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Dokumentenidentifikation DE69623561T2 07.08.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0771635
Titel Einrichtung zur Verabreichung von geschmolzenen thermoplastischen Materialien mit Schmelzeverteilerblockhalterung
Anmelder Nordson Corp., Westlake, Ohio, US
Erfinder Brusko, Paul S., Flowery Branch, Georgia 30542, US;
Siddiqui, Shahid A., Roswell, Georgia 30076, US;
Cucuzza, Carl C., Loganville, Georgia 30249, US
Vertreter Eisenführ, Speiser & Partner, 28195 Bremen
DE-Aktenzeichen 69623561
Vertragsstaaten CH, DE, IT, LI
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 09.10.1996
EP-Aktenzeichen 961161411
EP-Offenlegungsdatum 07.05.1997
EP date of grant 11.09.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.08.2003
IPC-Hauptklasse B29B 13/02
IPC-Nebenklasse B05C 5/00   

Beschreibung[de]
Anwendungsgebiet der Erfindung

Diese Erfindung betrifft ein System einschließlich einer Vorrichtung zum Schmelzen fester thermoplastischer Materialien, eines Vorratsbehälters, einer unterhalb des Vorratsbehälters gehaltenen Verteileranordnung zum Aufnehmen von schmelzflüssigem thermoplastischen Material aus dem Vorratsbehälter und einer Pumpe zum Zuführen des schmelzflüssigen thermoplastischen Materiales aus der Verteileranordnung zu einer Ausgabeeinrichtung. Solch ein System ist z. B. aus dem US-A-3,876,105 bekannt.

Beschreibung des Standes Technik

Thermoplastische Materialien oder sogenannte "Heiß-Schmelz"-Materialien werden seit vielen Jahren für verschiedene Zwecke verwendet, so auch als Kleber bei der Herstellung von Produkten, wie z. B. Wegwerfwindeln, und bei der Herstellung von Verpackungen. In der Vergangenheit wurde das thermoplastische Material in einem Behälter mit beheizten Wänden von einem festen Zustand in einen Schmelzzustand umgewandelt. Das schmelzflüssige Material wurde in ausreichendem Volumen im Behälter im schmelzflüssigen Zustand gehalten, um ein oder mehrere Applikationsgeräte oder Auftragsvorrichtungen zu versorgen. Wenn die Aufgabe oder Anwendung ein größeres Volumen an Heiß-Schmelz-Material erforderte, musste ein sehr großes Volumen des Materiales in dem geschmolzenen oder schmelzflüssigen Zustand gehalten werden, was eine lange Aufwärm- oder Anlaufzeit für die Vorrichtung und außerdem erforderte, mindestens einen Teil des schmelzflüssigen Materials für längere Zeit der Erwärmung und/oder Sauerstoff auszusetzen.

Um diese Probleme zu vermeiden, wurden sogenannte Heiß-Schmelz- Zuführungssysteme vom Gittertyp entwickelt, in denen das feste thermoplastische Material in einem Beschickungstrichter gespeichert und auf der Oberseite eines beheizten, am Boden des Beschickungstrichters angeordneten Gitters geschmolzen wurde. Das schmelzflüssige Material passierte dann die Löcher in dem Gitter in einen relativ kleinen Zwischenspeicher, aus dem das schmelzflüssige Material mittels einer Pumpe unterhalb des Speichers zu einer Ausgabeeinrichiung geführt wurde. Zuführungssysteme vom Gittertyp können thermoplastisches Material mit einer relativ hohen Geschwindigkeit schmelzen und zuführen, und das schmelzflüssige Material wird nicht für längere Zeiträume in einem schmelzflüssigen Zustand gehalten, so dass es verkohlt, oxidiert oder auf andere Weise verschlechtert wird. Ein typisches Heiß-Schmelz-Zuführungssystem vom Gittertyp ist in dem US-Patent Nr. 3,946,645 offenbart.

