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Dokumentenidentifikation DE10111808C2 02.10.2003
Titel Einrichtung zur Lagekorrektur eines Gurtbandförderers
Anmelder MAN TAKRAF Fördertechnik GmbH, 04347 Leipzig, DE
Erfinder Kahrger, Rainer, 04155 Leipzig, DE;
Wonneberger, Carsten, 04357 Leipzig, DE
Vertreter Hoffmann, R., Dipl.-Ing. (FH), Pat.-Anw., 04107 Leipzig
DE-Anmeldedatum 30.01.2001
DE-Aktenzeichen 10111808
Offenlegungstag 22.08.2002
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 02.10.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.10.2003
IPC-Hauptklasse B65G 39/16

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine selbsttätig wirkende mechanische Lenkeinrichtung für einen Schlauchgurtförderer, dessen zu einem Schlauch geschlossenes Gurtband von der Normallage abweichend verdreht ist und die Normallage durch eine Lagekorrektur wieder herbeigeführt werden soll. Sie ist bei Schlauchgurtförderern anwendbar, bei denen sich die Überlappung des Gurtbandes im Bereich einer waagerechten Kurvenführung nach außen bewegt. Sie eignet sich insbesondere für Schlauchgurtförderer mit sich verändernden Einsatzbedingungen sowie einer wechselseitigen Förderrichtung.

Schlauchgurtförderer neigen mit zunehmender Länge und bei Kurvenführungen insbesondere in horizontaler Richtung oder mit horizontalen Komponenten zum Verdrehen. Dabei wird das Maß der Verdrehung von der Stellung der Bandträger zueinander, von den Gurteigenschaften, der Reibung zwischen dem Fördergurt und den Trag- und Führungsrollen sowie vom Füllungsgrad des Schlauchgurtes beeinflusst.

Um unzulässiges Verdrehen eines schlauchförmig geschlossenen Gurtbandes eines Schlauchgurtförderers zu vermeiden, ist nach DE 44 15 544 C1 eine Einrichtung bekannt, mittels derer die Lage der Überlappung der Gurtbandränder festgestellt und bei Überschreiten eines maximal zulässigen Grenzwertes eine Korrektur durch drei untere gemuldete Trag- und zugleich Lenkrollen bewirkt wird. Diese Trag- und zugleich Lenkrollen sind auf einer Tragplatte angeordnet, die zur Erzielung einer Korrekturbewegung durch einen Verstellzylinder um eine senkrechte Mittelachse so lange verschwenkt werden kann, bis die Soll-Lage des Gurtbandes wieder erreicht ist.

Weiterhin ist nach EP 0 507 578 A1 eine Korrektureinrichtung für einen Schlauchgurtförderer bekannt, bei der eine Rollenträgerplatte mittig waagerecht geteilt ist und die untere Hälfte mit ihren Trag- und Führungsrollen manuell durch eine Spindel um eine senkrechte Achse einstellbar ist. In einer zweiten Ausführungsform ist auch die obere Hälfte zur Erzielung einer Korrekturbewegung durch eine Spindel verstellbar. Weitere Varianten sehen eine mittige senkrechte Teilung der Rollenträgerplatte vor, wobei beide Hälften wiederum jeweils drei Trag- und zugleich Lenkrollen aufnehmen und eine oder beide Rollenträgerplatten können mittels Spindeln in diesem Fall um eine waagerechte Achse geschwenkt werden. So kann der Schlauchgurtförderer bei laufenden Betrieb so lange justiert werden, bis das geschlossene Gurtband in der geforderten Bahn läuft. Beim Vergleich der Wirksamkeit der einzelnen Varianten ist die erstere, mit der waagerecht geteilten Rollenträgerplatte und der Schwenkbarkeit der unteren Hälfte zu bevorzugen. Die anderen Lösungen führen nur bedingt bei besonderen Gurtverläufen zum Erfolg. Bei neuen Bedingungen, die eine Änderung des Gurtlaufes bewirken, werden die Rollenträgerplatten erneut verstellt. Das würde auch bei einem Wechsel der Förderrichtung des Schlauchgurtförderers erforderlich sein.

