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Dokumentenidentifikation DE69431680T2 18.09.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0867249
Titel Futter
Anmelder Power Tool Holders Inc., Christiana, Del., US
Erfinder Steadings, Stephen W., Seneca, US;
Barton, Christopher B., Seneca, US
Vertreter Canzler & Bergmeier, Patentanwälte, 85055 Ingolstadt
DE-Aktenzeichen 69431680
Vertragsstaaten CH, DE, FR, GB, IT, LI, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 02.08.1994
EP-Aktenzeichen 982015075
EP-Offenlegungsdatum 30.09.1998
EP date of grant 06.11.2002
Veröffentlichungstag der Übersetzung europäischer Ansprüche 20.05.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.09.2003
IPC-Hauptklasse B23B 31/12

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft generell Einspannvorrichtungen gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1, wie ferner durch US-A-5 174 588 bekannt. Genauer betrifft die vorliegende Erfindung eine Einspannvorrichtung des schlüssellosen Typs, welche per Hand oder durch Betätigung des Antriebsmotors gespannt bzw. gelöst werden kann.

Sowohl Hand- als auch Elektro- bzw. Druckluft-Werkzeugantriebe sind gut bekannt. Obgleich Spiralbohrer die häufigsten Werkzeuge sind, welche mit derartigen Antrieben verwendet werden, können die Werkzeuge auch Schraubendreher, Mutternschlüssel, Umlauffeilen, aufgesetzte Schleifsteine und andere Schneid- bzw. Abtragewerkzeuge umfassen. Aufgrund der Tatsache, daß die Werkzeuge Schäfte mit verschiedenen Durchmessern aufweisen können oder der Werkzeugschaft polygonal sein kann, ist die Vorrichtung gewöhnlich mit einer Einspannvorrichtung versehen, welche in einem relativ breiten Bereich einstellbar ist. Die Einspannvorrichtung kann an dem Antrieb durch eine Gewinde- bzw. Konusbohrung befestigt sein.

In der Technik wurde eine breite Vielfalt von Einspannvorrichtungen entwickelt. Bei der einfachsten Ausführung einer Einspannvorrichtung werden drei Backen, welche in Umfangsrichtung in einem Abstand von etwa 120 Grad voneinander angeordnet sind, durch in Winkeln angeordnete Durchgänge in einem Körper gehalten, welcher an der Antriebswelle eines Antriebs befestigt und derart aufgebaut ist, daß eine Drehung des Körpers in einer Richtung gegen einen gehaltenen Gewindering, welcher sich mit den Backen in Eingriff befindet, die Backen in Greifbeziehung mit dem zylindrischen Schaft eines Werkzeugs drängt, während eine Drehung in der entgegengesetzten Richtung die Greifbeziehung löst. Eine derartige Einspannvorrichtung kann schlüssellos sein, wenn diese per Hand gedreht wird. Ein Beispiel einer derartigen Einspannvorrichtung ist in dem U.S.-Patent Nr. 5 125 673 mit dem Titel "Non-impact Keyless Chuck" offenbart, welches dem vorliegenden Rechtsnachfolger gewöhnlich übertragen ist und dessen vollständige Offenbarung durch Bezugnahme in der vorliegenden Schrift aufgenommen ist.

Trotz des Erfolgs schlüsselloser Einspannvorrichtungen, wie etwa in dem U.S.-Patent Nr. 5 125 673 dargelegt, sind verschiedene Einspannvorrichtungsbauweisen für eine Vielfalt von Anwendungen erwünscht. Gegenwärtig werden für eine Vielfalt von Einspannvorrichtungsanwendungen Kugellager zum Vermindern der Reibung zwischen dem Gewindering und dem Körper aufgrund eines Drucks des Gewinderings auf den Körper in Axialrichtung verwendet. Diese Lager sind manchmal mit einem Käfig versehen und weisen getrennte obere und untere Drucklaufbahnen auf. Manchmal kann der Körper bzw. der Gewindering bei genügender Härte als obere bzw. untere Laufbahn dienen. Es wäre wünschenswert, über eine schlüssellose Einspannvorrichtung zu verfügen, welche weniger Bauelemente bzw. geringere Herstellungs- bzw. Zusammenbaukosten erfordert. Ferner wäre es wünschenswert, über eine Einspannvorrichtungsbauweise zu verfügen, wodurch sowohl radiale als auch axiale Gewindebelastungen minimiert werden, wenn die Einspannvorrichtung verwendet wird. Ferner wäre es wünschenswert, über eine Einspannvorrichtung zu verfügen, wodurch die vordere Hülse durch ein Vorderteil, welches sowohl funktional ist als auch einen ästhetischen Zweck erfüllt, am Ort gehalten wird.

