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Dokumentenidentifikation DE10203610A1 31.07.2003
Titel Lichtwellenofen mit Strahlungslampen unterschiedlicher Farbtemperatur
Anmelder BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, 81669 München, DE
Erfinder Bäcker, Martina, 83301 Traunreut, DE;
Fuchs, Wolfgang, 83352 Altenmarkt, DE;
Herold, Bernhard, 93059 Regensburg, DE;
Horn, Katrin, 83301 Traunreut, DE;
Lintner, Kurt, 83365 Nußdorf, DE;
Nitschke, Andreas, 83342 Tacherting, DE;
Schulte, Martin, Dr., 83374 Traunwalchen, DE;
Thaler, Martin, 83317 Teisendorf, DE
DE-Anmeldedatum 30.01.2002
DE-Aktenzeichen 10203610
Offenlegungstag 31.07.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.07.2003
IPC-Hauptklasse F24C 7/04
IPC-Nebenklasse F24C 15/24   H01K 1/28   A21B 2/00   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Lichtwellenofen mit einem Garraum (1) und mindestens einer Lichtwellen-Heizeinrichtung (2a, 2b) zum Erhitzen eines im Garraum (1) befindlichen Gargutes (3) und mit mindestens einem Reflektor (4a, 4b) zum Reflektieren der von der Lichtwellen-Heizeinrichtung (2a, 2b) erzeugten Lichtwellen in Richtung des Gargutes (3). Aufgabe der Erfindung ist es einen Lichtwellenofen zu schaffen, der das Durchgaren und das Bräumen des Gargutes (3) verbessert. Erfindungsgemäß wird deshalb vorgeschlagen, neben den Strahlungslampen (5a, 5c) hoher Farbtemperatur, gesonderte Strahlungslampen (5a, 5b) niedriger Farbtemperatur vorzusehen, damit auch das Bräunen des Gargutes (3) verbessert ist. Beispielsweise sind jeweils zwei Strahlungslampen (5a, 5c) unterschiedlicher Farbtemperatur an einer gemeinsamen Halterung (23a, 23b) befestigt, die Halterung (23a, 23b) ist an der Bewegungseinrichtung (6a, 6b) schwenkbar gehaltert und die Strahlungslampen (5a, 5c) strahlen Licht in verschiedene Richtungen ab.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Lichtwellenofen mit einem Garraum und mindestens einer Lichtwellen-Heizeinrichtung zum Erhitzen eines im Garraum befindlichen Gargutes und mit mindestens einem Reflektor zum Reflektieren der von der Lichtwellen-Heizeinrichtung erzeugten Lichtwellen in Richtung des Gargutes.

Bei Lichtwellenöfen handelt es sich um Öfen, die mittels sichtbarer und infraroter Strahlung das Gargut erwärmen. Durch das Einwirken von sichtbarer, fast sichtbarer und infraroter Strahlung hoher Intensität auf das Gargut wird ein sehr schnelles und qualitativ hochwertiges Koch- und Backverfahren bereitgestellt. Die Kochzeiten liegen in etwa in dem Zeitrahmen, der vom Gebrauch bei Mikrowellenöfen bekannt ist, wobei eine Bräunung erreicht wird, wie diese von gebräuchlichen Backöfen bekannt ist.

Ein gattungsgemäßer Lichtwellenofen ist beispielsweise aus der WO 00/40912 A1 bekannt. Bei diesem bekannten Lichtwellenofen ist der Garraum durch eine obere lichtdurchlässige Deckenwand und eine untere lichtdurchlässige Bodenwand begrenzt. Oberhalb der lichtdurchlässigen Deckenwand ist eine obere Lichtwellen-Heizeinrichtung in einem vom Garraum getrennten oberen Kanal hin- und herfahrbar angeordnet. Unterhalb der lichtdurchlässigen Bodenwand ist eine untere Lichtwellen-Heizeinrichtung in einem vom Garraum getrennten unteren Kanal hin- und herfahrbar angeordnet. Als Licht- /Strahlungsquellen werden bei den bekannten Lichtwellenöfen Wolfram-Quarz- Halogenlampen, wie beispielsweise Quarzbogenlampen verwendet.

Aufgabe der Erfindung ist es einen Lichtwellenofen zu schaffen, der das Durchgaren und das Bräunen des Gargutes verbessert.

