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Dokumentenidentifikation DE69718027T2 02.10.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0930823
Titel VERFAHREN ZUR BEKÄMPFUNG VON UNKRÄUTERN
Anmelder Syngenta Participations AG, Basel, CH
Erfinder LEE, Bruce, D-79189 Bad Krozingen, DE;
ZOSCHKE, Andreas, D-79576 Weil am Rhein, DE;
LUTZ, Peter, Hans, CH-4051 Basel, CH
Vertreter Vossius & Partner, 81675 München
DE-Aktenzeichen 69718027
Vertragsstaaten CH, DE, FR, IT, LI
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 03.09.1997
EP-Aktenzeichen 979401569
WO-Anmeldetag 03.09.1997
PCT-Aktenzeichen PCT/EP97/04795
WO-Veröffentlichungsnummer 0098009525
WO-Veröffentlichungsdatum 12.03.1998
EP-Offenlegungsdatum 28.07.1999
EP date of grant 18.12.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.10.2003
IPC-Hauptklasse A01N 57/20

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein neues Verfahren zur Bekämpfung von Unkraut in Kulturen von Nutzpflanzen, z. B in der Kultivierung von Mais, Soja, Baumwolle, Raps, Rüben und Zuckerrohr, die gegenüber Phospho-Herbiziden resistent sind.

Die Phospho-Herbizide Glufosinat und Glyphosat sind zum Beispiel in "The Pesticide Manual, zehnte Auflage, 1994, Crop Protection Publications, BCPC" beschrieben. Zusätzlich sind die folgenden Herbizide gleichermaßen bekannt: Prosulfuron, Primisulfuron, Dicamba, Pyridat, Dimethenamid, Metolachlor, Fluometuron, Propaquizafop, Atrazin, Ametryn, Terbutylazin, Simazin, Clodinafop, Norflurazon, sowie Prometryn. Das S-Enantiomer von Metolachlor ist aus US 5,002,606 bekannt; das S-Enantiomer von Dimethenamid aus US 5,457,985. Der Metabolit NOA-402989 ist aus der Zeitschrift für Pflanzenkrankheiten und Pflanzenschutz, Sonderheft X, 355-360 (1984) als 3-Phenyl-4-hydroxy-6-chlorpyridazin bekannt. Die Verbindung der Formel

ist zum Beispiel in US 4,671,819 beschrieben; US 5,183,492 offenbart die Verbindung der Formel

und die Verbindung der Formel

ist aus EP-A-496 701 bekannt.

Es wurde jetzt überraschenderweise gefunden, dass eine quantitativ variable Kombination von Phospho-Herbiziden, ausgewählt aus Glufosinat und Glyphosat mit mindestens einem der vorstehend aufgelisteten anderen Herbizide, einen synergistischen Effekt zeigt, der fähig ist, den Großteil des Unkrauts, das bevorzugt in Kulturen von Nutzpflanzen auftritt, die gegenüber Glufosinat oder Glyphosat resistent sind, sowohl vor dem Auflaufen als auch nach dem Auflaufen ohne wesentlichen Schaden der Nutzpflanzen zu bekämpfen.

Deshalb wird gemäß der vorliegenden Erfindung ein neues Verfahren zur Bekämpfung von Unkraut in der Kultivierung von Nutzpflanzen vorgeschlagen, die gegenüber Phospho- Herbiziden resistent sind, wobei das Verfahren dadurch gekennzeichnet ist, dass eine herbizid wirkende Menge einer Zusammensetzung, die, zusätzlich zu den üblichen inerten Formulierungshilfsstoffen, ein Phospho-Herbizid, ausgewählt aus Glufosinat und Glyphosat, und eine synergisfische Menge von mindestens einem weiteren Herbizid, ausgewählt aus Prosulfuxon, Primisulfuron, Dicamba, Pyridat, Dimethenamid und dessen S-Enantiomer, Metolachlor und dessen S-Enantiomer, Fluometuron, Propaquizafop, Atrazin, Clodinafop, Norflurazon, Ametryn, Terbutylazin, Simazin, Prometryn, NOA-402989, sowie den Verbindungen der Formeln

enthält, auf die Kulturpflanze oder ihren Standort einwirken kann, mit der Maßgabe, dass Zusammensetzungen, die Glufosinat und Metolachlor, Glufosinat und Atrazin, Glufosinat und Metolachlor und Atrazin, sowie Glufosinat und Atrazin und Dicamba enthalten, nicht bei Glufosinat-resistentem Mais verwendet werden und ferner dass Zusammensetzungen, die Glyphosat und Atrazin enthalten, nicht bei Glyphosat resistentem Mais verwendet werden und Zusammensetzungen, die Glyphosat und Metolachlor oder Glyphosat und Dimethenamid enthalten, nicht bei Glyphosat resistentem Soja verwendet werden.

Es ist höchst überraschend, dass die Kombination eines Phospho-Herbizids, wie Glufosinat oder Glyphosat, mit mindestens einem der vorstehend erwähnten weiteren Herbizide den zusätzlich Effekt, der erwartet wird, auf das Unkraut, das bekämpft werden sollen, im Prinzip übertrifft und infolgedessen die Grenzen der Aktivität der beiden Wirkstoffe insbesondere in zweierlei Hinsicht ausweitet.

Einerseits werden die Anwendungsmengen der einzelnen angewendeten Zusammensetzungen verringert, während ein guter Wert der Aktivität erhalten bleibt. Andererseits erreicht die Zusammensetzung, die gemäß der Erfindung verwendet wird, noch eine hohe Rate bei der Bekämpfung von Unkraut, wo die einzelnen Substanzen in geringen Anwendungsmengen nicht länger agronomisch nützlich sind. Die Konsequenz dessen ist eine beachtliche Erweiterung des Unkrautspektrums und eine zusätzliche Steigerung in der Selektivität gegenüber den Kulturen von Nutzpflanzen, die notwendig und im Falle einer ungewollten Überdosierung des Wirkstoffes gewünscht ist. Zusätzlich erlaubt die erfindungsgemäße Zusammensetzung eine höhere Flexibilität der anschließenden Kultivierungen, während die ausgezeichnete Bekämpfung von Unkraut bei den Nutzpflanzen erhalten bleibt.