US-A-5 174 588 offenbart ein Kunststoff-Vorderteil für einen Bohrer. Das Vorderteil ist über einer Hülse angebracht, welche mit dem üblichen Gewindering drehbar direkt verbunden ist. Die Hülse und das Vorderteil werden in Einheit gedreht, um die Backen der Einspannvorrichtung zu öffnen und zu schließen.

Zusammenfassung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung berücksichtigt die vorangehenden Überlegungen und bezieht sich auf diese und andere Konstruktionen und Verfahren des Stands der Technik.

Demgemäß ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Einspannvorrichtung zu schaffen.

Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Einspannvorrichtung zu schaffen, welche bei Verwendung sowohl radiale als auch axiale Belastungen minimiert.

Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine schlüssellose Einspannvorrichtung zu schaffen, welche eine minimale Anzahl einzelner Bauelemente, welche zusammenzusetzen sind, aufweist.

Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine. Einspannvorrichtung mit einem verbesserten Vorderteil, welches sowohl dekorativ ist als auch die vordere Hülse am Ort hält, zu schaffen.

Diese und weitere Aufgaben werden durch Schaffen einer Einspannvorrichtung zur Verwendung mit einem Hand- oder Kraftantrieb, welcher eine drehbare Antriebswelle aufweist, gelöst, wobei die Einspannvorrichtung ein generell zylindrisches Körperelement, welches einen vorderen Abschnitt und einen hinteren Abschnitt aufweist, umfaßt. Der hintere Abschnitt weist eine darin ausgebildete Axialbohrung zum Eingriff mit der Antriebswelle des Antriebs auf, und der vordere Abschnitt weist eine darin ausgebildete Axialbohrung und eine Vielzahl in Winkeln angeordneter Durchgänge, welche darin ausgebildet sind und die Axialbohrung kreuzen, auf. Die Einspannvorrichtung umfaßt ferner eine Vielzahl von Backen, welche gleitfähig in jedem der in Winkeln angeordneten Durchgänge angeordnet sind, wobei jeder der Backen eine Backenfläche, welche auf einer Seite davon ausgebildet ist, und Gewindegänge, welche auf der gegenüberliegenden Seite davon ausgebildet sind, auf. Die Einspannvorrichtung umfaßt ferner einen Gewindering, welcher drehbar an dem Körper angebracht ist und sich in Eingriff mit den Gewindegängen der Backen befindet, und einen Lagerdruckring, welcher an dem Körperelement befestigt ist. Die Einspannvorrichtung umfaßt ferner eine abgeschlossene reibungsvermindernde Lageranordnung, welche zwischen dem Gewindering und dem Druckring angeordnet ist, und ein generell zylindrisches vorderes Hülsenelement, welches sich in Antriebseingriff mit dem Gewindering befindet und über dem vorderen Abschnitt des Körperelements liegend angeordnet ist, wodurch, wenn das vordere Hülsenelement gegen das Körperelement gedreht wird, die Backen dadurch bewegt werden.

Diese und weitere Aufgaben werden ferner durch Schaffen einer Einspannvorrichtung zur Verwendung mit einem Hand- oder Kraftantrieb, welcher eine drehbare Antriebswelle aufweist, gelöst, wobei die Einspannvorrichtung ein generell zylindrisches Körperelement umfaßt, welches einen vorderen Abschnitt und einen hinteren Abschnitt aufweist, wobei der hintere Abschnitt eine darin ausgebildete Axialbohrung zum Eingriff mit der Antriebswelle des Antriebs aufweist und der vordere Abschnitt eine darin ausgebildete Axialbohrung und eine Vielzahl in Winkeln angeordneter Durchgänge, welche dadurch hindurch verlaufend ausgebildet sind und die Axialbohrung kreuzen, aufweist. Die Einspannvorrichtung umfaßt ferner eine Vielzahl von Backen, welche gleitfähig in jedem der in Winkeln angeordneten Durchgänge angeordnet sind, wobei jeder der Backen eine Backenfläche, welche auf einer Seite davon ausgebildet ist, und Gewindegänge, welche auf der gegenüberliegenden Seite davon ausgebildet sind, aufweist. Die Einspannvorrichtung umfaßt ferner einen Gewindering, welcher drehbar an dem Körper angebracht ist und sich in Eingriff mit den Gewindegängen an den Backen befindet, und ein generell zylindrisches vorderes Hülsenelement, welches über dem vorderen Abschnitt des Körperelements liegend angeordnet ist und sich in Antriebseingriff mit dem Gewindering befindet. Die Einspannvorrichtung umfaßt ferner ein rostfreies Vorderteil, welches geeignet gestaltet ist, um an dem vorderen Abschnitt des Körpers befestigt zu werden, wobei das Vorderteil das vordere Hülsenelement in Antriebseingriff mit dem Gewindering hält, wodurch, wenn das vordere Hülsenelement gegen das Körperelement gedreht wird, die Backen dadurch bewegt werden.

