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Dokumentenidentifikation DE10213028A1 07.08.2003
Titel Vorrichtung und Verfahren zum Aufbringen von Mustern und/oder Beschriftungen auf eine im wesentlichen plane Oberfläche eines Gegenstandes
Anmelder Mellis, Horst, 45355 Essen, DE
Erfinder Mellis, Horst, 45355 Essen, DE
Vertreter BUNGARTZ & KREUTZER Patentanwälte, 47119 Duisburg
DE-Anmeldedatum 22.03.2002
DE-Aktenzeichen 10213028
Offenlegungstag 07.08.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.08.2003
IPC-Hauptklasse B43L 13/00
IPC-Nebenklasse B43L 13/20   
Zusammenfassung Zum Aufbringen von Mustern sind ein- und mehrlagige Schablonen bekannt. Für viele Anwender stellt bereits das Ausrichten einer einlagigen Schablone relativ zu einer Oberfläche, auf der mittels der Schablone ein Muster aufgebracht werden soll, ein Problem dar. Bei mehrlagigen Schablonen, die zeitlich nacheinander angewendet werden müssen, ist die Ausrichtung einer später angewendeten Schablone relativ zu dem mit der Anwendung der ersten Schablone erstellten Muster nicht trivial.
Es wird eine Vorrichtung, umfassend wenigstens eine Schablone und einen Schablonenhalter (10), vorgeschlagen, wobei der Schablonenhalter über Mittel (16, 18) zum Festlegen einer vorbestimmten Position der wenigstens einen Schablone relativ zu dem Schablonenhalter und über Mittel (20) zum Festlegen einer vorbestimmten Position der Oberfläche, auf die mittels der Schablone ein Muster und/oder eine Beschriftung aufgebracht werden soll, relativ zu dem Schablonenhalter verfügt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Aufbringen von Mustern und/oder Beschriftungen auf eine im wesentlichen plane Oberfläche eines Gegenstandes, insbesondere einer Post- oder Grußkarte, eines Einlegeblattes für Fotoalben, einer Urkunde oder dergleichen unter Verwendung von Schablonen.

Dabei werden hier unter dem Begriff "Post- oder Grußkarte" alle erdenklichen Arten von Gruß-, Einladungs-, Mitteilungs-, Glückwunschschreiben und dergleichen verstanden. Da jedoch Vorrichtungen und Verfahren der hier in Frage stehenden Art meist bei der Erstellung handgefertigter Grußkarten verwendet werden, wird im nachfolgenden häufig nur der Begriff "Karte" verwendet, ohne daß die Vorrichtung und das Verfahren auf Karten im eigentlichen Sinne beschränkt wären. Rein beispielhaft seien Urkunden und Einlegeblätter für Fotoalben genannt, die sich gleichermaßen mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung bzw. mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens bearbeiten lassen.

Unter dem Begriff "Beschriftungen" werden sowohl einzelne Buchstaben und Zahlen, als auch komplette Gruß- und Glückwunschformeln wie z. B. "Frohe Weihnachten!" oder "Alles Gute!" verstanden. Zur Vereinfachung wird im nachfolgenden in der Regel nur kurz von "Mustern" gesprochen, wobei dieser Begriff dann auch Beschriftungen umfassen soll.

Es ist seit langem bekannt, zum Aufbringen von Mustern insbesondere auch auf Oberflächen der genannten Karten u. dgl. Schablonen zu verwenden.

Bei den Schablonen wird zwischen sog. einlagigen Schablonen und zwei- oder mehrlagigen Schablonen unterschieden, wobei es sich bei den zwei- oder mehrlagigen Schablonen de facto um zwei oder mehr gesonderte Schablonen handelt, deren Muster sich ergänzen, insbesondere derart, daß die bei bestimmten Mustern vorgesehenen Stege oder Brücken, die z. B. bei einem "O" die mittlere Fläche in der Schablone halten, im fertigen Muster nicht mehr zu sehen sind.

Es hat sich nun gezeigt, daß vielen Anwendern sowohl die Anwendung der einlagigen als auch der mehrlagigen Schablonen Probleme bereitet.

