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Dokumentenidentifikation DE69717685T2 02.10.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 1054201
Titel Rohrschelle
Anmelder Lattice Intellectual Property Ltd., London, GB
Erfinder Pascoe, Michael, Falmouth, TR 11 5ER, GB
Vertreter Pürckhauer, R., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 57234 Wilnsdorf
DE-Aktenzeichen 69717685
Vertragsstaaten BE, DE, ES, FR, GB, IT, NL, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 26.02.1997
EP-Aktenzeichen 001131424
EP-Offenlegungsdatum 22.11.2000
EP date of grant 04.12.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.10.2003
IPC-Hauptklasse F16L 1/20
IPC-Nebenklasse F16L 1/028   F16L 1/06   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Schelle, die beim Verbinden von zwei benachbarten Rohrlängen miteinander verwendet werden soll, wobei deren benachbarte Enden sich im wesentlichen im gleichen Richtungssinn krümmen.

Zur Zeit wird beim Vorsehen neuer Versorgungseinrichtungen (insbesondere Gas und Wasser) ein Kunststoff-, gewöhnlich Polyethylenrohr als Rohrleitungsmaterial verwendet. Das Rohr wird unterirdisch in Gräben verlegt, die dann mit Erde und Ballast wieder aufgefüllt werden.

Das Rohr wird Als Coil von einer Haspel oder Trommel zugeführt, auf der das Rohr aufwickelt ist. Nachdem eine geeignete Länge von der Haspel abgewickelt worden ist, wird sie vom Coil abgeschnitten und in dem bereits ausgehobenen Graben verlegt.

Das nahe Ende des im Graben verlegten Rohres ist so angeordnet, daß es sich aus dem Graben heraus nach oben erstreckt. Das nahe Ende hat eine nach oben gerichtete Krümmung, weil das Rohr als Coil gespeichert war und auf seiner Länge eine leichte Krümmung angenommen hat.

Dann wird eine weitere Länge vom Haspel zum Verbinden mit der bereits im Graben befindlichen Länge von der Haspel abgespult. Da bei der derzeitigen Konstruktion von Haspeln die Länge von unten von der Haspel abgewickelt wird, hat das freie Ende der Länge ebenfalls eine nach oben gerichtete Krümmung, da das Rohr als Coil gespeichert war, wie erläutert. Dies macht es extrem schwierig, die benachbarten Enden der Rohrlängen miteinander zu verbinden.

Eine derzeitige Lösung besteht darin, ein kurzes gerades Stück Rohr mit jeder der anderen Längen zu verbinden, um die Auswirkung der Krümmung zu beseitigen oder zu reduzieren, und dann die geraden Längen miteinander zu verbinden. Dies ist jedoch sehr zeitraubend, weil es notwendig ist, drei Verbindungsoperationen durchzuführen.

Eine weitere Lösung besteht darin, eine Rohr-Streckmaschine einzusetzen, um die benachbarten Enden der Rohrlängen zu begradigen. Diese Maschine, die hydraulisch betätigt wird, ist jedoch nicht nur schwer und unhandlich (sie muß durch mechanische Hebezeuge angehoben werden, um sie umher zu bewegen), sondern ist auch in der Anschaffung teuer.

Die Enden der Rohrlängen können sich anfänglich in einer im wesentlichen nach oben gerichteten Richtung krümmen.

Die eine der Rohrlängen kann von einem Coil in eine Stellung gebracht werden, wo sie auf dem Boden liegt.

Vorzugsweise wird das Ende der gewickelten Rohrlänge gedreht, so daß es sich im wesentlichen nach unten krümmt.

Bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung kann das gekrümmte Ende bei Verlassen des Coils dazu gebracht werden, mit seiner Krümmung parallel zum Erdboden auf dem Boden zu liegen, wobei dann das Ende so angehoben wird, daß es sich in eine Stellung dreht, in der es im wesentlichen nach unten gekrümmt ist.