Weitere Aufgaben, Merkmale und Aspekte der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend genauer erörtert.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Eine vollständige und nachvollziehbare Offenbarung der vorliegenden Erfindung, welche die beste Ausführungsweise davon umfaßt, für gewöhnlich Fachkundige wird genauer im Rest der Beschreibung unter Bezug auf die beigefügten Zeichnungen dargelegt, wobei:

Fig. 1 eine Längsansicht der Einspannvorrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung in Teilschnitt ist; und

Fig. 2 eine Explosionsansicht der in Fig. 1 dargestellten Einspannvorrichtung ist.

Durch wiederholte Verwendung von Bezugszeichen in der vorliegenden Beschreibung und Zeichnung sollen gleiche bzw. analoge Merkmale bzw. Elemente der Erfindung dargestellt werden.

Genaue Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele

Für gewöhnlich Fachkundige ist zu ersehen, daß die vorliegende Erörterung lediglich eine Beschreibung beispielhafter Ausführungsbeispiele darstellt und die weiteren Aspekte der vorliegenden Erfindung nicht begrenzen soll, wobei diese weiteren Aspekte in der beispielhaften Konstruktion verwirklicht sind.

In den Fig. 1 und 2 ist eine erfindungsgemäße Einspannvorrichtung 10 dargestellt. Die Einspannvorrichtung 10 umfaßt ein vorderes Hülsenelement 12, ein optionales hinteres Hülsenelement 14, ein Körperelement 16 und Backen 18. Das Körperelement 16 ist generell von zylindrischer Gestalt und umfaßt einen Schnauzenabschnitt bzw. vorderen Abschnitt 20 und einen Schwanzabschnitt bzw. hinteren Abschnitt 22. Eine Axialbohrung 24 ist in dem vorderen Abschnitt 20 des Körperelements 16 ausgebildet. Die Axialbohrung 24 ist etwas größer als der größte Werkzeugschaft, zu dessen Aufnahme die Einspannvorrichtung ausgelegt ist. Eine Gewindebohrung 26 ist in dem hinteren Abschnitt 22 des Körpers 16 ausgebildet und weist eine Normgröße zum Eingriff mit der Antriebswelle eines Kraft- oder Handantriebs (nicht dargestellt) auf. Die Bohrungen 24, 26 können bei dem mittleren Bereich 28 des Körperelements 16 verbunden sein. Obgleich eine Gewindebohrung 26 dargestellt ist, kann eine derartige Bohrung durch eine Konusbohrung mit einer Normgröße zum Eingriff mit einer konischen Antriebswelle ersetzt werden.

Durchgänge 30 sind in dem Körperelement 16 ausgebildet, um jeden Backen 18 aufzunehmen. Vorzugsweise werden drei Backen 18 verwendet, und jeder Backen 18 ist von dem benachbarten Backen durch einen Bogen von etwa 120 Grad getrennt. Die Achsen der Durchgänge 30 und der Backen 18 verlaufen in einem Winkel zu der Einspannvorrichtungsachse, kreuzen jedoch die Einspannvorrichtungsachse an einem gemeinsamen Punkt vor dem Einspannvorrichtungskörper 16. Jeder Backen 18 weist eine Werkzeugeingriffsfläche 32, welche generell parallel zu der Achse des Einspannvorrichtungskörpers 16 verläuft, und Gewindegänge 34 auf der gegenüberliegenden bzw. äußeren Fläche davon auf. Es können Gewinde 34 jedes geeigneten Typs und jeder Steigung innerhalb des Umfangs der vorliegenden Erfindung verwendet werden, wie für Fachkundige leicht zu ersehen ist.

