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Dokumentenidentifikation DE10211629A1 02.10.2003
Titel Gestängedurchführung, insbesondere für Betätigungs-Gestänge in Kraftfahrzeugen
Anmelder Johnson Controls Interiors GmbH & Co. KG, 42285 Wuppertal, DE
Erfinder Wolff, Martin, Dipl.-Ing., 45529 Hattingen, DE;
Werner, Johann-Georg, Dipl.-Ing., 59071 Hamm, DE
Vertreter Kutzenberger & Wolff, 50668 Köln
DE-Anmeldedatum 15.03.2002
DE-Aktenzeichen 10211629
Offenlegungstag 02.10.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.10.2003
IPC-Hauptklasse G05G 1/00
IPC-Nebenklasse E05B 65/12   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Gestängedurchführung, insbesondere für ein Betätigungs-Gestänge (8) in einem Kraftfahrzeug, mit einer in eine Montageöffnung (2) eines Bauteils (1) einzusetzenden Aufnahmebuchse (4), die eine Durchführöffnung (6) für das Gestänge (8) aufweist. Die Aufnahmebuchse (4) weist einseitig ein verlängertes, die Montageöffnung (2) des Bauteils (1) überragendes, derart rampen- und/oder trichterartiges Einführungshilfselement (16) auf, dass das Gestänge (8) mit einem einzuführenden Ende (8a) durch gleitende Anlage an bzw. in dem Einführungshilfselement (16) in die Durchführöffnung (6) einführbar ist.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Gestängedurchführung, insbesondere für ein Betätigungs-Gestänge in einem Kraftfahrzeug, mit einer in eine Montageöffnung eines Bauteils einzusetzenden Aufnahmebuchse, die eine Durchführöffnung für das Gestänge aufweist.

Die Montage von Betätigungsgestängen z. B. in der Kfz-Industrie ist häufig deshalb schwierig, weil die entsprechende Montageöffnung des jeweiligen Bauteils von derjenigen Seite her, von der aus das Gestänge einzuführen ist, nicht direkt sichtbar und zugänglich ist. Deshalb muß die Montage durch ein fühlendes Suchen durch den Monteur durchgeführt werden, was schwierig und zeitaufwändig ist und auch die Gefahr einer Fehlmontage beinhaltet.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Gestängedurchführung der genannten Art mit einfachen und kostengünstigen Mitteln eine Montagevereinfachung zu erreichen.

Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, dass die Aufnahmebuchse einseitig ein verlängertes, die Montageöffnung des Bauteils überragendes, derart rampen- und/oder trichterartiges Einführhilfselement aufweist, dass das Gestänge mit einem einzuführenden Ende durch gleitende Anlage an bzw. in dem Einführhilfselement in die Durchführöffnung einführbar ist. Dabei ist die Aufnahmebuchse vorzugsweise derart von einer Außenseite des jeweiligen Bauteils her mit dem Einführhilfselement voran und gegebenenfalls unter elastischer radialer Verformung (Verengung) des Einführhilfselementes in die Montageöffnung einsetzbar, insbesondere einrastbar, dass im eingesetzten Zustand das Einführhilfselement frei in einen Innenraum des Bauteils ragt, während die Aufnahmebuchse auf der Bauteil-Außenseite vorzugsweise im Wesentlichen bündig mit einer die Montageöffnung mündungsseitig umgebenden Bauteilfläche abschließt.

Durch die Erfindung wird die Gestängemontage wesentlich erleichtert und vereinfacht, indem mit dem einzuführenden Stangenende das erfindungsgemäße Einführhilfselement wegen seines im Vergleich zur Durchführöffnung deutlich größeren Erfassungsbereichs leichter und schneller gefunden und dann durch eine entlanggleitende Anlage in die Durchführöffnung eingeführt werden kann. Dazu geht eine Einführgleitfläche des Einführhilfselementes direkt in die Durchführöffnung der Aufnahmebuchse über. Die Erfindung führt somit zu einer deutlichen Zeitersparnis bei der Gestängemontage und zu einer wesentlich höheren Montagesicherheit durch Vermeidung von Fehlmontagen.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungsmerkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen sowie der folgenden Beschreibung enthalten.

