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Dokumentenidentifikation DE10228969C1 21.08.2003
Titel Zylinder eines Druckwerks einer Rotationsdruckmaschine mit in seiner Mantelfläche verlaufenden länglichen, schmalen Öffnungen und Verfahren zur Herstellung einer schlitzförmigen Öffnung in der Mantelfläche eines Zylinders eines Druckwerks einer Rotationsdruckmaschine
Anmelder Koenig & Bauer AG, 97080 Würzburg, DE
Erfinder Becker, Martin, 97450 Arnstein, DE;
Felgenhauer, Wolfgang, 97737 Gemünden, DE
DE-Anmeldedatum 26.06.2002
DE-Aktenzeichen 10228969
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 21.08.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.08.2003
IPC-Hauptklasse B41F 13/08
IPC-Nebenklasse B41F 27/12   
Zusammenfassung Es wird ein Zylinder eines Druckwerks einer Rotationsdruckmaschine mit mindestens einer in seiner Mantelfläche verlaufenden länglichen, schmalen Öffnung vorgeschlagen, der dadurch gekennzeichnet ist, dass mindestens eine Schmalseite der Öfffnung an der Mantelfläche des Zylinders durch einen in den Zylinder eingesetzten Verschluß abgeschlossen ist. Insbesondere findet dieser Vorschlag Anwendung für einen Zylinder, dessen Mantelfläche und gegebenenfalls Kanal gleichermaßen in miteinander korresponierende Abschnitte eingeteilt sind, wobei Abschnitte mit einer Öffnung und Abschnitte ohne einer Öffnung an einer Nahtstelle zwischen den Abschnitten aneinandergrenzen, wobei in mindestens einem Abschnitt ohne einer Öffnung mindestens ein Verschluß derart eingebracht ist, daß der Verschluß mit einer Kante die Nahtstelle an der Mantelfläche des Zylinders tangiert. Ferner wird ein Verfahren zur Herstellung eines Zylinders mit dieser Öffnung vorgeschlagen, das dadurch gekennzeichnet ist, dass die Öffnung in die Mantelfläche des Zylinders gefräst wird, vorzugsweise mit einem Scheibenfräser.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Zylinder eines Druckwerks einer Rotationsdruckmaschine mit in seiner Mantelfläche verlaufenden, länglichen, schmalen Öffnungen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und ein Verfahren zur Herstellung einer schlitzförmigen Öffnung in der Mantelfläche eines Zylinders eines Druckwerks einer Rotationsdruckmaschine nach dem Oberbegriff des Anspruchs 20.

Durch die DE 198 03 809 A1 ist ein Übertragungszylinder in einem Offsetdruckwerk bekannt, der zur Aufnahme zweier in Längsrichtung des Zylinders nebeneinander angeordneter Drucktücher einen in Längsrichtung geteilten und um 180° versetzten Schlitz aufweisen kann, wobei die Schlitzweite vorteilhafterweise zwischen 1 mm und 5 mm, vorzugsweise ≤ 3 mm beträgt.

Durch die DE 101 21 248 A1 ist ein Formzylinder einer Druckmaschine bekannt, wobei der Formzylinder unter seiner Mantelfläche einen in seiner Axialrichtung verlaufenden Kanal mit einer als ein Spalt ausgebildeten Öffnung zur Mantelfläche aufweist, wobei im Spalt eingepasste Registerstifte axial verschiebbar angeordnet sind.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Zylinder eines Druckwerks einer Rotationsdruckmaschine sowie ein Verfahren der eingangs genannten Art so auszubilden, dass eine fertigungstechnisch einfache und kostengünstige Herstellung möglich ist.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch einen Zylinder mit den Merkmalen nach Anspruch 1 sowie durch ein Verfahren mit den Merkmalen nach Anspruch 20.

Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, daß eine in der Mantelfläche des Zylinders verlaufende, schlitzförmige Öffnung mit einer scharfen Kontur begrenzt werden kann, obwohl das vorgeschlagene Fertigungsverfahren zur Ausbildung der schlitzförmigen Öffnung, nämlich vorzugsweise die Verwendung eines Scheibenfräsers oder einer Schleifscheibe, bedingt durch den Fräserauslauf bzw. den Auslauf der Schleifscheibe, eine scharfkantige Begrenzung der Öffnung technisch nicht zuläßt. Eine scharfkantige Begrenzung der schlitzförmigen Öffnung wird dann benötigt, wenn auf der Mantelfläche des Zylinders in dessen axialer Richtung mehrere Aufzüge nebeneinander, jedoch zueinander versetzt anzuordnen sind. Die gefundene Lösung ist fertigungstechnisch einfach und kostengünstig zu realisieren.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.

