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Dokumentenidentifikation DE10211595A1 25.09.2003
Titel Gebläseanordnung
Anmelder AURORA Konrad G. Schulz GmbH & Co., 69427 Mudau, DE
Erfinder Wolf, Hannes, 74722 Buchen, DE
Vertreter PAe Splanemann Reitzner Baronetzky Westendorp, 80469 München
DE-Anmeldedatum 15.03.2002
DE-Aktenzeichen 10211595
Offenlegungstag 25.09.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.09.2003
IPC-Hauptklasse F04D 25/16
IPC-Nebenklasse F04D 29/04   F04D 25/02   B60H 1/00   
Zusammenfassung Es ist eine Gebläseanordnung (10) für Fahrzeuge, insbesondere für Großraumfahrzeuge, vorgesehen, die mit einer Mehrzahl von Gebläserädern (14) auf einer gemeinsamen Achse angeordnet ist. Der Motor (12) ist ebenfalls auf der Achse angeordnet und treibt die Gebläseräder (14) an, so dass je zwei Gebläseräder (14) mit einer gemeinsamen Welle (26) verbunden sind. Über Kupplungen (40) sind einander benachbarte Wellen (26) aneinander angeschlossen.

Beschreibung[de]

Ferner ist es bekannt geworden, mehrere Gebläsegehäuse und Gebläseräder auf einer gemeinsamen Achse anzuordnen und mit einem gemeinsamen Elektromotor anzutreiben. Ein Beispiel für eine derartige Lösung ist aus der DE-OS 40 13 036 ersichtlich. Derartige Lösungen sind dann allerdings nicht mehr besonders kompakt, insbesondere wenn eine Schwungscheibe zwischen den Gebläsen eingesetzt wird.

Eine ähnliche Lösung ist auch aus der JP-2-149 799 bekannt. Bei dieser Gebläseanordnung sind mehrere Radial-Gebläseräder vorgesehen, die auf einer gemeinsamen Welle laufen und recht eng zueinander benachbart sind. Die Welle ist an Ihren beiden Enden gelagert, so dass die Anzahl der zu betreibenden Gebläseräder begrenzt ist, denn bei allzu langer Wellenlänge besteht die Gefahr, dass die Welle in Schwingungen gerät. Eine derartige Lösung ist auch eher teuer, denn für jeden Anwendungsfall muss ein spezielles Kunststoffgehäuse erstellt werden, das auf die erforderliche Luftleistung abgestimmt ist.

Ferner ist es für die Druckluftversorgung einer Orgel an sich bekannt, mehrere Gebläseräder mit Wellenstummeln ineinander steckbar auszugestalten, wozu auf die US-PS 1,109,133 zu verweisen ist. Mit dieser Lösung soll der Luftdruck stufenweise erhöht werden, so dass ein gemeinsames Gehäuse vorgesehen ist, das die Gebläseräder umgibt. Die abgegebene Luftleistung, zu der insbesondere auch das abgegebene Luftvolumen gehört, lässt sich bei dieser Lösung nicht signifikant ändern.

Daher liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Gebläseanordnung für Fahrzeuge gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 zu schaffen, die preisgünstig herstellbar ist und die Anpassung der Luftleistung an unterschiedliche Anforderungen ermöglicht.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch Anspruch 1 gelöst.

Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Erfindungsgemäß besonders günstig ist es, dass handelsübliche Doppelradialgebläsegehäuse verwendet werden können, die in hohen Stückzahlen und damit preisgünstig lieferbar sind. Dennoch lässt sich erfindungsgemäß die erforderliche Luftleistung erhöhen, beispielsweise auch um den Faktor 3 oder sogar 5, bezogen auf ein einzelnes Doppelradialgebläse. Gemäß einem besonders günstigen Gesichtspunkt der Erfindung ist der Wirkungsgrad noch etwas verbessert, nachdem der in der Mitte zwischen den beiden Gebläserädern eines Doppelradialgebläses standardmäßig vorgesehene Motor entfällt, so dass die Zuluft von dort freier einströmen kann.

