PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69903929T2 21.08.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 1067845
Titel ESSBARE SPRÜHEMULSION
Anmelder Campina Melkunie B.V., Zaltbommel, NL
Erfinder MEIJER, Jennie, Margarethe, NL-4761 SV Zevenbergen, NL
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69903929
Vertragsstaaten BE, DE, DK, ES, FR, GB, IT, LU, NL, PT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 31.03.1999
EP-Aktenzeichen 999137417
WO-Anmeldetag 31.03.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/NL99/00194
WO-Veröffentlichungsnummer 0099051112
WO-Veröffentlichungsdatum 14.10.1999
EP-Offenlegungsdatum 17.01.2001
EP date of grant 13.11.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.08.2003
IPC-Hauptklasse A23L 1/19

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Emulsion, umfassend Milchfett und eine oder mehrere andere Arten von Fettbestandteilen zum Herstellen eines Sahnesurrogats, welches im Wesentlichen die Geschmacksempfindung und das Mundgefühl von Sprühsahne aufweist und in einem Druckbehälter verpackt ist, der eine Abgabeeinrichtung zur Abgabe der Emulsion in geschlagener Form umfasst.

Eine Emulsion zum Herstellen von Sprühsahne ist bekannt und wird gewöhnlich in Aerosoldruckdosen abgepackt verkauft. Sprühsahne soll eine Emulsion der vorstehend beschriebenen Art bedeuten, in welcher die Fettbestandteile Sahne sind. Im Allgemeinen beträgt der Fettgehalt und deshalb der Sahnegehalt in einer Sprühsahneemulsion 20-35 Gew.-%. Die Inhaltsstoffe einer derart beschaffenen Emulsion umfassen im Allgemeinen außer Sahne Magermilch, Zucker, Emulgator und einen Stabilisator. Außerdem können weitere Substanzen wie etwa Glucosesirup und Aromastoffe enthalten sein.

In dieser Anmeldung soll "Druckbehälter, der eine Abgabeeinrichtung zur Abgabe der Emulsion in geschlagener Form umfasst" jeden Behälter bedeuten, in dem die Emulsion enthalten ist, wobei dieser Behälter ein Ventil zum Abgeben und/oder Dosieren der Emulsion aus dem Behälter auf kontrollierte Weise, wenn das Ventil geöffnet ist, umfasst. Der Inhalt des Behälters wird unter Druck gesetzt, was durch Maßnahmen erreicht werden kann, die im Fachgebiet allgemein bekannt sind, wie etwa mit Hilfe eines Treibmittels, durch einen Behälter mit einem beweglichen Kolben oder einen Behälter mit mehreren Kammern. Vorzugsweise wird der Druck in dem Druckbehälter durch die Beigabe eines Treibmittels in dem Behälter erzielt, welches sich gegebenenfalls in der Emulsion löst. Der Druckbehälter ist vorzugsweise als Sprühsahne-Aerosoldruckdose ausgelegt. Der Verbraucher hat festgestellt, dass ein derart beschaffener Behälter eine sehr benutzerfreundliche Form der Verpackung für Schlagsahne und auch für eine Garnierung ist.

Der Nachteil von derart beschaffenen Emulsionen ist die Tatsache, dass das Milchfett in der Aerosoldruckdose für eine Oxidation anfällig ist, was dazu führen kann, dass das Aroma beeinträchtigt wird. Außerdem sind die Kosten der Herstellung der Emulsion aufgrund des relativ hohen Sahnegehaltes ziemlich hoch.

Das Spezialgebiet kennt auch das Ersetzen von Schlagsahne durch eine Pflanzenfettemulsion, welche in einer Aerosoldruckdose aufbewahrt werden kann. Dieses Schlagsahnesurrogat (Garnierung) schmeckt jedoch anders und folglich bevorzugt der Verbraucher dieses Produkt trotz des niedrigeren Preises im Allgemeinen nicht gegenüber der vorstehend erwähnten Schlagsahne-Aerosoldruckdose.

US-A-3944680 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von schlagbarem Sauerrahm umfassend Milchfett und Pflanzenfett, mit einem pH von 5,0 oder weniger, unter Verwendung eines speziellen Emulgators und globulären Proteins, welches bei dem pH der Emulsion nicht koaguliert.

