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Dokumentenidentifikation DE69805710T2 02.10.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0896106
Titel Wandelement
Anmelder Saint-Gobain Isover, Courbevoie, FR
Erfinder Rüchel, Frank Dipl.,Ing., 69221 Dossenheim, DE;
Geissels, Alexander Dipl.-Ing., 68542 Heddesheim, DE
Vertreter Grosse, Bockhorni, Schumacher, 81476 München
DE-Aktenzeichen 69805710
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, IE, IT, LI, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 06.08.1998
EP-Aktenzeichen 981148331
EP-Offenlegungsdatum 10.02.1999
EP date of grant 05.06.2002
Veröffentlichungstag der Übersetzung europäischer Ansprüche 04.11.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.10.2003
IPC-Hauptklasse E04C 2/292
IPC-Nebenklasse E04D 3/30   E04H 5/10   E04D 3/362   E04C 2/08   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft Wandpaneele, wie sie durch den Oberbegriff des Patentanspruches 1 beschrieben sind, und insbesondere kassettenartige Wandpaneele.

Bei dem Bau von Industriehallen ist es eine übliche Vorgehensweise, die Fassaden der Industriehallen aus Stahlpaneelblechen herzustellen. Diese Stahlpaneelbleche haben jedoch nur sehr geringe wärmedämmenden Eigenschaften, so dass entsprechend erstellte Industriehallenfassaden durch zusätzliche Wärmedämmmaterialien gedämmt werden müssen. In der üblichen Vorgehensweise werden dabei Wärmedämmplatten oder ähnliche Wärmedämmmaterialien, die in der Regel aus Mineralwolle bestehen, zwischen den Paneelstegen der Stahlpaneelbleche angeordnet, aus denen die Industriehallenfassaden aufgebaut sind. Hierbei erweist es sich als problematisch, dass die Paneelstege selbst nicht unwesentliche Wärmebrücken darstellen, die den Gesamtdämmwert der Fassadenkonstruktion merklich verschlechtern. Diesem Problem versucht man z. B. durch zusätzliche Dämmmaterialien im Bereich der Paneelstege zu begegnen. Es hat sich jedoch gezeigt, dass diese zusätzlichen Dämmmaterialien im Bereich der Paneelstege nicht anwendungsgerecht zu befestigen sind und dämmtechnisch keine ausreichende Wirkung entfalten. Darüber hinaus stellt die Anbringung zusätzlicher Dämmmaterialien im Bereich der Paneelstege einen zusätzlichen Arbeitsgang dar, welcher die Gesamtkosten einer derartigen Industriehallenfassade in nachteiliger Weise erhöht.

Aus dem Dokument DE-U 91 05 036 sind Wandelemente in Paneelbauweise Ihr Industriebauten bekannt, in welche verputzfähige Dämmplatten eingelegt werden können. Zur Vermeidung von Wärmebrücken im Bereich der Paneelstege sind die Dämmplatten nach diesem Dokument dicker gehalten, als die Paneele. Die Dämmplatten nach diesem Dokument sind darüber hinaus nicht zusammendrückbar, da sie in der Lage sein müssen, einen Außenputz zu tragen, sowie Scherkräfte und Windsogkräfte aufzunehmen. Die Dämmplatten sind dabei mit schlitzartigen Ausnehmungen versehen, mit deren Hilfe sie über die Paneelstege geschoben werden. Darüber hinaus sieht das vorgenannte Dokument vor, sowohl nach oben als auch nach unten weisende Flansche der Querstege der Paneelelemente vorzusehen, die zur Fixierung der Dämmelemente in die in diesen vorgesehenen schlitzartigen Ausnehmungen eingreifen. Abgesehen von der Tatsache, dass die Ausbildung von schlitzartigen Ausnehmungen in den Dämmplatten wie auch das Vorsehen sowohl nach oben als auch nach unten weisender Flansche der Querstege der Paneelelemente in der Herstellung ausgesprochen kostenintensiv ist, lässt sich dieses System aufgrund der mangelnden Zusammendrückbarkeit der Dämmplatten ausgesprochen schwer montieren, so dass sogar montierbare Haltestreifen vorgesehen sind, die die Handhabung der Dämmplatten erleichtern sollen.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Wandpaneel vorzusehen, das sich einfach montieren lässt, kostengünstig herstellbar ist und aufwendige Halteelemente an den Stahlpaneelblechen, in die die Dämmplatten eingebaut werden, unnötig macht.

Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst, wobei zweckmäßige Ausführungsformen durch die kennzeichnenden Merkmale der abhängigen Unteransprüche beschrieben sind.

Vorgesehen ist ein gedämmtes Wandpaneel, das mit dem Dämmstoffmaterial in einfacher Weise bestückt werden kann. Zu diesem Zweck ist eine vorzugsweise nach unten kragende Leiste, die unmittelbar in die Dämmstoffplatte eingreift und diese innerhalb des Paneels fixiert an den horizontalen Stegen der die Paneele bildenden Leisten oder der Paneelbleche im oberen Bereich des horizontalen Paneelsteges vorgesehen. Die Außenverkleidung dieser Industriehallenfassade besteht dabei vorzugsweise aus Trapezblechen, die mit den Metallpaneelen verschraubt oder auf andere geeignete Weise befestigt sind.

Die Dicke der Dämmstoffplatten ist dabei größer als die horizontale Erstreckung der Paneelstege.

Nach Maßgabe der Erfindung sind die in den Paneelen anzuordnenden Dämmstoffplatten im wesentlichen kompressibel ausgebildet, so dass der über die horizontale Erstreckung der Paneelstege überstehende Bereich der jeweiligen Dämmstoffplatte bei der Befestigung der Trapezbleche an den Metallpaneelen wenn notwendig verpresst und/oder verdichtet werden kann, wobei ein unmittelbarer Kontakt zwischen dem Metall der Trapezfläche und dem Metall der Paneelbleche unterbleibt, da der überstehende Teile der Dämmplatte den Paneelsteg überdeckt, wodurch die innere Blechschale thermisch von der Außenbekleidung entkoppelt wird. Die nachteilige Wirkung von Wärme- und/oder Kältebrücken kann daher auf einfache und vorteilhafte Art und Weise deutlich reduziert werden. Die Dämmstoff bzw. Wandpaneelplatte mit Überdicke ist nach Maßgabe der Erfindung frei von vorgefertigten Ausnehmungen. Vorgesehen ist vielmehr, dass die nach unten weisenden Paneelstegflansche im jeweils oberen Paneelbereich bzw. des jeweiligen oberen Paneelbleches messer- oder krallenartig voll in das Material der jeweiligen Dämmstoffplatte eingreifen. Die Fixierung der Dämmstoffplatten in den Paneelen erfolgt daher auf überraschend einfache und vorteilhafte Weise durch einen messerartigen oder krallenartigen Eingriff der Stegflansche oder aber durch in Abständen angeordneten Stegflanschglieder unmittelbar in das Material der Dämmstoffmatte. Hierdurch kann der Herstellungsaufwand für die Dämmstoffplatte mit Überdicke erheblich reduziert werden, was sich in deutlich reduzierten Gesamtkosten für aus derartigen Elementen erstellte Industriehallenfassaden niederschlägt. Hierbei ist es zweckmäßig, die Dämmstoffplatte, die zweckmäßig aus Mineralwolle gebildet ist, mit einem Einschnitt zu versehen, der ohne Materialausarbeitung gebildet ist und in den das Paneel krallenartig eingreift. Hierbei ist es ferner zweckmäßig, die Lage bzw. das Vorhandensein des Einschnitts, der lediglich als Trennschnitt materialbedingt mit bloßem Auge kaum oder nur schwer sichtbar ist, durch mindestens eine Markierungslinie auf zumindest der im Einbauzustand zur Außenverkleidung gerichteten Außenfläche der Mineralwolleplatte zur Montageerleichterung zu kennzeichnen. Die Markierungslinie kann durch Einbrennen mittels Heißluftdüsen gebildet sein.