Das Herbizidgemisch, das gemäß der Erfindung verwendet wird, kann auf Glufosinat- oder Glyphosat-resistenten Nutzpflanzen, insbesondere Mais, Baumwolle, Raps, Zuckerrübe, Zuckerrohr und Soja gegen eine große Anzahl agronomisch wichtiger Unkrautarten, wie Stellaria, Nasturtium, Agrostis, Digitaria, Avena, Setaria, Sinapis, Lolium, Solanum, Phaseolus, Echinochloa, Scirpus, Monochoria, Sagittaria, Bromus, Alopecurus, Sorghum halepense, Rottboellia, Cyperus, Abutilon, Sida, Xanthium, Amaranthus, Chenopodium, Ipomoea, Chrysanthemum, Galium, Viola und Veronica angewendet werden. Es kann auch für nicht selektive Bekämpfung von Unkraut verwendet werden und für alle Anwendungsverfahren, die in der Landwirtschaft üblich sind, z. B. Anwendung vor dem Auflaufen, Anwendung nach dem Auflaufen und Desinfektion von Saatgut.

Kulturen von Nutzpflanzen, die gegenüber dem Herbizid Glufosinat oder Glyphosat tolerant sind, werden bevorzugt mit Unterstützung biotechnologischer Verfahren hergestellt. Die Unterstützung von biotechnologischen Verfahren kann auf die Verwendung von zellbiologischen Auswahlverfahren beschränkt sein, die in solchen Fällen bevorzugt an Zell- oder Calluskulturen durchgeführt werden, die zur Regeneration in der Lage sind, um letztlich Glufosinat- oder Glyphosat-tolerante Pflanzen zu entwickeln. Jedoch kann, seit präzise Erkenntnisse über den Mechanismus der Wirkungsweise dieser Herbizide erhältlich sind, auch die Gentechnologie genützt werden.

Resistenz gegenüber Glufosinat kann hauptsächlich durch zwei verschiedene experimentelle Ansätze erreicht werden. Einerseits kann der Wirkungsort des Herbizids, der im Falle von Glufosinat das Enzym Glutaminsynthetase ist, als Angriffspunkt für die Entwicklung einer Resistenz ausgewählt werden. Andererseits kann die herbizid wirkende Substanz selbst als Ausgangspunkt für die Entwicklung einer Resistenz dienen. Zum Beispiel kann eine Glufosinat- Toleranz durch die transgene Expression eines Enzyms, das Glufosinat in eine physiologisch unwirksame Form umwandelt, bewirkt werden.

Der erste Ansatz macht von der Kenntnis des Wirkungsortes oder des Angriffspunkts von Glufosinat Gebrauch, nämlich dem Enzym Glutaminsynthetase. Die gewünschte Toleranz kann infolgedessen durch Überexpression des Enzyms in Pflanzen oder bevorzugt durch transgene Expression von Varianten des Enzyms bewirkt werden, die gegenüber der Wirkung von Glufosinat tolerant sind.

Glufosinat-tolerante Pflanzen werden infolgedessen z. B. durch Amplifikation des Wirkungsortes des Herbizids in der Pflanze hergestellt. Eine derartige Gen-Amplifikation wird zum Beispiel erreicht, indem man die Pflanzenzellkulturen einem Selektionsdruck aussetzt und ferner die auf diese Weise erhaltenen resistenten Varianten oder Stämme kultiviert und diese in ganzen Pflanzen regeneriert. Die resistenten Zellstämme können auch mit einer geeigneten Rezeptor-Zelllinie in der Art einer Protoplasten-Fusion fusioniert sein und können in ganzen Pflanzen regeneriert werden. In einer anderen Ausführungsform kann die gewünschte Gen- Amplifikation auch mit Hilfe der Gentechnologie erreicht werden, wobei die Anzahl der Wildtyp-Gene in dem Pflanzengenom sensitiver Pflanzen durch Insertion weiterer Wildtyp-Gen- Replikationen erhöht ist. Die Quelle der Wildtyp-Gene, die das Enzym Glutaminsynthetase kodieren, können sowohl Prokaryonten und insbesondere Eukaryonten sein. Die Eukaryonten werden insbesondere durch pflanzliche Quellen repräsentiert, z. B. verschiedene Arten der Kartoffel (Solanum tuberosum), Tomaten (Lycopersicon esculentum), Pfeffer (Capsicum annuum), Tabak (Nicotiana tabacum), Kohlarten, insbesondere Brassica napus, verschiedene Leguminosen z. B. Luzerne (Medicago sativa), Klee (Trifolium sp.), Soja (Glycine max), verschiedene Arten von Bohnen (Phaseolus sp., Vici sp., Vigna sp.), Erbsen (Pisum sativum), verschiedene Wurzelgemüse, z. B. Beta vulgaris, Karotten (Daucus carota), Süßkartoffeln (Ipomoea batatus) sowie anderer, zum Beispiel Arabidopsis thaliana.

Glufosinat-tolerante Pflanzen können auch durch Insertion von Genen, die ein mutiertes Glutaminsynthetase-Enzym kodieren, hergestellt werden, das gegenüber der hemmenden Wirkung des Glufosinats resistent ist.

Wie im Falle der vorstehend erwähnten Wildtyp-Gene werden diese in speziell für Pflanzen entwickelte Expressionskassetten geklont und werden in die gewünschte Wirtspflanze transformiert. Passende Expressions-Signale (insbesondere Promotor- und Terminierungssignale, sowie Signal- und Enhancer-Sequenzen), die von der Pflanzenzelle erkannt werden und die zu einer effektiven Expression des entsprechenden Genprodukts in der transformierten Pflanze führen und die innerhalb der Expressionskassetten benützt werden können, sind dem Fachmann bestens bekannt.