Ein offensichtliches Problem bei mehrlagigen Schablonen, die zeitlich nacheinander angewendet werden, ist die Ausrichtung einer später angewendeten Schablone relativ zu dem mit Anwendung der ersten Schablone erstellten Muster. Dazu wird bislang so vorgegangen, daß auf der mittels der Schablone bearbeiteten bzw. zu bearbeitenden Oberfläche, also in der Regel auf einem Blatt aus Papier oder Pappe, die Position der ersten Schablone mit Bleistift angezeichnet wird und andere Schablonen später an dieser Markierung ausgerichtet werden. Dieses Vorgehen ist jedoch ungenau, denn es erlaubt stets nur ein ungefähres, auf der rein visuellen Abschätzung der Ausrichtung der zweiten und jeder weiteren Schablone relativ zu den angezeichneten Markierungen beruhendes Ausrichten. Zudem bleiben nach dem Entfernen der Bleistiftmarkierungen meist Radierspuren auf der Oberfläche sichtbar, zumal gerade die im Regelfall bearbeiteten Papiere und Pappen gegen mechanischen Abrieb empfindlich sind und beim Wegradieren der Markierungen leicht beschädigt werden.

Bei einlagigen Schabonen stellt die Ausrichtung der Schablone relativ zur Karte für viele Anwender ein Problem dar: die Vielzahl der Gestaltungsmöglichkeiten aufgrund der freien Wahl, wie eine Schablone relativ zu einer Karte angelegt wird, wird von vielen Anwendern nicht als Vorteil, sondern als Nachteil empfunden.

Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Aufbringen von Mustern und/oder Beschriftungen auf eine im wesentlichen plane Oberfläche eines Gegenstandes, insbesondere einer Post- oder Grußkarte, eines Einlegeblattes für Fotoalben, einer Urkunde oder dergleichen unter Verwendung von Schablonen anzugeben, welche eine exakte Ausrichtung jeder Schablone, mittels welcher ein Muster und/oder eine Beschriftung auf eine Oberfläche übertragen werden soll, zu der Oberfläche, auf die das Muster oder die Beschriftung übertragen werden soll, ermöglichen.

Die Aufgabe wird in vorrichtungsmäßiger Hinsicht gelöst von einer Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Die nebengeordneten Ansprüche betreffen einzelne Elemente der Vorrichtung und ein Verfahren, das die genannte Aufgabe löst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Vorrichtung und ihrer Elemente sind Gegenstand der jeweiligen Unteransprüche.

Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden rein beispielhaften und nicht-beschränkenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung. Es zeigen, jeweils in Draufsicht:

Fig. 1 einen Schablonenhalter zur Halterung einer Schablone und zur Aufnahme einer zu bearbeitenden Karte in einem ersten Kartenformat,

Fig. 2 eine Schablone zur Herstellung zweier unterschiedlicher Grundmuster, nämlich eines Grundmusters mit zwanzig und eines Grundmusters mit neun Herzmotiven und

Fig. 3 einen Adapter zum Anpassen des in Fig. 1 gezeigten Schablonenhalters an ein weiteres Kartenformat.

In der Fig. 1 ist ein in seiner Gesamtheit mit 10 bezeichneter Schablonenhalter zur Halterung einer Schablone, z. B. einer Schablone wie der in Fig. 2 gezeigten Schablone und zur Aufnahme eines Gegenstandes mit der zu bearbeitenden Oberfläche gezeigt. Dabei wird es sich bei dem Gegenstand mit der zu bearbeitenden Oberfläche in der Regel um eine Karte handeln.

Der Schablonenehalter 10 besteht bei diesem Ausführungsbeispiel aus einer Grund- oder Arbeitsplatte 12, in welche bei diesem Ausführungsbeispiel sieben Aufnahmeöffnungen 14 eingebracht sind, von denen in der Fig. 1 nur drei mit Bezugszeichen versehen wurden, da in den vier anderen Aufnahmeöffnungen kurze Haltestifte 16 eingesteckt sind, so daß diese vier Aufnahmeöffnungen in der Fig. 1 gezeigten Draufsicht ausgefüllt erscheinen.

