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Dokumentenidentifikation DE10002824C2 02.10.2003
Titel Abstandhalter für ein Siedewasserreaktor-Brennelement
Anmelder Framatome ANP GmbH, 91058 Erlangen, DE
Erfinder Fuchs, Hans-Peter, Dipl.-Ing., 90409 Nürnberg, DE;
Lettau, Hans, Dipl.-Ing. (FH), 91090 Effeltrich, DE;
Peehs, Martin, Dr.rer.nat., 91088 Bubenreuth, DE;
Rau, Peter, Dipl.-Ing. (FH), 91359 Leutenbach, DE;
Uebelhack, Walter, Dipl.-Phys., Dr., 91058 Erlangen, DE
Vertreter Mörtel & Höfner, 90402 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 24.01.2000
DE-Aktenzeichen 10002824
Offenlegungstag 09.08.2001
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 02.10.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.10.2003
IPC-Hauptklasse G21C 3/356

Beschreibung[de]

Die Erfindung geht aus von aus mehreren Blechteilen zusammengesetzten Abstandhaltern in Siedewasserreaktor-Brennelementen mit quadratischem Querschnitt. In einem solchen Brennelement sind die Brennstäbe zu einem Bündel, in dem sie in einem schachbrettartigen Muster angeordnet sind, zusammengefaßt und seitlich von einem Kasten umschlossen. Die Aufgabe der Abstandhalter ist es, die Brennstäbe in ihrer Position zu fixieren, abzustützen und transversale Vibrationen, die durch das den Kasten durchströmende Kühlmittel angeregt werden, zu dämpfen.

Zu diesem Zweck ist es aus DE 34 07 163 A1 und DE 298 04 340 U1 bekannt, jeweils einen Brennstab, der an allen vier Seiten von benachbarten Brennstäben umgeben ist, über Kombinationen von Federn und/oder Noppen oder ähnliche Distanzelemente an möglichst äquidistant über den Umfang des Brennstabs verteilten Stützstellen seitlich am Abstandhalter abzustützen.

Nach dem bisherigen Stand der Technik werden Abstandhalter aus den Materialien Inconel und/oder Zircaloy gefertigt.

Bei Siedewasserreaktoren wurden bisher vor allem vollständig aus Inconel bestehende Abstandhalter oder Abstandhalter mit Gittern aus Zirkoniumlegierungen (Zirkaloy) und eingesetzten Inconel-Distanzelementen verwendet.

Vollständig aus Inconel gefertigte Abstandhalter sind sehr strahlungsbeständig. Außerdem besitzt Inconel gute Federeigenschaften und ist mechanisch stabil, erlaubt daher dünnwandige Konstruktionen (geringer Strömungswiderstand für das Kühlmittel). Allerdings ist die Neutronenabsorption von Inconel hoch. Aus diesem Grund sind Inconel-Abstandhalter so dünnwandig wie möglich und/oder der Materialanteil ist durch Durchbrüche in den Stegen reduziert, was sich negativ auf die Stabilität des Gitters auswirkt. Vorteilhaft ist, daß solche Abstandhalter nur einen geringen Strömungswiderstand für das Siedewasser darstellen.

Die Neutronenabsorption von Zircaloy ist wesentlich geringer als bei Inconel. Zircaloy ist jedoch weicher, hat schlechtere Federeigenschaften und zeigt unter Bestrahlung stärkere Relaxation von Federspannung und stärkeres Längenwachstum als Inconel. Man verwendet daher oft Abstandhalter, die bis auf eingesetzte Inconel-Federn aus Zircaloy bestehen.

In Siedewasserreaktoren tritt in diesem Fall jedoch die sogenannte "Shadow-Corrosion" auf: In Bereichen, in denen die Neutronenstrahlung durch Inconel-Bauteile abgeschirmt ist, beobachtet man eine verstärkte Korrosion an den Zircaloy-Bauteilen. Im Druckwasser-Reaktor wird dieser Effekt, wahrscheinlich aufgrund einer unterschiedlichen Kühlwasser-Chemie, nicht beobachtet.

Abstandhalter aus Zircaloy benötigen aufgrund der geringeren mechanischen Stabilität dieses Materials dickere Wände, ergeben also einen größeren Strömungswiderstand. Dies ist bei Druckwasserreaktoren weniger problematisch als bei Siedewasserreaktoren, da praktisch nur eine Einphasenströmung vorliegt, die nicht in einem Brennelement-Kasten geführt ist, und deshalb dem Strömungswiderstand der Abstandhalter besser ausweichen kann. In Druckwasserreaktoren werden daher auch Vollzircaloy-Abstandhalter verwendet.

Die Distanzelemente können zu Beschädigungen des Brennstab- Hüllrohrs durch Reib-Korrosion zwischen Brennstäben und Distanzelementen führen ("Fretting"). Fretting wird noch begünstigt durch eine Schrumpfung der Hüllrohrwand des Brennstabs unter den Betriebsbedingungen (sogenanntes "Kriechen") und durch ein strahlungsbedingtes Nachlassen der Einspannkräfte der Zircaloy-Distanzelemente; die Brennstäbe sind also nur noch locker gehalten und ihre Vibration im Kühlmittelstrom ist schwächer gedämpft, so daß höhere Reibung zu befürchten ist.

Üblich sind Distanzelemente, bei denen entweder eine Feder diagonal in eine quadratische Abstandhalter-Masche ragt und den Brennstab auf zwei Paare jeweils übereinander liegender Noppen drückt (Fünf-Punkt-Lagerung), oder zwei Federn den Stab auf jeweils ein Paar übereinander liegender Noppen drücken (Sechs-Punkt-Lagerung). In Druckwasser-Reaktoren ist auch eine Lagerung bekannt, bei denen ein langgestrecktes Distanzelement benutzt wird, das von zwei zueinander und zum Brennstab parallele, eng benachbarte Federn gebildet ist. Diese Federn sind aus den Zirkaloy-Stegen des Abstandhalters ausgeprägt. Der Brennstab liegt dabei überhaupt an keinen Noppen an, sondern wird gegen ein gleichartiges, auf der gleichen Ebene aber diametral gegenüberliegend angeordnetes, langgestrecktes Feder-Paar (Distanzelement) drückt. Es liegt also eine Acht-Punkt-Lagerung vor. Bei dieser Konstruktion beobachtet man kaum Frettingschäden.