In diesem Fall kann die andere Rohrlänge mit nach oben gekrümmtem Ende in einem Graben angeordnet werden.

Die Rohrlängen bestehen zweckmäßig aus flexiblem Material, praktischerweise aus Kunststoff und vorzugsweise aus Polyethylen.

Eine zum Verbinden zweier Rohrlängen geeignete Vorrichtung ist aus US-A-4039087 bekannt. Um den Einsatz bei gekrümmten Rohren zu verbessern, ist die Erfindung auf eine Rohrschelle gerichtet, wie sie durch die Kennzeichnungsmerkmale des Patentanspruchs definiert ist.

Nach einem weiteren Aspekt der Erfindung weist eine Rohrleitung mindestens zwei gesonderte Rohrlängen auf, die an benachbarten Enden miteinander verbunden sind, wobei das vordere Ende jeder Länge, außer der Länge, die führend ist, um ihre Achse im wesentlichen um 180º gedreht worden ist.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nunmehr insbesondere mit Bezug auf die Zeichnungen beschrieben. Dabei zeigt

Fig. 1 eine Seitenansicht einer Baustelle mit der einen Rohrlänge bereits in einem Graben, und eine weitere Länge wird gerade von der Haspel abgewickelt,

Fig. 2 eine oberirdische Ansicht von Fig. 1 mit dem gekrümmten Ende der gewickelten Rohrlänge parallel zum Erdboden liegend,

Fig. 3 eine oberirdische Aussicht ähnlich der Fig. 2 mit einer Rohrschelle, die an der gewickelten Rohrlänge befestigt und mit einem Hubgerät in Form eines mechanischen Hebezeuges verbunden ist,

Fig. 4 eine Seitenansicht ähnlich Fig. 1 mit gelifteter und um 90º aus ihrer Stellung nach Fig. 2 gedrehter gewickelter Rohrlänge, so daß das Rohrende nunmehr nach unten gekrümmt ist,

Fig. 5 eine perspektivische Ansicht der geschlossenen Rohrschelle, die an einem Rohr befestigt ist,

Fig. 6 eine Endansicht der Schelle in offener Stellung zum Befestigen an einem Rohr,

Fig. 7 eine ähnliche Ansicht wie Fig. 6 mit jetzt in Position verklemmtem Rohr,

Fig. 8 eine Ansicht von Fig. 7 von der verschraubten Seite her und

Fig. 9 eine Schnittansicht der geschlossenen Schelle, wobei Segmente gezeigt sind, die für unterschiedliche Rohrdurchmesser lokalisiert sind.

Nach Fig. 1 ist ein Graben 1 ausgehoben, und in diesem ist eine erste Länge 2 von vorher aufgewickeltem Rohr von annähernd 100 Meter Länge angeordnet, wobei die Länge 2 von einem auf die Haspel oder Trommel 4, vom nahen Ende 5 des Grabens 1 beabstandet, aufgewickelten Coil 3 abgeschnitten worden ist. Die Rohrlänge 2, die aus einem geeigneten Kunststoff wie Polyethylen besteht, wird von Hand in den Graben 1 eingebracht, und ein nahes Ende 6 der Länge 2 (mit Bezug auf die Haspel 4) ragt aus dem nahen Ende 5 des Grabens mit nach oben gerichteter Krümmung heraus, um oberhalb der Bodenhöhe zu enden. Wie bereits erläutert, wird die Krümmung verursacht, weil das Rohr als Coil auf der Haspel 4 gespeichert ist.

Eine zweite Rohrlänge 7 wird von der Haspel 4 abgewickelt und hat ein Ende 8, das sich ebenfalls nach oben krümmt, aber entgegengesetzt zur ersten Länge 2, Unter normalen Bedingungen würde es entweder unmöglich oder extrem schwierig sein, die beiden Enden 6 und 8 der Längen 2 und 7 miteinander zu verbinden, und zwar wegen ihrer Krümmung, und, wie erläutert, entweder jede Länge 2 und 7 wird zunächst mit einem geraden Rohrstück verbunden, und diese geraden Stücke werden miteinander verbunden, oder die benachbarten Enden 6 und 8 der Längen 2 und 7 werden durch eine schwere, unhandliche und teure Maschine geradegerichtet und dann miteinander verbunden.

