PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE4227838C2 04.09.2003
Titel Elektrisch isolierende Antriebsstange für Hochspannungsschalter
Anmelder Siemens AG, 80333 München, DE
Erfinder Lüthy, Norbert, 13355 Berlin, DE
DE-Anmeldedatum 20.08.1992
DE-Aktenzeichen 4227838
Offenlegungstag 11.03.1993
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 04.09.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.09.2003
IPC-Hauptklasse H01H 33/42
IPC-Nebenklasse H01H 3/46   F16B 19/02   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine elektrisch isolierende Antriebsstange für Hochspannungsschalter mit einer stangenendseitigen Querbohrung zur drehbeweglichen Aufnahme eines zylindrischen Kraftübertragungsbolzens.

Zur Übertragung der Antriebskräfte von einem auf Erdpotential liegenden Antrieb auf die Hochspannungspotential führenden Schaltkontakte eines elektrischen Hochspannungsschalters dienen elektrisch isolierende Antriebsstangen, die aus mechanisch hochfestem Material bestehen und insbesondere aus Gießharz gefertigt werden können. Sowohl bei der in der Bewegungsrichtung umgelenkten Antriebsorganen als auch bei direkt angetriebenen Schaltstücken wird in der Regel mindestens ein Drehlager vorgesehen, damit die Antriebsstange zumindest begrenzt seitliche Schwenkbewegungen ausführen kann.

Es besteht wegen der guten Gleiteigenschaften von Gießharzen, die zugleich hervorragende Isoliereigenschaften aufweisen, die Möglichkeit, die Drehlager ohne Verwendung besonderer Gleitlagerschalen unmittelbar durch Querbohrungen herzustellen, die zur drehbeweglichen Aufnahme von der Kraftübertragung dienenden Bolzen bestimmt sind.

Aus der Offenlegungsschrift DE 37 43 665 A1 ist eine kontinuierlich arbeitende Presse bekannt. Von sogenannten Rollstangen ausgehende Kräfte werden dort über federnde Lagerbolzen in Doppelkonushülsen zentrisch eingeleitet.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer elektrisch isolierenden Antriebsstange der eingangs genannten Art bei unvermeidbaren Schiefstellungen während der Montage und des Betriebes eine punktförmige Überbelastung des die Querbohrung enthaltenen Materials der Antriebsstange zu vermeiden.

Nach der Erfindung wird diese Aufgabe gelöst durch eine nur etwa im mittleren Drittel der Länge der Querbohrung vorgesehende zylindrische, dem Durchmesser des Kraftübertragungsbolzens angepaßte Kontur, an die sich zu beiden Seiten eine sich erweiternde ballige Kontur anschließt.

Durch Anwendung der Erfindung führt eine Schiefstellung der Antriebsstange gegenüber der Bolzenachse zu keiner überhöhten punktweisen Druckbelastung im Randbereich der Bohrung mehr, so daß die Gefahr des Herausbrechens von Isolierstoffmaterial aus dem Bohrungsbereich der Antriebsstange selbst bei höheren Belastungen beseitigt ist. Durch die gemäß der Erfindung vorgesehene Querbohrungskontur kann sich die Belastbarkeit der Antriebsstange in Zugrichtung um etwa 25% und in Druckrichtung um etwa 5% erhöhen. Die erfindungsgemäß vorgesehene Querbohrungskontur erlaubt beim Zusammenbau größere Toleranzen, so daß sich die Antriebssicherheit des Bauteils erhöht.

Eine besonders günstige ballige Kontur bei einer Antriebsstange gemäß der Erfindung ergibt sich, wenn diese von einem Kugelradius bestimmt ist, der etwa das 10- bis 15fache des Querbohrungsdurchmessers beträgt.

Anhand der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer elektrisch isolierenden Antriebsstange nach der Erfindung beschrieben und die Wirkungsweise erläutert.

In Fig. 1 ist eine elektrisch isolierende Antriebsstange in einer schematischen Ansicht zum Teil im Schnitt dargestellt.

Die Fig. 2 zeigt eine vergrößerte Einzelheit aus Fig. 1.

Die in Fig. 1 schematisch dargestellte Antriebsstange 1 besteht aus einem elektrisch isolierenden Kunststoffmaterial, insbesondere Gießharz. Sie ist im wesentlichen zylindrisch ausgebildet und an ihrem mantelseitigen Umfang mit Rippen 2 zur Erhöhung Kriechstromfestigkeit ausgestattet. An beiden Enden 3, 4 der Stange 1 sind Querbohrungen 5, 6 vorgesehen; die Bohrung 5 dient zur Aufnahme eines Querbolzens 7. Dieser drehbeweglich in der Bohrung 5 sitzende Bolzen 7 wird von einem gabelförmigen Teil 8 angetrieben, das seinerseits mit einem weiter nicht dargestellten Schalterantrieb auf Erdpotential verbunden sein kann.

Auch die Bohrung 6 ist zur Aufnahme eines drehbeweglich angeordneten, zylindrischen Kraftübertragungsbolzens bestimmt, der jedoch nicht weiter dargestellt ist.

Wie die Fig. 2 im vergrößerten Maßstab als Einzelheit aus Fig. 1 erkennen läßt, hat die Querbohrung 5 nur etwa im mittleren Drittel ihrer Länge L eine zylindrische Kontur, die dem Durchmesser D1 des Kraftübertragungsbolzens 7 angepaßt ist. Zu beiden Seiten dieser zylindrischen Kontur, deren Länge 2a beträgt, schließt sich die sich erweiternde ballige Kontur 5a an, die bevorzugt von einem Kugelradius R bestimmt ist, der etwa das 10- bis 15fache des Querbohrungsdurchmessers D1 beträgt.


Anspruch[de]
  1. 1. Elektrisch isolierende Antriebsstange für Hochspannungsschalter mit einer stangenendseitigen Querbohrung zur drehbeweglichen Aufnahme eines zylindrischen Kraftübertragungsbolzens, gekennzeichnet durch eine nur etwa im mittleren Drittel (2a) der Länge (L) der Querbohrung (5) vorgesehene zylindrische, dem Durchmesser des Kraftübertragungsbolzens angepaßte Kontur, an die sich zu beiden Seiten eine sich erweiternde ballige Kontur (5a) anschließt.
  2. 2. Antriebsstange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die ballige Kontur (5a) von einem Kugelradius (R) bestimmt ist, der etwa das 10 bis 15fache des Querbohrungsdurchmessers (D1) beträgt.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com