Daher ist auch schon eine Drei-Punkt- oder Vier-Punkt-Lagerung vorgeschlagen worden (WO 96/10829), bei der am Brennstab drei oder vier Distanzelemente angreifen, die in einer gemeinsamen Ebene liegen. Dadurch werden Verbiegungskräfte, die auf den Brennstab übertragen werden könnten, vermieden.

Die Geometrie einer Sechs-Punkt-Lagerung ist verhältnismäßig einfach, denn die zwei Federn liegen auf einem mittleren axialen Niveau des Abstandhalters, während zwei Noppen in einer darüber liegenden Ebene und symmetrisch dazu zwei weitere Noppen in einer darunter liegenden Ebene angeordnet sind. Daher kann in der Mitte eines Steges einer Abstandhalter-Masche eine Feder ausgeformt und auf den Brennstab gerichtet werden, der auf der einen Seite des Steges sitzt, während auf den auf der anderen Seite dieses Steges sitzenden Brennstab eine darüber sitzende und eine darunter sitzende Noppe gerichtet sind, die ebenfalls aus dem Steg ausgeformt werden können. Diese Geometrie führt zu einer nahezu punktförmigen Auflage des Stabs an den Federn, da zwischen den übereinander liegenden Noppen wenig Platz für die Federn ist.

Bei der beschriebenen Acht-Punkt-Lagerung greifen jedoch alle Federn in der gleichen Ebene an den Brennstäben an. Daher ist es nicht möglich, aus einem Steg nach beiden Seiten gerichtete langgestreckte Distanzelemente zu formen. Bei diesen Druckwasser-Reaktor-Brennelementen verwendet man daher Doppelsteg-Konstruktionen, d. h. das Abstandhalter-Gitter wird jeweils von Doppelstegen gebildet, wobei die Einzel-Stege jedes Doppelstegs flächig aneinander liegen und aus jedem Einzel-Steg ein langgestrecktes Distanzelement geformt ist. Die Federn liegen mit einer größeren Auflagefläche, die zumindest linienförmig ist, am Brennstab an.

Bei Siedewasserreaktoren tritt eine sogenannte "Spaltkorrosion" auf, die möglicherweise auf die veränderte Kühlwasser- Chemie zurückzuführen ist: Tritt zwischen zwei flächig aneinander liegenden Zircaloy-Teilen Wasser ein, so bildet sich ein Keil aus Korrosionsprodukten, der den Abstandhalter aufweitet (schwächere Halterung der Stäbe) und schließlich zur Desintegration der Struktur führen kann. Außerdem ist bei Siedewasserreaktoren auch der Druckabfall an den Doppelwänden problematisch. Daher scheidet bei Siedewasser-Brennelementen die erwähnte Acht-Punkt-Lagerung praktisch aus.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für Brennelemente, insbesondere von Siedewasserreaktoren, einen Abstandhalter mit geringer Neutronen-Absorption, geringem Druckabfall, geringem Fretting und ohne Gefahr von Spalt- oder Shadow-Korrosion zu schaffen.

Die Erfindung löst diese Aufgabe allgemein durch die Verwendung von Abstandhaltern, bei denen die jeweils diametral gegenüberliegenden Distanzelemente - bezogen auf den an ihnen abgestützten Brennstab - in derselben, zur Längsachse des Brennstabs senkrechten Ebene am Brennstab angreifen und bei denen alle Blechteile - einschließlich der aus den Blechteilen ausgeformten Distanzelemente - aus dem gleichen Material, z. B. Zircaloy, bestehen und derart zusammengesetzt sind, daß die Blechteile in den Bereichen, in denen sie sich berühren, auch aneinander befestigt sind.

Da hierbei z. B. nur Zircaloy verwendet und keine eingesetzten Federn aus Inconel benötigt sind, wird keine Shadow-Korrosion beobachtet und die Neutronenabsorption ist gering. Außerdem führt die beschriebene Anordnung der Distanzelemente zu einer praktisch frettingfreien Lagerung der Brennstäbe.

Eine Vibration des Brennstabs kann nämlich als eine Kippung oder Drehschwingung des Stabs um eine zur Brennstab-Achse senkrechte Dreh-Achse aufgefaßt werden. Greifen alle Distanzelemente in der gleichen Ebene an, so liegt auch die Drehachse in dieser Ebene und die Relativbewegung zwischen dem vibrierenden Stab und den Distanzelementen ist minimiert. Dadurch wird die Reibung vermindert; allerdings könnte sich auch die Vibrationsdämpfung verringern. Vorteilhaft ist daher eine hohe Zahl der Auflageflächen (d. h. der Distanzelemente), also insbesondere die erwähnte Acht-Punkt-Lagerung, bei der jedes Distanzelement aus zwei Einzelelementen besteht. Die Dämpfung wird außerdem erhöht und das Fretting erniedrigt, wenn alle Distanzelemente elastisch am Brennstab anliegen, also als Federn ausgebildet sind (Verzicht auf starre Noppen). Insbesondere ist es vorteilhaft, daß hierbei genügend Platz für langgestreckte Federn besteht, die daher verhältnismäßig großflächig (also nicht punktförmig, sondern zumindest linienförmig) am Brennstab anliegen können. Dies scheint für eine Minimierung des Frettings wichtig zu sein.

Dadurch, daß sich die Blechteile der Abstandhalter nur in den Bereichen berühren, in denen ein Blechteil an einem anderen Blechteil befestigt ist, d. h. insbesondere keine Doppelsteg- Konstruktionen verwendet werden, wird sowohl eine Spaltkorrosion als auch ein übermäßiger Druckabfall verhindert. Die Erfindung führt zu drei verschiedene Versionen der Konstruktion von derartigen Abstandhaltern.

