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Dokumentenidentifikation DE69903985T2 11.09.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0941734
Titel Künstliches Mineralwasser für medizinische/prophylaktische Zwecke
Anmelder Ponomarenko, Elena, Riga, LV
Erfinder Ponomarenko, Elena, Riga, LV
Vertreter Ruschke, Hartmann & Becker, 81679 München
DE-Aktenzeichen 69903985
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 03.03.1999
EP-Aktenzeichen 991042987
EP-Offenlegungsdatum 15.09.1999
EP date of grant 20.11.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.09.2003
IPC-Hauptklasse A61K 35/08
IPC-Nebenklasse A23L 1/2165   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft künstliches medizinisch-prophylaktisches Mineralwasser.

Stand der Technik

Trotz des beträchtlichen Fortschritts in der pharmakologischen und medizinischen Chemie, der zur Entwicklung neuer Arzneimittel mit einer spezifischen oder einer Breitband-Aktivität führte, besteht ein erhebliches Interesse an "nicht-pharmazeutischen" Behandlungsverfahren, nämlich an der Behandlung mittels Mineralwässern.

Medizinische Mineralwässer sind natürliche Wässer, die mineralische Komponenten (selten auch organische Komponenten) enthalten. Je nach Konzentration der Mineralien werden diese Wässer aufgeteilt in solche:

1) mit einer schwachen Mineralisierung (0,3-2,0 g/l);

2) mit einer niedrigen Mineralisierung (2,0-5,0 g/l);

3) mit einer mittleren Mineralisierung (5,0-15,0 g/l);

4) mit einer hohen Mineralisierung (15,0-35,0 g/l).

Ein Beispiel für ein schwach mineralisiertes Wasser ist Wasser aus der Naftusia- Quelle der Truskovets-Mineralquelle. Dieses Wasser hat Aufmerksamkeit gefunden wegen seiner heilenden Wirkung bei Leber-, Gallen- und Nieren-Funktionsstörungen. Der Aufbau des schwach mineralisierten Naftusia-Wassers variiert innerhalb beträchtlicher Grenzen je nach Jahreszeit, Wasserausstoß und Witterungsbedingungen. Die chemische Analyse von Naftusia-Wasser ergab für sieben Hauptkomponenten die folgenden Durchschnittswerte in (g/l): Mg²&spplus;-0,045; Ca²&spplus;-0,124; (Na&spplus; + K&spplus;)- 0,021; HCO&sub3;&supmin;-0,476; SO&sub4;²&supmin;-0,117; Cl&supmin;-0,021.

Es hat sich gezeigt, dass das künstliche Analogon des Naftusia-Wassers, das unter der Bezeichnung "ISAN" bekannt ist (das in g/l enthält: CaCO&sub3;-0,21; MgCO&sub3;- 0,106; NaHCO&sub3;-0,021; KHCO&sub3;-0,018; MgSO&sub4;-0,141; CaCl&sub2;-0,055, pH-Wert = 7,3-7,4), einige heilende Funktionen des natürlichen Mineralwassers ausübt.

Mineralwässer werden in großem Umfang von gesunden Menschen konsumiert. Unglücklicherweise wurde die Wirkung von Naftusia-Wasser und anderer schwach mineralisierter Wässer auf gesunde Personen bisher nicht untersucht. Natürliches Naftusia-Mineralwasser ist instabil und kann nicht gelagert und versandt werden. Das künstliche Analogon von Naftusia-Wasser wurde bisher für medizinische Zwecke nicht verwendet [M. S. Yaremenko et al., "Physiological basis of curative properties of Naftusia water", 1989 (in Russisch)].

Kurze Beschreibung der Erfindung

Der Hauptnachteil des natürlichen Mineralwassers vom Naftusia-Typ ist seine unregelmäßige Konstitution und seine Instabilität bei der Lagerung, hervorgerufen durch organische Komponenten, die in dem Wasser enthalten sind. Diese Instabilität schließt einen Transport des natürlichen Wassers über längere Strecken aus. Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, ein künstliches, schwach mineralisiertes Wasser mit einer konstanten Konstitution zur Verfügung zu stellen, das lagerbeständig und transportbeständig ist und die hauptsächlichen heilenden Wirkungen des natürlichen schwach mineralisierten Wassers ausüben kann. Das hier beschriebene künstliche medizinische Wasser (AMW) mit heilenden und prophylaktischen Eigenschaften ist neu.