Bei den Haltestiften 16 kann es sich z. B. um kurze Stücke eines zylindrischen Stabes oder um doppelt konische Regalbodenträger handeln, wie sie aus dem Möbelbaubereich bekannt sind. Diese rein beispielhaft genannten Formen von Haltestiften haben jeweils einen runden Querschnitt, so daß auch die Aufnahmeöffnungen 14 einen runden Querschnitt haben.

Es sei an dieser Stelle betont, daß die Aufnahmeöffnungen 14 natürlich auch beliebige andere Querschnittsformen haben können, z. B. dreieckige oder rechteckige. In diesen Fällen sollten dann natürlich zweckmäßigerweise auch die Haltestifte 16 entsprechende Querschnittsformen haben, so daß sie formschlüssig in den Aufnahmeöffnungen 14 gehaltert werden können.

Die Haltestifte 16 springen von dem Schablonenhalter 10 vor, so daß eine Schablone, die über entsprechende Lochungen verfügt, so auf den Schablonenhalter aufgelegt werden kann, daß sich die Schablone in einer exakt vorherbestimmbaren Position relativ zu dem Schablonenhalter befindet. Auf die genaue Arbeitsweise bei der Anwendung von Schablonenhalter und Schablone wird im folgenden noch eingegangen.

Der Schablonenhalter 12 kann aus beliebigen geeigneten Materialien hergestellt sein. Optisch ansprechende Schablonenhalter lassen sich aus harten Kunststoffen wie z. B. Acrylglas fertigen.

Die bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel vorgesehenen mehreren Aufnahmeöffnungen 14 für kurze Haltestifte zum Halten von Schablonen erlauben es, die Haltestifte 16 in unterschiedlichen Positionen auf dem Schablonenhalter einzustecken, womit zweierlei Funktionen erfüllt werden können:

Zum einen weisen Schablonen aus unterschiedlichen Ländern in der Regel unterschiedliche Lochungen auf, wobei diese Lochungen ursprünglich nicht zum Festlegen der Schablone auf einem Schablonenhalter, sondern vielmehr zum Archivieren der Schablone dienten. Die Erfindung kann also vorteilhaft von Lochungen Gebrauch machen, die sich ohnehin in den Schablonen befinden. Weisen die Schablonen keine Lochungen auf, können entsprechende Lochungen leicht eingebracht werden.

Schablonen aus deutscher Fertigung weisen in der Regel eine Doppel- oder Viererlochung auf mit einem Lochabstand von 8 cm. Demgegenüber weisen Schablonen aus den USA häufig eine Dreifachlochung auf. Durch entsprechende Anordnung der Aufnahmeöffnungen 14 auf dem Schablonenhalter 10 kann diesen unterschiedlichen Lochungen der Schablonen Rechnung getragen werden.

Dabei ist es selbstverständlich auch möglich, unterschiedlich geformte bzw. unterschiedlich dimensionierte Aufnahmeöffnungen vorzusehen, in welche dann entsprechend unterschiedlich geformte und/oder dimensionierte Haltestifte eingesteckt werden können, denn die Lochungen der Schablonen aus den USA weisen meist einen größeren Durchmesser auf als die z. B. in Deutschland üblichen Lochungen.

Zum anderen ermöglicht es eine entsprechende Anordnung der Aufnahmeöffnungen bei entsprechender sonstiger Ausgestaltung des Schablonenhalters eine Schablone in unterschiedlichen Positionen relativ zu einer zu bearbeitenden Oberfläche festzulegen, also z. B. hochkant und quer. Diese Funktionalität ist bei dem in Fig. 1 gezeigten Schablonenhalter nicht vorgesehen.

Es sei an dieser Stelle betont, daß die Haltestifte 16 natürlich auch fest mit dem Schablonenhalter verbunden und nicht in unterschieldliche Positionen versetzbar sein können. Auch kann es sich bei den Haltestiften um integrale Bestandteile des Schablonenhalters handeln, die direkt am Schablonenhalter angeformt sind.