Nach Fig. 2 wird jedoch nach unserer Technik eine Länge 7 des Rohres von der Haspel 4 in ausreichendem Maße so abgewickelt, daß deren Ende 8 neben der Länge 2 liegt, und der Länge 7 gibt man dann die Möglichkeit, auf dem Boden zu liegen, wobei deren Gewicht dafür sorgt, daß sie sich um ihre Achse um, 90º dreht, so daß ihre Krümmung parallel zum Boden liegt.

Dann wird nach Fig. 3 eine Rohrschelle 10 (nachfolgend näher beschrieben) um das Ende 8 der Länge 7 geklemmt, und zwar so, daß die Verbindungsplatte 11 der Schelle 10 auf der Seite der Rohrlänge 7 positioniert ist, die dem Mittelpunkt eines gedachten Kreises entgegengesetzt ist, den das Rohrende 8 bilden würde, wenn seine Krümmung sich unendlich fortsetzen würde. Die Platte 11 wird dann durch ein Seil oder einen Strick 12 mit der Schaufel 13 eines mechanischen Baggers (nicht dargestellt) verbunden.

Schließlich wird nach Fig. 4 die Baggerschaufel angehoben, um das Ende 8 der Länge 7 so hochzuheben, daß das Rohrende 8 dazu gebracht wird, daß es sich um seine Achse um weitere 90º dreht, da die Schelle 10 selbst durch den Strick 12 gedreht wird.

Das Rohrende 8 der Länge 7 krümmt sich nun nach unten und daher in einem im wesentlichen entgegengesetzten Richtungssinn zur Aufwärtskrümmung des Endes der Länge 2. Dies ergibt die Möglichkeit, die beiden enden ganz leicht zusammenzubringen und durch eine entsprechende Technik wie Stumpfschmelzschweißen oder dgl. zu verbinden.

Nachdem die Rohrlängen 2 und 7 miteinander verbunden worden sind, werden sie durch den Bagger auf den Boden herabgelassen, und die Schelle 10 wird entfernt. Der Graben kann nun nach hinten verlängert werden, und eine weitere Rohrlänge kann von der Haspel abgewickelt, abgeschnitten und im Graben verlegt werden, bevor sie mit einer weiteren Rohrlänge verbunden wird usw., bis eine Rohrleitung mit etlichen Längen verlegt worden ist.

Nach den Fig. 5 bis 9 ist die Rohrschelle 10 zylindrisch ausgebildet und weist zwei halbrunde Klemmbacken 13 und 14, die um den Umfang einer Rohrlänge 7 herum zusammengebracht werden können und die auf der einen Seite durch ein Scharnier 15 miteinander verbunden sind, ein Paar Schrauben- und Mutter- Baugruppen 16 und 17 auf der anderen Seite zum lösbaren Befestigen der Klemmbacken 13 und 14 miteinander und Mittel in Form einer Platte 18 zum lösbaren Verbinden der Schelle mit einem Hubgerät auf, wodurch bei Gebrauch die Schelle angehoben und herabgelassen werden kann, um die Rohrlänge anzuheben und herabzulassen.

Jede Klemmbacke 13 und 14 hat ein entsprechendes Paar von Kragenbauteilen 19, 20 und 21 und 22, die in der Nähe der angrenzenden Seiten 23 und 24 der Klemmbacken 13 und 14 angeordnet sind. Das eine Kragenbauteil von der einen Klemmbacke entspricht dem Kragenbauteil der anderen Klemmbacke, um den Durchgang der Gewindeschäfte 25 und 26 von jeweiligen Schrauben 27 und 28 der Baugruppen 16 und 17 zu ermöglichen, wenn die Klemmbacken geschlossen werden.