Überraschenderweise wurde gefunden, dass ein schwach mineralisiertes Wasser, das in Gew.-% enthält:

Magnesiumsulfat 0,0005-0,01

Kaliumchlorid 0,001-0,02

Tris-(hydroxymethyl)aminomethan 0,005-0,02

Tris-(hydroxymethyl)aminomethanhydrochlorid 0,01-0,04

destilliertes Wasser ad 100

das gegebenenfalls außerdem die üblichen Softdrink-Additive enthält, wirksam ist für die Behandlung und Verhinderung von bestimmten Störungen, insbesondere von Störungen der Nieren- und Leberfunktionen, der Gallenblasen-Dyskinesie, des Diabetes mellitus, von Störungen des arteriellen Blutdrucks, von arteriosklerotischen Veränderungen in den Blutgefäßen und zur Normalisierung von Zellenimmunfaktoren. Darüber hinaus ist die beschriebene Zusammensetzung wirksam in bezug auf die Optimierung von Homöostase-Parametern und die Normalisierung von Abweichungen von der Homöostase, in bezug auf die Verstärkung der Ausscheidung von radioaktiven Metallionen, insbesondere von Cs-137.

Die Vorteile der hier beschriebenen Zusammensetzung des schwach mineralisierten AMW gegenüber den natürlichen Mineralwässern, insbesondere gegenüber dem Wasser vom Naftusia-Typ, sind die folgenden:

1) eine konstante Zusammensetzung, insbesondere ein stabiler pH-Wert, gewährleistet durch Zugabe des Tris-Puffers;

2) die Herstellbarkeit der erfindungsgemäßen Zusammensetzung an praktisch jedem beliebigen Ort, sodass die Notwendigkeit eines Transports des Mineralwassers über lange Strecken entfällt;

3) ein erweiterter Bereich der heilenden Anwendungen und die Verwendung durch normale gesunde Personen.

Das hier beschriebene AMW ist bequem in der Anwendung. Das AMW wird 30 bis 40 min vor den Mahlzeiten in Mengen von 200 bis 400 ml zwei- bis dreimal täglich auf genommen. Der Heilungszyklus beträgt 21 bis 28 Tage. Erforderlichenfalls kann der Zyklus wiederholt werden.

Das hier beschriebene AMW wurde in der Klinik mit praktisch gesunden Personen im Alter von 16 bis 60 Jahren getestet. Die Analyse der subjektiven Beschwerden im Zusammenhang mit der Behandlung - Schwäche, Zittern, Juckreiz, Schwindel, Diarrhöe - offenbarte keine objektiven Störungen, die direkt der Aufnahme des Wassers zuzuschreiben waren. Die Analyse der objektiven Parameter für jede Nosologie ergab eine Normalisierung der essentiellen klinischen Parameter nach der Verwendung von AMW. Die Analyse der objektiven Parameter für innere Organe von gesunden Personen nach der Behandlung mit AMW zeigte ihre Optimierung, wenn sie in dem normalen Bereich vorlagen, und ihre Normalisierung, wenn einige Parameter außerhalb des optimalen Bereiches lagen.

Die Behandlung von Patienten mit Gesundheitsstörungen ergab eine beträchtliche Verbesserung des Status für eine Reihe von Pathologien. So erhielt man nach einer eintägigen Behandlung von Patienten mit verschiedenen Formen der Glomerulonephritis mit 200 bis 400 ml Wasser zwei- bis dreimal täglichen 30 bis 40 min vor den Mahlzeiten eine Verminderung der Proteinausscheidung im Urin um 52% (Tabellen 1 bis 4). Durch die Verwendung von AMW nahm nicht nur die Proteinurie ab, sondern dadurch wurden auch die Parameter der Nierenfiltrations-Funktion positiv beeinflusst, die am 4. Tag nach einer eintägigen Behandlung mit AMW analysiert wurde. Insbesondere wurden eine signifikante Herabsetzung des Proteingehaltes im Urin und eine signifikante Erhöhung des Proteingehaltes im Blut festgestellt. Es trat eine signifikante Absenkung des Cholesteringehaltes im Blut auf. Es wurde eine Tendenz zur Senkung des Blutharnstoffs, des Kreatinins und von K&spplus; festgestellt. Wenn Patienten mit einer chronischen Pyelonephritis und Nephrolithiasis 7 Tage lang mit AMW behandelt wurden, wurde eine signifikante Abnahme der Leukozyten und Erythrozyten im Urin, eine Abnahme der Proteinurie, eine Zunahme der Diurese (eine tägliche durchschnittliche Zunahme um 966 ml) festgestellt. Nach der Verwendung von AMW wiesen die Patienten normalisierte Leukozytengehalte im Blut, eine normalisierte Erythrozyten-Sedimentationsgeschwindigkeit auf (Tabellen 5 bis 10). Patienten mit einer Nephrolithiasis schieden zusammen mit dem Harn winzige Steine aus.

