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Dokumentenidentifikation DE10260333A1 31.07.2003
Titel Vorrichtung zur Korrektur einer Papierabweichung in der Breitenrichtung für längliches, vliesartiges Druckerpapier
Anmelder HITACHI PRINTING SOLUTIONS, LTD., Ebina, Kanagawa, JP
Erfinder Ohba, Tetsuya, Hitachinaka, Ibaraki, JP;
Obata, Shigeru, Tsuhiura, Ibaraki, JP;
Kinoshita, Yasushi, Tsuchiura, Ibaraki, JP
Vertreter Beetz & Partner, 80538 München
DE-Anmeldedatum 20.12.2002
DE-Aktenzeichen 10260333
Offenlegungstag 31.07.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.07.2003
IPC-Hauptklasse B41J 15/00
Zusammenfassung Zum derartigen stabilen Transportieren eines länglichen, vliesartigen Druckerpapiers, daß es sich nicht in der Breitenrichtung des Druckerpapiers bewegt, sind an einer ersten Position in einem Papiertransportpfad ein erster Sensor und an einer in der Papierbeförderungsrichtung in bezug auf die erste Position stromabseitigen zweiten Position ein zweiter Sensor angeordnet. Sowohl der erste als auch der zweite Sensor erfassen die Position der Seitenkante des Druckerpapiers. Die Differenz zwischen den Ausgängen des ersten und des zweiten Sensors wird unter Berücksichtigung der Zeitspanne berechnet, die die vom ersten Sensor erfaßte Kante benötigt, um den zweiten Sensor zu erreichen. Eine Hauptsteuerung erzeugt auf der Grundlage der berechneten Differenz ein Ansteuersignal und steuert entsprechend dem Ansteuersignal einen Mechanismus zum Bewegen des Druckerpapier in der Breitenrichtung.

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG 1. Technischer Bereich der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Druckvorrichtung zum Bedrucken von länglichem, vliesartigem Druckerpapier. Genauer betrifft die Erfindung eine Papierabweichungskorrekturvorrichtung zur Korrektur der Position von beim Transport des Druckerpapiers innerhalb der Druckvorrichtung in der Richtung der Breite verrutschtem Druckerpapier.

2. Beschreibung der verwandten Technik

Bei einer Druckvorrichtung des Typs, bei dem sich längliches, vliesartiges Druckerpapier einen vorgegebenen, gewundenen Weg entlang bewegt, um eine Druckposition zu erreichen, kann das Papier leicht in der Breitenrichtung abweichen oder verschoben werden. Zur Korrektur der Abweichung des Druckerpapiers in Breitenrichtung wird bei herkömmlichen Druckvorrichtungen eine Korrekturvorrichtung mit einem Sensor verwendet, der die Seitenkante des Druckerpapiers erfaßt. Durch die Korrekturvorrichtung wird das Druckerpapier in die richtige Position zurückbewegt, wenn der Ausgang des Sensors zeigt, daß die Seitenkante des Druckerpapiers von einer Bezugsposition abgewichen ist.

Die Schneidebedingungen für die Seitenkanten von Druckerpapier unterscheiden sich jedoch von Hersteller zu Hersteller und selbst beim gleichen Hersteller von Posten zu Posten des Papiers, und sie unterscheiden sich auch abhängig von der zum Schneiden der Seitenkanten verwendeten Maschine. Bei Druckerpapieren, deren Seitenkanten nicht unter den gleichen Bedingungen geschnitten wurden, gibt der Sensor ein Signal zur Korrektur der Position des Drukkerpapiers in der Breitenrichtung aus. Das Bewegen des Druckerpapiers nach Maßgabe des Ausgangs des Sensors kann zu einer fehlerhaften Positionierung des Druckerpapiers führen.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

In Anbetracht des Vorstehenden ist es eine Aufgabe der Erfindung, eine Druckvorrichtung zu schaffen, die längliches, vliesartiges Druckerpapier stabil transportieren kann, ohne ein Abweichen des Druckerpapiers in Breitenrichtung zu gestatten.

