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Dokumentenidentifikation DE69807737T2 14.08.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 1030767
Titel EINEN RAHMEN ENTHALTENDES, FLACHES ODER HALBFLACHES ELEMENT
Anmelder Perstorp AB, Perstorp, SE
Erfinder BRAUNER, Manfred, A-1130 Wien, AT
Vertreter HOFFMANN · EITLE, 81925 München
DE-Aktenzeichen 69807737
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 04.11.1998
EP-Aktenzeichen 989531397
WO-Anmeldetag 04.11.1998
PCT-Aktenzeichen PCT/SE98/01997
WO-Veröffentlichungsnummer 0099025532
WO-Veröffentlichungsdatum 27.05.1999
EP-Offenlegungsdatum 30.08.2000
EP date of grant 04.09.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.08.2003
IPC-Hauptklasse B29C 45/00

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein ebenes oder halb-ebenes Element, das einen teilweise oder vollständig umgebenden Rahmen und einen Zwischenwandabschnitt einschließt.

Aus Kunststoffmaterial hergestellt Produkte sind heutzutage fast überall anzutreffen. Eine Art zur Herstellung derartiger Produkte besteht im Spritzgießen eines thermoplastischen Materials. Es ist eine bekannte Tatsache, dass die Materialdicke sich bei derartigen spritzgegossenen Produkten innerhalb des Produkts nicht sehr unterscheiden darf, da ansonsten Probleme mit Verziehen auftreten werden. Dieses Verziehen ist durch das temperaturbezogene Schrumpfen verursacht, das in den meisten thermoplastischen Materialien relativ groß ist. Ein spritzgegossenes Produkt wird normalerweise von der Form entfernt werden, bevor es vollständig abgekühlt ist, da die Zykluszeit ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor bei der Kunststoffherstellung ist. Der Rest des Abkühlens wird dabei außerhalb der Form stattfinden. Das Schrumpfen ist mit der Temperatur verknüpft, was bedeutet, dass ein von der Form in heißem Zustand entferntes Teil mehr schrumpfen wird als ein Teil, das im kalten Zustand entfernt wird, da einem Teil des natürlichen Schrumpfens entgegengewirkt werden kann durch "Einfrieren" ("freezing") der äußeren Form des Teils in der Form. Dies bedeutet, dass dickere Teile, die natürlich mehr Wärme enthalten als dünnere Teile in demselben Produkt, fortfahren werden zu schrumpfen, wenn sie außerhalb der Form abkühlen. Dies wird unvermeidlich ein Verziehen in dem Produkt verursachen. Dieses Problem wurde bisher dadurch verhindert, dass die Produkte mit einer gleichförmigen Materialdicke ausgelegt wurden.

Es gibt allerdings einige Fälle, in denen es vorteilhaft wäre in der Lage zu sein, Produkte mit unterschiedlichen Materialdicken zu entwerfen. Ein derartiges Beispiel sind Behälter, in denen die Wände und der Boden nicht besonders stark sein müssen und die Tragstruktur des Behälters muss stark sein, da eine Vielzahl von Behältern übereinander gestapelt wird, was Belastung auf den Behälter unten im Stapel aufbringt. Die Dicke der Seitenwände und des Bodens müssen in diesem Fall überdimensioniert werden, um an das Spritzgießverfahren angepasst zu sein, da die Tragstruktur stabil sein muss. Dies wird zu einem Behälter führen, der schwerer als notwendig ist, und dazu, dass mehr Material als notwendig verwendet wird. Dies wird selbstverständlich zu einem unwirtschaftlichen Produkt führen.

JP-4284214 A offenbart einen kreisförmigen Abdeckungsdeckel, der durch Spritzgießen eines Harzes gebildet ist. Ein Hohlabschnitt, der dieselbe Wanddicke wie der Rest besitzt, ist an dessen äußerem Randabschnitt gebildet. Der Hohlabschnitt besitzt einen rechteckigen Abschnitt und ist mit dem Randabschnitt an einer seiner Ecken verbunden.