Der Bräunungsgrad und die Durchgarzeit für das Gargut sind im wesentlichen abhängig von der Leistung der Strahlungsquelle und der Farbtemperatur d. h. vom Spektrum des von der Strahlungsquelle ausgesandten Lichtes. Für das Durchgaren des Gargutes ist eine hohe Eindringtiefe der Lichtstrahlung wünschenswert. Für das Bräunen ist eine hohe Leistungsdichte an der Oberfläche des Gargutes wichtig. Langweiliges Licht ist somit für das Bräunen günstiger. Andererseits ist kurzwelliges Licht mit hoher Strahlungsintensität für das Durchgaren besser. Es ist also vorteilhaft, wenn die Lichtwellen-Heizeinrichtung zum einen im Hinblick auf das Bräunen und andererseits im Hinblick auf das Durchgaren optimiert ist.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Lichtwellen-Heizeinrichtung mindestens zwei Strahlungslampen umfasst, die sich durch ihre Farbtemperatur unterscheiden.

Es hat sich nämlich gezeigt, dass eine Lichtwellen-Heizeinrichtung, die nur Strahlungslampen gleicher Farbtemperatur enthalten, nicht hinsichtlich Bräunung und Durchgaren optimiert sein kann, sondern immer nur hinsichtlich eines dieser Ziele optimiert sei kann. So werden üblicherweise Halogenlampen mit einer Farbtemperatur von ca. 3000 bis 2300 K eingesetzt, die kurzwelliges Licht aussenden und insbesondere für das Durchgaren günstig sind. Soll nun das Gargut gebräunt werden müssen die Halogenlampen in ihrer Leistung durch Reduzierung der anliegenden Spannung derart verringert werden, dass Licht mit einer geringen Farbtemperatur von ca. 1300 K bis 1000 K in einem langwelligen Bereich abgestrahlt wird. Bei reduzierter Spannung wird jedoch nur noch mit sehr geringer Leistung Licht abgestrahlt. So dauert es sehr lange, bis der gewünschte Bräunungsgrad erreicht ist.

Erfindungsgemäß wird deshalb vorgeschlagen, neben den Strahlungslampen hoher Farbtemperatur, gesonderte Strahlungslampen niedriger Farbtemperatur vorzusehen, damit auch das Bräunen des Gargutes verbessert ist.

Versuche haben gezeigt, dass es vorteilhaft ist, wenn mindestens eine Strahlungslampe eine Farbtemperatur zwischen 3200 K und 2000 K, vorzugsweise zwischen 3000 K und 2300 K aufweist und mindestens eine Strahlungslampe eine Farbtemperatur zwischen 1700 K und 800 K, vorzugsweise zwischen 1300 K und 1000 K aufweist.

Eine gleichmäßige Bräunung der Oberfläche des Gargutes wird erreicht, wenn die Strahlungslampen an einer Bewegungseinrichtung im Lichtwellenofen befestigt sind und dadurch die Strahlungslampen über das Gargut hinweg bewegt werden können, wodurch die ausgesandten Lichtwellen gleichmäßig über die Oberfläche des Gargutes verteilt werden. In gleicher Weise ist es auch sinnvoll die Strahlungslampen für das Durchgaren an einer Bewegungseinrichtung zu befestigen.

In einfacher Weise kann eine Bewegungseinrichtung realisiert werden, bei der die Strahlungslampen auf einer geraden Strecke innerhalb des Lichtwellenofens zwischen einer ersten Position und einer zweiten Position hin- und herbewegt werden können. Die Strahlungslampen unterschiedlicher Farbtemperatur können an gesonderten Bewegungseinrichtungen befestigt sein, damit die Strahlungslampen unterschiedlicher Farbtemperatur unabhängig voneinander betrieben werden können.

Kostengünstiger ist es, wenn die Strahlungslampen unterschiedlicher Farbtemperatur auf einer gemeinsamen Bewegungseinrichtungen befestigt sind. Vorteilhafterweise können die Strahlungslampen derart an der gemeinsamen Bewegungseinrichtungen befestigt sein, dass sie eine gemeinsame Bewegung gegenüber dem Gargut ausführen.