Zur Lösung der vorstehend genannten und weiterer Aufgaben wird eine verbesserte Druckvorrichtung zum Bedrucken von länglichem, vliesartigem Druckerpapier geschaffen. Das Druckerpapier hat eine Breite und Seitenkanten, die im wesentlichen senkrecht zur Breitenrichtung des Druckerpapiers verlaufen. Eine Druckvorrichtung umfaßt einen Papiertransportmechanismus zum Transportieren des Druckerpapiers entlang einem vorgegebenen Pfad, wobei das Druckerpapier so befördert wird, daß die Seitenkanten mit der Papiertransportrichtung zusammenfallen, einen an einer ersten Position auf dem vorgegebenen Pfad angeordneten ersten Sensor zur Erfassung der Position der Seitenkante des Druckerpapiers und zur Ausgabe eines ersten Signals, einen an einer um einen vorgegebenen Abstand von der ersten Position entfernten und in der Papiertransportrichtung in bezug auf die erste Position stromabseitigen zweiten Position auf dem vorgegebenen Pfad angeordneten zweiten Sensor zur Erfassung der Position der Seitenkante des Druckerpapiers und zur Ausgabe eines zweiten Signals, eine Verzögerungseinrichtung zum Verzögern der Ausgabe des ersten Signals um eine vorgegebene, der zum Transportieren des Druckerpapiers von der ersten Position zur zweiten Position erforderlichen Papiertransportzeit entsprechende Zeitspanne, eine Berechnungseinrichtung zum Berechnen der Differenz zwischen dem von der Verzögerungseinrichturig ausgegebenen ersten Signal und dem zweiten Signal und zur Ausgabe eines Differenzsignals, einen Seitwärtsbewegungsmechanismus zum Bewegen des Druckerpapiers in der Breitenrichtung und eine Steuereinheit zur Erzeugung eines Ansteuersignals auf der Grundlage des Differenzsignals und zur Ausgabe des Ansteuersignals an den Seitwärtsbewegungsmechanismus, wodurch der Seitwärtsbewegungsmechanismus als Reaktion auf das Ansteuersignal angesteuert wird und die Position des Druckerpapiers in der Breitenrichtung korrigiert.

Ferner kann zur Berechnung eines Durchschnittswerts der von der Berechnungseinrichtung über eine vorgegebene Zeitspanne ausgegebenen Differenzsignale eine Mittelwertbildungseinrichtung vorgesehen sein. In diesem Fall erzeugt die Steuereinheit das Ansteuersignal auf der Grundlage des Durchschnittsdifferenzsignals.

Zur Entfernung einer in dem Ansteuersignal enthaltenen Hochfrequenzkomponente kann ein Tiefpaßfilter mit dem Ausgang der Berechnungseinrichtung verbunden sein. In diesem Fall erzeugt die Steuereinheit das Ansteuersignal auf der Grundlage des gefilterten Ansteuersignals.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die besonderen Merkmale und Vorteile der Erfindung sowie weitere Aufgaben gehen aus der folgenden Beschreibung im Zusammenhang mit den beiliegenden Zeichnungen hervor. Es zeigen:

Fig. 1 ein schematisches Diagramm, das eine Druckvorrichtung gemäß einer Ausführungsform der Erindung darstellt;

Fig. 2a eine perspektivische Ansicht, die eine Papierführung zeigt;

Fig. 2b eine Schnittansicht, die die Papierführung und diese passierendes Druckerpapier zeigen;

Fig. 3a eine Seitenansicht, die eine Basis und Schwenkrollen zeigt;

Fig. 3b eine Draufsicht, die die Basis und die Schwenkrollen zeigt;

Fig. 4a eine seitliche Schnittansicht, die einen Sensor und das von dem Sensor zu erfassende Druckerpapier zeigt;

Fig. 4b eine Draufsicht, die den Sensor und das vom Sensor zu erfassende Druckerpapier zeigt;

Fig. 5 ein in Form eines Blockdiagramms dargestelltes System zur Verarbeitung des Sensorausgangs; und

Fig. 6 ein Ablaufdiagramm, das die Funktionsweise des in Fig. 5 gezeigten Systems darstellt.

