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VORRICHTUNG FÜR DIE DURCHFÜHRUNG EINER BALLONTAMPONADEEINRICHTUNG FÜR DIE SPEISERÖHRE UND/ODER DEN MAGEN - Dokument DE69717606T2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69717606T2 02.10.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0885031
Titel VORRICHTUNG FÜR DIE DURCHFÜHRUNG EINER BALLONTAMPONADEEINRICHTUNG FÜR DIE SPEISERÖHRE UND/ODER DEN MAGEN
Anmelder Zimmon Science Corp., Port Washington, N.Y., US
Erfinder ZIMMON, S., David, Port Washington, US
Vertreter Bartels & Partner, Patentanwälte, 70174 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 69717606
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 06.02.1997
EP-Aktenzeichen 979042603
WO-Anmeldetag 06.02.1997
PCT-Aktenzeichen PCT/US97/01946
WO-Veröffentlichungsnummer 0097028841
WO-Veröffentlichungsdatum 14.08.1997
EP-Offenlegungsdatum 23.12.1998
EP date of grant 04.12.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.10.2003
IPC-Hauptklasse A61M 29/00
IPC-Nebenklasse A61B 17/12   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf die therapeutische Behandlung des Magen-Darm-Traktes in einem Patienten mit Magen-Darm- Blutung. Spezieller richtet sich ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung auf ein flexibles Spülungsrohr, um eine Ballontamponadeeinrichtung in dem Magen-Darm-Trakt zum Einsatz zu bringen. Während die vorliegende Erfindung dazu entwickelt wurde, um bei der Behandlung von Blutungsstellen innerhalb des Magen-Darm-Traktes benutzt zu werden, kann sie in anderen medizinischen Bereichen Anwendung finden.

Oftmals ist es erforderlich, Blutungsstellen innerhalb der distalen Speiseröhre und des proximalen Magens zu behandeln, insbesondere um Blutung aus oesophagal-gastrischen Krampfadern zu beherrschen. Es ist üblich und nützlich, den Magen eines Patienten mit Magen-Darm-Blutung abzusaugen, bevor der Behandler irgendwelche diagnostischen oder therapeutischen Maßnahmen durchführt. Normalerweise wird das Absaugen des Magens des Patienten ausgeführt, indem in den Magen ein oraler oder nasaler Magenschlauch eingeführt wird, die Inhaltsstoffe abgesaugt und dann durch den Behandler auf das Vorhandensein von Blut überprüft werden, und, falls Blut vorhanden ist, der Magen gespült und als Vorbereitung für eine diagnostische oder therapeutische Endoskopie entleert wird.

Endoskopische Untersuchungen erfordern die Benutzung teurer und komplizierter Einrichtungen unter Leitung eines in Endoskopie geübten Arztes. Daher ist es bei Anwendung derzeitiger therapeutischer Techniken erforderlich, dass vor der Durchführung einer endoskopischen Untersuchung der orale und/oder nasale Schlauch entfernt werden muß und das Endoskop in den Magen eingeführt wird. Anschließend oder als Teil der Untersuchung kann der Arzt versuchen, die Blutung durch eine der vielerlei therapeutischen Techniken zu beherrschen, die zur Verfügung stehen, einschließlich:

Injektion der Blutungsstelle; thermische Verfahren, die die Blutungsstelle koagulieren; bandagieren, d. h. das Plazieren von Gummibändern um die Blutungsstelle herum, um die Blutung von Gerinnungsklümpchen hervorzurufen und die Blutung zu stoppen; oder die Verwendung einer Ballontamponadeeinrichtung. Derzeit bedingt der Einsatz eines Tamponadeballons zum Stoppen von Krampfaderblutung das Anordnen des Tamponadeballons am Endoskop vor dem Einführen des Tamponadeballons in den Patienten über das Endoskop.