Die Haltestifte 16 bilden Mittel zum Festlegen einer vorbestimmten Position einer Schablone relativ zu dem Schablonenhalter. Solche Mittel können aber auch in anderer Weise vorgesehen sein, z. B. durch entsprechende Anschläge für die Schablone.

Der Schablonenhalter 10 weist bei diesem Ausführungsbeispiel ferner eine erste Vertiefung 18 und eine zweite Vertiefung 20 auf. Dabei ist die erste Vertiefung 18 an die Größe der üblicherweise mit dem Schablonenhalter verwendeten Schablonen angepaßt, und zwar sowohl hinsichtlich ihrer Länge und Breite als auch hinsichtlich ihrer Tiefe, so daß eine eingelegte Schablone mit der Oberseite des Schablonenhalters vorteilhaft eine bündige Arbeitsfläche bildet, von der lediglich die Haltestifte 16 hervorragen.

Die umlaufenden Kanten der ersten Vertiefung 18 bilden einen Anschlag für die Kanten einer Schablone. Ist die Schablone vorteilhaft so bemessen, daß die Länge ihrer Außenkanten exakt der Länge der Innenkanten der Vertiefung 18 entsprechen, so kann die Schablone formschlüssig im Schablonenhalter gehaltert werden. Auch die Kanten der ersten Vertiefungen 18 bilden also Mittel zum Festlegen einer vorbestimmten Position einer Schablone relativ zu dem Schablonenhalter. Auf die Haltestifte 16 kann also bei diesem Ausführungsbeispiel theoretisch auch verzichtet werden.

Die Haltestifte gewährleisten jedoch, daß eine Schablone wie die in Fig. 2 gezeigte Schablone stets nur in bestimmten Positionen relativ zu dem Schablonenhalter aufgelegt werden kann, so daß also z. B. die in Fig. 2 gezeigte Schablone hier nur so aufgelegt werden kann, daß die Spitzen der Herzmotive in der Zeichnung nach unten weisen. Damit ist die Vorrichtung in der Anwendung praktisch "narrensicher".

Die zweite Vertiefung 20 ist in ihrer Breite, Höhe und Tiefe an die Größe der üblicherweise zu bearbeitenden Gegenstände angepaßt. Da es sich bei den zu bearbeitenden Gegenständen in der Regel um sogenannte Doppelkarten handeln wird, die aus einem einmal gefalteten Bogen festerem Papieres oder dünneren Kartons bestehen und in Deutschland im gefalteten Zustand häufig das Format DIN A5 aufweisen, wird bei einem für den deutschen Gebrauch ausgebildeten Schablonenhalter die Vertiefung 20 im Regelfall das Format DIN A4 aufweisen, so daß eine Karte im aufgeklappten Zustand in die Vertiefung 20 eingelegt werden kann. In anderen Ländern mit anderen landesüblichen Maßen von Karten wird die Vertiefung 20 entsprechend anders dimensioniert sein.

Grundsätzlich hat es sich als zweckmäßig erwiesen, die Vertiefung 20 so auszubilden, daß sie Karten, Einlegeblätter, Urkunden etc. im größten landestypischerweise verwendeten Format aufnehmen kann und dann einen oder mehrere Adapter vorzusehen, mittels welcher die Größe der Vertiefung an kleinere Formate angepaßt werden kann. Auf solche Adapter wird im nachfolgenden noch eingegangen.

Die Kanten der Vertiefung 20 bilden einen Anschlag für die Kanten des zu bearbeitenden Gegenstandes, so daß die Vertiefung 20 ein Mittel zum Festlegen einer vorbestimmten Position der zu bearbeitenden Oberfläche, also derjenigen Oberfläche eines Gegenstandes, auf die mittels der Schablone ein Muster und/oder eine Beschriftung aufgebracht werden soll, relativ zu dem Schablonenhalter darstellt. Da wie oben ausgeführt mittels der Haltestifte 16 oder ggf. bereits allein durch die Vertiefung 18 auch die Position einer Schablone relativ zu dem Schablonenhalter exakt festgelegt werden kann, erlaubt es der Schablonenhalter, die Position einer Schablone relativ zu der zu bearbeitenden Oberfläche exakt festzulegen.