Bei Abstandhaltern nach der ersten Version befindet sich ein Brennstab, der von vier benachbarten Brennstäben umgeben ist, im Inneren eines Blechteils, das zu einem Rohrstück mit einem praktisch achteckigen Querschnitt und mit an den acht Ecken nach außen ragenden Vorsprüngen gebogen ist. An den Vorsprüngen sind andere, die benachbarten Brennstäbe abstützende Rohrstücke befestigt. Aus einander paarweise gegenüberliegenden Seiten des achteckigen Rohrstücks sind die Distanzelemente geformt.

Bei dieser Konstruktion ist die Blechwand, die zwei Brennstäbe trennt, zwar doppelt, so daß beide Brennstäbe durch aus dieser Wand geformte, langgestreckte Distanzelemente abgestützt werden können, die in derselben, zur Längsachse des Brennstabs senkrechten Ebene an den Brennstäben angreifen. Es kann jedoch keine Spaltkorrosion auftreten, da die rohrförmigen Blechteile sich nur jeweils an den nach außen ragenden Vorsprüngen berühren und diese Berührungsstellen z. B. fest miteinander verschweißt sind, also vor Korrosion durch zutretendes Wasser geschützt sind.

Bei Abstandhaltern nach der zweiten Version ist eine Gruppe von Blechteilen mit U-förmigem Querschnitt vorhanden, die als Basisteile mit jeweils zwei abgebogenen Schenkeln ausgebildet sind. An die Basisteile dieser U-förmigen Blechteile sind die den Brennstab stützenden Distanzelemente angeformt. Die Schenkel der U-förmigen Blechteile sind an einer Gruppe stegförmiger, zwischen den Brennstäben angeordneter Blechteile befestigt.

Bei dieser Konstruktion sind keine doppelten Blechwände zwischen den Brennstäben mehr nötig. Die U-förmigen Teile sind Träger von Distanzelementen, während die stegförmigen Teile in bekannter Weise ein Gitter (z. B. mit quadratischen Maschen) bilden und die U-förmigen Teile tragen. Dabei können auch aus den Stegteilen noch Distanzelemente zum Abstützen benachbarter Brennstäbe ausgeformt sein.

Bei Abstandhaltern nach der dritten Version bildet ebenfalls in bekannter Weise eine Gruppe von stegförmigen Blechteilen ein Steggitter mit quadratischen, jeweils von vier Maschenseiten begrenzten Gittermaschen. Eine andere Gruppe von Blechteilen besteht aus Rohrstücken, wobei ein Rohrstück jeweils nicht nur zur Abstützung eines einzelnen Brennstabs dient. Vielmehr sind aus jedem Rohrstück jeweils an zwei diametral gegenüberliegenden Stellen seiner Außenseite Distanzelemente für den Brennstab und einen benachbarten Brennstab geformt. Die Rohrstücke sind jeweils in eine Ausnehmung einer Maschenseite eingesetzt und etwa in der Mitte zwischen den zwei zu Distanzelementen geformten Stellen an einem stegförmigen Blechteil befestigt.

Auch bei dieser Version treten keine engen Spalte zwischen Blechteilen auf.

Ein Abstandhalter kann bekanntlich dazu verwendet werden, die Kühlung der Brennstäbe zu verbessern, indem man dem Kühlmittelstrom, der innerhalb des Kastens entlang den Brennstäben fließt, eine quergerichtete Geschwindigkeitskomponente verleiht. Hierzu dienen Fahnen, die an der stromabwärts weisenden Seite des Abstandhalters angeordnet sind. Diese Fahnen sitzen bei den erfindungsgemäßen Abstandhaltern an den entsprechenden, stromabwärts weisenden Kanten einiger Blechteile. Vorteilhaft sind sie so gerichtet, daß sie im Zwischenraum zwischen vier benachbarten Brennstäben einen Drall erzeugen, der Flüssigkeitströpfchen in dem Wasser/Dampf-Gemisch des Siedewasserreaktors an die Brennstäbe befördert.

Solche Flüssigkeitströpfchen schlagen sich aus dem durch das Brennelement fließenden Gemisch auch an den Stegen der Abstandhalter nieder. Es ist vorteilhaft, diese Tröpfchen zu sammeln und dahin zu leiten, wo sie für die Kühlung der Stäbe gebraucht werden. Daher sind vorteilhaft Blechteile des Abstandhalters mit Kanten versehen, die schräg auf die erwähnten Fahnen zulaufen, so daß der Film, der von den niedergeschlagenen Tröpfchen gebildet wird, vom Kühlmittelstrom entlang der Kanten zu diesen Fahnen geschoben und dort von den Blechteilen abgelöst wird. Das Abscheiden der Tröpfchen wird noch verstärkt, wenn sich die Blechteile in den Kühlmittelstrom hinein wölben. Die gewünschte Bewegungsrichtung kann dem Film auf den Seitenflächen der Blechteile noch durch Schlitze zusätzlich aufgezwungen werden.

Diese und weitere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.

Zum besseren Verständnis der Erfindung werden mehrere Ausführungsbeispiele und Figuren beschrieben. Es zeigen:

Fig. 1 einen Querschnitt durch einen Eckbereich eines Abstandhalters nach einem Ausführungsbeispiel der ersten Version der Erfindung,

Fig. 2 eine perspektivische Darstellung eines den Brennstab umhüllenden Rohrstücks aus dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1,

Fig. 3 einen Querschnitt durch einen Eckbereich eines Abstandhalters nach einem Ausführungsbeispiel der zweiten Version der Erfindung,

Fig. 4 eine Seitenansicht einer Maschenseite des Steggitters aus Fig. 3, wobei die Biegeachse des U-förmigen Blechteils parallel zur Brennstab-Achse verläuft,

Fig. 5 eine Seitenansicht einer Maschenseite des Steggitters aus Fig. 3, wobei die Biegeachse des U-förmigen Blechteils senkrecht zur Brennstab-Achse steht,

Fig. 6 einen Eckbereich eines Abstandhalters nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der zweiten Version der Erfindung im Querschnitt,

Fig. 7 eine Seitenansicht eines Ausschnittes des Außenstegs und ein U-förmiges Blechteil aus Fig. 6,

Fig. 8 einen Querschnitt durch einen Ausschnitt eines Abstandhalters nach einem Ausführungsbeispiel der dritten Version der Erfindung,

Fig. 9 eine Seitenansicht einer Maschenseite aus Fig. 8,

Fig. 10 eine Seitenansicht einer Maschenseite eines Abstandhalters nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der dritten Version der Erfindung,

Fig. 11 einen Längsschnitt durch die Maschenseite aus Fig. 10,

Fig. 12 einen Querschnitt durch einen Ausschnitt eines Abstandhalters nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der dritten Version der Erfindung,

Fig. 13 eine Seitenansicht einer Maschenseite aus Fig. 12,

Fig. 14 einen Querschnitt eines als Noppe ausgebildeten Distanzelementes,

Fig. 15 eine Seitenansicht einer Maschenseite mit Fahnen,

Fig. 16 einen Querschnitt eines Steggitters mit Maschenseiten nach Fig. 15.