Es zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Zylinders mit einem Kanal und vier nebeneinander anordenbaren Aufzügen;

Fig. 2 eine perspektivische Teilschnittdarstellung des Zylinders mit einem Verschluß für eine Schmalseite einer Öffnung eines Kanals;

Fig. 3 in der Draufsicht einen Ausschnitt aus der Mantelfläche des Zylinders an der Nahtstelle zwischen einem Abschnitt mit Öffnung und einem Abschnitt ohne Öffnung.

In der Fig. 1 ist ein Zylinder 01 eines Druckwerks einer Rotationsdruckmaschine beispielhaft dargestellt. Dieser Zylinder 01 kann als ein Formzylinder oder als ein Übertragungszylinder ausgestaltet sein und kann in Richtung seines Umfangs U mit z. B. einem Aufzug und axial, d. h. seiner Länge L nach mit z. B. vier Aufzügen 02a; 02b; 02c; 02d belegt werden, so daß sich bis zu vier Aufzüge 02a; 02b; 02c; 02d auf dem Zylinder 01 befinden. Bei einem Formzylinder sind die Aufzüge 02a; 02b; 02c; 02d als plattenförmige Druckformen ausgebildet; bei einem Übertragungszylinder handelt es sich bei den Aufzügen 02a; 02b; 02c; 02d um jeweils auf einer Trägerplatte aufgebrachte Gummidrucktücher.

Das Druckwerk kann z. B. als eine 9-Zylinder-Satelliten-Druckeinheit ausgebildet sein, bei dem vier Paare, jeweils bestehend aus einem Formzylinder und einem Übertragungszylinder, um einen gemeinsamen Gegendruckzylinder angeordnet sind, wobei die Formzylinder und Übertragungszylinder jeweils die Merkmale der hier vorgeschlagenen Lösung aufweisen. Gerade für den Zeitungsdruck sind Anordnungen günstig, bei denen ein Formzylinder in seiner axialen Richtung, d. h. nebeneinander, mit sechs plattenförmigen Druckformen und entlang seines Umfangs jeweils hintereinander mit zwei plattenförmigen Druckformen belegt ist. Ein solcher Formzylinder rollt auf einem Übertragungszylinder ab, der z. B. axial mit drei nebeneinander angeordneten Gummidrucktüchern belegt ist, wobei jedes Gummidrucktuch den vollen Umfang des Übertragungszylinders umspannt. Die Gummidrucktücher weisen damit die doppelte Breite und Länge der plattenförmigen Druckformen auf. Der Formzylinder und der Übertragungszylinder haben hierbei vorzugsweise dieselben geometrischen Abmessungen bezüglich ihrer axialen Länge und ihres Umfangs.

Der Zylinder 01 hat einen Durchmesser D1 von beispielsweise 260 mm bis 340 mm; vorzugsweise zwischen 280 mm und 300 mm. Die axiale Länge L des Zylinders 01 liegt z. B. im Bereich zwischen 500 mm und 2400 mm; vorzugsweise zwischen 1900 mm und 2300 mm. Eine plattenförmige Druckform bzw. eine Trägerplatte für ein Gummidrucktuch besteht i. d. R. aus einem biegsamen, aber ansonsten formstabilen Material, z. B. aus einer Aluminiumlegierung.

In dem in den Fig. 1 und 2 gezeigten Beispiel ist im Zylinder 01 in einem Abstand a unter dessen Mantelfläche 03 ein Kanal 04 vorgesehen, der sich in Richtung der Länge L des Zylinders 01 erstreckt. Der Abstand a beträgt zwischen der Oberkante des Kanals 04 und der Mantelfläche 03 z. B. 4 mm bis 10 mm; vorzugsweise 6 mm. Der Kanal 04 ist vorzugsweise als eine kreisrunde Bohrung durch den Zylinder 01 ausgeführt und weist einen Durchmesser D2 von z. B. 20 mm bis 60 mm auf; vorzugsweise 28 mm bis 30 mm. Dabei soll das Verhältnis der Durchmesser D1 : D2 mindestens 10 : 1 betragen. Wenn der Kanal 04 eine Querschnittsfläche anderer Gestalt als kreisrund aufweist, liegt das Verhältnis der Querschnittsflächen vom Zylinder 01 und Kanal 04 mindestens bei 100 : 1; es kann beispielsweise aber auch 400 : 1 oder sogar mehr erreichen, so daß die Querschnittsfläche des Kanals 04 vergleichsweise gering zu derjenigen des Zylinders 01 ist.