Normalerweise ist ein Zuführungsverteiler entweder als Teil des den Speicher bildenden Körpers oder Blockes oder als separater, unterhalb des Speicherblockes angeordneter Block vorgesehen. Das schmelzflüssige thermoplastische Material fließt aus dem Speicher durch Kanäle im Verteiler zu einer Pumpe, die in dem Verteilerblock angeordnet sein kann. Das schmelzflüssige Material wird mittels der Pumpe durch mit dem Verteiler verbundene Zuführungsleitungen vom Zuführungsverteiler zu einer Auftragsvorrichtung geführt. Der Verteilerblock muss wie die anderen Teile des Zuführungssystems beheizt sein, um das schmelzflüssige thermoplastische Material während des Zuführungsprozesses auf der gewünschten Temperatur zu halten, und dieses erfordert, dass Heizpatronen im Verteiler angeordnet sind oder dass der Verteiler eingegossene Heizelemente besitzt. Wenn die eingegossenen Heizelemente ausfallen, muss der gesamte Verteilerblock ersetzt werden.

Die Kanäle in dem Verteiler können auch verstopfen oder Elemente des Verteilerblockes können repariert werden müssen, so dass der Verteiler auswechselbar sein sollte, und, falls notwendig, repariert oder ersetzt werden kann. Der Ausbau des Verteilerblockes ist jedoch kompliziert, weil der Verteiler mit dem Speicherblock einen dichtenden Eingriff bilden muss.

Zusammenfassung der Erfindung

Erfindungsgemäß ist ein einziger Sattel oder Geschirr zum Befestigen und Tragen der Verteileranordnung vorgesehen. Das Geschirr trägt die Verteileranordnung in der gewünschten Position und in dichtendem Eingriff mit der Speicheranordnung. Das Geschirr erlaubt außerdem das leichte Ausbauen der Verteileranordnung aus dem System zur Reparatur und zum Austausch.

Das erfindungsgemäße Geschirr umfasst eine, Schraubspindelanordnung, die das leichte Anheben oder Absenken der Verteileranordnung innerhalb des Geschirrs erlaubt. Die Schraubspindelanordnung hebt die Verteileranordnung an, um sie in dichtenden Eingriff mit der Speicheranordnung zu bringen. Die Schraubspindelanordnung erlaubt auch das Absenken der Verteileranordnung aus ihrem Eingriff mit der Speicheranordnung, so dass die Verteileranordnung zur Reparatur oder zum Austausch leicht entfernt werden kann.

Um die Verteileranordnung auszubauen, wird die Schraubspindelanordnung zum Absenken der Verteileranordnung eingekuppelt und die Verteileranordnung wird vorwärts aus dem Geschirr herausgezogen. Um die Verteileranordnung auszutauschen, kann die Verteileranordnung von der Vorderseite des Systems in das Geschirr geschoben werden und innerhalb des Geschirrs angehoben werden, bis sie mit dem Speicherblock in dichtendem Eingriff ist. Um das Verschieben des Verteilerblockes innerhalb des Geschirrs zu erleichtern, ist das Geschirr am Boden des Geschirrs entlang mit Schienen ausgestattet, die in entsprechende Schlitze im Boden der Verteileranordnung eingreifen.

Das Anheben und Absenken des Verteilerblockes innerhalb des Geschirrs wird vorzugsweise mit einer Schraubspindelanordnung ausgeführt. Die Schraubspindelanordnung umfasst eine am Boden des Geschirrs befestigte Schraubspindel, die in einen Drucklagereinsatz in der Verteileranordnung eingreift. Durch das Eingreifen und Drehen der Schraubspindelanordnung kann die Verteileranordnung schnell und leicht platziert werden. Das Geschirr trägt somit nicht nur das Gewicht der Verteileranordnung, sondern positioniert auch die Verteileranordnung in Bezug auf den Speicherblock, so dass die Verteileranordnung in das Geschirr eingesetzt und genau und leicht in dichtenden Eingriff mit dem Speicherblock angehoben werden kann.