Eine Beschränkung, die früheren therapeutischen Techniken gemeinsam ist, die eine endoskopische Behandlung anwenden, ist das Erfordernis, einen in Endoskopie geübten Arzt zur Verfügung zu haben. Derzeit ist, wenn kein in Endoskopie geübter Arzt dienstbar ist, der Einsatz der Ballontamponadeeinrichtung keine Behandlungsalternative. Daher gibt es lebensbedrohende Situationen, wo der Patient keine Behandlung mit der Ballontamponadeeinrichtung erhalten kann, um Blutung aus Speiseröhrenkrampfadern zu beherrschen, weil entweder eine medizinische Einrichtung und/oder ein geübter Arzt fehlt. Daher kann das Fehlen der therapeutischen Technik und/oder das Verstreichen von Zeit zusammenwirken und den medizinischen Zustand des Patienten komplizieren.

Eine weitere Einschränkung, die mit den früheren therapeutischen Techniken verbunden ist, ist die Unfähigkeit, Spülung und Absaugung durchzuführen, während die Ballontamponadeeinrichtung zum Einsatz gebracht wird. Daher machen es die früheren Techniken erforderlich, dass in gesonderten Maßnahmen der Magen gespült und die Ballontamponadeeinrichtung zum Einsatz gebracht wird.

Eine weitere mit früheren therapeutischen Techniken des Einführens der Tamponadeeinrichtung über das Endoskop verbundene Einschränkung bezieht sich auf den komplizierten Aufbau des Endoskops, beispielsweise eine komplizierte Betätigungshandhabe, eine Nabelschnurverbindung mit einer Lichtquelle und mit einem Sauggerät. Die physikalischen Bauteile des Endoskops machen das Gerät oftmals sperrig und erfordern eine spezialisierte Bedienungsmannschaft, beispielsweise einen Anästhesisten, und eine Einrichtung für das Einführen eines Tamponadeballons, die nicht ohne weiteres außerhalb einer hoch entwickelten, medizinischen Behandlungseinrichtung zur Verfügung stehen.

Obgleich die früheren Techniken Schritte in die richtige Richtung sind, um oesophagal-gastrische Kramfaderblutung zu behandeln, verbleibt weiterhin ein Bedürfnis an einer Verbesserung. Die vorliegende Erfindung befriedigt dieses Bedürfnis auf neuartige und nicht naheliegende Weise.

Eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 ist in US-A- 4.089.337 beschrieben.

Verwandte Gegenstände und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung.

KUZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG

- Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht einer oesophagal-gastrischen Ballontamponadeeinrichtung mit ausgelassener Luft und eines Spülungsrohres gemäß einer Form der vorliegenden Erfindung.

- Fig. 1a ist eine perspektivische Ansicht einer oesophagal-gastrischen Ballontamponadeeinrichtung mit ausgelassener Luft und einem Spülungsrohr gemäß einer weiteren Form der vorliegenden Erfindung.

- Fig. 2 ist eine perspektivische Ansicht eines Teiles der Ballontamponadeeinrichtung von Fig. 1.

- Fig. 3 ist eine perspektivische Ansicht von Fig. 1 mit entlang des Spülungsrohres innerhalb des Patienten vorgeschobener Ballontamponadeeinrichtung.

- Fig. 4 ist eine perspektivische Ansicht von Fig. 1 mit aufgeblasener Batlontamponadeeinrichtung, die in der Nähe des distalen Endes der Speiseröhre positioniert ist.

- Fig. 5 ist eine vergrößerte Ansicht des Spülungsrohres von Fig. 4 mit einem darin befindlichen Obturator und Führungsdraht.

BESCHREIBUNG DES BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELES

Um das Verständnis der Prinzipien der Erfindung zu fördern wird nun auf das in den Zeichnungen dargestellte Ausführungsbeispiel Bezug genommen, und es wird eine spezielle Sprache benutz, um diese zu beschreiben. Nicht desto weniger versteht sich, dass dadurch keinerlei Einschränkung des Bereiches der Erfindung beabsichtigt ist, wobei derartige Änderungen und weitere Abwandlungen der dargestellten Vorrichtung und solche weiteren Anwendungen der Prinzipien der Erfindung, wie sie hier dargestellt, in Betracht gezogen sind, wie sie normalerweise sich demjenigen eröffnen, der mit der Technik vertraut ist, auf die sich die Erfindung bezieht.

