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Dokumentenidentifikation DE10209624A1 02.10.2003
Titel Dachziegel
Anmelder Franz Banke GmbH, 84424 Isen, DE
Erfinder Banke, Franz, 84424 Isen, DE
Vertreter Rechtsanw. und Pat.-Anw. Dr.-Ing. Dr.jur. Volkmar Tetzner, Pat.-Anw. Dipl.-Ing. Michael Tetzner, 81479 München
DE-Anmeldedatum 05.03.2002
DE-Aktenzeichen 10209624
Offenlegungstag 02.10.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.10.2003
IPC-Hauptklasse E04D 1/02
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Dachziegel (1) mit einem eine Oberfläche (11) aufweisenden Grundkörper (10), einer Seitenverfalzung (20), die zur Führung von Wasser ausgebildet ist, sowie einer Kopfverfalzung (30), wobei der Dachziegel übereinander in Reihe verlegbar ist. Ferner sind Ablenkmittel (40) vorgesehen, die das Wasser aus der Seitenverfalzung eines ersten Dachziegels (1') in die Kopfverfalzung eines unterhalb angrenzenden zweiten Dachziegels (1) einleiten, und die Kopfverfalzung (30) weist ferner Führungsmittel (31) auf, um das Wasser aus der Kopfverfalzung auf die Oberfläche (11) herauszuführen (Fig. 1).

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Dachziegel mit einem eine Oberfläche aufweisenden Grundkörper, einer Seitenverfalzung, die zur Führung von Wasser ausgebildet ist, sowie einer Kopfverfalzung, wobei der Dachziegel übereinander in Reihe verlegbar ist.

Dachziegel sind in den unterschiedlichsten Formen auf dem Markt. So ist beispielsweise ein Dachziegel mit einem eine Oberfläche aufweisenden Grundkörper, einer Seitenverfalzung sowie einer Kopfverfalzung bekannt, der übereinander in Reihe verlegbar ist. Die Oberfläche dieses Ziegels ist flach ausgebildet, so daß eine aus einer Vielzahl derartiger Dachziegel bestehende Dachfläche eine glatte Dachoberfläche ergibt.

Sowohl die Seitenverfalzung als auch die Kopfverfalzung sind als wasserführende Rinnen ausgebildet, wobei das Wasser aus der Kopfverfalzung jeweils in die angrenzende Seitenverfalzung geleitet wird. Die Seitenverfalzung eines Dachziegels mündet immer in der Seitenverfalzung des unmittelbar darunter angeordnete Dachziegels. Dies hat zur Folge, daß sich die Wassermenge in der Seitenverfalzung von oben nach unten akkumuliert. Bei starken Regenfällen hat dies jedoch den Nachteil, daß die Wassermenge in der Seitenverfalzung des letzten Dachziegels vor der Regenrinne so viel Wasser führt, daß sich die Seitenverfalzung mit einem relativ starken Wasserstrahl in der Dachrinne entleert, wobei in vielen Fällen ein ungewolltes Übertreten von Wasser aus der Regenrinne bzw. ein starkes Herausspritzen von Wasser nicht vermieden werden kann. Bei großen momentanen Niederschlagsmengen ist außerdem zu befürchten, daß die Kapazität der Seitenverfalzung, insbesondere im unteren Bereich der Dachhälfte für die auftretenden Wassermengen nicht mehr ausreichend ist, so daß es zum Übertreten von Wasser kommt, welches dann, je nach Bauart des Daches ggf. in das Gebäude eindringen kann.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen übereinander in Reihe verlegbaren Dachziegel so auszubilden, daß die obigen Nachteile vermieden werden können und sich insgesamt eine verbesserte Wasserführung ergibt.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.

Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Der erfindungsgemäße Dachziegel weist einen eine Oberfläche aufweisenden Grundkörper, eine Seitenverfalzung, die zur Führung von Wasser ausgebildet ist, sowie eine Kopfverfalzung auf. Der Dachziegel ist zudem übereinander in Reihe verlegbar.

