Warning: fopen(111data/log202007072240.log): failed to open stream: No space left on device in /home/pde321/public_html/header.php on line 107

Warning: flock() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /home/pde321/public_html/header.php on line 108

Warning: fclose() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /home/pde321/public_html/header.php on line 113
BOHRFUTTER - Dokument DE69528980T2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69528980T2 17.07.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0768930
Titel BOHRFUTTER
Anmelder Power Tool Holders Inc., Christiana, Del., US
Erfinder SALPAKA, L., Glenn, Salem, US;
OWENS, D., Valerie, Townville, US;
MULLINAX, C., Willie, Central, US
Vertreter Canzler & Bergmeier, Patentanwälte, 85055 Ingolstadt
DE-Aktenzeichen 69528980
Vertragsstaaten CH, DE, FR, GB, IT, LI, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 26.04.1995
EP-Aktenzeichen 959183153
WO-Anmeldetag 26.04.1995
PCT-Aktenzeichen PCT/US95/05246
WO-Veröffentlichungsnummer 0096001165
WO-Veröffentlichungsdatum 18.01.1996
EP-Offenlegungsdatum 23.04.1997
EP date of grant 27.11.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.07.2003
IPC-Hauptklasse B23B 31/12

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung 1. Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft generell Spannfutter zur Verwendung mit Bohrern bzw. mit Elektro- oder Druckluft-Kraftantrieben. Genauer betrifft die vorliegende Erfindung ein Spannfutter des schlüssellosen Typs, welches per Hand oder durch Betätigung des Antriebsmotors gespannt bzw. gelöst werden kann.

Sowohl Hand- als auch Elektro- oder Druckluft-Werkzeugantriebe sind gut bekannt. Obgleich Spiralbohrer die häufigsten Werkzeuge derartiger Antriebe sind, können die Werkzeuge auch Schraubendreher, Mutternschlüssel, Umlauffeilen, aufgesetzte Schleifsteine und andere Schneide- bzw. Abtragewerkzeuge umfassen. Aufgrund der Tatsache, daß die Werkzeuge Schäfte veränderlichen Durchmessers aufweisen können oder der Querschnitt des Werkzeugschafts polygonal sein kann, ist die Vorrichtung gewöhnlich mit einem Spannfutter versehen, welches in einem relativ breiten Bereich einstellbar ist. Das Spannfutter kann durch eine Gewinde- bzw. Konusbohrung an dem Antrieb befestigt werden.

Es wurde eine Vielfalt von Spannfuttern von der Technik entwickelt. Bei der einfachsten Spannfutterausführung werden drei Backen, welche in Umfangsrichtung in etwa 120º Abstand voneinander angeordnet sind, durch winkelig angeordnete Durchgänge in einem Körper, welcher an der Antriebswelle eines Antriebs befestigt und derart aufgebaut ist, daß eine Drehung des Körpers in einer Richtung gegen einen gehaltenen Gewindering, Welcher sich mit den Backen in Eingriff befindet, die Backen in Greifbeziehung mit dem zylindrischen Schaft eines Werkzeugs drängt, während eine Drehung in der entgegengesetzten Richtung die Greifbeziehung löst, gehalten. Ein derartiges Spannfutter kann schlüssellos sein, wenn dieses per Hand gedreht wird. Ein Beispiel eines derartigen Spannfutters ist in dem U.S.-Patent Nr. 5 125 673 mit dem Titel "Non-impact Keyless Chuck" offenbart, welches dem vorliegenden Rechtsnachfolger gewöhnlich übertragen ist.

JP-A-5038608 offenbart den Oberbegriff von Anspruch 1 und beschreibt ein Spannfutter mit einem einstückigen Gewindering, welcher durch eine Hülse in Preßpassung für eine Drehung geeignet geführt wird. Daß sich der Gewindering in Axialrichtung gegen den Spannfutterkörper bewegt, wird durch eine Schulter davon verhindert. US-A-5145193 beschreibt ferner ein Spannfutter mit einer Schulter, um eine Bewegung des Gewinderings in Axialrichtung zu verhindern.

Ungeachtet des Erfolgs schlüsselloser Spannfutter, wie etwa in dem U.S.-Patent 5 125 673 dargelegt, sind verschiedene Bauweisen schlüsselloser Spannfutter für eine Vielzahl von Anwendungen wünschenswert.

