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Dokumentenidentifikation DE10200094C1 31.07.2003
Titel Hebevorrichtung zum Anheben von Lasten
Anmelder Jung, Karl-Heinz, 71334 Waiblingen, DE
Erfinder Jung, Karl-Heinz, 71334 Waiblingen, DE
Vertreter Patentanwalts-Partnerschaft Rotermund + Pfusch + Bernhard, 70372 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 03.01.2002
DE-Aktenzeichen 10200094
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 31.07.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.07.2003
IPC-Hauptklasse B66F 3/24
IPC-Nebenklasse B66F 3/26   B66F 3/36   B66F 9/04   
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung betrifft eine hydraulische Hebevorrichtung, insbesondere ein Kleinhebegerät, zum Anheben von Lasten, mit zwei parallel zur Hubrichtung angeordneten hydraulischen Kolben-Zylinder-Aggregaten, die jeweils einen Zylinder aufweisen, in dem ein an einer Kolbenstange befestigter Kolben hubverstellbar gelagert ist. Jede Kolbenstange ist auf der vom Kolben abgewandten Seite aus dem Zylinder herausgeführt und an einem Stützfuß abgestützt. Die Zylinder sind an ihren den Stützfüßen zugewandten Enden über eine Brücke miteinander fest verbunden, an der eine Hublasche angebracht oder anbringbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine hydraulische Hebevorrichtung, insbesondere ein Kleinhebegerät, zum Anheben von Lasten.

Hebevorrichtungen dieser Art werden dazu verwendet, vergleichsweise schwere Lasten, wie z. B. Maschinen und Kettenfahrzeuge, anzuheben. Beispielsweise können mit einer derartigen Hebevorrichtung Lasten von 10 t bis 50 t angehoben werden.

Aus der DE 93 12 940 U1 ist ein hydraulisches Kleinhebegerät bekannt, das ein parallel zur Hubrichtung angeordnetes hydraulisches Kolben-Zylinder-Aggregat aufweist. In einem Zylinder dieses Kolben-Zylinder-Aggregats ist ein Kolben hubverstellbar gelagert, der an einer Kolbenstange befestigt ist. Die Kolbenstange ist auf einer vom Kolben abgewandten Seite aus dem Zylinder herausgeführt und an einer Bodenplatte abgestützt, die zwei Stützfüße aufweist. Am Zylinder ist an einem der Bodenplatte zugewandten Ende eine Hublasche angeschweißt.

Die Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, für eine Hebevorrichtung der eingangs genannten Art eine verbesserte Ausführungsform anzugeben, die insbesondere bei einem vergleichsweise einfachen Aufbau zum Anheben relativ schwerer Lasten geeignet ist.

Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, zwei parallele hydraulische Kolben-Zylinder-Aggregate vorzusehen, deren Zylinder über eine Brücke miteinander verbunden sind, wobei die Hublasche an dieser Brücke angebracht oder anbringbar ist. Durch diese Bauweise kann die Hebevorrichtung zum Anheben schwerer Lasten verwendet werden, wobei die Hebevorrichtung gleichzeitig einen kompakten Aufbau besitzt. Des weiteren ergibt sich eine relativ breite und dadurch stabile Bodenabstützung für die Hebevorrichtung. Dabei ist von Bedeutung, daß jedem Kolben-Zylinder-Aggregat ein eigener Stützfuß zugeordnet ist, an denen sich die jeweilige Kolbenstange vertikal abstützt. Die stabilisierende Stützwirkung der Stützfüße wird dadurch verbessert.