Dennoch lässt sich eine ausgesprochen kompakte Gebläseanordnung realisieren, die besonders auch für den Einsatz in Omnibussen geeignet ist. Beispielsweise kann im rückwärtigen Bereich im Dach im Omnibusses eine erfindungsgemäße Gebläseanordnung mit 5 Doppelradialgeblässen eingesetzt werden, die einen oder mehreren Druckkanäle im Dach des Omnibusses speist.

Erfindungsgemäß sind gegenüber einem handelsüblichen Doppelradialgebläse lediglich die beiden Einzelwellen durch eine gemeinsame, und damit auch preisgünstig herzustellende Welle ersetzt, die an ihren Enden für einen Anschluss einer Kupplung geeignet ausgebildet ist, beispielsweise vorsteht.

Durch die erfindungsgemäß vorgesehene Kupplungen lassen sich beliebige Anzahlen von Doppelradialgebläsen miteinander koppeln, so dass die Luftleistung in beliebiger Weise erhöht werden kann.

In einer ersten vorteilhaften Ausgestaltung ist es vorgesehen, dass der Antriebsmotor endseitig der Gebläseanordnung über eine Kupplung angeschlossen ist, die den weiteren Kupplungen entspricht. Diese Anordnung ist besonders günstig, wenn eine Abdichtung des Motors gegen Spritzwasser erwünscht ist.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist der Antriebsmotor im Zug der Gebläseanordnung, beispielsweise etwa in der Mitte, zwischen zwei Doppelradialgebläse-Einheiten eingebaut und auch in diesem Falle über entsprechend geeignete Kupplungen beidseitig seiner Antriebswelle angeschlossen. Bei diesen Anordnung ist die Länge des Antriebsstrangs zu den entfernten Doppelradialgebläsen kürzer, so dass sie sich besonders eignet, wenn beispielsweise 6 oder mehr Doppelradialgebläse eingesetzt werden sollen.

Die erfindungsgemäßen Kupplungen können in beliebig geeigneter Weise ausgebildet sein. Nachdem die Drehrichtung des Motors eindeutig festliegt, ist beispielsweise eine Schraubkupplung besonders geeignet. Es ist aber ebenso möglich, den Wellenstummeln und den Innendurchmesser der Kupplungen zueinander passende, von der Kreisform abweichende Formen zu geben, beispielsweise die Form einer Keilwelle, so dass eine Steckkupplung vorliegt. Ferner lassen sich auch kurzerhand Kupplungen verwenden, die im Reibschuss arbeiten, wobei es dann besonders günstig ist, wenn die Kupplungshülse für das Aufbringen und Entfernen erwärmt wird.

Gemäß einer weiteren, günstigen Ausgestaltung ist es vorgesehen, die Lager einer Doppelradialgebläse-Einheit über einen gemeinsamen Deckel abzudecken, der den Platz des regelmäßig vorhandenen Motors einnimmt, jedoch deutlich kompakter als dieser ist. Diese Lösung erlaubt eine besonders gute Abdichtung und ist besonders günstig, wenn die erfindungsgemäße Gebläseanordnung intensiven Verschmutzungen ausgesetzt ist. Bei dieser Lösung ist es besonders vorteilhaft, dass keine Modifikationen an den Kunststoffteilen von nöten sind.

Gemäß einer modifizierten Ausgestaltung ist es vorgesehen, die Lager weiter nach einwärts, also an die Stelle hin zu versetzen, an welcher bei handelsüblichen Doppelradialgebläsen der Motor sitzt. Diese Lösung ergibt eine noch bessere Lufteinströmung im Mittelbereich, wobei günstig ist, dass der dort bestehende Luftspalt noch vergrößert ist.