Die seitliche Begrenzung eines Abstandhalters bildet üblicherweise ein Außensteg 1, der bei Siedewasserreaktoren über Noppen 2 an einem Brennelement-Kasten 3 eines Brennelements anliegt (Fig. 1). Innerhalb des Kastens befinden sich in einem schachbrettartigen Muster angeordnete Brennstäbe, von denen jeder von einem Rohrstück 4 mit praktisch achteckigem Querschnitt und an den acht Ecken nach außen ragenden Vorsprüngen 5 umgeben ist. Bei einem Brennstab 6, der von vier benachbarten Brennstäben 7 umgeben ist, sind die Vorsprünge des zugehörigen Rohrstücks jeweils über Schweißnähte mit denjenigen Rohrstücken verbunden, in deren Innenraum sich die benachbarten Brennstäbe befinden.

Der Brennstab ist über Distanzelemente 8, die aus den Seiten der Rohrstücke geformt sind, an vier äquidistant über den Umfang des Brennstabs verteilten Stützstellen am Abstandhalter abgestützt.

Ein am Außensteg 1 sitzender Brennstab ("Randstab") oder ein einem inneren Wasserrohr benachbarter Brennstab kann ebenfalls in einem solchen Rohrstück sitzen, das dann am Außensteg befestigt ist, er kann aber auch auf andere Weise am Außensteg bzw. Wasserrohr abgestützt sein.

Nach Fig. 2 sind aus vier Seiten des Rohrstücks 4 Distanzelemente ausgeformt, die als einfache Blattfedern 8 ausgebildet sind. Die Rohrwand ist an diesen Seiten mit zwei parallelen Schlitzen 9 versehen und das Wandstück zwischen den Schlitzen ist als Federblatt in das Innere des Rohrstücks gebogen.

In Fig. 2 ist außerdem am Beispiel der Seite 10 des Rohrstücks 4 gezeigt, daß vorteilhaft an der Oberseite des Abstandhalters 4 Strömungsleitflächen 11 vorgesehen sind, die von überstehenden Laschen der Blechteile gebildet werden und schräg in den von unten nach oben durch das Brennelement mit den Abstandhaltern geführten Kühlmittelstrom ragen. Solche Strömungsleitfahnen verleihen allgemein dem Kühlmittelstrom eine horizontale Geschwindigkeitskomponente, die bei Druckwasser-Reaktoren dazu verwendet wird, um Kühlwasser aus heißeren Bereichen des Reaktorkerns mit Kühlwasser aus kühleren Bereichen zu vermischen. Bei Siedewasserreaktoren werden solche Leitflächen zur Separation von dampfförmigem und flüssigem Kühlmittel verwendet.

In Fig. 2 ist die Strömungsleitfläche 11 von einer Lasche gebildet, die um eine Längsachse des Brennelements verdrillt ist.

In Fig. 1 ist ein Zwischenraum 12 zwischen vier einander benachbarten Brennstäben gezeigt, in dem alle vier benachbarten Rohrstücke eine derart verdrillte Lasche 13 tragen. Die Verdrillungen sind derart rotationssymmetrisch ausgerichtet, daß dem Kühlmittel, das vertikal durch diesen Zwischenraum 12 strömt, ein Drall (Pfeil 15) eingeprägt wird, um durch die Zentrifugalkraft die Flüssigkeitströpfchen an die Brennstäbe zu schleudern und den Dampf in der Mitte des Zwischenraums zu sammeln.

Außerdem ist in Fig. 2 noch ein Profil 18 angedeutet, das noch später erläutert wird.

Fig. 3 zeigt einen ähnlichen Querschnitt wie Fig. 1 für einen Abstandhalter nach der zweiten Version der Erfindung. Dabei bilden stegförmige Blechteile 104 ein Steggitter mit quadratischen Maschen. Die äußere Begrenzung des Steggitters bildet der Außensteg 101. Im Inneren der Gittermaschen befinden sich die Brennstäbe 106, 107. Jeder von vier benachbarten Brennstäben umgebene Brennstab (also alle "inneren" Brennstäbe, die nicht unmittelbar am Außensteg oder einem an einer oder mehreren Stabpositionen im Inneren des Brennstab-Bündels angeordneten Kühlmittelrohr sitzen) ist an vier äquidistant über den Umfang des Brennstabs verteilten Stützstellen am Abstandhalter abgestützt. Zu diesem Zweck sind an jedem stegförmigen Blechteil 104, das den inneren Brennstab 106 von einem benachbarten Brennstab 107 trennt, zwei U-förmige Blechteile 105, 115 spiegelsymmetrisch zueinander angebracht: jeweils das eine Blechteil 105 an der Seite, die dem inneren Brennstab 106 selbst zugekehrt ist und das andere Blechteil 115 an der Seite, die dem benachbarten Brennstab 107 zugekehrt ist.

Diese U-förmigen Blechteile 105, 115 sind als Basisteile 110 mit jeweils zwei abgebogenen Schenkeln 111 ausgebildet. Aus den Basisteilen 110 sind die Distanzelemente (Fig. 4) geformt. Die Schenkel 111 dienen zur Befestigung der U-förmigen Blechteile an den stegförmigen Blechteilen.

Fig. 4 zeigt Details dieser Befestigung, wobei die Schenkel 111 des U-förmigen Bauteils in diesem Fall um eine zu der Längsachse der Brennstäbe parallele Biegeachse 112 gebogen sind.