Bei einer vorteilhaften Weiterbildung kann die Brücke zwischen den Zylindern angeordnet und an einander zugewandten Seiten der Zylinder befestigt sein. Durch diese Bauweise erfolgt die Positionierung der Hublasche näher an den Zylindern. Insbesondere kann die Hublasche quasi zwischen den Zylindern an der Brücke positioniert werden. Hierdurch ist es möglich, die Hebevorrichtung näher an der anzuhebenden Last zu positionieren, wodurch die entstehenden Momente reduziert und die Leistungsfähigkeit der Hebevorrichtung erhöht wird. Von besonderer Bedeutung ist hierbei, daß sich durch diese Maßnahme die Reibung zwischen den Zylindern und den Kolbenstangen reduzieren läßt, wodurch sich die Leistung derartiger Hebevorrichtungen steigern läßt. Gleichzeitig erhöht sich dadurch die Standsicherheit der Hebevorrichtung.

Gemäß einer besonders vorteilhaften Weiterbildung kann zumindest bei einem der Kolben-Zylinder-Aggregate die Kolbenstange mit dem Stützfuß und mit dem Kolben drehfest verbunden sein, wobei der Kolben um die Zylinderlängsachse drehbar im zugehörigen Zylinder gelagert ist und wobei der Stützfuß so gestaltet ist, daß er relativ zum Zylinder um die Zylinderlängsachse drehbar angeordnet ist. Durch diese Bauweise wird die Drehbarkeit des Kolbens zur Realisierung einer Schwenkverstellung des Stützfußes genutzt. Zusätzliche Maßnahmen, insbesondere Lager od. dgl., sind dabei nicht erforderlich, so daß die erfindungsgemäße Hebevorrichtung besonders kompakt und preiswert baut. Verschwenkbare Stützfüße sind insbesondere dann von Vorteil, wenn an der anzuhebenden Last kein Freiraum für die quer von der jeweiligen Kolbenstange abstehenden Stützfüße vorgesehen ist. Durch das Wegschwenken der Stützfüße kann die Hebevorrichtung somit näher an die anzuhebende Last herangeführt werden.

Ein weiterer Vorteil ergibt sich, wenn die Hublasche als separates Bauteil ausgebildet ist und einen Haken aufweist, mit dem die Hublasche an der Brücke einhakbar ist. Bei dieser Bauweise können insbesondere verschiedene, an unterschiedliche Anwendungsfälle angepaßte Hublaschen bereitgestellt und bedarfsabhängig an der Brücke eingehakt werden.

Die Hebevorrichtung wird dadurch besonders vielseitig einsetzbar. Des weiteren ist gerade die Hublasche hohem Verschleiß ausgesetzt. Durch die Ausbildung als separates Bauteil kann eine beschädigte Hublasche besonders einfach gegen eine neue ausgetauscht werden.

Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.

Es versteht sich, daß die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.

Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen auf gleiche oder funktional gleiche oder ähnliche Bauteile beziehen.

Es zeigen, jeweils schematisch,

Fig. 1 eine teilweise geschnittene Seitenansicht auf eine Hebevorrichtung nach der Erfindung in einer abgesenkten Ausgangsstellung,

Fig. 2 ein bodennaher Ausschnitt der Ansicht gemäß Fig. 1, jedoch bei einer geringfügig angehobenen Hubstellung,

Fig. 3 eine geschnittene Draufsicht entsprechend der Schnittlinie III in Fig. I,

Fig. 4 eine Frontansicht auf den bodennahen Abschnitt gemäß der Blickrichtung IV in Fig. 3 und

Fig. 5 eine Schnittansicht durch den bodennahen Abschnitt gemäß den Schnittlinien V in Fig. 3.

Entsprechend den Fig. 1 bis 5 weist eine hydraulische Hebevorrichtung 1 nach der Erfindung, die insbesondere als handliches, zweckmäßig tragbares, Kleinhebegerät ausgebildet ist, zwei Kolben-Zylinder-Aggregate 2 auf, die bezüglich einer durch einen Doppelpfeil symbolisierten Hubrichtung 3 parallel angeordnet sind. Jedes Kolben-Zylinder-Aggregat 2 weist einen Zylinder 4 auf, in dem ein Kolben 5 in Hubrichtung 3 verstellbar gelagert ist. Der Kolben 5 ist fest, insbesondere drehfest, mit einer Kolbenstange 6 verbunden. An einer vom Kolben 5 abgewandten Seite ragt die Kolbenstange 6 aus dem Zylinder 4 heraus und ist dort an einem Stützfuß 7 abgestützt. Zweckmäßig ist dieser Stützfuß 7 drehfest mit der Kolbenstange 6 verbunden.

