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Dokumentenidentifikation DE69718676T2 02.10.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0959864
Titel VORBEREITUNGSTISCH
Anmelder Vivar, Roberto, Värby, SE
Erfinder Vivar, Roberto, Värby, SE
Vertreter Meissner, Bolte & Partner, 86199 Augsburg
DE-Aktenzeichen 69718676
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, NL, PT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 28.04.1997
EP-Aktenzeichen 979210648
WO-Anmeldetag 28.04.1997
PCT-Aktenzeichen PCT/SE97/00712
WO-Veröffentlichungsnummer 0097049370
WO-Veröffentlichungsdatum 31.12.1997
EP-Offenlegungsdatum 01.12.1999
EP date of grant 22.01.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.10.2003
IPC-Hauptklasse A61G 13/00

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Tisch, welcher zur Vorbereitung von menschlichem Gewebe oder Organen, welche zur Transplantation vorgesehen sind, angepasst ist, und welcher der im Oberbegriff von Anspruch 1 definierten Art ist.

Ein Tisch der im Oberbegriff von Anspruch 1 definierten Art ist aus der US-A-3 411 317 bekannt. Die Tischplatte enthält eine Öffnung, welche ein Becken aufnimmt, in welches das Transplantationsgewebe oder Organ gelegt wird. Die äußere Oberfläche des Beckens wird durch ein zirkulierendes Kühlmittel, wie Ethylenglykol, gekühlt. Das zirkulierende Kühlmittel kühlt eine herkömmliche Kühlmaschine. Das Becken kann nicht schnell vom bekannten Tisch entfernt und zum Transport des Transplantationsgewebes oder Organs verwendet werden.

Es ist normalerweise notwendig, das Transplantationsgewebe oder Organ in einem sterilen Salzwasserbad zu lagern. Gemäß herkömmlichen Techniken wird steriles Eis im Becken verwendet, um das Bad und das Transplantationsgewebe oder Organ anfänglich zu kühlen, und dann das Gewebe oder Organ auf einer niedrigen Temperatur zu halten.

Ein Problem, das auftritt, wenn Transplantationsgewebe oder Organe vorbereitet werden, besteht in der Einrichtung einer sterilen Arbeitsumgebung auf dem Tisch, um so die Kontamination des Inhalts des Beckens während der Vorbereitungsarbeit zu verhindern.

Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist, einen Vorbereitungstisch zu schaffen, welcher dieses Problem mindert oder beseitigt.

Dieses Ziel wird bei einem Vorbereitungstisch gemäß dem beigefügten Anspruch 1 erreicht.

Weitere Ausführungsformen des Vorbereitungstisches sind in den abhängigen Ansprüchen dargelegt.

Die Erfindung und weitere Ausführungsformen davon liefern auch andere Vorteile, wie unten offensichtlich gemacht wird oder wie einem Fachmann offensichtlich ist.

Die Erfindung basiert auf einem Tisch zur Vorbereitung von Transplantationsgewebe oder Organen der Art, welche ein Becken, welches in einer Öffnung oder Aussparung in der Tischplatte platziert ist, und Kühlvorrichtungen enthält, welche so funktionieren, dass sie den Inhalt des Beckens durch die Beckenwand kühlen.

Bei einem Ausgangspunkt von einem Vorbereitungstisch dieser Art, ist die Erfindung hauptsächlich dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlvorrichtungen feststehende Kühloberflächen haben, welche in thermisch leitendem Kontakt mit dem Becken liegen, wenn das Becken in der Tischöffnung platziert ist; und dass das Becken auswechselbar in der Tischöffnung eingelassen ist in Wärme austauschendem Kontakt mit den Kühlflächen der Kühlvorrichtung; und dass ein steriler Stoff auf der Tischplatte liegt, wobei das Becken auf dem Stoff liegt, wenn es in Wärme austauschendem Kontakt mit der Kühlfläche der Kühlvorrichtung ist.

Der Stoff oder das Gewebe können aus einer dünnen, undurchlässigen und flexiblen sterilisierten Kunststofffolie bestehen, zum Beispiel Polyethylenfolie. Die Folie kann einfach über dem Tisch ausgebreitet sein und das Becken dann auf die Folie gesetzt werden, so dass die Folie durch das Becken mitgenommen wird, wenn es abgesenkt oder in die Tischöffnung eingelassen wird, und sich selbst in die Gestalt der Außenseite des Beckens formt. Da die Folie dünn ist, hat sie einen niedrigen Wärmeisolationsfaktor. Die Folie/der Stoff kann eine entsorgbare Art sein.