US-A-4493443 offenbart ein aufschäumbares alkoholisches Produkt, umfassend Pflanzenöl und möglicherweise flüssige Sahne als Calciumquelle, mit einem pH von annähernd 5,0 und einem Fettgehalt unter 10%, um einen stabilen Schaum in Gegenwart von Alkohol zu erhalten. Ein spezielles Schaumstabilisierungsmittel ist in das Produkt eingefüllt.

EP-A-0469656 und EP-A-0563593 beschreiben schlagbare Sahneemulsionen, umfassend Pflanzenfett und Butterfett. Diese Emulsionen werden jedoch nicht in einen Druckbehälter wie etwa ein Aerosol eingefüllt.

JP-A-61 280 232 beschreibt ein Aerosol für ein Schlagsahnesurrogat, umfassend eine Emulsion, deren Fettpartikel pflanzlichen Ursprungs sind. Es wurde festgestellt, dass eine gebrauchsfertige Emulsion mit einer Stabilität von mindestens 2 Monaten erhalten werden kann, wenn der mittlere Durchmesser der Teilchentröpfchen in der Emulsion 0,97 um oder weniger beträgt.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, eine Emulsion bereit zu stellen, die in einem Druckbehälter verpackt ist, mit welcher es möglich ist, ein Sprühsahnesurrogat herzu stellen, welches der Verbraucher nicht oder kaum von echter Sprühsahne unterscheiden kann und welches eine lange Haltbarkeit aufweist, und zu diesem Zweck stellt die Erfindung eine Emulsion, umfassend Milchfett und eine oder mehrere andere Arten von Fettbestandteilen zum Herstellen eines Sahnesurrogats bereit, welches im Wesentlichen die Geschmacksempfindung und das Mundgefühl von Sprühsahne aufweist und in einem Druckbehälter verpackt ist, der eine Abgabeeinrichtung zur Abgabe der Emulsion in geschlagener Form umfasst, wobei die Teilchengrößenverteilung des Milchfetts und der anderen Art von Fettbestandteilen einander im Wesentlichen entsprechen und der volumengewichtete mittlere Durchmesser der Fettteilchen der Emulsion, angegeben als D(4,3)-Wert, zwischen 1-3 um liegt.

Überraschenderweise ist festgestellt worden, dass eine solche Emulsion, welche Milchfett und andere Arten von Fett enthält, welche nachstehend als "Sahnemischung" bezeichnet wird, die in einem Druckbehälter aufbewahrt wird, viel weniger anfällig für eine Oxidation ist, als man auf der Grundlage des Milchfettgehaltes erwarten sollte. Es ist wichtig, dass die Teilchengrößenverteilung des Milchfetts im Wesentlichen der Teilchengrößenverteilung der anderen Fettbestandteile entspricht. Dies ergibt eine homogene Emulsion, mit der, nachdem sie aus dem Behälter abgegeben wurde, ein Sprühsahnesurrogat erhalten wird, welches sowohl im Hinblick auf die Geschmacksempfindung als auch die organoleptische Empfindung im Mund ("Mundgefühl") nicht oder kaum von der ursprünglichen Sprühsahne unterschieden werden kann. Die Teilchengrößenverteilung der Fettbestandteile der erfindungsgemäßen Emulsion kann als der D(4,3)-Wert angegeben werden, der als der volumengewichtete mittlere Durchmesser der Teilchen definiert ist. Der D(4,3)-Wert kann unter Verwendung von Teilchengrößenmessungen berechnet werden, die beispielsweise mit Hilfe eines Laserbeugungsgeräts durchgeführt werden. Ein D(4,3)-Wert von 5-10 um bedeutet, dass der volumengewichtete mittlere Durchmesser der Fettteilchen zwischen 5 und 10 um liegt. Auf der Basis des wie vorstehend definierten D(4,3)-Werts beträgt die Teilchengrößenverteilung der Fettbestandteile in der erfindungsgemäßen Emulsion D(4,3) = 1-3 um, vorzugsweise D(4,3) = 1,5 um.

