungspunkt dienendes Drehlager für den anderen (2) ausgebildet ist, während der andere (2) ein mindestens einen Schienenabschnitt (52) enthaltender Schienenträger (2) ist, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Schienenabschnitt (52) des Schienenträgers (2) mit Kontaktbahnen (37, 38) versehen ist, damit eine sich auf dem Schienenabschnitt (52) befindende, Stromabnehmer (72) aufweisende Transporteinheit (70) Energie beziehen kann.
  2. Drehvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Schienenabschnitt (52) zusätzlich noch Kontaktbahnen zur Übertragung von Steuerdaten an die Transporteinheiten (70) aufweist.
  3. Drehvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie mit Kontaktstiften (44, 45) versehen ist, um die Kontaktbahnen (37, 38) der ortsfesten Förderschienen mit den Kontaktbahnen (37,38) jedes Schienenabschnittes (52) des Schienenträgers (2) elektrisch zu kontaktieren.
  4. Drehvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Schienenabschnitt (52) des Schienenträgers (2) vollständig symmetrisch zu einer Ebene ausgebildet ist, die durch die geometrische Achse der Drehvorrichtung und die Schienen-Längsrichtung aufgespannt ist.
  5. Drehvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen steuerbaren motorischen Stellantrieb zur Verdrehung des Schienenträgers (2) sowie Fixiervorrichtungen zum Festhalten dieses Schienenträgers (2) an vorgegebenen Positionen aufweist.
  6. Drehvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden gegeneinander verdrehbaren Bestandteile Hohlzylinder (11, 50) sind, wobei der als Drehlager (1) dienende Bestandteil den Schienenträger (2) umgibt.
  7. Drehvorrichtung nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Stellantrieb als Elektromotor (63) ausgebildet ist, der an der Innenseite des den Schienenträger (2) bildenden Hohlzylinders (50) befestigt ist und der mit einem Zahnrad (64) versehen ist, das durch eine Öffnung (65) dieses Hohlzylinders (50) in die Zahnung einer Zahnstange (66) greift, die ihrerseits in der Innenfläche des anderen Hohlzylinders (11) versenkt eingebracht ist.
  8. Beleuchtungsanlage mit Beleuchtungskörpern (80) zur Ausleuchtung von Fernsehstudios, Theater-, oder Konzertbühnen oder dergleichen, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungskörper (80) mit Transporteinheiten (70) versehen sind, die auf einem Förderschienensystem mit Kontaktbahnen (37, 38) aufweisenden Förderschienen positioniert werden können, dass diese Transporteinheiten Stromabnehmer (72) aufweisen, die die Kontaktbahnen (37, 38) kontaktieren, und dass sich an den Kreuzungspunkten dieses Förderschienensystems je eine Drehvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7 befindet.
  9. Beleuchtungsanlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Transporteinheiten (70) der Beleuchtungskörper (80) bewegen lassen, während die Beleuchtungskörper (80) im Einsatz sind.
Anspruch[en]
  1. A rotary device which can be used for installation at an intersection of stationary transport rails provided with contact tracks (37, 38) and forming part of a transport rail system serving for conveying transport units (70), said rotary device comprising two components (1, 2) which are rotatable relative to one another and of which one (1) is in the form of a pivot bearing, serving for fastening at the intersection, for the other (2), while the other (2) is a rail support (2) containing at least one rail section (52), characterised in that each rail section of the rail support is provided with contact tracks (37, 38), so that a transport unit (70) present on the rail section (52) and having current collectors (72) can obtain energy.
  2. The rotary device as claimed in claim 1, characterised in that each rail section (52) additionally has contact tracks for the transmission of control data to the transport units (70).
  3. The rotary device as claimed in claim 1 or 2,characterised in that it is provided with contact pins (44, 45) in order to connect the contact tracks (37, 38) of the stationary transport rails electrically to the contact tracks (37, 38) of each rail section (52) of the rail support (2).
  4. The rotary device as claimed in one of the claims 1 - 3, characterised in that each rail section (52) of the rail support (2) is formed completely symmetrically with respect to a plane which is defined by the geometric axis of the rotary device and the longitudinal direction of the rail.
  5. The rotary device as claimed in one of the claims 1 - 4, characterised in that, it has a controllable motor-operated actuator for turning the rail support (2) and fixing devices for holding this rail support (2) at predetermined positions.
