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Dokumentenidentifikation DE60001686T2 21.08.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 1052240
Titel Verfahren zum Herstellen von substituierten 3-Hydroxybuttersäureester
Anmelder Dow AgroSciences LLC, Indianapolis, Ind., US
Erfinder Chong, Joshua Anthony, Lansdale, US;
Abdesaken, Fereydon, Dresher, US;
Spangler, Lori Ann, Churchville, US;
Roemmele, Renee Caroline, Maple Glen, US;
Stephens, Randall Wayne, Perkasie, US;
Nightingale, Peter David, Stockport SK6 5LW, GB;
Hartley, David John, Manchester M30 9NZ, GB
Vertreter Weickmann & Weickmann, 81679 München
DE-Aktenzeichen 60001686
Vertragsstaaten CH, DE, FR, GB, IT, LI
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 27.04.2000
EP-Aktenzeichen 003035425
EP-Offenlegungsdatum 15.11.2000
EP date of grant 19.03.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.08.2003
IPC-Hauptklasse C07C 67/31
IPC-Nebenklasse C07C 69/675   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Reduktion von 4,4,4- Trihaloacetoessigsäureestern und Derivaten davon. Das Verfahren schließt eine katalytische Hydrierung in Abwesenheit eines Lösungsmittels unter Verwendung eines Platinkatalysators ein und wird durch die Zugabe einer Säure oder einer Base katalysiert. Die resultierenden 3-Hydroxybuttersäureester-Produkte sind als Lösungsmittel oder Reiniger oder als Feinchemikalien-Intermediate für Pharmazeutika, landwirtschaftliche Chemikalien, Flüssigkristalle und Farbstoffe nützlich.

Es gibt mehrere offenbarte Wege, um β-Ketoester zu reduzieren. Zusätzlich zur Hydrierung ist die Reduktion mit Zink/Essigsäure oder mit Borhydrid-Reagenzien bekannt. Für die Hydrierungsreaktionen, die in der Literatur offenbart sind, werden am häufigsten Ruthenium, Nickel oder Backhefe als Katalysator verwendet. Bei allen wird ein Lösungsmittel verwendet. F. G. Kathawala et al. offenbaren in Helvetica Chimica Acta, 69, 803-805 (1986) ein Beispiel, in dem 5% Platin auf Kohlenstoff als ein Katalysator für die Reduktion verschiedener β-Ketoester unter Verwendung von Methanol als ein Lösungsmittel verwendet wird. T. Fujima et al. offenbaren in JP 09268146 A2, 14. Oktober 1997, die Hydrierung von Ethyltrifluoracetoacetat unter Verwendung eines Nickel-Katalysators in Tetrahydrofuran als Lösungsmittel, um Ethyl-4,4,4-trifluor-3-hydroxybutyrat in 78%iger Ausbeute bereitzustellen. N. Sayo et al. offenbaren in US 4,933,482, 12. Juni 1990, die Hydrierung von Ethyltrifluoracetoacetat unter Verwendung eines Ruthenium-Katalysators in einem polaren Lösungsmittel wie einem Alkohol oder Tetrahydrofuran, um Ethyl-4,4,4- trifluor-3-hydroxybutyrat in 95%iger Ausbeute bereitzustellen. R. G. Jones beschreibt im Journal of the American Society, 70, 143-144 (1948) die Hydrierung von Ethyltrifluoracetoacetat in Gegenwart von PtO&sub2;, wobei wasserfreier Ether als ein Lösungsmittel verwendet wird. Ferner wird die Synthese von Ethyl-3-hydroxy-4,4,4- trifluorbutyrat ausgehend von Ethyltrifluoracetoacetat unter Verwendung von Palladium als ein Katalysator beschrieben, was nach mehreren Destillationen nicht zu einem analytisch reinen Produkt führt.

In keinem dieser Verweise wird das Verfahren der vorliegenden Erfindung, in welchem wir gefunden haben, dass kein Lösungsmittel für die katalytische Hydrierung notwendig ist, offenbart oder nahegelegt.