Der Zylinder 4 weist an seinem dem Stützfuß 7 zugewandten Ende eine Führungshülse 8 auf, die an der Kolbenstange 6axial geführt ist. Zwischen Führungshülse 8 und Kolbenstange 6 ist dabei ein möglichst geringes radiales Spiel einzuhalten, um ein Verkanten der Führungshülse 8 relativ zur Kolbenstange 6 zu vermeiden. Zwischen dieser Führungshülse 8 und einem vom Stützfuß 7 abgewandten Zylinderende 9 weist der Zylinder 4 ein radiales Spiel gegenüber der Kolbenstange 6 auf, d. h., außerhalb der Führungshülse 8 ist zwischen dem Zylinder 4 und der Kolbenstange 6 ein radialer Spalt 10 ausgebildet. Auf diese Weise wird dort ein Wandkontakt zwischen Kolbenstange 6 und Zylinder 4 vermieden. Der Kolben 5 ist zweckmäßig mit einem radialen Spiel gegenüber dem Zylinder 4 ausgestattet, so daß auch hier ein Verkanten mit erhöhtem Verschleiß zwischen Kolben 5 und Zylinder 4 vermieden werden kann. Diese Maßnahmen führen dazu, daß der Zylinder 4 bei der Hubverstellung zwischen Zylinder 4 und Kolbenstange 6 ausschließlich durch die Führungshülse 8 geführt ist.

Zwischen dem Zylinderende 9 und dem Kolben 5 ist im Zylinder 4 ein Hydraulikraum 11 ausgebildet, der mit einem Hydraulikanschluß 12 kommuniziert. Bei einer anderen Ausführungsform kann der Hydraulikanschluß 12 auch an einer anderen Stelle angeordnet sein.

Entsprechend den Fig. 3 bis 5 ist zwischen den beiden Zylindern 4 der beiden Kolben-Zylinder-Aggregate 2 eine Brücke 14 angeordnet, die sich quer zu den mit 13 bezeichneten Längsmittelachsen oder Zylinderlängsachsen 13 der Zylinder 4 erstreckt. Diese Brücke 14 ist an beiden Zylindern 4 bzw. an deren Führungshülsen 8 befestigt, insbesondere mittels entsprechender Schweißnähte 15. An dieser Brücke 14 ist eine Hublasche 16 angebracht. Ebenso ist es möglich, die Führungshülsen 8 zusammen mit der Brücke 14 als integrales Gußteil auszubilden.

Bezugnehmend auf Fig. 5 ist die Hublasche 16 als L-förmiger Winkel ausgebildet, der ein Rückenteil 17, das parallel zur Hubrichtung 3 verläuft, und ein Ladeteil 18 aufweist, das quer vom Rückenteil 17 absteht. An einem vom Ladeteil 18 abgewandten Ende ist am Rückenteil 17 ein Haken 19 ausgebildet, mit dem die Hublasche 16 an einer von den Stützfüßen 7 abgewandten Brückenoberkante 20 der Brücke 14 eingehakt ist. Die Brückenoberkante 20 weist zu diesem Zweck eine Stufe 21 auf. Die Hublasche 16 ist bei der hier gezeigten Ausführungsform als separates Bauteil ausgebildet, das bedarfsabhängig an der Brücke 14 einhakbar bzw. davon lösbar ist. Ein besonderer Vorteil dieser Bauweise wird darin gesehen, daß eine verschlissene Hublasche 16 ohne weiteres gegen eine neue ausgetauscht werden kann. Des weiteren kann ein Sortiment unterschiedlicher Hublaschen 16 bereitgestellt werden, die in Abhängigkeit des jeweiligen Anwendungsfalls zum Einsatz kommen können. Außerdem ist es möglich, die Brücke 14 so auszugestalten, daß die Hublasche 16 an verschiedenen Hubpositionen an der Brücke 14 festlegbar ist. Insbesondere kann sich die Brücke 14 zu diesem Zweck bis etwa zu den oberen Enden der Zylinder 4 erstrecken.