In einer Variante der vorliegenden Erfindung ist es möglich, zwischen den Paneelstegen und der vorzugsweise aus Trapezblechen bestehenden Außenverkleidung der Industriehallenfassade Distanzprofile vorzusehen, die beispielsweise aus einer einfachen Holzlattung oder aber aus Profilen aus gering wärmeleitendem Material bestehen können. Mit Hilfe derartiger Distanzprofile ist es möglich, die Verdichtung der Dämmstoffplatte mit Überdicke durch die Befestigung der vorzugsweise aus Trapezblechen bestehenden Außenverschalung der Industriehallenfassade auf einen gewünschten Wert einzustellen oder aber diesen gänzlich zu vermeiden, so dass Beeinträchtigungen der Dämmeigenschaften der Dämmstoffplatte mit Überdicke vermieden werden können. Derartige Distanzprofile, die unter anderem den Vorteil bieten, dass die Befestigungspunkte für die Außenschale der Industriehallenfassade sichtbar sind und die Dämmschicht nicht druckbeansprucht wird, können je nach Statik der Industriehallenfassade auf jedem einzelnen Paneelsteg oder aber nur auf einer gewissen Anzahl von Paneelstegen vorgesehen sein.

In einer weiteren Variation der vorliegenden Erfindung besteht die Möglichkeit, die Dämmstoffplatte mit Überdicke als Platte mit Bereichen unterschiedlicher Dichte auszubilden. Hierbei ist der nach außen über die Paneelstege vorstehende Bereich der Dämmstoffplatte mit Überdicke durch ein Material höherer Rohdichte gebildet, wohingegen der verbleibende Teil der jeweiligen Dämmstoffplatte eine geringere Festigkeit bzw. Rohdichte aufweist. Die Festigkeitseinstellung der nach außen über die Paneelstege vorstehenden Schicht der jeweiligen Dämmstoffplatte lässt sich neben der erhöhten Rohdichte im Falle von Mineralwolleplatten beispielsweise auch durch eine entsprechende Einstellung des Bindemittelgehaltes und/oder der Faserqualität des Mineralwollematerials oder durch Aufkaschierung eines flächenartigen Gebildes geringer Dicke, wie z. B. ein Glasvlies, Glasgewebe oder dgl. erzielen. Die durch die Festigkeitseinstellung erzielte Befestigungsfunktion ist dabei auf die nach außen über die Paneelstege vorstehende Schicht der Wandpaneelplatten mit Überdicke konzentriert, wobei der verbleibende Bereich der Dämmplatten entsprechend dem jeweiligen Anforderungsprofil bezüglich der Wärmeleitfähigkeit gewählt werden kann. Es ist dabei sogar denkbar, die Festigkeitseinstellung auf diejenigen Bereiche der Dämmstoffplatte mit Überdicke zu reduzieren, die in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Paneelstegen liegen und in denen es zur Befestigung der Außenverschalung entsprechend aufgebauter Industriehallenfassaden kommt. Die Verwendung derartiger Dämmplatten mit Bereichen unterschiedlicher Dichte bzw. Festigkeit ist dabei sowohl mit den weiter oben beschriebenen Distanzprofilen, aber auch ohne diese denkbar. In einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform erfolgt eine abstandsdefinierte Festlegung der Außenverschalung durch eine Spezialschraube, die zwei mit Abstand angeordnete Gewindeabschnitte unterschiedlicher Dicke aufweist, die durch einen Anschlagfunktion ausübenden Abschnitt ohne Gewinde getrennt sind.

Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung, in Zusammenhang mit den beigefügten Zeichnungen, darin zeigt:

Fig. 1 einen Teilquerschnitt durch eine Industriehallenfassade aus Stahlpaneelblechen mit Dämmplatten;

Fig. 2 einen Querschnitt durch die Industriehallenfassade aus Stahlpaneelblechen nach Fig. 1, mit einer darauf angebrachten Außenverschalung;

Fig. 3 einen Querschnitt durch eine andere Ausführungsform der Industriehallenfassade aus Stahlpaneelblechen mit Dämmplatten mit unterschiedlichen Dichtebereichen;

Fig. 4 einen Querschnitt durch die Industriehallenfassade aus Stahlpaneelblechen nach Fig. 3, mit daran befestigter Außenverschalung,

Fig. 5 einen Teilquerschnitt durch die Industriehallenfassade aus Stahlpaneelblechen nach Fig. 2, mit Distanzelementen zwischen Paneelstegen und Außenverschalung;

Fig. 6 eine Detailansicht des Paneelsteges mit Distanzelement nach Fig. 5; und

Fig. 7 eine isolierte Querschnittsansicht des Distanzelementes nach Fig. 5 und 6,

Fig. 8 eine Detailansicht einer weiteren Ausführungsform des Paneelstegs mit einer Spezialschraube als Distanzelement,

Fig. 9 und 10 Ansichten der Spezialschraube nach Fig. 8.