Der Kanal 04 ist in seiner Längsrichtung in so viele Abschnitte A; B; C; D aufgeteilt, wie Aufzüge 02a; 02b; 02c; 02d auf der Mantelfläche 03 des Zylinders 01 nebeneinander anordenbar sind, wobei die abschnittsweise Einteilung der Mantelfläche 03 derjenigen des Kanals 04 entspricht. Der Kanal 04 weist zumindest in einigen Abschnitten A; B; C; D eine längliche, schmale, d. h. schlitzförmige Öffnung 06 zur Mantelfläche 03 des Zylinders 01 auf, während zumindest ein angrenzender Abschnitt A; B; C; D zur Mantelfläche 03 des Zylinders 01 geschlossen ist. Die Schlitzweite S der Öffnung 06 beträgt weniger als 5 mm und liegt vorzugsweise im Bereich von 1 mm bis 3 mm. Auf der Mantelfläche 03 des Zylinders 01 zu befestigende Aufzüge 02a; 02b; 02c; 02d können an ihren Enden Einhängeschenkel aufweisen, die in eine der Öffnungen 06 einführbar sind, um sie mittels einer im Kanal 04 angeordneten Klemmvorrichtung durch eine Klemmung zu befestigen.

Eine schlitzförmige Öffnung 06 der zuvor beschriebenen Art kann auf fertigungstechnisch einfache Weise, z. B. mit einem Scheibenfräser oder einer Schleifscheibe, in die Mantelfläche 03 des Zylinders 01 eingebracht werden. Eine auf diese Weise eingebrachte Öffnung 06 vermag jedoch am Übergang von einem zum nächst angrenzenden Abschnitt A; B; C; D eine vorteilhafterweise lotrecht zum Kanal 04 abfallende Wandung zur Begrenzung des mit einer Öffnung 06 versehenen Abschnitts nicht herzustellen, sondern der Fräserauslauf bzw. der Auslauf der Schleifscheibe greift immer auf den angrenzenden Abschnitt über, wenn sich in dem mit einer Öffnung 06 versehenen Abschnitt die Öffnung 06 über die volle Länge des Abschnitts erstrecken soll, was jedoch zur Einführung der Einhängeschenkel des in dem betreffenden Abschnitt zu befestigenden Aufzugs im Regelfall erforderlich ist.

Um in einem Abschnitt A; B; C; D eine dort eingebrachte Öffnung 06 am Übergang von einem zum nächsten Abschnitt - in Fig. 2 z. B. von Abschnitt A mit einer Öffnung 06 zu Abschnitt B ohne einer Öffnung - exakt zu begrenzen, ist in der Mantelfläche 03 an einer Nahtstelle 12 zwischen den betroffenen Abschnitten A; B; C; D eine Kante 14 zu schaffen, von der eine Wandung vorzugsweise im wesentlichen lotrecht zum Kanal 04 hin abfällt, so daß die schlitzförmige Öffnung 06 an der Nahtstelle 12 zwischen den betroffenen Abschnitten A; B; C; D durch die ausgebildete Kante 14 begrenzt ist. Eine Wandung mit einer an der Mantelfläche 03 des Zylinders 01 abschließenden Kante 14 für die Öffnung 06 des Kanals 04 wird dadurch ausgebildet, daß an einer Schmalseite b der Öffnung 06 ein den Kanal 04 ganz oder zumindest diese Schmalseite b der Öffnung 06 begrenzender bzw. versperrender Verschluß 07 an der Mantelfläche 03 in den Zylinder 01 eingebracht wird. Die Einbringung des Verschlusses 07 erfolgt dabei in den Zylinder 01 vorzugsweise formschlüssig oder stoffschlüssig sowie vorzugsweise lotrecht zum Kanal 04 und vorzugsweise radial zum Zylinder 01. Dieser Verschluß 07 kann vorzugsweise zylindrisch mit einem Durchmesser D3 und einer Länge l ausgebildet und beispielsweise ein Bolzen oder ein Stift sein, der in eine Bohrung 11 - von notwendigen Toleranzen abgesehen - mit demselben Durchmesser D3 und mit einer Tiefe t eingepaßt wird, wobei die Tiefe t der Bohrung 11 größer oder zumindest gleich der Länge l des Verschlusses 07 ist. Die Bohrung 11 ist derart in einem benachbarten Abschnitt A; B; C; D ohne Öffnung 06 eingebracht, daß die Bohrung 11 die Nahtstelle 12 zwischen einem Abschnitt mit einer Öffnung 06 - in den Figuren Abschnitt A - und einem Abschnitt ohne eine solche - in den Figuren Abschnitt B - tangiert. Der Durchmesser D3 des den Verschluß 07 bildenden Bolzens oder Stiftes wird vorzugsweise groß gewählt im Vergleich zur Schlitzweite S der Öffnung 06, vorzugsweise größer als 10 : 1, so daß die Öffnung 06 des Kanals 04 an der Nahtstelle 12 in der Mantelfläche 03 des Zylinders 01 durch die Kante 14 des Verschlusses 07 näherungsweise rechteckförmig abgeschlossen wird. Am Verschluß 07 kann an der der Schmalseite b der Öffnung 06 zugewandten Seite auch eine plane Fläche ausgebildet sein, die die Schmalseite b der Öffnung 06 exakt rechteckförmig verschließt. Wenn der Verschluß 07 zylinderförmig ausgebildet ist, kann sich die z. B. gefräste, plane Fläche über einen Teil oder die gesamte Länge l des Verschlusses 07 erstrecken, indem ein Kreisabschnitt des runden Querschnitts des Verschlusses 07 entfernt wird, wobei die Sehne des Kreisabschnittes, die die Breite der planen Fläche bildet, vorzugsweise der Schlitzweite S der Öffnung 06 entspricht. Bei einem Verschluß 07 mit einer planen Fläche an der der Schmalseite b der Öffnung 06 zugewandten Seite kann sein Durchmesser D3 deutlich kleiner gewählt werden als 10 : 1 im Verhältnis zur Schlitzweite S der Öffnung 06.

