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Dokumentenidentifikation DE69810893T2 28.08.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0952425
Titel Vorrichtung zum Bestimmen einer Winkelhalbierenden
Anmelder Papone, Antonio, Pietrabruna, Imperia, IT
Erfinder Papone, Antonio, Pietrabruna, Imperia, IT
Vertreter Rechts- und Patentanwälte Lorenz Seidler Gossel, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69810893
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, ES, FR, GB, GR, IT, LI
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 22.04.1998
EP-Aktenzeichen 988302410
EP-Offenlegungsdatum 27.10.1999
EP date of grant 22.01.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.08.2003
IPC-Hauptklasse G01B 3/56
IPC-Nebenklasse G01B 5/24   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bestimmen einer Winkelhalbierenden nach der Art umfassend die im Oberbegriff des Anspruchs 1 enthaltenen Merkmale.

Die vorliegende Vorrichtung ist insbesondere geeignet, auf rasche und genaue Weise die Winkelhalbierende zwischen zwei anliegenden Wänden oder Flächen von Bauteilen jeglicher Art zu bestimmen, um darauffolgend, die Einstellung von Maschinen oder Werkzeugen zu erleichtern, die den Schnitt der Enden von Sockeln, Rahmen und ähnlichen Zierelementen vollziehen, die im Bereich des Winkels oder der durch die erwähnten Wände gebildeten Kante anstoßend zusammengefügt werden.

Eine Vorrichtung der oben beschriebenen Art ist aus dem italienischen Gebrauchsmuster Nr. 224.314 auf den Namen derselben Anmelderin bekannt.

Eine solche Vorrichtung umfasst im wesentlichen ein Gelenkviereck, das aus einem ersten und einem zweiten Paar von Stangen zusammengesetzt ist, die gegenseitig an ihren Enden angelenkt sind. Dem Gelenkparallelogramm ist ein Stellwinkel zugeordnet, der im wesentlichen aus einem ersten und einem zweiten Arm besteht, die aneinander angelenkt und mit Arretiermitteln versehen sind, die manuell zu betätigen sind, um die gegenseitige Befestigung gemäß einer vorgegebenen Ausrichtung festzulegen.

Der Stellwinkel kann abnehmbar am Gelenkviereck, mit der gegenseitigen Anlenkstelle zwischen den Armen des Stellwinkels selbst, zusammenfallend mit einer ersten der Anlenkung zwischen den das erste Paar bildenden Stangen entsprechenden Bezugsachse derart in Eingriff gebracht werden, dass der erste Arm mit einer der Stangen des ersten Stangenpaars selbst zusammenfällt. Der zweite Arm des Stellwinkels erstreckt sich seinerseits gemäß einer Richtung, die zwischen der ersten Bezugsachse und der zweiten, der gegenseitigen Anlenkung zwischen den Stangen des zweiten Paars entsprechenden Bezugsachse läuft.

Die beiden Arme des Stellwinkels sind daher genau gemäß der Winkelhalbierenden des winkels ausgerichtet, der durch das erste Stangenpaar des Gelenkviereckes gebildet ist.

Die Vorrichtung kann benutzt werden, indem die Stangen des ersten Stangenpaars mit den Wänden im Bereich des zwischen ihnen gebildeten Winkels gebracht wird.

Unter diesem Umstand sind der erste und der zweite Arm des Stellwinkels gemäß einer gegenseitigen Abwinkelung angeordnet, die der Winkelhalbierenden des zwischen den beiden Wänden gebildeten Winkels entspricht.

Wird auf die Arretiermittel eingewirkt, so werden die Arme des Stellwinkels der eine gegenüber dem anderen in der Ausrichtung befestigt, die der Winkelhalbierenden entspricht, wonach der Stellwinkel vom Gelenkviereck abgenommen werden kann, um als Bezugsschablone, beispielsweise um das Blatt einer Kreissäge auszurichten, verwendet werden kann.

Die oben beschriebene Vorrichtung hat sich jedoch unter verschiedenen Aspekten verbesserungsfähig gezeigt.

Es wurde nämlich gefunden, dass zur Durchführung einer genauen Bestimmung der Winkelhalbierenden von Wichtigkeit ist, dass die lösbare Verbindung zwischen dem Stellwinkel und dem Gelenkviereck mit sehr genauen Passtoleranzen erfolgt.