Es sei an dieser Stelle betont, daß es sich bei der Vertiefung 20 natürlich auch um eine Ausnehmung handeln kann, so daß der Schablonenhalter lediglich einen Rahmen, nicht aber eine Auflagefläche für den zu bearbeitenden Gegenstand bildet. Dies ist ohne weiteres möglich, da mit Vorrichtungen der hier in Frage stehenden Art in der Regel ohnehin auf einer flachen Arbeitsplatte gearbeitet wird. Der zu bearbeitende Gegenstand, also z. B. die Postkarte, würde dann direkt auf eine solche Arbeitsplatte aufgelegt und vom rahmenartigen Schablonenhalter nur seitlich umfaßt.

Beide Ausgestaltungen haben ihre Vorteile. So ist ein als Rahmen ausgebildeter Schablonenhalter wesentlich leichter und aufgrund der Materialersparnis im Regelfall auch kostengünstiger als ein Schablonenhalter mit einer Auflagefläche für den zu bearbeitenden Gegenstand. Dagegen ist ein Schablonenhalter mit einer Auflagefläche für den zu bearbeitenden Gegenstand gegenüber einem bloßen Rahmen im Regelfall stabiler. Zudem kann bei einem offenen Rahmen insbesondere eine dünne Karte oder ein dünnes Blatt Papier leicht verrutschen, wenn der Rahmen nicht fest auf die Arbeitsplatte gepreßt wird. Auch schützt ein Schablonenhalter, bei dem der Boden der Vertiefung selbst eine Arbeitsplatte für den zu bearbeitenden Gegenstand bildet, einen Tisch oder dergleichen, auf dem der Schablonenhalter aufgelegt wird, vor Verschmutzungen und Beschädigungen beim Arbeiten mit der Vorrichtung.

Der Schablonenhalter 10 weist bei diesem Ausführungsbeispiel eine durchgehende Öffnung 22 auf, mittels welcher eine eingelegte Schablone und/oder ein eingelegter zu bearbeitender Gegenstand, also z. B. eine Karte, von der Rückseite des Schablonenhalters her nach vorne gedrückt werden können, so daß Schablone und/oder Gegenstand leicht aus dem Schablonenhalter entnommen werden können.

In der Fig. 2 ist eine in ihrer Gesamtheit mit 30 bezeichnete Schablone zum Aufbringen von Mustern z. B. auf Grußkarten gezeigt. Die Schablone 30 besteht aus einem Grundelement 32, das steif oder biegsam sein kann und je nach Art und Einsatzzweck der Schablone sowohl für den einmaligen Gebrauch als auch für den mehrfachen Gebrauch ausgebildet sein kann. Für den einmaligen Gebrauch kann eine solche Schablone aus Papier, Pappe oder Karton hergestellt sein. Im Regelfall wird die Schablone aus einer Kunststoffolie oder einer dünnen Kunststoffplatte hergestellt sein.

In das Grundelement 32 ist eine Anzahl von Lochungen 34 eingebracht, die in Größe, Zahl und Form an die Haltestifte 16 des Schablonenhalters 10 angepaßt sind. Ferner sind in das Grundelement 32 verschiedene Musterausnehmungen 36 und 38 eingebracht, von denen aus Gründen der Übersichtlichkeit nur einige mit Bezugszeichen versehen wurden. Es sei an dieser Stelle bemerkt, daß die Musterausnehmungen 36 und 38 nur zur Verdeutlichung in der Fig. 2 schwarz ausgefüllt wurden und daß es sich bei diesen Musterausnehmungen 36 und 38 tatsächlich um z. B. ausgestanzte oder z. B. mittels Laser ausgeschnittene Öffnungen in dem Grundelement 32 handelt.

Die Schablone 30 ist bei diesem Ausführungsbeispiel so ausgebildet, daß eine übliche Doppelkarte, deren Format im aufgeklappten Zustand durch die gestrichelte Linie 40 angedeutet ist, mit zwei unterschiedlichen Grundmustern versehen werden kann, von denen das eine aus zwanzig Herzmotiven, das andere aus neun Herzmotiven besteht.