Es wird auf Fig. 1 Bezug genommen, in der eine perspektivische Ansicht eines Teiles des Magen-Darm-Traktes eines Patienten 10 gezeigt ist. Ein im wesentlichen flexibles Spülungsrohr 11 ist durch den Mund 12 des Patienten, durch eine Speiseröhre 13 hindurch und in einen Magen 14 eingeführt, um eine Spülung und Absaugung des Magens des Patienten zu ermöglichen. Das Spülungsrohr hat eine ausreichende Länge, so dass die Inhaltsstoffe des Magens gespült/abgesaugt werden können, indem eine Flüssigkeit durch das Rohr 11 hindurch geführt wird. Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel hat das Spülungsrohr eine Länge von 120 cm (47,25 Zoll). Das Spülungsrohr 11 ist aus einem Material gefertigt, das mit menschlichem Gewebe kompatibel ist; und besteht bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel aus Polyvinylchlorid (PVC). Das bevorzugte Ausführungsbeispiel des Spülungsrohres 11 besitzt einen Außendurchmesser von 32 fr (10,7 mm). Es versteht sich, dass andere Längen und Durchmesser bei der vorliegenden Erfindung in Betracht kommen; vorausgesetzte, dass sie die gewünschten Eigenschaften liefern.

Das Spülungsrohr 11 weist ein proximales Ende 11a, das innerhalb des Magens 14 positionierbar ist, und ein distales Ende 11b auf, das am entgegengesetzten Ende des Rohres gelegen ist. Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel weist das proximale Ende 11a des Spülungsrohres 11 eine Mehrzahl von darin befindlichen Öffnungen auf, um Mageninhalt des Patienten durch sie hindurch aufzunehmen. Bei einer Form der vorliegenden Erfindung ist ein Paar von im Abstand voneinander befindlichen Öffnungen 11c entlang der letzten 10 cm des Rohres 11 ausgebildet. Es versteht sich, dass andere Mengen von Öffnungen am proximalen Ende für den einschlägigen Fachmann in Betracht kommen. An der äußeren Oberfläche des Spülungsrohres 11 ist eine Mehrzahl von Indikatoren für die Einführlänge angeordnet. Bei einer Form der vorliegenden Erfindung sind die Indikatoren 15a, 15b und 15c 50 cm (19,7 Zoll) vom proximalen Ende 11a, bzw. 60 cm (23,6 Zoll) vom proximalen Ende 11a, bzw. 70 cm (27,5 Zoll) vom proximalen Ende 12a des Spülungsrohres 11 entfernt. Die Indikatoren 15a, 15b und 15c für die Einführlänge helfen dem Arzt die Tiefe zu ermitteln, in der das Spülungsrohr 11 in den Patienten eingeführt ist. Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist das Spülungsrohr 11 60 cm (23,6 Zoll) in den Patienten eingesetzt, wobei etwa 60 cm (23,6 Zoll) des Rohres 11 verbleiben, die sich am Mund 12 des Patienten nach außen erstrecken.

Es wird auf Fig. 1-5 Bezug genommen, wo das Spülungsrohr 11 dargestellt ist, das einen inneren Obturator 20 aufweist, der durch es hindurch angeordnet ist. Der Obturator 20 ist gleitbar und aus dem Inneren des Spülungsrohres 11 herausnehmbar. Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel verläuft der Obturator 20 durch eine Öffnung 21, wobei er die Länge des Spülungsrohres 11 verlängert. Der Obturator 20 ist dazu ausgelegt und gebaut, um das Knicken des Spülungsrohres 11 zu minimieren und/oder zu verändern, wenn es durch die Mundhöhle, die Speiseröhre 13 und in den Magen 14 hinein eingeführt wird. Vorzugsweise wird der Obturator 20 nach Beendigung des Einführens des Spülungsrohres 11 in den Magen- Darm-Trakt herausgezogen. Das Herausziehen des Obturators 20 wird bewerkstelligt, indem das Ende 20a ergriffen wird und der Obturator 20 langsam relativ zum Rohr 11 nach außen bewegt wird. Nach dem Herausnehmen des Obturators 20 steht ein Fluidverbindungsweg zur Verfügung, welcher durch die Öffnung 21 begrenzt ist und sich durch das Spülungsrohr 11 hindurch erstreckt.