Die Vorteile, wenn in dem Hydrierungsverfahren kein Lösungsmittel verwendet wird, sind:

(1) Herstellung des Produktes bei geringeren Kosten, da kein Lösungsmittel zugegeben werden muss,

(2) geringere Entsorgungskosten,

(3) keine Notwendigkeit mehr für ein Lösungsmittel-Recycling,

(4) es führt zu höheren Ausbeuten des gewünschten Produkts,

(5) höhere Verfahrensreaktorproduktivität aufgrund von verringertem Volumen,

(6) die Produktaufreinigung ist vereinfacht, da der Durchführende nur den Katalysator abfiltrieren, und nicht Lösungsmittel oder Produkt überdestillieren muss, um reines Produkt zu erhalten,

(7) für eine ergiebige Hydrierung werden geringere Katalysatorbeladungen benötigt, und

(8) das Verfahren kann als kontinuierliches Verfahren angewandt werden, indem Ausgangsmaterial über ein Bett immobilisierten Katalysators geströmt wird.

Demgemäss stellt diese Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer Verbindung der Formel (I)

ausgehend von einer Verbindung der Formel (II)

bereit, wobei kein Reaktionslösungsmittel vorhanden ist, das die Schritte umfasst:

(i) Umsetzen der Verbindung der Formel (II) mit Wasserstoff in Gegenwart einer katalytischen Menge Platin oder Platin(IV)oxid und einer katalytischen Menge einer Säure oder Base, um die Verbindung der Formel (I) zu bilden, und

(ii) Abtrennen der Verbindung der Formel (I) von dem Platinkatalysator,

wobei

X Fluor oder Chlor darstellt,

R Alkyl, Haloalkyl, Polyhaloalkyl, Alkyl, das mit NR²R³, Hydroxy oder OR&sup4; substituiert ist, Phenyl oder Phenyl, das mit einer oder mehreren Gruppen unabhängig ausgewählt aus Halo, Alkyl, Hydroxy, Alkoxy, Haloalkoxy, Polyhaloalkoxy, Haloalkyl oder Polyhaloalkyl substituiert ist, darstellt,

R' ein Wasserstoffatom, Alkyl, Haloalkyl, Polyhaloalkyl, Alkyl, das mit NR²R³, Hydroxy oder OR&sup4; substituiert ist, Phenyl oder Phenyl, das mit einer oder mehreren Gruppen unabhängig ausgewählt aus Halo, Alkyl, Hydroxy, Alkoxy, Haloalkoxy, Polyhaloalkoxy, Haloalkyl oder Polyhaloalkyl substituiert ist, darstellt,

R² und R³ jeweils unabhängig ein Wasserstoffatom oder Alkyl darstellen oder zusammen mit dem Stickstoffatom, an welches sie gebunden sind, einen 5- oder 6-gliedrigen heterocyclischen Ring bilden, und

R&sup4; Alkyl, Haloalkyl oder Polyhaloalkyl darstellt.

Wie es hierin verwendet wird, bezieht sich der Ausdruck "Alkyl" auf geradkettige oder verzweigte aliphatische Kohlenwasserstoffketten, zum Beispiel Methyl, Ethyl, n- Propyl, Isopropyl, n-Butyl, sec-Butyl, tert-Butyl, Isoamyl und n-Hexyl.

Der Ausdruck "Alkoxy" bezieht sich auf geradkettige oder verzweigte aliphatische Kohlenwasserstoffketten, die an ein Sauerstoffatom gebunden sind, zum Beispiel Methoxy, Ethoxy, n-Propoxy, Isopropoxy und n-Butoxy.

Der Ausdruck "Haloalkyl" bezieht sich auf eine geradkettige oder verzweigte aliphatische Kohlenwasserstoffkette, die mit einem Fluor, Chlor oder Brom substituiert ist, zum Beispiel Chlormethyl, 2-Fluorethyl und 4-Brombutyl.

Der Ausdruck "Polyhaloalkyl" bezieht sich auf eine geradkettige oder verzweigte aliphatische Kohlenwasserstoffkette, die mehrfach mit einem Fluor oder Chlor substituiert ist, zum Beispiel Difluormethyl, Trifluormethyl, 1,1,2,2,2-Pentafluorethyl und Trichlormethyl.

Der Ausdruck "Haloalkoxy" bezieht sich auf eine geradkettige oder verzweigte aliphatische Kohlenwasserstoffkette, die an ein Sauerstoffatom gebunden ist, die mit einem Fluor, Chlor oder Brom substituiert ist, zum Beispiel Fluormethoxy, 2- Chlorethoxy, 4-Brombutoxy.

