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Dokumentenidentifikation DE10201421A1 31.07.2003
Titel Schaltung, Elektromotor und Verfahren zum Überwachen eines Elektromotors
Anmelder SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG, 76646 Bruchsal, DE
Erfinder Roth-Stielow, Jörg, Dr., 75015 Bretten, DE
DE-Anmeldedatum 15.01.2002
DE-Aktenzeichen 10201421
Offenlegungstag 31.07.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.07.2003
IPC-Hauptklasse H02H 1/00
IPC-Nebenklasse H02H 5/04   H02H 7/085   
Zusammenfassung Schaltung, Elektromotor und Verfahren zum Überwachen eines Elektromotors, wobei eine Auswerteeinheit, die von einer Versorgungsspannung versorgbar ist, zum Auswerten eines von der Versorgungsspannung und der Auswerteeinheit potentialgetrennten Sensors vorgesehen ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schaltung, einen Elektromotor und ein Verfahren zum Überwachen eines Elektromotors.

Elektromotoren umfassen Wicklungen, durch die derart hohe Ströme fließen, die von derart hohen Spannungen, insbesondere Mittelspannungen oder Hochspannungen, getrieben werden, dass die Temperatur in den Wicklungen kritische Temperaturen überschreiten kann. Zur Generierung einer Warnung oder zum Abschalten des Elektromotors sind aus der DE 199 36 218 A1 Sensoren bekannt, die eine sichere elektrische Trennung aufweisen. Diese konstruktionsbedingte Trennung schützt elektrische Geräte oder Schaltungen, mit denen der Sensor elektrisch verbunden ist. Jedoch müssen nicht nur die Sensoren sondern auch die Zuleitungen unter höchster Vorsicht gefertigt und montiert werden.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Elektromotor in kostengünstiger Weise thermisch zu überwachen, wobei ein Schutz für die weiteren Geräte vorhanden ist. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei der Schaltung nach den in Anspruch 1, bei dem Elektromotor nach den in Anspruch 20 und bei dem Verfahren nach den in Anspruch 27 angegebenen Merkmalen gelöst.

Wesentliche Merkmale der Erfindung bei der Schaltung sind, dass eine Auswerteeinheit, die von einer Versorgungsspannung, insbesondere Wechselspannung, versorgbar ist, zum Auswerten eines von der Versorgungsspannung und der Auswerteeinheit potentialgetrennten Sensors vorgesehen ist. Von Vorteil ist dabei, dass wegen der Potentialtrennung weitere Geräte geschützt sind, als Versorgungsspannung eine Motorphasenspannung entnehmbar ist, handelsübliche Teile, insbesondere beim Sensor, verwendbar sind und eine Überwachung in kostengünstiger Weise realisierbar ist.

Bei einer bevorzugten Ausführung weist der Sensor zu Wicklungen eines Elektromotors hin einen kleineren Wärmeleitwiderstand auf als zur Umgebung des Elektromotors, insbesondere ist er mit den Stator-Wicklungen eines Elektromotors wärmeleitend verbunden ist. Von Vorteil ist dabei, dass die Temperatur des Sensors der Temperatur der Wicklungen bei geeigneter Dimensionierung im Wesentlichen gleicht.

Bei einer bevorzugten Ausführung weist der Sensor einen von der Temperatur abhängigen Widerstand auf. Von Vorteil ist dabei, dass die physikalische Größe ,Widerstand' in einfacher und kostengünstiger Weise mit einer elektronischen Schaltung zur Erzeugung eines Ausgangssignals weiterverarbeitbar und auswertbar ist.

Bei einer bevorzugten Ausführung weist mindestens in einem Temperaturbereich der Sensor einen mit zunehmender Temperatur steigenden Widerstand auf. Von Vorteil ist dabei, dass das Überschreiten einer kritischen Temperatur durch Überschreiten eines zugehörigen Widerstandswertes überwachbar ist.

Bei einer bevorzugten Ausführung weist der Sensor ein temperaturabhängiges Schaltverhalten auf. Von Vorteil ist dabei, dass die Auswerteeinheit derart auslegbar ist, dass ein binäres Ausgangssignal ausgebbar ist.

Bei einer bevorzugten Ausführung weist mindestens in einem ersten Temperaturbereich der Sensor einen mit zunehmender Temperatur weniger steigenden Widerstand auf als in einem gleich großen zweiten Temperaturbereich. Von Vorteil ist dabei, dass das Überschreiten der Temperatur sehr empfindlich detektierbar ist, insbesondere wenn der zweite Temperaturbereich die kritische Temperatur umfasst.