In der Fig. 1 ist ein Teilquerschnitt durch eine Industriehallenfassade gezeigt, die aus übereinander angeordneten Stahlpaneelblechen 1 gebildet ist, welche sich vorzugsweise zwischen (nicht gezeigten) senkrecht stehenden Stützsäulen erstrecken. Diese Stahlpaneelbleche 1 weisen an ihrem unteren Ende einen in Richtung der Fassadenaußenseite horizontal vorspringenden Paneelsteg 2 auf. Darüber hinaus sind die Stahlpaneelbleche 1 auch an ihrem oberen Ende mit einem in Richtung der Fassadenaußenseite horizontal vorspringenden Paneelsteg 3 versehen, an dessen fassadenaußenseitigem Ende ein vorzugsweise einstückig mit dem oberen Paneelsteg 3 vertikal nach unten vorspringender Flansch 4 vorgesehen ist, der für den weiter unten noch näher erläuterten Eingriff in das Material eines Dämmplattenelements in Art einer Kralle dient. In dem Ausfürungsbeispiel nach Fig. 1 ist an der unteren Randkante des vertikalen Paneelstegflansches 4 zudem eine Abkantung bzw. Abwinkelung 4a vorgesehen. Wenn, wie im beschriebenen Ausführungsbeispiel vorgesehen, übereinander angeordnete Paneele durch gegenseitigen Übergriff gehalten werden sollen, ist auch am unteren Paneelrand ein vertikal nach unten vorspringender Flansch 4' vorgesehen, der hier ebenfalls eine Abkantung bzw. Abwinkelung 4a' aufweist, die komplementär mit dem Flansch 4 und der Abwinkelung 4a geformt sind. In übereinander angeordneter Stellung der Paneelbleche übergreift somit der untere Paneelrand mit Flansch 4' und Abwinkelung 4a' den Flansch 4 und die Abwinkelung 4a des oberen Paneelrands des darunter angeordneten Paneelblechs. Hierzu ist der Paneelsteg 2 jeweils um die Dicke des Flansches 4 länger ausgebildet. In Übergriffsstellung wirken Flansch 4, 4' und Abwinkelung 4a, 4a' als krallenartiges Eingriffsglied in das Material der Dämmstoffplatte. Gleichzeitig sichert der Übergriff den gegenseitigen Halt der übereinander angeordneten Paneele. Obwohl die Stahlpaneelbleche 1 in der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform als einstückige Elemente dargestellt sind, ist es natürlich ebenso denkbar, stattdessen aus mehreren Elementen aufgebaute Stahlpaneele vorzusehen, wobei das eigentliche Paneel durch vertikal beabstandete Paneelleisten gebildet wird, die jeweils entweder mit dem unteren horizontalen Paneelsteg 2 oder dem oberen horizontalen Paneelsteg 3 mit dem daran angeordneten Paneelstegflansch 4 versehen sind, wobei im Falle der gegenseitigen Paneelhalterung beide Stege 2 und 3 mit dem Flansch 4, 4' bzw. der Abwinkelung 4a, 4a' versehen sind. In weiterer Abwandlung der zuletzt beschriebenen Ausführungsform ist es darüber hinaus auch möglich, Stahlpaneelleistenelemente vorzusehen, in denen jeweils ein unterer Paneelsteg 2 sowie ein oberer Paneelsteg 3 mit daran angeordnetem Paneelstegflansch 4 kombiniert sind.