Die Schenkel der U-förmigen Blechteile sind bis auf seitliche Füße 113, über die das U-förmige Blechteil an den Befestigungsstellen angebracht ist, ausgespart. An ihren äußeren Enden sind die Füße 113 zu Schuhen 114 gebogen, die an den stegförmigen Bauteilen angesetzt und befestigt sind.

Zur Ausformung der Distanzelemente sind die Basisteile mit drei oder vier parallelen, in Richtung der Brennstab-Achse verlaufenden Schlitzen 109 derart versehen, daß ein Paar paralleler Blattfedern 108 entsteht, das als Distanzelement dient.

Fig. 5 zeigt die Befestigung eines U-förmigen Blechteils 125 mit einer zur Längsachse der Brennstäbe senkrechten Biegeachse 122 an einem stegförmigen Blechteil 104.

Wie in dem in Fig. 4 dargestellten Beispiel sind auch hier die Schenkel 121 des U-förmigen Blechteils 125 bis auf seitliche Füße 123 ausgespart, die so gebogen sind, daß sie mit entsprechenden Schuhen 124 an den stegförmigen Blechteilen 104 anliegen. Das aus dem Basisteil 120 des U-förmigen Blechteils 125 geformte Distanzelement ist wie in Fig. 4 als Paar von parallelen Blattfedern 128 ausgebildet.

Fig. 6 zeigt einen Querschnitt eines anderen Ausführungsbeispiels für einen Abstandhalter nach der zweiten Version der Erfindung. Wie in Fig. 3 bilden stegförmige Blechteile 104 ein Gitter von quadratischen Maschen, dessen Begrenzung von einem Außensteg 101 gebildet wird. Auch hier ist einer von vier benachbarten Brennstäben 137 umgebener Brennstab 136 an vier äquidistant über den Umfang des Brennstabs verteilten Stützstellen am Abstandhalter abgestützt.

Anders als in dem in Fig. 3 abgebildeten Ausführungsbeispiel ist bei dem hier gezeigten Beispiel an einem eine Maschenseite bildenden stegförmigen Blechteil 104 nur auf der zum Brennstab 136 zeigenden Seite ein U-förmiges Blechteil 135 befestigt. Wie die U-förmigen Blechteile 105 im Beispiel nach Fig. 3 sind auch hier die U-förmigen Blechteile 135 als mit Distanzelementen versehene Basisteile 130 mit Schenkeln 131 ausgebildet, die an Befestigungsstellen an den stegförmigen Blechteilen 104 angesetzt sind. Die Distanzelemente zur Abstützung des benachbarten Brennstabs 137 werden - abweichend von Fig. 3 - von einer Ausformung 135' des stegförmigen Blechteils 104 gebildet, das zwischen den Befestigungsstellen des U-förmigen Blechteils 135 praktisch spiegelsymmetrisch zu diesem in Richtung des benachbarten Brennstabs 137 gewölbt ist. Fig. 3 und Fig. 6 zeigen auch, daß derartige U-förmige Blechteile auch an den Außensteg angesetzt sein können, um die Randstäbe abzustützen.

Fig. 7 zeigt Details einer vorteilhaften Befestigung eines U-förmigen Blechteils an einem Steg (z. B. dem Außensteg 101). Aus dem Basisteil 130 ist als Distanzelement ein Paar von parallelen, in Richtung der Brennstab-Achse langgestreckten Blattfedern 138 ausgeformt. Die Schenkel 131 des U-förmigen Blechteils 135 sind bis auf seitliche Füße 133 ausgespart, die senkrecht in Einkerbungen 134 des Stegs eingreifen.

Dabei ist rechts ein U-förmiges Blechteil 130 isoliert vom Steg 101 dargestellt, um erkennbar zu machen, daß die Füße 133 eine Lasche a bilden, die in die Ausnehmung 134 des Steges 101 eingreift und dort verschweißt ist. Daneben ist auch ein zurückgesetzter Bereich der Kante an den Füßen 133 sichtbar. Dieser Bereich steht senkrecht auf der Seitenfläche des Steges auf. Diese Befestigungsart ermöglicht auch, an beiden Seiten eines Steges ein derartiges U-förmiges Blechteil entsprechend Fig. 3 anzusetzen, wobei das andere Blechteil lediglich derart um 180° gedreht ist, daß dessen Lasche a in den zurückgesetzten Bereich b des hierzu spiegelbildlichen U- förmigen Blechteils eingreift.

Fig. 8 zeigt im Querschnitt einen Ausschnitt eines Abstandhalters nach der dritten Version der Erfindung. Stegförmige Blechteile 204 bilden ein Gitter mit quadratischem Querschnitt. Im Inneren der Gittermaschen befinden sich die Brennstäbe. Ein von vier benachbarten Brennstäben 207 umgebener Brennstab 206 ist an vier äquidistant über den Umfang des Brennstabs verteilten Stützstellen seitlich am Abstandhalter abgestützt.

Zu diesem Zweck sind als Rohrstücke 205 geformte und mit Distanzelementen versehene Blechteile in fensterförmige Ausnehmungen 210 der die Maschenseiten des Gitters bildenden stegförmigen Blechteile 204 eingesetzt. Dabei ist die Achse 212 des Rohrstücks 205 parallel zu der Längsachse des Brennstabs 206, und die Ausdehnung der Fensterausnehmung in dieser Richtung entspricht praktisch der axialen Länge des Rohrstücks. Die Ausdehnung des Fensters 210 in der dazu senkrechten Richtung entspricht dem Durchmesser des Rohrstücks 205. Die Distanzelemente sind an zwei diametral gegenüberliegenden Stellen 209 aus der Außenseite des Rohrstücks ausgeformt. In der Mitte zwischen den zu Distanzelementen geformten Stellen ist die Außenwand des Rohrstücks über zwei Schweißnähte 211 jeweils an einer Kante der Fensterausnehmung 210 befestigt.

Fig. 9 zeigt eine Seitenansicht einer Maschenseite. Als jeweils ein aus dem Rohrstück 205 ausgeformtes Distanzelement ist ein Paar von parallelen, in Richtung der Brennstab-Achse langgestreckten Blattfedern 208 verwendet.