Bei einer Ausführungsform der Erfindung enthält der Stoff einen Teil, dessen Gestalt der Gestalt des Beckens entspricht, um es so dem Becken zu ermöglichen, dass es im beckenartig geformten Teil des Stoffes platziert wird, wobei ein Wärmeaustausch zwischen den Kühlflächen der Kühlvorrichtung und der Wand des Beckens über den beckenartig geformten Teil des sterilen Stoffes stattfindet. Bei einer alternativen Ausführungsform kann der Stoff eine Öffnung enthalten, deren begrenzende Kante fest gegen eine nach außen zeigenden, sich um den Umfang erstreckenden äußeren Wandteil des Beckens abdichtet. Da die Wärmeübertragung zwischen dem Becken und der Kühlvorrichtung durch thermische Leitung durch massives Material stattfindet, kann das Becken leicht vom Tisch entfernt werden und leicht in der Tischöffnung platziert werden.

Bei einer Ausführungsform der Erfindung besteht der Stoff, und insbesondere der Teil des Stoffes, welcher zwischen dem Becken und den Kühlflächen platziert ist, aus einem Material, welches eine gute Wärmeleitfähigkeit hat.

Indem man der Kühleinheit/Kühlvorrichtung des Tisches eine relativ hohe Kühlkapazität gibt, kann die sterile wässrige Lösung auf eine vorgewählte Temperatur gekühlt werden, vorzugsweise auf eine Temperatur von ungefähr +4ºC, und die sterile wässrige Lösung und das Transplantationsgewebe oder Organ kann bei der Temperatur unter sterilen Bedingungen mit Bezug auf den Tisch, den Stoff und das Becken gehalten werden.

Der Preis von steril verpacktem Sterileis ist zur Zeit relativ hoch. Die Vorbereitung einer Leber, welche zur Transplantation vorgesehen ist, erfordert normalerweise drei Packungen Eis, welche je ungefähr 600 SEK (Schwedische Kronen) kosten.

Eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Tisches enthält eine Trägerstruktur, welche in dem Becken platziert werden soll in einer Weise, dass sie das Gewebe oder Organ auf einem geeigneten Niveau im Becken im Verhältnis zu dem vorhandenen Flüssigkeitsniveau darin hält. Bei der Vorbereitung des Transplantationsgewebes/Leber, ist es normalerweise notwendig, die obere Oberfläche des Gewebes/der Leber unmittelbar unterhalb der Flüssigkeitsoberfläche im Becken zu halten, gleichzeitig muss es möglich sein, die nach oben zeigende Flüssigkeitsoberfläche zu erreichen, um es zu ermöglichen, dass die Vorbereitungsarbeit ausgeführt werden kann. Die Trägerstruktur kann die Form eines Satzes von tragenden Gestellen von zueinander unterschiedlichen wirksamen Höhen haben. Alternativ kann die Trägerstruktur eine Vorrichtung enthalten, deren Höhe eingestellt werden kann.

Die Erfindung wird nun detaillierter beschrieben mit Bezug auf eine beispielhafte Ausführungsform davon und auch mit Bezug auf die beiliegende Zeichnung, in welcher

Fig. 1 eine schematische vertikale Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Tisches und zugehörigen Beckens ist; und

Fig. 2 ist eine Ansicht längs der Linie II-II in Fig. 1.

Fig. 1 ist eine vertikale Schnittansicht eines Tisches 1, welcher eine Tischplatte 2 enthält, welche auf einer herkömmlichen Arbeitshöhe von einem Boden 3 mittels Tischbeinen 4 gehalten wird. Die Tischplatte enthält eine Öffnung 21, deren begrenzende Kante an die obere Kante eines beckenförmigen Kühlelements 22 angrenzt. Auf der Außenseite des Kühlelements 22 ist eine Rohrschlange 23 angeordnet, welche von einem Kühlmittel durchströmt wird, welches eine Kühlmaschine 25, z. B. einen Kompressor, kühlt, und welches auf eine bekannte Weise gesteuert und geregelt werden kann. Ein steriler Stoff 5 wird über die obere Oberfläche des Tisches 2 gelegt. Der Stoff 5 kann einen Teil 51 enthalten, dessen Form der Form des Kühlelements 22 entspricht, so dass der Stoffteil 51 in das Kühlelement reicht und mit der nach oben zeigenden Oberfläche davon übereinstimmt. Der Stoff 5, oder der Stoffteil 51 kann aus einem Material bestehen, welches eine relative gute thermische Leitfähigkeit hat. Der Stoff 5 besteht vorzugsweise aus einer dünnen, undurchlässigen, flexiblen Kunststofffolie, z. B. einer Polyethylenfolie. Ein Stoff dieser Art ist in der Lage, sich selbst sofort in die Form des Beckens zu formen und ermöglicht es damit, dass der Stoff einfach auf dem Tisch ausgebreitet wird und das Becken dann in die Öffnung eingesetzt wird, während der Stoff mitgezogen wird, wobei der Rest des Stoffes sich um die Außenseite des Beckens 30 drapiert. Der Stoff hat natürlich eine Größe, welche ausreichend ist, dass sie es dem Stoff ermöglicht, die Tischoberfläche vollständig zu bedecken, selbst nachdem das Becken auf den Stoff und in die Öffnung 21 gesetzt wurde.