Die Verfahren zur Herstellung derartiger Glufosinat-toleranter Pflanzen sind im Detail in den internationalen Anmeldungen mit den Publikationsnummern WO 86/02097 und WO 87/05627 beschrieben und eine Bezugnahme darauf ist in der vorliegenden Anmeldung eingeschlossen.

Die so hergestellten rekombinanten DNA-Moleküle können mittels verschiedener Transformations-Verfahren, die dem Fachmann bekannt sind, in die Pflanze eingefügt und dort zur Expression gebracht werden. Dem Fachmann ist aber bewusst, dass die Wahl eines geeigneten Verfahrens insbesondere von der passend ausgewählten Art der Pflanze abhängig ist. Geeignete Transformations-Verfahren schließen zum Beispiel Mikroinjektion (Crossway et al., Bio Techniques 4: 320-334 (1986)). Elehtroporation (Riggs et al., Nroc. Natl. Acad. Sci. USA 83: 5602-5606 (1986)), Agrobacterium-vermittelte Transformation (Hinchee et al., Biotechnology 6: 915-921 (1988)), direkte Gentransfer-Verfahren (Paszkowski et al., EMBO J. 3: 2717-2722 (1984)), sowie ballistische Verfahren unter Verwendung von Mikro-Projektilen ("ballistic paticle acceleration") [siehe zum Beispiel Sanford et al., U.S. Patent 4,945,050; und McCabe et al., Biotechnology 6: 923-926 (1988)] ein.

Ein besonders bevorzugtes Verfahren zur Insertion rekombinanter DNA-Moleküle in Mais- Pflanzen ist in der internationalen Anmeldungen mit der Publikationsnummer WO 93/07278 und EP-A 0 292 435 beschrieben und eine Bezugnahme darauf ist in der vorliegenden Anmeldung eingeschlossen.

Wie bereits erwähnt, können Glufosinat-tolerante Pflanzen auch hergestellt werden, indem man auf die herbizid wirkende Verbindung als solche abzielt und sie inaktiviert. Infolgedessen können Gene zum Beispiel aus den Streptomycetes-Stämmen S. hygrocopicus und S. viridochromogenes isoliert werden, die für Bialaphos- oder Phosphinotricin(= Glufosinat)- Resistenz ausgewählt wurden und diese Gene kodieren ein Enzym, das die freie NH&sub2;-Gruppe des Glufosinats acetyliert und es infolgedessen in eine nicht herbizidwirkende Verbindung umwandelt. Die transgene Expression dieser Phosphinotricin-Acetyl-Transferase-Gene in Nutzpflanzen ist in der Lage die Sperrung des Stickstoff-Metabolismus in der Pflanze durch das Glufosinat aufzuheben und führt zu einer Glufosinat-Toleranz der Pflanzen.

Die Wirksamkeit der Expression der rekombinanten DNA-Moleküle bakteriellen Ursprungs in Pflanzen kann durch die Produktion synthetischer Gene gesteuert werden. Zum Beispiel besitzen die Gene von Streptomycetes normalerweise einen sehr hohen G/C-Anteil von bis zu 70%, der auf die übliche Menge für Pflanzengene von etwa 50% durch Resynthese des Gens vermindert werden kann, während die übliche Codon-Nutzung der Pflanzen berücksichtigt wird.

Die Wirksamkeit der Expression kann normalerweise durch Optimierung der Codon-Nutzung dadurch weiter erhöht werden, dass nur solche Codons, die am stärksten in der passenden Empfängerpflanze, zum Beispiel Mais, bevorzugt sind, für die Gen-Resynthese verwendet werden. Weitere Details in Bezug auf die Konstruktion synthetischer Gene, die für die Expression in Mais optimiert wurden, können zum Beispiel in der internationalen Anmeldungen mit der Publikationsnummer WO 93/07278 gefunden werden.

Die Glufosinat-toleranten Pflanzen, die auf diesem Weg erhalten werden können, können dann vermehrt werden, d. h. mit Hilfe von üblichen Kultivierungsverfahren produziert werden, wobei die Glufosinat-Toleranz auf nachfolgenden Generationen durch Transmission weitergegeben wird.

Die Verfahren zur Herstellung derartiger Glufosinat-toleranter Pflanzen sind im Detail in den Europäischen Anmeldungen mit den Publikationsnummern EP-A 242 236, EP-A 242 246, EP-A 257 542 und EP-A 275 957 beschrieben und eine Bezugnahme darauf ist in der vorliegenden Anmeldung eingeschlossen.

Glyphosat resistente Pflanzen können auf ähnliche Weise hergestellt werden, wobei ein Gen verwendet wird, dass eine Glyphosat-tolerante EPSP-Synthase kodiert, wie in EP-A-115 673 und EP-A-409 815 beschrieben.

Unter dem Ausdruck Pflanzen oder Kulturen von Nutzpflanzen, die gegenüber dem Herbizid Glufosinat oder Glyphosat resistent sind, wie er in der vorliegenden Anmeldung verwendet wird, werden auch Pflanzen und Kulturen von Nutzpflanzen verstanden, die gegenüber solchen Herbiziden resistent sind, die in der Pflanze oder in den Kulturen der Nutzpflanze zu Glufosinat, wie es zum Beispiel der Fall ist, wenn Bilanafos verwendet wird, oder zu Glyphosat metabolisiert werden.