Zu diesem Zwecke wurde bei der bekannten Vorrichtung die Verwendung von Zylinderbolzen vorgeschlagen, die zusammenfallend mit den Anlenkstellen der Enden der Stangen des ersten Stangenpaars angeordnet und dazu bestimmt sind, axial von entsprechenden Büchsen erfasst zu werden, die an den Enden des ersten Armes angeordnet sind.

Es wurde jedoch gefunden, dass das Ergreifen und das Lösen des Stellwinkels durch das Gelenkviereck nicht sehr praktisch ist.

Ein weiterer Aspekt bezüglich welchem, die nach dem Stand der Technik hergestellten Vorrichtungen sich als verbesserungsfähig erwiesen haben, wird durch die Arretiermittel dargestellt, welche die gegenseitige Befestigung des Stellwinkels herstellen.

Die bekannten Vorrichtungen weisen überdies einige Grenzen bezüglich der Möglichkeit auf, die Winkelhalbierende mit einer Weite beträchtlich oberhalb von 180º zu bestimmen.

Ein weiterer, in den bekannten Vorrichtungen auffindbarer Mangel ist durch die Unmöglichkeit gegeben, den numerischen Betrag des gemessenen Winkels und/oder seiner Winkelhalbierenden zu bestimmen. Die einzige mögliche Bestimmung ist nämlich die körperlich durch die gegenseitig zufolge der Auflage des ersten Stangenpaars des Gelenkviereckes gegen die jeweiligen Wände angenommene Abwinkelung arretierten Arme des Stellwinkels festgelegt.

In dieser Situation, muss jedem Vorgang zum Bestimmen der Winkelhalbierenden unverzüglich die entsprechenden Schneidvorgänge gemäß dem bestimmten Winkel folgen, die unmittelbar an Ort und Stelle auszuführen sind, bevor das Gerät für einen neuen Vorgang zum Bestimmen des Winkels verwendet werden kann.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt im wesentlichen darin, die erwähnten Nachteile zu beheben, indem die praktische Anwendung, Genauigkeit und Flexibilität in der Verwendung der Vorrichtung verbessert werden. Gemäß der Erfindung werden diese und weitere, im Verlaufe der vorliegenden Beschreibung noch näher hervorgehenden Aufgaben im wesentlichen durch eine Vorrichtung zum Bestimmen einer Winkelhalbierenden gelöst, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 wiedergegebenen Merkmaie umfasst.

Weitere Merkmale und Vorteile gehen näher aus der eingehenden Beschreibung einer bevorzugten, jedoch nicht ausschließenden Ausführungsform einer Vorrichtung zum Bestimmen von Winkelhalbierenden gemäß der vorliegenden Erfindung hervor. Diese Beschreibung erfolgt nachstehend unter Bezugnahme auf die nur beispielsweise und daher nicht begrenzenden Zeichnungen. Es zeigen

Fig. 1 ein Explosionsschaubild einer erfindungsgemäßen Vorrichtung;

Fig. 2 ein Schaubild der Vorrichtung bei der Verwendung während des Bestimmens einer Winkelhalbierenden eines durch zwei Wände gebildeten Winkels;

Fig. 3 einen unterbrochenen Querschnitt gemäß der Schnittlinie III-III aus Fig. 2, der die gegenseitigen Verbindungsmittel zwischen dem Stellwinkel und dem Gelenkviereck, welche die Vorrichtung der vorliegenden Erfindung zusammensetzen, sowie die dem Stellwinkel zugeordneten Arretiermittel darstellt;

Fig. 4 eine Ansicht im Grundriss, welche die Vorrichtung in einer Arbeitsstellung zeigt, in der ein Öffnungsmittel nahe dem höchstbestimmbaren Betrag bestimmt wird.

Unter Bezugnahme auf die angegebenen Figuren ist mit 1 insgesamt eine Vorrichtung zum Bestimmen einer Winkelhalbierenden gemäß der vorliegenden Erfindung angegeben.

Die Vorrichtung 1 umfasst im wesentlichen ein Gelenkviereck 2 und einen Steilwinkel 3, der am Gelenkviereck selbst abnehmbar in Eingriff kommt.