Üblicherweise wird eine Doppelkarte nur auf der im gefalteten Zustand vorderen Seite mit einem solchen Grundmuster versehen. Auf den sogenannten Innenseiten der Karte wird dann ein Text eingetragen. Im aufgeklappten Zustand einer Doppelkarte, die im aufgeklappten Zustand das durch die gestrichelte Linie 40 angedeutete Format hat, befände sich die Vorderseite der Karte, wenn die gestrichelte Linie 40 die Karte andeutete, unter den in der Fig. 2 im linken Bereich angeordneten Musterausnehmungen 36.

Beim Bearbeiten einer entsprechend dimensionierten Doppelkarte kann so vorgegangen werden, daß die Karte im aufgeklappten Zustand in die Vertiefung 20 im Schablonenhalter 10 eingelegt wird, worauf die Schablone 30 in die Ausnehmung 18 des Schablonenhalters 10 eingelegt wird. Sodann wird z. B. mittels eines Pinsels oder eines Stiftes Farbe durch die Musterausnehmungen 36 auf die Vorderseite der Karte aufgebracht. So können zwanzig Herzmotive auf der Vorderseite der Karte erzeugt werden. Soll das andere auf der Schablone 30 vorgesehene Grundmuster mit den neun Herzmotiven auf die Vorderseite der Karte aufgebracht werden, bräuchte man die Schablone lediglich zu wenden, und zwar um eine in der Ebene der Zeichnung von oben nach unten verlaufende Achse.

In der Fig. 3 ist ein in seiner Gesamtheit mit 50 bezeichneter Adapter gezeigt, der dazu dient, die Vertiefung 20 im Schablonenhalter 10 an ein weiteres Format eines zu bearbeitenden Gegenstandes, also z. B. ein kleineres Papierformat, anzupassen.

Der Adapter 50 besteht bei diesem Ausführungsbeispiel aus einem umlaufenden Rahmen 52, der eine Aufnahmeöffnung 54 bildet. Der Rahmen 52 ist in seiner Breite, Höhe und Dicke an die Vertiefung 20 angepaßt.

Die Aufnahmeöffnung 54 entspricht dem Format, auf das die Vertiefung 20 im Schablonenhalter 10 verkleinert werden soll.

Es sei an dieser Stelle betont, daß an Stelle eines umlaufenden, geschlossenen Rahmens 52 je nach Art der gewünschten Verkleinerung der Vertiefung 20 auch anders ausgebildete Adapter vorgesehen werden können. Soll die Vertiefung 20 z. B. lediglich in ihrer Breite verkleinert werden, kann ein entsprechender Adapter aus einer flachen Leiste entsprechender Breite bestehen.

Eine Verkleinerung hinsichtlich Breite und Höhe läßt sich auch durch winkelförmige Adapter erzielen, bei denen dann die Vertiefung 20 im Schablonenhalter nur an einer Hoch- und einer Breitseite verkleinert wird. Rahmenartige Adapter wie der in Fig. 3 gezeigte, die die Vertiefung 20 umlaufend jeweils ein Stück verkleinern, erlauben es jedoch, die Aufnahmeöffnung 54 so zu plazieren, daß keine speziell angepaßten Schablonen verwendet werden müssen.

Würde ein winkelförmiger Adapter deart in die Vertiefung 20 des in Fig. 1 gezeigten Schablonenhalters eingelegt, daß er sich entlang der linken und der oberen Kante der Vertiefung 20 erstreckte, würde eine dann in die verbleibende Vertiefung eingelegte entsprechend dimensionierte Karte an den rechten und unteren Rand der Vertiefung 20 rücken. Würde dann eine Schablone wie die in Fig. 2 gezeigte Schablone 30 aufgelegt, befände sich z. B. das aus den Musterausnehmungen 36gebildete Grundmuster nicht mehr zentriert über der rechten Hälfte der Karte, die im zusammengeklappten Zustand dann die Vorderseite der Karte bildet.