Wie in den Fig. 1 und 2 dargestellt, umfaßt das Körperelement 16 ein Druckringelement 36, welches bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel einstückig damit ausgebildet ist. Das Druckringelement 36 umfaßt eine Druckfläche 38. Die Druckfläche 38 umfaßt eine gekrümmte Auflagefläche 40 zum Eingriff mit der inneren Laufbahn einer abgeschlossenen reibungsvermindernden Lageranordnung 42, wie nachfolgend genauer erörtert wird. Das Druckringelement 36 umfaßt eine Vielzahl von Backenführungen 30, welche um den Umfang herum ausgebildet sind, um einen Rückzug der Backen 18 dadurch hindurch zu ermöglichen.

Das Körperelement 16 umfaßt einen hinteren zylindrischen Abschnitt 44 mit einer darauf ausgebildeten gerändelten Fläche 46 zur Aufnahme einer optionalen hinteren Hülse 14, welche darauf gedrückt wird, wenn dies erwünscht ist. Der Körper 16 umfaßt ferner einen ersten konischen Abschnitt 48, weicher von dem hinteren zylindrischen Abschnitt 44 zu dem Druckring 36 verläuft. Ein zweiter konischer Abschnitt 50 verläuft von dem Bereich der Druckfläche 38 zu einem vorderen zylindrischen Abschnitt 52. Der vordere zylindrische Abschnitt 52 weist einen größeren Durchmesser als das kleinere Ende des zweiten konischen Abschnitts 50 auf und bildet eine erste Umfangsnut 54 zwischen dem vorderen und dem hinteren Abschnitt 20 und 22 des Körpers 16 aus. Der Körper 16 umfaßt ferner einen vorderen Abschnitt 56 mit verkleinertem Durchmesser, welcher geeignet gestaltet ist, um einen vorderen Abschnitt 58 aufzunehmen, wie nachfolgend genauer beschrieben wird.

Die vorliegende Erfindung umfaßt ferner einen Gewindering 60, welcher bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ein geteilter Gewindering ist und welcher Gewindegänge 62 zum Eingriff mit den Gewindegängen 34 an den Backen 18 umfaßt, wodurch, wenn der Gewindering gegen den Körper gedreht wird, die Backen vorgeschoben bzw. zurückgezogen werden. Der Gewindering 60 ist geeignet gestaltet, um ein Halteband 64 zum Zusammenhalten des Gewinderings 60, nachdem dieser zusammengesetzt ist, aufzunehmen. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird wegen des Durchmessers des vorderen zylindrischen Abschnitts 52 ein geteilter Gewindering verwendet. Der Gewindering 60 umfaßt Antriebsschlitze 66 zum Eingriff mit Antriebsrippen 68 an der vorderen Hülse 12, so daß sich, wenn die vordere Hülse 12 gedreht wird, der Gewindering 60 damit mitdreht und die Backen 18 bewegt, wie oben dargelegt.

Eine abgeschlossene Lageranordnung 42 ist geeignet gestaltet, um zwischen dem Druckring 36 und einer Fläche 70 des Gewinderings 60 angeordnet zu werden. Die abgeschlossene Lageranordnung 42 umfaßt eine innere Laufbahn 72, eine äußere Laufbahn 74 und Lagerelemente 76, welche dazwischen gehalten werden. Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel sind die Lagerelemente 76 Kugellager. Die abgeschlossene Lageranordnung 42 kann ferner einen Mantel 78 umfassen, welcher die innere und die äußere Laufbahn 72, 74 umgibt, um die Lageranordnung als abgeschlossenes Bauelement zu halten. Die innere Laufbahn 72 umfaßt eine gekrümmte Fläche, welche zum Eingriff mit der gekrümmten Auflagefläche 40 an der Druckfläche 38 des Druckrings 36 geeignet bemessen und gestaltet ist. Eine derartige Eingriffsbeziehung unterstützt die Ausrichtung und die Minimierung sowohl axialer als auch radialer Belastungen, wenn die Einspannvorrichtung verwendet wird. Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die abgeschlossene Lageranordnung 42 ein Radialdrucklager.

Die Verwendung einer abgeschlossenen Lageranordnung weist eine Anzahl von Vorteilen auf. Die Anordnung wird dadurch erheblich vereinfacht, daß keine einzelnen Kugellager und Käfige zu behandeln sind. Ferner ist es nicht erforderlich, daß der Körper und der Gewindering derart hart bzw. dicht sind, wie dies bei herkömmlichen Lagersystemen notwendig ist, wobei der Körper bzw. der Gewindering auch als Drucklaufbahn dienen können, so daß eine größere Materialflexibilität ermöglicht wird und sekundäre Herstellungsarbeiten und letztlich Kosten vermindert werden.