Bei einer bevorzugten Ausführung wird als Transformator zur Potentialtrennung verwendet. Von Vorteil ist dabei, dass eine kostengünstige Variante zur Potentialtrennung verwendbar ist.

Bei einer bevorzugten Ausführung ist der Sensor über einen Vierpol mit dem Transformator verbunden. Von Vorteil ist dabei, dass der Vierpol zum Anpassen verwendbar ist.

Bei einer bevorzugten Ausführung umfasst der Vierpol einen Querwiderstand. Von Vorteil ist dabei, dass die Schaltung einfacher, schneller und genauer anpassbar ist.

Bei einer bevorzugten Ausführung umfasst der Vierpol ein nichtlineares Übertragungsglied. Von Vorteil ist dabei, dass ein besonders empfindliches Detektieren der kritischen Temperatur ermöglicht ist.

Bei einer bevorzugten Ausführung umfasst der Vierpol einen Gleichrichter. Von Vorteil ist dabei, dass auch Halbleitermaterial umfassende Bauteile, die eine Vorzugsrichtung wie Diodenwirkung oder dergleichen aufweisen, als Sensor verwendbar sind. Beispielsweise sind auch Dioden verwendbar.

Bei einer bevorzugten Ausführung umfasst der Vierpol ein Verzögerungsglied.

Insbesondere umfasst der Vierpol einen Widerstand und einen Kondensator. Von Vorteil ist dabei, dass ein kostengünstiges Verzögerungsglied erster Ordnung herstellbar ist, das eine Glättung der Spannung ermöglicht, wodurch der Arbeitspunkt des Sensors genauer einstellbar ist. Außerdem ist eine Filterwirkung erzielbar, insbesondere gegen Störungen und Spannungsschwankungen.

Bei einer bevorzugten Ausführung erzeugt die Auswerteeinheit ein Ausgangssignal, das im Wesentlichen von der Temperatur des Sensors bestimmt ist. Von Vorteil ist dabei, dass das Ausgangssignal Informationen zur Bewertung der Temperatur des Sensors, also auch der Wicklungen, umfasst. Insbesondere ist eine Warnung ermöglicht oder ein Abschalten des Elektromotors, wenn die Temperatur der Wicklungen den kritischen Wert überschreitet.

Bei einer bevorzugten Ausführung weist das Ausgangssignal unterhalb einer ersten Temperatur einen ersten Wert auf und oberhalb einer zweiten Temperatur einen zweiten Wert auf. Von Vorteil ist dabei, dass somit das Ausgangssignal als Eingangsspannung für eine Steuerung, einen Umrichter oder dergleichen verwendbar ist. Insbesondere ist dabei die Auswerteeinheit derart dimensionierbar, dass ein industrieüblicher 24 V Eingang bedienbar ist.

Bei einer bevorzugten Ausführung ist die erste und zweite Temperatur gleich sind, also keine Hysterese vorhanden. Von Vorteil ist dabei, dass das Herausgeben der Warnung oder das Abschalten sehr genau dem Temperaturverlauf der Wicklungen folgt, wozu darüber hinaus die Zeitkonstanten geeignet zu dimensionieren sind.

Bei einer bevorzugten Ausführung umfasst die Auswerteeinheit einen Gleichrichter und/oder ein Verzögerungsglied. Von Vorteil ist dabei, dass auch Halbleiterelemente auf einem genau einstellbaren Arbeitspunkt betreibbar sind.

Bei einer bevorzugten Ausführung ist die Versorgungsspannung eine Wechselspannung und die Auswerteeinheit über einen Widerstand mit der Versorgungsspannung, insbesondere Motorphasenspannung, verbunden und aus der Versorgungsspannung eine geglättete Gleichspannung erzeugt. Von Vorteil ist dabei, dass keine separate aufwendige und kostspielige Versorgung der Auswerteeinheit vorzusehen ist, sondern die Schaltung aus der Eingangsspannung versorgt wird, die gleichzeitig die zu detektierende Spannung ist.

Wesentliche Merkmale der Erfindung bei dem Elektromotor sind, dass ein Sensor in oder an den Wicklungen des Stators vorgesehen ist, wobei der Sensor mit einer Schaltung nach mindesten einem der vorangegangenen Ansprüche verbunden ist. Von Vorteil ist dabei, dass die Temperatur der Wicklungen unmittelbar messbar ist.