Bei Bluthochdruck-Patienten wurde eine Senkung des arteriellen Blutdrucks beobachtet. Bei Patienten mit einer Virus A-Hepatitis wurden nach 3-täglicher Behandlung mit AMW eine Senkung des Blut-Bilirubin-Gehaltes (durchschnittliche Abnahme 42%) und eine Senkung des Alanin AT-Gehaltes (das 2 bis 4-fache) festgestellt (Tabellen 11 und 12). Im Verlaufe der Behandlung von Patienten mit chronischer Cholecystitis, von Patienten mit Gallenschlamm und von normalen gesunden Personen mit AMW wurde festgestellt, dass innerhalb von 30 min nach der Aufnahme von AMW sich die Gallenblase um durchschnittlich 5 mm kontrahierte, später ihre ursprüngliche Größe wieder annahm. Die Einnahme von AMW führt somit zu einer erhöhten motorischen Aktivität der Gallenblase, zu einer Ausscheidung von Schlammeiner Galle mit hoher Dichte, die ein Risikofaktor bei der Entwicklung von Sand, Gallensteinen und Krebs der Gallenblase darstellt (Tabellen 13 bis 16).

Bei Patienten mit Angina pectoris in Kombination mit einem arteriellen Bluthochdruck wurde nach 7-täglicher AMW-Behandlung eine hoch-signifikante Änderung der Blutparameter festgestellt:

1) signifikanter Anstieg (P < 0,05) von HDL-Cholesterin;

2) signifikante Abnahme (P < 0,01) von LDL-Cholesterin;

3) signifikante Abnahme (P < 0,02) des Klimov-Index;

4) durchschnittliche Abnahme des arteriellen Blutdrucks um 20 mm Hg (Tabellen 17 und 18).

Bei Patienten mit Diabetes mellitus wurde nach 7-täglicher Verwendung von AMW eine Normalisierung des glycosylierten Fibrionogen-Gehaltes in dem Blut festgestellt bei gleichzeitiger Senkung des Proteingehaltes im Urin um durchschnittlich 83% (Tabellen 19 und 20). Bei Patienten mit einer Immunschwäche wurde nach 30- minütiger Einnahme von AMW der Gehalt an CD&sub3;, CD&sub4; und CD&sub8; in dem Blut normalisiert. Insbesondere die CD&sub3;-Menge stieg auf das 2,8-fache, die CD&sub4;-Menge auf das 3,6-fache und die CD&sub8;-Menge auf das 4,0-fache (Durchschnittswerte). Die Anzahl der natürlichen Killerzellen stieg auf das 5-fache. Dieser Effekt konnte 191 h lang festgestellt werden (Tabelle 21).

Der Status der praktisch gesunden Personen wurde charakterisiert durch die Aufzeichnung von 19 Parametern, die den Status der inneren Organe zeigen und die in der klinischen Praxis in großem Umfang als Testindikatoren verwendet werden, die den Proteinstoffwechsel, die Stickstoff-Bilanz und die seiner Komponenten, die Enzym-Aktivität, den Kohlehydrat-, Pigment- und Mineral-Stoffwechsel widerspiegeln. Nach der Einnahme von variierenden Dosen von AMW (100-200-400 ml) wurden keine Verschiebung der oben genannten Parameter aus dem anfänglich normalen Bereich hinaus und eine Normalisierung von abweichenden Parametern festgestellt.