Der Durchtritt von Flüssigkeiten in den und aus dem Magen 14 wird durch die Öffnung 21 bewerkstelligt. Kluge medizinische Praxis macht es oftmals erforderlich, dass die Inhaltsstoffe des Magens des Patienten abgesaugt werden, um eine Probe der Magenflüssigkeit zu erhalten, um sie auf die Anwesenheit von Blut zu untersuchen. Ferner erstreckt sich ein Führungsdraht 22 durch den Obturator 20 hindurch, um das Einführen des Spülungsrohres 11 unter Durchleuchtungskontrolle zu erleichtern. Die Verwendung von Durchleuchtungstechniken für das Durchführen eines Rohres sind den einschlägigen Fachleuten allgemein bekannt. Es versteht sich für solche einschlägigen Fachleute, dass der Obturator 20 rohrförmig, massiv und mit oder ohne einen Führungsdraht ausgeführt sein kann. Abwandlungen des Obturators 20 gegenüber dem bevorzugten Ausführungsbeispiel liegen innerhalb des Betrachts der vorliegenden Erfindung, solange sie die wesentlichen Eigenschaften liefern, die hier erforderlich sind.

Eine Ballontamponadeeinrichtung 25 ist dazu ausgelegt und hergestellt, um über das Spülungsrohr 11 zum Einsatz gebracht zu werden, um das Einbringen in den Patienten zu erleichtern. In Fig. 1 ist die Ballontamponadeeinrichtung 25 in einem nicht aufgeblasenen Zustand gezeigt, der normalerweise benutzt wird, um den Ballon in den Patienten einzuführen. Ein Schiebeteil 26 wird benutzt, um die nicht aufgeblasene Ballontamponadeeinrichtung 25 entlang der äußeren Oberfläche des Spülungsrohres 11 und in den Magen 14 vorzuschieben. Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist das Schiebeteil 26 ein im wesentlichen zylindrisches Rohr mit einer Länge von 40 cm (15,95 Zoll) und ist aus Polyvinylchlorid gebildet. Es versteht sich, dass das Schiebeteil 26 andere geometrische Formen besitzen und aus einer Vielzahl von Materialien gebildet sein kann. An einem Ende 26a des Schiebeteiles 26 ist ein Schieberohr-Steuerteil 27 angeordnet. Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel definiert der Schieberohr-Steuerteil 27 eine Schlaufe oder einen Ring, der zum Ergreifen durch den Arzt ausgestaltet ist.

Es wird auf Fig. 1a Bezug genommen, in der eine weitere Form der vorliegenden Erfindung dargestellt ist. Die in Fig. 1a dargestellte Vorrichtung ist der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung gleich, mit der Ausnahme, dass ein Fluid-Verbindungsadapter 30 bei Fig. 1a eingeführt ist. Der Fluid- Verbindungsadapter 30 ist von dem Spülungsrohr 11 abnehmbar und ermöglicht es, dass die Ballontamponadeeinrichtung 25 am Rohrende geladen werden kann, und das Spülungsrohr 11 wird sodann mit dem Adapter 30 verbunden, und das andere Ende des Adapters 30 wird mit einer äußeren Fluid- oder Saugquelle verbunden. Dieser Adapter erleichtert das Einführen von Flüssigkeit oder von deren Absaugung am Spülungsrohr 11 mittels einer äußeren Saug- oder Flüssigkeitsvorrichtung. Genauer ist der Fluid- Verbindungsadapter 30 von konischer Gestalt, um das Kuppeln zweier getrennter Röhren zu ermöglichen. Ferner ist es für normal ausgebildete Fachleute ersichtlich, dass weitere Arten von Adaptern zur Verfügung stehen, um zwei Rohre in Fluidverbindung miteinander zu kuppeln.