Zusammenfassung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung berücksichtigt die vorangehenden Überlegungen und bezieht sich auf diese und andere, welche Konstruktionen und Verfahren des Stands der Technik betreffen.

Demgemäß ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes Spannfutter zu schaffen.

Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes Spannfutter, welches einen einstückigen Gewindering verwendet, zu schaffen.

Es ist eine weitere Aufgabe, ein schlüsselloses Spannfutter mit einem verbesserten Halteelement der vorderen Hülse zu schaffen.

Es ist eine weitere Aufgabe, ein schlüsselloses Spannfutter zu schaffen, welches ein rasches Zusammensetzen ermöglicht.

Diese und weitere Aufgaben werden durch Schaffen eines. Spannfutters nach Anspruch 1 gelöst.

Ferner ist bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ein Hülsenhalteschnappring auf dem Körperelement in Eingriff mit der Hülse aufgenommen, um die Hülse auf dem Körperelement zu halten.

Weitere Aufgaben, Merkmale und Aspekte werden nachfolgend genauer erörtert.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Eine vollständige und nachvollziehbare Offenbarung der vorliegenden Erfindung, welche die beste Ausführungsweise davon umfaßt, für gewöhnlich Fachkundige wird genauer im Rest der Beschreibung mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen dargelegt, wobei:

Fig. 1 eine Längsansicht des Spannfutters gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung in Teilschnitt ist;

Fig. 1A eine Schnittansicht des Ausführungsbeispiels von Fig. 1 gemäß den Linien 1A-1A ist;

Fig. 1B eine Schnittansicht eines alternativen Ausführungsbeispiels der Antriebsanordnung gemäß den Linien 1B-1B von Fig. 1 ist;

Fig. 2 eine Explosionsansicht eines Spannfutters gemäß dem Ausführungsbeispiel in Fig. 1 ist;

Fig. 3 eine Querschnittsansicht eines Spannfutters gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung in Längsrichtung ist.

Durch wiederholte Verwendung von Bezugszeichen in der vorliegenden Beschreibung und Zeichnung sollen gleiche bzw. analoge Merkmale bzw. Elemente der Erfindung dargestellt werden.

Genaue Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele

Für gewöhnlich Fachkundige ist zu ersehen, daß die vorliegende Erörterung lediglich eine Beschreibung beispielhafter Ausführungsbeispiele darstellt und nicht in der Absicht erfolgt, die vorliegende Erfindung zu begrenzen.

In den Fig. 1 und 2 ist ein erfindungsgemäßes Spannfutter dargestellt. Das Spannfutter 10 umfaßt ein vorderes Hülsenelement 12, ein optionales hinteres Hülsenelement 14, ein Körperelement 16 und Backen 18. Das Körperelement 16 ist generell von zylindrischer Gestalt und umfaßt einen Schnauzen- bzw. Vorderabschnitt 20 und einen Schwanz- bzw. Hinterabschnitt 22. Eine in Axialrichtung verlaufende Bohrung 24 ist in dem Schnauzenabschnitt 20 des Körperelements 16 ausgebildet. Die in Axialrichtung verlaufende Bohrung 24 ist etwas größer als der größte Werkzeugschaft, zu dessen Aufnahme das Spannfutter ausgelegt ist, bemessen. Eine Gewindebohrung 26 ist in dem Schwanzabschnitt 22 des Körpers 16 ausgebildet und weist eine Normgröße zum Eingriff mit der Antriebswelle eines Kraft- oder Handantriebs (nicht dargestellt) auf. Die Bohrungen 24, 26 können bei dem mittleren Bereich 28 des Körperelements 16 verbunden sein. Obgleich eine Gewindebohrung 26 dargestellt ist, kann eine derartige Bohrung durch eine Konusbohrung mit einer Normgröße zum Eingriff mit einer konischen Antriebswelle ersetzt werden.

Durchgänge 30 sind in dem Körperelement 16 ausgebildet, um jeden Backen 18 aufzunehmen. Es werden drei Backen 18 verwendet, und jeder Backen 18 ist von dem benachbarten Backen durch einen Bogen von etwa 120 Grad getrennt. Die Achsen der Durchgänge 30 und der Backen 18 verlaufen in einem Winkel zu der Spannfutterachse und kreuzen die Spannfutterachse an einem gemeinsamen Punkt vor dem Spannfutterkörper 16. Jeder Backen 18 weist eine Werkzeugeingriffsfläche 32, welche generell parallel zu der Achse des Spannfutterkörpers 16 verläuft, und Gewindegänge 34 auf der gegenüberliegenden bzw. äußeren Fläche davon auf. Es können Gewinde 34 jedes geeigneten Typs und jeder Steigung innerhalb des Umfangs der vorliegenden Erfindung verwendet werden, wie für Fachkundige leicht zu ersehen ist.