Die Einnahme von AMW durch praktisch gesunde Personen, die sich eine gewisse Zeit lang an einem kontaminierten Ort aufgehalten hatten, führte zu einer erhöhten Ausscheidung von Cs-137. Der Gehalt an Cs-137 im täglichen Urin nach 1-tägiger Einnahme von AMW hatte, wie gefunden wurde, um 40% zugenommen, nach 10 eintägigen Behandlungen hatte der Gehalt an Cs-137 in dem täglichen Urin, wie gefunden wurde, um 60% abgenommen (Tabelle 22).

Verfahren zur Herstellung von AMW

Zur Herstellung von AMW wurden 0,0005 g Magnesiumsulfat zu 100 g destilliertem Wasser zugegeben und in Lösung gebracht. Dann wurden 0,001 g Kaliumchlorid, 0,005 g Tris-(hydroxymethyl)aminomethan und 0,010 g Tris(hydroxymethyl)- aminomethanhydrochlorid zugegeben. Der pH-Wert der Lösung wurde geprüft. Das so erhaltene AMW war gebrauchsfertig. Das AMW kann in geschlossenen Behältern bei Temperaturen von 0 bis 18ºC ein Jahr lang gelagert werden, ohne dass eine Verschlechterung seiner Heilungseigenschaften auftritt.

Beispiele für die Anwendung von AMW Behandlung verschiedener Formen der Glomerulonephritis

21 Patienten wurden in einem Doppel-Blind-Versuch behandelt. 15 von 21 Patienten erhielten AMW, 6 erhielten ein Placebo. Es wurde der Proteingehalt in dem täglichen Urin bestimmt. Die Ergebnisse sind in den Tabellen 1 und 2 angegeben.

Beispiel 1

Der Patient I. B. wurde aufgenommen mit Rückenschmerzen, einem hohen Arterienblutdruck (bis zu 200/100 mm Hg), einer Proteinurie 4,84 g/l. Vor der Behandlung mit pharmazeutischen Präparaten wurde der Patient einen Tag lang mit AMW(3 mal 200 ml 30 bis 40 min vor den Mahlzeiten) behandelt. An dem folgenden Tag wurde der Urin gesammelt. Der Proteingehalt des Urins betrug, wie gefunden wurde, 0,91 g/l, d. h. es wurde eine Absenkung um 80% gegenüber dem Anfangswert festgestellt. Der arterielle Blutdruck betrug 150/90 mm Hg.

Zusätzlich wurde in einem offenen Versuch 6 Patienten mit einer proliferativen Proteinurie Glomerulonephritits (Proteingehalt im Urin 6 g/l täglich) und mit funktionalen Nieren einen Tag lang AMW(2 bis 3 mal 200 bis 400 ml AMW) verabreicht und vor und nach der Einnahme von AMW untersucht. Die Parameter, welche die Filtrations- Funktion der Nieren charakterisieren, wurden 96 h nach der eintätigen Einnahme von AMW geprüft. Die Ergebnisse sind in den Tabellen 3 und 4 angegeben.

Beispiel 2

Der Patient A. M. wurde aufgenommen mit Beschwerden über eine Verschlechterung des Zustandes, Rückenschmerzen, einer verminderten Diurese. Vor der Behandlung mit pharmazeutischen Präparaten wurde der Patient einen Tag lang mit AMW behandelt. Nach einem Tag fiel die K&spplus;-Konzentration in dem Blutplasma von 6,2 auf 4,9 mmol/l. Die Na&spplus;-Konzentration in dem Blutplasma blieb bei dem ursprünglichen Wert. Die Protein-Konzentration in dem Blutplasma stieg von 66 auf 74 g/l, die Protein- Konzentration in dem Urin fiel von 8, 8 auf 2,6 g/l. Die Kreatinin-Konzentration in dem Blut fiel von 1,7 auf 1,4 mmol/l, während die Konzentration in dem Urin von 0,31 auf 1,06 mmol/l anstieg. Die Na&spplus;-Konzentration in dem Urin stieg ebenfalls von 135 auf 240 mmol/l. Die Diurese nahm um 900 ml ab. Diese Ergebnisse zeigen, dass die Nieren-Filterfunktion 96 h lang nach der 1-täglichen Einnahme von AMW verbessert war. Die Einnahme eines Placebo ergab keine vergleichbaren Ergebnisse.

