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Dokumentenidentifikation DE69719421T2 02.10.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0826521
Titel Radlagervorrichtung
Anmelder Koyo Seiko Co., Ltd., Osaka, JP
Erfinder Kawamura, Motoshi, Kitakatsuragi-gun, Nara-ken, JP;
Goto, Masaru, Yamatokoriyama-shi, Nara-ken, JP
Vertreter Grosse, Bockhorni, Schumacher, 81476 München
DE-Aktenzeichen 69719421
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 25.07.1997
EP-Aktenzeichen 971128665
EP-Offenlegungsdatum 04.03.1998
EP date of grant 05.03.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.10.2003
IPC-Hauptklasse B60B 27/00
IPC-Nebenklasse F16C 33/60   

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung

Die Erfindung betrifft eine Radlagereinrichtung, welche in einer Nabeneinheit eines Automobils oder dergleichen verwendet wird, und insbesondere eine Radlagereinrichtung, bei der ein Polierprozess auf einfache Weise an einem inneren Laufringelement durchgeführt und eine axiale Kraft, die während des Zusammensetzungsprozesses ausgeübt wird, stabilisiert werden kann.

Wie in Fig. 4 gezeigt, umfasst eine Radlagereinrichtung, an die das Rad eines Automobils anzubringen ist, folgendes: einen äußeren Laufring 1, der einen Flanschabschnitt 1f in einer Aussenseite aufweist und der am Körper des Automobils anzubringen ist; einen inneren Laufring 2, der einen Flanschabschnitt 2f in einer Aussenseite aufweist und an den ein Rad anzubringen ist; ein inneres Laufringelement 13, welches passend an der Welle 2s des inneren Laufrings befestigt ist; Kugeln (Rollelemente) 5, die in einem ringförmigen Zwischenraum 4 zwischen dem äußeren Laufring 1 und dem inneren Laufring 2 und dem inneren Laufringelement 13 angeordnet sind; Käfige (cages) 6, die die Kugeln 5 halten; und Verschlusselemente 7 und 9, die den ringförmigen Zwischenraum 4 verschließen.

Das innere Laufringelement 13 fungiert als innerer Laufring. Das innere Laufringelement wird separat ausgebildet und anschließend passend an dem geflanschten inneren Laufring 2 befestigt, da die Anordnung der Kugeln 5 und dergleichen, die Einfachheit des Prozesses der Lauffläche 13a und dergleichen berücksichtigt werden müssen. Das innere Laufringelement 13 wird auf die Welle 2 s des inneren Laufrings 2 gepasst und anschließend festgezogen und durch eine Mutter 8 so fixiert, dass eine konstante axiale Kraft ausgeübt wird.

Eine Stirnfläche 13b des inneren Laufringelements 13, welches die Radlagereinrichtung bildet, schlägt gegen einen Stufenabschnitt 2b an, der auf dem inneren Laufring 2 ausgebildet ist, und die andere Stirnfläche 13c schlägt gegen eine Lagerfläche 8a der Mutter 8 an, wodurch die axiale Kraft stabilisiert wird. Die anschlagenden Flächen, d. h. die Stirnflächen 13b und 13c des inneren Laufringelements 13 müssen (polierend) so genau wie möglich verarbeitet werden. Im inneren Laufringelement 13, wie in Fig. 5 gezeigt, unterscheidet sich die radiale Länge C der einen Stirnfläche 13b stark von der radialen Länge D der anderen Stirnfläche 13c, oder die Flächen der Stirnflächen sind voneinander sehr verschieden. Während des Polierprozesses werden die seitlichen Stirnflächen 13b und 13c des inneren Laufringelements 13 gleichzeitig bearbeitet, und daher sind die Schnittmengen der Flächen voneinander verschieden, wodurch ein Problem dergestalt erzeugt wird, dass es schwierig ist, die Genauigkeit zu kontrollieren. Wenn das innere Laufringelement 13 an dem inneren Laufring 2 befestigt wird, schlägt die Lagerfläche 8a der Mutter 8 gegen die Stirnfläche 13c an. Wegen des Verfahrens der Verarbeitung der Mutter 8 bilden sich leicht Grate am Ende 8a' der Lagerfläche 8a. Wenn das innere Laufringelement durch die Mutter 8 festgezogen wird, können die Grate angegriffen (bitten) werden. Dies erzeugt ein Problem derart, dass die axiale Kraft verändert wird. Ein Radlager nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 ist aus US-A-5011233 bekannt.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Die Erfindung wurde im Hinblick auf die oben diskutierten Probleme gemacht. Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Radlagereinrichtung zur Verfügung zu stellen, bei der die Schnittmengen der Stirnflächen in einem simultanen Prozess im wesentlichen ausgeglichen sind, so dass der Polierprozess vereinfacht wird und die axiale Kraft beim Festziehen einer Mutter stabilisiert werden kann.