Die an der Brücke 14 angebrachte Hublasche 16 stützt sich mit ihrem Rückenteil 17 an der Brücke 14 ab. Entsprechend Fig. 3 ist die Brücke 14 zwischen den Zylindern 4 so angeordnet, daß sie an den Zylindern 4 bzw. an deren Führungshülsen 8 an einander zugewandten Seiten befestigt ist. Des weiteren ist die Positionierung so gewählt, daß das Rückenteil 17 der daran angebrachten Hublasche 16 nur geringfügig in Richtung des Ladeteils 18 über die Zylinder 4 bzw. deren Führungshülsen 8 vorsteht. Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 ist die Positionierung der Brücke 14 außerdem so gewählt, daß das Rückenteil 17 nicht über die Zylinder 4 bzw. deren Führungshülsen 8 in Richtung Ladeteil 18 vorsteht. Diese spezielle Anordnung der Brücke 14 hat zur Folge, daß die Hubvorrichtung 1 mit ihren Kolben-Zylinder-Aggregaten 2 besonders dicht an eine anzuhebende Last herangebracht werden kann. Hierdurch können große Hebel und somit große Momente beim Anheben der Last vermieden werden.

Der Kolben 5 ist im Zylinder 4 drehbar gelagert. Des weiteren sind die Stützfüße 7 so geformt, daß sie auch bei abgesenkter Brücke 14 um die Zylinderlängsachse 13 schwenkbar sind. Eine entsprechende Schwenkverstellbarkeit ist in Fig. 3 durch Doppelpfeile 22 symbolisiert. Da jeder Stützfuß 7 drehfest mit der zugehörigen Kolbenstange 6 verbunden ist und diese ihrerseits drehfest mit dem jeweiligen Kolben 5 gekoppelt ist, kann jeder Stützfuß 7 zusammen mit der Kolbenstange 6 und dem Kolben 5 relativ zum Zylinder 4 um die Schwenkachse 13 verschwenkt werden. Diese Bauweise hat zur Folge, daß keine zusätzlichen Lager od. dgl. vorgesehen werden müssen, um eine derartige Verschwenkbarkeit der Stützfüße 7 zu gewährleisten. Diese Verschwenkbarkeit der Stützfüße 7 ist besonders vorteilhaft, da es dadurch möglich ist, die Hublasche 16 auch dann in eine Laschenaufnahme an der anzuhebenden Last einzuführen, wenn für die Stützfüße 7 keine entsprechende oder geeignete Aufnahme oder Aussparung an der Last vorgesehen ist.

Bei einer besonderen Weiterbildung kann gemäß Fig. 1 an den von den Stützfüßen 7 abgewandten Zylinderenden 9 eine Kopfplatte 23 angebracht, insbesondere angeschweißt, sein, die zusätzlich oder alternativ zur Hublasche 16 zum Anheben einer Last verwendbar ist. Diese Kopfplatte 23 kann ebenso abnehmbar bzw. ansteckbar ausgestaltet sein. Des weiteren ist es möglich, die Kopfplatte 23 mit einer zum Anheben bestimmter Lasten angepaßten Form, z. B. Prisma, auszubilden. Ebenso kann ein Sortiment unterschiedlicher Kopfplatten 23 bereitgestellt werden, die in Abhängigkeit des jeweiligen Anwendungsfalls zum Einsatz kommen können.

