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Dokumentenidentifikation DE69810979T2 02.10.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0872455
Titel Glaskülbelschneidevorrichtung mit Dämpfung des Glasscherenmechanismus
Anmelder Owens-Brockway Glass Container Inc., Toledo, Ohio, US
Erfinder DiFrank, Frank J., Toledo, US;
Menzie, Andrew B., Toledo, US
Vertreter Blumbach, Kramer & Partner GbR, 65187 Wiesbaden
DE-Aktenzeichen 69810979
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 15.04.1998
EP-Aktenzeichen 981068000
EP-Offenlegungsdatum 21.10.1998
EP date of grant 29.01.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.10.2003
IPC-Hauptklasse C03B 7/10

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum aufeinanderfolgenden Schneiden jedes von mehreren Strängen geschmolzenen Glases in einzelne Glasposten. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung eine Vorrichtung der vorstehenden Gattung, in welcher einander gegenüberliegende Sätze von Schneidmesserelementen gleichzeitig aufeinander zu und voneinander weg bewegt werden, und zwar entlang entgegengesetzter geradliniger Wege, um sich in einer Schneidlagebeziehung etwa an den längsseitigen Mittelachsen der Stränge aus geschmolzenem Glas, die geschnitten werden, zu überlappen.

Hintergrund der Erfindung

Bei der Herstellung von Glasbehältern durch eine Formmaschine des IS-("Einzelabschnitts-")-Typs fließen ein oder mehrere Stränge aus geschmolzenem Glas aus einer Zufuhrmulde eines Glasschmelzofen-Vorherdes nach unten in Richtung eines Abschnittes der Formmaschine, und jeder Strang wird in eine Mehrzahl einzelner Glasposten getrennt oder geschnitten, und zwar durch eine Schneidvorrichtung, die zwischen der Zufuhrmulde und dem Abschnitt der Formmaschine angeordnet ist. Eine typische Schneidvorrichtung der vorstehenden Art weist einen einander gegenüberliegenden Satz von Schneidmesserelementen auf, wobei jeder Satz von Schneidmesserelementen an einer Schlittenanordnung montiert ist, sowie eine Antriebsvorrichtung, um die jeweiligen Schlittenanordnungen aufeinander zu und voneinander weg zu bewegen. Eine Schneidvorrichtung dieser allgemeinen Art ist in US-A-4,813,994 (Kulig) offenbart. Bisher wurde bei solchen Antriebsvorrichtungen typischerweise eine mechanische Nockenanordnung beim Antrieb der Schlittenanordnungen verwendet. Bei einer solchen Nockenanordnung ist inhärent die Geschwindigkeit begrenzt, die den Schlittenanordnungen verliehen werden kann, und diese Geschwindigkeitsbegrenzung kann als Kapazitätsbegrenzung einer Formmaschine wirken. Ferner kann bei einer solchen Nockenanordnung die Kontaktzeit zwischen den Schneidmesserelementen und dem Glasstrang/den Glassträngen, die einen wichtigen Faktor für die Qualität des Schneidvorgangs darstellt, nicht angepasst werden, ohne den Betrieb der Formmaschine einzustellen, um eine Änderung bei den Nocken zu ermöglichen.

Die vorstehenden und andere Probleme und Beschränkungen von Schneidvorrichtungen zur Verwendung mit IS-Formmaschinen für Glasbehälter wurden mit der Schneidvorrichtung der Erfindung aus US-A-5,573,570 überwunden, welche die Merkmale des Oberbegriffs des Anspruchs 1 zeigt und einen in einer Richtung laufenden Servomotor nutzt, der mit einem Arm oder Schenkel einer Winkelhebelschwinge verbunden ist, um die gegenüberliegenden Schneidmesser-Schlittenanordnungen der Schneidvorrichtung über separate Verbindungsstangen anzutreiben. Eine solche Antriebsanordnung verleiht den Schneidmesserschlitten eine harmonische Bewegungscharakteristik. Ferner kann mit einer solchen Antriebsanordnung eine Steuerung der Betriebsgeschwindigkeit des Servomotors sowie eine Regulierung der Überlappung der Messerelemente an ihren Schneidabschnitten während des Betriebs der Schneidvorrichtung erfolgen. Infolge dieser Steuerungseigenschaften wird eine enge Kontrolle der "Zeit unter Glas" der Schneidvorrichtung ermöglicht, d. h. der Kontaktzeit zwischen dem geschmolzenen Glasstrang/den Glassträngen und den Schneidmesserelementen. Darüber hinaus kann die Steuerung der Geschwindigkeit des Servomotors auf sehr praktische Weise mit der Steuerung der Positionen der Nadeln, die in Verbindung mit den Zufuhrdüsen verwendet werden, um die Glasflussrate aus den Zufuhrdüsen zu regulieren, verbunden werden.