Bei einem Verschluß 07 mit einem kreisrunden Querschnitt an der Mantelfläche 03 des Zylinders 01 befindet sich sein Mittelpunkt M vorteilhafterweise im Abstand des halben Durchmessers D3 des Verschlusses 07 von der Nahtstelle 12 mittig zur schlitzförmigen Öffnung 06 über dem Kanal 04 (Fig. 3). Der Verschluß 07 wird demnach wie ein Pfropfen in eine Bohrung 11 eingesetzt, die an der Mantelfläche 03 des Zylinders 01 in einem Abschnitt ohne Öffnung 06 eingebracht ist, wobei nach seiner Einbringung in den Zylinder 01 eine vorzugsweise bündig mit der Mantelfläche 03 des Zylinders 01 abschließende Kante 14 des Verschlusses 07 die Nahtstelle 12 zwischen zwei Abschnitten A; B tangiert und die Mantelfläche des Verschlusses 07 eine zum Kanal 04 hin abfallende Wandung bildet, wobei diese durch den Verschluß 07 gebildete Wandung wenn nicht den ganzen Kanal 04, so doch zumindest die Schmalseite b der Öffnung 06 sperrend abschließt und an der Mantelfläche 03 des Zylinders 01 eine ausgeprägte, deutliche Kontur ausbildet.

Zur Fixierung des Verschlusses 07 in seiner Lage im Kanal 04 oder zu seiner Sicherung in der Bohrung 11 kann im Kanal 04 ein Riegel 08 vorgesehen sein, der in eine Aussparung 09 am Verschluß 07 eingreift, so daß der Riegel 08 und die Aussparung 09 gemeinsam z. B. wie ein Bajonettverschluß wirken. Der Verschluß 07 kann in der Bohrung 11 auch stoffschlüssig z. B. durch Verklebung gehalten sein. Damit der Verschluß 07 an der Mantelfläche 03 des Zylinders 01 plan abschließt, wird ein eventueller Überstand des Verschlusses 07 nach dessen Montage in der Bohrung 11 dadurch entfernt, daß die Mantelfläche 03 des Zylinders 01 zumindest an der Stelle des montierten Verschlusses 07 nachgearbeitet wird, z. B. durch ein Bearbeitungsverfahren wie Drehen oder Schleifen.

Am Verschluß 07 kann auch in dessen Längsrichtung ein Gewinde angeformt sein, mit dem der Verschluß 07 im Zylinder 01, vorzugsweise im Kanal 04, verschraubbar ist, wobei der Verschluß 07 an seinem oberen Ende 16 z. B. zumindest ein Paar angeformter Flanken aufweist, an denen ein Werkzeug ansetzbar ist, um den Verschluß 07 in den Zylinder 01, vorzugsweise in den Kanal 04, einzuschrauben. Die zur Betätigung der Verschraubung benötigten Flanken am Ende 16 des Verschlusses 07 können im Zuge der Nachbearbeitung des Zylinders 01 an der Stelle, an der der Verschluß 07 eingesetzt worden ist, entfernt werden.