Weiterhin sind Ablenkmittel vorgesehen, die das Wasser aus der Seitenverfalzung eines ersten Dachziegels in die Kopfverfalzung eines unterhalb angrenzenden zweiten Dachziegels einleiten und in der Kopfverfalzung sind ferner Führungsmittel vorgesehen, um das Wasser aus der Kopfverfalzung auf die Oberfläche herauszuführen.

Durch die obigen Maßnahmen findet in den Seitenverfalzungen der Dachziegel keine Akkumulation der Wassermenge statt, da das Wasser in der Seitenverfalzung eines Dachziegels bereits in der nächsten, darunter angeordneten Dachziegelreihe wieder auf die Oberfläche geführt wird. Nachdem die Dachziegel in Reihe übereinander angeordnet sind, sind daher erfindungsgemäß Ablenkmittel vorgesehen, da sich ansonsten das Wasser einer Seitenverfalzung eines ersten Dachziegels in der Seitenverfalzung des darunter angeordneten zweiten Dachziegels entleeren würde.

Die Führungsmittel der Kopfverfalzung sind vorzugsweise rampenartig ausgebildet, so daß das Wasser aus der Kopfverfalzung über diese rampenartigen Führungsmittel auf die Oberfläche gelangt.

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel werden die Ablenkmittel durch ein Abweiserelement gebildet, welches in einem Übergangsbereich zwischen Kopfverfalzung und Seitenverfalzung vorgesehen ist.

Außerdem kann vorgesehen werden, daß der Dachziegel nicht nur übereinander in Reihe sondern auch im Verbund verlegbar ist.

Beim bevorzugten Ausführungsbeispiel des Dachziegels ist die Oberfläche des Grundkörpers flach ausgebildet, so daß zumindest die in einer Reihe nebeneinander verlegten Dachziegel eine glatte Dachoberfläche ausbildet. Es kann ferner vorgesehen werden, daß auch der Übergang zwischen übereinander angeordneten Reihen bündig ausgebildet wird, so daß sich insgesamt eine glatte Dachoberfläche ergibt.

Es ist jedoch auch denkbar, daß im Übergangsbereich zwischen übereinander angeordneten Reihen von Dachziegeln eine Stufe vorgesehen ist. Vorzugsweise wird diese Stufe jedoch relativ klein gehalten werden. Die Höhe der Stufe könnte beispielsweise weniger als 10, insbesondere weniger als 5 mm betragen.

Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung werden anhand der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles und der Zeichnung näher erläutert.

In der Zeichnung zeigen

Fig. 1 eine Draufsicht eines Dachziegels,

Fig. 2 eine Draufsicht mit drei Dachziegeln und

Fig. 3 eine Schnittdarstellung längs der Linie III- III der Fig. 1.

In der Zeichnung ist ein erfindungsgemäßer Dachziegel 1 dargestellt, der im wesentlichen aus einem eine Oberfläche 11 aufweisenden Grundkörper 10, einer Seitenverfalzung 20, die zur Führung von Wasser ausgebildet ist, sowie einer Kopfverfalzung 30 besteht.

Wie insbesondere auch Fig. 3 erkennen läßt, weist die Kopfverfalzung 30 ein rampenartiges Führungsmittel 31 auf, um das Wasser aus der Kopfverfalzung auf die Oberfläche 11 herauszuführen.

In Fig. 1 ist im oberen linken Eck das Ende der Seitenverfalzung eines oberhalb angeordneten Dachziegels 1' gestrichelt dargestellt. Bei Dachziegeln, die übereinander in Reihe verlegt sind, fluchten somit die Seitenverfalzungen der übereinander angeordneten Dachziegel. Um nun zu vermeiden, daß das Wasser aus der Seitenverfalzung eines oberen Ziegels sich in die Seitenverfalzung des darunter angeordneten Dachziegels entleert, sind Ablenkmittel vorgesehen, die das Wasser aus der Seitenverfalzung des oberen Dachziegels 1' in die Kopfverfalzung 30 des unterhalb angrenzenden Dachziegels 1 einleiten.