Erfindungsgemäß kann der Verteilerblock durch die Anwendung einer separaten Heizplatte beheizt werden, die lösbar am Boden des Verteilerblockes befestigt ist. Die am Boden des Verteilerblockes befestigte Heizplatte stellt einen Eingriff für die Schraubspindelanordnung zur Verfügung, wenn die Verteileranordnung angehoben oder abgesenkt wird. Außerdem kann die Heizplatte ein eingegossenes Heizelement besitzen, dass die notwendige Wärme für den Verteilerblock zur Verfügung stellt, um das schmelzflüssige thermoplastische Material auf der Solltemperatur zu halten. Da die gesamte Heizfunktion für den Verteilerblock in der separaten, lösbaren Heizplatte enthalten sein kann, kann die Heizplatte ersetzt werden, wenn es notwendig ist, falls die Heizelemente ausfallen, und es ist nicht notwendig, den gesamten Verteilerblock zu ersetzen oder zu reparieren, um ein nicht funktionierendes Heizelement zu befestigen.

Diese und andere Vorteile werden durch die vorliegende Erfindung eines Systems zum Zuführen von schmelzflüssigem thermoplastischen Material zu einer Ausgabeeinrichtung zur Verfügung gestellt.

Das System umfasst einen Speicher und eine unterhalb des Speichers gehaltene Verteileranordnung zum Aufnehmen von schmelzflüssigem thermoplastischen Material aus dem Speicher. Zum Bewegen der Verteileranordnung in Bezug auf den Speicher zwischen einer ersten Position in Eingriff mit dem Speicher und einer zweiten Position im Nichteingriff mit dem Speicher ist ein Hubmechanismus vorgesehen. Das System umfasst des weiteren eine Pumpe zum Zuführen des schmelzflüssigen thermoplastischen Materiales aus der Verteileranordnung zu der Ausgabeeinrichtung, wenn die Verteileranordnung in der ersten Position ist.

Vorzugsweise ist ein mit dem Speicher verbundener Träger zum Halten und Positionieren der Verteileranordnung unterhalb des Speichers vorgesehen. Der Träger umfasst ein Geschirr und die Verteileranordnung kann sich in dem Geschirr horizontal bewegen, wenn sie in der zweiten Position ist. Vorzugsweise umfasst die Verteileranordnung einen zur Verbindung mit der Pumpe angepassten Verteilerblock und eine lösbar an dem Verteilerblock befestigte Heizplatte.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Fig. 1 ist eine perspektivische Vorderansicht des erfindungsgemäßen Thermoplastzuführungssystems mit weggelassener Trägerkonstruktion.

Fig. 2 ist eine auseinandergezogene perspektivische Vorderansicht des Thermoplastzuführungssystems aus Fig. 1.

Fig. 3 ist eine andere auseinandergezogene perspektivische Ansicht des Thermoplastzuführungssystems aus den Fig. 1 und 2, von der Rückseite des Systems aus gesehen, einschließlich der Trägerkonstruktion, jedoch mit entfernter Antriebsanordnung.

Fig. 4 ist eine Vorderansicht eines Teiles des Thermoplastzuführungssystems aus den Fig. 1-3, die die in dem Traggeschirr befestigte Verteileranordnung zeigt.

Fig. 5 ist eine perspektivische auseinandergezogene Ansicht der Verteileranordnung und des Traggeschirrs aus Fig. 4.

Fig. 6 ist eine detaillierte perspektivische Ansicht des Traggeschirrs aus Fig. 5.

Fig. 7 ist eine seitliche Schnittansicht der am Boden des Traggeschirrs aus Fig. 6 angeordneten Schraubspindelanordnung.

Fig. 8 ist eine detaillierte perspektivische Ansicht der Heizplatte aus Fig. 5.

Fig. 9 ist eine seitliche Schnittansicht der Heizplatte entlang der Linie 9-9 der Fig. 8.

