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Dokumentenidentifikation DE69718275T2 02.10.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0840003
Titel Kraftstoffeinspritzvorrichtung
Anmelder Caterpillar Inc., Peoria, Ill., US;
Delphi Technologies, Inc., Troy, Mich., US
Erfinder Knight, Andrew Roger, High Wycombe, Bucks, HP15 6LH, GB;
Male, Andrew, North Acton, London, W3 0PU, GB
Vertreter Leonhard Olgemöller Fricke, 80331 München
DE-Aktenzeichen 69718275
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 23.10.1997
EP-Aktenzeichen 973084577
EP-Offenlegungsdatum 06.05.1998
EP date of grant 08.01.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.10.2003
IPC-Hauptklasse F02M 47/02
IPC-Nebenklasse F02M 57/02   F02M 59/36   

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft eine Einspritzvorrichtung für eine Verwendung beim Zufüren von Kraftstoff unter Druck zu den Zylindern eines Verbrennungsmotors. Insbesondere betrifft diese Erfindung eine Einspritzvorrichtung, bei der die Einspritzdüse eine entsprechende damit verbundene Pumpe aufweist, beispielsweise eine Pumpe/Einspritzdüse oder eine lange Rohranordnung, in der die Einspritzdüse mit ihrer Pumpe durch ein Rohr verbunden ist.

Eine bekannte Pumpen/Einspritzvorrichtung weist einen Kolben auf, der innerhalb einer in einem Gehäuse vorhandenen Bohrung hin- und herbeweglich ist, um den innerhalb der Bohrung befindlichen Kraftstoff unter Druck zu setzen. Die Bohrung steht mit einer durch den Kraftstoffdruck betätigten Einspritzdüse in Verbindung, so daß sich, sobald der Kraftstoffdruck innerhalb der Bohrung ein vorgegebenes Niveau übersteigt, die Einspritzdüse öffnet, wodurch das Einspritzen des Kraftstoffes beginnt.

Um eine unabhängige Steuerung des Einspritzdruckes und der Zeitsteuerung des Einspritzens zu gestatten, ist die Bereitstellung eines Druckregelventils, das mit der Bohrung in Verbindung steht, und eines Einspritzregelventils bekannt, das den an einer Regelungskammer angelegten Druck reguliert, die teilweise durch eine Oberfläche einer Nadel der Einspritzdüse definiert wird, um die Bewegung der Nadel zu regulieren. Bei Benutzung bleibt das Druckregelventil während der anfänglichen Bewegung des Kolbens nach innen offen. Folglich wird das Druckregelventil geschlossen, wobei eine weitere Bewegung des Kolbens nach innen den Kraftstoff innerhalb der Bohrung unter Druck setzt. Wenn das Einspritzen beginnen soll, wird das Einspritzregelventil betätigt, um die Regelungskammer mit einem Niederdruckauslaß zu verbinden, wodurch die Bewegung der Nadel weg von ihrem Sitz gestattet wird, um mit dem Einspritzen zu beginnen. Das EP-A-0240354 offenbart eine derartige Vorrichtung, bei der das Druckregelventil und das Einspritzregelventil durch separate Betätigungselemente betätigt werden. Bei einigen bekannten Vorrichtungen werden das Druckregelventil und das Einspritzregelventil durch ein einzelnes elektromagnetisches Betätigungselement betätigt. Derartige Vorrichtungen sind darin vorteilhaft, daß weniger elektrische Verbindungen mit der Einspritzdüse erforderlich sind als dann, wenn die Ventile durch unabhängige Betätigungselemente gesteuert werden.

Eine Anordnung, die ein einzelnes Betätigungselement umfaßt, umfaßt ein Einspritzregelventil, bei dem das Ventilelement einen sich axial erstreckenden Kanal umfaßt, der einen Teil der Zufuhrleitung bildet, durch die Kraftstoff zum Einspritzdüsensitz zugeführt wird. Eindeutig muß bei einer derartigen Anordnung das Ventilelement relativ groß sein, um eine ausreichende Wanddicke bereitzustellen, um den Kraftstoffdruck darin auszuhalten.