Nachdem das Rohr in einer der Klemmbacken lokalisiert worden ist (siehe Fig. 6), wenn sich die Schelle in Offenstellung befindet, werden die Klemmbacken geschlossen, und die Schraubenschäfte 25 und 26 werden in die Kragen eingesetzt. Entsprechende Kragenbauteile 19 und 21 und 20 und 22 werden dann gegeneinander gedrückt, damit die Klemmbacken 13 und 14 auf dem Rohr zusammengebracht werden, und zu diesem Zweck werden Muttern 29 und 30 auf die entsprechenden Schraubenschäfte 25 und 26 aufgeschraubt und gegen ihren entsprechenden Kragen 21 und 22 festgezogen, um die Klemmbacken in Position auf dem Rohr zu verriegeln.

An die oberste Klemmbacke 13 der Schelle 10 ist (bei diesem Ausführungsbeispiel) eine Platte 18 angeschweißt, die in der Mitte zwischen den Seiten der Klemmbacke 13 angeordnet ist und eine Öse 29 aufweist, mit der die Platte 18 mit der Schaufel eines mechanischen Baggers verbunden werden kann, um die Schelle und dadurch das Rohr anzuheben.

Nach Fig. 9 kann, um Rohre unterschiedlicher Durchmesser klemmen zu können, die Schelle mit Innenringen ausgestattet werden, um den Aufnahmedurchmesser, der durch die Klemmbacken gebildet wird, zu reduzieren.

Wie dargestellt, sind Paare von identischen Ringen 30 und 31, 32 und 33, 34 und 35 vorhanden. Der Ring eines jeden Paares ist bei Gebrauch an jedem Ende des so gebildeten Zylinders angeordnet, wenn sich die Schelle in Geschlossenstellung befindet. Jeder Ring wird durch eine Schraube 36 in Position gehalten, die jeden Ring über eine Öffnung mit der unteren Klemmbacke 14 verbindet.

In Fig. 9 sind alle Ringe in einer solchen Position angeordnet, daß ein Rohr mit kleinerem geeigneten Durchmesser geklemmt werden kann. Eine Wegnahme der Ringe 30 und 31 ermöglicht das Klemmen eines Rohres vom nächstgeeigneten größeren Durchmesser. Eine Wegnahme der Ringe 32 und 33 ermöglicht das Klemmen eines noch größeren Rohres. Schließlich bringt die Wegnahme der Ringe 34 und 35 die Position der vorherigen. Figuren zurück. Offensichtlich sind kürzere Schrauben notwendig, um die übrigen Ringe bei Wegnahme der anderen zu sichern.


Anspruch[de]

1. Zylindrische Rohrschelle (10) mit zwei gelenkig miteinander verbundenen halbrunden Bauteilen (13, 14), die um den Umfang einer Rohrlänge (7) zusammengebracht werden können, sowie mit Mitteln zum lösbaren Befestigen der Bauteile aneinander, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel (18) an einem der Bauteile zum lösbaren Verbinden der Schelle (10) mit einem Hubgerät vorgesehen sind, wodurch bei Gebrauch die Schelle (10) angehoben und abgesenkt werden kann, um die Rohrlänge (7) anzuheben und herabzulassen, und daß Innenringe (31, 32, 33, 34) vorgesehen sind, um den Durchmesser der durch die beiden gelenkig miteinander verbundenen halbrunden Bauteilen (13, 14) gebildeten Ausnahmeöffnung zu reduzieren und den Bauteilen die Möglichkeit zu geben, Rohre (7) mit unterschiedlichen Außendurchmessern zu verklemmen.

2. Schelle nach Anspruch 1, bei der die Mittel zum lösbaren Verbinden der Schelle mit einem Hubgerät aus einer Platte (18) mit einer Öse (19) bestehen, durch welche die Schelle (10) bei Gebrauch mittels eines Stricks am Hubgerät lösbar befestigt werden kann.







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