Es wird auf Fig. 2 Bezug genommen, wo eine perspektivische Ansicht des bevorzugten Ausführungsbeispiels der Ballontamponadeeinrichtung 25 dargestellt ist. Es wird jedoch in Betracht gezogen, dass andere aufweitbare Tamponadeeinrichtungen vorhanden sind, die über das und längs des Spülungsrohres 11 geführt werden können und beim Beherrschen innerer Blutung hilfreich sind. Die Ballontamponadeeinrichtung 25 beinhaltet ein Rohr 36, ein proximales offenes Ende 37 und ein distales offenes Endes 38. Ein aufblasbarer Speiseröhrenballon 39 ist über dem Rohr 36 angeordnet, und ein Aufblasrohr 40 ist vorgesehen, um ein unter Druck stehendes Fluidum zu leiten, um den Speiseröhrenballon 39 aufzublasen.

Drähte 41 sind am Rohr 36 angebracht und bilden im allgemeinen eine Verbindung zum Befestigen der Ballontamponadeeinrichtung 25 an einem Traktionsinstrument (nicht dargestellt). Bei einer Form der vorliegenden Erfindung erstrecken sich die Drähte 41 die Speiseröhre 13 aufwärts, wodurch sie ermöglichen, dass die Einrichtung 25 in Stellung gesichert werden kann, während das proximale offene Ende 37 des Rohres 36 innerhalb der Speiseröhre 13 positioniert ist. Ein Magenballon 42 ist über dem Rohr 36 angeordnet und so eingerichtet, dass er, wenn er im Magen 14 aufgeblasen wird, sich gegen den Mageneingang 70 anlegt, und danach wird die Ballontamponadeeinrichtung 25 mittels der Drähte 41 nach oben gezogen. Ein zweites, gesondertes Aufblasrohr 43 ist dazu vorgesehen, den Magenballon 42 aufzublasen. Die Aufblasrohre 40 und 43 sind mit einer äußeren Quelle (nicht dargestellt) für Druckfluidum verbindbar, und es versteht sich, dass andere Ballontamponaden bei der vorliegenden Erfindung benutzt werden können.

Es wird auf Fig. 3 und 4 Bezug genommen, wo die Ballontamponadeeinrichtung 25 dargestellt ist, die entlang des Spülungsrohres 11 innerhalb des oesophagal-gastrischen Systems des Patienten positioniert wird. Es ist vorzuziehen, dass die Ballontamponadeeinrichtung 25 in einem nicht aufgeblasenen Zustand zum Einsatz gebracht wird, indem die Ballontamponadeeinrichtung 25 auf dem Spülungsrohr 11 plaziert wird, das sich vom Mund 12 des Patienten erstreckt, und dass sodann das Schiebeteil 26 benutzt wird, um eine ausreichende Kraft auszuüben, um die Einrichtung 25 durch die Speiseröhre 13 hindurch in den Magen 14 zu bewegen. Das Schiebeteil 26 ist so ausgelegt, dass es um die äußere Umfangsfläche des Spülungsrohres 11 herum paßt und an die Ballontamponadeeinrichtung 25 angrenzt. Die Seite, die die Ballontamponadeeinrichtung 25 zum Einsatz bringen will, muß eine ausreichende Kraft aufbringen, um jedweden Widerstand zu überwinden, der mit der Struktur der Speiseröhre 13 verbunden ist. Nachdem die Ballontamponadeeinrichtung 25 entlang der äußeren Oberfläche des Spülungsrohres 11 verschoben ist, erreicht sie den proximalen Teil des Magens, wie in Fig. 4 dargestellt ist.