Außerdem offenbart das GB-A-2298025 eine Einspritzdüse mit einem Druckregelventil und einem Nadelregelungsventil, die durch ein einzelnes Solenoid betätigt werden. Dementsprechend sind die Betätigungselementanordnungen nur teilweise einzeln und nur unter bestimmten Umständen einzeln funktionsfähig.

Es ist ein Ziel der Erfindung, eine Einspritzdüse bereitzustellen, die ein Einspritzregelventil von relativ einfacher Form umfaßt.

Entsprechend der vorliegenden Erfindung wird eine Einspritzvorrichtung bereitgestellt, die aufweist: eine Pumpe, die eine Bohrung umfaßt, innerhalb der ein Pumpkolben hin- und herbeweglich ist; und eine Einspritzdüse, die umfaßt: ein Druckregelventil, das angeordnet ist, um die Verbindung zwischen der Bohrung und einem Niederdruckbehälter zu regulieren; eine Düsennadel, die mit einem Sitz in Eingriff kommen kann, wobei die Nadel mit dem Sitz elastisch in Eingriff vorgespannt wird; eine Regelungskammer, die so angeordnet ist, daß der Kraftstoffdruck darin die Nadel in Richtung ihres Sitzes treibt; ein Nadelregelungsventil, das angeordnet ist, um die Verbindung zwischen der Bohrung und der Regelungskammer und zwischen der Regelungskammer und einem Niederdruckauslaß zu regulieren; und einzelne Betätigungselementanordnungen für das Betätigen des Druckregelventils und des Nadelregelungsventils unabhängig voneinander, wobei das Nadelregelungsventil ein Ventilelement aufweist, das innerhalb einer Bohrung verschiebbar ist, wobei ein Ende des Ventilelementes abdichtend mit einer Fläche in Eingriff kommen kann, die sich in einer Ebene senkrecht zur Achse des Ventilelementes erstreckt, um eine Öffnung zu schließen, die mit dem Niederdruckauslaß in Verbindung steht.

Eine derartige Vorrichtung ist darin vorteilhaft, daß eine zuverlässige Regelung der Ventile relativ einfach zustande gebracht werden kann. Außerdem kann durch Bereitstellen der Auslaßöffnung im wesentlichen koaxial mit dem Regelventilelement die Bereitstellung einer Zuführleitung vermieden werden, die sich längs der Achse des Regelventilelementes erstreckt, wie bei einer bekannten Vorrichtung.

Außerdem erhöht die Verwendung einer Vorrichtung, bei der das Regelventilelement mit einer Fläche in Eingriff kommen kann, die sich in einer Ebene senkrecht zur Achse des Ventilelementes erstreckt, eher als mit einem Sitz koaxial damit, die Toleranz hinsichtlich der Ungenauigkeiten bei der Fertigung.

Die Pumpe und die Einspritzdüse können kombiniert werden, um eine Pumpe/Einspritzdüse zu bilden, oder sie können voneinander beabstandet sein, wobei ein Rohr angeordnet ist, um Kraftstoff von der Pumpe zur Einspritzdüse zu übertragen.

Die Erfindung wird als Beispiel mit Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen weiter beschrieben, die zeigen:

Fig. 1 eine Schnittdarstellung einer Einspritzdüse in Übereinstimmung mit einer Ausführung der Erfindung;

Fig. 2 eine vergrößerte Darstellung eines Teils aus Fig. 1;

Fig. 3 eine Darstellung gleich Fig. 2 von einer alternativen Einspritzdüse; und

Fig. 4 eine grafische Schnittdarstellung eines Teils einer weiteren alternativen Einspritzdüse.

Die in Fig. 1 und 2 veranschaulichte Kraftstoffeinspritzdüse weist ein mehrteiliges Gehäuse 10 auf, das ein Gehäuseteil 11 mit einer darin ausgebildeten Bohrung 12 umfaßt. Ein Kolben 14 ist innerhalb der Bohrung unter der Wirkung einer Nockenanordnung hin- und herbeweglich, wobei eine Rückstellfeder 16 vorhanden ist, um den Kolben 14 aus der Bohrung 12 zurückzuziehen. Die Bohrung 12 steht mittels eines Kanals 18 mit einem Druckregelüberströmventil 20 in Verbindung, das die Verbindung zwischen dem Kanal 18 und einem Niederdruckauslaß 22 reguliert.