Die erfindungsgemäße Hebevorrichtung 1 arbeitet wie folgt:

Bei vollständig in den Zylinder 4 eingefahrenem Kolben 5 ist die Hublasche 16 maximal abgesenkt, d. h. die Hublasche 16 liegt mit ihrem Ladeteil 18 gemäß Fig. 1 wie die Stützfüße 7 auf einem hier nicht näher bezeichneten Boden oder Untergrund auf. In dieser Position kann die Hebevorrichtung 1 so an einer anzuhebenden Last angeordnet werden, daß das Ladeteil 18 der Hublasche 16 die anzuhebende Last untergreift. Gegebenenfalls müssen hierzu die Stützfüße 7 von der Hublasche 16 nach außen oder nach hinten weggeschwenkt werden.

Nach dem Positionieren der Hebevorrichtung 1 erfolgt die Beaufschlagung mit Hydraulikdruck. Zweckmäßig sind dabei die beiden Kolben-Zylinder-Aggregate 2 hydraulisch parallel geschaltet. Der sich im Hydraulikraum 11 aufbauende Hydraulikdruck führt dazu, daß sich der Zylinder 4 entlang der Kolbenstange 6 in Hubrichtung 3 bewegt und dabei über die Brücke 14 die Hublasche 16 anhebt. Durch die hydraulische Parallelschaltung der beiden Kolben-Zylinder-Aggregate 2 wird die Belastung gleichmäßig auf die beiden Stützfüße 7 verteilt.

Des weiteren erfolgt die Abstützung der von den Kolbenstangen 6 getragenen Last relativ direkt und parallel zur Hubrichtung 3 über die Stützfüße 7, wo daß Biegebelastungen oder Momente innerhalb der Hebevorrichtung 1 weitgehend vermieden werden. Hierdurch steht die Hebevorrichtung 1 relativ stabil, wodurch die Sicherheit beim Anheben schwerer Lasten erhöht wird.

Eine weitere Besonderheit der erfindungsgemäßen Hebevorrichtung 1 ergibt sich dann, wenn mit der Hebevorrichtung 1 eine Last einseitig angehoben wird, derart, daß die Last um eine von der Hebevorrichtung 1 entfernte Schwenkachse schwenkt, wobei die Hebevorrichtung 1 seitlich an der Last angreift, d. h. das Ladeteil 18 der Hublasche 16 erstreckt sich parallel zur Schwenkachse. Bei einer herkömmlichen Hebevorrichtung fährt die Hublasche beim Anheben bzw. Schwenken der Last parallel zum Boden nach oben, so daß die durch das Schwenken relativ zum Boden geneigte Last nur noch auf der der Schwenkachse zugewandten Endkante des Ladeteils der Hublasche aufliegt. Hierdurch entsteht die Gefahr, daß die Last von der Hublasche abrutscht. Im Unterschied dazu können bei der erfindungsgemäßen Hebevorrichtung 1 die beiden Kolbenstangen 6 beim Anheben bzw. Schwenken der Last unterschiedliche Hübe ausführen, da die beiden Kolben-Zylinder- Aggregate 2 hydraulisch parallel geschaltet sind. Dies führt dazu, daß die Hublasche 16 mit ihrem Ladeteil 18 auch dann flächig an der Last anliegt, wenn sich beim Anheben bzw. Schwenken die Neigung des Ladeteils 18 bzw. der Hublasche 16 gegenüber dem Boden verändert. Das weiter von der Schwenkachse entfernte Kolben-Zylinder-Aggregat 2 fährt dann weiter aus, mit der Folge, daß sich die Hebevorrichtung 1 gegenüber einer Vertikalen neigt. Dabei verkanten die Stützfüße 7 mit dem Boden und sorgen für einen sicheren Stand der Hebevorrichtung 1. Die Gefahr, daß die Last von der Hublasche 16 abrutscht, ist dabei reduziert.