Mais, der gegenüber Glufosinat resistent ist, wurde mit einem Tankgemisch behandelt, das Glufosinat und Atrazin gemäß Res. Rep. North Cent. Weed Sci. Soc., 51, 169-170, 1994 enthielt. Weitere Tankgemische zur Verwendung an Glufosinat-resistentem Mais sind in Res. Rep. Expert Comm. Weeds East Can., 1, 242-243, 1995 und Res. Rep. Expert Comm. Weeds East Can., 1 205-206, 1995 beschrieben. Die Behandlung von Glyphosat-resistentem Mais oder Glyphosatresistentem Soja mit Gemischen von Glyphosat und Atrazin, Metolachlor oder Dimethenamid ist in Abstr. Meet. Weed Sci. Soc. Am. 37, 87, 1997, Res. Rep. North Cent. Weed Sci. Soc., 52, 426-427, 1995 und Res. Rep. North Cent. Weed Sci. Soc., 52, 266-267,1995 beschrieben.

Die Wirkstoffkombination, die gemäß der Erfindung verwendet wird, enthält Glufosinat oder Glyphosat und mindestens eines der anderen Herbizide in jedem Verhältnis des Gemischs, normalerweise mit einem Überschuss einer Komponente gegenüber der anderen. Bevorzugte Verhältnisse zwischen Glufosinat oder Glyphosat und den Komponenten in dem Gemisch liegen zwischen 1 : 100 und 1 : 0,001.

Ein bevorzugtes erfindungsgemäßes Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass die herbizid wirkende Menge einer Verbindung, die, zusätzlich zu den üblichen inerten Formulierungshilfsstoffen, Glufosinat und eine synergistische Menge von mindestens einem weiteren Herbizid ausgewählt aus Prosulfuron, Primisulfuron, Dicamba, Pyridat, Dimethenamid, Metolachlor und dessen S-Enantiomer, Fluometuron, Propaquizafop, Atrazin, Ametryn, Terbutylazin, Simazin, Prometryn, sowie den Verbindungen der Formeln

enthält, auf die Kulturpflanze oder ihren Standort einwirken kann.

Gemische, die sich als besonders wirksam herausgestellt haben, wenn es sich bei der Nutzpflanzenkultur um Mais handelt, der gegenüber Glufosinat und/oder Glyphosat resistent ist sind Kombinationen von Glufosinat oder Glyphosat mit einer synergistischen Menge von mindestens einem weiteren Herbizid ausgewählt aus Prosulfuron, Primisulfuron, Dicamba, Pyridat, Dimethenamid sowie dessen S-Enantiomer, Metolachlor sowie dessen S-Enantiomer, Atrazin, NOA-402989, Ametryn, Terbutylazin, Simazin, Prometryn, sowie den Verbindungen der Formeln

und insbesondere

oder Kombinationen von Glufosinat mit einer synergistischen Menge von mindestens einem weiteren Herbizid ausgewählt aus Prosulfuron, Primisulfuron, Dicamba, Pyridat, Dimethenamid, Metolachlor sowie dessen S-Enantiomer, Atrazin, Ametryn, Terbutylazin, Simazin, Prometryn, sowie den Verbindungen der Formeln

Wenn die Nutzpflanzenkultur sich auf Soja bezieht, das gegenüber Glufosinat und/oder Glyphosat resistent ist, ist es bevorzugt eine Zusammensetzung zu verwenden, die Glufosinat oder Glyphosat und eine synergistische Menge von mindestens einem weiteren Herbizid ausgewählt aus Metolachlor sowie dessen S-Enantiomer und den Verbindungen der Formel

und insbesondere

enthält, oder eine Zusammensetzung, die Glufosinat und mindestens ein weiteres Herbizid ausgewählt aus Metolachlor sowie dessen S-Enantiomer und den Verbindungen der Formeln

enthält.

In Baumwoll-Kulturen, die gegenüber Glufosinat und/oder Glyphosat resistent sind, wird eine Zusammensetzung bevorzugt benützt, die Glufosinat oder Glyphosat und eine synergistische Menge von Fluometuron enthält, oder die Glufosinat und eine synergistische Menge von Fluometuron enthält.

In Raps- oder Rübenkulturen, die gegenüber Glufosinat und/oder Glyphosat resistent sind, wird eine Zusammensetzung bevorzugt ausgewählt, die Glufosinat oder Glyphosat und eine synergistische Menge von Propaquizafop enthält, oder die Glufosinat und eine synergistische Menge von Propaquizafop enthält.

Wenn die Nutzpflanzenkultur Zuckerrohr betrifft, dass gegenüber Glufosinat und/oder Glyphosat resistent ist, ist es bevorzugt eine Zusammensetzung zu verwenden, die Glufosinat oder Glyphosat und eine synergistische Menge von Ametryn enthält, oder eine Zusammensetzung, die Glufosinat und eine synergistische Menge von Ametryn enthält.

Die verwendete Menge kann innerhalb eines breiten Bereichs variieren und ist abhängig von der Natur des Bodens, dem Typ der Anwendung (vor oder nach dem Auflaufen; Saatgut- Desinfektion; Verwendung in der Aussaat; Anwendung in Bereichen die nicht den Ackerbau betreffen, etc.), der kultivierten Pflanze, dem Unkraut, das bekämpft werden soll, den vorherrschenden klimatischen Bedingungen und anderen Faktoren, die durch die Art der Anwendung, durch die Zeit der Anwendung und durch die Zielkultur bestimmt ist. Im Allgemeinen kann das Wirkstoffgemisch, das gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet wird, in einer Anwendungsrate von 0,3 bis 4,0 kg Wirkstoffgemisch pro Hektar verwendet werden.

In der gemäß der Erfindung verwendeten Zusammensetzung liegt das Glufosinat oder Glyphosat bevorzugt in einem Gewichtsverhältnis von 1 : 10 bis 1000 : 1 in Bezug auf das das andere Herbizid (die anderen Herbizide) vor.