Aus der Druckschrift DE 89 15 255 U1 ist weiterhin eine Rollenführung für einen Schlauchgurtförderer bekannt, bei der die Rollen mit ihren Achsen kragend an einem Rahmen angeordnet sind. Die Befestigung der Achsen mit dem Rahmen ist eine Schraubverbindung. Die Tragrollen können so in die entsprechende Position gebracht, fixiert und als Lenkeinrichtung benutzt werden. Diese dazu verwendeten unteren beiden Rollen sind sowohl in der Draufsicht als auch in der Seitenansicht zur Förderrichtung rechtwinklig und in der Sicht in Förderrichtung senkrecht zueinander v-förmig angeordnet.

Weiterhin ist aus der Druckschrift GB 2 096 561 A eine Anordnung von Tragrollen für einen gemuldeten Gurtbandförderer bekannt, bei der zur Erzielung einer besonderen Gurtführung die Schrägstellung der beiden äußeren Tragrollen einer Tragrollenstation veränderbar ist. Die Achsen dieser betreffenden Tragrollen sind kragend angeordnet und können in verschiedenen Rasterstellungen am Gerüst des Förderers befestigt werden. Mit der veränderten Schrägstellung dieser äußeren beiden Tragrollen wird eine bleibende Veränderung der Führung des gemuldeten Gurtbandes erreicht.

Eine weitere Variante zu dieser vorstehend beschriebenen Lösung ist aus der Druckschrift GB 1 032 664 bekannt. An Stelle der Rasterverbindungen ist am Gerüst ein Halteblech angeordnet, das zueinander bogenförmig angeordnete Bohrungen aufweist. Die kragend angeordnete Tragrollenachse weist ebenfalls eine in gleicher Richtung verlaufende Bohrung auf, so dass diese Bohrung und eine der bogenförmig angeordnete Bohrungen des Halteblechs für die lageabhängige Befestigung der Tragrolle mit dem Bandgerüst mittels einer Schraubverbindung genutzt werden können. Die Tragrolle wird in einer zweiten Befestigung ihrer Achse am Gerüst in einem Bereich nahe der Tragrolle mit einem Bügel befestigt.

Des weiteren ist aus der Druckschrift DE 37 41 537 C2 eine Gurtführung für einen Schlauchgurtförderer bekannt, bei dem Trag- und Führungsrollen für das Gurtband auf einer Ringscheibe, einem Ringscheibensegment oder einem portalartig bogenförmig ausgebildeten Rahmen angeordnet sind. Diese sämtlich eine kreisbogenförmige Außenkontur aufweisenden Rollenträger werden lösbar mit den Tragrahmen des Schlauchgurtförderers verbunden. Um eine veränderte Führung des Gurtbandes zu erreichen, können die Rollenträger gedreht werden. Dazu ist ein vorübergehendes Lösen der Rollenträger gegenüber den Tragrahmen erforderlich. Mit dem Verdrehen der Trag- und Führungsrollen ändern sich die Führungszonen der Rollen gegenüber dem Schlauchband und es wird damit eine veränderte Gurtführung erreicht.

Aus DE-PS 10 63 084 ist weiterhin ein Deckbandförderer bekannt, dessen Tragband auf gemuldeten Tragrollensätze bewegt wird. Das Deckband wird im Fördertrum durch Druckrollen gegen das Tragband gedrückt. Die Druckrollen sind paarweise auf ihrer einander zugewandten Seite am Bandgerüst angelenkt und werden an ihrer anderen äußeren Seite von Zugstangen gehalten, die federnd am Traggerüst abgestützt sind. Dadurch wird mittels der Druckrollen einausreichender Anpressdruck auf das Deckband bei unterschiedlichen Füllungsgraden erreicht. Um einen Geradlauf sowohl des Tragbandes als auch des Deckbandes zu erreichen kann der gemuldete Tragrollensatz und der Druckrollensatz gegenüber dem Traggerüst um eine gemeinsame Achse geschwenkt werden.

