PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19948829C2 03.07.2003
Titel Doppelschließzylinder
Anmelder Ikon AG Präzisionstechnik, 14167 Berlin, DE
Erfinder Sengupta, Pritimay, 14167 Berlin, DE
DE-Anmeldedatum 06.10.1999
DE-Aktenzeichen 19948829
Offenlegungstag 19.04.2001
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 03.07.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.07.2003
IPC-Hauptklasse E05B 9/10
IPC-Nebenklasse E05B 9/00   E05B 49/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Doppelschließzylinder.

Aus der DE-OS 23 19 621 ist ein Schließzylindergehäuse bekannt, bei dem im vorderen, dem Türbeschlag zugewandten Bereich auf einer definierten axialen Länge die Aussenabmessung verringert ist, wobei auf diesen Bereich ein U-förmiges Teil aufschiebbar ist, dessen Form und Wandstärke der Verringerung entspricht und diese ausgleicht.

Ein entsprechend aufgesetztes Teil ist auch aus der DE 37 34 539 A1 zu entnehmen.

In beiden Fällen geht es um die Verbesserung der Festigkeit des Zylindergehäuses.

Schließlich ist es aus der DE 43 14 903 A1 bekannt, elektronische Bauelemente bei einem Schließzylinder an dessen Stirnseite anzubringen.

Bei Schließzylindern, die einen aufgesetzten elektronischen Lesekopf aufweisen, der mit einem elektronisch codierten Schlüssel zusammenwirkt, ist dieser an eine externe Auswerteeinheit angeschlossen, mit der überprüft werden kann, ob der korrekte Schlüssel eingeführt worden ist. Ist dies der Fall, so wird ein Sperrmechanismus freigegeben, der die Betätigung des Schlosses, also die Ausführung eines Schließvorganges ermöglicht.

Obwohl die Miniaturisierung der elektronischen Bauelemente immer weiter fortschreitet, ergeben sich doch Platzprobleme bei der Anordnung des Lesekopfes bzw. eventuellen weiterer elektronischer Bauelemente im oder am Schließzylindergehäuse. Hierbei ist nämlich auch zu berücksichtigen, dass ein nachträglicher Einbau eines elektronischen Schließzylinders in vorhandene Öffnungen oder Ausnehmungen an Türen möglich sein soll, wenn dort vorher ein rein mechanisches Schloß eingesetzt war.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Doppelschließzylinder mit einem elektronischen Lesekopf auszurüsten, ohne dessen Außenabmessung zu verändern.

Gelöst wird diese Aufgabe durch einem Doppelschließzylinder mit

  • - einem Stiftgehäuse, bei dem im vorderen - dem Türbeschlag zugewandten Bereich auf einer definierten axialen Länge die Seitenflächen wie auch die Stirnfläche in den Außenabmessungen verringert sind;
  • - einem auf den verringerten Bereich aufschiebbaren, eine U-Form aufweisenden durch Vergießen an dem Stiftgehäuse befestigten Teil, dessen Wandstärke und dessen Form dem Stiftgehäuse derart angepasst ist, dass es die Verringerung der Außenabmessungen ausgleicht, wobei die beiden Schenkel des Teils an den Seitenflächen des Stiftgehäuses und der Steg des Teiles an der Stirnfläche des Stiftgehäuses anliegen und
  • - innenseitig in der Wand der Schenkel elektronische Bauelemente und Leiter für eine innenseitig in dem Steg des Teils vorgesehene elektronische Lesespule angeordnet sind, welche mit einem elektronisch codierten - in den Schlüsselkanal des Schließzylinderkernes einführbaren - Flachschlüssel zusammenwirkt.