In den Fig. 1 und 2 ist dargestellt, daß das Körperelement 16 ein Druckringelement 36 umfaßt, welches bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel einstückig damit ausgebildet sein kann. Bei einem alternativen Ausführungsbeispiel kann das Druckringelement ein von dem Körperelement getrenntes Bauelement sein. Das Druckringelement 36 kann ferner einen Absatzabschnitt 38 umfassen. Der Absatzabschnitt 38 ist zum Eingriff mit einem Abschnitt einer Lageranordnung, wie bei 62 dargestellt und wie nachfolgend genauer beschrieben, geeignet. Das Druckringelement 36 umfaßt eine Vielzahl von Backenführungsbahnen 42, welche um den Umfang herum ausgebildet sind, um einen Rückzug der Backen 18 dadurch hindurch zu ermöglichen.

Das Körperelement 16 umfaßt einen hinteren zylindrischen Abschnitt 22 mit einer darauf ausgebildeten gerändelten Fläche 46 zur Aufnahme einer optionalen hinteren Hülse 14, welche dagegen gedrückt wird, wenn dies erwünscht ist. Es sei darauf hingewiesen, daß die hintere Hülse 14 auch durch Preßpassung ohne Rändelung bzw. durch Verwendung eines Splints am Ort gehalten werden kann. Diese kann ferner durch Quetschen, Prägenieten, Nieten, Gewindeausbildung bzw. jede andere geeignete Befestigungsvorrichtung am Ort gehalten werden.

Der Körper 16 umfaßt ferner eine Nut 44 in dem vorderen Abschnitt. Die Nut 44 ist geeignet gestaltet, um einen Schnappring 46 oder ähnliches zum Halten eines Gewinderings am Ort aufzunehmen, wie nachfolgend genauer beschrieben wird.

Die vorliegende Erfindung umfaßt ferner einen Gewindering 48, welcher ein einstückiger Gewindering ist und welcher Gewindegänge 50 zum Eingriff mit Gewindegängen 34 an den Backen 18 umfaßt, wodurch, wenn der Gewindering 48 gegen den Körper 16 gedreht wird, die Backen vorgeschoben bzw. zurückgezogen werden. Der Gewindering 48 kann Antriebsschlitze 52 zum Eingriff mit Antriebsrippen 54 an der vorderen Hülse 12 umfassen, so daß sich, wenn die vordere Hülse 12 gedreht wird, der Gewindering 48 damit mitdreht und die Backen 18 bewegt, wie oben dargelegt.

Der Gewindering 48 umfaßt einen ersten Abschnitt 56 und einen zweiten Abschnitt 58, welcher in Axialrichtung von dem ersten Abschnitt ausgehend nach außen verläuft, wobei der zweite Abschnitt einen kleineren Außendurchmesser als den Außendurchmesser des ersten Abschnitts aufweist. Der Gewindering 48 kann ferner einen Absatzabschnitt 60 (Fig. 1) umfassen, welcher zum Eingriff mit einem Abschnitt eines Lagers, wie etwa 62, geeignet ist. Es sei darauf hingewiesen, daß, obgleich ein reibungsverminderndes Lager 62 dargestellt ist, eine blanke bzw. beschichtete Lagerfläche oder eine reibungsvermindernde Beilage anstelle eines Lagers 62 verwendet werden kann. Ferner kann auch eine abgeschlossene Lageranordnung verwendet werden.

Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel, wie oben dargelegt, ist das vordere Hülsenelement 12 geeignet gestaltet, um lose über dem Schnauzenabschnitt 20 des Spannfutters 10 angebracht zu werden. Mehrere Antriebsrippen 54 der vorderen Hülse 12 greifen mit Antriebsschlitzen 52 des Gewinderings 48 ineinander, so daß die vordere Hülse 12 und der Gewindering 48 geeignet verbunden werden, das bedeutet, daß sich, wenn die vordere Hülse 12 gedreht wird, der Gewindering 48 damit mitdreht. Gemäß den Fig. 1A und 1B können die Antriebsrippen 54 in einer gekrümmten Weise, wie in Fig. 1A bei 64 dargestellt, oder in einer im wesentlichen rechteckigen Weise von der Hülse ausgehend verlaufen, wie in Fig. 1 B bei 66 dargestellt. Die Antriebsschlitze 52 an dem Gewindering 48 können geeignet gestaltet werden, um im wesentlichen zu der Gestaltung der Antriebsrippen an der Hülse zu passen.

Das Körperelement 16 kann eine weitere Nut 68 an dessen vorderem Abschnitt 20 umfassen. Ein Hülsenhalteschnappring 70 kann in der Nut 68 aufgenommen werden, um die vordere Hülse 12 am Ort zu halten. In den Fig. 1 und 2 besteht der Hülsenhalteschnappring 70 aus einem kreisförmigen Ring, welcher längs des Umfangs davon bei 72 getrennt bzw. geteilt ist. Diese Trennung ermöglicht ein Einpassen des Schnapprings 70 in die Nut 68 an dem Körperelement 16. Der Schnappring 70 umfaßt einen im wesentlichen kreisförmigen ersten in Axialrichtung verlaufenden Abschnitt 74, welcher geeignet ist, in einer Nut 68 an dem Körperelement 16 aufgenommen zu werden. Der Schnappring 70 umfaßt ferner einen zweiten im wesentlichen kreisförmigen Abschnitt 76, welcher von dem ersten Abschnitt ausgehend in einer L-förmigen Weise verläuft (Fig. 1). Der zweite im wesentlichen kreisförmige Abschnitt 76 umfaßt einen ersten Abschnitt 77, welcher von dem ersten in Axialrichtung verlaufenden Abschnitt 74 ausgehend in Radialrichtung nach außen verläuft, und einen zweiten Abschnitt 79, welcher von dem Abschnitt 77 ausgehend in einer auslegerartigen Weise in Axialrichtung nach außen verläuft. Der zweite Abschnitt 76 ist flexibel, so daß, wenn der erste Abschnitt 74 in der Nut 68 an dem Körper 16 aufgenommen wird und die Hülse 12 über den Schnappring 70 gedrückt wird, ein Kontaktabschnitt 78 der Hülse 12 den zweiten Abschnitt 76 auslenkt, um zu ermöglichen, daß der zweite Abschnitt 76 in einer Nut 80 an der Hülse 12 aufgenommen wird. In dieser Weise kann die Hülse 12 durch den Schnappring 70 am Ort befestigt werden. Es sei bemerkt, daß der Schnappring 70 ein Einwegschnappring ist, so daß verhindert wird, daß sich die Hülse 12 von dem Spannfutter löst. Wie in Fig. 1 dargestellt, kann ein Abschnitt der Hülse 12 an der Außenfläche eines Abschnitts des Abschnitts 74 aufliegen, um der Hülse 12 zusätzliche Drehstabilität zu verleihen. In diesem Fall wäre es zu bevorzugen, daß mindestens dieser Abschnitt des Schnapprings 70 aus einem reibungsvermindernden Material hergestellt ist.

Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel wird der Schnappring 70 aus einem Polymermaterial, wie etwa Nylon, hergestellt und umfaßt erhöhte Bereiche 82, um die Flexibilität des Abschnitts 74 zu steigern. Selbstverständlich kann der Schnappring 70 aus jedem geeigneten einfachen Material oder Verbundmaterial hergestellt werden. Wie oben dargelegt, ist das hintere Hülsenelement 14 optional. Wenn dies erwünscht ist, kann das hintere Hülsenelement 14 weggelassen werden und das vordere Hülsenelement 12 bis zu dem Schwanzende des Körpers 16 verlängert werden. Diese Alternative ist geeignet, wenn eine Spindelarretierung oder ähnliches an dem Antrieb vorgesehen ist oder wenn der Antrieb verwendet wird, um die Backen zu spannen bzw. zu lösen.