Nach Aufblasen und Positionieren des Magenballons 42 und des Speiseröhrenballons 39 fungieren sie, um eine Druckkraft auf das distale Ende der Speiseröhre 13 und das proximale Ende des Magens 14 auszuüben, um Blutung aus oesophagal-gastrischen Krampfadern zu beherrschen. Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel erstreckt sich das Spülungsrohr 11 20 cm (7,9 Zoll) innerhalb des Magens des Patienten, nachdem die Ballontamponadeeinrichtung in der Nähe des Mageneinganges 70 positioniert ist. Eine äußere Flüssigkeitsquelle 50 zur Benutzung für das Spülen des Magens 14 ist mit dem Spülungsrohr 11 verbindbar, um dem Arzt zu ermöglichen, den Magen zu spülen. Ferner ist eine Spritze oder eine andere Saugvorrichtung mit dem distalen Ende 11b des Spülungsrohres 11 verbindbar, um die Inhaltsstoffe des Magens abzusaugen. Der Durchgang des Spülungsrohres 11 erlaubt es dem Arzt, wenn es erforderlich ist, eine Probe zu erhalten und/oder den Magen zu spülen und/oder abzusaugen, vor dem, während dem und nach dem Einsatz der Ballontamponadeeinrichtung 25. Unter Bezug auf Fig. 1a ist ein Fluid-Verbindungsadapter 30 dargestellt, der dazu benutzt werden kann, um das Spülungsrohr 11 mit einem Schlauch 51 zu verbinden, der sich von der Flüssigkeitsquelle 50 erstreckt.

Unter Bezug auf Fig. 1-5 wird ein Verfahren dargestellt, um eine Ballontamponadeeinrichtung 25 über das Spülungsrohr 11 zum Einsatz zu bringen. Das Spülungsrohr 11 und das Schiebeteil 26 können durch einen Arzt, eine Krankenschwester, einen Notfallhelfer und sogar eine für das Anwenden der Ballontamponadeeinrichtung 25 trainierte Person benutzt werden. Die Flexibilität hinsichtlich des Typs von Leuten, welche die Ballontamponadeeinrichtung ohne ein Endoskop zum Einsatz bringen können, ermöglichen die Benutzung an Orten, die von Arztpraxen und medizinischen Notfallräumen entfernt sind. Daher kann die möglicherweise lebensrettende Technik der Verwendung einer Ballontamponadeeinrichtung, um Blutung zu verhindern, in Situationen angewendet werden, die zuvor nicht verfügbar waren.

Der Arzt/die Seite, die die Ballontamponadeeinrichtung 25 einzuführen wünscht, beginnt damit, das Spülungsrohr 11 in den Mund 12 des Patienten hinein, in die Speiseröhre 13 hinab und in den Magen 14 einzuführen. Die Länge des angewendeten Rohres 11 ist von dieser Seite her kontrollierbar, und das Bohr 11 wird allgemein so plaziert, dass sich etwa 60 cm (23,6 Zoll) aus dem Munde 12 des Patienten erstrecken. Die Abmessung des Rohres 11 erleichtert das in Stellung bringen des Spülungsrohres 11 durch einen Nichtarzt und präpositioniert die geeignete Länge am Rohr innerhalb des Magens 14. Ein interner Obturator 20 ist innerhalb des Spülungsrohres 11 während des Einführens in den Patienten angeordnet, um ein Knicken des Rohres 11 zu minimieren oder auszuschließen. Die Ballontamponadeeinrichtung 25 wird sodann über die äußere Oberfläche des Spülungsrohres 11, das sich an den Mund 12 des Patienten angrenzend erstreckt, aufgesetzt und wird sodann längs des Rohres 11 in den Magen 14 des Patienten hinein in Position verschoben. Das Schiebeteil 26 ist gleitbar über der äußeren Oberfläche des Rohres 11 und an die Einrichtung 25 angrenzend, um die erforderliche Kraft zu liefern, um die Ballontamponadeeinrichtung 25 an die gewünschte Stelle zu bewegen. Es versteht sich, dass das Schiebeteil 26 sich entlang des Spülungsrohres 11 bewegt.