Die erfindungsgemäße Lösung hat den Vorteil, dass die Außenkontur des Schließzylinders vollständig erhalten bleibt und somit ein nachträglicher Einbau durch einfachen Austausch der Schließzylinder möglich ist ohne das bauliche Veränderungen vorgenommen werden müssen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass der innere Aufbau des Schließzylinders nicht geändert werden muß, d. h. es muß kein besonderer Freiraum im Zylinder geschaffen werden um beispielsweise eine Lesespule in den Schließzylinder zu integrieren.

Die erfindungsgemäße Lösung soll nachfolgend an den Zeichnungen erläutert werden.

Dabei zeigt:

Fig. 1 eine vereinfachte Seitenansicht eines Doppelschließzylinders und

Fig. 2 schematisch den Aufbau des aufsetzbaren Teiles.

Der Doppelschließzylinder weist die übliche Kontur auf, wobei in der Fig. 1 nur das Schließzylindergehäuse 1 gezeigt ist. Der obere zylindrische Bereich nimmt die drehbaren Kerne auf, während im Stiftgehäuse die Zuhaltungen angeordnet werden. In diesem Bereich ist üblicherweise auch eine mechanische Sperreinrichtung angeordnet, die mit einem der Zylinderkerne zusammenwirkt, d. h. durch diese kann die Drehung der Zylinderkerne in Abhängigkeit von dem jeweiligen Zustand freigegeben oder blockiert werden. Hierzu wird häufig ein Magnetanker eingesetzt, dessen Magnetspule entsprechend aktiviert oder deaktiviert werden kann.

Die Steuerung dieser Magnetspule erfolgt über einen elektronischen Lesekopf, der auf die elektronische Codierung an oder in einem Schlüssel anspricht. Hierzu muß der Schlüssel mit seinen die Codierung enthaltenden Bauelementen nahe an eine Lesespule 7 herangebracht werden.

Bei der erfindungsgemäßen Ausführung ist die Außenabmessung des Stiftgehäuses 4 verringert, und zwar an den Seitenflächen und im Stirnbereich. Dies ist mit 3 angedeutet. Fig. 2 zeigt das aufschiebbare U-förmige Teil 2, dessen Schenkel 5 an den Seitenflächen des Stiftgehäuses zur Anlage kommen, während der Steg 6 an der Stirnseite anliegt.

Im Stegbereich ist die elektronische Lesespule 7 angeordnet. Eine Leiterfolie 11 verläuft zu in den Schenkeln 5 angedeuteten elektronischen Bauelementen 9. Für den Stromanschluß bzw. den Anschluß an eine externe Zentrale sind Anschlußdrähte 12 vorgesehen. Die elektronischen Bauelemente 9 befinden sich auf einer Platine 10. Mit 8 ist eine Verstärkungseinlage angedeutet.

Die Befestigung des Teiles 2 auf dem Stiftgehäuse erfolgt durch Eingießen.


Anspruch[de]
  1. Doppelschließzylinder mit

    einem Stiftgehäuse (4), bei dem im vorderen - dem Türbeschlag zugewandten Bereich - auf einer definierten axialen Länge die Seitenflächen wie auch die Stirnfläche in den Außenabmessungen verringert sind;

    einem auf den verringerten Bereich aufschiebbaren, eine U-Form aufweisenden durch Vergießen an dem Stiftgehäuse (4) befestigten Teil (2), dessen Wandstärke und dessen Form dem Stiftgehäuse (4) derart angepasst ist, dass es die Verringerung der Außenabmessungen ausgleicht, wobei die beiden Schenkel (5) des Teils (2) an den Seitenflächen (3) des Stiftgehäuses (4) und der Steg (6) des Teiles (2) an der Stirnfläche des Stiftgehäuses (4) anliegen und

    innenseitig in der Wand der Schenkel (5) elektronische Bauelemente (9) und Leiter (11) für eine innenseitig in dem Steg (6) des Teils (2) vorgesehene elektronische Lesespule (7) angeordnet sind, welche mit einem elektronisch codierten - in den Schlüsselkanal des Schließzylinderkernes einführbaren - Flachschlüssel zusammenwirkt.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com