Gemäß der vorliegenden Erfindung ist es möglich, ein Produkt herzustellen, mit welchem die oben genannten Nachteile vermieden werden. Die Erfindung bezieht sich auf ein ebenes oder halbebenes Element, das einen teilweise oder vollständig umgebenden Rahmen einschließt. Das Element ist durch Gießen eines Polymermaterials hergestellt, bevorzugt, durch Spritzgießen eines thermoplastischen Materials. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, das das Element eine Tragstruktur, gebildet durch den Rahmen und einen Zwischenwandabschnitt einschließt. Der Wandabschnitt ist mit dem Rahmen über einen elastischen Abschnitt verbunden, der ein Teil des Wandabschnitts ist und die Unterschiede die in dem temperaturbezogenen Schrumpfen zwischen dem Rahmen und dem Wandabschnitt werden hierdurch durch den elastischen Abschnitt absorbiert, wodurch ein Verziehen des Elements vermieden wird. Der Wandabschnitt ist mit dem Rahmen in oder zumindest nahe der Schwerachse des Rahmens verbunden. Der Rahmen ist bevorzugt durch ein U-förmiges Profil, eine Anzahl fest angeordneter Rippen, ein geschlossenes Hohlprofil oder dergleichen gebildet.

Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist der Rahmen ein geschlossenes Hohlprofil, das durch Einspritzen eines Druckfluids in ein noch geschmolzenes thermoplastisches Material gebildet ist. Die Materialdicke des Wandabschnitts ist nahe der Verbindung zwischen dem Rahmen und dem Wandabschnitt dünner als die durchschnittliche Dicke des Wandabschnitts und des Rahmens, wobei bei der Aushärtung des thermoplastischen Materials eine Barriere in diesem Verbindungsteil gebildet wird. Die Barriere verhindert, dass das Druckfluid in den Wandabschnitt während des Herstellungsprozesses eindringt.

Das Hohlprofil kann in geeigneter Weise erhalten werden durch im wesentlichen Füllen der Form mit geschmolzenem thermoplastischen Material von einer Einspritzdüse. Dem geschmolzenen thermoplastischen Material wird dann ermöglicht, zu erhärten, etwa an der Oberfläche, die der Innenwand des Formhohlraums am nächsten kommt. Ein Druckfluid, bevorzugt ein Gas, wird danach über einen Einlass eingespritzt, der in geeigneter Weise an einem Ende des Profils platziert ist. Dem Gas wird ermöglicht, in dem noch geschmolzenen Kunststoff In dem Kern des Profils einzuströmen, wodurch in dem Profil ein Hohlraum gebildet wird. Der Überschuss des noch geschmolzenen Kunststoffs wird hierdurch von dem Formhohlraum ausgestoßen. Ein Element dieser Art kann in geeigneter Weise aus einem thermoplastischen Material hergestellt werden, das von der Gruppe Polyäthylen, Polypropylen, Polyamid, Polystyrol, Acryl-Butadin-Styrol, Polyalkyleneterphthalat oder dergleichen ausgewählt ist.

Die Materialdicke des Wandabschnitts ist in geeigneter Weise nahe der Verbindung zwischen dem Rahmen und dem Wandabschnitt dünner als die durchschnittliche Dicke des Wandabschnitts und des Rahmens, wodurch eine Schwenklinie gebildet ist. Die Schwenklinie wird die elastische Wirkung in dem Wandabschnitt erleichtern.

Das Element bildet in geeigneter Weise eine Seitenwand eines Behälters, einen Bodenabschnitt eines Behälters oder eines Klappbehälters oder einen Deckel eines Behälters oder dergleichen.

Die Erfindung wird weiter erläutert zusammen mit beigefügten Zeichnungen, die unterschiedliche Ausführungsformen der Erfindung zeigen, worin:

Fig. 1 zeigt perspektivisch eine erste Ausführungsform eines Elements 1 mit einem Rahmen 2 und einen Zwischenwandabschnitt 3.

Fig. 2a bis 2d zeigen im Querschnitt Teile verschiedener Ausführungsformen eines Elements 1 mit Profilen, die den Rahmen 2 des Elements 1 darstellen.

Fig. 1 zeigt perspektivisch eine Ausführungsform eines Elements 1 mit einem Rahmen 2 und einem Zwischenwandabschnitt 3. Das Element 1 schließt eine Tragstruktur, die durch den Rahmen 2 gebildet ist, und einen Zwischenwandabschnitt 3 ein. Der Wandabschnitt 3 ist mit dem Rahmen 2 über einen elastischen Abschnitt 4 verbunden. Der elastische Abschnitt 4 ist ein Teil des Wandabschnitts 3. Unterschiede in dem temperaturbezogenen Schrumpfen zwischen dem Rahmen 2 und dem Wandabschnitt 3 werden durch den elastischen Abschnitt 4 absorbiert, wodurch ein Verziehen des Elements 1 vermieden wird.