Um diese oben diskutierten Probleme zu lösen, ist eine Radlagereinrichtung nach Anspruch 1 vorgesehen. Wenn die Stirnflächen des inneren Laufringelements der Radlagereinrichtung so ausgebildet sind, dass die auf diese Weise im wesentlichen dieselbe Fläche aufweisen, sind die Schnittmengen der Stirnflächen beim Polierprozess im wesentlichen einander gleich, und daher wird der Prozess vereinfacht, wodurch die Prozessgenauigkeit verbessert wird. Wenn der Stufenabschnitt auf einer Seitenfläche des inneren Laufringelements ausgebildet wird, welches gegen die Lagerflächen der Mutter so anschlägt, dass die Flächen der Stirnflächen im wesentlichen einander gleich sind, und das innere Laufringelement auf die Welle des inneren Laufrings eingapasst und durch die Mutter festgezogen wird, kommt das Ende der Lagerfläche, wo Grate gebildet werden können, nicht in direkten Kontakt mit der Stirnfläche des inneren Laufringelements. Daher ist die axiale Kraft beim Festziehen des inneren Laufringelements gegen den inneren Laufring konstant, und daher kann die Genauigkeit der Zusammensetzung der Radlagereinrichtung auf einfache Weise kontrolliert werden.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Fig. 1 ist eine Schnittansicht der erfindungsgemäßen Radlagereinrichtung;

Fig. 2 ist eine parallele Schnittansicht eines inneren Laufringelements, das die erfindungsgemäße Radlagereinrichtung bildet;

Fig. 3 ist eine Teilschnittansicht, die einen Zustand zeigt, in dem das die erfindungsgemäße Radlagereinrichtung bildende innere Laufringelement passend auf einem inneren Laufring befestigt und mit einer Mutter festgezogen ist;

Fig. 4 ist eine Schnittansicht einer Radlagereinrichtung nach dem Stand der Technik; und

Fig. 5 ist eine Teilschnittansicht eines inneren Laufringelements, das in der Radlagereinrichtung nach dem Stand der Technik verwendet wird.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM

Nachfolgend wird eine spezifische erfindungsgemäße Ausführungsform mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben.

Fig. 1 ist eine Schnittansicht der erfindungsgemäßen Radlagereinrichtung. Um wiederholte Beschreibungen zu vermeiden, werden identische Komponenten unter Verwendung derselben Bezugszeichen beschrieben, die bei der Beschreibung des Standes der Technik verwendet wurden. Die Radlagereinrichtung umfasst: einen äußeren Laufring 1, der einen Flanschabschnitt 1f in einer äußeren Seite aufweist und der am Körper eines Automobils anzubringen ist; einen inneren Laufring 2, der einen Flanschabschnitt 2f auf einer Aussenseite aufweist und an dem ein Rad (nicht gezeigt) anzubringen ist; ein inneres Laufringelement 3, welches passend an einer Welle 2s des inneren Laufrings 2 befestigt ist; Kugeln 5, die in einem ringförmigen Zwischenraum 4 zwischen dem äußern Laufring 1 und dem inneren Laufring 2 und dem inneren Laufringelement 3 angeordnet sind; Verschlusselemente 7 und 9, die den ringförmigen Zwischenraum 4 verschließen; und eine Mutter 8, die das innere Laufringelement 3 am inneren Laufring 2 durch eine konstante axiale Kraft befestigt.

Laufflächen 1a und 1b sind auf der inneren Randfläche des äußeren Laufrings 1 ausgebildet. Außerdem sind Laufflächen 2a und 3a auf dem in radialer Richtung äußeren Rand des inneren Laufringelements 2 bzw. der in radialer Richtung äußeren Randfläche des inneren Laufringelements 3 ausgebildet. Der äußere Laufring 1 dient auch als ein Gehäuse, und der innere Laufring 2 dient auch als Welle. Nachdem das innere Laufringelement 3 festgezogen und fixiert ist, wird ein Teil 8p der Mutter 8 in die Welle 2 s des inneren Laufrings 2 so verstemmt, dass die Mutter sich kaum bewegt.

Fig. 2 ist eine Teilschnittansicht des inneren Laufringelements 3, und Fig. 3 ist eine Teilschnittansicht, die einen Zustand zeigt, in dem das innere Laufringelement 3 passend auf einem inneren Laufring (nicht gezeigt) befestigt und mit der Mutter 8 festgezogen ist.