Innerhalb des durch die Stahlpaneelbleche der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform gebildeten Paneels ist jeweils ein Dämmplattenelement 5 angeordnet, das im dargestellten Ausführungsbeispiel aus kompressiblen Mineralwollematerial gebildet ist. Hierbei werden die Dämmplatten zweckmäßigerweise mit einer gewissen Überbreite zwischen die Paneelstege gespannt, so dass im Stoßbereich keine Fugen entstehen und die Platten bei der Montage nicht herausfallen. Wie ebenfalls der Fig. 1 zu entnehmen, ist die Dicke der jeweiligen Dämmplatte 5 größer gewählt als die Tiefe bzw. Länge der Paneelstege 2 und 3, die im übrigen als durchgehende Leiste oder beabstandete Einzelelemente ausgebildet sein können. Hierbei schneiden bzw. krallen sich die vertikal nach unten vorstehenden Paneelstegflansche unmittelbar in das Material der zwischen den Paneelstegen 2 und 3 angeordneten Dämmplatten ein, so dass sich die Paneelstege 2 und 3, mit ihren insoweit als ein Eingriffsmesser wirkenden Flanschen 4; 4' in die Dämmstoffplatte einkrallen und diese innerhalb des Paneels halten. Die an der unteren Randkante des vertikal nach unten vorspringenden Paneelstegflansches 4; 4' angeordneten Abwinkelungen 4a; 4a' verstärken das messerartige Einkrallen und führen darüber hinaus zu einem positiven form- und kraftschlüssigen Eingriff mit der jeweiligen Dämmstoffplatte S. so dass eine sichere Fixierung der Dämmstoffplatten S innerhalb der Stahlpaneelbleche 1 sichergestellt ist.

Im Sinne einer Eingriffskontrolle ist es hierbei zweckmäßig, die Dämmstoffplatte in diesem Bereich mit einem Einschnitt 5' zu versehen, ohne jedoch Material herauszuarbeiten. Der Einschnitt wird zweckmäßigerweise durch ein rotierendes Messer erzeugt. Selbstverständlich ist der Einschnitt 5' in seiner Tiefe an die Eingriffskralle angepasst. Wie der Fig. 1 darüber hinaus zu entnehmen ist, sind die Rückseiten der Stahlpaneelbleche 1 zur Erzeugung einer größeren Flächenstabilität profiliert. Entsprechendes gilt für die Paneelstege 2 und 3, die jeweils mit zum Paneelinneren vorspringenden Ausformungen 2a bzw. 3a versehen sind. Aufgrund der kompressiblen Ausbildung der Dämmstoffplatten 5 können sich diese den die Flächenstabilität der Stahlpaneelbleche erhöhenden Profilierungen anpassen, ohne dass Zwischenräume verbleiben, was jedoch vorteilhaft dadurch unterstützt wird, dass der Einschnitt bezüglich seiner außermittigen Anordnung derart vorgesehen ist, dass sein Abstand zu derjenigen Außenfläche der Dämmstoffplatte, die im Einbauzustand zum Stahlpaneelblech hin weist, zumindest im Plustoleranzbereich gehalten wird. Es wird mithin eine optimale Dämmwirkung erzielt.

Der Fig. 2 sind im wesentlichen dieselben Elemente zu entnehmen, wie sie bezüglich der Fig. 1 bereits beschrieben wurden. Darüber hinaus ist der Fig. 2 aber eine Außenverschalung 6 zu entnehmen, die in der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform aus Trapezblechen gebildet ist. Wie der Fig. 2 darüber hinaus zu entnehmen ist, wird durch die Anordnung der aus Trapezblechen gebildeten Außenverschalung 6 an den Paneelstegen 2 bzw. 3 der Stahlpaneelbleche 1 der über die vertikalen Paneelstegbleche nach außen vorstehende Bereich der Dämmstoffplatten S komprimiert, ohne dass es, abgesehen von den (nicht gezeigten) Befestigungselementen, zu einem direkten Kontakt zwischen der Außenverschalung 6 und den Paneelstegen 2 und 3 bzw. den vertikalen Paneelstegflanschen 4; 4' kommt. Auf diese Weise können Wärme- und oder Kältebrücken sicher und einfach deutlich reduziert werden.