Das vordere Hülsenelement 12 ist geeignet gestaltet, um lose über dem vorderen Abschnitt 20 der Einspannvorrichtung 10 angebracht zu werden. Die Antriebsrippen 68 der vorderen Hülse 12 greifen mit Antriebsschlitzen 66 des Gewinderings 60 ineinander, so daß die vordere Hülse 12 und der Gewindering 60 geeignet verbunden werden, das bedeutet, daß sich, wenn die vordere Hülse 12 gedreht wird, der Gewindering 60 damit mitdreht. Die vordere Hülse 12 umfaßt einen ringförmigen Absatzabschnitt 78, welcher geeignet gestaltet ist, um an der inneren Fläche des vorderen zylindrischen Abschnitts 52 und des vorderen Abschnitts 56 zu ruhen. Das Vorderteil 58 ist geeignet bemessen und gestaltet, um auf den vorderen Abschnitt 56 gedrückt zu werden, um die vordere Hülse 12 an der Einspannvorrichtung 10 zu halten. Es sei bemerkt, daß das Vorderteil 58 auch durch Schnappeingriff, Gewinde oder ähnliches befestigt werden kann. Das Vorderteil 58 liegt frei, wenn die Einspannvorrichtung zusammengesetzt ist, und ist vorzugsweise mit einer eisenfreien metallischen Beschichtung beschichtet, um Rost zu verhindern und das Aussehen davon zu verbessern. Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel kann eine derartige Beschichtung aus Zink oder Nickel sein, doch sei bemerkt, daß jede geeignete Beschichtung verwendet werden kann.

Das Vorderteil 58 dient dazu, das vordere Hülsenelement 12 in Position an der Einspannvorrichtung 10 und in Antriebseingriff mit dem Gewindering 60 zu halten. Ferner dient das Vorderteil 58 dem zweiten Zweck, eine ästhetisch befriedigende Verkleidung für den vorderen Abschnitt 56 zu liefern, welche Rost verhindert. Dies bietet den Vorteil eines ästhetisch befriedigenden Aussehens ohne die Notwendigkeit, das gesamte Körperelement 16 mit einem eisenfreien Material zu beschichten. Wenn dies erwünscht ist, kann das hintere Hülsenelement 14 weggelassen und das vordere Hülsenelement 12 bis zu dem hinteren Ende des Körpers 16 verlängert werden. Diese Alternative ist geeignet, wenn eine Spindelarretierung oder ähnliches an dem Antrieb vorgesehen ist oder wenn der Antrieb verwendet wird, um die Backen zu spannen bzw. zu lösen.

Die Umfangsfläche des vorderen Hülsenelements 12 kann gerändelt werden oder kann mit Längsrippen oder anderen Vorsprüngen versehen werden, um einen sicheren Griff des Bedieners zu ermöglichen. In gleicher Weise kann die Umfangsfläche des hinteren Hülsenelements 14, wenn dieses verwendet wird, gerändelt oder gerippt werden, wenn dies erwünscht ist. Die vordere und die hintere Hülse können aus einem Strukturkunststoff, wie etwa Polykarbonat, einem Polypropylen mit Zusätzen, beispielsweise Polypropylen mit Glaszusätzen, oder einer Mischung von Strukturkunststoffmaterialien hergestellt werden. Weitere Verbundmaterialien, wie beispielsweise Polymere mit Graphitzusätzen, sind in bestimmten Anwendungsbereichen gleichfalls geeignet. Wie für Fachkundige zu ersehen ist, hängen die Materialien, aus welchen die Einspannvorrichtung der vorliegenden Erfindung hergestellt wird, von der Endverwendung der Einspannvorrichtung ab, und die oben erwähnten sind lediglich beispielhaft angegeben.

Es sei bemerkt, daß das hintere Hülsenelement 14 an dem Körperelement 16 befestigt ist, während das vordere Hülsenelement 12 geeignet mit dem Gewindering 36 verbunden und an dem Körperelement 16 zur Relativdrehung dagegen angebracht ist. Eine Relativdrehung des vorderen und des hinteren Hülsenelements 12 und 14 bewirkt aufgrund der Wechselwirkung zwischen den Gewindegängen 34 an den Backen 18 und den Gewindegängen 62 an dem Gewindering 60, daß die Backen 18 vorgeschoben bzw. zurückgezogen werden, abhängig von der Richtung der Relativbewegung.