Fig. 10 zeigt eine Seitenansicht einer Maschenseite eines anderen Ausführungsbeispiels der auch in Fig. 8 und Fig. 9 dargestellten dritten Version der Erfindung. Auch hier ist ein Rohrstück 225 in eine fensterförmige Ausnehmung 220 eines stegartigen Blechteils 224 eingepaßt. Die Längsachse 222 des Rohrstücks 225 liegt auch beim hier dargestellten Beispiel in der Ebene der Maschenseite, steht jedoch senkrecht auf der Längsachse des Brennstabs. Daher ist die Ausdehnung der Ausnehmung 220 in der zum Brennstab parallelen Richtung beim hier dargestellten Beispiel dem Durchmesser des Rohrstücks angepasst und die dazu senkrechte Ausdehnung entspricht mindestens der Länge des Rohrstücks. An zwei gegenüberliegenden Stellen der Außenwand des Rohres sind die Distanzelemente als in Richtung der Brennstab-Achse langgestreckte Federn 228 ausgeformt. In der Mitte zwischen den zu Distanzelementen geformten Stellen ist die Außenwand des Rohrstücks über zwei zum Brennstab senkrechte Schweißnähte 221 jeweils an einer Kante der Ausnehmung 220 befestigt. Außerdem zeigt Fig. 10, daß das Rohrstück 229 Aussparungen 229' besitzen kann, die den Durchtritt des Kühlmittels erleichtern und den Strömungswiderstand erniedrigen.

Im Interesse einer guten Federcharakteristik sind die Dimensionen des Rohrstücks in der Längsrichtung der Federn 228 verhältnismäßig lang und ermöglichen eine langgestreckte Zunge als Feder, während in der dazu senkrechten Richtung nur eine kurze Ausdehnung des Rohrstücks erforderlich ist. Da allgemein die Distanzelemente bevorzugt langgestreckt und parallel zum Brennstab gerichtet sind, ergeben sich auch charakteristische Abmessungen der Blechteile in den Fig. 1 bis 10.

Fig. 11 zeigt einen Längsschnitt der in Fig. 10 dargestellten Maschenseite. Das Rohrstück 225 hat einen langgestreckten Querschnitt mit einer Querschnittslängsachse 223, die in der Ebene der Maschenseite liegt, und zwar parallel zum Brennstab.

Fig. 12 zeigt einen Querschnitt durch einen Ausschnitt eines Abstandhalters nach einem anderen Ausführungsbeispiel der in den Fig. 8 bis 11 schon dargestellten dritten Version der Erfindung.

Stegförmige Blechteile 244 bilden ein Gitter mit quadratischem Querschnitt. Im Inneren der Gittermaschen befindet sich jeweils ein Brennstab 246, 247. Ein von vier benachbarten Brennstäben 247 umgebener Brennstab 246 ist an vier äquidistant über den Umfang des Brennstabs verteilten Stützstellen seitlich am Abstandhalter abgestützt. Zu diesem Zweck sind rohrförmige, an zwei diametral gegenüberliegenden Stellen 249 ihrer Außenwand zu Distanzelementen ausgeformte Blechteile 245 in Ausnehmungen 240 der die Maschenseiten des Gitters bildenden stegförmigen Blechteile 244 eingesetzt, wobei die Längsachse 242 der Rohrstücke 245 jeweils parallel zu der Längsachse des Brennstabs ist.

Im Gegensatz zu den bisher dargestellten Varianten ist die Ausnehmung 240 hier nicht fensterförmig, sondern ist zwischen den Enden von zwei stegförmigen Blechteilen 244 und 244', die zusammen eine Maschenseite bilden, angeordnet. In der Mitte zwischen den zu Distanzelementen geformten Stellen ist die Außenwand des Rohrstücks über zwei Schweißnähte 241 an der angrenzenden Kante des jeweils benachbarten stegförmigen Blechteils befestigt.

Fig. 13 zeigt eine Seitenansicht einer Maschenseite des in Fig. 12 dargestellten Abstandhalters. Die Distanzelemente sind als Paare von Blattfedern 248 ausgebildet.

Fig. 14 zeigt ein als starre Noppe 408 ausgebildetes Distanzelement mit einem Profil 409, das dem Querschnitt eines Brennstabs 406 in einer zum Stab senkrechten Ebene angepaßt ist. Bei Vibrationen des Stabs entsteht ständig ein schmaler Spalt zwischen dem Brennstab und dem zur Noppe gebogenen Blechteil, der sofort wieder verschwindet. In diesem veränderlichen Spalt entsteht ein ständiger Wechsel aus einer Saugwirkung und Druckwirkung des den Brennstab umgebenden Wassers, das deshalb die Vibration dämpft. Das Profil 409 ist daher so ausgebildet, daß der Brennstab an zwei zueinander parallelen, zumindest linienförmigen Auflageflächen an einer Noppe abgestützt ist.

Eine solche Mehrfach-Auflage, bei der ein Brennstab an mehreren, dicht nebeneinander der verlaufenden, praktisch linienförmigen Auflageflächen von dem Distanzelement abgestützt wird, kann allgemein als vorteilhaft angesehen werden. Dies entspricht der Verwendung von einem Paar zueinander paralleler Blattfedern als Distanzelement. Bei vier solchen Distanzelementen entsteht dann also eine Acht-Punkt-Lagerung, die aus Noppen/Feder-Kombinationen bestehen kann. Es kann sogar möglich werden, nur noch Noppen zu verwenden; bevorzugt werden jedoch ausschließlich federnde Distanzelemente.