Der Ausdruck "Polyhaloalkoxy" bezieht sich auf eine geradkettige oder verzweigte aliphatische Kohlenwasserstoffkette, die an ein Sauerstoffatom gebunden ist, die mehrfach mit einem Fluor oder Chlor substituiert ist, zum Beispiel Difluormethoxy, Trifluormethoxy, 1,1,2,2,2-Pentaflourethoxy und Trichlormethoxy.

In einem bevorzugten Verfahren dieser Erfindung

stellt X Fluor oder Chlor dar,

ist R (C&sub1;-C&sub4;)Alkyl, Halo(C&sub1;-C&sub4;)alkyl, Polyhalo(C&sub1;-C&sub4;)alkyl, (C&sub1;-C&sub4;)Alkyl, das mit NR²R³, Hydroxy oder OR&sup4; substituiert ist, Phenyl oder Phenyl, das mit einer oder mehreren Gruppen unabhängig ausgewählt aus Halo, (C&sub1;-C&sub2;)Alkyl, Hydroxy, (C&sub1;- C&sub4;)Alkoxy, Halo(C&sub1;-C&sub2;)alkoxy, Polyhalo(C&sub1;-C&sub2;)alkoxy, Halo(C&sub1;-C&sub2;)alkyl, Polyhalo(C&sub1;- C&sub2;)alkyl substutuiert ist,

ist R' ein Wasserstoffatom, (C&sub1;-C&sub4;)Alkyl, Halo(C&sub1;-C&sub4;)alkyl, Polyhalo(C&sub1;- C&sub4;)alkyl, (C&sub1;-C&sub4;)Alkyl, das mit NR²R³, Hydroxy oder OR&sup4; substituiert ist, Phenyl oder Phenyl, das mit einer oder mehreren Gruppen unabhängig ausgewählt aus Halo, (C&sub1;- C&sub2;)Alkyl, Hydroxy, (C&sub1;-C&sub2;)Alkoxy, Halo(C&sub1;-C&sub2;)alkoxy, Polyhalo(C&sub1;-C&sub2;)alkoxy, Halo(C&sub1;-C&sub2;)alkyl oder Polyhalo(C&sub1;-C&sub2;)alkyl substituiert ist,

sind R² und R³ jeweils unabhängig ein Wasserstoffatom oder (C&sub1;-C&sub2;)Alkyl, oder bilden zusammen mit dem Stickstoffatom, an welches sie gebunden sind, einen 5- oder 6-gliedrigen heterocyclischen Ring, und

ist R&sup4; (C&sub1;-C&sub2;)Alkyl, Halo(C&sub1;-C&sub2;)alkyl oder Polyhalo(C&sub1;-C&sub2;)alkyl.

In einem mehr bevorzugten Verfahren dieser Erfindung

stellt X Fluor dar,

ist R (C&sub1;-C&sub3;)Alkyl, Polyhalo(C&sub1;-C&sub2;)alkyl oder (C&sub1;-C&sub2;)Alkyl, das mit OR&sup4; substituiert ist,

ist R' ein Wasserstoffatom, (C&sub1;-C&sub2;)Alkyl, Polyhalo(C&sub1;-C&sub2;)alkyl, (C&sub1;-C&sub2;)Alkyl, das mit NR²R³, Hydroxy oder OR&sup4; substituiert ist,

sind R² und R³ jeweils unabhängig ein Wasserstoffatom oder (C&sub1;-C&sub2;)Alkyl, oder bilden zusammen mit dem Stickstoffatom, an welches sie gebunden sind, einen 5- oder 6-gliedrigen heterocyclischen Ring, und

ist R&sup4; (C&sub1;-C&sub2;)Alkyl oder Polyhalo(C&sub1;-C&sub2;)alkyl.

In einem noch mehr bevorzugten Verfahren dieser Erfindung ist R Methyl oder Ethyl und R' stellt ein Wasserstoffatom, (C&sub1;-C&sub2;)Alkyl oder Polyhalo(C&sub1;-C&sub2;)alkyl dar.

In einem am meisten bevorzugten Verfahren dieser Erfindung ist R Ethyl und R' stellt ein Wasserstoffatom dar.