Wie es veranschaulicht wird, weist das Überströmventil 20 ein elektromagnetisch betätigtes Ventil auf, das ein Betätigungselement 24 umfaßt, dessen Anker mit einem Ventilelement 26 verbunden ist, das einen Bereich 26a mit vergrößertem Durchmesser umfaßt, der mit einem Sitz 28 in Eingriff kommen kann, der so angeordnet ist, daß, wenn der vergrößerte Bereich 26a mit dem Sitz 28 in Eingriff kommt, eine Verbindung zwischen dem Kanal 18 und dem Niederdruckauslaß 22 nicht gestattet wird, wobei die Bewegung des vergrößerten Bereichs 26a weg von seinem Sitz eine derartige Verbindung gestattet. Eine Feder 30 ist so angeordnet, um das Ventilelement 26 in. Richtung einer Position vorzuspannen, in der dessen vergrößerter Bereich 26a von seinem Sitz 28 beabstandet ist, wobei die Stromzuführung zum Betätigungselement 24 das Ventilelement 26 gegen die Wirkung der Feder 30 bewegt, um die Verbindung zwischen dem Kanal 18 und dem Niederdruckauslaß 22 zu unterbrechen.

Das mehrteilige Gehäuse 10 weist außerdem einen Düsenkörper 32 auf, der eine Bohrung definiert, innerhalb der eine Ventilnadel 34 verschiebbar ist, wobei die Ventilnadel 34 mit einem Sitz in Eingriff kommen kann, um den Fluß des Kraftstoffes zu einer oder mehreren Austrittsöffnungen (nicht gezeigt) zu regulieren, die in einem Ende des Düsenkörpers 32 vorhanden sind. Der Düsenkörper 32 stößt an ein Distanzstück 36, das eine Durchgangsbohrung koaxial mit der Bohrung umfaßt, die im Düsenkörper 32 vorhanden ist, wobei die Durchgangsbohrung des Distanzstückes 36 einen Bereich mit vergrößertem Durchmesser umfaßt.

Ein erstes Ventilgehäuse 38 stößt gegen das Ende des Distanzstückes 36, das vom Düsenkörper 32 abgelegen ist, wobei das erste Ventilgehäuse 38 einen Vorsprung 38a umfaßt, der sich innerhalb des Bereiches mit vergrößertem Durchmesser der Durchgangsbohrung des Distanzstückes 36 erstreckt, wobei das erste Ventilgehäuse 38 und das Distanzstück zusammen eine Federkammer definieren, innerhalb der eine Feder 40 angeordnet ist. Die Feder 40 kommt zwischen dem ersten Ventilgehäuse 38 und einem Federwiderlagerelement 42 in Eingriff, das an ein Ende der Ventilnadel 34 anstößt.

Der Vorsprung 38a umfaßt eine Grundbohrung, innerhalb der ein Vorsprung 42a, der einen Teil des Widerlagerelementes 42 bildet, verschiebbar ist, wobei die Bohrung und der Vorsprung 42a gemeinsam eine Regelungskammer 44 definieren, die mittels eines Kanals 46 mit einer Stirnfläche des ersten Ventilgehäuses 38 in Verbindung steht, die vom Distanzstück 36 weg liegt.