Fig. 15 zeigt eine Seitenansicht einer Maschenseite und Fig. 16 eine Aufsicht auf einen Ausschnitt eines Steggitters. Kanten 505 der stegförmigen Blechteile 504, die die Maschenseiten bilden, sind mit Strömungsleitflächen 501 versehen, die so ausgerichtet sind, daß sie im Kühlmittel enthaltene Flüssigkeitströpfchen zu den Brennstäben 506 befördern. Die Kanten 505 der stegförmigen Blechteile 504 an der die Fahnen 501 tragenden Seite sind so geformt, daß sie schräg auf die Fahnen zulaufen. Im von unten kommenden Kühlmittelstrom bewegen sich Tröpfchen (oder ein Wasserfilm), die auf dem Blechteil abgeschieden sind, entlang dieser Kanten 505 zu den Strömungsleitfahnen 501. Sie sammeln sich dort, werden von der Blechteil-Oberfläche abgerissen und von den Leitfahnen 501, die einen Drall im Kühlmittel erzeugen (Pfeil 502 in Fig. 16), auf Grund der Zentrifugalkraft auf die Oberfläche der Brennstäbe geschleudert.

Oberhalb und seitlich eines Distanzelements 508, in diesem Fall eines Paares langgestreckter Federn besitzt das Blechteil 504 ein Profil 502 mit wellenförmigen Wölbungen. Diese Wölbungen entstehen dadurch, dass das Blechteil im Bereich des Profils nach einer Seite aus der Ebene des Gittersteges gewölbt ist, woran sich in Richtung des Kühlmittelstroms eine Wölbung nach der anderen Seite anschließt. Die wellenförmigen Wölbungen 507 verstärken die Abscheidung von Flüssigkeitströpfchen aus dem Kühlmittelstrom. Ein solches Profil ist auch an Position 18 der Fig. 2 vorgesehen.

Außerdem kann die Wanderung der im Kühlmittelstrom entlang der Blechteile kriechenden Flüssigkeitströpfchen durch Rillen oder schmale Schlitze 503 verstärkt und in die gewünschte Richtung gelenkt werden, wie Fig. 15 ebenfalls zeigt.

Die verschiedenen Versionen des Abstandhalters haben gemeinsam, daß sich die einzelnen Blechteile nur in schmalen Bereichen berühren. An diesen Berührungsbereichen kann praktisch keine desintegrierende Spaltkorrosion auftreten, und das Eindringen von Wasser ist weitgehend vermieden, da die Blechteile in diesen schmalen Bereichen miteinander verschweißt sind. Großflächige Anlageflächen, in denen eine durch Korrosion entstehende Oxidschicht die Blechteile keilförmig auseinander treiben könnte, sind also vermieden. Gleichzeitig ist genügend Platz, um aus den Blechteilen langgestreckte Distanzelemente mit relativ großen Anlageflächen für die Brennstäbe zu schaffen. Dabei besteht der ganze Abstandhalter aus einem einheitlichen Material, vorzugsweise schwach legiertem Zirkonium.