Anhand von in der Zeichnung veranschaulichten, bevorzugten Ausführungsbeispielen soll die Erfindung genauer erläutert werden. Dabei zeigen:

Fig. 1 einen Schnitt durch ein mit einer erfindungsgemäßen Gestängedurchführung ausgestattetes Bauteil,

Fig. 2 eine Perspektivansicht einer ersten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Aufnahmebuchse und

Fig. 3 eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Aufnahmebuchse wiederum in Perspektivansicht.

In Fig. 1 ist ein Teil eines Bauteils 1 im Schnitt dargestellt, wobei es sich beispielsweise um den Bordkantenbereich einer Fahrzeugtür handeln kann. Das Bauteil 1 weist eine Montageöffnung 2 auf, in die eine Aufnahmebuchse 4 eingesetzt ist. Die Aufnahmebuchse 4 weist eine Durchführöffnung 6 für ein Gestänge 8 auf, bei dem es sich im dargestellten Anwendungsbeispiel um eine Verriegelungsstange zur Betätigung einer Türverriegelung handelt.

Das Bauteil 1 kann - wie dargestellt - als mehrschichtiges Anbauteil ausgebildet sein, welches aus einer tragenden, formstabilen Struktur 10, einem angeschäumten Schaumteil 12 und einem äußeren Bezugmaterial 14 besteht.

Erfindungsgemäß weist die Aufnahmebuchse 4 einseitig ein verlängertes, die Montageöffnung 2 des Bauteils 1 überragendes Einführhilfselement 16 auf. Dieses Einführhilfselement 16 ist in direkter Verlängerung der Durchführöffnung 6 derart rampen- und/oder trichterartig ausgebildet, dass das Gestänge 8 gemäß Fig. 1 mit einem einzuführenden Ende 8a in Pfeilrichtung 18 zur Anlage gebracht und dann durch gleitende Anlage in Pfeilrichtung 20 in die Durchführöffnung 6 eingeführt werden kann.

In der bevorzugten Ausgestaltung ist die Aufnahmebuchse 4 von einer Außenseite 22 des Bauteils 1 her mit dem Einführhilfselement 16 voran in die Montageöffnung 2 einsetzbar, und zwar insbesondere einrastbar. Im eingesetzten Zustand (Fig. 1) ragt das Einführhilfselement 16 frei in einen Innenraum 24 des Bauteils 1, während die Aufnahmebuchse 4 vorzugsweise auf der Bauteil-Außenseite 22 im Wesentlichen bündig mit einer die Montageöffnung 2 mündungsseitig umgebenden Bauteilfläche 26 abschließt.

Wie sich auch aus den Fig. 2 und 3 ergibt, weist die Aufnahmebuchse 4 einen hohlzylindrischen, die Durchführöffnung 6 aufweisenden Halteabschnitt 28 auf, der seinerseits Fixiermittel 30 zum lagefixierten Halten der Aufnahmebuchse 4 in der Montageöffnung 2 des Bauteils 1 aufweist. So ist zur Halterung der Aufnahmebuchse 4 in Einführrichtung bzw. Gestänge-Durchführrichtung vorgesehen, dass der Halteabschnitt 28 als Fixiermittel 30 einerseits auf seiner dem Einführhilfselement 16 gegenüberliegenden Seite einen radialen, flanschartigen, ringscheibenförmigen Auflageansatz 32 zur Auflage auf der äußeren Bauteilfläche 26 (bzw. in einer in dieser gebildeten Vertiefung) sowie andererseits im Übergangsbereich zu dem Einführhilfselement 16 mindestens einen radialen Rastansatz 34 zum rastenden Hintergreifen eines zum Bauteil-Innenraum 24 weisenden Öffnungsrandes der Montageöffnung 2 aufweist. In der dargestellten, bevorzugten Ausführung weist der Halteabschnitt 28 (mindestens) zwei in Einsetzrichtung gegeneinander versetzte, insbesondere jeweils ringförmig umlaufende und mit einer widerhaken- bzw. sägezahnartigen Profilkontur ausgebildete Rastansätze 34 auf. Diese Ausgestaltung gewährleistet eine sichere Halterung auch bei unterschiedlich dicken Bauteilen 1 bzw. unterschiedlichen Längen der Montageöffnung 2, so beispielsweise auch bei mehrschichtigen Anbauteilen wie in Fig. 1 dargestellt. Durch die mehreren, in Einsetzrichtung versetzten Rastansätze 34 wird zudem auch ein spielfreier Sitz der Aufnahmebuchse 4 in der Montageöffnung 2 erreicht, da auch bei unterschiedlich dicken Materialien stets einer der Rastansätze 34 für die entsprechende Verrastung sorgt.