Das Gelenkviereck 2 wird im wesentlichen aus einem Paar von Stangen 4a, 4b gebildet, die im Bereich ihrer Enden gemäß einer ersten Bezugsachse 5 angelenkt sind, und aus einem zweiten Paar von Stangen 6a, 6b gleicher Länge, bevorzugter Weise länger als die ersten Stangen 4a, 4b, und die im Bereich einer zweiten Bezugsachse 7 gegenseitig angelenkt sind.

Jede der Stangen des ersten Stangenpaars 4a, 4b ist endseitig an der, der ersten Bezugsachse 5 an einem Ende einer der dem zweiten Paar angehörenden Stangen 6a, 6b im Bereich von entsprechenden Hilfsanlenkachsen 8a, 8b derart angelenkt, dass insgesamt das Gelenkviereck 2 festegelegt wird.

Die dem zweiten Stangenpaar angehörenden Stangen 6a, 6b, weisen bevorzugter Weise eine Längsabwicklung auf, die größer ist als jene der dem ersten Stangenpaar angehörenden Stangen 4a, 4b.

Auf diese Art und Weise können die ersten Stangen gegenseitig bis zur Überschreitung des Betrags des Flächenwinkels derart aufgespreizt werden, dass die Vorrichtung 1 auch verwendet werden kann, um die Winkelhalbierende im Bereich der stumpfwinkligen Kanten wie in Fig. 4 dargestellt zu bestimmen.

In Übereinstimmung mit einem bevorzugten Merkmal der Erfindung, das auch unabhängig von den restlichen Merkmalen benutzbar ist, weist jede der dem zweiten Stangenpaar angehörenden Stangen 6a, 6b in der Nähe der zweiten Bezugsachse 7 einen Längsknick 9a, 9b auf, der die Abwinklung der Stange selbst in einen ersten, sich von der entsprechenden Hilfsanlenkachse 8a, 8b erstreckenden Abschnitt 10a, 10b und in einen zweiten Abschnitt 11a, 11b unterteilt, der mit der zweiten Bezugsachse 7 zusammenläuft.

Die Länge des ersten Abschnittes 10a, 10b, bzw. der Abstand der Längsbiegung 9a, 9b von der entsprechenden Hilfsanlenkachse 8a, 8b ist im wesentlichen gleich, und bevorzugter Weise nicht unterhalb der Länge der dem ersten Stangenpaar angehörenden Stangen 4a, 4b. Die Abwesenheit des Längsknicks 9a, 9b erlaubt dem Winkelaufschlag der dem ersten Stangenpaar angehörenden Stangen 4a, 4b über den Flachwinkel hinaus so zu vergrößern, dass die Vielseitigkeit in der Verwendung der Vorrichtung 1 erhöht wird. Wie in Fig. 4 ersichtlich, kann die Vorrichtung 1 nämlich auch verwendet werden, um sehr spitze Winkel zu bestimmen, dem ein sehr weiter Außenwinkel "α" entspricht, der Werte in der Größenordnung von 330º erreichen und übersteigen kann.

Der Stellwinkel 3 umfasst einen ersten Arm 12 und einen zweiten Arm 13, die im Bereich einer endseitig an denselben angeordneten Anlenkung 13a gegenseitig angelenkt sind.

Im Stellwinkel 3 und dem Gelenkviereck 2 sind überdies gegenseitige Koppelmittel zugeordnet, die den abnehmbaren Eingriff des Stellwinkels mit dem Gelenkviereck erlauben.

Gemäß der vorliegenden Erfindung, umfassend diese Koppelmittel ein erstes Paar von Verbindungselementen, die bevorzugter Weise aus einem Einsteckbolzen 14a und einer Zentrierbüchse 15a bestehen, die jeweils dem Gelenkviereck 2 und dem Stellwinkel 3 deckungsgleich mit der ersten Bezugsachse 5 und mit der Anlenkung 13a zugeordnet sind.

Es ist auch mindestens ein zweites Paar von Verbindungselementen vorgesehen, die bevorzugter Weise aus mindestens einem zweiten Einsteckbolzen 14b und einer zweiten Zentrierbüchse 15b bestehen, die jeweils dem Gelenkviereck 2 und dem Stellwinkel 3 deckungsgleich mit mindestens einer der Hilfsanlenkachsen 8a, 8b zugeordnet sind.