Das einfache Vermischen einer Sprühsahneemulsion mit einer Garnierungsemulsion ergibt keine erfindungsgemäße Emulsion; eine Mischung mit dieser Beschaffenheit kann nicht zum Bilden eines stabilen Sprühsahnesurrogats verwendet werden. Der Grund dafür liegt zum Teil in der Tatsache, dass die Teilchengröße der Fettbestandteile der Garnierungsemulsion viel geringer ist als die der Sprühsahneemulsion. Das Angleichen der Teilchengrößenverteilung der Fettbestandteile, wobei die Fettteilchen der Emulsion einen D(4,3)-Wert von 1-3 um aufweisen, macht es in der Tat möglich, ein angenehmes Sprühsahnesurrogat zu erhalten, welches bei Raumtemperatur mindestens 6 Monate lang stabil bleibt, wenn es in einer Aerosoldruckdose aufbewahrt wird. Die anderen Fettbestandteile können z. B. aus Pflanzenfetten, tierischen Fetten und/oder synthetischen Fetten ausgewählt werden.

Vorzugsweise umfassen die anderen Arten von Fettbestandteilen ein Pflanzenfett. Es wurde festgestellt, dass Pflanzenfette zum Erhalten eines Sprühsahnesurrogats von guter Qualität verwendet werden können und die Kosten einer Sprühsahnemischung mit dieser Beschaffenheit sind beträchtlich niedriger als die Kosten einer Sprühsahneemulsion.

Vorteilhafterweise ist das Pflanzenfett zumindest teilweise gesättigt. Derart beschaffene Fette sind billig und leicht in die Mischung einzuarbeiten. Außerdem gibt es keine oder kaum eine nachteilige Wirkung auf die Geschmacksempfindung.

Vorteilhafterweise umfasst die Gesamtmenge an Fett in der Emulsion 10-90 Gew.-% Pflanzenfett, Rest Milchfett, mehr bevorzugt 20-75 Gew.-% Pflanzenfett, Rest Milchfett, und noch mehr bevorzugt 40-60 Gew.-% Pflanzenfett, Rest Milchfett. Der Verbraucher ist nicht in der Lage oder kaum in der Lage, ganz gewiß im letztgenannten Fall, die Geschmacksempfindung von der einer normalen Sprühsahne zu unterscheiden.

Die erfindungsgemäße Emulsion umfasst vorteilhafterweise ungeschlagene Sahne. Wenngleich andere Arten von Milchfett wie etwa Butterfett oder fraktioniertes Milchfett ebenfalls geeignet sind, wird die beste Qualität des Sprühsahnesurrogats mit ungeschlagener Sahne erhalten. Deshalb ist das Milchfett am meisten bevorzugt in Form von ungeschlagener Sahne enthalten.

Der Fettgehalt in der erfindungsgemäßen Mischung beträgt 10-40 Gew.-%, mehr bevorzugt 15-35 Gew.-% und am meisten bevorzugt 20-30 Gew.-%. Ein solcher Fettgehalt entspricht dem Fettgehalt von Sprühsahne; deshalb ist die Sahnemischung hervorra gend geeignet zum Herstellen eines Sprühsahnesurrogats mit Hilfe eines Druckbehälters, welches der Verbraucher nicht oder kaum von üblicher Sprühsahne unterscheiden kann.

Die Erfindung bezieht sich auch auf ein Verfahren zum Herstellen einer erfindungsgemäßen Emulsion, welche Milchfett und Pflanzenfett enthält, wobei mindestens ein Emulgator verwendet wird, umfassend

a) Auflösen des Emulgators in gegebenenfalls erwärmter Magermilch, Wasser, Pflanzenfett und/oder anderen Fettbestandteilen;

b) Vermischen von weiteren fettfreien Bestandteilen in Magermilch oder Wasser;

c) Vermischen der in a) und b) erhaltenen Mischungen;

d) Homogenisieren der in c) erhaltenen Mischung, um eine Emulsion zu bilden, bis die Teilchengrößenverteilungen der Fettbestandteile in der Emulsion nach der Homogenisierung einander im Wesentlichen entsprechen.

Dies führt zu einer Sahnemischung mit einer einheitlichen Teilchengrößenverteilung. Falls es gewünscht wird, Sahne in die Mischung einzuarbeiten, kann die Sahne vor der Homogenisierung zu der Mischung hinzugegeben werden; es ist jedoch bevorzugt, die Sahne nach dem gewünschten Homogenisierungsschritt zuzugeben und anschließend die Sahne enthaltende Mischung erneut zu homogenisieren, um die gewünschte Teilchengröße zu erhalten. Deshalb bezieht sich die Erfindung auch auf ein Verfahren zum Herstellen einer erfindungsgemäßen Emulsion, welche Milchfett und Pflanzenfett enthält, wobei mindestens ein Emulgator und ungeschlagene Sahne verwendet werden, umfassend