Ein umlaufender Adapter wie der in Fig. 3 gezeigte erlaubt es dagegen, die zu bearbeitende Kartenfläche z. B. so zur Schablone auszurichten, daß sich die Mitte eines Grundmusters immer auch über der Mitte der zu bearbeitenden Kartenfläche befindet.

Die im gezeigten Beispiel rechteckige Aufnahmeöffnung 54 im Adapter kann selbstverständlich beliebige Formen haben, z. B. kreisrunde oder ovale. Auch kann statt einer durchgehenden Öffnung lediglich eine Vertiefung zur Aufnahme des zu bearbeitenden Gegenstandes in dem Adapter vorgesehen sein.

Im Rahmen des Erfindungsgedankens sind zahlreiche Abwandlungen und Weiterbildungen möglich, die sich z. B. auf die Halterung und Ausrichtung von Schablone und Schablonenhalter bzw. zu bearbeitendem Gegenstand und Schablonenhalter beziehen.

An dem Schablonenhalter können statt der gezeigten Vertiefung auch Vorsprünge gebildet sein, die dann entsprechende Anschläge für den zu bearbeitenden Gegenstand bilden. Ferner können statt der gezeigten Haltestifte z. B. Klemmvorrichtungen am Schablonenhalter zum Festklemmen einer Schablone und/oder eines zu bearbeitenden Gegenstandes vorgesehen sein.

Neben den Adaptern zum Anpassen des Schablonenhalters an unterschiedliche Formate der zu bearbeitenden Gegengestände können auch Adapter zum Anpassen des Schablonenhalters an unterschiedliche Schablonenformate vorgesehen werden.

Erfindungswesentlich ist jedenfalls der Grundgedanke, einen Schablonenhalter vorzusehen, mittels welchem eine Position von zu bearbeitendem Gegenstand und Schablone vorbestimmbar ist.

Dabei wird im übrigen darauf hingewiesen, daß die Anmeldung ein neues Geschäftsverfahren impliziert, nämlich ein Verfahren zum Erstellen "professioneller" Gruß- und Glückwunschkarten, Urkunden u. dgl. unter Verwendung bzw. Anwendung der Erfindung. Dieses Verfahren wird hiermit ausdrücklich als zur Erfindung gehörig bezeichnet und in denjenigen Ländern, deren nationales Recht dies gestattet, als schutzfähig beansprucht.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Aufbringen von Mustern und/oder Beschriftungen auf eine im wesentlichen plane Oberfläche eines Gegenstandes, insbesondere einer Post- oder Grußkarte, eines Einlegeblattes für Fotoalben, einer Urkunde oder dergleichen, unter Verwendung wenigstens einer Schablone umfassend

    wenigstens eine Schablone (30) und

    einen Schablonenhalter (10),

    wobei der Schablonenhalter

    über Mittel (16, 18) zum Festlegen einer vorbestimmten Position der wenigstens einen Schablone relativ zu dem Schablonenhalter und

    über Mittel (20) zum Festlegen einer vorbestimmten Position der Oberfläche, auf die mittels der Schablone ein Muster und/oder eine Beschriftung aufgebracht werden soll, relativ zu dem Schablonenhalter