Bei einer bevorzugten Ausführung ist die Schaltung im Anschlusskasten des Elektromotors vorgesehen. Von Vorteil ist dabei, dass die Schaltung platzsparend in den Bereich des Motors integrierbar ist und das Gehäuse des Anschlusskastens Gehäusefunktion für die Schaltung ausführt.

Bei einer bevorzugten Ausführung weist die Schaltung zum Elektromotor hin einen höheren Wärmewiderstand auf als zur Umgebung hin. Von Vorteil ist dabei, dass die Schaltung thermisch geschützt ist vor den hohen Temperaturen. Insbesondere ist zur Realisierung auch eine Wärmeisolierung zwischen Schaltung und Wicklungen vorteilhaft ausführbar.

Bei einer bevorzugten Ausführung ist die Schaltung in einem den Elektromotor versorgenden Umrichter vorgesehen. Von Vorteil ist dabei, dass keine zusätzliche Platine oder zusätzlichen Gehäuseteile vorzusehen sind, Bauvolumen eingespart wird, Spannungsabstände und EMV-Schutz vorhanden sind und der den Motor versorgende Umrichter direkt beeinflussbar ist.

Bei einer bevorzugten Ausführung ist der Umrichter mit dem Elektromotor mechanisch verbunden. Von Vorteil ist dabei, dass Bauvolumen und Kabellänge eingespart wird. Bei einer bevorzugten Ausführung ist der Umrichter vom Gehäuse des Elektromotors umfasst. Bei einer bevorzugten Ausführung ist der Umrichter in den Anschlusskasten des Elektromotors integriert und/oder auf ein Anschlusselemente des Elektromotors umfassendes Zwischenteil als Deckel aufsetzbar. Von Vorteil ist dabei, dass Bauvolumen und Gehäuseteile einsparbar sind.

Wesentliche Merkmale der Erfindung bei dem Verfahren sind, dass die Temperatur von Wicklungen eine physikalische Größe eines Sensors beeinflusst, die Änderung dieser Größe potentialgetrennt an eine Auswerteeinheit übermittelt wird und ein Ausgangssignal generiert wird, wobei die Auswerteeinheit von einer Wechselspannung versorgt wird. Von Vorteil ist dabei, dass eine Motorphasenspannung verwendbar ist als Versorgungsspannung.

Bei einer bevorzugten Ausführung wird als physikalische Größe ein Widerstand verwendet. Von Vorteil ist dabei, dass in einfacher und kostengünstiger Weise eine Auswertung unter Verwendung einer elektronischen Schaltung ausführbar ist.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen. Bezugszeichenliste 1 Widerstand

2 Auswerteeinheit

3 Vierpol

4 Transformator

5 Sensor

21 Gleichrichter

22 Widerstand

23 Kondensator

24 Querwiderstand

25 Schmitt-Trigger

31 Querwiderstand

32 Gleichrichter

33 Gleichrichter

34 Widerstand

35 Kondensator

U1 Versorgungsspannung

U2 Ausgangsspannung

U3 Primärspannung



Die Erfindung wird nun anhand von Abbildungen näher erläutert:

In der Fig. 1 ist die Primärwicklung eines Transformators 4 über den Widerstand 1 an die Versorgungsspannung U1 angeschlossen. Die an der Primärwicklung des Transformators 4 anliegende Primärspannung U3 dient als Eingangsspannung der Auswerteeinheit 2, die als Ausgangssignal eine Spannung U2 erzeugt. An der Sekundärseite des Transformators 4 ist über den Vierpol 3 der Sensor 5 angeschlossen.

Der Sensor ist wärmeleitend, aber elektrisch isoliert mit den Wicklungen des Elektromotors verbunden. Seine Temperatur gleicht im Wesentlichen der Temperatur der Wicklungen, wobei die Abweichungen sowohl durch die vorhandenen Wärmewiderstände und Wärmekapazitäten als auch durch die Temperaturdifferenzen bestimmt sind.

Als physikalische Größe des Sensors, die von der Temperatur abhängt wird, in diesem ersten erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel der Widerstand verwendet. Bei Temperaturerhöhung verändert sich dieser, insbesondere nimmt er zu.

Der Vierpol ist in verschiedenen Formen ausführbar, die in der Fig. 3a bis 3d dargestellt sind.