a) Auflösen des Emulgators in gegebenenfalls erwärmter Magermilch, Wasser, Pflanzenfett und/oder anderen Fettbestandteilen;

b) Vermischen von weiteren fettfreien Bestandteilen in Magermilch oder Wasser;

c) Vermischen der in a) und b) erhaltenen Mischungen;

d) Homogenisieren der in c) erhaltenen Mischung, um eine Emulsion zu bilden, auf eine solche Weise, dass die Teilchengrößenverteilungen der Fettbestandteile in der Emulsion nach der Homogenisierung im Wesentlichen der von ungeschlagener Sahne entsprechen;

e) Hinzugeben der gewünschten Menge an ungeschlagener Sahne zu der Emulsion.

Dies führt zu einer Sahnemischung, in welcher die Teilchengrößenverteilungen der Fettbestandteile (des Pflanzenfetts, der Fette aus der Sahne und beliebiger anderer Fettbestandteile) einander im Wesentlichen entsprechen. Wenngleich eine erfindungsgemäße Emulsion, in welcher die Teilchengrößenverteilung der Fettbestandteile der von ungeschlagener Sahne entspricht, für eine Aufbewahrung in einem Druckbehälter geeignet ist, weist sie aufgrund der Tatsache, dass sich die Fettbestandteile trennen bzw. entmischen können, eine kürzere Haltbarkeit auf. Der Grund dafür ist, dass die Teilchengröße des Milchfetts in ungeschlagener Sahne einigermaßen heterogen ist.

Um eine solche Trennung bzw. Entmischung zu vermeiden, wird die Emulsion vorzugsweise auf eine solche Weise homogenisiert, dass die Teilchengrößenverteilung der Fettbestandteile in der Emulsion, welche letztlich erhalten werden soll, einen D(4,3)-Wert von 1-3 um, noch mehr bevorzugt einen D(4,3)-Wert von 1,5-2 um aufweist und am meisten bevorzugt eine Teilchengrößenverteilung ist, welche der von Sprühsahne entspricht. Diese Teilchengrößenverteilung kann bereits während des vorstehend erwähnten ersten Homogenisierungsschritts erhalten worden sein. Wenn jedoch Sahne nach dem ersten Homogenisierungsschritt hinzugegeben wird, ist es bevorzugt, die gewünschte Teilchengrößenverteilung mittels eines weiteren Homogenisierungsschritts einzustellen, nachdem die Sahne zugegeben worden ist. Es ist auch möglich, die Sahne getrennt zu homogenisieren, bis die gewünschte Teilchengröße erreicht ist, wonach die homogenisierte Sahne mit den übrigen Bestandteilen vermischt wird, welche ebenfalls zu der gewünschten Teilchengröße homogenisiert worden sind. Außerdem kann auf einen ersten Homogenisierungsschritt ein zweiter folgen, ohne dass die Sahne zugegeben wird.

In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die Emulsion deshalb erneut homogenisiert, was schließlich zu der gewünschten Teilchengrößenverteilung führt, und diese Emulsion wird unter aseptischen Bedingungen in Behälter eingefüllt und die Behälter werden dann unter Verwendung eines Treibmittels unter Druck gesetzt. Auf diese Weise ist es möglich, Aerosoldruckdosen zu erhalten, in welchen die erfindungsgemäße Emulsion aufbewahrt wird. Vor dem zweiten Homogenisierungsschritt oder im Anschluss an diesen Schritt wird die Emulsion vorzugsweise pasteurisiert oder sterilisiert, um eine lange Haltbarkeit der Emulsion zu gewährleisten.