In einer bevorzugten Lösung sind dem Gelenkviereck 2 zwei der genannten zweiten Einsteckbolzen 14b zugeordnet, jeweils deckungsgleich mit einer der Hilfsanlenkachsen 8a, 8b.

Jeder der ersten oder der zweiten Einsteckbolzen 14a, 14 ist mit der entsprechenden ersten oder zweiten Zentrierbüchse 15a, 15b durch axiale Verschiebung koppelbar, jeweils gemäß der ersten Bezugsachse 5 und gemäß der entsprechenden Hilfsanlenkachse 8a, 8b. Nach erfolgtem Eingriff, fällt der erste Arm 12 des Stellwinkels 2 im wesentlichen mit der einen oder der anderen dem ersten Stangenpaar angehörenden Stangen 4a, 4b zusammen, je nachdem, ob die zweite Zentrierbüchse 15b am einen oder am anderen der zweiten Einsteckbolzen 14b in Eingriff kommt.

Um eine einwandfreie und genaue Positionierung des Stellwinkels 3 gegenüber dem Gelenkviereck 6 auch in Anwesenheit von eventuellen Ablagerungen oder Schmutz auf den Bestandteilen der Vorrichtung 1 sicherzustellen, ist vorgesehen, das jeder der Einsteckbolzen 14a, 14b einen zylindrischen Eingriffsteil 17 aufweist, der zu einem Kuppelsitz komplementär ist, den die jeweilige Zentrierbüchse 15a, 15b aufweist.

Um den Ein- und Ausschub der Zentrierbüchse 15a, 15b an den entsprechenden Einsteckbolzen 14a, 14b zu erleichtern, ist vorgesehen, dass die axiale Abmessung der zylindrischen Eingriffsteile 17a so weit als möglich begrenzt ist, bevorzugter Weise zwischen 1,5 und 2,5 mm und jedenfalls nicht oberhalb 3,5 mm liegt. Immer zur Erleichterung des Eingriffs und des Außereingriffes des Stell winkels 3 vom Gelenkviereck 2 ist auch vorgesehen, dass am Fortsatz des zylindrischen Eingriffsteils 17 eines jeden der Einsteckbolzen 14a, 14b ein kegelstumpfförmiger, einladender Teil 18 erstreckt.

Es kann auch vorgesehen sein, dass die zylindrischen Eingriffsteile 17 gänzlich abwesend sind und die Kupplung der Einsteckbolzen 14a, 14b im Bereich von kegelstumpfförmigen Kuppelsitzen erfolgt, die in den Zentrierbolzen 15a, 15b bereitgestellt sind, die zur kegelstumpfförmigen Ausbildung der einladenden Teile 18 der Bolzen selbst komplementär sind.

Immer gemäß der vorliegenden Erfindung, umfassen die oben erwähnten Koppelmittel überdies mindestens ein Magnet 19, 20, das zwischen dem Gelenkviereck 2 und dem Stellwinkel 3 wirkt, um eine zufriedenstellende Stabilität in der Verbindung zwischen derselben sicherzustellen, trotz der begrenzten, axialen Abmessung der zylindrischen Eingriffsteile 17 der Kuppelbolzen 14a, 14b oder die vollkommene Abwesenheit der zylindrischen Teile selbst.

Im dargestellten Beispiel, wo die Stangen 4a, 4b, 6a, 6b des Gelenkviereckes 2 und der erste Arm 12 des Stellwinkels 3 aus einem nicht magnetischen Werkstoff bestehen, sind ein erster, jeder der dem ersten Stangenpaar angehörenden Stangen 4a, 4b zugeordneter Magnet 19 und mindestens ein zweiter Magnet 20 vorgesehen, der dem ersten Arm 12 des Stellwinkels 3 zugeordnet und bereitgestellt ist, mit dem einen oder dem anderen der ersten Magnete 19 zusammenzuwirken, jeweils, wenn der erste Arm selbst deckungsgleich mit der einen oder der anderen Stange 4a, 4b in Eingriff gebracht wird.

Die Kuppelmittel umfassen überdies einen Führungsblock 21, der am Gelenkviereck 2 drehbar um die zweite Bezugsachse 7 in Eingriff steht und mindestens eine Gleitnut 22 aufweist, in der der zweite Arm 13 des Stellwinkels 3 verschiebbar eingebracht ist.