Ein Becken 30, welches eine äußere/Bodenform hat, welche der Gestalt des Kühlelements 22 entspricht, kann auf den Stoff 5 in der Öffnung 21 in Oberflächenanlage mit dem Kühlelement 22 über im wesentlichen die Gesamtheit seiner Fläche durch das Medium des Teils 51 des Stoff gesetzt werden. Der Flansch 31 am Becken kann in diesem Zusammenhang über den Stoff 5 auf der Tischplatte 2 liegen. In Fig. 1 ist auch eine Wärmeisolierung dargestellt, welche auf der Außenseite der Rohrschlange 23, eines Kondensators 27 und eines Expansionsventils 26 liegt, welches Wärme vom komprimierten Kühlmittel ableitet. bzw. das Kühlmittel verdampft.

Das Becken 30 hat eine runde oder kreisförmig-zylindrische Gestalt, einschließlich eines oberen Kantenflansches, welcher auf dem Tisch um die Öffnung herumliegt.

Wie in Fig. 1 dargestellt kann eine Trägerstruktur 40 im Becken 30 platziert werden, um es so zu ermöglichen, dass das Transplantationsgewebe oder das Organ 50 auf einem gewünschten Niveau in der Flüssigkeitsmasse 60 liegt, und dass so das Gewebe oder Organ 50 unterhalb der Oberfläche der Flüssigkeit und dicht an der Oberfläche liegt, so dass das Gewebe oder Organ leicht erreicht werden kann, um vorbereitende Transplantationsarbeit oder ein ähnliches chirurgisches Verfahren durchzuführen. Das Gewebe 50 ist auf der oberen Oberfläche 41 der Trägerstruktur 40 gehalten, wobei die obere Oberfläche vorzugsweise leicht konkav ist.

Die Trägerstruktur 40 kann aus einem plattenförmigen Metall bestehen und enthält vorzugsweise eine Vielzahl von durchgehenden Öffnungen, welche es Flüssigkeit erlauben, durch die Struktur zu strömen.

Die Trägerstruktur kann auch einen Flansch enthalten, dessen äußerer Fuß durch die Beckenwand geführt wird. Der Fußflansch trägt eine zylindrische Wand, welche wiederum eine obere Wand trägt, deren obere Oberfläche leicht konkav ist. Ein Satz von solchen Trägern von zueinander verschiedenen Höhen kann vorgesehen werden, um es so dem Benutzer zu ermöglichen, einen Träger auszuwählen, dessen Fuß eine zweckmäßige Höhe liefert.

Die Kapazität der Kühlmaschine 25 ist ausreichend groß, um eine ausreichende Kühlung der Flüssigkeitsmasse 60 und des Gewebes 50 in einem Becken 30 im Tisch 1 mit dem Stoff 5 während eines kurzen Zeitraumes zu ermöglichen, welcher erforderlich ist, um die Vorbereitungsarbeit am Gewebe oder Organ 50 im Becken zu beenden. Die Kühlmaschine hat vorzugsweise Steuermittel, welche es ermöglichen, dass die Flüssigkeitsmasse auf einer gegebenen Temperatur gehalten wird, günstiger Weise auf einer Temperatur von ungefähr 4ºC.


Anspruch[de]

1. Tisch zur Vorbereitung von menschlichem Gewebe oder Organen (50) zur Transplantation oder ähnlichen chirurgischen Verfahren, wobei der Tisch eine Tischplatte (2), ein Becken (30), welches in eine Öffnung (21) in der Tischplatte eingesetzt ist, und Becken-Kühlvorrichtungen (22, 23, 25-28) enthält, wobei die Kühlvorrichtungen feststehende Kühlflächen (22, 23) haben, welche in wärmeleitendem Kontakt mit dem Becken (30) liegen;

dadurch gekennzeichnet, dass das Becken in der Tischöffnung (21) lose platziert und in Kontakt mit den Kühlflächen (22 und 23) ist; und dass die Tischplatte (2) einen sterilen Stoff (5) darauf angeordnet hat, auf welchem das Becken (30) ruht.

2. Tisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stoff (5) zwischen dem Becken (30) und den Kühlflächen platziert ist.

3. Tisch nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Becken (30) eine Trägerstruktur (40, 41) enthält, welches es ermöglicht, dass das Transplantationsgewebe oder Organ im Becken auf einer gewählten Höhe vom Boden des Beckens (30) platziert wird.

4. Tisch nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlvorrichtungen an dem Tisch so dimensioniert sind, dass sie steriles Eis in dem Becken (30) in Kontakt mit den Tisch-Kühloberflächen (22, 23) über den Stoff (5) erzeugen.

5. Tisch nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Stoff (5) aus einer dünnen, undurchlässigen Kunststofffolie besteht.

6. Tisch nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie eine sterilisierte Polyethylenfolie ist.







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