Anspruch[de]
  1. 1. Aus mehreren aneinander befestigten Blechteilen (4) zusammengesetzter Abstandhalter für ein Siedewasserreaktor- Brennelement mit quadratischem Querschnitt und einem seitlich von einem Kasten (3) umgebenen Brennstab-Bündel, in dem Brennstäbe in einem schachbrettartigen Muster angeordnet sind und jeweils ein an allen vier Seiten von benachbarten Brennstäben (7) umgebener Brennstab (6) über Distanzelemente (8), die aus einigen der Blechteile (4) geformt sind, an vier äquidistant über seinen Umfang verteilten Stützstellen seitlich am Abstandhalter abgestützt ist, wobei jeweils die diametral gegenüberliegenden Distanzelemente (8) in derselben, zur Längsachse des Brennstabs senkrechten Ebene am Brennstab angreifen, und wobei die Blechteile (4) alle aus dem gleichen Material, z. B. Zircaloy, bestehen und derart zusammengesetzt sind, daß die Blechteile (4) in den Bereichen, in denen sie sich berühren, auch miteinander befestigt sind, wobei der Brennstab (6) von einem Blechteil (4) umgeben ist, das zu einem Rohrstück (4) mit einem praktisch achteckigen Querschnitt und mit an den acht Ecken nach außen ragenden Vorsprüngen (5) gebogen ist, und wobei an diesen Vorsprüngen (5) andere, die benachbarten Brennstäbe (7) abstützende Rohrstücke befestigt sind, und wobei ferner die Distanzelemente (8) aus paarweise einander gegenüberliegenden Seiten des achteckigen Rohrstücks (4) geformt sind.
  2. 2. Aus mehreren aneinander befestigten Blechteilen zusammengesetzter Abstandhalter für ein Siedewasserreaktor-Brennelement mit quadratischem Querschnitt und einem seitlich von einem Kasten umgebenen Brennstab-Bündel, in dem Brennstäbe in einem schachbrettartigen Muster angeordnet sind und jeweils ein an allen vier Seiten von benachbarten Brennstäben (107, 137) umgebener Brennstab (106, 136) über Distanzelemente, die aus einigen der Blechteile geformt sind, an vier äquidistant über seinen Umfang verteilten Stützstellen seitlich am Abstandhalter abgestützt ist, wobei jeweils die diametral gegenüberliegenden Distanzelemente in derselben, zur Längsachse des Brennstabs senkrechten Ebene am Brennstab angreifen, und wobei die Blechteile alle aus dem gleichen Material, z. B. Zircaloy, bestehen und derart zusammengesetzt sind, daß die Blechteile in den Bereichen, in denen sie sich berühren, auch miteinander befestigt sind, wobei eine Gruppe von Blechteilen (105, 115, 125, 135) mit U-förmigem Querschnitt als Basisteile (110, 120, 130) mit jeweils zwei abgebogenen Schenkeln (111, 121, 131) ausgebildet sind, und wobei an die Basisteile dieser U-förmigen Blechteile die Distanzelemente angeformt und die Schenkel der U-förmigen Blechteile an Blechteilen einer Gruppe stegförmiger, zwischen den Brennstäben angeordneter Blechteile (104) befestigt sind.
  3. 3. Abstandhalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils zwei U-förmige Blechteile (105, 115) ungefähr spiegelsymmetrisch zueinander an beiden Seiten eines gemeinsamen stegförmigen Blechteils (104) befestigt sind.
  4. 4. Abstandhalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schenkel (131) eines U-förmigen Blechteils (135) an Befestigungsstellen auf einer Seite eines stegförmigen Blechteils (104) befestigt sind, zwischen denen das stegförmige Blechteil (104) etwa spiegelsymmetrisch zum U-förmigen Bauteil (135) gebogen ist und ein angeformtes Distanzelement für einen benachbarten Brennstab (137) trägt.
  5. 5. Abstandhalter nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel (111) eines U-förmigen Blechteils (105) um eine zu den Brennstäben (106, 107) parallele Biegeachse (112) gebogen sind.
  6. 6. Abstandhalter nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel (121) eines U-förmigen Blechteils (125) um eine zu den Brennstäben senkrechte Biegeachse (122) gebogen sind.
  7. 7. Abstandhalter nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel (111, 121, 131) der U-förmigen Blechteile (105, 125, 135) bis auf seitliche Füße (113, 123, 133), über die das U-förmige Blechteil an den Befestigungsstellen angebracht wird, ausgespart sind.
  8. 8. Abstandhalter nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel an ihren äußeren Enden so gebogen sind, daß sie flächig an den stegförmigen Blechteile anliegen und befestigt sind.
  9. 9. Abstandhalter nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel (131) senkrecht auf den stegförmigen Bauteilen (104) stehen und in Einkerbungen (134) der stegförmigen Bauteile befestigt sind.
  10. 10. Aus mehreren aneinander befestigten Blechteilen zusammengesetzter Abstandhalter für ein Siedewasserreaktor-Brennelement mit quadratischem Querschnitt und einem seitlich von einem Kasten umgebenen Brennstab-Bündel, in dem Brennstäbe in einem schachbrettartigen Muster angeordnet sind und jeweils ein an allen vier Seiten von benachbarten Brennstäben (207) umgebener Brennstab (206) über Distanzelemente, die aus einigen der Blechteile geformt sind, an vier äquidistant über seinen Umfang verteilten Stützstellen seitlich am Abstandhalter abgestützt ist, wobei jeweils die diametral gegenüberliegenden Distanzelemente in derselben, zur Längsachse des Brennstabs senkrechten Ebene am Brennstab angreifen, und wobei die Blechteile alle aus dem gleichen Material, z. B. Zircaloy, bestehen und derart zusammengesetzt sind, daß die Blechteile sich nur in den Bereichen berühren, in denen ein Blechteil an einem anderen Blechteil befestigt ist, wobei eine Gruppe von stegförmigen Blechteilen (204, 224, 244) ein Steggitter mit quadratischen, jeweils von vier Maschenseiten begrenzten Gittermaschen bildet, eine andere Gruppe von Blechteilen aus Rohrstücken (205, 225, 245) besteht, die jeweils an zwei diametral gegenüberliegenden Stellen (209, 229, 249) ihrer Außenseiten zu Distanzelementen für den Brennstab (206, 246) und einen benachbarten Brennstab (207, 247) geformt sind, und die Rohrstücke (205, 225, 245) jeweils in eine Ausnehmung (210, 220, 240) einer Maschenseite eingesetzt sind und etwa in der Mitte zwischen den zwei zu Distanzelementen geformten Stellen an einem stegförmigen Blechteil (204, 224, 244) befestigt sind.
  11. 11. Abstandhalter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse (212, 222, 242) des Rohrstücks in einer Ebene mit der Maschenseite liegt.
  12. 12. Abstandhalter nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse (222) des Rohrstücks (225) senkrecht zur Längsachse des Brennstabs ausgerichtet ist und das Rohrstück (225) einen langgestreckten Querschnitt mit einer Querschnittslängsachse (223) besitzt, die in der Ebene der Maschenseite liegt.
  13. 13. Abstandhalter nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse (212, 242) des Rohrstücks (205, 245) parallel zur Längsachse des Brennstabs ausgerichtet ist.
  14. 14. Abstandhalter nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung (210, 220) ein Fenster in einem stegförmigen Blechteil (204, 224) ist.
  15. 15. Abstandhalter nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung (240) zwischen Enden von zwei stegförmigen Blechteilen (244), die zusammen eine Maschenseite bilden, angeordnet ist und das Rohrstück (245) an jedem dieser Enden befestigt ist.
  16. 16. Abstandhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß alle oder einige der Befestigungen Schweißnähte sind.
  17. 17. Abstandhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei der Distanzelemente als in Richtung der Brennstab-Achse langgestreckte Blattfedern, insbesondere einfache Blattfedern (8) oder Paare von parallelen Blattfedern (128, 208, 248), ausgebildet sind.
  18. 18. Abstandhalter nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß alle Distanzelemente als Federn ausgebildet sind.
  19. 19. Abstandhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei Distanzelemente als starre Noppen (408) ausgebildet sind.
  20. 20. Abstandhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Distanzelemente in einer zum Brennstab senkrechten Ebene ein dem Radius des Brennstabes (406) angepaßtes Profil (409) aufweisen.
  21. 21. Abstandhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Distanzelemente jeweils zwei zum Brennstab parallele, nebeneinander verlaufende linienförmige Auflageflächen für der Brennstab bilden.
  22. 22. Abstandhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß an einer stromabwärts weisenden Seite des Abstandhalters, bezogen auf einen den Brennstab entlang fließenden Kühlmittelstrom, Fahnen (501) an Kanten (505) von Blechteilen (504) angebracht sind, die dem Kühlmittel eine zu dieser Richtung senkrechte Geschwindigkeitskomponente einprägen.
  23. 23. Abstandhalter nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Fahnen (501) derart ausgerichtet sind, daß im Kühlmittel enthaltene Flüssigkeitströpfchen zum Brennstab (506) und zu den benachbarten Brennstäben befördert werden.
  24. 24. Abstandhalter nach Anspruch 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, daß Kanten (505) der Blechteile (504) an der die Fahnen (501) tragenden Seite des Abstandhalters schräg auf die Fahnen (501) zulaufen.
  25. 25. Abstandhalter nach einem der Ansprüche 22 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Blechteil eine wellenförmige Wölbung (502) als vergrößerte Auffangfläche für Tropfen aufweist.
  26. 26. Abstandhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche des Abstandhalters mit Schlitzen (503) versehen ist die Hafteigenschaften und Bewegungsrichtung der Tröpfchen günstig beeinflussen.






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