Chronische Pyelonephritits, Nephrolithiasis

12 Patienten mit einer akuten Pyelonephritits und 12 Patienten mit einer Nephrolithiasis, die aus der Pyelonephritits resultierte, wurden in einem Doppel-Blindversuch behandelt. 6 aus jeder Gruppe von 12 Patienten erhielten AMW, 6, die Kontrollpatienten, erhielten ein Placebo. AMW wurde 7 Tage lang 3- bis 2-mal täglich in einer 200-400 ml-Dosis aufgenommen. Alle Patienten vor und nach der Behandlung wurden untersucht in bezug auf Proteinurie, Leukozytenurie, Erythrozyten im Urin, die tägliche Diuresis, die Blutzusammensetzung. Die Ergebnisse sind in den Tabellen 5 bis 10 angegeben.

Beispiel 3

Der Patient T. B. wurde aufgenommen mit einem hohem Arteriebutdruck, einer Erythrozytenurie und einem brennenden Gefühl in der Harnröhre(Urethra). Als einziges Heilmittel wurde 7 Tage lang AMW verabreicht. Nach 7 Tagen zeigte die Analyse eine Abnahme der Erythrozyten im Urin um 80%, der Leukozyten um 70%. Der arterielle Blutdruck fiel von 150/100 auf 120/80 mm Hg. Das brennende Gefühl verschwand. Dies zeigt die Wirksamkeit von AMW gegen Pyelonephritits. Die Einnahme eines Placebo führte nicht zu vergleichbaren Ergebnissen.

Virus A-Hepatitis

12 Patienten wurden in einem Doppelblindversuch behandelt. 6 von 12 Patienten erhielten AMW, 6 erhielten ein Placebo. Die Behandlung dauerte 3 Tage, die tägliche Einnahme betrug 200 bis 400 ml 2- bis 3-mal täglich. Alle Patienten wurden untersucht im Hinblick auf den Bilirubin-Gehalt im Blut und im Hinblick auf die Alanin- Aminotransferase (ALAT)-Aktivität. Die Ergebnisse sind in den Tabellen 11 und 12 angegeben.

Beispiel 4

Es wurde ein Patient aufgenommen mit Schwäche, Gelbsucht, gefärbtem Urin und gefärbten Fäkalien, Pyrexie. Die Behandlung mit AMW dauerte 3 Tage. Nach 3 Tagen hatte der Bilirubin-Gehalt im Blut von 47 mmol/l auf 23 mmol/l abgenommen Die Alanin-AT-Aktivität nahm von 1260 Einheiten/L auf 560 Einheiten/L ab. Die Körpertemperatur erreichte den Normalwert. Während AMW wirksam war in bezug auf die Wiederherstellung der klinischen Grund-Parameter führte das Placebo nicht zu vergleichbaren Ergebnissen.

Chronische Cholecystitis, Schlamm(Sand) in der Gallenblase

12 Patienten wurden in einem Doppelblindversuch behandelt. Es wurde eine Dosis von 400 ml AMW verabreicht. Es wurde ein Ultrasonographie der Gallenblase bei allen Patienten durchgeführt. Der Durchmesser der Gallenblase wurde in der a-p- Richtung vor und nach der Einnahme von AMW oder des Placebo gemessen. Die Ergebnisse sind in den Tabellen 13 bis 16 angegeben.

Beispiel 5

Es wurde der Patient I. S. aufgenommen mit Schmerzen in der Gallsenblase, Aufstoßen(Eructation), mit einem bitten Geschmack im Mund. Die Ultraschallunteruschung zeigte einen Gallenschlamm(Gallensand) mit hoher Dichte in der Gallenblase. Nach der Einnahme von AMW trat eine Kontraktion der Gallenblase um 5 mm ein, die Gallenblase enthielt keinen Schlamm mit hoher Dichte, der Patient hatte keine Beschwerden mehr in bezug auf das Aufstoßen oder den bitteren Geschmack um Mund.

Es wurde die Wirksamkeit von AMW in bezug auf die Erhöhung der motorischen Aktivität der Gallenblase demonstriert, das Placebo führte nicht zu vergleichbaren Ergebnissen.