GENAUE BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSFORMEN

Eine Druckvorrichtung gemäß der Ausführungsform der Erfindung wird unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben.

Wie in Fig. 1 gezeigt, umfaßt die Druckvorrichtung 1 einen (nicht dargestellten) Blattzufuhrabschnitt, einen Einführabschnitt 100, einen Druckabschnitt 200 einen Fixierabschnitt 300 und einen Ausgabeabschnitt 400. Der Blattzufuhrabschnitt führt dem Einführabschnitt 100 längliches, vliesartiges Druckerpapier 2 zu. Der Einführabschnitt 100 besteht aus drei Abschnitten, die einen Einführpufferabschnitt, einen Zugerzeugungsabschnitt und einen Abschnitt zur Korrektur einer Abweichung des Papiers umfassen.

Der Einführpufferabschnitt umfaßt einen stromaufseitigen Einführabschnitt, der in einer an eine Druckerpapiereinlaßöffnung, durch die das Druckerpapier 2 eingeführt wird, anschließenden Position angeordnet ist, und einen stromabseitigen Einführabschnitt. Der stromaufseitige Einführabschnitt umfaßt eine Gleitrolle 4, einen Beschleunigungsmotor 5 und ein Zeitregelungsband 6. Die Gleitrolle 4 ist über das Zeitregelungsband 6 drehbar mit dem Beschleunigungsmotor 5 gekoppelt und dreht sich mit einer Umfangsgeschwindigkeit, die höher als die Bewegungsgeschwindigkeit des Papiers ist. Der stromabseitige Einführabschnitt umfaßt einen Motor 8, eine von dem Motor 8 angetriebene Pufferrolle 9 und eine angetriebene Rolle 10a, die gegen die Pufferrolle 9 gedrückt wird.

Stromabseitig des Einführpufferabschnitts ist ein Luftpuffer 7 zum Lockern des Druckerpapiers 2 vorgesehen. Das Druckerpapier 2 zwischen einer Zugrolle 11 und der Pufferrolle 9 wird gelockert. Die Zugrolle 11 wird von einem Schaltmotor 12 angetrieben, der stabil ein vorgegebenes Drehmomentniveau erzeugt und das Niveau des Drehmoments wie gewünscht steuern kann. Eine Lastrolle 10b kann auf die Zugrolle zu und von dieser fort bewegt werden. Wird die Lastrolle 10b zu der Zugrolle 11 bewegt und gegen sie gedrückt, wird die Lastrolle 10b von der Zugrolle 11 angetrieben, wodurch das Druckerpapier 2 zwischen den Rollen 10b und 11 eingeklemmt transportiert wird.

Stromaufseitig der Zugrolle 11 ist eine Papierführung 13 vorgesehen, die eine Bewegung des gelockerten Druckerpapiers 2 in der Breitenrichtung verhindert. Wie in Fig. 2a gezeigt, wird die Papierführung 13 durch zwei Führungsblöcke 13a und 13b und zwei Stäbe 13c und 13d gebildet, die sich parallel zueinander erstrecken und durch die Führungsblöcke 13a und 13b verlaufen. Der Führungsblock 13a ist an den beiden Stäben 13c und 13d befestigt, wogegen der Führungsblock 13b durch die beiden Stäbe 13c und 13d beweglich gehalten wird, so daß er auf den Führungsblock 13a zu und von diesem weg bewegt werden kann. Die Position des Führungsblocks 13b wird abhängig von der Größe des Druckerpapiers 2 eingestellt. Wie in Fig. 2b gezeigt, passiert das Druckerpapier 2 einen Raum zwischen den beiden Stäben, wobei es mit den Seitenflächen der beiden Stäbe 13c, 13d in Kontakt steht. Das Druckpapier 2, das die Papierführung 13 passiert hat, wird um etwa 1 mm in der Breitenrichtung verschoben.