Ferner ist aus der Druckschrift DE 19 01 382 U1 eine Vorrichtung zum Einstellen der Gurtführung von Gurtbandförderern bekannt, bei der ein Tragrollenpaar, bestehend aus zwei in Förderrichtung auf einem gemeinsamen Schemel v-förmig angeordneten Tragrollen verstellbar sind und so eine Korrektur der Gurtführung erreicht werden kann.

Weiterhin ist aus der Druckschrift US 5 031 753 eine Tragrollenstation für einen Schlauchgurtförderer bekannt, die im Obertrum aus unteren und oberen Tragrollen besteht und so das beladene Schlauchband im geschlossenen Zustand geführt wird. Die Erfindung sieht vor, die unteren oder oberen Tragrollen mittels einstellbarer Druckfedern am Gerüst so anzubringen, das die Druckkraft der Federn in die Richtung des Gurtbandes wirkt. Dadurch wird eine sichere Mitnahme des Gutes im ansteigenden Förderabschnitt bewirkt. Da durch das Vorspannen der Federn auch die Höhe der Anlenkpunkte der Tragrollen verändert wird, ist damit auch eine Einflussnahme auf die Gurtlaufrichtung möglich.

Aus der Druckschrift US 2 427 590 ist weiterhin ein gemuldeter Gurtbandförderer bekannt, bei dem zur Beeinflussung der Gurtlaufrichtung die Schrägstellung der äußeren Tragrollen verändert werden kann. Dazu sind beiderseits Halterungen angeordnet, die mit Langlöchern versehen sind. Diese Langlöcher weisen eine bogenförmige Kontur auf, in der die Achshalterungen der äußeren Tragrollen geführt und in der erforderlichen Lage festgeschraubt werden können.

Eine weitere Einrichtung für einen Schlauchgurtförderer zum Verhindern des Verdrehens eines zu einem Schlauch geschlossenen Gurtbandes ist aus der Druckschrift JP 04371409 A bekannt. An einer Ringscheibe sind umlaufend Tragrollen zur Führung geschlossenen Gurtbandes kreisförmig angeordnet. Im unteren Bereich befinden sich zwei zueinander v-förmig angeordnete Tragrollen, die auf Sturz gestellt sind und so ein Verdrehen des Gurtbandes über eine bestimmte Gradzahl hinaus verhindern sollen. Sollte dennoch eine Korrektur der Stellung der Trag- und Führungsrollen erforderlich sein, kann die Ringscheibe um eine bestimmte Gradzahl gedreht werden. Dazu sind in der Ringscheibe bogenförmige Langlöcher angeordnet. Der maximal mögliche Verstellwinkel wird durch die Länge dieser Langlöcher bestimmt. Zum Verstellen der Ringscheibe wird die Schraubverbindung zeitweise gelöst.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine selbsttätig wirkende mechanische Lenkeinrichtung für einen Schlauchgurtförderer zu schaffen, dessen zu einem Schlauch geschlossenes Gurtband in einer waagerechten Kurve von der Normallage abweichend nach außen verdreht wird und die Normallage durch eine Lagekorrekturbewegung wieder herbeigeführt wird. Die Einrichtung soll auch bei sich wechselnden Einsatzbedingungen und einem reversierbaren Betrieb des Schlauchgurtförderers anwendbar sein.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des einteiligen Anspruches 1 gelöst.

Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Die Lenkeinrichtung wird in über ein zulässiges Grenzmaß zur Verdrehung des Gurtbandes neigenden Förderabschnitten zwischen zwei Tragrollenscheiben am Gerüst befestigt. Sie arbeitet selbsttätig durch Kraftwirkung der Gurt-Zugträger auf die kurveninnere Tragrolle und die daraus folgende Reibungserhöhung.

