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Dokumentenidentifikation DE10200309A1 17.07.2003
Titel Vorschubstützeinrichtung für eine portable Werkzeugmaschine
Anmelder Hilti AG, Schaan, LI
Erfinder Richter, Martin, 85354 Freising, DE;
Gasser, Gerhard, Rankwell, AT;
Meisenbichler, Karl, Karpfenberg, AT;
Neuper, Karl, Röthis, AT
Vertreter TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte, 81679 München
DE-Anmeldedatum 07.01.2002
DE-Aktenzeichen 10200309
Offenlegungstag 17.07.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.07.2003
IPC-Hauptklasse E21B 19/08
Zusammenfassung Vorschubstützeinrichtung für eine zumindest teilweise drehende und/oder schlagende, portable Werkzeugmaschine (1), welche als fluidbetriebener Arbeitszylinder (3) ausgebildet ist, der an einem ersten Ende ein an der Werkzeugmaschine (1) montierbares Montagemittel (7) und an einem zweiten Ende einen Stützfuß (8) aufweist, wobei der Arbeitszylinder (3) über ein manuell an einem händisch dreheinstellbaren Betätigungsteil (9) betätigbaren Steuerventil (10) stetig steuerbar ist, wobei das Betätigungsteil (9) als quer zur Arbeitszylinderachse (A) auskragender, um die Griffachse (B) dreheinstellbarer Handgriff ausgebildet ist, welcher innerhalb eines Verdrehwinkels von 180° den gesamten Steuerbereich des Steuerventils (10) steuerbar umfasst.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezeichnet eine Vorschubstützeinrichtung für eine zumindest teilweise drehende und schlagende portable Werkzeugmaschine, vorzugsweise zum Bohren von Sprenglöchern im Unterlage-Bergbau.

Derartige hydraulisch, pneumatisch oder elektrisch angetriebene, ca. 15 kg schwere, portable Werkzeugmaschinen sind üblicherweise mit einer wassergespülten langen Bohrstange mit einer mit Hartstoffen besetzten Bohrkrone mit ca. 35 mm Durchmesser drehfest und axial begrenzt beweglich verbunden.

Nach der DE 74 833 weist eine portable elektrische Gesteinsbohrmaschine zum Bohren von Sprenglöchern im Untertage-Bergbau eine wassergespülte lange Bohrstange mit einer mit Hartstoffen besetzten Bohrkrone und eine Stützeinrichtung auf. Der Vorschub wird über die als Arbeitszylinder wirksame teleskopartige Bohrstange hydraulisch aufgebracht.

Nach der US 4000873 ist eine portable Werkzeugmaschine über eine einfach montierbare Vorschubstützeinrichtung geräteseitig gegen den Boden unterstützbar sowie gleichzeitig eine in Werkzeugrichtung wirksame steuerbare Vorschubkraft auf das Bohrwerkzeug aufbringbar. Für im wesentlichen horizontale Bohrlöcher ist die Vorschubstützeinrichtung dazu rückseitig und unten geneigt.

Nach der US 1464486 ist eine drehende und schlagende Werkzeugmaschine einfach lösbar und fluidleitend mit einem einbeinigen Stützfuss mit einem um 360° drehbaren, diskret steuerbaren Steuerventil verbunden. Eine feinfühlige manuelle Steuerung der Vorschubstützeinrichtung ist damit nicht möglich.

Nach der US 1151261 ist eine fluidbetriebene schlagende Werkzeugmaschine mit einem axial angeordneten einbeinigen Stützfuss verbunden, welcher als doppelseitig wirksamer Arbeitszylinder ausgebildet und dessen Vorschub über ein radial dreheinstellbares Schneckenradventil durch mehrere Umdrehungen stetig steuerbar ist. Zur manuellen Steuerung über den gesamten Steuerbereich der Vorschubstützeinrichtung ist daher ein Umsetzen der steuernden Hand notwendig.

Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Realisierung einer Vorschubstützeinrichtung für eine portable Werkzeugmaschine, welche komfortabel mit einer Hand manuell über den gesamten Steuerbereich steuerbar ist.

