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Dokumentenidentifikation DE10207306A1 25.09.2003
Titel Verfahren zur Garraumreinigung
Anmelder Angelo Po Grandi Cucine S.p.A., Carpi, Modena, IT;
Convotherm Elektrogeräte GmbH, 82436 Eglfing, DE
Erfinder Riefenstein, Lutz, 82362 Weilheim, DE;
Manicardi, Dario, Carpi (Modena), IT
Vertreter Zmyj, E., Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing., Pat.-Anw., 81669 München
DE-Anmeldedatum 21.02.2002
DE-Aktenzeichen 10207306
Offenlegungstag 25.09.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.09.2003
IPC-Hauptklasse F24C 14/00
Zusammenfassung Das Verfahren zur automatischen Garraumreinigung umfasst zunächst die übliche Reinigung mittels einer Reinigungslösung und das Nachspülen mittels Frischwasser, worauf gesättigter bis leicht überhitzter Wasserdampf bei 100°C bis 105°C über eine Zeitdauer von etwa 5-10 Minuten in den Garraum eingeführt wird. Hierdurch wird nicht nur eine Desinfektion durchgeführt, sondern es findet auch eine Dampfkondensation statt, wodurch das entstandene Kondensat den Garraum spült und hierdurch Klarspüler zur Vermeidung von Kalkflecken entbehrlich wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur automatischen Garraumreinigung von Gargeräten zur Lebensmittelbehandlung umfassend das Einsprühen sämtlicher Flächen und Teile des Garraumes mit einer Reinigungslösung, das Einwirken der Reinigungslösung über einen vorgewählten Zeitraum, das Ausspülen des Garraumes und das Nachspülen der die Reinigungslösung führenden Leitungen und Düsen.

Bei der Garraumreinigung sogenannter Heißluftdämpfer wird die verwendete Reinigungslösung in den getrockneten oder angefeuchteten Garraum eingesprüht, worauf nach einer bestimmten Einwirkzeit der Garraum mit Wasser ausgespült wird. Es werden auch die Leitungen und Düsen die die Reinigungslösung verteilen gereinigt. Je nach Verschmutzungsgrad werden diese Schritte zum Teil mehrmals wiederholt. Um eine Kalkablagerung im Garraum durch das abtrocknende Spülwasser zu verhindern, wird durch die Düsen, aus denen die Reinigungslösung ausgesprüht wird, ein Klarspüler in den Garraum eingebracht, um hierdurch nicht nur die Leitungen und Düsen zu reinigen, sondern auch im Garraum durch die Herabsetzung der Oberflächenspannung des Wassers ein rasches Abfließen desselben und somit ein Antrocknen sowie die Bildung von Kalkrückständen zu vermeiden.

Diese Art der automatischen Reinigung des Garraumes ist nicht nur wegen der Verwendung des Klarspülers teuer, sondern auch hinsichtlich der Vernichtung von Mikroorganismen unbefriedigend.

Aufgabe der Erfindung ist es, das eingangs genannte Verfahren so weiter auszugestalten, dass die Verhinderung von Kalkablagerungen auf billigere Art und Weise durchführbar und bessere hygienische Verhältnisse erzielbar sind.

Diese Aufgabe wird, ausgehend von einem Verfahren der eingangs erläuterten Art, erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass zum Abschluß des Reinigungsvorganges Wasserdampf bei einer Temperatur von mindestens 100°C über eine von dem angestrebten Desinfektionsgrad abhängige Zeitdauer in den Garraum eingeführt wird und dass zum Nachspülen der die Reinigungslösung führenden Leitungen und Düsen entmineralisiertes Wasser verwendet wird. Durch die Einführung im wesentlichen von gesättigtem Wasserdampf in den Garraum erfolgt in erster Linie eine Dampfdesinfektion, so dass für den Normalfall die Geräte nach dieser Desinfektion als ausreichend hygienisch sauber anzusehen sind. Ein weiterer wichtiger Vorteil wird durch die Dampfzuführung erreicht, der darin besteht, dass an dem vorher durch Ausspülen mit kaltem Wasser abgekühlten Wänden eine sehr starke Kondensation eintritt, so dass die Wände und alle Teile des Garraumes mit Kondenswasser abgespült werden. Da Kondenswasser keinen Kalk enthält, können sich nach diesem Vorgang keine Kalkflecken im Garraum bilden. Da beim erfindungsgemäßen Verfahren der üblicherweise eingesetzte Klarspüler nicht mehr verwendet wird, der zur Reinigung der Düsen und zum Nachspülen der Wände des Garraumes diente, konnte der Kostenrahmen erheblich gesenkt werden. Die Verwendung von entmineralisiertem Wasser für die Reinigung der Düsen, stellt nur einen geringen Teil der bisherigen Kosten dar, da dieses Wasser nur für die Düsenreinigung und nicht für das Nachspülen der Wände verwendet wird, die durch das Kondenswasser kalkfrei gehalten werden.