Ischämische Herzerkrankung, arteriosklerotische Veränderungen in den Blutgefäßen

In einem Doppelblindversuch wurden 12 Patienten behandelt. 6 von 12 Patienten erhielten AMW, 6 erhielten ein Placebo. Die Behandlung dauerte 7 Tage, die Dosierung betrug 200 bis 400 ml. Alle Patienten wurden untersucht in bezug auf die Cho lesterin-, Triglycerid-, Phospholipid-, HDL- und LDL-Cholesterin-Gehalte im Blutserum. Es wurde der Klimov-Index errechnet. Die Ergebnisse sind in den Tabellen 17 und 18 angegeben.

Beispiel 6

Es wurde der Patient A. S. aufgenommen mit einer fortgeschrittenen ischämischen Erkrankung und einer essentiellen Arterienhochdruck-Erkrankung. Nach 7-tägiger Einnahme von AMW fiel der arterielle Blutdruck von 220/11 mm Hg auf 150/90 mm Hg. Der subjektive Zustand besserte sich. Die Blutanalyse zeigte ein Ansteigen des HDL-Cholesterin-Wertes von 0,75 auf 1,05 mmol/l und eine Abnahme des LDL- Cholesterin-Wertes von 3,97 auf 2,87 mmol/l, eine Abnahme des Klimov-Index von 6,56 bis 3,01. Diese Daten zeigen eine beträchtliche Abnahme der arteriosklerotischen Störungen, das Placebo führte nicht zu vergleichbaren Ergebnissen.

Diabetes mellitus

In einem Doppelblindversuch wurden 12 Patienten behandelt. 6 von 12 Patienten erhielten AMW, 6 erhielten ein Placebo. Die Behandlung dauerte 7 Tage. Die Dosis betrug 200 bis 400 ml 2- bis 3-mal täglich. Alle Patienten wurden auf Proteinurie untersucht. Die Ergebnisse sind in den Tabellen 19 und 20 angegeben.

Beispiel 7

Der Patient A. D. wurde aufgenommen mit Klagen über Schwäche, einen trocknen Mund, einen erhöhten Appetit, einen hohen Gehalt an glycosyliertem Fibrinogen im Blut und Proteinurie. Nach 7-tägiger Einnahme von AMW hatte sich der Gehalt an glycolysiertem Fibrinogen im Blut normalisiert und war von 8,20 auf 6,40 nm/mg gefallen. Im Blut war kein Protein mehr enthalten.

Die Wirksamkeit von AMW bei Diabetes mellitus wurde so gezeigt, wobei das Placebo nicht zu vergleichbaren Ergebnissen führte.

Immundefizit

In einem offenen Versuch wurden 6 Patienten untersucht. Vor und 1,5, 47 und 191 h nach einer 1-tägigen Behandlung mit AMW wurden die folgenden Daten ermittelt: Anzahl der DC&sub3;- alle reifen T-Lymphozyten, CD&sub4;-T-Helfer-Zellen, Induktoren, CD&sub8;-T- Suppressoren, NK(natürliche Killer)-Zellen und β-Lymphozyten. Die Ergebnisse sind in der Tabelle 21 angegeben.

Beispiel 8

Ein Patient, bei dem ein Immundefizit nach einer Glomerulonephritis festgestellt worden war, wurde mit AMW behandelt. 90 min nach der Einnahme zeigte die Blutanalyse einen Anstieg von CD&sub3; auf das 2,6-fache, von CD&sub4; auf das 3,9-fache, von CD&sub8; auf das 3,1-fache, von NK-Zellen auf das 3,5-fache.

Auf diese Weise wurde die Wirksamkeit von AMW beim immundefizitären Zustand nachgewiesen.

Praktisch gesunde Personen, die sich an einem kontaminierten Ort aufgehalten hatten

In einem Blindversuch wurden 10 Personen untersucht. Der Gehalt an Cs-137 in dem täglichen Urin wurde an einem Kontrolltag bestimmt ohne Einnahme einer heilenden Flüssigkeit, nach der Einnahme eines Placebo, nach einer 1-tägigen Einnahme von AMW und nach 10-tägiger AMW-Einnahme. Die Ergebnisse sind in der Tabelle 22 angegeben.