Die Umfangsfläche des vorderen Hülsenelements 12 kann gerändelt sein oder kann mit Längsrippen oder anderen Vorsprüngen versehen werden, um einen sicheren Griff des Bedieners zu ermöglichen. In gleicher Weise kann die Umfangsfläche des hinteren Hülsenelements 14, wenn dieses verwendet wird, gerändelt oder gerippt werden, wenn dies erwünscht ist. Die vordere und die hintere Hülse können aus einem Strukturkunststoff, wie etwa Polykarbonat, einem Polypropylen mit Zusätzen, beispielsweise Polypropylen mit Glaszusätzen, oder einer Mischung von Strukturkunststoffmaterialien hergestellt werden. Weitere Verbundmaterialien, wie beispielsweise Polymere mit Graphitzusätzen, sind in bestimmten Anwendungsbereichen gleichfalls geeignet. Wie für Fachkundige zu ersehen ist, hängen die Materialien, aus welchen das Spannfutter der vorliegenden Erfindung hergestellt wird, von der Endverwendung des Spannfutters ab, und die obigen sind lediglich beispielhaft angegeben.

Es sei bemerkt, daß das hintere Hülsenelement 14 an dem Körperelement 16 befestigt ist, während das vordere Hülsenelement 12 geeignet mit dem Gewindering 48 verbunden und an dem Körperelement 16 zur Relativdrehung dagegen angebracht ist. Eine Relativdrehung des vorderen und des hinteren Hülsenelements, 12 und 14, bewirkt aufgrund der Wechselwirkung zwischen den Gewindegängen 34 an den Backen 18 und den Gewindegängen 50 an dem Gewindering 48, daß die Backen 18 vorgeschoben bzw. zurückgezogen werden, abhängig von der Richtung der Relativbewegung.

In Fig. 3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Spannfutters bei 110 dargestellt. Dieses Ausführungsbeispiel umfaßt auch eine vordere Hülse 112 und eine optionale hintere Hülse 114, welche beide auf dem Körperelement 116 aufgenommen sind. Die Arbeitsweise des Spannfutters gemäß Darstellung bei dem Ausführungsbeispiel von Fig. 3 ist die gleiche wie bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 und 2 im Hinblick sowohl auf die Wechselwirkung des Gewinderings 148 mit den Backen 118 als auch auf das Halten des Gewinderings 148 am Ort durch den Schnappring 146. Der Hauptunterschied zwischen dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 und 2 und dem Ausführungsbeispiel von Fig. 3 ist, daß eine Preßpassung der Hülse 112 auf den Gewindering 148 erfolgt, um die Hülse 112 am Ort zu halten. Diese Preßpassungsanordnung liefert ferner den Antriebseingriff zwischen der vorderen Hülse 112 und dem Gewindering 148. Der Gewindering 148 kann einen gerändelten Abschnitt 185 zum Eingriff mit der äußeren Hülse 112 umfassen, um ein Gleiten bei einer Drehung zwischen der Hülse 112 und dem Gewindering 148 zu verhindern. Selbstverständlich ist bei dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel ein Hülsenhalteschnappring, wie etwa 70, dargestellt in Fig. 1, nicht notwendig, doch sei darauf hingewiesen, daß ein solcher verwendet werden kann, wenn dies erwünscht ist.

Obgleich die obige Beschreibung im Hinblick auf ein schlüsselloses Spannfutter dargelegt wurde, sei darauf hingewiesen, daß viele der Prinzipien der Erfindung gleichermaßen auf ein Schlüsselspannfutter anwendbar sind und sich dies innerhalb des Umfangs der vorliegenden Erfindung befindet.

Diese und weitere Abwandlungen und Änderungen der vorliegenden Erfindung können von gewöhnlich Fachkundigen ausgeführt werden, ohne von dem Umfang der vorliegenden Erfindung abzuweichen, welcher genauer in den beigefügten Ansprüchen dargelegt ist. Ferner ist für gewöhnlich Fachkundige zu ersehen, daß die vorangehende Beschreibung lediglich beispielhaft ist und nicht in der Absicht erfolgt, die Erfindung zu begrenzen, welche in den beigefügten Ansprüchen weiter beschrieben ist.