Wird daher der Stellwinkel 3 am Gelenkviereck 2 in Eingriff gebracht, erstreckt sich der zweite Arm 13 immer gemäß einer Richtung, die durch die erste Bezugsachse 5 und die zweite Bezugsachse 7 geht. Diese Richtung entspricht der Winkelhalbierenden des Winkels "α", der durch das erste Paar von Stangen 4a, 4b des Gelenkviereckes gebildet ist.

Daher, wenn das Gelenkviereck mit den dem ersten Stangenpaar angehörenden Stangen 4a, 4b jeweils gegen die beiden im Bereich eines Winkels (Fig. 2) zulaufenden Wände 23a, 23b gebracht, so sind die Arme 12, 13 des Stellwinkels 3 gegenseitig gemäß eines Winkels ausgerichtet, der genau der Winkelhalbierenden des durch die beiden Wände gebildeten Winkels "α" entspricht. Dem Stellwinkel 3 zugeordnete Arretiermittel 24 erlauben, die Arme 12, 13 desselben in ihrer gegenseitigen Positionierung zu befestigen, die zufolgte des oben beschriebenen Vorganges beim Bestimmen der Winkelhalbierenden eingenommen wird.

In Übereinstimmung mit einem weiteren Aspekt der Erfindung, der gleichfalls unabhängig von den oben beschriebenen benutzt werden kann, wirken die Arretiermittel 24 gemäß einer Achse, die mit der Anlenkung zwischen dem ersten und dem zweiten Arm 12, 13 des Stellwinkels 3 derart zusammenfällt, dass eine bessere Arretierwirkung zwischen den Armen selbst gewährleistet wird.

Insbesondere sehen die Arretiermittel 24 die Anwesenheit eines Gewindeteils 25 vor, der der ersten Zentrierbüchse 15a zugeordnet ist, die am Stellwinkel 3 bereitgestellt ist. Dieser Gewindeteil 25 ist wirksam durch Verschrauben durch einen Spannknopf 26 wirksam ergreifbar, der bevorzugter Weise aus einem durch Verschrauben mit dem Gewindeteil selbst verbindbaren Basisabschnitt 26a und aus einem Griffabschnitt 26b besteht, der gegenüber dem Basisabschnitt 26a radial vorsteht.

Vorteilhafter Weise ist der Griff abschnitt 26b gegenüber der geometrischen Achse des Gewindeabschnittes 25 und des Basisabschnitts 26a winkelmäßig ausrichtbar. Zu diesem Zwecke sind der Griffabschnitt 26b und der Basisabschnitt in Drehrichtung über eine Nut Verbindung 27a starr verbindbar und in axialer Richtung elastisch beweglich, um das gegenseitige Lösen der Zähne der Nutverbindung selbst festzulegen und die Ausrichtung in Drehrichtung des Griffabschnittes 26b zu erlauben.

Die Möglichkeit, den Griffabschnitt 26b winkelmäßig auszurichten, ermöglicht, eine wirksame, gegenseitige Arretierung der Arme 12, 13 des Stellwinkels 3 durchzuführen, sobald die Vorrichtung 1 auf den Wänden 23a, 23b aufliegt, ohne dass die Drehung des Spannknopfes 26 durch die Anwesenheit der Wände selbst behindert wird.

Es ist hervorzuheben, dass die Längspositionierung des zweiten Armes 13 des Stellwinkels 3 gegenüber dem Führungsblock 21 unmittelbar mit der Weite des bestimmten Winkels in Korrelation steht.

In Übereinstimmung mit einem weiteren, unabhängigen Aspekt der Erfindung, wird diese Situation ausgenützt, um eine unmittelbare Angabe des Betrages des bestimmten Winkels "α" zu liefern. Zu diesem Zwecke ist vorgesehen, dass am zweiten Arm 13 des Stellwinkels 3 mindestens eine Leseskala 28 bereitgestellt ist, die, zusammen mit einem Lesezeiger 28a, der am Führungsblock 21 bereitgestellt ist, die unmittelbare Angabe des Betrages des oben angegebenen Winkels liefert.

Immer am zweiten Arm 13 kann eventuell eine zweite Leseskala 29 bereitgestellt sein, die eventuell in Verbindung mit einem zweiten Zeiger 29a, die unmittelbare Angabe des Wertes der Winkelhalbierenden des bestimmten Winkels liefert.