Eine in axialer Richtung innere Stirnfläche 3b des inneren Laufringelements 3 schlägt gegen einen Stufenabschnitt 2b an, der auf dem inneren Laufring 2 ausgebildet ist, und die in axialer Richtung äußere Stirnfläche 3c schlägt gegen die Lagerfläche 8a der Mutter 8 an. In diesem Fall ist ein Stufenabschnitt 3d im äußeren Abschnitt der Stirnfläche 3c ausgebildet, die gegen die Lagerfläche 8a der Mutter 8 anschlägt, wodurch verhindert wird, dass die Stirnfläche direkt gegen das Ende 8a' der Lagerfläche 8a der Mutter 8 anschlägt. In anderen Worten ist der Stufenabschnitt 3d so ausgebildet, dass ein in radialer Richtung äußeres Ende 3e der Stirnfläche 3, die gegen die Lagerfläche 8a der Mutter 8 anschlägt, sich innerhalb der Lagerfläche 8a der Mutter befindet. In dem inneren Laufringelement 3 ist die radiale Länge A der Stirnfläche 3b, die gegen den Stufenabschnitt 2b des inneren Laufrings 2 anschlägt, im wesentlichen gleich der radialen Länge B der Stirnfläche 3c, die gegen die Lagerfläche 8a der Mutter 8 anschlägt, so dass die Flächen der Stirnflächen 3b und 3c im wesentlichen einander gleich sind.

Wenn die Stirnflächen 3b und 3c des inneren Laufringelements 3 so ausgebildet werden, dass sie im wesentlichen dieselbe Fläche aufweisen, sind die Schnittmengen in einem Polierprozess im wesentlichen einander gleich und daher wird der Prozess vereinfacht, wodurch die Prozessgenauigkeit verbessert wird. Wenn der Stufenabschnitt 3d auf der Seitenfläche des inneren Laufringelements 3 ausgebildet wird, welches gegen die Lagerfläche 8a der Mutter 8 anschlägt, so dass die Flächen der Stirnflächen 3b und 3c im wesentlichen gleich sind, und das innere Laufringelement auf die Welle 2s des inneren Laufrings 2 eingepasst und durch die Mutter 8 festgezogen wird, kommt das Ende 8a' der Lagerfläche der Mutter 8, an welchem Grate gebildet werden können, nicht in direkten Kontakt mit der Stirnfläche 3c des inneren Laufringelements 3. Daher ist die axiale Kraft, die ausgeübt wird, wenn das innere Laufringelement 3 gegen den inneren Laufring 2 festgezogen wird, konstant, und deshalb kann die Genauigkeit der Zusammensetzung der Radlagereinrichtung auf einfache Weise kontrolliert werden.

Wie oben im Detail beschrieben, kann mit der erfindungsgemäßen Radlagereinrichtung ein simultaner Prozess während des Polierens des inneren Laufringelements vereinfacht werden, und die Prozessgenauigkeit wird verbessert. Wenn das innere Laufringelement auf die Welle des inneren Laufrings eingepasst und durch die Mutter festgezogen wird, fressen sich keine Grate zwischen dem Ende der Lagerfläche der Mutter und dem inneren Laufringelement fest. Daher wird die axiale Kraft nicht ungünstig beeinflusst und kann somit stabilisiert werden.


Anspruch[de]

1. Radlagereinrichtung, umfassend:

einen äußeren Laufring (1), der auch als ein Gehäuse dient;

einen inneren Laufring (2), der auch als eine Welle (2s) dient;

ein inneres Laufringelement (3), welches passend an der Welle (2s) befestigt ist, bei der es sich um den inneren Laufring (2) handelt;

Rollelemente (5) und einen Käfig (6), welche in einem ringförmigen Zwischenraum zwischen dem äußern Laufring (1) und dem inneren Laufring (2) und dem inneren Laufringelement (3) angeordnet sind; und

eine Mutter (8), die das innere Laufringelement (3) an dem inneren Laufring (2) durch eine axiale Kraft fixiert,

dadurch gekennzeichnet, dass

das innere Laufringelement (3) so ausgebildet ist, dass eine Fläche einer axial inneren Stirnfläche (3b), die gegen einen Stufenabschnitt (2b) der Welle des inneren Laufrings (2) anschlägt, im Wesentlichen gleich einer Fläche einer axial äußeren Stirnfläche (3c) ist, welche gegen eine Lagerfläche (8a) der Mutter (8) anschlägt, und dass

ein Stufenabschnitt so auf der axial äußeren Stirnfläche (3c) ausgebildet ist, dass ein radial äußeres peripheres Ende (3e) der Stirnfläche (3c), das gegen die Lagerfläche (8a) der Mutter (8) anschlägt, innerhalb eines radial äußeren Ende (8a') der Lagerfläche (8a) der Mutter (8) angeordnet ist.







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