Der Zug des Druckerpapiers 2 wird primär durch das von der Zugrolle 11 erzeugte Drehmoment und den Wicklungswinkel des um den Umfang einer stromabseitig der Zugrolle 11 angeordneten festen Rolle 14 gewickelten Druckerpapiers 2 bestimmt. Durch die Papierführung 13 und die feste Rolle 14 kann die Strecke, um die das Druckerpapier 2 in der Breitenrichtung des Druckerpapiers 2 abweicht, in gewissem Maße begrenzt werden.

Ein beweglicher Arm 17 ist in der Nähe der Ecke diagonal gegenüber der Ecke angeordnet, in der die Papiereinlaßöffnung ausgebildet ist. Ein Ende des beweglichen Arms 17 ist mit einer Feder 18 fest an einem Gehäuse befestigt, und das andere Ende des Arms 17 hält drehbar eine bewegliche Rolle 15. Die bewegliche Rolle 15 dreht sich, wobei sie der Bewegung des Druckerpapiers 2 folgt. Der Arm 17 kann um einen Stift 16 geschwenkt werden, der an einer Position zwischen den beiden Enden an dem Arm 17 befestigt ist, die aber näher an dem Ende liegt, an dem die bewegliche Rolle 15 gehalten wird. Durch die Schwenkbewegung des Arms 17 bewegt sich die bewegliche Rolle 15 zu einer Einführrolle 19 oder von dieser weg. In der Nähe des beweglichen Arms 17 ist ein (nicht dargestellter) Positionssensor zur Erfassung der Position des beweglichen Arms 17 angeordnet. Die Drehung der Einführrolle 19 wird nach Maßgabe des Ausgangs des Positionssensors gesteuert. Ein Einführmotor 20 treibt die Einführrolle 19 über ein Getriebe 21a an. Eine Klemmrolle 22 wird gegen die Einführrolle 19 gedrückt, um das Druckerpapier 2 zwischen beiden einzuklemmen.

Der Zugerzeugungsabschnitt wird durch die Zugrolle 11, die feste Rolle 14, die bewegliche Rolle 15, den Stift 16, den beweglichen Arm 17, die Feder 18, die Einführrolle 19, den Einführmotor 20, das Getriebe 21a und die Klemmrolle 22 gebildet.

Stromabseitig des Arms 17 ist eine Basis 25 angeordnet. Wie in Fig. 3a gezeigt, hat die Basis 25 einen L-förmigen Querschnitt und wird von zwei einander gegenüberliegenden Seitenrahmen gebildet. Zwei Schwenkrollen 27a, 27b werden von zwei zwischen den Seitenrahmen 25a, 25b vorgesehenen Wellen drehbar gehalten. Ein Stift 26 ragt von der Basis 25 nach unten und ist unmittelbar unter der Schwenkrolle 27a und zwischen den Seitenrahmen 25a, 25b angeordnet. Die Basis 25 kann um den Stift 26 geschwenkt werden, so daß die das Druckerpapier 2 befördernden Schwenkrollen 27a, 27b das Druckerpapier 2 abhängig von der Schwenkstellung der Basis 25 in der Breitenrichtung, d. h. der zur Papierbewegungsrichtung senkrechten Richtung, bewegen können.

Stromabseitig der Schwenkrollen 27a, 27b sind zwei Sensoren 23a, 23b angeordnet. Jeder Sensor umfaßt einen lichtemittierenden Abschnitt 231, wie eine LED (eine lichtemittierende Diode) und einen lichtempfangenden Abschnitt 232, wie eine Photodiode. Der Seitenkantenabschnitt des Druckerpapiers 2 ist zwischen dem lichtemittierenden Abschnitt 231 und dem lichtempfangenden Abschnitt 232 angeordnet. Wie in den Fig. 4a und 4b gezeigt, erfaßt der Sensor 23a (23b) die Seitenkante des Papiers. Genauer kann die Position der Seitenkante des Papiers auf der Grundlage der von dem lichtempfangenden Abschnitt 232 empfangenen Lichtmenge festgestellt werden, wobei sich die Lichtmenge verringert, wenn das Druckerpapier 2 in der Breitenrichtung nach außen verschoben wird, wogegen sie zunimmt, wenn das Druckerpapier 2 in der Breitenrichtung nach innen verschoben wird. Wie später beschrieben, korrigiert der Positionssteuermotor die Position des Druckerpapiers in der Breitenrichtung auf der Grundlage der Ausgänge der Sensoren 23a, 23b durch Verschwenken der Basis. Die Sensoren 23a, 23b, der Positionssteuermotor und die Schwenkrollen 27a, 27b bilden den Abschnitt zur Korrektur einer Abweichung des Papiers.