Die Fixiermittel 30 weisen weiterhin zur Sicherung der Aufnahmebuchse 4 gegen Verdrehen mindestens einen radial vom Außenumfang des Halteabschnittes 28 abstehenden Positionsansatz 36 auf, der in eine korrespondierende Positionsausnehmung 38 innerhalb der Montageöffnung 2 des jeweiligen Bauteils 1 eingreift (siehe Fig. 1). In den dargestellten Ausführungen sind jeweils mehrere Positionsansätze 36 in einer bestimmten, geeigneten Anordnung vorgesehen.

Um beim Einführen des Gestänges 8 das Finden des Einführhilfselementes 16 noch weiter zu vereinfachen, ist das Einführhilfselement 16 bevorzugt rinnenartig und mit einer in Richtung seines freien Endes zunehmenden, den Querschnitt der Montageöffnung 2 übersteigenden Rinnenbreite und dabei derart elastisch ausgebildet, dass das Einführhilfselement 16 im Bereich seines freien Endes zum Einsetzen in die Montageöffnung 2 radial elastisch zusammendrückbar (verengbar) ist. Dies kann gemäß Fig. 3 noch dadurch unterstützt werden, dass das Einführhilfselement 16 an seinem freien Ende mindestens einen Längsschlitz 40 aufweist, wodurch eine Erhöhung der elastischen Verformbarkeit erreicht wird.

Weiterhin ist in der Ausgestaltung nach Fig. 3 vorgesehen, dass das Einführhilfselement 16 in seinem freien Endbereich zusätzliche Rastmittel 42 zum rastenden Vorfixieren des Gestänges 8 bei der Montage aufweist. Bei diesen Rastmitteln 42 kann es sich, wie dargestellt, um einen laschen- oder zungenförmigen Ansatz handeln, der das angesetzte Ende 8a des Gestänges 8 rastend umgreift.

Die erfindungsgemäße Aufnahmebuchse 4 läßt sich preiswert und wirtschaftlich herstellen, indem sie zusammen mit dem Einführhilfselement 16 als einstückiges Kunststoff-Formteil ausgeführt ist.

Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungs- und Anwendungsbeispiele beschränkt, sondern umfaßt auch alle im Sinne der Erfindung gleichwirkenden Ausführungen. So ist die Erfindung grundsätzlich für alle beliebigen Gestänge-Durchführungen geeignet, also nicht nur für ein Verriegelungsgestänge im Bordkantenbereich einer Fahrzeugtür. Ferner kann es sich anstatt einer im Querschnitt kreisförmigen Durchführöffnung 6 auch um einen beliebigen anderen, z. B. ovalen oder abgerundet rechteckigen Öffnungsquerschnitt in Anpassung an das jeweilige Gestänge handeln, wobei auch der Halteabschnitt 28 von der Hohlzylinderform entsprechend abweichen würde.