Die Fläche des ersten Ventilgehäuses 38, die vom Distanzstück 36 weg liegt, stößt an ein zweites Ventilgehäuse 48, das mit einer Durchgangsbohrung versehen ist, innerhalb der ein Ventilelement 50 verschiebbar ist. Das Ventilelement 50 ist an einem Anker 52 gesichert, der unter dem Einfluß eines Ständers 54, der innerhalb eines Ständergehäuses 56 angeordnet ist, beweglich ist, wobei das Ständergehäuse 56 zwischen dem zweiten Ventilgehäuse 48 und dem Gehäuseteil 11 angeordnet ist. Eine Hutmutter 58 befindet sich mit dem Gehäuseteil 11 in einem Schraubengewindeeingriff, wobei die Hutmutter 58 den Düsenkörper 32, das Distanzstück 36, das erste und zweite Ventilgehäuse 38,48 und das Ständergehäuse 56 am Gehäuseteil 11 sichert. Das Gehäuseteil 11, das Ständergehäuse 56, das erste und zweite Ventilgehäuse 38, 48, das Distanzstück 36 und der Düsenkörper 32 sind jeweils mit Bohrungen versehen, die zusammen eine Zuführleitung 60 bilden, die gestattet, daß der Kraftstoff von der Bohrung 12 zu der Bohrung fließt, die im Düsenkörper 32 vorhanden ist, um gegen in geeigneter Weise ausgerichtete Druckflächen der Nadel 34 zu wirken, um die Nadel 34 von ihrem Sitz wegzutreiben.

Eine Bohrung 62 ist im zweiten Ventilgehäuse 48 vorhanden, wobei die Bohrung 62 einen Verbindungsweg zwischen dem Kanal 46 und der Versorgungsleitung 60 bereitstellt. Wie am deutlichsten in Fig. 2 zu sehen ist, steht die Bohrung 62 mit der Durchgangsbohrung des zweiten Ventilgehäuses 48 in Verbindung, wobei die Bohrung 62 so angeordnet ist, daß der Teil der Durchgangsbohrung in der Stirnfläche des zweiten Ventilgehäuses 48 eine nichtkreisförmige Form aufweist, wobei die Bohrung 62 in die Durchgangsbohrung an der Stirnfläche des zweiten Ventilgehäuses eindringt. Die Durchgangsbohrung ist so geformt, daß ein Sitz definiert wird, der so angeordnet ist, daß, wenn ein Bereich 50a mit vergrößertem Durchmesser des Ventilelementes 50 mit dem Sitz in Eingriff kommt, die Verbindung zwischen dem Kanal 46 und der Zuführleitung 60 unterbrochen wird, wobei die Bewegung des vergrößerten Bereiches 50a weg von seinem Sitz eine derartige Verbindung gestattet, was zu einem Kraftstoffdruck innerhalb der Regelungskammer 44 führt, der im wesentlichen gleich dem innerhalb der Zuführleitung 60 ist. Es wird erkannt, daß unter derartigen Umständen die Kraft, die auf die Ventilnadel 34 wirkt, die die Ventilnadel 34 in Eingriff mit ihrem Sitz infolge des Druckes innerhalb der Regelungskammer 44 und infolge der Wirkung der Feder 40 treibt, größer ist als die Kräfte, die die Ventilnadel 34 weg von ihrem Sitz infolge der Wirkung des Kraftstoffes gegen die Druckflächen der Ventilnadel 34 treiben. Die Ventilnadel 34 nimmt daher eine Position ein, in der sie mit ihrem Sitz unter derartigen Umständen in Eingriff kommt.

Ein Ende des Ventilelementes 50 kann abdichtend mit einer Fläche des ersten Ventilgehäuses 38 in Eingriff kommen, die zum zweiten Ventilgehäuse 48 hin liegt, so daß ein abdichtender Eingriff die Verbindung zwischen der Durchgangsbohrung des zweiten Ventilgehäuses 48 und einer Bohrung 64 unterbricht, die im ersten Ventilgehäuse 38 im wesentlichen koaxial mit der Durchgangsbohrung des zweiten Ventilgehäuses 48 vorhanden ist, wobei die Bohrung 64 so angeordnet ist, daß sie mit einem geeigneten Niederdruckauslaß mittels eines geeigneten Auslaßkanals in Verbindung steht. Der Auslaßkanal stellt außerdem mit der Federkammer in Verbindung, wodurch die Bewegung des Federwiderlagerelementes 42 bei der Benutzung nicht zu einer bedeutenden Druckerzeugung des Kraftstoffes innerhalb der Federkammer führt. Eine Aussparung ist zweckmäßigerweise in der Stirnfläche des Ventilelementes 50 vorhanden, die zum ersten Ventilgehäuse 38 hin liegt, wobei die Aussparung mit der Bohrung 64 ausgerichtet ist.