Es versteht sich, dass nicht nur der Antriebsmotor selbst, sondern sämtliche zugehörige elektrischen Teile, wie beispielsweise auch der Vorwiderstand, der sich bei Doppelradialgebläsen üblicherweise im Ansaugluftstrom befindet, erfindungsgemäß bei den einzelnen Radialgebläse-Einheiten entfallen können, so dass keine Maßnahmen zum Spritzwasserschutz innerhalb jeder Doppelradialgebläse-Einheit erforderlich sind.

Weitere Vorteile, Einzelheiten und Merkmale ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles anhand der Zeichnungen.

Es zeigen:

Fig. 1 eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Gebläseanordnung für Fahrzeuge in der Draufsicht.

Die in Fig. 1 dargestellte Gebläseanordnung 10 weist einen Antriebsmotor 12, auf der eine Mehrzahl von Gebläserädern 14 antreibt. Die Gebläseräder 14 und der Antriebsmotor 12 sind auf einer gemeinsamen Achse angeordnet, also zueinander ausgerichtet. Je zwei Gebläseräder 14 sind Teil einer Doppelradialgebläse-Einheit 16, 18 und 20, die erfindungsgemäß in besonderer Weise ausgestaltet ist.

Eine erfindungsgemäße Doppelradialgebläse-Einheit 16, 18 und 20 weist in an sich bekannter Weise zwei Gebläsegehäuse 22 und 24 auf, in denen die Gebläseräder 14 laufen. Zwischen den Gebläsegehäusen ist erfindungsgemäß kein Antriebsmotor vorgesehen. Vielmehr erstreckt sich eine Welle 26 zwischen den Gebläserädern 14 und über diese hinaus. Die Welle 26 ist in den Lagern 28 und 30 gelagert. In an sich bekannter Weise weist jede Doppelradialgeblässe-Einheit 16, 18 und 20 einen Basiskörper 32 auf, der Stützrippen 34 für den Antriebsmotor ausbildet. Jeder Basiskörper 32 weist nicht dargestellte Luftaustrittsöffnungen und Flansche 33 auf.

Nachdem in der vorliegenden Ausführungsform die gleichen Werkzeuge für die Erstellung der erfindungsgemäßen Doppelradialgebläse-Einheit 16, 18 und 20 verwendet werden, die für die Herstellung einer handelsüblichen Doppelradialgebläse-Einheit verwendet werden, verbleiben diese Stützrippen, ohne dass sie den Ansaugstrom nennenswert beeinträchtigen würden.

Erfindungsgemäß sind die Wellen 26 über die Gebläsegehäuse 22 und 24 hinaus verlängert. Sie sind für den Eingriff von Kupplungen 36, 38 und 40 bestimmt, die die Wellen einander benachbarter Radialgebläse-Einheiten 16 bis 20 miteinander verbinden und die erste Doppelradialgebläse-Einheit 16 mit der Abtriebswelle 42 des Antriebsmotors 12 verbinden.

Durch die Lösbarkeit der Kupplungen lassen sich beliebige Anzahl von Doppelradialgebläse-Einheiten miteinander kombinieren, wobei es sich versteht, dass die Antriebsleistung des Antriebsmotors angepaßt werden muss.

Durch die seitliche Anordnung des Antriebsmotors 34 lässt sich der Antriebsmotor recht gut schützen. Bevorzugt ist eine Ansaughülse 48, die sich über den Antriebsmotor 12 erstreckt und Kühlrippen 50 mit Kühlluft beaufschlagt. Die Ansaughülse 48 ist zweckmäßig an das erste Gebläsegehäuse 24 angeschlossen. Bei dieser Lösung ist der Ausgangsluftstrom des ersten Gebläsegehäuses 22 regelmäßig etwas wärmer, so dass er gezielt zur Beheizung bestimmter Wärme erfordernder Teile des Fahrzeugs eingesetzt werden kann.