Obgleich die obige Beschreibung im Hinblick auf eine schlüssellose Einspannvorrichtung dargelegt wurde, sei darauf hingewiesen, daß das Prinzip der vorliegenden Erfindung gleichermaßen auf eine Schlüsseleinspannvorrichtung anwendbar ist und sich dies innerhalb des Umfangs der vorliegenden Erfindung befindet.

Diese und weitere Abwandlungen und Änderungen der vorliegenden Erfindung können von gewöhnlich Fachkundigen ausgeführt werden, ohne von dem Umfang der vorliegenden Erfindung abzuweichen, welcher genauer in den beigefügten Ansprüchen dargelegt ist. Ferner sei darauf hingewiesen, daß Aspekte der verschiedenen Ausführungsbeispiele sowohl vollständig als auch teilweise ausgetauscht werden können. Ferner ist für gewöhnlich Fachkundige zu ersehen, daß die vorangehende Beschreibung lediglich beispielhaft ist und die Erfindung, welche in den beigefügten Ansprüchen weiter beschrieben ist, nicht begrenzen soll.


Anspruch[de]

1. Einspannvorrichtung (10) zur Verwendung mit einem manuellen oder kraftbetätigten Antrieb, der eine drehbare Antriebswelle aufweist, mit

einem im wesentlichen zylindrischen Grundkörper (16), der ein Rumpfvorderteil (20) und ein Endteil (22) umfaßt, wobei das Endteil (22) eine axiale Bohrung (26) aufweist, um in die Antriebswelle des Antriebs einzugreifen, und das Rumpfvorderteil (20) eine axiale Bohrung (24) aufweist und eine darin ausgebildete Vielzahl von schräg angeordneten Führungen (30), die die axiale Bohrung (24) queren,

einer Vielzahl von Klemmbacken (18), von denen jede in einer der schräg angeordneten Führungen (30) verschiebbar angeordnet ist, jede der Klemmbacken (18) eine auf der einen Seite ausgebildete Backenfläche (32) und ein auf der gegenüber angeordneten Seite ausgebildetes Gewinde (34) aufweist,

einem Gewindering (60), der drehbar am Grundkörper (16) befestigt ist und in Verbindung ist mit den Gewinden (34) auf den Klemmbacken (18)

einer im wesentlichen zylindrischen vorderen Umhüllung (12), die das Rumpfvorderteil (20) des Grundkörpers (16) überlagernd umschließt und in Antriebsverbindung mit dem Gewindering (60) sich befindet, und

ein korrosionsbeständiges Vorderteil

dadurch gekennzeichnet, daß

das korrosionsbeständige Vorderteil (58) angepaßt ist, um am Rumpfvorderteil (20) des Grundkörpers (16) gesichert zu sein, das Vorderteil (58) die vordere Umhüllung (12) mit dem Gewindering (60) in Antriebsverbindung hält, wobei die Klemmbacken (18) dadurch bewegt werden, daß die vordere Umhüllung (12) gedreht wird in Bezug auf den Grundkörper (16).

2. Einspannvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorderstück (58) beschichtet ist mit einer nicht-eisenhaltigen metallischen Beschichtung.

3. Einspannvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Rumpfvorderteil (20) des Grundkörpers (16) einen Absatzbereich umfaßt und das Vorderteil (58) einen Teil der vorderen Umhüllung (12) zwischen dem Absatzbereich und dem Vorderteil (58) hält.

4. Einspannvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundkörper (16) eine erste umlaufende Aussparung (54) umfaßt, die zwischen dem Rumpfvorderteil (20) und dem Endteil (22) ausgebildet ist, und der Gewindering (60) in der umlaufenden Aussparung (54) befestigt ist.

5. Einspannvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch einen in sich geschlossenen Wälzlagereinsatz (42), der eine innere Laufbahn (72), eine äußere Laufbahn (74) und Lagerelemente (76) aufweist, die miteinander zusammenarbeiten.

6. Einspannvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Wälzlagereinsatz (42) eine Ummantelung (78) umfaßt, die den Wälzlagereinsatz (42) hält.

7. Einspannvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Gewindering (60) Ausnehmungen (66) zur Aufnahme von Antriebsverbindungen (68) auf der vorderen Umhüllung (12) aufweist.

8. Einspannvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Einspannvorrichtung (10) eine hintere Ummantelung (14) umfaßt, die das Endteil (22) aufnimmt.







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