Die erfindungsgemäße Hebevorrichtung 1 baut relativ kompakt und kann dadurch vergleichsweise leicht und insbesondere tragbar ausgebildet werden. Gleichzeitig ermöglicht die erfindungsgemäße Hebevorrichtung 1 das Anheben relativ schwerer Lasten, von beispielsweise 10 t bis 50 t.


Anspruch[de]
  1. 1. Hydraulische Hebevorrichtung, insbesondere Kleinhebegerät, zum Anheben von Lasten,

    mit zwei parallel zur Hubrichtung (3) angeordneten hydraulischen Kolben-Zylinder-Aggregaten (2), die jeweils einen Zylinder (4) aufweisen, in dem ein an einer Kolbenstange (6) befestigter Kolben (5) hubverstellbar gelagert ist,

    wobei jede Kolbenstange (6) auf der vom Kolben (5) abgewandten Seite aus dem Zylinder (4) herausgeführt und an einem Stützfuß (7) abgestützt ist,

    wobei die Zylinder (4) an ihren den Stützfüßen (7) zugewandten Enden über eine Brücke (14) miteinander fest verbunden sind, an der eine Hublasche (16) angebracht oder anbringbar ist.
  2. 2. Hebevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Brücke (14) zwischen den Zylindern (4) angeordnet und an einander zugewandten Seiten der Zylinder (4) angebracht ist.
  3. 3. Hebevorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,

    daß die Hublasche (16) L-förmig ausgebildet ist und ein parallel zur Hubrichtung (3) verlaufendes Rückenteil (17) und ein quer davon abstehendes Ladeteil (18) aufweist,

    wobei das Rückenteil (17) an der Brücke (14) angebracht oder anbringbar ist,

    wobei die Brücke (14) so an den Zylindern (4) angeordnet ist, daß die Brücke (14) und das daran angebrachte Rückenteil (17) der Hublasche (16) zwischen den Zylindern (4) angeordnet sind, so daß das Rückenteil (17) nicht oder nur relativ geringfügig in Richtung Ladeteil (18) über die Zylinder (4) vorsteht.
  4. 4. Hebevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,

    daß zumindest bei einem der Kolben-Zylinder-Aggregate (2) die Kolbenstange (6) mit dem Stützfuß (7) und mit dem Kolben (5) drehfest verbunden ist,

    daß der Kolben (5) um die Zylinderlängsachse (13) drehbar

    im zugehörigen Zylinder (4) gelagert ist,

    daß der Stützfuß (7) relativ zum Zylinder (4) um die Zylinderlängsachse (13) drehbar angeordnet ist.
  5. 5. Hebevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Hublasche (16) als separates Bauteil ausgebildet ist und einen Haken (19) aufweist, mit dem die Hublasche (16) an der Brücke (14) einhakbar ist.
  6. 6. Hebevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Zylinder (4) in einem den Stützfuß (7) zugewandten axialen Endabschnitt eine Führungshülse (8) aufweist, die an der Kolbenstange (6) axial geführt ist und an denen die Brücke (14) angebracht ist.
  7. 7. Hebevorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungshülsen (8) und die Brücke (14) als einteiliges oder einstückiges Gußteil ausgebildet sind.
  8. 8. Hebevorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Zylinder (4) zwischen seinen Führungshülsen (8) und einem davon abgewandten Zylinderende (9) einen radialen Spalt (10) zwischen Zylinder (4) und Kolbenstange (6) aufweist.
  9. 9. Hebevorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Kolben (5) mit radialem Spiel im zugehörigen Zylinder (4) gelagert ist.
  10. 10. Hebevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Zylinder (4) an ihren von den Stützfüßen (7) abgewandten Zylinderenden (9) eine Kopfplatte (23) tragen, auf der eine anzuhebende Last abstützbar ist.
  11. 11. Hebevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Kolben-Zylinder-Aggregate (2) hydraulisch parallel geschaltet sind.






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