Ist es nicht erforderlich, dass die Strahlungslampen unterschiedlicher Farbtemperatur gleichzeitig in Betrieb sind oder soll es vermieden werden, dass die Strahlungslampen unterschiedlicher Farbtemperatur gleichzeitig in Betrieb sind, kann eine besonders günstige Variante realisiert werden, bei der beispielsweise jeweils zwei Strahlungslampen unterschiedlicher Farbtemperatur an einer gemeinsamen Halterung befestigt sind, die Halterung an der Bewegungseinrichtung schwenkbar gehaltert ist und/oder die Strahlungslampen in verschieden Richtungen abstrahlen. In einer Variante sind die beiden Strahlungslampen unterschiedlicher Farbtemperatur so an einem schwenkbaren Halter befestigt, dass sie in entgegengesetzte Richtungen abstrahlen. Durch Schwenken der Halterung um 180° strahlt entweder die eine oder die andere Strahlungslampe auf das Gargut.

Bei Kombination einer solchen schwenkbaren Halterung mit einer im Lichtwellenofen hin- und herfahrenden Bewegungseinrichtung ist es von Vorteil die Halterung in den Wendepositionen der Bewegungseinrichtung, also in der ersten Position und/oder in der zweiten Position zu schwenken. Das Schwenken der Halterung kann mittels eines Elektromotors, insbesondere eines Schrittmotors erfolgen, wodurch die Ansteuerung bzw. die Auswahl der jeweilig benötigten Strahlungslampen elektrisch, bzw. elektronisch insbesondere in Abhängigkeit eines vorgegebenen Garprogramms geregelt werden kann.

Es kann optional sinnvoll sein die Strahlungslampen unterschiedlicher Farbtemperatur mit Reflektoren unterschiedlicher Geometrie auszustatten. Ein Reflektor, der als Erzeugende eine elliptische Kurve aufweist, dient insbesondere dazu, das von der zugeordneten Strahlungslampe ausgesandte Licht auf einen Fokus zu konzentrieren. In diesem Fokus wird die ausgesandte Lichtenergie auf eine kleine Fläche konzentriert. Es ist somit insbesondere sinnvoll eine Strahlungslampe niedriger Farbtemperatur, die zum Bräunen des Gargutes optimiert ist, mit einem Reflektor auszustatten, der die Lichtenergie zusätzlich konzentriert, wodurch eine schnellere und intensivere Bräunung erzielt wird. Eine Strahlungslampe niedriger Farbtemperatur ist somit insbesondere mit einem Reflektor zu kombinieren, dessen Geometrie aus eine Erzeugende gebildet wird, die eine elliptische Kurve ist.

Für das Durchgaren ist es wünschenswert, wenn die tief eindringende Lichtenergie möglichst gleichmäßig im Gargut verteilt wird, so dass das Gargut an allen inneren Stellen in gleichem Maße gegart wird. Ein Reflektor, der als Erzeugende eine parabolische Kurve aufweist, dient insbesondere dazu, das von der zugeordneten Strahlungslampe ausgesandte Licht in parallelen Strahlen abzugeben. Die ausgesandte Lichtenergie wird also nicht auf eine kleine Fläche konzentriert, sondern sehr gleichmäßig auf eine große Fläche verteilt. Es ist somit insbesondere sinnvoll eine Strahlungslampe hoher Farbtemperatur, die zum Durchgaren des Gargutes optimiert ist, mit einem Reflektor auszustatten, der die Lichtenergie sehr gleichmäßig verteilt, wodurch ein gleichmäßiges Durchgaren des Gargutes erzielt wird. Eine Strahlungslampe hoher Farbtemperatur ist somit insbesondere mit einem Reflektor zu kombinieren, dessen Geometrie aus eine Erzeugende gebildet wird, die eine parabolische Kurve ist.

Es zeigen

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht des Ofengehäuses eines erfindungsgemäßen Lichtwellenofens mit hin- und herfahrbarer Lichtwellen-Heizeinrichtung;

Fig. 2 einen schematischen Querschnitt durch den Lichtwellenofen;

Fig. 3 eine schematischen Querschnitt durch den Lichtwellenofen mit schwenkbaren Halterungen;