Eine Phasenspannung des Elektromotors wird als Versorgungsspannung verwendet.

In einer ersten Ausführung gemäß Fig. 3a ist er trivial ausgeführt mit der identischen Übertragungsfunktion. Somit wird bei Temperaturänderung wegen der Änderung des Widerstandes des Sensors 5 auch die Primärspannung U3 verändert. Die Auswerteeinheit 2 ist derart gestaltet, dass die Ausgangsspannung U2 als Ausgangssignal der Auswerteeinheit unterhalb einer ersten Temperatur einen ersten Wert aufweist und oberhalb einer zweiten Temperatur einen zweiten Wert aufweist. In einem weiteren Ausführungsbeispiel werden 0 Volt unterhalb einer für die Wicklungen des Elektromotors kritischen Temperatur T_krit ausgegeben und 24 Volt oberhalb dieser Temperatur.

In der Fig. 2 ist ein erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel für die Auswerteeinheit gezeigt, bei dem die Primärspannung U3 mittels des Gleichrichters 21 gleichgerichtet wird und mittels des den Widerstand 22 und den Kondensator 23 umfassenden RC- Gliedes als Verzögerungsglied erster Ordnung geglättet wird. Der Querwiderstand 24 dient der Anpassung und ist daher zum genauen Abgleichen des Wertes der kritischen Temperatur T krit verwendbar. Ein Schmitt-Trigger 25 dient dem Erzeugen der erwähnten Ausgangsspannungen 0 Volt und 24 Volt.

In einem weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3b ist der Vierpol mit einem Querwiderstand 31 ausgeführt, wodurch in einfacher Art und Weise eine genauere Anpassung erreichbar ist und die Dimensionierung der Bauteile vorteilhaft ausführbar ist.

In einem weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3c ist der Vierpol mit einem Gleichrichter 32 ausgeführt. Somit ist auch ein nur mit Gleichspannung vorteilhaft betreibbares Halbleiter-Bauelement als Sensor 5 verwendbar. Halbleiter- Bauelemente haben den Vorteil, Realisierung verschiedenster Arten von Kennlinien zu ermöglichen und somit ähnlich wirkende Ausführungsformen herstellbar zu machen.

In einem weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3d ist der Vierpol mit einem Gleichrichter 33 und einem Verzögerungsglied, insbesondere in erster Ordnung als einen Widerstand 34 und einen Kondensator 35 umfassendes RC-Glied, ausgeführt. Somit ist auch ein nur mit Gleichspannung vorteilhaft betreibbares Halbleiter- Bauelement als Sensor 5 verwendbar. Halbleiter-Bauelemente haben den Vorteil, bei verschiedenen erfindungsgemäßen Ausführungsbeispielen Realisierungen verschiedenster Arten von Kennlinien zu ermöglichen und somit ähnlich wirkende Ausführungsformen herstellbar zu machen.

Wenn die Zeitkonstante des Verzögerungsgliedes erster Ordnung kleiner ist als die thermische Zeitkonstante, mit der die Temperatur des Sensors der Temperatur der Wicklungen nacheilt, wird nur eine Glättung der elektrischen Spannung erreicht. Es sollte vermieden werden, die Zeitkonstante des Verzögerungsgliedes erster Ordnung größer als die thermische Zeitkonstante zu dimensionieren, da ansonsten ein Überschreiten der kritischen Temperatur in den Wicklungen des Elektromotors möglich ist.

Fig. 4a bis 4c zeigen Kennlinien von bei verschiedenen erfindungsgemäßen Ausführungsbeispielen verwendbaren Sensoren. Fig. 4c zeigt ein erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel, bei dem der Sensor einen mit der Temperatur anwachsenden Widerstand aufweist, also der Temperaturkoeffizient dR/dT ≥ 0 ist. Dabei sind lineare Kennlinien verwendbar, also dR/dT = const. Ebenso sind aber auch alle monoton steigenden Kennlinien bei weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsbeispielen verwendbar.

Fig. 4b zeigt ein erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel, bei dem der Sensor ein Schaltverhalten aufweist. Dabei verändert sich der Widerstand bei Überschreiten einer kritischen ersten Temperatur von einem ersten Wert, insbesondere 0 oder einem sehr kleinen Widerstand, auf einen zweiten Wert, insbesondere Unendlich oder einen sehr großen Wert. Bei einem anderen erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel mit geeigneter Auslegung der Auswerteeinheit ist sogar der Schmitt-Trigger verzichtbar, da ein binäres Ausgangsspannungssignal erzeugbar ist, wobei der HIGH-Wert dem ersten Widerstandswert und der LOW-Wert dem zweiten Widerstandswert entsprechen.