Anspruch[de]
  1. 1. Gestängedurchführung, insbesondere für ein Betätigungs-Gestänge (8) in einem Kraftfahrzeug, mit eine in eine Montageöffnung (2) eines Bauteils (1) einzusetzenden Aufnahmebuchse (4), die eine Durchführöffnung (6) für das Gestänge (8) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmebuchse (4) einseitig ein verlängertes, die Montageöffnung (2) des Bauteils (1) überragendes, derart rampen- und/oder trichterartiges Einführhilfselement (16) aufweist, dass das Gestänge (8) mit einem einzuführenden Ende (8a) durch gleitende Anlage an bzw. in dem Einführhilfselement (16) in die Durchführöffnung (6) einführbar ist.
  2. 2. Gestängedurchführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmebuchse(4)derart von einer Außenseite (22) des jeweiligen Bauteils (1) her mit dem Einführhilfselement (16) voran und gegebenenfalls unter elastischer, radial verengender Verformung des Einführhilfselementes (16) in die Montageöffnung (2) einsetzbar, insbesondere einrastbar ist, dass im eingesetzten Zustand das Einführhilfselement (16) frei in einen Innenraum (24) des Bauteils (1) ragt, während die Aufnahmebuchse (4) auf der Bauteil-Außenseite (22) vorzugsweise im Wesentlichen bündig mit einer die Montageöffnung (2) mündungsseitig umgebenden Bauteilfläche (26) abschließt.
  3. 3. Gestängedurchführung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmebuchse (4) einen hohlzylindrischen, die Durchführöffnung (6) aufweisenden Halteabschnitt (28) aufweist, der Fixiermittel (30) zum lagefixierten Halten der Aufnahmebuchse (4) in der Montageöffnung (2) des Bauteils (1) aufweist.
  4. 4. Gestängedurchführung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Halteabschnitt(28)der Aufnahmebuchse (4) als Fixiermittel (30) einerseits auf seiner dem Einführhilfselement (16) gegenüberliegenden Seite einen radialen, flanschartigen Auflageansatz (32) zur Auflage auf der äußeren Bauteilfläche (26) sowie andererseits im Übergangsbereich dem Einführhilfselement (16) mindestens einen radialen Rastansatz (34) zum rastenden Hintergreifen eines zum Bauteil-Innenraum (24) weisenden Öffnungsrandes der Montageöffnung (2) aufweist.
  5. 5. Gestängedurchführung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Halteabschnitt(28) mindestens zwei in Einsetzrichtung gegeneinander versetzte, insbesondere jeweils ringförmig umlaufende und mit widerhakenartiger Profilkontur ausgebildete Rastansätze (34) aufweist.
  6. 6. Gestängedurchführung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Fixiermittel(30)mindestens einen radial vom Außenumfang des Halteabschnittes (28) abstehenden Positionsansatz (36) zum Eingriff in eine korrespondierende Positionsausnehmung (38) innerhalb der Montageöffnung (2) des Bauteils (1) aufweisen.
  7. 7. Gestängedurchführung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Einführhilfselement (16) rinnenartig und insbesondere mit einer in Richtung seines freien Endes zunehmenden, die Öffnungsweite der Montageöffnung (2) übersteigenden Rinnenbreite und dabei derart elastisch ausgebildet ist, dass das Einführhilfselement (16) im Bereich des freien Endes zum Einsetzen in die Montageöffnung (22) radial elastisch zusammendrückbar ist.
  8. 8. Gestängedurchführung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Einführhilfselement (16) an seinem freien Ende mindestens einen Längsschlitz (40) aufweist.
  9. 9. Gestängedurchführung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Einführhilfselement (16) in seinem freien Endbereich Rastmittel (42) zum rastenden Vorfixieren des Gestänges (8) bei der Montage aufweist.
  10. 10. Gestängedurchführung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmebuchse(4)mit dem Einführhilfselement (16) als einstückiges Kunststoff-Formteil ausgebildet ist.






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