Diese Ablenkmittel sind im dargestellten Ausführungsbeispiel insbesondere durch ein Abweiserelement 40 gebildet, welches in einem Übergangsbereich zwischen Kopfverfalzung 30 und Seitenverfalzung 20 vorgesehen ist. Das Abweiserelement 40 ist zur Längsrichtung der Seitenverfalzung 20 derart schräg angeordnet, daß es das Wasser aus der Seitenverfalzung des oberen Dachziegels 1' in die Kopfverfalzung 30 des unteren Dachziegels 1 leitet.

Die Seitenverfalzung 20 weist zwei Rippen 21, 22 auf, die sich in Längsrichtung der Seitenverfalzung erstrecken, wobei sich zwischen der ersten Rippe 21 und der zweiten Rippe 22 eine erste Rinne 23 und zwischen der zweiten Rippe und dem Grundkörper 10 eine zweite Rinne 24 ausbildet. Die beiden Rippen 21, 22 und die erste Rinne 23 dienen im wesentlichen zur Abstützung des benachbarten Dachziegels 1" (siehe Fig. 2), der mit einem Teilbereich die Seitenverfalzung 20 überdeckt. Die zweite Rinne 24 dient hingegen zur Führung des Wassers, welches insbesondere über einen Spalt 2, der sich zwischen zwei in einer Reihe nebeneinander angeordneten Dachziegeln 1, 1" (siehe Fig. 2) bildet, eindringt.

Die beiden Rippen 21, 22 sind an ihrem unteren Ende abgeknickt ausgeführt, um dadurch die Ablenkung des Wassers in die Kopfverfalzung des unterhalb angrenzenden Dachziegels zu erleichtern. In Fig. 1 ist mit gestrichelten Linien im oberen linken Eck das Ende der Seitenverfalzung des oberhalb angeordneten Dachziegels 1' dargestellt. Der Pfeil 3 zeigt die Fließrichtung des Wassers und insbesondere seine Ablenkung durch das abgeknickte Ende der zweiten Rippe 22' des oberen Dachziegels 1'. Pfeil 4 zeigt die Wasserführung im Bereich des Abweiserelements 40. Pfeil 5 (siehe auch Fig. 3) veranschaulicht das Herausführen des Wassers aus der Kopfverfalzung 30 über die rampenartigen Führungsmittel 31 auf die Oberfläche 11 des Dachziegels 1.

Die Oberfläche 1 des Grundkörpers 10 ist glatt ausgebildet, so daß zumindest die in einer Reihe nebeneinander verlegten Dachziegel eine glatte Dachoberfläche bilden. Je nach Ausgestaltung des Dachziegels ist es jedoch möglich, daß im Übergangsbereich zwischen übereinander angeordneten Dachziegeln ein Versatz bzw. eine Stufe vorgesehen ist. Ein Versatz in diesem Bereich erscheint insbesondere aus Gründen der Herstellbarkeit geboten zu sein, da die rampenartigen Führungsmittel 31 zweckmäßigerweise ohne Stufe an der Oberfläche 11 münden. Da jedoch die untere Vorderkante eines jeden Dachziegels nicht beliebig spitz ausgestaltet werden kann (wegen der Bruchgefahr) ist ein geringfügiger Versatz zweckmäßig. Im Rahmen der Erfindung sind möglicherweise jedoch auch andere Ausgestaltungen denkbar, die in diesem Bereich einen bündigen Übergang ermöglichen.

Der Versatz beträgt jedoch zweckmäßigerweise weniger als 10, vorzugsweise weniger als 5 mm, so daß dieser optisch praktisch nicht auffällt. In dem in Fig. 3 gezeigten Ausführungsbeispiel ist ein Versatz mit der Höhe h vorgesehen.

Im übrigen ist der Dachziegel mit einer üblichen Einhängenase 41 (Fig. 3) versehen, um einen Halt auf dem Dach zu gewährleisten. Auf der Unterseite sowie im Bereich der Kopf- und Seitenverfalzungen können zusätzliche Verstärkungsrippen vorgesehen sein, um einerseits das Einhängen des Dachziegels in die Seiten- bzw. Kopfverfalzung der benachbarten Dachziegel zu ermöglichen und um den Dachziegel die ausreichende Stabilität zu verleihen.