Die Fig. 3 zeigt wiederum die wesentlichen Elemente wie Fig. 1. Im Unterschied zu der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform besteht die Dämmplatte 5 bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform aus einer Dämmplatte mit Bereichen unterschiedlicher Festigkeit bzw. Rohdichte. Wie der Fig. 3 ohne weiteres zu entnehmen ist, wird im dargestellten Ausführungsbeispiel der über die horizontale Erstreckung der Paneelstege 2 und 3 in Richtung der Fassadenaußenseite überstehende Bereich 5a der Dämmplatte 5 als Bereich höherer Rohdichte des Mineralwollematerials der Dämmplatte S ausgebildet. Wie der Fig. 4 zu entnehmen ist, die wiederum im wesentlichen dieselben Elemente wie die Fig. 3 zeigt, wobei auf die Außenseite der Fassade Außenschalungselemente 6, vorzugsweise in Form von Trapezblechen, angeordnet sind, kommt es auch bei der Befestigung der Außenschalungselemente 6 an den Paneelstegen 2 und 3 bzw. an den Paneelstegflanschen 4; 4' zu einer Kompression der Bereiche höherer Festigkeit 5a der Dämmplatte 5, wobei auch die Bereiche 5a der Dämmplatte 5 eine wärmedämmende Wirkung entfalten. Aufgrund der höheren Festigkeit dieser Bereiche 5a ist die Kompression in den über die horizontale Erstreckung der Paneelstege 2 und 3 überstehenden Bereiche der Dämmplatten 5 weniger groß als in den Ausführungsbeispielen nach Fig. 1 und 2, wobei auch die Gesamtfestigkeit der gesamten Fassade verbessert werden kann, was sich wiederum auf die Widerstandsfähigkeit derartig aufgebauter Fassaden gegen Windsogkräfte und ähnliches auswirkt.

Was die Fig. 5 angeht, so ist hier im wesentlichen die Ausführungsform nach Fig. 2 mit allen Elementen dargestellt. Im Unterschied dazu sind bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 zur Befestigung der Außenverschalung 6 ein oder mehrere Distanzprofile 7 vorgesehen, die sich, wie auch in Fig. 6 im Detail dargestellt, zwischen den Paneelstegen 2 und 3 sowie den Paneelstegflanschen und den Außenverschalungselementen 6 erstrecken. Diese Distanzelemente 7 sind dabei vorzugsweise aus einem gering wärmeleitenden Material hergestellt, so dass auch durch diese hervorgerufene Wärmebrücken zwischen Außenverschalungselementen 6 und den Stahlpaneelblechen 1 deutlich reduziert werden, denn Wärmebrücken verschlechtern schlechthin den Gesamtdämmwert der Fassadenkonstruktion. Wie der Fig. 5 zu entnehmen, ist es möglich, derartige Distanzelemente 7 nur an ausgewählten Paneelstegen 2 und 3 vorzusehen, je nach statischen Anforderungen an die jeweilige Fassade. Durch die Distanzelemente 7 kann eine Kompression der nach außen über die sich horizontal erstreckenden Paneelstege 2 und 3 vorstehenden Bereiche der Dämmplatte 5 vermieden bzw. kontrolliert und gesteuert werden, was sich wiederum positiv auf den Gesamtdämmwert der Fassadenkonstruktion auswirkt, denn man kann unter diesen Umständen eine Mineralwolle geringer Rohdichte, beispielsweise unter 50 kg/m³, insbesondere im Bereich von 8 bis 40 kg/m³, besonders bevorzugt im Bereich von 8 bis 20 kg/m³ verwenden.

Die Fig. 7 schließlich zeigt eine mögliche Ausführungsform des Distanzelementes 7 als Profil. Das Distanzprofil nach Fig. 7 besteht dabei aus einem sich vertikal erstreckenden Kopfteil 7a, an dem die Außenverschalungselemente 6 befestigt werden, einem sich horizontal nach innen erstreckenden Bereich 7b, der zur Anlage an den Paneelstegen 2 kommt und an denen dieser Bereich befestigt wird sowie einem vertikal nach unten vorspringenden und zum Fassadeninneren von dem vertikalen Kopfbereich 7a des Distanzprofiles beabstandeten Anschlagflansch 7c, der im montierten Zustand zur Anlage an dem Paneelstegflansch 4' kommt und über dessen Beabstandung zum Kopfbereich 7a des Distanzprofiles auch die Kompression des zur Fassadenaußenseite vorstehenden Bereiches der Dämmplatte 5 eingestellt werden kann.