Die katalytische Menge Platin kann jede Form von Platin mit einer großen Oberfläche sein. Solche Katalysatoren können die Form von Platin auf einem Kohlenstoffträger, vorzugsweise 5 Gew.-% Platin auf Kohlenstoff (5% Pt/C), Platin auf einem Aluminiumoxidträger, Platin auf einem Silicamaterialträger, Platin auf einem keramischen Träger, Platin(IV)oxid (PtO&sub2;) oder eines Fließbettes einnehmen. Die Katalysatorbeladung kann im Bereich von 0,001 bis 10%, vorzugsweise von 0,001 bis 0,1%, mehr bevorzugt von 0,001 bis 0,05% und noch mehr bevorzugt von 0,01 bis 0,05% liegen. Die Katalysatorbeladung wird als das Gewicht von Platin bezogen auf das Gewicht des Ausgangsmaterials 4,4,4-Trihaloacetoacetat bestimmt. Andere Metalle, einschließlich Raney-Nickel, Palladium auf Kohlenstoff und Ruthenium auf Kohlenstoff, wurden als Katalysatoren untersucht. Es wurden nur sehr geringe Ausbeuten eines 4,4,4-Trihalo-3-hydroxybuttersäurester-Produktes erhalten (0-25%)

Der Wasserstoffdruck kann im Bereich von 1 bis 100 bar, vorzugsweise von 2 bis 5 bar liegen. Die Verringerung der Reaktionstemperatur kann im Bereich von Raumtemperatur bis 150ºC, vorzugsweise von Raumtemperatur bis 80ºC, mehr bevorzugt von 30 bis 60ºC liegen. Die Reaktionszeiten sind von der Reaktorgestaltung, Reaktionstemperatur, dem Wasserstoffdruck etc. abhängig, betragen aber gewöhnlich 1 bis 24 Stunden, vorzugsweise 2 bis 10 Stunden. Gutes Rühren der Reaktionsmischung führt zu kürzeren Reaktionszeiten.

Es wird eine Base oder Säure als ein Cokatalysator zugegeben. Die Beladung des. Cokatalysators kann von 0,1 bis 10 Gew.-% bezogen auf das Gewicht des Ausgangsmaterials Trihaloacetoacetat sein. Bevorzugt sind 0,1 bis 3 Gew.-%. Der Cokatalysator kann eine lösliche oder unlösliche Säure oder Base sein. Basen sind als Cokatalysator mehr bevorzugt als Säuren. Beispiele für Cokatalysator-Säuren sind organische oder anorganische Säuren wie HCl, H&sub2;SO&sub4;, p-Toluolsulfonsäure, Methansulfonsäure, Essigsäure, Trichloressigsäure, ein Kationenaustauschharz etc. Beispielen für Basen sind organische oder anorganische Basen wie Triethylamin (und andere Mono-, Di- und Trialkylamine), Pyridin und substituierte Pyridine, Hydroxide, Carbonate, Bicarbonate, ein Anionenaustauschharz etc. Bevorzugte Basen sind Triethylamin und Mono-, Di- und Trialkylamine. Wenn ein 4,4,4-Trihalo-3- hydroxybuttersäureester-Produkt sehr hoher Reinheit erwünscht ist, kann es am Besten sein, unlösliche Basen wie Poly(vinylpyridin) oder ein Anionenaustauschharz zu verwenden, die durch Filtration von dem Produkt entfernt werden können.

Das Verfahren kann als diskontinuierliche Reaktion gefahren werden, wobei das Ausgangsmaterial 4,4,4-Trihaloacetoacetat, Platinkatalysator und Cokatalysator eingetragen werden, der Reaktor mit Wasserstoffgas beladen wird, und wobei bewegt wird, um Produkt zu erzeugen. Das Produkt wird dann durch Filtration, Zentrifugation oder einem anderen zur Entfernung von Katalysator geeigneten Mittei isoliert. Das Verfahren könnte auch auf halbkontinuierliche Weise durchgeführt werden, wobei das Ausgangsmaterial 4,4,4-Trihaloacetoacetat, das den Cokatalysator enthält, über ein Bett immobilisierten Katalysators geleitet wird und am Ende reines Produkt erhalten wird. Das Katalysatorbett sollte so hergestellt sein, dass es eine mechanische Stabilität und eine große Oberfläche an Platin bereitstellt. Das Trägermaterial könnte Kohlenstoff, Aluminiumoxid, keramisches Material oder aus anderen Materialien sein. Die Reaktion kann in jeder Durchführungsweise erhitzt werden.