Anspruch[de]

1. Spannfutter (10, 110) zur Verwendung mit einem Hand- bzw. Kraftantrieb mit einer drehbaren Antriebswelle, wobei das Spannfutter umfaßt:

ein generell zylindrisches Körperelement (16, 116), wobei das Körperelement (16, 116) einen vorderen Abschnitt (20, 120, 130) und einen hinteren Abschnitt (22) aufweist, wobei der hintere Abschnitt (22) eine in Axialrichtung verlaufende Bohrung (26) aufweist, welche darin ausgebildet ist, um mit der Antriebswelle des Antriebs ineinanderzugreifen, und der vordere Abschnitt (20) eine in Axialrichtung verlaufende Bohrung (24), welche darin ausgebildet ist, und eine Vielzahl winkelig angeordneter Durchgänge (30), welche dadurch hindurch verlaufend ausgebildet sind und die in Axialrichtung verlaufende Bohrung (24) kreuzen, aufweist;

eine Vielzahl von Backen (18, 118), welche verschiebbar in jedem der winkelig angeordneten Durchgänge (30) angeordnet sind, wobei jeder der Backen (18, 118) eine Backenstirnfläche (32), welche auf einer Seite davon ausgebildet ist, und Gewindegänge (34), welche auf der gegenüberliegenden Seite davon ausgebildet sind, aufweist;

einen einstückigen Gewindering (48, 148), welcher drehbar gegen den Körper (16, 116) derart angebracht ist, daß die Gewindegänge (50) des Gewinderings mit den Backengewindegängen (34) ineinandergreifen; und

ein generell zylindrisches Hülsenelement (12, 112), welches auf dem vorderen Abschnitt des Körperelements (16, 116) zum Eingriff mit dem Gewindering (48, 148) aufgenommen ist, so daß, wenn das Hülsenelement (12, 112) gedreht wird, der Gewindering (48, 148) damit mitgedreht wird, um die Backen (18, 118) zu betätigen, wobei ein Halteelement (46) an dem Körperelement (16) angeordnet ist, wobei das Halteelement (46) derart angeordnet ist, daß sich dieses in direktem Anschlagkontakt mit einem Abschnitt des einstückigen Gewinderings (48) befindet, um eine in Axialrichtung verlaufende Bewegung des Gewinderings (48) in Vorwärtsrichtung zu verhindern, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteelement (46) in einer Nut (44) in dem vorderen Abschnitt des Körpers (16) aufgenommen ist und der Ge windering (48) einen ersten Abschnitt (56) mit einem ersten Außendurchmesser und einen zweiten Abschnitt (58), welcher von dem ersten Abschnitt (56) ausgehend in Axialrichtung nach außen verläuft, sowie die Gewindegänge (50) umfaßt, wobei der zweite Abschnitt (58) einen kleineren Außendurchmesser als den ersten Außendurchmesser aufweist.

2. Spannfutter zur Verwendung mit einem Hand- bzw. Kraftantrieb nach Anspruch 1, wobei das Hülsenelement (112) mit dem Gewindering (148) durch einen Preßpassungseingriff ineinandergreift.

3. Spannfutter zur Verwendung mit einem Hand- bzw. Kraftantrieb nach Anspruch 1 oder 2, ferner umfassend einen Lagerdruckring, welcher an dem Körperelement angeordnet ist, und mindestens ein reibungsverminderndes Lager, welches zwischen dem Gewindering und dem Druckring angeordnet ist.

4. Spannfutter zur Verwendung mit einem Hand- bzw. Kraftantrieb nach einem beliebigen vorangehenden Anspruch, wobei das Halteelement (46) den zweiten Abschnitt (51) des Gewinderings (48) berührt.

5. Spannfutter zur Verwendung mit einem Hand- bzw. Kraftantrieb nach einem beliebigen vorangehenden Anspruch, ferner umfassend eine hintere Hülse (14, 114).

6. Spannfutter zur Verwendung mit einem Hand- bzw. Kraftantrieb nach Anspruch 1, wobei die Hülse (12) mit dem Gewindering (48) durch einen losen Paßeingriff ineinandergreift.

7. Spannfutter zur Verwendung mit einem Hand- bzw. Kraftantrieb nach Anspruch 6, wobei entweder der Gewindering (48) oder die Hülse (12) Rippen (54) umfaßt, welche davon ausgehend verlaufen, und das jeweils andere Element aus der Gruppe des Gewinderings (48) und der Hülse daran ausge bildete Aufnahmeabschnitte (52) zur Aufnahme der Rippen (54) in Antriebseingriff damit umfaßt.

8. Spannfutter zur Verwendung mit einem Hand- bzw. Kraftantrieb nach Anspruch 7, wobei sich die Aufnahmeabschnitte (52) an dem Gewindering (48) befinden und durch mindestens einen Abschnitt des Außendurchmessers des Gewinderings 48 verlaufen.