Fig. 4 ein Diagramm von Strahlungslampen unterschiedlicher Farbtemperatur In Fig. 1 ist eine Ausgestaltung eines Lichtwellenofens in perspektivischer Ansicht mit hin- und herfahrbarer Lichtwellen-Heizeinrichtung dargestellt. Der Garraum 1 ist von dem Ofengehäuse 13 umschlossen und besitzt an seiner Vorderseite eine Öffnung 14 zum Zuführen des Gargutes 3 in den Garraum 1. Oberhalb des Garraumes 1 und unterhalb des Garraumes 1 ist jeweils eine hin- und herfahrbare Lichtwellen-Heizeinrichtung 2 angeordnet. Die oberhalb des Garraumes 1 angeordnete Lichtwellen-Heizeinrichtung 2a umfasst eine obere Strahlungslampe 5a und einen oberen Lampenreflektor 4a. Die unterhalb des Garraumes 1 angeordnete Lichtwellen-Heizeinrichtung 2b umfasst eine untere Strahlungslampe 5b und einen unteren Lampenreflektor 4b. Jeder Lichtwellen- Heizeinrichtung 2a, 2b ist an einer eigenen Bewegungseinrichtung 6a, 6b hin- und herfahrbar befestigt. Die obere Bewegungseinrichtung 6a wird über einen Seilzug 52 und eine Umlenkrolle 53 und einem oberen Getriebe 11a mittels des Schrittmotors 10a angetrieben. Die untere Bewegungseinrichtung 6b wird in gleicher Weise wie die obere Bewegungseinrichtung 6a jedoch unabhängig von dieser mittels des unteren Schrittmotors 10b angetrieben.

Der in Fig. 2 dargestellte schematische Querschnitt durch den Lichtwellenofen zeigt den Garraum 1 mit einem auf dem Gargutträger 9 aufgelegten Gargut 3. Die obere Lichtwellen- Heizeinrichtung 2a umfasst die Strahlungslampe 5a und den Lampenreflektor 4a. Die untere Lichtwellen-Heizeinrichtung 2b umfasst die Strahlungslampe 5b und den Lampenreflektor 4b. Die obere Lichtwellen-Heizeinrichtung 2a ist auf einen Fahrweg von einer ersten Position 7a in eine zweite Position 8a mittels der Bewegungseinrichtung 6a hin- und herfahrbar. Der Antrieb der Bewegungseinrichtung 6a erfolg über den Schrittmotor 10a. Die untere Lichtwellen-Heizeinrichtung 2b ist auf einen Fahrweg von einer ersten Position 7b in eine zweite Position 8b mittels der Bewegungseinrichtung 6b hin- und herfahrbar. Der Antrieb der Bewegungseinrichtung 6b erfolg über den Schrittmotor 10b. Ein Endschalter 12a sorgt für ein Signal zur Bewegungsumkehr der oberen Lichtwellen-Heizeinrichtung 2a in der ersten Position 7a. Ein Endschalter 12b sorgt für ein Signal zur Bewegungsumkehr der oberen Lichtwellen-Heizeinrichtung 2a in der zweiten Position 8a. Ein Endschalter 12c sorgt für ein Signal zur Bewegungsumkehr der unteren Lichtwellen-Heizeinrichtung 2b in der zweiten Position 8b. Ein Endschalter 12d sorgt für ein Signal zur Bewegungsumkehr der unteren Lichtwellen-Heizeinrichtung 2b in der ersten Position 7b.

In Fig. 3 ist der Lichtwellenofen mit schwenkbaren Halterungen 23a, 23b dargestellt. Die obere Lichtwellen-Heizeinrichtung 2a ist auf der Bewegungseinrichtung 6a hin- und herfahrbar gelagert. Die Halterung 23a ist um 180° schwenkbar, so dass entweder die stabförmige Strahlungslampe 5a hoher Farbtemperatur oder die stabförmige Strahlungslampe 5c niedriger Farbtemperatur in Richtung des Gargutes 3 nach unten strahlt. Die stabförmige Strahlungslampe 5a hoher Farbtemperatur ist von dem rinnenförmigen Lampenreflektor 4a umgeben. Der Lampenreflektor 4a weist eine Geometrie auf, die aus einer Erzeugenden mit parabolischer Kurve gebildet wird. In der gezeigten Ansicht ist die Strahlungslampe 5a betriebsbereit. Die Strahlungslampe 5c ist in der gezeigte Ansicht außer Betrieb. Die Strahlungslampe 5c niedriger Farbtemperatur ist von dem rinnenförmigen Lampenreflektor 4c umgeben. Der Lampenreflektor 4c weist eine Geometrie auf, die aus einer Erzeugenden mit elliptischer Kurve gebildet wird.