Die folgenden Beispiele und experimentellen Durchführungen sind als zusätzliche Anleitung für den Durchführenden angegeben.

Beispiel 1: Herstellung von Ethyl-4,4,4-trifluor-3-hydroxybutyrat

Ethyl-4,4,4-trifluoracetoacetat (350 g) unter Stickstoffgas wurde auf 40ºC erhitzt und mit Platin (0,7 g 5% Pt/C, 0,01% Beladung) und Triethylamin (1,5 g, 0,4% Beladung) behandelt. Wasserstoff wurde bis zu einem Druck von 5 bar zugeführt, und die Mischung wurde bei 40ºC für 6 h bewegt. Nach Filtration zur Entfernung des Katalysators wurden 341 g (96% Ausbeute) Ethyl-4,4,4-trifluor-3-hydroxybutyrat erhalten.

Beispiel 2: Herstellung von Ethyl-4,4,4-trifluor-3-hydroxybutyrat

Ethyl-4,4,4-trifluoracetoacetat (50 g) unter Stickstoffgas wurde auf 40ºC erhitzt und mit Platin (0,1 g 5% Pt/C, 0,01% Beladung) und Triethylamin (1,5 g, 2,9% Beladung) behandelt. Wasserstoff wurde bis zu einem Druck von 5 bar zugeführt, und die Mischung wurde bei 40ºC für 6 h bewegt. Nach Filtration zur Entfernung des Katalysators wurden 48,5 g (96% Ausbeute) Ethyl-4,4,4-trifluor-3-hydroxybutyrat erhalten.

Beispiel 3: Herstellung von Ethyl-2-methyl-4,4,4-trifluor-3-hydroxybutyrat

Ethyl-2-methyl-4,4,4-trifluoracetoacetat (50 g) unter Stickstoffgas wird auf 40ºC erhitzt und mit Platin (0,1 g 5% Pt/C, 0,01% Beladung) und Triethylamin (0,2 g, 0,4% Beladung) behandelt. Wasserstoff wird bis zu einem Druck von 5 bar zugeführt, und die Mischung wird bei 40ºC für 6 h bewegt. Nach Filtration zur Entfernung des Katalysators werden 48,5 g (96% Ausbeute) Ethyl-2-methyl-4,4,4-trifluor-3- hydroxybutyrat erhalten.

Beispiel 4: Herstellung von Ethyl-4,4,4-trifluor-3-hydroxybutyrat

Ethyl-4,4,4-trifluoracetoacetat (50 g) unter Stickstoffgas wird auf 40ºC erhitzt und mit Platin (0,1 g 5% Pt/C, 0,01% Beladung) und Methansulfonsäure (1,5 g, 2,9% Beladung) behandelt. Wasserstoff wird bis zu einem Druck von 5 bar zugeführt, und die Mischung wird bei 40ºC für 6 h bewegt. Nach Filtration zur Entfernung des Katalysators werden 25,3 g (50% Ausbeute) Ethyl-4,4,4-trifluor-3-hydroxybutyrat erhalten.

Beispiel 5: Herstellung von Ethyl-4,4,4-trifluor-3-hydroxybutyrat

Ethyl-4,4,4-trifluoracetoacetat (50 g) unter Stickstoffgas wird auf 40ºC erhitzt und mit Platin (0,5 g 1% Pt/C, 0,05% Beladung) und Triethylamin (0,2 g, 0,4% Beladung) behandelt. Wasserstoff wird bis zu einem Druck von 5 bar zugeführt, und die Mischung wird bei 40ºC für 6 h bewegt. Nach Filtration zur Entfernung des Katalysators werden 48,5 g (96% Ausbeute) Ethyl-4,4,4-trifluor-3-hydroxybutyrat erhalten.

Beispiel 6: Herstellung von Ethyl-4,4,4-trifluor-3-hydroxybutyrat

Ethyl-4,4,4-trifluoracetoacetat (50 g) unter Stickstoffgas wird auf 40ºC erhitzt und mit Platin (0,1 g 5% Pt/Aluminiumoxid, 0,01% Beladung) und Triethylamin (0,2 g, 0,4% Beladung) behandelt. Wasserstoff wird bis zu einem Druck von 5 bar zugeführt, und die Mischung wird bei 40ºC für 6 h bewegt. Nach Filtration zur Entfernung des Katalysators werden 48,5 g (96% Ausbeute) Ethyl-4,4,4-trifluor-3-hydroxybutyrat erhalten.