Fig. 4a zeigt ein erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel, bei dem der Sensor zwar kein Schaltverhalten aufweist, aber in einem Temperaturbereich um die kritische Temperatur herum sich sehr stark ändert. Unterhalb und oberhalb dieses Temperaturbereichs ändert sich der Widerstand weniger.

Die Fig. 4a und 4b sind mittels Halbleitermaterial umfassenden Bauteilen realisierbar.

Fig. 4b ist beispielsweise auch mit einem Bimetall-Schalter realisierbar.

Wesentlich ist für die Erfindung, dass der Sensor 5 einen mit der Temperatur veränderlichen Widerstand aufweist, der somit über den Transformator 4 hinweg eine Änderung der Primärspannung U3 des Transformators 4 bewirkt. Diese Änderung wird von der Auswerteeinheit 2 verarbeitet und als Ausgangssignal eine Information darüber zur Verfügung gestellt, ob die Wicklungstemperatur sich im zulässigen oder unzulässigen Bereich befindet. In Weiterbildung sind auch andere Auswerteeinheiten, beispielsweise digitale Schaltungen umfassende, verwendbar, wodurch es dann ermöglicht wird, auch den Wert der Temperatur oder eine ungefähr dem Wert entsprechende Information als Ausgangssignal zur Verfügung zu stellen.

Die gezeigten RC-Glieder sind auch durch andere Verzögerungsglieder ersetzbar. Somit sind verschiedenartige Zeitverhalten und Spannungsglättungen vorsehbar. Insbesondere lässt sich eine große Zeitkonstante realisieren, damit die Ausgangsspannungssignal U2 der Auswerteeinheit der Temperatur nur langsam folgt und somit Schwingverhalten, das bei schnell erfolgendem Abschalten des Elektromotors vorhanden sein kann, reduzierbar ist. Außerdem lassen sich mit den Verzögerungsglieder erster oder höherer Ordnung Netzschwankungen oder Störspannungen filtern und/oder reduzieren.

Die Erfindung bezieht sich auch auf Ausführungsbeispiele, die ähnlich ausgeführt sind, insbesondere mit kleinen für die Funktion nicht wesentlichen Änderungen. Beispielsweise sind statt RC-Glieder andere Verzögerungsglieder 1. Ordnung oder höherer Ordnung oder entsprechend wirkende Schaltungsanordnungen verwendbar. Als Sensor sind auch Zusammenschaltung mehrere Bauteile verwendbar, beispielsweise Dioden mit Dioden oder Widerständen. Es sind beispielsweise auch Sensoren verwendbar, die bei sehr hohen Temperaturen, weit über oder unter der kritischen Temperatur einen anderen Kennlinienverlauf aufweisen. Als Vierpol sind auch kompliziertere Schaltungen verwendbar, die beispielsweise weitere Halbleiterbauelemente, wie Transistoren, Operationsverstärker, Dioden oder dergleichen aufweisen. Gleiches gilt für die Auswerteeinheit. Diese kann darüber hinaus auch mit einer Feldbusschnittstelle ausgestattet werden oder mit einem einen Speicher umfassenden elektronischen Gerät.