Fig. 8 zeigt ein Ausführungsbeispiel im Teilschnitt, bei dem die Außenverschalungselemente 6 mittels spezieller, als Distanz- und Befestigungselemente wirkender Schrauben 8 mit dem Stahlpaneelblech verbunden sind. Die gezeigte Schraube 8, die im Detail in Fig. 9 und 10 näher dargestellt ist, greift hierbei durch Schraubeingriff mit ihrem vorderen Schraubgewindeabschnitt 8a in den den Außenverschalungselementen 6 gegenüberliegenden Paneelsteg, der im dargestellten Ausführungsbeispiel durch die einander übergreifenden Paneelstege 2 und 3 gebildet ist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel nach Fig. 8 erstreckt sich die Schraube 8 hierbei durch eine Bohrung in den nach unten vorstehenden vertikalen Paneelstegflanschen 4, 4', die im krallenartigen Eingriff mit dem Einschnitt 5' der Mineralwollplatte 5 stehen.

Wie die Fig. 9 und 10 zeigen, weist die Schraube insgesamt zwei Schraubgewindeabschnitte 8a und 8b auf, die voneinander durch einen gewindefreien Abschnitt 8c getrennt sind. Die Schraubgewindeabschnitte 8a und 8b haben bei gleicher Gangrichtung verschieden starke Gewindedurchmesser, wobei der vordere Schraubgewindeabschnitt 8a einen geringeren Durchmesser als der unmittelbar an den Schraubenkopf 8d anschließende Schraubgewindeabschnitt 8b besitzt. Hierbei ist es zweckmäßig, dass der vordere Gewindeabschnitt 8a länger als der Schraubgewindeabschnitt 8b ausgebildet ist, zweckmäßigerweise die 1,5 bis 2-fache Länge aufweist. Der gewindefreie Abschnitt 8c ist dicker ausgebildet als der Schraubgewindeabschnitt 8a und weist eine axiale Länge auf, die zweckmäßigerweise der halben Gewindelänge des dickeren Schraubgewindeabschnitts 8b entspricht. Der Schraubenkopf 8d kann als Hutschraubenkopf ausgeführt sein, wobei jedoch auch andere Ausführungsformen möglich sind, beispielsweise Innensechskant oder dgl. Zur Erhöhung der Auflagefläche gegenüber dem Außenverschalungselement ist zweckmäßig eine Unterlegscheibe 8e angeordnet, auf der Dichtmaterial, zweckmäßigerweise unverlierbar, aufgebracht ist. Dabei kann es sich um einen separaten Dichtring handeln und es wird dadurch ein Kontakt von Metall auf Metall verhindert. Vorzugsweise ist die Schraube selbstschneidend, so dass keine Löcher vorgebohrt werden müssen.

Durch diese speziell auf das Wandpaneel abgestimmte Schraube 8 wird das Außenverschalungselement 6, welches insbesondere in Form eines Trapezblechs ausgebildet ist, unter Wahrung eines definierten Abstands gegenüber dem Stahlpaneelblech 1 mit diesem fest verbunden. Es wird also der geforderte Abstand, der auch die Kompression des Mineralwollematerials zwischen Außenverschalungselement 6 und Stahlpaneelblech 1 bestimmt, durch die Schraube 8 definiert. Bei der Montage transportiert die Schraube 8 selbständig das Außenverschalungselement 6 zum Schraubenkopf 8d in Anlage an die Unterlegscheibe 8e, während der vordere Gewindeabschnitt 8a im Paneelsteg eingeschraubt wird. Ersichtlich gelangt hierbei zuerst der vordere Gewindeabschnitt 8a in Schraubeingriff mit dem Paneelsteg, bis die Schulter des gewindefreien Abschnitts 8c am Paneelsteg anschlägt, wobei mit dem Einschrauben gleichzeitig das Außenverschalungselement 6 gegen den Schraubenkopf 8d gezogen wird, wobei mit Anschlag des gewindefreien Schaftabschnitts 8c am Paneelsteg die Lage bzw. der Abstand des Außenverschalungselements 6 zum Stahlpaneelblech 1 bestimmt ist.