Durch die Möglichkeit einer unterschiedlichen v-förmigen Anordnung der Trag- und Korrekturrollen an dem Rollenträger kann die Lenkeinrichtung für die jeweiligen Einsatzbedingungen optimiert werden. Weitere Verstellmöglichkeiten der Lenkeinrichtung wie die Größe der Schwenkbewegung oder ihre Annäherung an die Förderbahn gestatten eine optimale Anpassung an die jeweiligen Einsatzbedingungen.

Die Lenkeinrichtung eignet sich nicht nur für neue Schlauchgurtförderanlagen, sondern sie ist auch zum Nachrüsten vorhandener Anlagen geeignet. Die Anzahl der eingesetzten Lenkeinrichtungen richtet sich nach dem Laufverhalten des Gurtbandes.

Da sich die Achsen der Trag- und Korrekturrollen und die Lagerung des Rollenträgers gegenüber dem Querträger in einer Linie befinden, ist die Korrekturwirkung in die Förderrichtung und entgegen gesetzt dazu gleich, somit kann die Einrichtung auch bei einem Schlauchgurtförderer eingesetzt werden mit dem wechselweise in zwei Richtungen gefördert wird. Wenn es sich beim Betrieb der Schlauchgurtförderanlage erweist, dass die Lenkeinrichtung ständig in einer Stellung verharrt, kann eine Feststelleinrichtung zum Fixieren in dieser Stellung vorgesehen werden.

Weitere Einzelheiten des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und den dazugehörigen Zeichnungen, in denen ein Ausführungsbeispiel dargestellt ist. Es zeigen:

Fig. 1 eine Vorderansicht einer mechanischen Lenkeinrichtung zur Lagekorrektur eines Schlauchgurtförderers mit der Anordnung der Trag- und Führungsrollen in der unteren Stellung,

Fig. 2 die mechanischen Lenkeinrichtung nach Fig. 1, jedoch mit der Anordnung der Trag- und Führungsrollen in der oberen Stellung,

Fig. 3 eine Draufsicht der mechanischen Lenkeinrichtung nach Fig. 1 bei Geradlauf,

Fig. 4 die mechanischen Lenkeinrichtung nach Fig. 3 in der Situation Verdrehen der Überlappung des Gurtbandes in einer Rechtskurve nach links und

Fig. 5 die mechanischen Lenkeinrichtung nach Fig. 3 in der Situation Verdrehen der Überlappung des Gurtbandes in einer Linkskurve nach rechts.

Von einem Schlauchgurtförderer sind in Fig. 1 die Längsträger des Gerüstes 1 der Schlauchgurtförderanlage dargestellt. Das Gurtband 2 ist sowohl im Obertrum 3 als auch im Untertrum 4 schlauchförmig geschlossen und besitzt im Querschnitt eine verminderte Anzahl Zugträger im Überlappungsbereich. Dabei überlappen sich die beiden Randbereiche oben in der Mitte. Im Obertrum 3 wird das Fördergut 5 transportiert. Der Schlauchgurt 2 wird in bekannter Weise sowohl im Obertrum 3 als auch im Untertrum 4 durch nicht in der Zeichnung dargestellte, zueinander kreisförmig angeordnete Führungs- und Stützrollen getragen. Sie sind an in bestimmten Abständen zueinander angeordneten Tragrollenscheiben befestigt. Die Tragrollenscheiben werden durch das Gerüst 1 getragen und miteinander verbunden. Der Verlauf des Förderweges wird von der Transportaufgabe und der Umgebung bestimmt. Neben geraden, in waagerechten, ansteigenden oder abwärts führenden Förderabschnitten werden auch kurvenförmig Förderabschnitte realisiert. Diese kurvenförmigen Förderabschnitte können sowohl aus in vertikaler als auch aus in horizontaler Richtung gekrümmten Kurven sowie aus von diesen beiden Krümmungsarten überlagerten Förderabschnitten bestehen. Mit zunehmender Streckenlänge und Kurvenführung vor allem bei in horizontaler Richtung gekrümmten Kurven nimmt die Neigung des zu einem Schlauch geschlossenen Gurtbandes 2 zu, sich zu verdrehen, das heißt, der Überlappungsbereich der Gurtbandränder bewegt sich aus der Mitte in den Kurvenaußenbereich.