Anspruch[de]
  1. 1. Schaltung, dadurch gekennzeichnet, dass eine Auswerteeinheit, die von einer Versorgungsspannung, insbesondere Wechselspannung, versorgbar ist, zum Auswerten eines von der Versorgungsspannung und der Auswerteeinheit potentialgetrennten Sensors vorgesehen ist.
  2. 2. Schaltung nach mindesten einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor zu Wicklungen eines Elektromotors hin einen kleineren Wärmeleitwiderstand aufweist als zur Umgebung des Elektromotors, insbesondere mit den Stator-Wicklungen eines Elektromotors wärmeleitend verbunden ist.
  3. 3. Schaltung nach mindesten einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor einen von der Temperatur abhängigen Widerstand aufweist.
  4. 4. Schaltung nach mindesten einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens in einem Temperaturbereich der Sensor einen mit zunehmender Temperatur steigenden Widerstand aufweist.
  5. 5. Schaltung nach mindesten einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor ein temperaturabhängiges Schaltverhalten aufweist.
  6. 6. Schaltung nach mindesten einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens in einem ersten Temperaturbereich der Sensor einen mit zunehmender Temperatur weniger steigenden Widerstand aufweist als in einem gleich großen zweiten Temperaturbereich.
  7. 7. Schaltung nach mindesten einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor derartiges Halbleitermaterial aufweist, dass der Widerstand in einem Bereich um die für die Wicklungen kritische Temperatur herum stärker veränderlich ist als außerhalb dieses Temperaturbereiches.
  8. 8. Schaltung nach mindesten einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Transformator zur Potentialtrennung verwendet wird.
  9. 9. Schaltung nach mindesten einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor über einen Vierpol mit dem Transformator verbunden ist.
  10. 10. Schaltung nach mindesten einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Vierpol einen Querwiderstand umfasst.
  11. 11. Schaltung nach mindesten einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Vierpol ein nichtlineares Übertragungsglied umfasst
  12. 12. Schaltung nach mindesten einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Vierpol einen Gleichrichter umfasst.
  13. 13. Schaltung nach mindesten einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Vierpol ein Verzögerungsglied umfasst.
  14. 14. Schaltung nach mindesten einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Vierpol einen Widerstand und einen Kondensator umfasst.
  15. 15. Schaltung nach mindesten einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinheit ein Ausgangssignal erzeugt, das im Wesentlichen von der Temperatur des Sensors bestimmt ist.
  16. 16. Schaltung nach mindesten einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgangssignal unterhalb einer ersten Temperatur einen ersten Wert aufweist und oberhalb einer zweiten Temperatur einen zweiten Wert aufweist.
  17. 17. Schaltung nach mindesten einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet; dass erste und zweite Temperatur gleich sind, also keine Hysterese vorhanden ist.
  18. 18. Schaltung nach mindesten einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinheit einen Gleichrichter und/oder ein Verzögerungsglied umfasst.
  19. 19. Schaltung nach mindesten einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Versorgungsspannung eine Wechselspannung ist und die Auswerteeinheit über einen Widerstand mit der Versorgungsspannung verbunden ist und aus der Versorgungsspannung eine geglättete Gleichspannung erzeugt.
  20. 20. Elektromotor, dadurch gekennzeichnet, dass

    ein Sensor in oder an den Wicklungen des Stators vorgesehen ist,

    wobei der Sensor mit einer Schaltung nach mindesten einem der vorangegangenen Ansprüche verbunden ist.
  21. 21. Elektromotor nach mindesten einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltung im Anschlusskasten des Elektromotors vorgesehen ist.
  22. 22. Elektromotor nach mindesten einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltung zum Elektromotor hin einen höheren Wärmewiderstand aufweist als zur Umgebung hin.
  23. 23. Elektromotor nach mindesten einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltung in einem den Elektromotor versorgenden Umrichter vorgesehen ist.
  24. 24. Elektromotor nach mindesten einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Umrichter mit dem Elektromotor mechanisch verbunden ist.
  25. 25. Elektromotor nach mindesten einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Umrichter vom Gehäuse des Elektromotors umfasst ist.
  26. 26. Elektromotor nach mindesten einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Umrichter in den Anschlusskasten des Elektromotors integriert ist und/oder auf ein Anschlusselemente des Elektromotors umfassendes Zwischenteil als Deckel aufsetzbar ist.
  27. 27. Verfahren zum Überwachen eines Elektromotors, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur von Wicklungen eine physikalische Größe eines Sensors beeinflusst, die Änderung dieser Größe potentialgetrennt als Wechselspannung an eine Auswerteeinheit übermittelt wird und ein Ausgangssignal generiert wird, wobei die Auswerteeinheit von der Wechselspannung versorgt wird.
  28. 28. Verfahren nach mindesten einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als physikalische Größe ein Widerstand verwendet wird.
  29. 29. Verfahren nach mindesten einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zum Übermitteln der Größe Spannung und/oder Strom verwendet wird und/oder zum Potentialtrennen ein induktives Bauelement, wie Transformator, verwendet wird.
  30. 30. Verfahren nach mindesten einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgangssignal derart erzeugt wird, dass das Ausgangssignal unterhalb einer ersten Temperatur einen ersten Wert aufweist und oberhalb einer zweiten Temperatur einen zweiten Wert aufweist.






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