Anspruch[de]

1. Gebäudefassade mit einer Anzahl von Wandpaneelen, insbesondere von kassettenartigen Wandpaneelen, die übereinander angeordnet, vorzugsweise aus Stahlblech (1) hergestellt und mit horizontal vorspringenden Paneelstegen (2, 3) versehen sind, wobei mindestens ein Teil dieser Paneelstege an ihren freien Enden vorstehende Paneelstegflansche (4, 4') aufweist, mit dazwischen angeordneten Dämmstoffplatten (5) aus insbesondere Mineralwolle, deren Dicke größer als die horizontale Erstreckung der Paneelstege ist, und die durch die Paneelstegflansche gehalten sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigung der Dämmstoffplatte im Wandpaneel durch messer- oder krallenartigen Eingriff von wenigstens einem Paneelstegflansch (4; 4') unmittelbar in das Material der in diesem Bereich ausnehmungsfreien Dämmstoffplatte (5) erfolgt.

2. Gebäudefassade nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Befestigung der Dämmstoffplatte nur im oberen Paneelbereich (3) nach unten vorstehende Paneelstegflansche (4; 4') vorgesehen sind.

3. Gebäudefassade nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an den unteren Randkanten der Paneelstegflansche (4; 4') insbesondere zur Fassadeninnenseite gerichtete Abkantungen (4a; 4a') vorgesehen sind.

4. Gebäudefassade nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmstoffplatte im Bereich des Eingriffs der Paneelstegflansche (4; 4') mit einem Einschnitt (5') ohne Materialherausarbeitung versehen ist.

5. Gebäudefassade nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an den Paneelstegen (2, 3) unter Zwischenschaltung der nach außen über die horizontale Erstreckung der Paneelstege (2, 3) überstehenden Bereiche der jeweiligen Dämmstoffplatte (S) Außenverschalungselemente (6) befestigt sind, und zwar vorzugsweise in Art von Blechen mit trapezartigen Rippen.

6. Gebäudefassade nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmstoffplatten (5) mit Bereichen unterschiedlicher Festigkeit ausgebildet sind, und zwar vorzugsweise mit zwei oder mehreren senkrecht zu den Paneelstegen verlaufenden Schichten mit vorzugsweise unterschiedlicher Rohdichte, und dass vorzugsweise der über die horizontale Erstreckung der Paneelstege (2, 3) überstehende Bereich der Dämmstoffplatten (5) als Bereich höherer Festigkeit (5a) ausgebildet ist.

7. Gebäudefassade nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an zumindest einer Auswahl der Paneelstege (2, 3) nach außen vorstehende Distanzelemente (7) zur Befestigung von Außenverschalungselementen (6) vorgesehen sind, die aus gering wärmeleitendem Material bestehen.

8. Gebäudefassade nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Distanzelemente (7) profilartig ausgebildet sind und Elemente (7a, 7b, 7c) zur Einstellung eines definierten Abstandes der Außenverschalungselemente (6) zu den Paneelstegen (2, 3) aufweisen.

9. Gebäudefassade nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Außenverschalungselement (6) in einem vorbestimmtem Abstand zu dem Stahlpaneelblech (1) durch Schrauben gehalten ist, die jeweils hinter ihrem vorderen Schraubgewindeabschnitt (8a) einen Anschlag (8f) aufweisen, dessen axialer Abstand zum Schraubenkopf (8d) den Abstand des Außenverschalungselements (6) zum Stahlpaneelblech (1) bzw. dem Paneelstegflansch bestimmt.

10. Gebäudefassade nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 9 und mit einer Schraube für die Wandpaneelbefestigung, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraube (8) einen vorderen Gewindeabschnitt (8a) aufweist, an dem ein eine Anschlagschulter (8f) bildender gewindefreier Abschnitt (8c) mit größerem Durchmesser anschließt, hinter dem vorzugsweise ein weiterer Gewindeabschnitt (8b) mit größerem Gewinde als der vordere Gewindeabschnitt (8a) angeordnet ist, an welchem der vorzugsweise mit einer Unterlegscheibe (8e) versehene Schraubenkopf (8d) anschließt.

11. Dämmstoffplatte aus Mineralwolle zum Einsetzen in ein Wandpaneel nach mindestens einem der Ansprüche 1-9, dadurch gekennzeichnet, dass diese an mindestens einer Stirnseite einen ohne Materialherausarbeitung gebildeten Einschnitt (5') zum Eingriff in die Paneelstegflansche der Wandpaneele aufweist.







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