Die Herbizid-Zusammensetzungen, die, zusätzlich zu den üblichen inerten Formulierungshilfsstoffen, Glufosinat und eine synergistische Menge von mindestens einem weiteren Herbizid ausgewählt aus Prosulfuron, Primisulfuron, Pyridat, Dimethenamid und dessen S-Enantiomer, dem S-Enantiomer von Metolachlor, Fluometuron, Propaquizafop, Clodinafop, Norflurazon, Ametryn, Terbutylazin, Simazin, Prometryn, NOA-402989, sowie den Verbindungen der Formeln

enthalten, sowie die Herbizid-Zusammensetzungen, die, zusätzlich zu den üblichen inerten Formulierungshilfsstoffen, Glyphosat und eine synergistische Menge von mindestens einem weiteren Herbizid ausgewählt aus Prosulfuron, Primisulfuron, Dicamba, Pyridat, dem S- Enantiomer von Dimethenamid, dem S-Enantiomer von Metolachlor, Fluometuron, Propaquizafop, Clodinafop, Norflurazon, Ametryn, Prometryn, NOA-402989 sowie den Verbindungen der Formeln

enthalten, sind neu und bilden einen weiteren Gegenstand der vorliegenden Erfindung.

Sowohl Glufosinat und/oder Glyphosat als auch die anderen Herbiziden können in unveränderter Form verwendet werden, d. h. so wie sie während der Synthese auftreten, jedoch werden sie bevorzugt auf übliche Weise mit den Hilfsstoffen, die in der Formulierungstechnologien gebräuchlich sind, wie Lösemitteln, festen Trägern oder oberflächenaktiven Mitteln weiterverarbeitet, z. B. in emulgierbare Konzentrate, Lösungen, die direkt sprühbar oder verdünnbar sind, Sprühpulver, lösliche Pulver, Streuzusammensetzungen, Granula oder Microkapseln. Die Aufbringungsverfahren wie Sprühen, Atomisieren, Zerstäuben, Besprenkeln, Verstreuen oder Begießen werden gemäß den angestrebten Zielen und den gegebenen Bedingungen in der gleichen Weise wie für den Typ der Zusammensetzung ausgewählt.

Die Formulierungen, d. h. die Zusammensetzungen, Präparationen oder Zusammensetzungen, die den Wirkstoff Glufosinat oder Glyphosat und die anderen Herbizide sowie gegebenenfalls einen oder mehrere feste oder flüssige Formulierungshilfsstoffe enthalten, werden auf eine Weise hergestellt, die an sich bekannt ist, z. B. durch inniges Vermischen und/oder Vermahlen der Wirkstoffe mit den Formulierungshilfsstoffen, wie Lösemitteln oder festen Trägern. Zusätzlich können oberflächenaktive Verbindungen (Tenside) bei der Herstellung der Formulierungen verwendet werden.

Die in Frage kommenden Lösemittel können sein: aromatische Kohlenwasserstoffe, bevorzugt C&sub6;- bis C&sub1;&sub2;-Fraktionen, wie Xylol-Gemische oder substituierte Naphthalene, Phthalsäureester, wie Dibutyl- oder Dioctylphthalat, aliphatische Kohlenwasserstoffe wie Cyclohexan oder Paraffine, Alkohole und Glykole, sowie die Ether und Ester davon, wie Ethanol, Ethylenglykol, Ethylenglykolmonomethyl- oder Ethylenglykolmonoethylether, Ketone wie Cyclohexanon, stark polare Lösemittel wie N-Methyl-2-pyrrolidon, Dimethylsulfoxid oder N,N-Dimethylformamid, sowie gegebenenfalls epoxidierte Pflanzenöle wie epoxidiertes Kokosnußöl oder Sojabohnenöl; oder Wasser.

Die benützten festen Träger, z. B. für Streuzusammensetzungen und dispergierbare Pulver sind normalerweise Mineralpulver, wie Calcit, Talk, Kaolin, Montmorillonit oder Palygorski Erde. Um die physikalischen Eigenschaften der Formulierung zu verbessern, können auch hochdisperse Kieselsäure oder hochdisperse Absorptions-Polymerisate zugesetzt werden. Die benützten körnigen, adsorptiven Granula-Träger können porösen Typs sein, wie Bimsstein, Ziegelbruchstücke, Sepiolit oder Bentonit, und die nicht absorbierenden Trägermaterialien sind z. B. Calcit oder Sand. Darüber hinaus können auch eine Reihe von vorgranulierten Materialien von anorganischer oder organischer Natur verwendet werden, insbesondere Dolomit oder pulverisierte Pflanzenrückstände.

Abhängig vom Typ des zu formulierenden Wirkstoffs können die oberflächenaktiven Verbindungen nichtionische, kationische und/oder anionische Tenside und Tensidgemische mit guten emulgierenden, dispergierenden und benetzenden Eigenschaften sein.

Passende anionische Tenside können sowohl so genannte wasserlösliche Seifen als wasserlösliche synthetische oberflächenaktive Verbindungen sein.

Seifen, die erwähnt werden können, sind Alkalisalze, Erdalkalisalze oder gegebenenfalls substituierte Ammoniumssalze höherer Fettsäuren (C&sub1;&sub0;-C&sub2;&sub2;), z. B. die Na- oder K-Salze der Ölsäure oder Stearinsäure, oder von natürlichen Fettsäuregemischen, die z. B. aus Kokosnußöl oder Talgöl erhalten werden können. Darüber hinaus können die Fettsäure-Methyl-Taurinsalze ebenfalls erwähnt werden.

Häufiger jedoch werden so genannte synthetische Tenside verwendet, insbesondere Fettalkoholsulfonate, Fettalkoholsulfate, sulfonierte Benzimidazol-Derivate oder Alkylarylsulfonate.