Fig. 2a bis 2d zeigen im Querschnitt Teile unterschiedlicher Ausführungsformen eines Elements 1 mit Profilen, die einen Rahmen 2 des Elements 1 bilden. Das Element 1 schlieft eine Tragstruktur, die durch den Rahmen 2 gebildet ist, und einen Zwischenwandabschnitt 3 ein. Der Wandabschnitt 3 ist mit dem Rahmen 2 über einen elastischen Abschnitt 4 verbunden. Der elastische Abschnitt 4 ist ein Teil des Wandabschnitts 3. Der Rahmen 2 ist durch ein U-förmiges Profil (Fig. 2b), eine Anzahlfest angeordneter Rippen (Fig. 2d), ein geschlossenes Hohlprofil (Fig. 2a) oder ein L-förmiges Profil (Fig. 2c) gebildet. Der Wandabschnitt 3 ist mit dem Rahmen 2 in oder nahe zu der Schwerachse 5 des Rahmens 2 verbunden. Der Rahmen 2 ist durch ein geschlossenes Hohlprofil (Fig. 2a) gebildet, der durch Einspritzen eines Druckfluids in ein noch geschmolzenes thermoplastisches Material gebildet ist. Die Materialdicke des Wandabschnitts 3 ist nahe zu der Verbindung zwischen dem Rahmen 2 und dem Wandabschnitt 3 dünner als die durchschnittliche Dicke des Wandabschnitts 3 und des Rahmens 2, wodurch eine Barriere gebildet ist, in diesem Verbindungsteil bei der Erstarrung des thermoplastischen Materials, welche Barriere verhindert, dass Druckfluid in den Wandabschnitt 3 während des Herstellungsverfahrens eindringt. Dieser dünnere Teil wird ebenso als Schwenklinie wirken (Fig. 2a-2b). Die Schwenklinie wird die elastische Wirkung des Wandabschnitts 3 erleichtern.

Der Zwischenwandabschnitt 3 kann ebenso mit einer Anzahl von Löchern ausgestattet sein. Diese Löcher können unterschiedliche Form und Abmessung besitzen, in Abhängigkeit von den Anforderungen. Derartige Löcher werden normalerweise in Transportbehältern verwendet, wenn Belüftung erforderlich ist.


Anspruch[de]

1. Ebenes oder halbebenes Element (1), das einen teilweise oder vollständig umgebenden Rahmen (2) einschließt, welches Element 1 mittels Spritzgießens eines thermoplastischen Materials hergestellt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Element (1) eine Tragstruktur einschließt, die durch den Rahmen (2) und einen Zwischenwandabschnitt (3) gebildet ist, welcher Wandabschnitt (3) mit dem Rahmen (2) über einen elastischen Abschnitt (4) verbunden ist, wobei der elastische Abschnitt (4) ein Teil des Wandabschnitts (3) ist, dass der Wandabschnitt (3) mit dem Rahmen (2) in oder sehr nahe zu der Schwerachse (5) des Rahmens (2) verbunden ist, worin Unterschiede in dem temperaturbezogenen Schrumpfen zwischen dem Rahmen (2) und dem Wandabschnitt (3) durch den elastischen Abschnitt (4) absorbiert werden, wodurch ein Verziehen des Elements (1) vermieden wird.

2. Ebenes oder halbebenes Element (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (2) durch ein u-förmiges Profil, eine Anzahl fest angeordneter Rippen, ein geschlossenes Hohlprofil gebildet ist.

3. Ebenes oder halbebenes Element (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (2) ein geschlossenes Hohlprofil ist, das durch Einspritzen eines Druckfluids in ein noch geschmolzenes thermoplastisches Material gebildet ist, dass die Materialdicke des Wandabschnitts (3) nahe der Verbindung zwischen dem Rahmen (2) und dem Wandabschnitt (3) dünner ist als die durchschnittliche Dicke des Wandabschnitts (3) und des Rahmens (2), wobei bei der Aushärtung des thermoplastischen Materials eine Barriere in diesem Verbindungsteil gebildet ist, welche Barriere verhindert, dass das Druckfluid in den Wandabschnitt (3) während des Herstellungsprozesses eindringt.

4. Ebenes oder halbebenes Element (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialdicke des Wandabschnitts (3) nahe der Verbindung zwischen dem Rahmen (3) und dem Wandabschnitt (3) dünner ist als die durchschnittliche Dicke des Wandabschnitts (3) und des Rahmens (2), wodurch eine Schwenklinie gebildet ist, welche Schwenklinie die elastische Wirkung in dem Wandabschnitt erleichtert.

5. Ebenes oder halbebenes Element (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Element (1) eine Seitenwand eines Behälters oder eines Klappbehälters, einen Bodenabschnitt eines Behälters oder eines Klappbehälters oder einen Deckel eines Behälters bildet.







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