Um das zu verhindern, werden in den Förderabschnitten mit einer Horizontalkurve, in denen Verdrehungen des Gurtbandes 2 auftreten, zwischen den Tragrollenscheiben zusätzlich mechanische Lenkeinrichtungen angeordnet. Sie bestehen aus einem Rollenträger 6. Dieser Rollenträger 6 ist bogenförmig ausgebildet und umschließt in einem Abstand den geschlossenen Schlauchgurt 2 im Obertrum 3 in dessen unterer Hälfte. Der Rollenträger 6 ist mit Bohrungen 7 zur zueinander v-förmigen Befestigung von zwei Trag- und Führungsrollen 8; 9 versehen. Unterhalb ist in der Mitte ein Gewindebolzen 10 befestigt, durch die der Rollenträger 6 in einem Lager 11 über einen am Gerüst 1 der Schlauchgurtförderanlage befestigten Querträger 12 schwenkbar verbunden ist. Beim Geradlauf des Gurtbandes 2 im Obertrum 3 stützen die beiden Trag- und Führungsrollen 8; 9 das Gurtband 2 unterhalb seines halben Durchmessers symmetrisch. Um für unterschiedliche Bedingungen Befestigungsmöglichkeiten in mehreren gestuften Höhen zu erhalten, ist der Rollenträger 6 in gleichen Abständen mit Bohrungen 7 ausgestattet. In den Fig. 1 und 3 ist die untere und in Fig. 2 die obere Stellung der Trag- und Führungsrollen 8; 9 dargestellt, alternativ sind auch Zwischenstellungen möglich. Bei Geradlauf des geschlossenen Gurtbandes 2 stehen die Achsen der Trag- und Führungsrollen 8; 9 in der Draufsicht im rechten Winkel zur Förderrichtung. Diese Situation ist in Fig. 3 dargestellt. Die Förderrichtung und die Lage der Überlappung der Gurtbandränder im mittigen Bereich zeigt der gerade Pfeil. Wandert diese Überlappung, wie in Fig. 4 dargestellt, durch das Verdrehen des Gurtbandes 2 in einer Rechtskurve nach links, entsteht zwischen dem Gurtband 2 und der rechten Trag- und Führungsrolle 9 mit dem größeren Anpressdruck eine größere Reibung. Da es sich mit der linken Trag- und Führungsrolle 8 genau umgekehrt verhält, wird der Rollenträger 6 rechts mitgenommen, er führt eine Schwenkbewegung aus. Damit bewegt sich diese rechte Trag- und Führungsrolle 9 in Sturzstellung und übt auf das Gurtband 2 eine verdrehende Kraft aus, wodurch dieses mit seiner Überlappung von selbst wieder nach oben in die Mitte gedreht wird. Die Situation der Verdrehung des Gurtbandes 2 in die andere Richtung ist in Fig. 5 dargestellt. Als Begrenzung des Schwenkwinkels β der Lenkeinrichtung wird zwischen dem Rollenträger 6 und dem Querträger 12 ein Anschlag 13 vorgesehen. Er besteht aus einem an dem Querträger 12 angeschweißten Winkel 13a mit einer Stellschraube 13b und einem zum Rollenträger 6 gehörenden Anschlagblech 13c. Der maximale Ausschwenkwinkel β des Rollenträgers 6 kann so durch die Stellschraube 13b genau begrenzt werden.