Die Scher- oder Schneidvorrichtung der in der vorgenannten US-A-5,573,570 offenbarten Art muss in der Lage sein, vollständig anzuhalten, und der Servomotor, der die hin- und herschwingenden Schneidmesserschlitten einer solchen Vorrichtung antreibt, muss dann in eine vollständig zurückgezogene Stellung bewegt werden, zusammen mit den Schneidmesserschlitten, welche dann ebenfalls zurückgezogen werden. Daher ist der Servomotor an einem schwenkbaren Träger angeordnet und wird durch einen pneumatischen Zylinder in seine normale Betriebsstellung gedrückt. Eine Spannfeder wirkt der Kraft von dem pneumatischen Zylinder entgegen und bewegt den Träger aus seiner normalen Betriebsstellung in eine zurückgezogene Stellung. Es ist jedoch festgestellt worden, dass das Anhalten einer solchen Schneidvorrichtung sehr plötzlich erfolgen kann, was zu hohen Stoßbelastungen an den Elementen des pneumatischen Zylinders und an anderen Elementen der Schneidvorrichtung führt, und zwar auf Grund der Trägheit der Schneidschlitten, wenn diese aus ihren Betriebsstellungen zurückgezogen werden.

Zusammenfassung der Erfindung

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Schneidvorrichtung der Art, auf die zuvor Bezug genommen wurde, bereitzustellen, um solche hohen Aufprallbelastungen zu mindern.

Die Erfindung ist in Anspruch 1 definiert.

Dementsprechend wird eine parallele Schneidvorrichtung allgemein gemäß US-A-5,573,570 zur Verfügung gestellt, aber mit Dämpfungsmitteln, die an dem pneumatischen Zylinder vorgesehen sind, welcher den Schneidschlitten in seine normale Betriebsstellung bewegt. Die Aufprall- oder Stoßbelastungen, die auf den Zylinder und die Struktur, an welcher dieser montiert ist, wirkt, und welche auf ein plötzliches Zurückziehen des Servomotors als Folge des Anhaltens der Vorrichtung zurückzuführen sind, werden reduziert.

Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung betrifft die Einstellung des Zylinders in Bezug auf die Stützstruktur der Schneidvorrichtung. Diese ermöglicht eine präzisere Positionierung der Betriebsstellungen des einander gegenüberliegenden Satzes von Schneidmessern in Bezug aufeinander.

Für ein weiteres Verständnis der vorliegenden Erfindung und ihrer Aufgaben wird die Aufmerksamkeit auf die Zeichnungen und die kurze Beschreibung derselben, auf die detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sowie auf die anhängenden Ansprüche gelenkt.

In den Zeichnungen

zeigt

Fig. 1 eine Aufsicht einer parallelen Schneidvorrichtung für eine Glasformmaschine, wobei die hier dargestellte parallele Schneidvorrichtung aus US-A-5,573,570 bekannt ist;

Fig. 2 einen Aufriss der Vorrichtung aus Fig. 1, an der Linie 2-2 derselben genommen;

Fig. 3 eine schematische Ansicht der pneumatischen Schaltung zur Betätigung der pneumatischen Betriebselemente der Vorrichtung aus den Fig. 1 und 2;

Fig. 4 eine schematische Ansicht des Steuersystems zur Steuerung des Betriebs des elektrischen Motors der Fig. 1 und 2; die

Fig. 5, 6 und 7 zeigen fragmentarische Aufsichten einer modifizierten Ausführungsform einer parallelen Schneidvorrichtung für eine Glasformmaschine entsprechend der vorliegenden Erfindung in unterschiedlichen Betriebsstellungen einer solchen Vorrichtung; und

Fig. 8 zeigt eine fragmentarische, perspektivische Ansicht der Vorrichtung aus den Fig. 5, 6 und 7.

Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform

Eine parallele Schneidanordnung oder -vorrichtung entsprechend der in den Fig. 1-4 dargestellten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist in Fig. 1 generell mit dem Bezugszeichen 10 bezeichnet und weist einander gegenüberliegende Schneidmesserschlitten 12 und 14 auf. Die Schlitten 12 und 14 sind für eine Hin- und, Herbewegung aufeinander zu und voneinander weg montiert, wobei der Schlitten 12 entlang stationärer Gleitstangen 16 und 18 verschiebbar ist und der Schlitten 14 entlang stationärer Gleitstangen 18 und 20 verschiebbar ist.

Die Bewegung der Schlitten 12 und 14 verläuft geradlinig und wird durch einen schwingenden Winkelhebel 22 gleichzeitig bewirkt. In Hinsicht darauf ist der Schlitten 12 durch eine Verbindungsstange 26 mit einem Schenkel 24 des Winkelhebels 22 verbunden, und ein Ende 26a der Stange ist schwenkbar an dem Schlitten 12 angebracht und das andere Ende 26b derselben ist schwenkbar an dem Schenkel 24 des Winkelhebels 22 angebracht. Analog ist der Schlitten 14 mit einem Schenkel 28 des Winkelhebels 22 durch eine Verbindungsstange 30 verbunden, ein Ende 30a derselben ist schwenkbar an dem Schlitten 14 angebracht und das andere Ende 3 Ob derselben ist schwenkbar an dem Schenkel 28 angebracht, wobei die Schenkel 24 und 28 in ihren Stellungen in Bezug auf den Winkelhebel 22 einander diametral gegenüberliegen.

Der Schlitten 12 trägt ein oder mehrere Schneidmesserelemente, die als vier Schneidmesserelemente 32a, 32b, 32c und 32d gezeigt sind, jeweils eins für jeden geschmolzenen Glasstrang, der aus der dem Schneidmechanismus 10 zugeordneten Glaszufuhreinrichtung über diesem (nicht gezeigt) fließt. Analog trägt der Schlitten 14 eine gleiche Anzahl von Schneidmesserelementen, die als Schneidmesserelemente 34a, 34b, 34c und 34d gezeigt sind. Wenn der Winkelhebel 22 zum Schwingen gebracht wird, und zwar durch Mittel, die später eingehender beschrieben werden, wird bewirkt, dass sich die Schlitten 12 und 14 aufeinander zu und danach voneinander weg bewegen, um die gegenüberliegenden Schneidmesserelemente 32a und 34a, 32b und 34b, 32c und 34c bzw. 32d und 34d periodisch in eine teilweise überlappende Lagebeziehung zueinander zu bringen und dadurch Stränge aus geschmolzenem Glas, die zwischen diesen nach unten fließen, zu schneiden, und zwar an den Stellen, die durch die mit gestrichelter Linie gezeigten Kreise A, B, C bzw. D angegeben sind. Durch diese Wirkung der Schlitten 12, 14 und der jeweils von diesen getragenen Schneidmesserelemente werden die Stränge aus geschmolzenem Glas an den Stellen A, B, C bzw. D in einzelne Glasposten getrennt, zur weiteren Verarbeitung zu einzelnen Glasbehältern durch eine nicht gezeigte Glasformmaschine des Einzelabschnittstyps, die unterhalb des Schneidmechanismus 10 angeordnet ist.

Die Bewegung, die den Schlitten 12, 14 durch die Winkelhebelschwinge 22 über die Verbindungsstangen 26, 30 aufgeprägt wird, wird hinsichtlich ihrer Geschwindigkeits- und Beschleunigungseigenschaften harmonisch sein. Dadurch werden die Trägheitsbelastungen auf die Schlitten 12, 14 minimiert und dadurch wird der Verschleiß an diesen minimiert.