Es versteht sich, dass die erfindungsgemäße Gebläseanordnung nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt ist. Beispielsweise kann an Stelle der dargestellten Ausführungsform der Basiskörper 32 je etwas modifiziert werden, so dass die Lager 28 und 30 weiter in die Mitte gerückt sind und einen größeren Abstand von den Gebläsegehäusen 22 und 24 aufweisen. Auch kann der Antriebsmotor 34 zwischen zwei Gebläsen angeordnet werden, insbesondere, wenn eine Vielzahl von Doppelradialgebläse-Einheiten eingesetzt wird. Bei dieser Ausführungsform ist die Antriebswelle 42 dann beidseitig des Antriebsmotors 12 vorgesehen.


Anspruch[de]
  1. 1. Gebläseanordnung für Fahrzeuge, insbesondere für Großraumfahrzeuge, mit einer Mehrzahl von Gebläserädern (14), die auf einer gemeinsamen Achse angeordnet sind, und mit einem Motor (12), der ebenfalls auf der Achse angeordnet ist und mit welchem die Gebläseräder (14) antreibbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass je zwei Gebläseräder (14) nach der Art eines Doppelradialgebläses mit einer gemeinsamen Welle (26) miteinander verbunden sind und einander benachbarte Wellen (26) über Kupplungen (38, 40) aneinander angeschlossen sind.
  2. 2. Gebläseanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede Doppelradialgebläse-Einheit (16) eine Welle (26) aufweist, die sich durch die Einheit hindurch erstreckt, und dass je zwei Lager den Gebläserädern (14) der Doppelradialgebläse-Einheit (16) benachbart zwischen diesen angeordnet sind.
  3. 3. Gebläseanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jede Welle (26) einer Doppelradialgebläse-Einheit (16) beidseitig mit einer Kupplung (40) abgeschlossen ist.
  4. 4. Gebläseanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungen (40) einander benachbarter Doppelradialgebläse-Einheiten (16) steckbar sind.
  5. 5. Gebläseanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen Gebläserädern (14) einer Doppelradialgebläse-Einheit (16) im Wesentlichen dem Abstand zwischen Gebläserädern (14) benachbarter Doppelradialgebläse-Einheiten (16) entspricht.
  6. 6. Gebläseanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Ansaugstutzen des dem Motor benachbarten Gebläserads (14) über den Motor gezogen ist und dass der Ansaugluftstrom dieses Gebläserads (14) sich um den Außenumfang des Motors im Wesentlichen radial erstreckt.
  7. 7. Gebläseanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Doppelradialgebläse-Einheiten (16, 18, 20) je mit Flanschen (33) ausgestattet sind, die zueinander im Wesentlichen parallel ausgerichtet sind und auf einem gemeinsamen Anschlussrahmen befestigt sind.
  8. 8. Gebläseanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor ein Elektromotor, insbesondere mit elektronischem Kommutator, ist.
  9. 9. Gebläseanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lager jeder Doppelradialgebläse-Einheit (16, 18, 20) an die Stelle gerückt ist, an welcher bei einem handelsüblichen Doppelradialgebläse der Elektromotor angeordnet ist.
  10. 10. Gebläseanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichent, dass die Gehäuse (24) und Gebläseräder (14) jeder Doppelradialgebläse-Einheit (16, 18, 20) als handelsübliche Bauteile ausgeführt sind und der Motor des handelsüblichen Doppelradialgebläse durch eine Welle (26) ersetzt ist.
  11. 11. Gebläseanordnung nach Anpruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle (26) jeder Doppelradialgebläse-Einheit (16, 18, 20) für den Anschluss an die Kupplung (40) geeignet ist.
  12. 12. Gebläseanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gebläseräder (14) - gegebenenfalls abgesehen von der Anordnung des Antriebsmotors (12) zwischen zwei Doppelradialgebläse-Einheiten (16, 18, 20) - im Wesentlichen im gleichen Abstand zueinander angeordnet sind.






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