    verfügt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Adapter (50) zum Anpassen der Mittel (20) zum Festlegen einer vorbestimmten Position der Oberfläche, auf die mittels der Schablone ein Muster und/oder eine Beschriftung aufgebracht werden soll, relativ zu dem Schablonenhalter (10) an eine bestimmte Größe von Gegenständen, insbesondere an ein Standard-Papierformat, vorgesehen ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Festlegen einer vorbestimmten Position der wenigstens einen Schablone relativ zu dem Schablonenhalter von dem Schablonenhalter vorspringende Elemente, insbesondere in Form kurzer Haltestifte (16), umfassen, die mit entsprechenden Lochungen (34) in den Schablonen kooperieren können.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Festlegen einer vorbestimmten Position der Oberfläche, auf die mittels der Schablone ein Muster und/oder eine Beschriftung aufgebracht werden soll, relativ zu dem Schablonenhalter eine Ausnehmung oder eine Vertiefung (20) in dem Schablonenhalter (10) umfassen.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schablonenhalter (10) eine Vertiefung (18) derart aufweist, daß eine eingelegte Schablone (30) eine im wesentlichen bündige Oberfläche mit der Oberfläche des Schablonenhalters bildet.
  6. 6. Schablonenhalter (10) für eine Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel (16) zum Festlegen einer vorbestimmten Position einer Schablone (30) relativ zu dem Schablonenhalter und Mittel (30) zum Festlegen einer vorbestimmten Position der Oberfläche, auf die mittels der Schablone ein Muster und/oder eine Beschriftung aufgebracht werden soll, relativ zu dem Schablonenhalter vorgesehen sind.
  7. 7. Schablonenhalter (10) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Festlegen einer vorbestimmten Position einer Schablone relativ zu dem Schablonenhalter von dem Schablonenhalter vorspringende Elemente, insbesondere kurze Haltestifte (16), umfassen.
  8. 8. Schablonenhalter (10) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die von dem Schablonenhalter vorspringenden Elemente (16) in verschiedenen Positionen auf dem Schablonenhalter anordbar sind.
  9. 9. Schablonenhalter (10) nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Festlegen einer vorbestimmten Position der Oberfläche, auf die mittels einer Schablone ein Muster und/oder eine Beschriftung aufgebracht werden soll, relativ zu dem Schablonenhalter eine Ausnehmung oder Vertiefung (20) in dem Schablonenhalter umfassen.
  10. 10. Schablone (30) für eine Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel (34) zum Festlegen der Schablone in einer Relativposition relativ zu einem Schablonenhalter vorgesehen sind.
  11. 11. Schablone (30) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Festlegen der Schablone in einer Relativposition relativ zu einem Schablonenhalter Lochungen (34) in der Schablone umfassen, die zu von dem Schablonenhalter vorspringenden Elementen (16) zumindest partiell komplementär ausgebildet sind.
  12. 12. Adapter (50) für eine Vorrichtung nach einem der Ansprüch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Adapter zum Anpassen der Mittel (20) zum Festlegen einer vorbestimmten Position der Oberfläche, auf die mittels der Schablone ein Muster und/oder eine Beschriftung aufgebracht werden soll, relativ zu dem Schablonenhalter (10) an eine bestimmte Größe von Gegenständen, insbesondere an ein Standard-Papierformat, ausgebildet ist.
  13. 13. Adapter (50) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Adapter in Form einer Leiste, eines Winkels, eines einseitig offenen U-förmigen Rahmens oder eines umlaufenden Rahmens (52) ausgebildet ist.
  14. 14. Adapter nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Adapter in Form einer Platte mit einer Aufnahme für den Gegenstand mit der zu bearbeitenden Oberfläche ausgebildet ist.
  15. 15. Verfahren zum Aufbringen von Mustern und/oder Beschriftungen auf eine im wesentlichen plane Oberfläche eines Gegenstandes, insbesondere einer Post- oder Grußkarte, eines Einlegeblattes für Fotoalben, einer Urkunde oder dergleichen unter Verwendung wenigstens einer Schablone und eines Schablonenhalters, wobei der Schablonenhalter über Mittel zum Festlegen einer vorbestimmten Position der wenigstens einen Schablone relativ zu dem Schablonenhalter und über Mittel zum Festlegen der einer vorbestimmten Position der Oberfläche, auf die mittels der Schablone ein Muster und/oder eine Beschriftung aufgebracht werden soll, relativ zu dem Schablonenhalter verfügt, mit den Schritten:
    1. - Einlegen des Gegenstandes mit der zu bearbeitenden Oberfläche in den Schablonenhalter in einer vorbestimmten Position relativ zu dem Schablonenhalter,
    2. - Auflegen einer Schablone auf den Schablonenhalter und die zu bearbeitende Oberfläche in einer vorbestimmten Position relativ zu dem Schablonenhalter,
    3. - Aufbringen des Musters.






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