Beispiel 9

Patient Nr. 1: der Gehalt an Cs-137 in dem Urin vor der Behandlung betrug 148,50 Bq/kg. Nach Einnahme eines Placebo blieb der Gehalt unverändert. Nach einer 1- tägigen Einnahme von AMW(3 · 200 ml) erreichte der Cs-137-Gehalt 200,48 Bq/kg, ein Anstieg um 35% gegenüber dem Ausgangswert. Nach 10-tägiger AMW- Behandlung betrug der Cs-137-Gehalt in dem Urin 58,14 Bq/kg oder war um 60% niedriger als der Ausgangswert. Diese Ergebnisse zeigen die erhöhte Ausscheidung von Cs-137 aus dem Körper.

Einfluss auf praktisch gesunde Personen

18 praktisch gesunde Personen wurden in einem offenen Versuch untersucht. Das AMW wurde in Dosen von 100, 200 und 400 ml verwendet. Der Einfluss jeder Dosis wurde 24 und 72 h nach der Einnahme untersucht. Bei 100 bis 400 ml-Dosen von AMW wurden 24 oder 72 h nach der Einnahme keine toxischen Wirkungen festgestellt. Die Effekte lagen innerhalb des normalen Bereiches, beispielsweise betrug der normale Gehalt an Harnsäure im Urin 200 bis 700 mmol/l. Nach der Einnahme von AMW näherte sich der Wert dem unteren Grenzwert. Alle Patienten wiesen einen erhöhten Cl&supmin;-Gehalt auf. Nach der Behandlung mit AMW näherte sich der Cl&supmin;-Gehalt dem unteren Grenzwert. Der Na&spplus;-Gehalt im Blut aller Patienten nahm ab und näherte sich dem unteren Grenzwert.

Beispiel 10

Ein praktisch gesunder Patient hatte vor dem Versuch einen leicht erhöhten arteriellen Blutdruck von 150/85 mm Hg. Die Anamnese ergab eine familiäre Vorgeschichte in bezug auf Bluthochdruck. Nach der Behandlung mit AMW hatte sich der Blutdurck normalisiert auf einen Wert von 118/68 mm Hg.

Es wurde damit gezeigt, dass AMW wirksam ist für praktisch gesunde Personen. Gleichzeitig wurde gezeigt, dass AMW zu keiner Verschiebung der essentiellen organischen Parameter aus den Normalbereichen hinaus führt, wodurch das Fehlen von toxischen Effekten bestätigt wurde.