Fig. 10 ist eine Unteransicht der Heizplatte aus Fig. 8.

Ausführliche Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform

Insbesondere unter Bezugnahme auf die Zeichnungen und zu Beginn auf die Fig. 1 und 2 ist dort das erfindungsgemäße Zuführungssystem 10 für das thermoplastische Material gezeigt. Das System wird für verschiedene Zwecke verwendet, wie zum Auftragen von Schmelzkleber in einer Fertigungsstraße für spezifische Produkte, wie z. B. Wegwerfwindeln. Eine Fertigungsstraße für Wegwerfwindeln kann z. B. eine Station zum Auftragen von Kleber auf das linke und rechte Beingummiband, auf die Taillengummibandbefestigung und auf das Aufschlaggummiband umfassen. Das Zuführungssystem 10 ist mit Hilfe von erwärmten Zuführungsschläuchen mit an der Fertigungsstrasse angeordneten Ausgabeeinrichtungen oder Applikatoren verbunden. Zum Aufbringen des Materiales können verschiedene Arten von Ausgabeeinrichtungen oder Applikatoren in der Fertigungsstrasse vorhanden sein, diese Ausgabeeinrichtungen sind jedoch nicht Teil dieser Erfindung. Das Zuführungssystem 10 wird verwendet, um das feste thermoplastische Material zu erhitzen und das schmelzflüssige Material durch eine unterschiedliche Anzahl von Zuführungsschläuchen zu den Ausgabeeinrichtungen zuzuführen.

Das System 10 umfasst eine Beschickungsbehälteranordnung 11 zum Aufnehmen und Speichern einer Lieferung von festem thermoplastischen Material. Die Beschickungsbehälteranordnung 11 umfasst einen oder mehrere Beschickungsbehältereinheiten 12. Die Oberseite der Beschickungsbehälteranordnung 11 ist offen, so dass festes thermoplastisches Material in der Beschickungsbehälteranordnung angeordnet werden kann. Der Boden der Beschickungsbehälteranordnung 11 ist auch offen, so dass ein Auslass vorgesehen wird, und ein Heizgitter 13 ist innerhalb des Auslasses der Beschickungsbehälteranordnung befestigt. Das Heizgitter 13 wird verwendet, um das feste thermoplastische Material im Beschickungsbehälter zu schmelzen. Obwohl das Gitter 13 nicht die Form eines Gitters in der herkömmlichen Definition des Begriffes hat, weil es die Form eines pyramidenförmigen Gussblockes besitzt, ersetzt es die in den bekannten Systemen verwendeten Heizgitter, so dass es ein "Gitter" genannt wird. Die Beschickungsbehälteranordnung 11 wird auf einer unterhalb der Beschickungsbehälteranordnung 11 angeordneten Speicheranordnung 14 mit einem dazwischen befestigten Keramikisolator 15 getragen. Die Speicheranordnung umfasst einen Block 16, dessen Oberfläche einen Speicher 17 bildet, der eine Lieferung von schmelzflüssigem Material aus der Beschickungsbehälteranordnung 11 aufnimmt. Innerhalb des Speicherblockes 16 ist ein Paar Kanäle, durch die der schmelzflüssige Thermoplast aus dem Beschickungsbehälter zu einem Paar unterhalb des Speicherblockes angeordneter Verteileranordnungen 18 fließt (in den Fig. 1 und 2 ist nur eine der Verteileranordnungen gezeigt). Jede Verteileranordnung 18 umfasst einen Verteilerblock 19. Der Verteilerblock 19 kann eine interne Heizeinrichtung umfassen oder kann mit Hilfe einer separat befestigten Heizplatte 20 erwärmt werden. Die Speicheranordnung 14 umfasst ein Paar Durchflussabsperrventile 21, die in dem Speicherblock 16 angeordnet sind, wobei jedes von ihnen den Durchfluss des schmelzflüssigen Materiales durch einen der Kanäle zu einer der Verteileranordnungen absperren kann. Jedes Durchflussabsperrventil 21 umfasst auch ein Filter oder Schutzschirm, um zu verhindern, dass teilchenförmige Fremdstoffe die Pumpe erreichen. Die Verteileranordnungen. 18 sind in ein Verteilergeschirr oder -sattel 22 eingesetzt, der vom Boden des Speicherblockes 16 herabhängt. Die Verteileranordnung ist in das Geschirr eingesetzt und wird mit Hilfe einer Schraubspindelanordnung am Speicherblock festgehalten. Eine Pumpe 23 ist zum Einsetzen in jede Verteilereinrichtung 18 angepasst. Jede, Pumpe 23 ist mit einer Antriebsanordnung 24 verbunden, und die Pumpe und die Antriebsanordnung sind in einem horizontal beweglichen Schlitten 25 angeordnet, der sich auf einem Schlittenträger 26 bewegt. Jede Verteileranordnung 18 umfasst einen Anschluss für einen oder mehreren Zuführungsschläuche (nicht gezeigt). Das schmelzflüssige thermoplastische Material wird aus der Speicheranordnung 18 durch die Zuführungsschläuche zu Ausgabeköpfen gepumpt.