Die Winkelhebelschwinge 22 wird zum Schwingen um ihre Mittelachse E gebracht, und zwar durch eine Kombination aus einem in einer Richtung laufenden Wechselstrom-Servomotor 36 und einer Untersetzung 38, welche an einem Träger 40 montiert sind, der in Bezug auf die feststehende Struktur des Schneidmechanismus 10 um eine Mittelachse F schwenkbar ist. Der Träger 40 wird durch einen beidseitig arbeitenden pneumatischen Zylinder 44 gegen einen einstellbaren Anschlag 42 gedrückt, und die Stellung des Trägers 40, die in Bezug auf die Lage der Mittelachse E der Winkelhebelschwinge 22 festgelegt wird, bestimmt die Große oder den Grad der Überlappung der Messerelemente 32a und 34a, usw. an den innersten Grenzen der geradlinigen Bewegung derselben. Somit kann die graduelle Überlappung der Messerelemente in ihrer Schneidposition schnell und leicht hergestellt werden, während der Schneidmechanismus 10 arbeitet, ohne dass der Betrieb der zugehörigen Formmaschine unterbrochen zu werden braucht. Die Drehbewegung des Servomotors 36 wird durch eine Verbindungsstange 46 auf die Winkelhebelschwinge 22 übertragen, wobei ein Ende 46a der Stange schwenkbar an dem Servomotor 36 an einer von der Rotationsachse des Servomotors 36 entfernten Stelle angebracht ist und das andere Ende 46b derselben schwenkbar an einem Schenkel 48 der Winkelhebelschwinge 22 an einer Stelle zwischen den Schenkeln 24 und 28 und in jeweiligem Abstand zu diesen angebracht ist.

Ein fehlersicherer Betrieb des Schneidmechanismus 10 wird sichergestellt, indem eine Spannfeder 50 vorgesehen ist, welche auf den Träger 40 wirkt, indem sie den Träger 40 im Falle eines Ausfalls des Luftdrucks in dem Zylinder 44 aus dessen Lage an dem einstellbaren Anschlag 42 um dessen Schwenkachse F herum zurückzieht. Somit wird der Abstand zwischen den Schlitten 12 und 14 bis zu dem Punkt erhöht, an dem selbst an den innersten Grenzen der Bewegung der gegenüberliegenden Messerelemente 32a und 34a, usw. keine Überlappung zwischen selbigen mehr gegeben ist, bis die richtigen Betriebsbedingungen wieder hergestellt werden können. Außerdem ist ein pneumatischer Sicherheitsrastmechanismus 52 vorgesehen, um im Falle des Verlustes des Luftdrucks an dem Zylinder 44 oder des Energieausfalls am Servomotor 36 oder des Ausfalls desselben die Hebelschwinge 22 gegen die Schwingbewegung zu verrasten. Die pneumatische Schaltung zum Betrieb des Zylinders 44 und des pneumatischen Rastmechanismus 52 ist in Fig. 3 dargestellt und nutzt eine Zufuhr sauberer, geregelter Druckluft in einer Zufuhrleitung 60. Die Luft in der Zufuhrleitung 60 tritt in ein Steuergehäuse 62 in einer Struktur ein, deren Grenzen durch eine unterbrochene Linie angegeben sind, und das Steuergehäuse 62 enthält einen Druckschalter 64. Der Druckschalter 64 wirkt derart, dass er den Luftstrom durch die Zufuhrleitung 60 in dem Fall, dass der Luftstrom durch die Zufuhrleitung unter einen vorgegebenen Wert abfällt, unterbricht. Die komprimierte Luft in der Zufuhrleitung 60 wird an Stellen stromab des Druckschalters 64 einer ersten Zweigleitung 66 und einer zweiten Zweigleitung 68 zugeführt.