Der Druckabschnitt 28 ist stromabseitig des Einführungsabschnitts 3 angeordnet und umfaßt eine Lichtquelle, wie LEDs oder eine Laserquelle, ein lichtempfindliches Element, eine Entwicklungseinheit, eine Übertragungseinheit 31 zur Übertragung von auf dem lichtempfindlichen Element erzeugten Tonerbildern auf das Druckerpapier 2. Das Druckerpapier 2 mit dem darauf befindlichen Tonerbild wird zur thermischen Fixierung der Tonerbilder auf dem Druckerpapier 2 in den Fixierabschnitt 300 befördert.

Der Fixierabschnitt 300 umfaßt eine Wärmequelle und mehrere Heizplatten zur Zufuhr von Wärmeenergie zum Druckerpapier 2. Der Fixierabschnitt 300 erwärmt das Druckerpapier 2, um den Toner zu schmelzen, damit der geschmolzene Toner am Druckerpapier 2 haftet. Wenn das Druckerpapier 2 abkühlt, ist das Tonerbild auf dem Druckerpapier 2 fixiert. Das Druckerpapier 2 mit dem darauf fixierten Toner wird über einen Ausgabeabschnitt 400 aus dem Drucker 1 ausgegeben. Der Ausgabeabschnitt 400 umfaßt eine Ausgaberolle 35, einen Ausgabemotor 36 zum Antreiben der Ausgaberolle 35, ein Getriebe 21b zur Übertragung der Antriebsleistung des Motors 36 an die Rolle 35, eine gegen die Ausgaberolle 35 gedrückte Klemmrolle 37, die das Druckerpapier zwischen beiden einklemmt, und eine Zugeinrichtung 38. Der Zug auf dem zwischen der Einführrolle 19 und der Ausgaberolle 35 angeordneten Druckerpapier 2 wird durch die bewegliche Rolle 15 bestimmt. Im allgemeinen ist der auf das Blatt Papier ausgeübte Zug auf einen Bereich zwischen 30 und 200 N gesetzt und wird abhängig von der Länge und Breite des Papiers eingestellt.

Fig. 5 zeigt zwei Sensoren 23a, 23b und das ihnen zugeordnete Verarbeitungssystem. Fig. 6 ist ein Ablaufdiagramm, das die Funktionsweise des in Fig. 5 dargestellten Verarbeitungssystems darstellt.

Wie in Fig. 5 gezeigt, sind zwei Sensoren 23a, 23b zur Erfassung der Kante des Druckerpapiers 2 voneinander beabstandet auf dem Papiertransportweg angeordnet. Von dem Sensor 23a wird ein Spannungssignal ausgegeben und durch einen A/D-Wandler 40a einer Analog-Digital-Umwandlung unterzogen. Der Ausgang des A/D- Wandlers 40a wird vorübergehend in einem Datenspeicher 42 gespeichert und einer Subtraktionseinrichtung 44 zugeführt. Ebenso wird von dem Sensor 23b ein Spannungssignal ausgegeben, das durch einen A/D-Wandler 40b einer Analog-Digital-Umwandlung unterzogen wird. Der Ausgang des A/D-Wandlers 40b wird der Subtraktionseinrichtung 44 jedoch direkt zugeführt.