Da bei einer unterschiedlichen Krafteinwirkung der Trag- und Führungsrollen 8; 9 unterschiedliche Korrekturwirkungen mit der Lenkeinrichtung erzielt werden, ist der Querträger 12 beiderseits mit einem Winkel 14 versehen, der eine mit dem Gerüst 1 in Wirkverbindung stehende Stellschraube 15 aufnimmt. Der Querträger 12 wird nach dem Ausrichten durch die Befestigungsschrauben 16 mit dem Gerüst 1 fest verbunden. Für die Ausgleichsbewegung sind die Winkel 14 mit Langlöchern versehen.

Wenn die Gurtlenkeinrichtung leicht gängig ist, reagiert sie bereits bei geringen Verdrehungen mit dem Regelvorgang. Da dies in der Praxis oftmals nicht erforderlich ist, kann sie mittels Dämpfungsmittel wie Stoßdämpfer, Schraubenfedern oder Hydraulikpuffer träger eingestellt werden. Zum Erhalt annähernd konstanter Reibwerte bei wechselnden Umgebungsbedingungen können für die Trag- und Führungsrollen 8; 9 Keramik-Rollenmäntel eingesetzt werden. Das Lager 10 kann als Gleit- oder Wälzlager ausgebildet werden.

Wird das Gurtband 2 eines Schlauchgurtförderers in einem Bereich besonders stark verdreht, können zwischen den Tragrollenscheiben in Kurven auch mehrere Gurtlenkeinrichtungen angeordnet werden, wobei zwischen zwei Tragrollenscheiben nur eine Lenkeinrichtung sinnvoll ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Einrichtung zur selbsttätigen Lagekorrektur eines zum Verdrehen neigenden geschlossenen Fördergurtes (2) eines Schlauchgurtförderers in einer Horizontalkurve im Obertrum, bestehend aus

    mindestens einer Lenkeinrichtung, die in einem Förderabschnitt zwischen zwei benachbarten Tragrollenscheiben in einer Horizontalkurve des Schlauchgurtförderers angeordnet ist,

    die Lenkeinrichtung aus mindestens zwei mit ihren Achsen in der Normalstellung sowohl in der Draufsicht als auch in der Seitenansicht zur Förderrichtung rechtwinklig und in der Sicht in Förderrichtung senkrecht zueinander v-förmig angeordneten Trag- und Führungsrollen (8; 9) besteht, die beide auf einem Rollenträger (6) in einer gemeinsamen Ebene lösbar befestigt sind,

    der Rollenträger (6) in einem in der Draufsicht zur Förderrichtung im Schnittpunkt des Schlauchmittelpunktes und der Achsen der Trag- und Führungsrollen (8; 9) angeordneten Gelenk um eine zur Förderrichtung in der Seiten- und Vorderansicht rechtwinklig angeordneten Achse frei schwenkbar über einen Querträger (12) am Gerüst (1) des Schlauchgurtförderers angeordnet ist,

    der Schwenkwinkel β des Rollenträgers (6) aus der zur Förderrichtung des Schlauchgurtförderers rechtwinkligen Ausgangsstellung in beiden Schwenkrichtungen durch jeweils einen Anschlag (13) begrenzt ist,

    der Rollenträger (6) in einem Teilkreis mit mehreren Bohrungen (7) versehen ist, durch die beide Trag- und Führungsrollen (8; 9) unabhängig voneinander in verschiedenen Stellungen am Rollenträger (6) anschraubbar sind und

    Mittel zur Verstellung des vertikalen Abstandes des Querträgers (12) zum Gerüst (1) des Schlauchgurtförderers in die Richtung zum Gurtband (2) oder entgegengesetzt dazu vorgesehen sind.
  2. 2. Einrichtung zur Lagekorrektur eines Schlauchgurtförderers nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, dass die Anschläge (13) mit Dämpfungsgliedern versehen sind.
  3. 3. Einrichtung zur Lagekorrektur eines Schlauchgurtförderers nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, dass der Schwenkwinkel des Rollenträgers (6) in beide Richtungen zwischen +10° und -10° beträgt und beiderseits durch die Anschläge (13) beliebig verstellbar ist.






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