Die Druckluft in der Zweigleitung 66 wird der einen oder der anderen Betriebsseite eines Kolbens 44a des beidseitig arbeitenden Zylinders 44 zugeführt, und zwar über ein Magnetventil 70 von einem Zufuhrverteiler 72 in dem Steuergehäuse 62 sowie einem zweiten Zufuhrverteiler 74, der außerhalb des Steuergehäuses 62 vorgesehen ist. Das Magnetventil 70 ist ein Zweistellungsventil herkömmlicher Art und dessen Betriebsstellung wird elektrisch oder elektronisch gesteuert, beispielsweise indem es an die nicht gezeigte Notstopschaltung für die Schneidvorrichtung 10 angeschlossen wird, um das Magnetventil in seine Außerbetriebsstellung zu bewegen und dadurch zu bewirken, dass der Kolben 44a des Zylinders 44 sich derart bewegt, dass er den Träger 40 gegen den einstellbaren Anschlag 42 vorschiebt.

Die Druckluft in der Zweigleitung 68 wird über ein Magnetventil 76, den Zufuhrverteiler 72 und den zweiten Zufuhrverteiler 74 der einzigen Betriebsseite eines Kolbens 52a der einseitig wirkenden Sicherheitsverrastung 52 zugeführt. Das Magnetventil 76 ist wie das Magnetventil 70 ein Zweistellungsventil herkömmlicher Art und seine Betriebsstellung wird analog elektrisch oder elektronisch gesteuert, um das Magnetventil im Falle einer Notsituation in eine Außerbetriebsstellung zu bewegen und dadurch zu gestatten, dass eine Feder 52b der pneumatischen Sicherheitsverrastung 52 den Kolben 52a aus dessen Nichtanlagestellung, wie sie in Fig. 3 dargestellt ist, in dessen Anlagestellung drückt, in welcher dieser die Schwingung der Winkelhebelschwinge 22 blockieren wird. Die Steuerung des Betriebs der Vorrichtung aus den Fign.

1-3 kann, wie sie bis hierher beschrieben wurde, mit Hilfe des Steuersystems erfolgen, das in Fig. 4 dargestellt ist. Wie gezeigt, wird der Betrieb des Wechselstrom-Servomotors 36 durch eine Bewegungssteuerung 80 gesteuert, die über einen Leistungsverstärker 82 auf den Servomotor 36 wirkt. Die Bewegungssteuerung 80, die unter der Steuerung eines Überwachungscomputers 84 arbeitet, weist in ihrem Speicher ein Bewegungsprofil auf, das von dem Überwachungscomputer 84 erzeugt wird, und dieses gespeicherte Profil bestimmt die Stellung der Messerelemente 32a, 34a, usw. in Bezug auf die Nadeln der Zufuhrmulde (nicht gezeigt). Bei der Erzielung dieses Steuerergebnisses nutzt die Bewegungssteuerung ein Signal, das die Stellungen der Nadeln anzeigt, wie es von einem Drehmelder oder einer Rückkopplungseinrichtung 86 wie beispielsweise dem in US-Patent 4,427,431 (Mumford) beschriebenen Drehmelder empfangen wird, sowie ein Signal, das die Stellung eines Rotors des Servomotors 36 anzeigt, wie es von einem zweiten Drehmelder oder einer Rückkopplungseinrichtung 88 ähnlicher Art empfangen wird. In Hinsicht darauf ist der Drehmelder 86 vorzugsweise an demselben Ort montiert, an dem bei früheren mechanischen Schneideinrichtungen der Schneidnocken angeordnet wäre, und liefert in einer solchen Anordnung ein Signal, das die absolute Position der Abtriebswelle des Getriebes, das zur Steuerung der Bewegung der Nadeln verwendet wird, anzeigt. Gleicherweise ist der Drehmelder 88 vorzugsweise auf der Rückseite des Servomotors 36 montiert und wird in einer solchen Anordnung dazu dienen, ein Signal bereitzustellen, das sowohl die Stellung des Rotors des Servomotors 36 als auch die Stellungen der Schlitten 12, 14 anzeigt.

In einem Steuersystem, wie es beschrieben wurde, wird der Überwachungscomputer 84 ein Bewegungsprofil für die Bewegungssteuerung 80 auf Grundlage der Geschwindigkeit der zugeordneten Formmaschine und der für die Messerelemente 32a und 34a, usw. gewünschten "Zeit unter Glas" der parallelen Schneidvorrichtung 10 berechnen. Somit wird dieses Bewegungsprofil die Lagebeziehung von Position zu Position zwischen der Abtriebswelle des Zufuhrnadelgetriebes und den gewünschten Stellungen der Messerelemente 32a, 34a, usw. steuern. Diese Lagebeziehung kann von einem Bediener auf Wunsch leicht geändert werden, und zwar über eine Bedienerschnittstelle 90, die eine schnelle Umprogrammierung des Überwachungscomputers 84 ermöglicht.