Die Trägerkonstruktion für das Zuführungssystem 10 ist in den Fig. 1 und 2 aus Gründen, der Klarheit nicht gezeigt, ist jedoch in Fig. 3 dargestellt. Wie in Fig. 3 gezeigt ist, wird das Zuführungssystem 10 auf einer Grundplatte 30 getragen, auf der ein aufrecht stehender Rahmen 31 befestigt ist. Der Schlittenträger 26 ist auch auf der Grundplatte 30 befestigt. Der Speicherblock 16 wird an dem Rahmen 31 mit Hilfe einer Vielzahl von dazwischen befestigten Trenneinsätze 32 getragen.

Obwohl zwei Durchflussabsperrventile, zwei Verteileranordnungen und zwei Pumpen und Antriebsanordnungen gezeigt und beschrieben sind, soll dieses eine typische Konfiguration des Systems zeigen und es sollte verständlich sein, dass ein oder mehrere jedes dieser Elemente verwendet werden könnte.

Sofern hierin benutzt, soll die "Vorderseite" des Systems 10 und seiner Komponenten als die Seite des Systems betrachtet werden, die sich im den Fig. 1 und 2 nach vorne und nach rechts erstreckt, die auch die Seite ist, an der die Absperrventile 21 befestigt sind. Die "Rückseite" des Systems 10 und seiner Komponenten ist als die gegenüberliegende Seite zu betrachten, d. h., die Seite, die sich in Fig. 1 und 2 nach hinten und nach links erstreckt, die auch die Seite ist, von der sich die Antriebsanordnung 24 erstreckt.

Bezugnehmend auf die Fig. 4 und 5 ist zu sehen, dass die Verteileranordnung 18 auf dem Verteilersattel oder -geschirr 22 befestigt ist, das wiederum vom Boden des Speicherblockes 16 herabhängt. Das Verteilergeschirr 22, das in Fig. 6 ausführlicher gezeigt ist, umfasst einen Gussrahmen mit Seitenteilen 37 und einem Bodenteil 38. Der Rahmen hat ein offenes vorderes Ende zum Einsatz der Verteileranordnung 18. Die oberen Seitenteile 37 haben sich nach innen erstreckende Flansche 40 zur Befestigung am Boden des Speicherblockes 16. Auf dem Bodenteil 38 ist ein Paar Schienen 39 ausgebildet, die sich parallel zu den Seitenteilen 37 erstrecken, um das Gleiten der Verteileranordnung 18 in das Geschirr 22 zu unterstützen und die Verteileranordnung auszurichten, wenn sie im Geschirr eingesetzt ist. Wie unten erläutert wird, ist die Verteileranordnung 18 mit entsprechenden Schlitzen in ihrer Bodenfläche versehen, in die die Schienen 39 passen. Die Schlitze in der Verteileranordnung erstrecken sich nicht über die gesamte Länge zur Vorderseite der Verteileranordnung, und die entsprechenden. Schienen 39 im Geschirr enden auch, bevor sie die Vorderseite erreichen, so dass die Gleitbewegung der Verteileranordnung 18 gestoppt wird, wenn die Schienen das Ende der Schlitze erreichen.