Bei der Benutzung, ausgehend von der in Fig. 1 veranschaulichten Position, ist das Ventilelement 50 mit dem ersten Ventilgehäuse 38 in Eingriff, wodurch der Kraftstoffdruck innerhalb der Regelungskammer 44 im wesentlichen gleich dem innerhalb der Zufuhrleitung 60 ist. Wie es hierin vorangehend gezeigt wird, kommt unter derartigen Umständen die Ventilnadel 34 mit ihrem Sitz in Eingriff, wodurch ein Einspritzen nicht stattfindet. Der Kolben 14 befändet sich in seiner äußersten Position, wobei die Bohrung 12 mit Kraftstoff gefüllt ist, und das Ventil 20 nimmt eine Position ein, in der eine Verbindung zwischen dem Kanal 18 und dem Niederdruckauslaß 22 gestattet wird. Aus dieser Position heraus beginnt der Kolben 14 mit der Bewegung nach innen in die Bohrung 12. Eine derartige Bewegung führt dazu, daß der Kraftstoff durch das Ventil 20 zum Niederdruckauslaß 22 verdrängt wird.

Wenn ermittelt wird, daß die Druckerzeugung des Kraftstoffes innerhalb der Bohrung 12 beginnen sollte, wird dem Betätigungselement 24 des Ventils 20 Energie zugeführt, was zur Bewegung von dessen Ventilelement 26 fuhrt, um den vergrößerten Bereich 26a in Eingriff mit seinem Sitz zu bringen, wodurch der Fluß des Kraftstoffes von der Bohrung 12 zum Niederdruckauslaß 22 beendet wird. Es wird erkannt, daß eine fortgesetzte Bewegung des Kolbens 14 nach innen daher dazu führt, daß der Druck des Kraftstoffes innerhalb der Bohrung 12 ansteigt. Der Druck des Kraftstoffes, der auf die Druckflächen der Ventilnadel 34 zur Anwendung kommt und ebenfalls der Druck des Kraftstoffes, der bei der Regelungskammer 44 zur Anwendung kommt, steigen daher ebenfalls an. Die Verbindung zwischen der Regelungskammer 44 und der Zuführleitung 60 sichert, daß eine ausreichend hohe Kraft auf die Ventilnadel 34 während einer derartigen Druckerzeugung angewandt wird, um den Eingriff zwischen der Ventilnadel 34 und dem Sitz aufrechtzuerhalten, wodurch das Einspritzen nicht beginnt.

Wenn das Einspritzen begonnen werden soll, wird dem Ständer 54 Energie zugeführt, um den Anker 52 zum Ständer gegen die Wirkung einer Feder 68 anzuziehen, wobei die Bewegung des Ankers 52 zur Bewegung des Ventilelementes 50 fuhrt, um dessen Ende weg von der Stirnfläche des ersten Ventilgehäuses 38 anzuheben, und um den vergrößerten Bereich 50a des Ventilelementes 50 in Eingriff mit seinem Sitz zu bringen. Eine derartige Bewegung des Ventilelementes 50 unterbricht die Verbindung zwischen der Regelungskammer 44 und der Zufuhrleitung 60 und gestattet statt dessen eine Verbindung zwischen der Regelungskammer 44 und dem Niederdruckauslaß. Der Druck innerhalb der Regelungskammer 44 fallt daher ab. Der verringerte Druck innerhalb der Regelungskammer 44 führt zur Verringerung der Kraft, die die Ventilnadel 34 in Eingriff mit ihrem Sitz treibt, und es wird ein Punkt erreicht werden, bei dem der Druck, der gegen die Druckflächen der Ventilnadel 34 wirkt, ausreichend ist, um die Wirkung der Feder 40 und den Kraftstoffdruck innerhalb der Regelungskammer 44 zu überwinden, um die Ventilnadel 34 weg von ihrem Sitz anzuheben und daher zu gestatten, daß der Kraftstoff am Sitz des Düsenkörpers 32 vorbei zu den Austrittsöffnungen fließt und daher das Einspritzen beginnt.