Tabelle 1 Einfluss eines Placebo auf den Proteingehalt im täglichen Urin bei Patienten mit Glomerulonephritis
Tabelle 2 Einfluss von AMW auf den Proteingehalt im täglichen Urin bei Patienten mit Glomerulonephritis
Tabelle 3 Einfluss einer einzigen Einnahme von AMW auf den Proteingehalt im täglichen Urin bei Patienten mit Glomerulonephritis 96 Stunden nach der Einnahme
Tabelle 4 Einfluss einer einzigen Einnahme von AMW auf die Urin- und Blutdaten bei Patienten mit Glomerulonephritis, 96 Stunden nach der Einnahme
Tabelle 5 Einfluss der Einnahme von AMW auf die Blutdaten bei Patienten mit Pyelonephritis Daten vor und nach der Einnahme
Tabelle 6 Einfluss der Einnahme eines Placebo auf die Blutdaten von Patienten mit Pyelonephritis, Daten vor und nach der Einnahme
Tabelle 7 Einfluss der Einnahme von AMW auf die Urindaten von Patienten mit Pyelonephritis, Daten vor und nach der Einnahme
Tabelle 8 Einfluss der Einnahme eines Placebo auf die Urindaten von Patienten mit Pyelonephritis, Daten vor and nach der Einnahme
Tabelle 9 Einfluss der Einnahme von AMW auf die Urindaten von Patienten mit Pyelonephritis, Daten vor und nach der Einnahme
Tabelle 10 Einfluss der Einnahme eines Placebo auf die Urindaten von Patienten mit Pyelonephritis, Daten vor und nach der Einnahme
Tabelle 11
Einfluss von AMW und eines Placebo auf den Gesamt-Bilirubin-Gehalt (mmol/l) im Blutserum von Patienten mit Virus A-Hepatitis vor und nach der AMW-Einnahme
Tabelle 11 (Fortsetzung) vor and nach der Einnahme eines Placebo
Tabelle 12
Einfluss von AMW und eines Placebo auf den Alanin AT-Gehalt (Einheiten/l) im Blutserum von Patienten mit Virus A-Hepatitis vor und nach der Einnahme von AMW
vor und nach der Einnahme eines Placebo
Tabelle 13 Änderungen des Gallenblasen-Durchmessers in der a-p-Richtung (mm) Praktisch gesunde Personen Einnahme von destilliertem Wasser
Tabelle 14 Änderungen des Gallenblasen-Durchmessers in der a-p-Richtung (mm) Praktisch gesunde Personen Einnahme einer Kochsalzlösung (0,9% NaCl)
Tabelle 15 Änderungen des Gallenblasen-Durchmessers in der a-p-Richtung (mm) Praktisch gesunde Personen Einnahme von AMW
Tabelle 16 Änderungen des Gallenblasen-Durchmessers in der a-p-Richtung (mm) Cholecystitis-Patienten Einnahme von AMW
Tabelle 17 Lipid-Gehalt im Blutserum (mmol/l) und errechnete Indices bei Patienten mit ischaemischer Herzerkrankung vor und nach der Einnahme von AMW
Tabelle 18 Lipid-Gehalt im Blutserum (mmol/l) und errechnete Indices bei Patienten mit ischaemischer Herzerkrankung vor und nach der Einnahme eines Placebos
Tabelle 19
Einfluss von AMW und eines Placebos auf den Gehalt an glycolysiertem Fibrinogen (nm/mg) im Blut von Patienten mit Diabetes mellitus Insulin-Therapie unverändert (Normalwert-Bereich 5,4-7,2) vor und nach der Einnahme von AMW
vor und nach der Einnahme eines Placebo
Tabelle 20
Einfluss von AMW und eines Placebo auf den Protein-Gehalt ( ) im Urin von Patienten mit Diabetes mellitus vor und nach der Einnahme von AMW
vor und nach der Einnahme eines Placebo
Tabelle 21
Einfluss von AMW auf Patienten mit einer chronischen Glomerulonephritis mit einer diagnostizierten Immunschwäche CD&sub3; (Normalwert 60-90%)
CD&sub4; (Normalwert 33-60%)
CD&sub8; (Normalwert 20-32%)
CD&sub2;&sub5; (Normalwert 0-5%)
NK-Zellen (Normalwert 8-22%)
β-Lymphozyten (Normalwert 5-20%)
Tabelle 22 Cs-137-Gehalt (Bq/kg) im täglichen Urin von Praktisch gesunden Personen aus einem Kontaminierten Ort Einnahme von AMW


Anspruch[de]

1. Künstliches medizinisch-prophylaktisches Wasser, dadurch gekennzeichnet, dass es die folgenden Komponenten in Gew.-% enthält:

Magnesiumsulfat 0,0005-0,01

Kaliumchlorid 0,001-0,02

Tris-(hydroxymethyl)aminomethan 0,005-0,02

Tris-(hydroxymethyl)aminomethanhydrochlorid 0,01-0,04

destilliertes Wasser ad 100.

2. Wasser nach Anspruch 1, das außerdem Softdrink-Additive enthält.

3. Wasser nach Anspruch 1 oder 2

a) für die Verwendung bei der Behandlung und Prävention irgendeiner der folgenden Zustände: Störungen der Nieren- und Leberfunktionen, Gallenblasen- Dyskinesie, Diabetes mellitus, Störungen des arteriellen Blutdrucks, arteriosklerotische Veränderungen der Blutgefäße;

b) zur Normalisierung von Immunitätsfaktoren der Zellen;

c) zur Normalisierung von Abweichungen von der Homöostase oder

d) zur Verstärkung der Exkretion von radioaktiven Metallionen, insbesondere Cs- 137.

4. Wasser nach Anspruch 1 oder 2 für die Verwendung zur Herstellung eines pharmazeutischen Präparats für irgendeine der in den Abschnitten (a) bis (d) des Anspruchs 3 aufgezählten Verwendungen.

5. Verfahren zum Stabilisieren eines Mineralwassers durch Zugabe von 0,005 bis 0,02 Gew.-% Tris-(hydroxymethyl)aminomethan und 0,01 bis 0,04 Gew.-% Tris- (hydroxymethyl)aminomethanhydrochlorid.







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