Der Verschluß 07 soll zwar die Mantelfläche 03 des Zylinders 01 plan und mit seiner Kante 14 bündig abschließen; jedoch ist es in vielen Fällen wünschenswert, daß die Durchgängigkeit des Kanals 04 durch den eingebrachten Verschluß 07 nicht behindert wird. Deshalb kann der Verschluß 07 quer zu seiner Längsachse ein Durchgangsloch 13 z. B. mit demselben Durchmesser D2 wie der Kanal 04 aufweisen. Das Durchgangsloch 13 des Verschlusses 07 ist demnach in seiner Lage und Größe dem Durchmesser D2 des Kanals 04 angepaßt. In diesem speziellen Fall weist der vorzugsweise zylindrisch ausgebildete Verschluß 07 selbstverständlich einen größeren Durchmesser D3 auf als den Durchmesser D2 des Kanals 04. Alternativ zur zylindrischen Formgebung des Verschlusses 07 ist auch dessen Ausgestaltung als ein Kegel, z. B. im Verhältnis 1 : 50, möglich. Bezugszeichenliste 01 Zylinder

02a; 02b; 02c; 02d Aufzüge

03 Mantelfläche

04 Kanal

05 -

06 Öffnung

07 Verschluß

08 Riegel

09 Aussparung (07)

10 -

11 Bohrung

12 Nahtstelle

13 Durchgangsloch

14 Kante (07)

15 -

16 Ende (07)

A; B; C; D Abschnitte

a Abstand

b Schmalseite (06)

l Länge des Verschlusses (09)

t Tiefe der Bohrung

L Länge (01)

S Schlitzweite (06)

M Mittelpunkt (11)

D1 Durchmesser (01)

D2 Durchmesser (04)

D3 Durchmesser

U Umfang (01)


Anspruch[de]
  1. 1. Zylinder (01) eines Druckwerks einer Rotationsdruckmaschine, mit:

    einem unter der Mantelfläche (03) des Zylinders (01) in Axialrichtung desselben verlaufenden Kanal (04),

    jeweils einer, in bestimmten, von mehreren in Axialrichtung aufeinanderfolgenden Abschnitten (A, B, C, D) der Mantelfläche (03) angeordneten, in Axialrichtung verlaufenden, schlitzförmigen Öffnung (06), die den Kanal (04) zur Mantelfläche (03) hin öffnet,