Die Fettalkoholsulfonate oder Sulfate liegen normalerweise als Alkalisalze, Erdalkalisalze oder gegebenenfalls als substituierte Ammoniumssalze vor und besitzen einen Alkylrest mit 8 bis 22 C-Atomen, wobei der Alkylrest auch die Alkyl-Einheit des Acylrests einschließt, z. B. das Na- oder Ca-Salz der Ligninsulfonsäure, der Dodecylschwefelsäureester oder von einem Fettalkoholsulfat-Gemisch, hergestellt aus natürlichen Fettsäuren. Dies schließt auch die Salze der Schwefelsäureester und der Sulfonsäuren von Fettalkohol/Ethylenoxid-Addukten ein. Die sulfonierten Benzimidazol-Derivate enthalten vorzugsweise 2 Sulfonsäure-Gruppen und einen Fettsäurenrest mit 8-22 Kohlenstoffatomen. Alkylarylsulfonate sind z. B. die Na-, Ca- oder Triethanolamin-Salze der Dodecylbenzolsulfonsäure, der Dibutylnaphthalinsulfonsäure oder von einem Naphthalinsulfonsäure/Formaldehyd-Kondensationsprodukt.

Die entsprechenden Phosphate, wie die Salze der Phosphorsäureester eines p-Nonylphenol-(4- 14)-ethylenoxid-Addukts oder der Phospholipide können ebenfalls in Betracht gezogen werden.

Die nichtionischen Tenside können vor allem Polyglykolether-Derivate von aliphatischen oder cycloaliphatischen Alkoholen, gesättigten oder ungesättigten Fettsäuren und Alkylphenolen sein, die 3 bis 30 Glykolether-Gruppen und 8 bis 20 Kohlenstoffatome in dem (aliphatischen) Kohlenwasserstoffrest und 6 bis 18 Kohlenstoffatome in dem Alkylrest des Alkylphenols enthalten können.

Weitere passende nichtionische Tenside sind wasserlösliche Polyethylenoxid-Addukte aus Polypropylenglykol, Ethylendiaminopolypropylenglykol und Alkylpolypropylenglykol, die 20 bis 250 Ethylenglykolether-Gruppen und 10 bis 100 Propylenglykolether-Gruppen enthalten, mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen in der Alkylkette. Die Verbindungen enthalten normalerweise 1 bis 5 Ethylenglykol-Einheiten pro Propylenglykol-Einheit.

Beispiele nichtionischer Tenside, die erwähnt werden können, sind Nonylphenolpolyethoxyethanole, Rizinusöl-Polyglykolether, Polypropylen-Polyethylenoxid- Addukte, Tributylphenoxypolyethoxyethanol, Polyethylenglykol und Octylphenoxypolyethoxyethanol.

Fettsäureester des Polyoxyethylensorbitans, wie Polyoxyethylensorbitantrioleat können ebenfalls in Betracht gezogen werden.

Die in Frage kommenden kationischen Tenside sind insbesondere quartäre Ammoniumssalze, die als die N-Substituenten mindestens einen Alkylrest mit 8 bis 22 C-Atomen und als weiteren Substituenten niedrigere gegebenenfalls halogenierte Alkyl-, Benzyl- oder niedrige Hydroxyalkylreste enthalten. Die Salze liegen bevorzugt als Halogenide, Methylsulfate oder Ethylsulfate, z. B. als Stearyltrimethylammoniumchlorid oder Benzyldi-(2- chlorethyl)ethylammoniumbromid vor.

Die Tenside, die in den Formulierungstechniken gebräuchlich sind und die auch in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen verwendet werden können, sind unter anderem beschrieben in "Mc Cutcheon's Detergents and Emulsifiers Annual" MC Publishing Corp., Ridgewood New Jersey, 1981, Stache, H., "Tensid-Taschenbuch" Carl Hanser Verlag, München/Wien, 1981 und M. und J. Ash, "Encyclopedia of Surfactants" Band I-III, Chemical Publishing Co., New York, 1980-81.

Die Herbizid-Formulierungen enthalten normalerweise 0,1 bis 99 Gewichtsprozent, insbesondere 0,1 bis 95 Gewichtsprozent des Wirkstoffgemischs, 1 bis 99,9 Gewichtsprozent eines festen oder flüssigen Formulierungsexzipienten und 0 bis 25 Gewichtsprozent, insbesondere 0,1 bis 25 Gewichtsprozent eines Tensids.

Während konzentrierte Zusammensetzungen üblicherweise als ein im Handel erhältliches Produkt bevorzugt sind, verwendet der Endverbraucher normalerweise verdünnte Zusammensetzungen.

Die Zusammensetzungen können auch weitere Zusätze wie Stabilisatoren, z. B. gegebenenfalls epoxidierte Pflanzenöle (epoxidiertes Kokosnußöl, Rapsöl oder Sojabohnenöl), Schaumdämpfungsmittel, z. B. Siliconöl, Konservierungsstoffe, Viskositätsregulatoren, Bindezusammensetzungen, Klebstoffe sowie Düngemittel oder andere Wirkstoffe enthalten.

Bevorzugte Formulierungen werden insbesondere wie folgt hergestellt:

(% = Gewichtsprozent)

Emulgierbare Konzentrate:

Wirkstoffgemisch: 1 bis 90%, bevorzugt 5 bis 20%

oberflächenaktive Zusammensetzung: 1 bis 30%, bevorzugt 10 bis 20%

flüssige Träger: 5 bis 94%, bevorzugt 70 bis 85%

Stäube:

Wirkstoffgemisch: 0,1 bis 10%, bevorzugte 0,1 bis 5%

feste Träger: 99,9 bis 90%, bevorzugt 99,9 bis 99%

Konzentrate von Suspensionen:

Wirkstoffgemisch: 5 bis 75%, bevorzugt 10 bis 50%

Wasser: 94 bis 24%, bevorzugt 88 bis 30%

oberflächenaktive Zusammensetzung: 1 bis 40%, bevorzugt 2 bis 30%

Benetzbare Pulver:

Wirkstoffgemisch: 0,5 bis 90%, bevorzugt 1 bis 80%

oberflächenaktive Zusammensetzung: 0,5 bis 20%, bevorzugt 1 bis 15%

festes Trägermaterial: 5 bis 95%, bevorzugt 15 bis 90%

Granula:

Wirkstoffgemisch: 0,1 bis 30%, bevorzugt 0,1 bis 15%

festes Trägermaterial: 99,5 bis 70%, bevorzugt 97 bis 85%

Die folgenden Beispiele veranschaulichen weiter die Erfindung ohne sie einzuschränken.