Die Aufgabe wird im wesentlichen durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Im wesentlichen ist eine Vorschubstützeinrichtung für eine zumindest teilweise drehende und/oder schlagende, portable Werkzeugmaschine als fluidbetriebener Arbeitszylinder ausgebildet, welcher an einem ersten Ende ein einfach an der Werkzeugmaschine montierbares Montagemittel und an einem zweiten Ende einen Stützfuss aufweist, wobei der Arbeitszylinder über ein manuell an einem händisch dreheinstellbaren Betätigungsteil betätigbaren Steuerventil stetig steuerbar ist, wobei das Betätigungsteil als quer zur Arbeitszylinderachse auskragender, um die Griffachse dreheinstellbarer Handgriff ausgebildet ist, welcher innerhalb eines Verdrehwinkels von 180°, vorzugsweise innerhalb von 90°, den gesamten Steuerbereich des Steuerventil steuerbar umfasst.

Durch den innerhalb eines Verdrehwinkels von 180° bzw. 90° steuerbar umfassten gesamten Steuerbereich des Steuerventils ist ohne ein Umgreifen mit einer Hand eine komfortable Steuerung sowie eine räumliche Fixierung der Vorschubstützeinrichtung möglich.

Vorteilhaft ist das stetig steuerbare Steuerventil als Drehschieber ausgeführt, wodurch technologisch einfach die Durchflussmenge über die Schieberstellung stetig regelbar ist.

Vorteilhaft ist der Arbeitszylinder beidseitig wirksam ausgeführt, wodurch das Zurückführen der Bohrstange aus dem Bohrloch unterstützt wird.

Vorteilhaft ist das Montagemittel als senkrecht zur Bohrachse teilweise drehfreie Bolzenverbindung ausgebildet, wobei weiter vorteilhaft am ersten Ende des Arbeitszylinders ein das Auge an der Werkzeugmaschine durchgreifender, einseitig auskragender Bolzen befestigt ist, welcher weiter vorteilhaft zumindest teilweise in seinem Innern von einer Fluidleitung durchbrochen ist, die das von einem Druckschlauch in die Vorschubstützeinrichtung zugeführte und über einer Verzweigungsstelle zum Arbeitszylinder und zum Montagemittel verzweigte Fluid in die Werkzeugmaschine fluiddicht einleitet.

Vorteilhaft ist der Arbeitszylinder hydraulisch betätigt, wodurch das zum Spülen und Kühlen der Bohrkrone benötigte Wasser als Druckmittel verwendbar ist.

Vorteilhaft ist der Stützfuss über eine, weiter vorteilhaft durch eine mit einem Querstift gesicherte, tangential abziehbare Kralle realisierte, einfach monierbare Verlängerung verlängerbar, wodurch der Arbeitsbereich der Arbeitszylinders in diskreten Schritten einstellbar ist.

Vorteilhaft ist am Arbeitszylinder ein versetzbar und oder schwenkbar festlegbarer Bügelgriff vorhanden, welcher den beidhändigen Transport der Vorschubstützeinrichtung erleichtert. Die Erfindung wird bezüglich eines vorteilhaften Ausführungsbeispiels näher erläutert mit:

Fig. 1 als Nutzungsskizze im zweckbestimmten Einsatz

Fig. 2 als Vorschubstützeinrichtung im Schnitt

Fig. 3 als Vorschubstützeinrichtung

Nach Fig. 1 ist im Untertage-Bergbau an einer portablen Werkzeugmaschine 1 mit einer drehend und schlagend angetriebenen, wassergespülten langen Bohrwerkzeug 2 eine einfach montierbare, als Arbeitszylinder 3 ausgebildete Vorschubstützeinrichtung geräteseitig als Stützeinrichtung gegen den Boden 4 unterstützend sowie gleichzeitig eine in Werkzeugrichtung wirksame steuerbare Vorschubkraft auf das Bohrwerkzeug 2 aufbringend angeordnet. Der rückseitig nach Unten geneigte Arbeitszylinder 3 wird mit einer Hand vom Nutzer 5 geführt und gesteuert. Über einen Druckschlauch 6 wird der Arbeitszylinder 3 und über die Werkzeugmaschine 1 das Bohrwerkzeug 2 mit Wasser versorgt.