Die Subtraktionseinrichtung 44 berechnet die Differenz zwischen den beiden von dem Datenspeicher 42 und dem A/ D-Wandler 40b zugeführten Eingangssignalen S1 und S2 und gibt ein Differenzsignal Sc an eine Hauptsteuerung 46 aus. Die Hauptsteuerung 46 erzeugt auf der Grundlage des Differenzsignals Sc, der Ansteuerungsverstärkung und weiterer Faktoren ein Ansteuersignal. Das Ansteuersignal wird einem (nicht dargestellten) Antriebsmechanismus zum Bewegen der Basis 25 zugeführt.

Der Abstand zwischen den beiden Sensoren 23a und 23b wird durch L(m) dargestellt und die Bewegungsgeschwindigkeit des Druckerpapiers durch Vp (m/s). Der Datenspeicher 42 dient der Verzögerung des Ausgangs des A/D-Wandlers 40a um die Zeitspanne L/Vp (s). Der von dem Sensor 23a erfaßte Abschnitt der Seitenkante des Papiers wird während der Zeitspanne L/Vp zur Position des Sensors 23b bewegt. Dementsprechend erfassen die beiden Sensoren 23a, 23b den gleichen Abschnitt des Druckerpapiers 2, und daher wird der Ausgang der Subtraktionseinrichtung 44 nicht von einer Veränderung des Zustands der Kante des Papiers beeinflußt.

Wenn sich das Druckerpapier 2 während des Transports von der Position des Sensors 23a zur Position des Sensors 23b nicht in der Breitenrichtung bewegt, wird die Seitenkante des Papiers an der Position A bei dem Sensor 23a auch von dem Sensor 23b erfaßt. Die entsprechende Position am Sensor 23b ist durch A' bezeichnet. In diesem Fall haben die Signale S1 und S2 den gleichen Pegel, so daß das Differenzsignal Sc von der Subtraktionseinrichtung 44 0 (null) beträgt. Wenn sich die Seitenkante jedoch in der zur Papierbeförderungsrichtung D senkrechten Breitenrichtung bewegt, wird die Seitenkante des Papiers an der Position A bei dem Sensor 23a durch den Sensor 23b bei A" erfaßt. Daher ist das von der Subtraktionseinrichtung 44 ausgegebene Differenzsignal Sc nicht null und gibt die Bewegung des Druckerpapiers 2 in der Breitenrichtung an.

Gemäß dem in Fig. 6 gezeigten Ablaufdiagramm wird zu Beginn des Betriebs der Vorrichtung zur Korrektur der Abweichung des Papiers in Breitenrichtung zunächst in einem (nachstehend durch "S" abgekürzten) Schritt 1 überprüft, ob die Druckvorrichtung 1 mit Energie versorgt wird. Wird die Druckvorrichtung 1 noch nicht mit Energie versorgt (gemäß S1 "Nein"), wird der Betrieb der Korrekturvorrichtung beendet. Wird die Druckvorrichtung 1 mit Energie versorgt (gemäß S1 "Ja"), wird im Schritt S2 überprüft, ob das Druckerpapier 2 befördert wird. Wurde die Beförderung des Druckerpapiers 2 noch nicht eingeleitet (gemäß S2 "Nein), wird der Betrieb der Korrekturvorrichtung eingestellt. Wird das Druckerpapier 2 befördert (gemäß S2 "Ja"), werden die Ausgänge der Sensoren 23a, 23b von den A/D-Wandlern 40a, 40b in digitale Signale umgewandelt (S3 und S4). Im Schritt S5 wird das dem Ausgang des Sensors 23a entsprechende Signal über eine Zeitspanne L/Vp (s) im Datenspeicher 42 gespeichert und dann aus diesem gelesen und der Subtraktionseinrichtung 44 zugeführt. Das dem Ausgang des Sensors 23b entsprechende Signal wird der Subtraktionseinrichtung 44 ohne Zeitverzögerung direkt zugeführt.