Der Arzt/die Seite bläst, nachdem die Ballontamponadeeinrichtung 25 in das proximale Ende des Magens eingeführt ist, den Ballon 42 auf, zieht nach oben an den Drähten und bläst sodann den Ballon 39 auf. Die aufgeblasenen Ballone 39 und 42 liefern ausreichende Druckkraft, um die blutenden Speiseröhrenkrampfadern zu behandeln. Die Führungsdrähte 41 werden durch den Arzt/die Seite gezogen, um die Bewegung der Ballontamponadeeinrichtung 25 innerhalb des oesophagal-gastrischen Traktes zu steuern, falls erforderlich. Der Obturator 20 ist aus dem Rohr 11 herausnehmbar, und nach seiner Herausnahme steht die Öffnung 21 für den Durchtritt von Flüssigkeit zur Verfügung, um den Magen zu spülen und abzusaugen. Es versteht sich, dass der Obturator 20 auch vor dem Einführen der Ballontamponadeeinrichtung in den Patienten herausgenommen werden kann, um dadurch dem Arzt zu ermöglichen, eine Probe des Mageninhalts zu gewinnen oder innerhalb des Magens des Patienten zu spülen und abzusaugen, vor der Behandlung durch die Ballontamponade. Ferner kann der Arzt Proben zu jedem anderen Zeitpunkt während der medizinischen Maßnahmen aus dem Magen des Patienten gewinnen.


Anspruch[de]

1. Vorrichtung, um oesophagal-gastrische Blutung innerhalb eines Patienten zu beherrschen, welche aufweist:

ein langgestrecktes, flexibles Glied (11), von dem ein Teil in den oralgastrischen Trakt des Patienten einführbar ist;

wobei genannte Vorrichtung gekennzeichnet ist durch eine Tamponadeeinrichtung (25), die an dem genannten langgestreckten, flexiblen Glied angeordnet und entlang desselben verschiebbar ist, und

ein Schiebeteil (26), das der genannten Tamponadeeinrichtung benachbart angeordnet ist, um die genannte Tamponadeeinrichtung längs des genannten flexiblen Gliedes zu bewegen.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Tamponadeeinrichtung längs einer äußeren Oberfläche des langgestreckten, flexiblen Gliedes gleiten kann.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, bei der das langgestreckte, flexible Glied eine durchgehende Öffnung für den Fluiddurchtritt besitzt, so dass es bei der Benutzung einen Durchgang zwischen dem Mund und dem Magen bildet.

4. Vorrichtung nach irgendeinem vorausgehenden Anspruch, bei der das genannte langgestreckte, flexible Glied ein zu dem genannten Teil entgegengesetztes distales Ende aufweist und die genannte Tamponadeeinrichtung über das genannte distale Ende gleiten kann.

5. Vorrichtung nach Anspruch 3, bei der das genannte langgestreckte, flexible Glied ferner einen Obturator beinhaltet, der sich innerhalb des genannten Durchganges erstreckt, um das Knicken des genannten Rohres während der Passage des genannten Teiles innerhalb des oralgastrischen Traktes zu minimieren.

6. Vorrichtung nach irgendeinem vorausgehenden Anspruch, bei der das genannte, langgestreckte, flexible Glied ungefähr 120 cm lang ist.

7. Vorrichtung nach irgendeinem vorausgehenden Anspruch, bei der das genannte langgestreckte, flexible Glied einen Durchmesser von etwa 10,7 mm besitzt.

8. Vorrichtung nach irgendeinem vorausgehenden Anspruch, bei der das genannte Schiebeteil ein langgestrecktes Rohr ist, das einen sich durchgehend erstreckenden Durchgang aufweist, und dass das genannte Schiebeteil gleitbar zumindest um einen Teil des genannten langgestreckten, flexiblen Gliedes herum angeordnet ist.

9. Vorrichtung nach irgendeinem vorausgehenden Anspruch, bei der die Tamponadeeinrichtung eine Ballontamponade ist.

10. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der das genannte langgestreckte, flexible Glied ein proximales Ende, das innerhalb des Magens positionierbar ist, sowie ein distales Ende aufweist und die genannte Tamponade an dem genannten distalen Ende angeordnet und entlang des genannten langgestreckten, flexiblen Gliedes gegen das genannte proximale Ende hin gleiten kann.

11. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der das genannte langgestreckte, rohrförmige Glied ein innerhalb des Magens positionierbares proximales Ende aufweist und das genannte proximale Ende eine Mehrzahl von Öffnungen für den Fluidaustausch mit dem Magen des Patienten beinhaltet.







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