    dadurch gekennzeichnet, dass

    an den jenseits der Abschnittsgrenzen (12) der bestimmten Abschnitte (A, B, C, D) gelegenen Endbereichen der schlitzförmigen Öffnung (06) jeweils ein Verschlußkörper (07) in den Zylinder (01) eingesetzt ist, derart, dass die schlitzförmige Öffnung (06) an den Abschnittsgrenzen (12) durch eine, die jeweilige Abschnittsgrenze (12) tangierende Kante (14) des Verschlußkörpers (07) scharfkantig begrenzt ist.
  2. 2. Zylinder (01) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlußkörper (07) mit einer Wandung von der Mantelfläche (03) des Zylinders (01) lotrecht zum Kanal (04) abfällt.
  3. 3. Zylinder (01) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlußkörper (07) radial zum Zylinder (01) angeordnet ist.
  4. 4. Zylinder (01) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlußkörper (07) an der Mantelfläche (03) des Zylinders (01) bündig abschließt.
  5. 5. Zylinder (01) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlußkörper (07) formschlüssig oder stoffschlüssig in den Zylinder (01) eingebracht ist.
  6. 6. Zylinder (01) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlußkörper (07) zylindrisch mit einem Durchmesser (D3) und einer Länge (l) ausgebildet ist.
  7. 7. Zylinder (01) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlußkörper (07) kegelförmig ausgebildet ist.
  8. 8. Zylinder (01) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlußkörper (07) ein Bolzen oder ein Stift ist.
  9. 9. Zylinder (01) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlußkörper (07) im Kanal (04) durch einen in eine Aussparung (09) des Verschlußkörpers (07) eingreifenden Riegel (08) in seiner Lage fixierbar oder sicherbar ist.
  10. 10. Zylinder (01) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass in der Mantelfläche (03) des Zylinders (01) eine Bohrung (11) eingebracht ist, in die der Verschlußkörper (07) einpaßbar ist.
  11. 11. Zylinder (01) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlußkörper (07) quer zu seiner Längsachse ein Durchgangsloch (13) aufweist, dessen Lage und Größe dem Durchmesser (D2) des Kanals (04) angepaßt ist.
  12. 12. Zylinder (01) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser (D3) des Verschlußkörpers (07) größer ist als der Durchmesser (D2) des Kanals (04).
  13. 13. Zylinder (01) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser (D3) des Verschlußkörpers (07) mindestens das Zehnfache der Schlitzweite (S) der Öffnung (06) beträgt.
  14. 14. Zylinder (01) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mantelfläche (03) des Zylinders (01) und der Kanal (04) gleichermaßen in die miteinander korrespondierenden Abschnitte (A; B; C; D) eingeteilt sind, wobei Abschnitte (A; C) mit Öffnung (06) und Abschnitte (B; D) ohne Öffnung (06) an jeweiligen Abschnittsgrenzen (12) zwischen den Abschnitten (A, B, C, D) aneinandergrenzen.
  15. 15. Zylinder (01) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Kante (14) des Verschlußkörpers (07) die Öffnung (06) an der Abschnittsgrenze (12) zwischen zwei benachbarten Abschnitten (A; B; C; D) an der Mantelfläche (03) des Zylinders (01) zumindest näherungsweise rechteckförmig abschließt.
  16. 16. Zylinder (01) nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlußkörper (07) an einer der Schmalseite (b) der Öffnung (06) zugewandten Seite eine plane Fläche aufweist.
  17. 17. Zylinder (01) nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der planen Fläche der Schlitzweite (S) der Öffnung (06) entspricht.
  18. 18. Zylinder (01) nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass am Verschlußkörper (07) in dessen Längsrichtung ein Gewinde ausgebildet ist, mit dem der Verschlußkörper (07) in den Zylinder (01) oder den Kanal (04) einschraubbar ist.
  19. 19. Zylinder (01) nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlußkörper (07) an seinem oberen Ende (16) zumindest ein Paar angeformter Flanken aufweist, an denen ein Werkzeug ansetzbar ist, um den Verschlußkörper (07) in den Zylinder (01) oder den Kanal (04) einzuschrauben.
  20. 20. Verfahren zur Herstellung einer schlitzförmigen Öffnung (06) in der Mantelfläche (03) eines Zylinders (01) eines Druckwerks einer Rotationsdruckmaschine, wobei der Zylinder (01) einen unter der Mantelfläche (03) in Axialrichtung verlaufenden Kanal (04) und in bestimmten, von mehreren, in Axialrichtung aufeinander folgenden Abschnitten (A, B, D, D) der Mantelfläche (03) jeweils eine in Axialrichtung verlaufende Öffnung (06) aufweist, die den Kanal (04) zur Mantelfläche (03) hin öffnet, dadurch gekennzeichnet, dass

    die Öffnung (06) in die bestimmten Abschnitte (A, B, C, D) mit ihren Endbereichen jenseits der Abschnittsgrenzen (12) der bestimmten Abschnitte (A, B, C, D) liegend eingebracht wird, derart, dass die Endbereiche in einem Schnitt entlang der Axialrichtung gesehen in einem Radius auslaufen,

    dass anschließend an den Endbereichen jeweils eine Bohrung (11) in den Zylinder eingebracht wird,

    dass anschließend ein Verschlußkörper (07) in die Bohrung (11) eingesetzt wird, derart, dass die schlitzförmige Öffnung (06) an den Abschnittsgrenzen (12) durch eine die jeweilige Abschnittsgrenze (12) tangierende Kante (14) des Verschlußkörpers (07) scharfkantig begrenzt ist.
  21. 21. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Einbringen der Öffnung (06) durch Fräsen oder Schleifen erfolgt.
  22. 22. Verfahren nach einem der Ansprüche 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, dass das Einbringen der Öffnung (06) mit einem Scheibenfräser oder einer Schleifscheibe erfolgt.
  23. 23. Verfahren nach einem der Ansprüche 20 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die Stelle, an der ein Verschlußkörper (07) in die Bohrung (11) eingesetzt ist, durch Drehen oder Schleifen nachbearbeitet wird, damit der Verschlußkörper (07) mit der Mantelfläche (03) des Zylinders (01) bündig abschließt.






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