In Fig. 2 ist anhand von drei Dachziegeln 1, 1' und 1" die Anordnung der Dachziegel dargestellt, wenn diese übereinander in Reihe verlegt sind. Bei einer Verlegung im Verbund würde der Dachziegel 1' um eine halbe Dachziegelbreite nach links verschoben angeordnet werden. Zu diesem Zweck sieht die Kopfverfalzung etwa in der Mitte eine Aussparung 32" vor, in die die Seitenverfalzung 20' eingesetzt wird.

Heim oben beschriebenen Dachziegel wird insbesondere auch dann, wenn er übereinander in Reihe verlegt wird, das Wasser aus der Seitenverfalzung eines ersten, oberen Dachziegels in die Kopfverfalzung eines unterhalb angrenzenden zweiten Dachziegels eingeleitet und von dort über die Führungsmittel der Kopfverfalzung wieder auf die Oberfläche herausgeführt. Dadurch kann eine unnötige Akkumulation der Wassermenge in der Seitenverfalzung vermieden werden, so daß die oben beschriebene Problematik beim Einströmen des Wassers in die Dachrinne zuverlässig verhindert wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Dachziegel (1) mit

    einem eine Oberfläche (11) aufweisenden Grundkörper (10),

    einer Seitenverfalzung (20), die zur Führung von Wasser ausgebildet ist, sowie

    einer Kopfverfalzung (30),

    wobei der Dachziegel übereinander in Reihe verlegbar ist,

    dadurch gekennzeichnet, daß

    Ablenkmittel (40) vorgesehen sind, die das Wasser aus der Seitenverfalzung eines ersten Dachziegels (1') in die Kopfverfalzung eines unterhalb angrenzenden zweiten Dachziegels (1) einleiten, und

    die Kopfverfalzung (30) ferner Führungsmittel (31) aufweist, um das Wasser aus der Kopfverfalzung auf die Oberfläche (11) herauszuführen.
  2. 2. Dachziegel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsmittel (31) der Kopfverfalzung (30) rampenartig ausgebildet sind.
  3. 3. Dachziegel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenverfalzung (20) wenigstens eine Rinne (24) zur Führung des Wassers aufweist.
  4. 4. Dachziegel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablenkmittel ein Abweiserelement (40) aufweisen, welches in einem Übergangsbereich zwischen Kopfverfalzung und Seitenverfalzung vorgesehen ist.
  5. 5. Dachziegel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Abweiserelement (40) ein Überleiten von Wasser aus der Kopfverfalzung (30) in die Seitenverfalzung (20) des gleichen Dachziegels verhindert.
  6. 6. Dachziegel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenverfalzung (20) wenigstens eine Rinne (24) zur Führung des Wassers aufweist, wobei die Rinne an ihrem auslaufseitigen Ende abgeknickt ist, um das Wasser gezielt in die Kopfverfalzung des unterhalb angrenzenden Dachziegels einzuleiten.
  7. 7. Dachziegel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche (11) des Grundkörpers (10) flach ausgebildet ist.
  8. 8. Dachziegel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Dachziegel derart ausgebildet ist, daß zumindest die in einer Reihe nebeneinander verlegten Dachziegel (1, 1") eine glatte Dachoberfläche bilden.
  9. 9. Dachziegel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Dachziegel derart ausgebildet ist, daß die in mehreren Reihen über- und nebeneinander angeordneten Dachziegel eine glatte Dachoberfläche bilden.
  10. 10. Dachziegel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Dachziegel derart ausgebildet ist, daß jeweils zwischen einer unteren und einer oberen Reihe von Dachziegeln eine Stufe ausgebildet ist.
  11. 11. Dachziegel nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Stufe eine Höhe h von weniger als 10 mm, vorzugsweise weniger 5 mm aufweist.
  12. 12. Dachziegel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Dachziegel so ausgebildet ist, daß er auch im Verbund verlegbar ist.






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