Zur Erzielung einer ausreichenden Dampfdesinfektion genügt in Weiterbildung der Erfindung die Einführung von Wasserdampf in den Garraum über einen Zeitraum von 5-10 Minuten. In diesem Zeitraum hat sich auch so viel Kondenswasser gebildet, dass die Wände ausreichend gespült werden können.

Falls sich herausstellen sollte, daß das Ausspülen der Leitungen und Düsen mit entmineralisiertem Wasser nicht ausreichend sein sollte, um auch die letzten Reste der Reinigungslösung zu neutralisieren, so ist es in weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorteilhaft, wenn dem entmineralisiertem Wasser eine Lebensmittelsäure zugesetzt wird. Als Lebensmittelsäure wird vorzugsweise Zitronensäure verwendet.

Je nach Anforderung an die hygienischen Verhältnisse, kann es vorteilhaft sein, wenn im Anschluss an die Dampfdesinfektion eine Heißluftsterilisation erfolgt.

Hierdurch ist es möglich, hygienische Verhältnisse wie im Klinikbereich zu realisieren.

Vorzugsweise erfolgt die Heißluftsterilisation bei einer Temperatur von mindestens 160°C über eine vom angestrebten Sterilisationsgrad abhängige Zeitdauer.

Je nach beabsichtigtem Sterilisationsgrad kann die Heißluftsterilisation bei einer Temperatur von 160°C über 200 Minuten, bei einer Temperatur von 180°C über 30 Minuten und bei einer Temperatur von 200°C über 10 Minuten durchgeführt werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur automatischen Garraumreinigung von Gargeräten zur Lebensmittelbehandlung umfassen das Einsprühen sämtlicher Flächen und Teile des Garraumes mit einer Reinigungslösung, das Einwirken der Reinigungslösung über einen vorgewählten Zeitraum, das Ausspülen des Garraumes und das Nachspülen der die Reinigungslösung führenden Leitungen und Düsen, dadurch gekennzeichnet, dass zum Abschluß des Reinigungsvorganges Wasserdampf bei einer Temperatur von mindestens 100°C über eine von dem angestrebten Desinfektionsgrad abhängige Zeitdauer in den Garraum eingeführt wird und dass zum Nachspülen der die Reinigungslösung führenden Leitungen und Düsen entmineralisiertes Wasser verwendet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einführung von Wasserdampf in den Garraum über einen Zeitraum von 5-10 Minuten erfolgt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem entmineralisiertem Wasser eine Lebensmittelsäure zugesetzt wird.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Lebensmittelsäure Zitronensäure verwendet wird.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass im Anschluss an die Dampfdesinfektion eine Heißluftsterilisation erfolgt.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Heißluftsterilisation bei einer Temperatur von mindestens 160°C über eine vom angestrebten Sterilisationsgrad abhängige Zeitdauer erfolgt.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass einer Heißlufttemperatur von 160°C eine Sterilisationszeit von 200 Minuten zugeordnet wird.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass einer Heißlufttemperatur von 180°C eine Sterilisationszeit von 30 Minuten zugeordnet wird.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass einer Heißlufttemperatur von 200°C eine Sterilisationszeit von 10 Minuten zugeordnet wird.






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