Um das Einspritzen zu beenden, wird der Ständer 54 abgeschaltet, wodurch der Anker 52 und das Ventilelement 50 unter der Wirkung der Feder 68 in die in Fig. 1 und 2 gezeigte Position zurückkehren. In dieser Position ist die Regelungskammer 44 nicht länger mit dem Niederdruckauslaß verbunden und ist statt dessen mit dem Zufuhrkanal 60 verbunden. Der Kraftstoffdruck innerhalb der Regelungskammer 44 steigt daher an, und es wird ein Punkt erreicht werden, bei dem der Kraftstoffdruck innerhalb der Regelungskammer 44 ausreichend ist, um die Ventilnadel 34 in Richtung ihres Sitzes zurückzuführen, wodurch das Einspritzen beendet wird. Beim oder nach dem Beenden des Einspritzens wird das Ventil 20 abgeschaltet, wodurch sich dessen Ventilelement 26 unter der Wirkung der Feder 30 in eine Position bewegt, in der der Kraftstoff aus der Bohrung 12 durch das Ventil 20 zum Niederdruckauslaß 22 fließen kann. Der Kraftstoffdruck innerhalb der Bohrung 12 fallt daher ab. Eine fortgesetzte Bewegung des Kolbens 14 nach innen führt dazu, daß weiterer Kraftstoff durch das Ventil 20 zum Niederdruckauslaß 22 verdrängt wird. Folglich wird der Kolben 14 aus der Bohrung 12 unter der Wirkung der Feder 16 zurückgezogen, wodurch der Kraftstoff in die Bohrung 12 aus dem Niederdruckauslaß 22 durch das Ventil 20 gezogen wird. Der Kraftstoff fließt weiter zur Bohrung 12, bis der Kolben 14 seine äußerste Position einnimmt, wobei das Ventil 20 in seinem abgeschalteten Zustand durchgehend über die Bewegung des Kolbens 14 nach außen verbleibt. Eine fortgesetzte Bewegung des Kolbens 14 nach außen führt dazu, daß die Einspritzdüse in die in Fig. 1 und 2 veranschaulichte Position zurückkehrt, bereit für den Beginn des nächsten Pump- und Einspritzzyklusses.

Fig. 3 veranschaulicht eine Vorrichtung, die der aus Fig. 1 und 2 gleicht, bei der aber das Federwiderlagerelement 42 eher einen separaten als integrierten Vorsprung 42a umfaßt. Die Bereitstellung eines integrierten Vorsprunges 42a weist den Vorteil auf, daß das Federwiderlagerelement 42 geführt wird, aber den Nachteil, daß das Federwiderlagerelement 42 eine relativ komplizierte Form aufweist. Es können daher Umstände existieren, bei denen die Verwendung der Vorrichtung aus Fig. 3 bevorzugt wird, bei der der Vorsprung mit dem Federwiderlagerelement 42 nicht zusammenhängend ist.

Fig. 4 veranschaulicht eine weitere Alternative, bei der der Vorsprung 42a mit einem Teil des Federwiderlagerelementes 42 zusammenhängend ist, der mit der Ventilnadel in Eingriff kommt, wobei das Federwiderlagerelement 42 ein separates ringförmiges Widerlagerelement 42b umfaßt, das mit einem Vorsprung 42c in Eingriff kommen kann, der am Federwiderlagerelement 42 vorhanden ist, wobei das ringförmige Widerlagerelement 42b so angeordnet ist, daß es bei Benutzung mit der Feder 40 in Eingriff kommt.

Es wird erkannt werden, daß das Einspritzregelventil eine relativ einfache Form aufweist, und, da die Zuführung des Kraftstoffes zur Einspritzdüse nicht durch das Einspritzregelventil gelangt, wird das Einspritzregelventil nur verwendet, um den Druck innerhalb der Regelungskammer 44 zu regulieren, wobei das Ventilelement 50 des Druckregelventils einen relativ kleinen Durchmesser aufweisen kann. Da das Druckregelventil und das Einspritzregelventil bei Verwendung von separaten Betätigungselementen reguliert werden, kann außerdem eine zuverlässige Regulierung der Ventile relativ einfach bewirkt werden.