Beispiel 7: Herstellung von Isopropyl-4,4,4-trifluor-3-hydroxybutyrat

Isopropyl-4,4,4-trifluoracetoacetat (50 g) unter Stickstoffgas wird auf 40ºC erhitzt und mit Platin (0,1 g 5% Pt/C, 0,01% Beladung) und Triethylamin (0,2 g, 0,4% Beladung) behandelt. Wasserstoff wird bis zu einem Druck von 5 bar zugeführt, und die Mischung wird bei 40ºC für 6 h bewegt. Nach Filtration zur Entfernung des Katalysators werden 48,5 g (96% Ausbeute) Isopropyl-4,4,4-trifluor-3-hydroxybutyrat erhalten.


Anspruch[de]

1. Verfahren zur Herstellung einer Verbindung der Formel (I)

ausgehend von einer Verbindung der Formel (II)

wobei kein Reaktionslösungsmittel vorhanden ist, das die Schritte umfasst:

(i) Umsetzen der Verbindung der Formel (II) mit Wasserstoff in Gegenwart einer katalytischen Menge Platin oder Platin(IV)oxid und einer katalytischen Menge einer Säure oder einer Base, um die Verbindung der Formel (I) zu bilden, und

(ii) Abtrennen der Verbindung der Formel (I) von dem Platinkatalysator,

wobei

X Fluor oder Chlor darstellt,

R Alkyl, Haloalkyl, Polyhaloalkyl, Alkyl, das mit NR²R³, Hydroxy oder OR&sup4; substituiert ist, Phenyl oder Phenyl, das mit einer oder mehreren Gruppen unabhängig ausgewählt aus Halo, Alkyl, Hydroxy, Alkoxy, Haloalkoxy, Polyhaloalkoxy, Haloalkyl oder Polyhaloalkyl substituiert ist, darstellt,

R' ein Wasserstoffatom, Alkyl, Haloalkyl, Polyhaloalkyl, Alkyl, das mit NR²R³, Hydroxy oder OR&sup4; substituiert ist, Phenyl oder Phenyl, das mit einer oder mehreren Gruppen unabhängig ausgewählt aus Halo, Alkyl, Hydroxy, Alkoxy, Haloalkoxy, Polyhaloalkoxy, Haloalkyl oder Polyhaloalkyl substituiert ist, darstellt,

R² und R³ jeweils unabhängig ein Wasserstoffatom oder Alkyl darstellen oder zusammen mit dem Stickstoffatom, an welches sie gebunden sind, einen 5- oder 6-gliedrigen heterocyclischen Ring bilden, und R&sup4;, Alkyl, Haloalkyl oder Polyhaloalkyl darstellt.

2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei

X Fluor oder Chlor darstellt,

R (C&sub1;-C&sub4;)Alkyl, Halo(C&sub1;-C&sub4;)alkyl, Polyhalo(C&sub1;-C&sub4;)alkyl, (C&sub1;-C&sub4;)Alkyl, das mit NR²R³, Hydroxy oder OR&sup4; substituiert ist, Phenyl oder Phenyl, das mit einer oder mehreren Gruppen unabhängig ausgewählt aus Halo, (C&sub1;-C&sub2;)Alkyl, Hydroxy, (C&sub1;-C&sub2;)Alkoxy, Halo(C&sub1;-C&sub2;)alkoxy, Polyhalo(C&sub1;-C&sub2;)alkoxy, Halo(C&sub1;- C&sub2;)alkyl oder Polyhalo(C&sub1;-C&sub2;)alkyl substituiert ist, darstellt;