Formulierungsbeispiele für die gemäß der Erfindung verwendeten Wirkstoffgemische (% = Gewichtsprozent)

Emulsionen jeder gewünschten Konzentration können aus solchen Konzentraten durch Verdünnen mit Wasser hergestellt werden.

Die Lösungen sind zur Anwendung in Form von kleinsten Tröpfchen geeignet.

Der Wirkstoff wird mit den zusätzlichen Materialien gut vermischt und in einer geeigneten Mühle gut vermahlen. Es werden sprühbare Pulver erhalten, die mit Wasser zu Suspensionen jeder gewünschten Konzentration verdünnt werden können.

Der Wirkstoff wird in Methylenchlorid gelöst, auf einen Träger gesprüht und das Lösemittel anschließend im Vakuum abgezogen.

Der fein vermahlene Wirkstoff wird in einem Mixer auf dem Trägermaterial, dass mit Polyethylenglykol befeuchtet wurde, gleichmäßig aufgebracht. Auf diese Weise werden staubfrei überzogene Granulatkörner erhalten.

Der Wirkstoff wird mit den Zusatzstoffen vermischt, vermahlen und mit Wasser befeuchtet. Dieses Gemisch wird extrudiert und anschließend in einem Luftstrom getrocknet.

Durch Vermischen des Wirkstoffs mit den Trägermaterialien und durch Vermahlen in einer geeigneten Mühle wird eine Streuzusammensetzung erhalten, die gebrauchsfertig ist.

Der fein vermahlene Wirkstoff wird innig mit den Zusatzstoffen vermischt. Auf diese Weise wird ein Suspensionskonzentrat erhalten, aus dem Suspensionen jeder gewünschten Konzentration durch Verdünnen mit Wasser hergestellt werden können.

Es ist häufig zweckmäßiger die Wirkstoffe einzeln zu formulieren, um sie dann kurz vor dem Einbringen in den Applikator in Wasser in dem gewünschten Mischungsverhältnis als "Tankgemisch" zusammenzubringen.

Biologische Beispiele Versuchsbeschreibung (Behandlung vor dem Auflaufen)

Einkeimblättriges und zweikeimblättriges Unkraut und Kulturpflanzen wurden in kleine Plastiktöpfe in Standarderde ausgesät. Direkt nach dem Säen wurden die Testsubstanzen in wässriger Suspension (500 l Wasser/ha) aufgebracht. Anschließend ließ man die Testpflanzen unter Glas unter optimalen Bedingungen wachsen. Eine Bewertung wurde drei Wochen nach dem Aufbringung unter Verwendung einer neunstufigen Bewertungsskala vorgenommen (1 = vollständige Zerstörung, 9 = kein Effekt). Bewerbungsnoten von 1 bis 4 (insbesondere von 1 bis 3) zeigen eine gute bis sehr gute Herbizidwirkung an. Bewertungsnoten von 6 bis 9 (insbesondere 7 bis 9) zeigen gute bis sehr gute Toleranz der Kulturpflanzen.

Versuchsbeschreibung (Behandlung nach dem Auflaufen)

Einkeimblättriges und zweikeimblättriges Unkraut und Kulturpflanzen wurden unter Glashausbedingungen in kleinen Plastiktöpfen in Standardboden angezogen. Die Aufbringung der Testsubstanzen erfolgte im 3- bis 6-Blattstadium der Testpflanzen. Die Testsubstanzen wurden in wässriger Suspension (500 l Wasser/ha) mit einer Anwendungsrate von 5 bis 5000 g/ha Wirkstoff aufgebracht. Eine Bewertung wurde drei Wochen nach dem Aufbringung unter Verwendung einer neunstufigen Bewertungsskala vorgenommen (1 = vollständige Zerstörung, 9 = kein Effekt). Bewerbungsnoten von 1 bis 4 (insbesondere von 1 bis 3) zeigen eine gute bis sehr gute Herbizidwirkung an. Bewertungsnoten von 6 bis 9 (insbesondere 7 bis 9) zeigen gute bis sehr gute Toleranz der Kulturpflanzen.

In diesen Versuchen zeigten die gemäß der Erfindung verwendeten Herbizidgemische eine gute Bekämpfung des Unkrauts.


Anspruch[de]

1. Verfahren zur Bekämpfung von Unkraut in Kulturen von Nutzpflanzen, welche gegen ein Phospho-Herbizid resistent sind, dadurch gekennzeichnet, dass eine herbizidwirkende Menge einer Zusammensetzung, die, zusätzlich zu den üblichen inerten Formulierungshilfsstoffen, ein Phospho-Herbizid ausgewählt aus der Gruppe umfassend Glufosinat und Glyphosat und eine synergistische Menge von mindestens einem weiteren Herbizid ausgewählt aus der Gruppe umfassend Prosulfuron, Primisulfuron, Dicamba, Pyridat, Dimethenamid sowie dessen S-Enantiomer, Metolachlor sowie dessen S-Enantiomer, Fluometuron, Propaquizafop, Atrazin, Clodinafop, Norflurazon, Ametryn, Terbutylazin, Simazin, Prometryn, NOA- 402989, sowie den Verbindungen der Formeln

enthält, auf die Kulturpflanze oder ihren Standort einwirkt, mit der Maßgabe, dass Zusammensetzungen, die Glufosinat und Metolachlor, Glufosinat und Atrazin, Glufosinat und Metolachlor und Atrazin, sowie Glufosinat und Atrazin und Dicamba enthalten, nicht bei Glufosinat resistentem Mais verwendet werden, und ferner, dass Zusammensetzungen, die Glyphosat und Atrazin enthalten, nicht bei Glyphosat resistentem Mais verwendet werden, und dass Zusammensetzungen, die Glyphosat und Metolachlor oder Glyphosat und Dimethenamid enthalten, nicht bei Glyphosat resistentem Soja verwendet werden.