In der Mitte des Bodenteiles 38 ist eine Schraubspindelanordnung 45 vorgesehen. Die Schraubspindelanordnung 45 ist detailliert in Fig. 7 gezeigt. Die Schraubspindelanordnung 45 umfasst einen Gewindeeinsatz 46, der in einer entsprechenden Öffnung im unteren Rahmenteil 38 angeordnet ist. Aufwärts in, die Öffnung ist eine Schraubspindel 47 geschraubt, und ein konkaves Drucklagerelement 48 ist an der Schraubspindel 47 mit Hilfe einer Schraube 49 befestigt. An der Schraube 49 zwischen dem Drucklagerelement 48 und der Schraubspindel 47 sind mehrere Federscheiben 50 angeordnet.

Um das Befestigen des Geschirrs am Boden des Speicherblockes 16 zu unterstützen, hat das Geschirr 22 ein Paar Fixierstifte 55 (Fig. 6), die sich von den oberen Flanschen 40 der Seitenteile 37 vertikal nach unten erstrecken und einen lösbaren Stift 56, der sich von der Rückseite eines der Seitenteile 37 horizontal nach innen erstreckt. Beide Seitenteile 37 haben Öffnungen zum Befestigen der sich horizontal erstreckenden Stifte 56, so dass das Geschirr 22 symmetrisch ist und entweder auf der linken oder rechten Seite des Speicherblockes verwendet werden kann. Es muss jedoch nur ein sich horizontal erstreckender Stift 56 vorgesehen werden, und dieser Stift würde auf dem Seitenteil 37 angeordnet werden, das auf der Außenseite des Systems liegt.

Wie in Fig. 5 angezeigt ist, kann die Verteileranordnung 18 aus dem Verteilerblock 19 und der Verteilerheizplatte 20 bestehen. Obwohl der Verteilerblock selbst mit internen Heizmitteln versehen sein kann, entweder durch die Anwendung von eingegossenen Heizelementen oder durch die Anwendung von in den Verteilerblock eingesetzten Heizpatronen, bietet die Anwendung einer separaten Verteilerheizplatte Vorteile, weil sie die Aufnahme des Heizelementes in einem separatem Element erlaubt, das, wenn es notwendig ist, falls das Heizelement ausfällt, ausgebaut und ersetzt werden kann.

Die Verteilerheizplatte 20 ist ausführlicher in Fig. 8 gezeigt. Die Platte 20 ist im allgemeinen rechteckig und ist aus einem Guss aus geeignetem Material hergestellt, wie z. B. Aluminium, dass eine gute Wärmeleitfähigkeit besitzt. In die Platte 20 ist ein elektrisches Induktionsheizelement 61 mit Anschlussklemmen 62 und 63 eingegossen, die sich vom hinteren Ende der Platte zum Anschluss an ein geeignetes Elektrokabel (nicht gezeigt), das zu einer Steuerung führt, erstrecken. Die Platte 20 hat außerdem eine Öffnung 66 an ihrem hinteren Ende zum Einsatz eines geeigneten Temperaturfühlers, wie z. B. ein RTD oder ein Thermoelement. Koaxial mit einer Ableitung in dem Ver teilerblock 19 ist eine Abflussöffnung 64 in der Platte vorgesehen. Die Verteilerheizplatte 20 ist mit Hilfe mehrerer Schrauben 65 an dem Verteilerblock 19 befestigt.