So kann erfindungsgemäß das Pflanzenfett erwärmt werden, wonach die Emulgatoren darin gelöst werden. Andere Bestandteile wie etwa Zucker, Glucosesirup, Aromastoffe usw. können in der Magermilch gelöst werden, welche zu diesem Zweck nicht unbedingt erwärmt werden muss. Die wässrige Phase und die Fettphase, d. h. die Magermilch und das erwärmte Pflanzenfett, und gegebenenfalls das Milchfett bzw. andere Fette werden vermischt und anschließend auf eine solche Weise homogenisiert, dass die Teilchengrößenverteilung der Fettbestandteile einander im Wesentlichen entspricht. Als Alternative zu einem Emulgator ist es auch möglich, andere emulgierende Bestandteile, insbesondere gewonnen aus Milch, Soja oder Eiern, wie etwa beispielsweise Milchpulver, Caseinat, Molkentrockensubstanz, Lecithin, Eidotter usw. auszuwählen. Die Verwendung eines Stabilisators wie etwa Carrageen wird empfohlen. Um die Emulsion in einem Druckbehälter wie etwa einer Aerosoldruckdose aufzubewahren, wird die Emulsion anschließend sterilisiert, erneut homogenisiert, bis die gewünschte Teilchengrößenverteilung der Fettbestandteile erreicht ist, und die homogenisierte Emulsion wird unter aseptischen Bedingungen in Behälter eingefüllt, wonach die Behälter unter Verwendung eines Treibmittels unter Druck gesetzt werden. Die Emulsion wird gewöhnlich unter Verwendung eines UHT-Verfahrens sterilisiert, wonach die Emulsion im Anschluss an einen zweiten Homogenisierungsschritt in Druckbehälter, z. B. in Aerosoldruckdosen eingefüllt wird. Die Homogenisierung kann auf eine in dem Spezialgebiet bekannte Weise durchgeführt werden, wie etwa unter Verwendung eines Homogenisators, einer Homogenisierpumpe, einer Kolloidmühle oder einer ähnlichen Anlage. Da es wichtig ist, eine stabile Emulsion zu erhalten, ist es bevorzugt, diese Behandlung vor dem Sterilisierungsverfahren durchzuführen

Die Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf eine Reihe von Beispielen ausführlicher erläutert.

Beispiele

Unter Verwendung der nachstehend gezeigten Formulierungen wird das Pflanzenfett auf 75ºC erwärmt und die Emulgatoren werden darin aufgelöst. Die anderen fettfreien Inhaltsstoffe werden in Magermilch gelöst, welche nicht erwärmt ist. Die wässrige Phase und die Pflanzenfettphase werden "in line"-vermischt und homogenisiert, bis eine einheitliche Teilchengrößenverteilung der Pflanzenfettbestandteile erhalten wird, welche der von Sahne entspricht. Anschließend wird die Sahne hinzugegeben. Die auf diese Weise erhaltene Mischung wird dann in einem UHT-Verfahren sterilisiert und stromabwärts homogenisiert, bis die Fettbestandteile die gewünschte Teilchengrößenverteilung der gebrauchsfertigen Sprühsahneemulsion haben (D(4,3) = 1,5-2 um). Anschließend wird die Emulsion in Dosen eingefüllt und dann wird Distickstoffoxidgas zugegeben. Das Sprühsahnesurrogat, das unter Verwendung einer Sahnemischung mit dieser Beschaffenheit hergestellt wird, ist in jeder Hinsicht mit Sprühsahne vergleichbar.

Für den Fall, dass beispielsweise Butter oder Milchfett anstelle von Sahne in der Emulsion verwendet wird, kann man alle Fettbestandteile zusammen erwärmen und sie in einem Schritt, oder falls dies gewünscht wird, in zwei aufeinanderfolgenden Schritten homogenisieren. Zusammensetzungen einer erfindungsgemäßen Sahnemischung sind in der nachstehenden Tabelle gezeigt.

TABELLE Sahnemischungsformulierung

Falls es gewünscht wird, kann Wasser, gegebenenfalls in Kombination mit Milchpulver, anstelle von Magermilch verwendet werden.

Es wurde festgestellt, dass das Sprühsahnesurrogat, welches unter Verwendung der Sahnemischung gemäß den beiden Formulierungen hergestellt wird, nicht oder kaum schlechter ist als übliche Sprühsahne. Das Sprühsahnesurrogat, das unter Verwendung einer Sahnemischung gemäß Formulierung 1 hergestellt wird, schmeckt weniger fettig, jedoch ohne das Mundgefühl, die Stabilität und das Aussehen zu beeinträchtigen. Außerdem wurde festgestellt, dass das Aroma der erfindungsgemäßen Sahnemischung sich kaum mit dem Alter verschlechtert und dass die Mischung mindestens sechs Monate lang stabil bleibt, und zwar sowohl wenn sie gekühlt wird als auch wenn sie nicht gekühlt wird, und ein gutes Produkt bildet, wenn sie abgegeben wird. Das Aroma der üblichen Sprühsahne verschlechtert sich jedoch, zum Teil infolge einer Oxidation des Milchfettes.

Die Sahnemischung hat eine steife Konsistenz, welche mit der von Sprühsahne vergleichbar ist, oder kann sogar steifer sein.