R' ein Wasserstoffatom, (C&sub1;-C&sub4;)Alkyl, Halo(C&sub1;-C&sub4;)alkyl, Polyhalo(C&sub1;- C&sub4;)alkyl, (C&sub1;-C&sub4;)Alkyl, das mit NR²R³, Hydroxy oder OR&sup4; substituiert ist, Phenyl oder Phenyl, das mit einer oder mehreren Gruppen unabhängig ausgewählt aus Halo, (C&sub1;-C&sub2;)Alkyl, Hydroxy, (C&sub1;-C&sub2;)Alkoxy, Halo(C&sub1;-C&sub2;)alkoxy, Polyhalo(C&sub1;-C&sub2;)alkoxy, Halo(C&sub1;-C&sub2;)alkyl oder Polyhalo(C&sub1;-C&sub2;)alkyl substituiert ist, darstellt;

R² und R³ jeweils unabhängig ein Wasserstoffatom oder (C&sub1;-C&sub2;)Alkyl darstellen oder zusammen mit dem Stickstoffatom, an welches sie gebunden sind, einen 5- oder 6-gliedrigen heterocyclischen Ring bilden, und

R&sup4; (C&sub1;-C&sub2;)Alkyl, Halo(C&sub1;-C&sub2;)alkyl oder Polyhalo(C&sub1;-C&sub2;)alkyl darstellt.

3. Verfahren nach Anspruch 2, wobei

X Fluor darstellt,

R (C&sub1;-C&sub3;)Alkyl, Polyhalo(C&sub1;-C&sub2;)alkyl oder (C&sub1;-C&sub2;)Alkyl, das mit OR&sup4; substituiert ist, darstellt,

R' ein Wasserstoffatom, (C&sub1;-C&sub2;)Alkyl, Polyhalo(C&sub1;-C&sub2;)alkyl, (C&sub1;- C&sub2;)Alkyl, das mit NR²R³, Hydroxy oder OR&sup4; substituiert ist, darstellt,

R² und R³ jeweils unabhängig ein Wasserstoffatom oder (C&sub1;-C&sub2;)Alkyl darstellen, oder zusammen mit dem Stickstoffatom, an welches sie gebunden sind, einen 5- oder 6-gliedrigen heterocyclischen Ring bilden, und

R&sup4; (C&sub1;-C&sub2;)Alkyl oder Polyhalo(C&sub1;-C&sub2;)alkyl darstellt.

4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei R Methyl oder Ethyl und R' ein Wasserstoffatom, (C&sub1;-C&sub2;)Alkyl oder Polyhalo(C&sub1;-C&sub2;)alkyl darstellt.

5. Verfahren nach Anspruch 4, wobei R Ethyl und R' ein Wasserstoffatom darstellt.

6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die katalytische Menge Platin in Schritt (i) ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Platin auf einem Kohlenstoffträger, Platin auf einem Aluminiumoxidträger, Platin auf einem Silicamaterialträger, Platin auf einem keramischen Träger und Platin(IV)oxid.

7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei die katalytische Menge Platin 5 Gew.-% Platin auf einem Kohlenstoffträger ist.

8. Verfahren nach Anspruch 6, wobei die katalytische Menge einer Säure oder einer Base ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus HCl, H&sub2;SO&sub4;, p- Toluolsulfonsäure, Methansulfonsäure, Essigsäure, Trichloressigsäure, einem Kationenaustauschharz, einem Monoalkylamin, einem Dialkylamin, einem Trialkylamin, Pyridin, einem substituierten Pyridin, einem Hydroxid, einem Carbonat, einem Bicarbonat, einem Anionenaustauschharz und Poly(vinylpyridin).

9. Verfahren nach Anspruch 8, wobei die Base ein Dialkylamin oder ein Trialkylamin ist.

10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei das Amin Triethylamin ist.

11. Verfahren nach Anspruch 8, wobei die Säure oder Base in einer Menge von 0,1 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht der Verbindung der Formel (II), vorhanden ist.

12. Verfahren nach Anspruch 6, wobei die katalytische Menge Platin in einer Menge von 0,001 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht der Verbindung der Formel (II), vorhanden ist.

13. Verfahren nach Anspruch 12, wobei die katalytische Menge Platin in einer Menge von 0,001 bis 0,1 Gew.-% vorhanden ist.

14. Verfahren nach Anspruch 6, wobei der Wasserstoffdruck 1 bis 100 bar beträgt.

15. Verfahren nach Anspruch 6, wobei die Reaktionstemperatur Raumtemperatur bis 150ºC beträgt.

16. Verfahren nach Anspruch 15, wobei die Reaktionstemperatur Raumtemperatur bis 80ºC beträgt.







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