Im Schritt S6 berechnet die Subtraktionseinrichtung 44 die Differenz zwischen den beiden Signalen, von denen eines vom Datenspeicher 42 und das andere von dem A/D-Wandler 40b zugeführt wurde, und gibt das Differenzsignal Sc aus. Im Schritt S7 wandelt die Hauptsteuerung 46 das Differenzsignal Sc in ein Ansteuersignal um, wobei die Ausgangsverstärkung und weitere Faktoren berücksichtigt werden. Im Schritt S8 wird das Ansteuersignal an den Positionssteuerungsmotor angelegt, um so die Basis 25 zu bewegen und dadurch die Papierposition in der Breitenrichtung zu korrigieren. Im Schritt S9 wird überprüft, ob das Druckerpapier 2 befördert wird. Trifft dies zu (gemäß S9 "Ja"), kehrt die Routine zum Schritt S1 zurück, und der vorstehend beschriebene Prozeß wird wiederholt. Wird das Druckerpapier 2 nicht befördert (gemäß S9 "Nein"), dann endet der Steuerungsprozeß.

Mit dem vorstehend beschriebenen Aufbau und Steuerprozeß kann die Abweichung des Papiers in der Breitenrichtung unabhängig vom Zustand der Seitenkante des Papiers genau erfaßt werden, und der Positionsfehler des Druckerpapiers kann korrigiert werden. Obwohl die Erfindung unter Bezugnahme auf ihre spezifischen Ausführungsformen im Einzelnen beschreiben wurde, ist für Fachleute offensichtlich, daß verschiedene Änderungen und Modifikationen daran vorgenommen werden können, ohne vom Grundgedanken der Erfindung abzuweichen, deren Rahmen in den beiliegenden Ansprüchen definiert ist.

So können beispielsweise mehrere Sensorenpaare vorgesehen sein, obwohl bei der vorstehend beschriebenen Ausführungsform nur ein Sensorenpaar verwendet wird. Ferner kann anstelle des im Zusammenhang mit der Ausführungsform beschriebenen Durchlässigkeitssensors auch ein Sensor des Reflektortyps verwendet werden. Im Zusammenhang mit der vorstehend beschriebenen Ausführungsform wurde beschrieben, daß der Druckabschnitt 200 ein elektrofotografisches Drucken ausführt, anstelle des elektrofotografischen Druckabschnitts kann jedoch auch ein Tintenstrahldruckabschnitt verwendet werden. In diesem Fall muß der Fixierabschnitt 300 durch einen Trocknungsabschnitt zum Trocknen der Tinte auf dem Druckerpapier ersetzt werden.

Es wird darauf hingewiesen, daß durch die folgende Maßnahme eine Vorbeugung gegen einen in dem Differenzsignal Sc enthaltenen, durch Schwankungen der Bewegungsgeschwindigkeit des Papiers oder einen Meßfehler verursachten Fehler möglich ist. Da die in dem Differenzsignal Sc enthaltenen Komponenten mit höheren Frequenzen einen durch einen Fehler bei der Messung der durchschnittlichen Blattbeförderungsgeschwindigkeit verursachten Fehler anzeigen, kann der Fehler behoben werden, indem das Differenzsignal Sc durch ein Tiefpaßfilter geleitet wird. Zu diesem Zweck muß das Tiefpaßfilter mit dem Ausgang der Subtraktionseinrichtung 44 verbunden sein.

Die Hauptsteuerung 46 erzeugt das Ansteuersignal auf der Grundlage des Ausgangs des Tiefpaßfilters.

Wenn die Fördergeschwindigkeit Vp des Papiers schwankt, erscheint der dadurch verursachte Fehler in dem Differenzsignal Sc als die Komponente mit der niedrigsten Frequenz. Daher ist es zur Eliminierung des Einflusses der Schwankungen der Transportgeschwindigkeit des Papiers erforderlich, über eine vorgegebene Zeitspanne einen Durchschnittswert der Komponenten mit der niedrigsten Frequenz zu berechnen. Zu diesem Zweck muß die Hauptsteuerung 46 eine Mittelwertbildung ausführen, um einen Durchschnittswert der von der Subtraktionseinrichtung 44 in einer vorgegebenen Zeitspanne ausgegebenen Differenzsignale zu berechnen. In diesem Fall erzeugt die Hauptsteuerung 46 das Ansteuersignal auf der Grundlage des Mittelwerts der Differenzsignale.