Der erste und der zweite Lesezeiger sind vorteilhafter Weise gemäß einer Richtung ausgerichtet, die durch die zweite Bezugsachse 7 derart läuft, dass die auf den Skalen angegebenen Lesewerte nicht durch die durch den Führungsblock 21 eingenommene Winkelpositionierung beeinflusst sind.

Die vorliegende Erfindung erreicht die vorgeschlagenen Ziele.

Die in der Ausführung der Kuppelmittel ergriffenen Vorkehrungen ermöglichen nämlich den Eingriff und den Außereingriff des Stellwinkels vom Gelenkviereck beträchtlich zu erleichtern, ohne dass die Stabilität der Verbindung derselben beeinträchtigt würde.

Die Genauigkeit der Vorrichtung wird durch die Zuverlässigkeit der gegenseitigen Arretierung der Arme 12, 13 des Stellwinkels 3 erhöht, die dank der besonderen Anordnung der Arretiermittel 24 erhalten wird.

Überdies ermöglicht die gebogene Ausbildung 9a, 9b des zweiten Paars von Stangen 6a, 6b, die Weite des durch die Vorrichtung 1 bestimmbaren Höchstwinkels zu erhöhen, zum Vorteil der Vielseitigkeit in der Verwendung derselben.

Die Bereitstellung der Skalen mit der unmittelbaren Angabe der bestimmten Winkelwerte erhöht weiter die Vielseitigkeit und die Handhabung in der Verwendung der Vorrichtung 1, wobei die Ausführung von verschiedenen Ablesungen ermöglicht wird, ohne dass diese notwendiger Weise durch entsprechende Schneidarbeiten unter Zuhilfenahme des Stellwinkels 3 unterbrochen werden müssten.


Anspruch[de]

1. Vorrichtung zum Bestimmen einer Winkelhalbierenden, umfassend:

- ein verformbares Viereck (2), ein erstes Paar von nacheinanderfolgend miteinander im Bereich einer ersten Bezugsachse (5) angelenkten Stangen und ein zweites Paar von jeweils an einer der Stangen (4a, 4b) des ersten Stangenpaares und aneinander nacheinanderfolgend im Bereich einer zweiten, abgewandten Bezugsachse (7) angelenkten Stangen (6a, 6b), wobei im Viereck (2) an der ersten Bezugsachse (5) die Stangen (4a, 4b) des ersten Stangenpaares jeweils an den Stangen (6a, 6b) des zweiten Stangenpaars im Bereich von Hilfsanlenkachsen (8a, 8b) angelenkt sind;

- einen Stellwinkel (3), umfassend einen ersten und einen zweiten Arm (12, 13), die aneinander im Bereich einer endseitig an dieselben angeordneten Anlenkung (13a) angelenkt sind, und Arretiermittel (24), die wahlweise betätigbar sind, um die gegenseitige Arretierung des ersten und des zweiten Armes (12, 13) durchzuführen;

- Kuppelmittel (14a, 15a, 14b, 15b, 21), um den Stellwinkel (3) am verformbaren Viereck (2) derart entfernbar zum Eingriff zu bringen, dass der erste. Arm (12) im wesentlichen mit einer Stange (4a, 4b) des ersten Stangenpaar zusammenfällt und der zweite Arm (13) einer Diagonalen des Gelenkviereckes (2) entspricht, die durch die erste und die zweite Bezugsachse (5, 7) geht, wobei die Kuppelmittel mindestens ein Paar von Verbindungselementen (14a, 15a, 14b, 15b) umfasst, die jeweils dem Gelenkviereck (2) und dem Stellwinkel (3) zugeordnet sind und miteinander durch gegenseitiges Einstecken gemäß einer axialen Richtung kuppelbar sind, gekennzeichnet durch mindestens ein Magnet (19, 20), das zwischen dem Gelenkviereck (2) und dem Stellwinkel (3) wirkt, um eine gegenseitige Anziehungskraft zwischen denselben zu erzeugen, wenn sie sich im gegenseitigen Eingriff befinden.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, in der die Kuppelmittel umfassen:

- mindestens ein Paar (14a, 15a) der Verbindungselemente, die jeweils dem Gelenkviereck (2) und dem Stellwinkel (3) zugeordnet und miteinander durch Einstecken längs der ersten Bezugsachse (5) kuppelbar sind;

- und mindestens ein zweites Paar (14b, 15b) der Verbindungselemente, die jeweils dem Gelenkviereck (2) und dem Stellwinkel (3) zugeordnet und miteinander durch Einstecken gemäß einer der Hilfsanlenkachsen (8a, 8b) kuppelbar sind.