Die untere Fläche der Verteilerheizplatte 20 umfasst ein Paar Schlitze 70 (Fig. 10), die Jeweils so angepasst sind, dass sie in eine der entsprechenden Schienen 39 in dem Verteilergeschirr passen. Jeder Schlitz 70 erstreckt sich zum hinteren Ende der Platte, erstreckt sich jedoch nicht zum vorderen Ende der Platte, um das Positionieren der Verteileranordnung 18 im Geschirr 22 zu erlauben.

Die Unterseite der Platte 20 hat auch ein Drucklagereingriffelement 71 (Fig. 9), das in der Mitte der Platte eingesetzt ist. Das Drucklagereingriffelement 71 ist aus einem Material hergestellt, dass härter als das Aluminium der Gussplatte 20 ist und eine harte Fläche für den Eingriff mit der Schraubspindelanordnung 45 zur Verfügung stellt. Vorzugsweise hat das Drucklagereingriffelement 71 eine konkave untere Fläche, die mit der konvexen Oberfläche des Drücklagerelementes 48 der Schraubspindelanordnung zusammenpasst, um einen festen Eingriff der Schraubspindelanordnung mit der Verteileranordnung vorzusehen und das Positionieren der Verteileranordnung in Bezug auf das Geschirr zu unterstützen. Wie insbesondere in Fig. 10 gezeigt ist, ist das eingegossene Heizelement 61 innerhalb der Heizplatte so angeordnet, dass es sich um das Drucklagereingriffelement 71 windet und sich nicht mit der Stelle des Drucklagereingriffelementes in der Mitte der Platte überlagert.

Im Gebrauch ist die Verteileranordnung 18 im Geschirr 22 durch die offene Vorderseite des Rahmens eingesetzt, wie es in Fig. 5 gezeigt ist, wobei die Schlitze im Boden der Verteileranordnung in die Schienen 39 auf dem unteren Rahmenteil 38 eingreifen. Die Verteileranordnung 18 gleitet in das Geschirr 22, bis das Ende der Schlitze mit dem Ende der Schienen 39 ineinander greift, jede weitere Bewegung stoppend. An diesem Punkt benutzt der Anwender einen Schraubenschlüssel oder eine andere Einrichtung zum Drehen der Schraubspindel 47 und verwendet die Schraubspindelanordnung 45 zum Aufwärtsbewegen der Verteileranordnung 18 innerhalb des Geschirrs 22, bis die Oberseite der Verteileranordnung mit dem Boden des Speicherblockes 16 ineinander greift. Die Verteileranordnung 18 ist in dichtendem Eingriff mit dem Speicherblock 16 positioniert, wenn die Schraubspindel 47 den tiefsten Punkt erreicht. Die Federscheiben 50 stellen eine Fertigungstoleranz zur Verfügung, um zu sichern, dass die Verteileranordnung am Speicherblock angeordnet ist, wenn die Schraubspindel aus dem Boden ragt. Nachdem die Verteileranordnung 18 vollständig an den Speicherblock 16 angehoben ist, dient das weitere Drehen der Schraubspindel 47 nur dem Zusammendrücken der Federscheiben 50. Somit trägt das Geschirr 22 nicht nur das Gewicht der Verteileranordnung 18, sondern das Geschirr positioniert auch die Verteileranordnung in Bezug auf den Speicherblock 16, so dass die Verteileranordnung in das Geschirr eingesetzt und genau und leicht in dichtenden Eingriff mit dem Speicherblock angehoben werden kann.

Es wird bevorzugt, dass die Schraubspindel mit einem Sechskantkopf zum Eingriff mit einem Schraubenschlüssel versehen ist. Alternativ könnte die Schraubspindel andere Formen haben und auf andere Weise in Eingriff kommen, wie z. B. einem Hebel, der manuell bedient werden könnte. Der Sechskantkopf wird bevorzugt, weil er ein zufälliges Lösen der Schraubspindel verhindert, das zum Herabfallen der Verteileranordnung im Geschirr und Verlust der Dichtung zwischen der Verteileranordnung und dem Speicherblock und dem Austreten von schmelzflüssigem thermoplastischen Material führen würde.