Die untere Lichtwellen-Heizeinrichtung 2b ist auf der Bewegungseinrichtung 6b hin- und herfahrbar gelagert. Die Halterung 23b ist um 180° schwenkbar, so dass entweder die stabförmige Strahlungslampe 5b hoher Farbtemperatur oder die stabförmige Strahlungslampe 5d niedriger Farbtemperatur in Richtung des Gargutes 3 nach oben strahlt. Die stabförmige Strahlungslampe 5b hoher Farbtemperatur ist von dem rinnenförmigen Lampenreflektor 4b umgeben. Der Lampenreflektor 4b weist eine Geometrie auf, die aus einer Erzeugenden mit parabolischer Kurve gebildet wird. In der gezeigten Ansicht ist die Strahlungslampe 5b betriebsbereit. Die Strahlungslampe 5d ist in der gezeigte Ansicht außer Betrieb. Die Strahlungslampe 5d niedriger Farbtemperatur ist von dem rinnenförmigen. Lampenreflektor 4d umgeben. Der Lampenreflektor 4d weist eine Geometrie auf, die aus einer Erzeugenden mit elliptischer Kurve gebildet wird.

Insgesamt befindet sich der Lichtwellenofen in der gezeigte Ansicht im Durchgarbetrieb und die Lichtwellen-Heizeinrichtungen 5c und 5d für das Bräunen sind nicht eingeschaltet und somit außer Betrieb.

Das in Fig. 4 dargestellte Diagramm von Strahlungslampen unterschiedlicher Farbtemperatur zeigt die Bedeutung der Farbtemperatur unterschiedlicher Typen von Strahlungslampen. Jeder Typ von Strahlungslampe weist eine eigentümliche Strahlungsverteilung mit einem eigenen Spektrum von Wellenlängen des ausgesandten Lichtes auf. Auf der Ordinate ist die Strahlungsintensität in W/cm2/µm aufgetragen und auf der Abszisse die Wellenlänge in µm. Von links nach rechts zeigt das Diagramm eine Halogenlampe der Farbtemperatur 3000 K, eine Halogenlampe der Farbtemperatur 2300 K, einen Bandheizleiter der Farbtemperatur 1300 K, einen Quarzstrahler der Farbtemperatur 1250 K, einen Rohrheizkörper-Grill der Farbtemperatur 1100 K und einen Rohrheizkörper- Oberhitze der Farbtemperatur 600 K.

Je nach Ofencharakteristik und/oder je nach Gargut Kann es sinnvoll sein eine oder mehrere verschiedene Typen von Strahlungslampen unterschiedlicher Farbtemperatur im Lichtwellenofen erfindungsgemäß zu kombinieren. Bezugszeichenliste 1 Garraum