3. Vorrichtung nach Anspruch 2, in der jedes erstes (14a, 15a) und zweites Paar (14b, 15b) von Verbindungselementen eine Zentrierbüchse (15a, 15b) und einen Einsteckbolzen (14a, 14b) umfasst, die jeweils dem Stellwinkel (3) und dem Gelenkviereck (2) zugeordnet sind.

4. Vorrichtung nach Anspruch 3, in der jeder der, dem ersten (14a, 15a) und dem zweiten Paar (14b, 15b) von Verbindungsei erneuten angehörenden Einsteckbolzen (14a, 14b) einen zylindrischen Eingriffsabschnitt (17) aufweist, der mit einer Kuppelaufnahme der entsprechenden Zentrierbüchse (15a, 15b) zusammenwirkt und eine Axialabmessung nicht über 3,5 mm besitzt.

5. Vorrichtung nach Anspruch 4, in der jeder Einsteckbolzen (14a, 14b) einen kegelförmigen, einladenden Endabschnitt (18) umfasst, der sich vom Eingriffsabschnitt (17) erstreckt.

6. Vorrichtung nach Anspruch 3, in der jeder der Einsteckbolzen (14a, 14b) eine kegelstumpfförmige Ausbildung aufweist, wobei jede der Zentrierbüchsen (15a, 15b) eine kegelstumpfförmige Kuppelaufnahme aufweist, die mit dem entsprechenden Einsteckbolzen (14a, 14b) zusammenwirkt.

7. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Kuppelmittel überdies mindestens einen Führungsblock (21) umfassen, der dem Gelenkviereck (2) im Bereich der ersten Bezugsachse (7) zugeordnet ist und eine Gleitnut (22) aufweist, die den zweiten Arm (13) abnehmbar ergreift.

8. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der der zweite Arm (13) mindestens eine erste Skala (28) zum Lesen eines erfassten Zahlenwertes der Winkelhalbierenden in Kollimation mit mindestens einem Leserzeiger (28a) aufweist, der am Führungsblock (21) bereitgestellt ist.

9. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der der zweite Arm (13) mindestens eine zweite Skala (29) zum Lesen eines erfassten Zahlenwertes der Winkelhalbierenden in Kollimation mit mindestens einem zweiten Lesezeiger (29b) aufweist, der am Führungsblock (21) bereitgestellt ist.

10. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Arretiermittel (24) auf eine Achse wirken, die mit der Anlenkung zwischen dem ersten, und den zweiten Arm (12, 13) des Stellwinkels (3) zusammenfällt.

11. Vorrichtung nach Anspruch 10, bei der die Arretiermittel (24) einen Spannknopf (26) umfassen, der durch Verschraubung mit einem Gewinde (25) wirksam in Eingriff steht, das das Verbindungselement (15a) aufweist, das dem Stellwinkel (3) zugeordnet ist und dem ersten Paar von Verbindungselementen (14a, 15a) angehört.

12. Vorrichtung nach Anspruch 11, bei der der Spannknopf (23) einen Basisabschnitt (26a) aufweist, der zur Verschraubung mit dem Gewinde (25) koppelbar ist, und einen Griffabschnitt (26b), der radial und im Winkel ausrichtbar gegenüber der Achse des Gewindes (25) vorsteht.

13. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der jede der das zweite Stangenpaar bildenden Stangen (6a, 6b) in der Nähe der zweiten Bezugsachse (7) einen Längsknick (9a, 9b) aufweist, der in Richtung der zweiten Bezugsachse selbst (7) zusammenläuft.

14. Vorrichtung nach Anspruch 13, bei der der Längsknick (9a, 9b) von der entsprechenden Hilfsanlenkachse (8a, 8b) gemäß einem Maß, im wesentlichen gleich oder größer als die Länge der dem ersten Stangenpaar angehörenden Stangen (4a, 4b).







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