Den Fachleuten auf dem Gebiet werden andere Veränderungen und Modifikationen der hierin gezeigten und beschriebenen Ausführungsformen offensichtlich sein. Obwohl die Erfindung in Bezug auf besondere Ausführungsformen derselben gezeigt und beschrieben wurde, dienen diese mehr Zwecken der Illustration als Beschränkung. Demzufolge ist das Patent nicht im Umfang und Wirkung auf die hierin gezeigten und beschriebenen Ausführungsformen noch in irgendeiner anderen Weise zu beschränken, die widersprüchlich zu dem Ausmaß ist, zu dem der Fortschritt in der Technik durch die Erfindung geführt hat.


Anspruch[de]

1. System, umfassend

eine Vorrichtung zum, Schmelzen von festem thermoplastischen Material (13),

einen Speicher (14),

eine unterhalb des Speichers getragene Verteileranordnung (12) zum Aufnehmen von schmelzflüssigem thermoplastischen Material aus dem Speicher, und

eine Pumpe (23) zum Zuführen des schmelzflüssigen thermoplastischen Materiales aus der Verteileranordnung zu einer Ausgabeeinrichtung,

wobei das System dadurch gekennzeichnet ist, dass

ein Hubmechanismus (45) zum Bewegen der Verteileranordnung (12) in Bezug auf den Speicher (14) zwischen einer ersten Position im Eingriff mit dem Speicher und einer zweiten Position getrennt vom Speicher vorgesehen ist, und dass

die Pumpe (23) so angepasst ist, dass sie der Ausgabeeinrichtung das Material zuführt, wenn die Verteileranordnung in der ersten Position ist.

2. System zum Zuführen von schmelzflüssigem thermoplastischen Material gemäß Anspruch 1, des weiteren umfassend einen mit dem Speicher verbundenen Träger (22) zum Halten und Positionieren der Verteileranordnung unterhalb des Speichers.

3. System zum Zuführen von schmelzflüssigem thermoplastischen Material gemäß Anspruch 2, bei dem der Träger aus einem Geschirr besteht und die Verteileranordnung eine horizontale Bewegung in dem Geschirr ausführen kann, wenn sie in der zweiten Position ist.

4. System zum Zuführen von schmelzflüssigem thermoplastischen Material zu einer Ausgabeeinrichtung gemäß Anspruch 1, des weiteren umfassend:

einen Beschickungsbehälter (11) zum Bevorraten des thermoplastischen Materiales;

ein mit dem Beschickungsbehälter verbundenes Gitter (13) zum Erwärmen und Schmelzen des thermoplastischen Materiales und zum Zuführen des schmelzflüssigen thermoplastischen Materiales zum Speicher.

5. System zum Zuführen von schmelzflüssigem thermoplastischen Material zu einer Ausgabeeinrichtung gemäß Anspruch 1, bei dem die Verteileranordnung umfasst:

einen zum Anschluss an die Pumpe angepassten Verteilerblock (19); und

eine am Verteilerblock lösbar befestigte Heizplatte (20).

6. System zum Zuführen von schmelzflüssigem thermoplastischen Material gemäß Anspruch 5, bei dem die Heizplatte ein darin eingegossenes Heizelement (61) umfasst.

7. System zum Zuführen von schmelzflüssigem thermoplastischen Material gemäß Anspruch 6, bei dem die Heizplatte außerdem einen Lagerabschnitt (71) zum Eingriff mit dem Hubmechanismus umfasst.

8. System zum Zuführen von schmelzflüssigem thermoplastischen Material gemäß Anspruch 7, bei dem sich das Heizelement um den Lagerabschnitt herum windet, um ein Stören der Funktionsweise des Lagerabschnittes zu vermeiden.







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