2. Verfahren gemäß Anspruch 1 zur Bekämpfung von Unkraut in Kulturen von Nutzpflanzen, welche gegen das Herbizid Glufosinat resistent sind, dadurch gekennzeichnet, dass eine herbizidwirkende Menge einer Zusammensetzung, die, zusätzlich zu den üblichen inerten Formulierungshilfsstoffen, Glufosinat und eine synergistische Menge von mindestens einem weiteren Herbizid ausgewählt aus der Gruppe umfassend Prosulfuron, Primisulfuron, Dicamba, Pyridat, Dimethenamid, Metolachlor sowie dessen S-Enantiomer, Fluometuron, Propaquizafop, Atrazin, Ametryn, Terbutylazin. Simazin, Prometryn, sowie den Verbindungen der Formeln

enthält, auf die Kulturpflanze oder ihren Standort einwirkt.

3. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die kultivierte Nutzpflanze Glufosinat und/oder Glyphosat resistenter Mais ist und die Zusammensetzung Glufosinat oder Glyphosat und eine synergistische Menge von mindestens einem weiteren Herbizid ausgewählt aus der Gruppe umfassend Prosulfuron, Primisulfuron, Dicamba, Pyridat, Dimethenamid sowie dessen S-Enantiomer, Metolachlor sowie dessen S-Enantiomer, Atrazin, NOA-402989, Ametryn, Terbutylazin, Simazin, Prometryn, sowie den Verbindungen der Formeln

enthält.

4. Verfahren gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die kultivierte Nutzpflanze Glufosinat resistenter Mais ist und die Zusammensetzung Glufosinat und eine synergistische Menge von mindestens einem weiteren Herbizid ausgewählt aus der Gruppe umfassend Prosulfuron, Primisulfuron, Dicamba, Pyridat, Dimethenamid, Metolachlor sowie dessen S- Enantiomer, Atrazin. Ametryn, Terbutylazin, Simazin, Prometryn, sowie den Verbindungen der Formeln

enthält.

5. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die kultivierte Nutzpflanze Glufosinat und/oder Glyphosat resistente Soja ist und die Zusammensetzung Glufosinat oder Glyphosat und eine synergistische Menge von mindestens einem weiteren Herbizid ausgewählt aus der Gruppe umfassend Metolachlor sowie dessen S-Enantiomer und den Verbindungen der Formeln

enthält.

6. Verfahren gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die kultivierte Nutzpflanze Glufosinat resistente Soja ist und die Zusammensetzung Glufosinat und eine synergistische Menge von mindestens einem weiteren Herbizid ausgewählt aus der Gruppe umfassend Metolachlor sowie dessen S-Enantiomer und den Verbindungen der Formeln

enthält.

7. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die kultivierte Nutzpflanze Glufosinat und/oder Glyphosat resistente Baumwolle ist und die Zusammensetzung Glufosinat oder Glyphosat und eine synergistische Menge von Fluometuron enthält.

8. Verfahren gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die kultivierte Nutzpflanze Glufosinat resistente Baumwolle ist und die Zusammensetzung Glufosinat und eine synergistische Menge von Fluometuron enthält.

9. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die kultivierte Nutzpflanze Glufosinat und/oder Glyphosat resistente(r) Raps oder Rübe ist und die Zusammensetzung Glufosinat oder Glyphosat und eine synergistische Menge von Propaquizafop enthält.

10. Verfahren gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die kultivierte Nutzpflanze Glufosinat resistente(r) Raps oder Rübe ist und die Zusammensetzung Glufosinat und eine synergistische Menge von Propaquizafop enthält.

11. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die kultivierte Nutzpflanze Glufosinat und/oder Glyphosat resistentes Zuckerrohr ist und die Zusammensetzung Glufosinat oder Glyphosat und eine synergistische Menge von Ametryn enthält.

12. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die kultivierte Nutzpflanze Glufosinat resistentes Zuckerrohr ist und die Zusammensetzung Glufosinat und eine synergistische Menge von Ametryn enthält.

13. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kulturen von Nutzpflanzen mit der Zusammensetzung in Anwendungsmengen entsprechend 0,3 bis 4,0 kg an Gesamtwirkstoff pro Hektar behandelt werden.

14. Herbizide Zusammensetzung dadurch gekennzeichnet, dass sie, zusätzlich zu den üblichen inerten Formulierungshilfsstoffen, Glufosinat und eine synergistische Menge von mindestens einem weiteren Herbizid ausgewählt aus der Gruppe umfassend Prosulfuron, Primisulfuron, Pyridat, Dimethenamid sowie dessen S-Enantiomer, das S-Enantiomer von Metolachlor, Fluometuron, Propaquizafop, Clodinafop, Norflurazon, Ametryn, Terbutylazin, Simazin, Prometryn, NOA-402989, sowie den Verbindungen der Formeln

enthält.

15. Herbizide Zusammensetzung, dadurch gekennzeichnet, dass sie, zusätzlich zu den üblichen inerten Formulierungshilfsstoffen, Glyphosat und eine synergistische Menge von mindestens einem weiteren Herbizid ausgewählt aus der Gruppe umfassend Prosulfuron, Primisulfuron, Dicamba, Pyridat, das S-Enantiomer von Dimethenamid, das S-Enantiomer von Metolachlor, Fluometuron, Propaquizafop, Clodinafop, Norflurazon, Ametryn, Prometryn, NOA-402989, sowie den Verbindungen der Formeln

enthält.







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