Anspruch[de]
  1. 1. Druckvorrichtung zum Bedrucken von länglichem, vliesartigem Druckerpapier mit einer Breite und zur Breitenrichtung des Druckerpapiers im wesentlichen senkrechten Seitenkanten mit

    einem Papierfördermechanismus zum Befördern des Druckerpapiers entlang einem vorgegebenen Pfad, wobei das Druckerpapier so befördert wird, daß die Seitenkanten mit der Papierförderrichtung zusammenfallen,

    einem an einer ersten Position auf dem vorgegebenen Pfad angeordneten ersten Sensor zur Erfassung der Position der Seitenkante des Druckerpapiers und zur Ausgabe eines ersten Signals,

    einem an einer um eine vorgegebene Strecke von der ersten Position entfernten und in der Papiertransportrichtung in bezug auf die erste Position stromabseitigen zweiten Position auf dem vorgegebenen Pfad angeordneten zweiten Sensor zur Erfassung der Position der Seitenkante des Druckerpapiers und zur Ausgabe eines zweiten Signals,

    einer Verzögerungseinrichtung zum Verzögern der Ausgabe des ersten Signals um eine der für den Transport des Druckerpapiers von der ersten Position zur zweiten Position erforderlichen Papierbeförderungszeit entsprechende, vorgegebene Zeitspanne,

    einer Berechnungseinrichtung zum Berechnen der Differenz zwischen dem von der Verzögerungseinrichtung ausgegebenen ersten Signal und dem zweiten Signal und zur Ausgabe eines Differenzsignals,

    einem Seitwärtsbewegungsmechanismus zum Bewegen des Druckerpapiers in der Breitenrichtung, und

    einer Steuereinheit zur Erzeugung eines Ansteuersignals auf der Grundlage des Differenzsignals und zur Ausgabe des Ansteuersignals an den Seitwärtsbewegungsmechanismus, so daß der Seitwärtsbewegungsmechanismus als Reaktion auf das Ansteuersignal angesteuert wird und die Position des Druckerpapiers in der Breitenrichtung korrigiert.
  2. 2. Druckvorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Verzögerungseinrichtung einen Datenspeicher zum Speichern des ersten Signals umfaßt, wobei das im Datenspeicher gespeicherte erste Signal nach Ablauf der vorgegebenen Zeitspanne herausgelesen wird.
  3. 3. Druckvorrichtung nach Anspruch 1, bei der der erste Sensor einen ersten lichtemittierenden Abschnitt und einen ersten lichtempfangenden Abschnitt und der zweite Sensor einen zweiten lichtemittierenden Abschnitt und einen zweiten lichtempfangenden Abschnitt umfaßt.
  4. 4. Druckvorrichtung nach Anspruch 1 mit einer Mittelwertbildungseinrichtung zur Berechnung eines Durchschnittswerts der von der Berechnungseinrichtung über eine vorgegebene Zeitspanne ausgegebenen Differenzsignale und zur Ausgabe eines Durchschnittsdifferenzsignals, wobei die Steuereinheit das Ansteuersignal auf der Grundlage des Durchschnittsdifferenzsignals erzeugt.
  5. 5. Druckvorrichtung nach Anspruch 1 mit einem mit dem Ausgang der Berechnungseinrichtung verbundenen Tiefpaßfilter zum Entfernen einer im Ansteuersignal enthaltenen Hochfrequenzkomponente und zur Ausgabe eines gefilterten Ansteuersignals, wobei die Steuereinheit das Ansteuersignal auf der Grundlage des gefilterten Ansteuersignals erzeugt.
  6. 6. Druckvorrichtung nach Anspruch 1 mit einem Zufuhrabschnitt und einem Druckabschnitt, wobei der Zufuhrabschnitt das Druckerpapier in den Druckabschnitt befördert und der erste Sensor und der zweite Sensor in dem Zufuhrabschnitt angeordnet sind.






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