  6. The rotary device as claimed in one of the claims 1 - 5, characterised in that the two components rotatable relative to one another are hollow cylinders (11, 50), wherein the component serving as pivot bearing (1) surrounding the rail support (2).
  7. The rotary device as claimed in claim 5 or 6,characterised in that, the actuator is in the form of an electric motor (63) which is fastened to the inside of the hollow cylinder (50) forming the rail support (2) and which is provided with a gear wheel (64) which engages the teeth of a toothed rack through an orifice (65) in this hollow cylinder, which tooth rack in turn is countersunk in the inner surface of the other hollow cylinder (11).
  8. A lighting system comprising lamps (80) for illuminating television studios, theater or concert stages or the like, characterised in that the lamps (80) are provided with transport units (70) which can be positioned on a transport rail system comprising transport rails having contact tracks (37, 38), that these transport units (70) have current collectors (72) which make contact with the contact tracks (37, 38) and that one rotary device as claimed in one of the claims 1 to 7 is present at each of the intersections of this transport rail system.
  9. The lighting system as claimed in claim 8, wherein the transport units (70) of the lamps (80) can be moved while the lamps (80) are in use.
Anspruch[fr]
  1. Dispositif rotatif utilisable pour être installé à une intersection de rails de transport fixes, pourvus de pistes de contact (37, 38), d'un système de rails de transport servant à transporter des unités de transport (70), dispositif qui comprend deux éléments (1, 2) rotatifs l'un par rapport à l'autre, dont l'un (1) est conçu comme palier de rotation, à fixer à l'intersection, pour l'autre élément (2), tandis que l'autre élément (2) est un support de rail (2) contenant au moins un tronçon de rail (52), caractérisé en ce que chaque tronçon de rail (52) du support de rail (2) est pourvu de pistes de contact (37, 38), afin qu'une unité de transport (70) se trouvant sur le tronçon de rail (52) et présentant des collecteurs de courant (72) puisse s'alimenter en énergie.
  2. Dispositif rotatif selon la revendication 1, caractérisé en ce que chaque tronçon de rail (52) présente en plus des pistes de contact pour transmettre des données de commande aux unités de transport (70).
  3. Dispositif rotatif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'il est pourvu de broches de contact (44, 45) pour la mise en contact électrique des pistes de contact (37, 38) des rails de transport fixes avec les pistes de contact (37, 38) de chaque tronçon de rail (52) du support de rail (2).
  4. Dispositif rotatif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que chaque tronçon de rail (52) du support de rail (2) est réalisé totalement symétrique par rapport à un plan qui est sous-tendu par l'axe géométrique du dispositif rotatif et par la direction longitudinale du rail.
  5. Dispositif rotatif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'il présente un actionneur motorisé asservissable pour la rotation du support de rail (2), ainsi que des dispositifs d'immobilisation pour maintenir ce support de rail (2) bloqué dans des positions prédéfinies.
  6. Dispositif rotatif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les deux éléments rotatifs l'un par rapport à l'autre sont des cylindres creux (11, 50), l'élément servant de palier de rotation (1) entourant le support de rail (2).
  7. Dispositif rotatif selon les revendications 5 et 6, caractérisé en ce que l'actionneur est réalisé sous forme de moteur électrique (63), qui est fixé sur la face intérieure du cylindre creux (50) formant le support de rail (2) et qui est pourvu d'une roue dentée (64) qui s'engage, à travers une ouverture (65) de ce cylindre creux (50), dans la denture d'une crémaillère (66) qui est elle-même installée en renfoncement dans la face intérieure de l'autre cylindre creux (11).
  8. Système d'éclairage comportant des appareils d'éclairage (80) pour éclairer des studios de télévision, des scènes de théâtre ou des salles de concert, ou analogues, caractérisé en ce que les appareils d'éclairage (80) sont pourvus d'unités de transport (70) qui peuvent être positionnées sur un système de rails de transport dont les rails de transport présentent des pistes de contact (37, 38), en ce que ces unités de transport (70) présentent des collecteurs de courant (72) qui entrent en contact avec les pistes de contact (37, 38), et en ce qu'un dispositif rotatif respectif selon l'une des revendications 1 à 7 se trouve aux intersections de ce système de rails de transport.
  9. Système d'éclairage selon la revendication 8, caractérisé en ce que les unités de transport (70) des appareils d'éclairage (80) peuvent être déplacées pendant que les appareils d'éclairage (80) sont en cours d'utilisation.






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