Die Kosten der Sahnemischung sind beträchtlich geringer als die von Sprühsahne, während der Verbraucher nicht in der Lage ist oder kaum in der Lage ist, die Sahnemi schung von normaler Sprühsahne im Hinblick auf das Aussehen und den Geschmack zu unterscheiden.

Die Sahnemischung ist hervorragend geeignet beispielsweise zum Verzieren von Desserts, Kuchen und Torten, sowohl zum professionellen als auch zum häuslichen Einsatz, und ist auch zur Verwendung für Kaffee, Kakao usw. geeignet.


Anspruch[de]

1. Emulsion, umfassend Milchfett und eine oder mehrere andere Arten von Fettbestandteilen zum Herstellen eines Sprühsahnesurrogats, welches im Wesentlichen die Geschmacksempfindung und das Mundgefühl von Sprühsahne aufweist und in einem Druckbehälter verpackt ist, der eine Abgabeeinrichtung zur Abgabe der Emulsion in geschlagener Form umfasst, wobei die Teilchengrößenverteilung des Milchfetts und der anderen Art von Fettbestandteilen einander entsprechen und der volumengewichtete mittlere Durchmesser der Fettteilchen der Emulsion, angegeben als D(4,3)-Wert, zwischen 1-3 um liegt.

2. Emulsion, umfassend Milchfett nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilchengrößenverteilung, definiert als D(4,3), zwischen 1,5-2 um liegt.

3. Emulsion, umfassend Milchfett nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilchengrößenverteilung des Milchfetts und der anderen Fettbestandteile im Wesentlichen der von Sprühsahne entspricht.

4. Emulsion nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die anderen Arten von Fettbestandteilen Pflanzenfett umfassen.

5. Emulsion nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Pflanzenfett mindestens teilweise gesättigt ist.

6. Emulsion nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Gesamtmenge an Fett in der Emulsion 10-90 Gew.-% vorzugsweise 20-75 Gew.-% und am meisten bevorzugt 40-60 Gew.-% Pflanzenfett umfasst, wobei der Rest Milchfett ist.

7. Emulsion nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie ungeschlagene Sahne umfasst.

8. Emulsion nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Milchfett in Form von ungeschlagener Sahne enthalten ist.

9. Emulsion nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Fettgehalt 10-40 Gew.-%, vorzugsweise 15-35 Gew.-% und am meisten bevorzugt 20-30 Gew.-% beträgt.

10. Verfahren zum Herstellen einer Emulsion, welche Milchfett und Pflanzenfett enthält, nach einem der Ansprüche 1-9, wobei mindestens ein Emulgator verwendet wird, umfassend

a) Auflösen des Emulgators in gegebenenfalls erwärmter Magermilch, Wasser, Pflanzenfett und/oder anderen Fettbestandteilen;

b) Vermischen von weiteren fettfreien Bestandteilen in Magermilch oder Wasser;

c) Vermischen der in a) und b) erhaltenen Mischungen;

d) Homogenisieren der in c) erhaltenen Mischung auf eine solche Weise, dass die Teilchengrößenverteilungen der Fettbestandteile in der Emulsion nach der Homogenisierung einander im Wesentlichen entsprechen.

11. Verfahren zum Herstellen einer Emulsion, welche Milchfett und Pflanzenfett enthält, nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei mindestens ein Emulgator und ungeschlagene Sahne verwendet werden, umfassend

a) Auflösen eines Emulgators in gegebenenfalls erwärmter Magermilch, Wasser, Pflanzenfett und/oder anderen Fettbestandteilen;

b) Vermischen von weiteren fettfreien Bestandteilen in Magermilch oder Wasser;

c) Vermischen der in a) und b) erhaltenen Mischungen;

d) Homogenisieren der in c) erhaltenen Mischung, um eine Emulsion zu bilden, auf eine solche Weise, dass die Teilchengrößenverteilungen der Fettbestandteile in der Emulsion nach der Homogenisierung im Wesentlichen der von ungeschlagener Sahne entsprechen;

e) Hinzugeben der gewünschten Menge an ungeschlagener Sahne zu der Emulsion.

12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Emulsion erneut homogenisiert wird, unter aseptischen Bedingungen in Behälter eingefüllt wird und die Behälter anschließend unter Druck gesetzt werden, wobei ein Treibmittel verwendet wird.







IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com