2, 2a, 2b Lichtwellen-Heizeinrichtung

3 Gargut

4a, 4b Lampenreflektor

5a, 5b Strahlungslampe

6a, 6b Bewegungseinrichtung

7a, 7b erste Position

8a, 8b zweite Position

9 Gargutträger

10a, 10b Schrittmotor

11a, 11b Getriebe

12a, b, c, d Endschalter

13 Ofengehäuse

14 Öffnung

15 Schublade

16a, 16b Seitenwand

17 Rückwand

18 Frontplatte

19 Deckplatte

20 Rahmen

21 Scheibe

22 Stelleinrichtung

23a, 23b Halterung

24a, 24b erste Schwenkeinrichtung

25a, 25b zweite Schwenkeinrichtung

26a oberer Kanal

26b unterer Kanal

27a, 27b lichtdurchlässige Scheibe

28a deckenseitige Wand

28b bodenseitige Wand

29a, 30a Strukturelemente im oberen Kanal

29b, 30b Strukturelemente im unteren Kanal

31a, 31b Eintrittsöffnungen

32a, 32b Kanalabschnitte

33 Bodenplatte

34a, b, c Durchbrüche

35 Leiteinrichtung

36a, 36b Austrittsöffnungen

37 Fahrweg

38 mittlere Streckenlänge

39 Grundstellung

40 erste Schwenkstellung

41 zweite Schwenkstellung

42 motorischer Antrieb

43 Hebel

44 Anschlag

45 Federmechanismus

46 Rollen

47 Kulissen

48 Motor

49 Dichtung

50 elliptische Kurve

51 parabolische Kurve

52 Seilzug

53 Umlenkrolle

54 Anschlag

55 Lüfter

56 Nase


Anspruch[de]
  1. 1. Lichtwellenofen mit einem Garraum (1) und mindestens einer Lichtwellen- Heizeinrichtung (2a, 2b) zum Erhitzen eines im Garraum (1) befindlichen Gargutes (3) und mit mindestens einem Reflektor (4a, 4b) zum Reflektieren der von der Lichtwellen-Heizeinrichtung (2a, 2b) erzeugten Lichtwellen in Richtung des Gargutes (3), dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtwellen- Heizeinrichtung (2a, 2b) mindestens zwei Strahlungslampen (5a, 5b, 5c, 5d) umfasst, die sich durch ihre Farbtemperatur unterscheiden.
  2. 2. Lichtwellenofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Strahlungslampe (5a, 5c) eine Farbtemperatur zwischen 3200 K und 2000 K, vorzugsweise zwischen 3000 K und 2300 K aufweist und mindestens eine Strahlungslampe (5b, 5d) eine Farbtemperatur zwischen 1700 K und 800 K, vorzugsweise zwischen 1300 K und 1000 K aufweist.
  3. 3. Lichtwellenofen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Strahlungslampen (5a, 5b, 5c, 5d) an mindestens einer Bewegungseinrichtung (6a, 6b) befestigt sind, die eine Bewegung der Strahlungslampen (5a, 5b, 5c, 5d) gegenüber dem Gargut (3) ermöglicht.
  4. 4. Lichtwellenofen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Bewegungseinrichtung (6a, 6b) im Garraum (1) zwischen einer ersten Position (7a, 7b) und einer zweiten Position (8a, 8b) hin- und herfahrbar ist.
  5. 5. Lichtwellenofen nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass jede Strahlungslampe (5a, 5b, 5c, 5d) an einer eigenen Bewegungseinrichtung (6a, 6b) befestigt ist.
  6. 6. Lichtwellenofen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Strahlungslampen (5a, 5b, 5c, 5d) an einer gemeinsamen Bewegungseinrichtung (6a, 6b) befestigt sind, die eine gemeinsame Bewegung der Strahlungslampen (5a, 5b, 5c, 5d) gegenüber dem Gargut (3) ermöglicht.
  7. 7. Lichtwellenofen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwei Strahlungslampen (5a, 5b, 5c, 5d) mittels einer gemeinsamen Halterung (23a, 23b) an der Bewegungseinrichtung (6a, 6b) befestigt sind.
  8. 8. Lichtwellenofen nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweils zwei Strahlungslampen (5a, 5b, 5c, 5d) in verschiedene Richtungen abstrahlen.
  9. 9. Lichtwellenofen nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (23a, 23b) schwenkbar ist.
  10. 10. Lichtwellenofen nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweils zwei Strahlungslampen (5a, 5b, 5c, 5d) in entgegengesetzter Richtung abstrahlend angeordnet sind und die Halterung (23a, 23b) um 180° schwenkbar ist.
  11. 11. Lichtwellenofen nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (23a, 23b) in der ersten Position (7a, 7b) und/oder der zweiten Position (8a, 8b) schwenkbar ist.
  12. 12. Lichtwellenofen nach einem der Ansprüche 9 bis 11 dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (23a, 23b) mittels eines Elektromotors, insbesondere Schrittmotors schwenkbar ist.
  13. 13. Lichtwellenofen nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Strahlungslampen (5a, 5b, 5c, 5d) mit Lampenreflektoren (4a, 4b, 4c, 4d) versehen sind und mindestens ein Lampenreflektor (4a, 4c) sich in seiner Geometrie von mindestens einem weiteren Lampenreflektor (4b, 4d) unterscheidet.
  14. 14. Lichtwellenofen nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Geometrie des mindestens einen Lampenreflektors (4a, 4c) aus einem elliptischen Kurvenabschnitt als Erzeugende und die Geometrie des mindestens einen weiteren Lampenreflektors (4b, 4d) aus einem parabolischen Kurvenabschnitt als Erzeugende gebildet ist.
  15. 15. Lichtwellenofen nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Strahlungslampe (5a, 5c) der Farbtemperatur zwischen 3200 K und 2000 K, vorzugsweise zwischen 3000 K und 2300 K, mit einem Lampenreflektor (4a, 4c) parabolischer Geometrie versehen ist.
  16. 16. Lichtwellenofen nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Strahlungslampe (5a, 5c) eine Halogenlampe ist.
  17. 17. Lichtwellenofen nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Strahlungslampe (5a, 5c) der Farbtemperatur zwischen 1700 K und 800 K, vorzugsweise zwischen 1300 K und 1000 K, mit einem Lampenreflektor (4a, 4c) elliptischer Geometrie versehen ist.
  18. 18. Lichtwellenofen nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Strahlungslampe (5a, 5c) ein Quarzstrahler ist.
  19. 19. Lichtwellenofen nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Strahlungslampen (5a, 5b, 5c, 5d) unterschiedlicher Farbtemperatur abwechselnd in Betrieb sind.






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