Obgleich die Beschreibung hierin vorangehend die einer Pumpe/Einspritzdüse ist, wird erkannt werden, daß die Erfindung ebenfalls bei einer Einspritzvorrichtung zur Anwendung gebracht werden kann, bei der die Pumpe von der Einspritzdüse beabstandet ist, wobei ein geeignetes Rohr verwendet wird, um die Pumpe und die Einspritzdüse miteinander zu verbinden, damit Kraftstoff mittels der Pumpe zur Einspritzdüse geliefert werden kann.


Anspruch[de]

1. Einspritzvorrichtung, die aufweist: eine Pumpe, die eine Bohrung (12) umfaßt, innerhalb der ein Pumpkolben (14) hin- und herbeweglich ist; und eine Einspritzdüse, die umfaßt: ein Druckregelventil (20), das angeordnet ist, um die Verbindung zwischen der Bohrung (12) und einem Niederdruckbehälter (22) zu regulieren; eine Düsennadel (34), die mit einem Sitz in Eingriff kommen kann, wobei die Nadel (34) mit dem Sitz elastisch in Eingriff vorgespannt werden kann; eine Regelungskammer (44), die so angeordnet ist, daß die Anwendung von Kraftstoff mit hohem Druck darauf die Nadel (34) in Richtung ihres Sitzes treibt; ein Nadelregelungsventil (50), das angeordnet ist, um die Verbindung zwischen der Bohrung (12) und der Regelungskammer (44) und zwischen der Regelungskammer (44) und einem Niederdruckauslaß (22) zu regulieren; und einzelne Betätigungselementanordnungen (24, 52, 54) für das Betätigen des Druckregelventils (20) und des Nadelregelungsventils (50) unabhängig voneinander, wobei das Nadelregelventil (50) ein Ventilelement (50) aufweist, das innerhalb einer Bohrung verschiebbar ist, wobei ein Ende des Ventilelementes (50) abdichtend mit einer Fläche in Eingriff kommen kann, die sich, in einer Ebene senkrecht zur Achse des Ventilelementes (50) erstreckt, um eine Öffnung (64) zu schließen, die mit dem Niederdruckauslaß (22) in Verbindung steht.

2. Einspritzvorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Öffnung (64), die mit dem Niederdruckauslaß (22) in Verbindung steht, im allgemeinen koaxial mit dem Ventilelement (50) angeordnet ist.

3. Einspritzvorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, bei der ein Teil (50a) des Ventilelementes (50), der vom Ende davon beabstandet ist, mit einem Sitz in Eingriff kommen kann, um die Verbindung zwischen der Bohrung (12) und der Regelungskammer (44) zu regulieren.

4. Einspritzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die außerdem ein Widerlagerelement (42a) aufweist, das eine Fläche aufweist, die dem Kraftstoffdruck innerhalb der Regelungskammer (44) ausgesetzt ist, wobei das Widerlagerelement (42a) die Kraft infolge der Wirkung des Kraftstoffdruckes innerhalb der Regelungskammer (44) auf die Ventilnadel (34) überträgt.

5. Einspritzvorrichtung nach Anspruch 4, die außerdem eine Feder (40) auf weist, die die Nadel (34) in Richtung ihres Sitzes elastisch vorspannt, wobei die Feder (40) mit einem Federwiderlager (42) in Eingriff kommt, das mit dem Widerlagerelement (42a) beweglich ist.

6. Einspritzvorrichtung nach Anspruch 5, bei der das Federwiderlager (42) mit dem Widerlagerelement (42a) zusammenhängend ist.

7. Einspritzdüse nach Anspruch 5, bei der das Widerlagerelement (42a) mit dem Federwiderlager (42) in Eingriff kommt, wobei die Kraft infolge des Kraftstoffdruckes innerhalb der Regelungskammer (44) auf die Ventilnadel (34) durch das Federwiderlager (42) übertragen wird.

8. Einspritzvorrichtung nach Anspruch 5, bei der das Federwiderlager (42b) durch das Widerlagerelement (42) getragen wird.

9. Einspritzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Einspritzdüse auf der Pumpe montiert ist.

10. Einspritzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei der die Pumpe und die Einspritzdüse voneinander beabstandet sind, wobei ein Rohr die Bohrung der Pumpe mit der Einspritzdüse verbindet.







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