Nach Fig. 2 und Fig. 3 ist die Vorschubstützeinrichtung als hydraulisch betriebener, beidseitig wirksamer Arbeitszylinder 3 ausgebildet, welcher an einem ersten Ende ein einfach an der Werkzeugmaschine montierbares Montagemittel 7 und an einem zweiten Ende einen Stützfuss 8 aufweist. Der Arbeitszylinder 3 ist über ein manuell an einem händisch dreheinstellbaren Betätigungsteil 9 betätigbaren, als Drehschieber ausgebildete Steuerventil 10 stetig steuerbar. Das Betätigungsteil 9 ist als senkrecht zur Arbeitszylinderachse A auskragender, um die Griffachse B dreheinstellbarer Handgriff ausgebildet, welcher nur innerhalb eines Verdrehwinkels von 180° einstellbar ist. Das Montagemittel 7 ist als senkrecht zur Bohrachse teilweise drehfreie Bolzenverbindung ausgebildet, indem am ersten Ende des Arbeitszylinders 3 ein das nicht dargestellte Auge an der Werkzeugmaschine durchgreifbarer, einseitig auskragender Bolzen befestigt ist, welcher teilweise in seinem Innern von einer Fluidleitung 11 durchbrochen ist, die das von dem Druckschlauch 6 in die Vorschubstützeinrichtung zugeführte und über eine Verzweigungsstelle 12 zum Arbeitszylinder 3 und zum Montagemittel 7 verzweigte Fluid in die Werkzeugmaschine fluiddicht einleitet. Der Stützfuss 8 ist über eine mit einem Querstift 13 gesicherte, tangential abziehbare Kralle 14 am zweiten Ende des Arbeitszylinders 3 befestigt. Am Arbeitszylinder 3 ist ein versetzbar und schwenkbar festlegbarer Bügelgriff 15 vorhanden.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorschubstützeinrichtung für eine zumindest teilweise drehende und/oder schlagende, portable Werkzeugmaschine (1), welche als fluidbetriebener Arbeitszylinder (3) ausgebildet ist, der an einem ersten Ende ein an der Werkzeugmaschine (1) montierbares Montagemittel (7) und an einem zweiten Ende einen Stützfuss (8) aufweist, wobei der Arbeitszylinder (3) über ein manuell an einem händisch dreheinstellbaren Betätigungsteil (9) betätigbaren Steuerventil (10) stetig steuerbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungsteil (9) als quer zur Arbeitszylinderachse (A) auskragender, um die Griffachse (B) dreheinstellbarer Handgriff ausgebildet ist, welcher innerhalb eines Verdrehwinkels von 180° den gesamten Steuerbereich des Steuerventils (10) steuerbar umfasst.
  2. 2. Vorschubstützeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungsteil (9) innerhalb eines Verdrehwinkels von 90° den gesamten Steuerbereich des Steuerventils (10) steuerbar umfasst.
  3. 3. Vorschubstützeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das stetig steuerbare Steuerventil (10) als Drehschieber ausgeführt ist.
  4. 4. Vorschubstützeinrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitszylinder (3) beidseitig wirksam ausgeführt ist.
  5. 5. Vorschubstützeinrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Montagemittel (7) als senkrecht zur Bohrachse teilweise drehfreie Bolzenverbindung ausgebildet ist.
  6. 6. Vorschubstützeinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass am ersten Ende des Arbeitszylinders (3) ein das Auge an der Werkzeugmaschine (1) durchgreifender, einseitig auskragender Bolzen befestigt ist, welcher optional teilweise in seinem Innern von einer Fluidleitung (11) durchbrochen ist.
  7. 7. Vorschubstützeinrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitszylinder (3) hydraulisch betätigt ist.
  8. 8. Vorschubstützeinrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützfuss (8) über eine einfach monierbare Verlängerung verlängerbar ist.
  9. 9. Vorschubstützeinrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützfuss (8) und/oder die Verlängerung durch eine mit einem Querstift (13) gesicherte, tangential abziehbare Kralle (14) montierbar ist.
  10. 10. Vorschubstützeinrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Arbeitszylinder (3) ein versetzbar und oder schwenkbar festlegbarer Bügelgriff (15) vorhanden ist.






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