9. Spannfutter zur Verwendung mit einem Hand- bzw. Kraftantrieb nach Anspruch 7, wobei die Rippen (54) in einer gekrümmten Weise (64) von der Hülse (12) ausgehend verlaufen.

10. Spannfutter zur Verwendung mit einem Hand- bzw. Kraftantrieb nach Anspruch 7, wobei die Rippen (54) in einer im wesentlichen rechteckigen Weise (66) von der Hülse (12) ausgehend verlaufen.

11. Spannfutter zur Verwendung mit einem Hand- bzw. Kraftantrieb nach einem beliebigen vorangehenden Anspruch, ferner umfassend einen Hülsenhalteschnappring (70), welcher auf dem Körperelement (16) aufgenommen ist und sich in Eingriff mit der Hülse (12) befindet, um die Hülse (12) auf dem Körperelement (16) zu halten.

12. Spannfutter zur Verwendung mit einem Hand- bzw. Kraftantrieb nach Anspruch 11, wobei der Hülsenhalteschnappring (70) ein Einwegschnappring ist.

13. Spannfutter zur Verwendung mit einem Hand- bzw. Kraftalltrieb nach Anspruch 12, wobei der Schnappring (70) einen im wesentlichen starren ersten in Axialrichtung verlaufenden Abschnitt (74), welcher geeignet ist, in einer Nut (68) an dem Körperelement (16) aufgenommen zu werden, und einen im wesentlichen kreisförmigen zweiten Abschnitt (76), welcher von dem ersten Abschnitt (74) ausgehend in einer L-förmigen Weise verläuft, umfaßt, wobei der zweite Abschnitt (76) flexibel ist, so daß, wenn der erste Abschnitt (74) in der Nut (68) an dem Körper (16) aufgenommen wird und eine Hülse (12) über den Schnappring (70) gedrückt wird, ein Kontaktabschnitt (78) der Hülse (12) den zweiten Abschnitt (76) auslenkt, um es zu ermöglichen, daß der zweite Abschnitt (76) in einer Nut (80) an der Hülse (12) aufgenommen wird.

14. Spannfutter zur Verwendung mit einem Hand- bzw. Kraftantrieb nach Anspruch 13, wobei der flexible Abschnitt (76) des Hülsenhalteschnapprings (70) einen ersten Abschnitt (77), welcher von dem im wesentlichen starren Abschnitt (74) ausgehend in Radialrichtung nach außen verläuft, und einen zweiten Abschnitt (79), welcher von dem in Radialrichtung nach außen verlaufenden Abschnitt (77) in Axialrichtung in einer auslegerartigen Weise nach außen verläuft, umfaßt, so daß, wenn ein Abschnitt der vorderen Hülse (12) den flexiblen Abschnitt (76) des Halteschnapprings (70) berührt, dieser ausreichend ausgelenkt wird, um zu ermöglichen, daß der flexible Abschnitt (76) des Schnapprings (70) in der Nut (80) der vorderen Hülse (12) aufgenommen wird, wobei das äußere Ende des in Axialrichtung verlaufenden Abschnitts (79) einen inneren Abschnitt der Hülsennut (80) berührt, um die vordere Hülse (12) am Ort zu halten.

15. Spannfutter zur Verwendung mit einem Hand- bzw. Kraftalltrieb nach den Ansprüchen 11 bis 14, wobei der Hülsenhalteschnappring (70) ein geteilter Ring ist.

16. Spannfutter zur Verwendung mit einem Hand- bzw. Kraftantrieb nach Anspruch 13, wobei der zweite flexible Abschnitt (76) segmentiert ist, um eine erhöhte Flexibilität zu ermöglichen.

17. Spannfutter zur Verwendung mit einem Hand- bzw. Kraftantrieb nach Anspruch 13, wobei ein Abschnitt des ersten im wesentlichen starren Abschnitts (74) und der zweite flexible Abschnitt (76) einen U-förmigen Quer schnitt bilden, wobei das offene Ende der U-Form in der Rückwärtsrichtung an dem Spannfutterkörperelement (16) verläuft.

18. Spannfutter zur Verwendung mit einem Hand- bzw. Kraftantrieb nach den Ansprüchen 11 bis 17, wobei ein Schnappring (70) aus einem Polymermaterial hergestellt ist.







IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com