Eine parallele Schneidanordnung oder -vorrichtung entsprechend einer modifizierten Ausführungsform der Erfindung der Fig. 1-4 ist in den Fig. 5-8 dargestellt, in welchen Elemente, die den Elementen der Ausführungsform aus den Fig. 1-4 entsprechen, durch eine 100er Seriennummer bezeichnet sind, deren letzte zwei Stellen den zwei Stellen der entsprechenden Elemente der Ausführungsform aus den Fig. 1-4 entsprechen.

Die Ausführungsform einer parallelen Schneidanordnung oder -vorrichtung entsprechend der Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, die in den Fig. 5-8 dargestellt ist, ist generell durch das Bezugszeichen 110 bezeichnet und entspricht bis auf das nachfolgend Beschriebene der parallelen Schneidvorrichtung 10 aus den Fig. 1-4. Die parallele Schneidvorrichtung 110 ist in ihrer Beziehung zu einer Zufuhrmulde BL eines zugeordneten Vorherdes gezeigt, die nur in Fig. 5 in gebrochenen Linien gezeigt ist, und weist ein einander gegenüberliegendes Paar von nicht gezeigten Schneidmesserschlitten auf, die durch einen schwingenden Winkelhebel 122 in eine Bewegung aufeinander zu und voneinander weg versetzt werden. Die Hin- und Herbewegung wird über Verbindungsstangen 126 und 130 auf die Schneidmesserschlitten übertragen, wobei ein Ende 130b der Verbindungsstange 130 schwenkbar an einem Schenkel 128 der Winkelhebelschwinge 122 angebracht ist und ein Ende 126b der Verbindungsstange 126 schwenkbar an einem Schenkel 124 der Winkelhebelschwinge 122 angebracht ist. In Hinsicht darauf sind die Schenkel 124 und 128 der Winkelhebelschwinge 122 in ihren Stellungen in Beziehung auf die Winkelhebelschwinge 122 diametral einander gegenüberliegend angeordnet und die Bewegung, die den gegenüberliegenden Schneidmesserschlitten durch die Winkelhebelschwinge 122 über die Verbindungsstangen 126, 130 aufgeprägt wird, wird hinsichtlich ihrer Geschwindigkeits- und Beschleunigungseigenschaften harmonisch sein, um die Trägheitsbelastungen an den Schermesserschlitten zu minimieren und dadurch den Verschleiß an diesen zu minimieren.

Die Winkelhebelschwinge 122 wird zum Schwingen um ihre Mittelachse E gebracht, und zwar durch eine Kombination aus einem in einer Richtung laufenden Wechselstrom-Servomotor 136 und einer Untersetzung 138, welche an einem Träger 40 montiert sind, der in Bezug auf die feststehende Struktur des Schneidmechanismus 110 um eine Mittelachse F schwenkbar ist. Der Träger 140 wird durch einen beidseitig arbeitenden pneumatischen Zylinder 144 gegen einen einstellbaren Anschlag 142 gedrückt. Die Drehbewegung des Servomotors 136 wird in eine schwingende Bewegung des Winkelhebels 122 umgesetzt, indem der Servomotor 136 durch eine Verbindungsstange 146 mit einem Schenkel 148 der Winkelhebelschwinge 122 verbunden ist, wobei ein Ende 146a der Verbindungsstange 146 schwenkbar an dem Servomotor 136 an einer von der Drehachse des Servomotors 136 entfernten Stelle angebracht ist und ein Ende 146b der Verbindungsstange 146 schwenkbar an dem Schenkel 148 der Winkelhebelschwinge 122 an einer Stelle zwischen den Schenkeln 124 und 128 und jeweils im Abstand von diesen angebracht ist.

Der fehlersichere Betrieb des Schneidmechanismus 110 ist im Falle eines Anhaltens oder anderweitig durch Vorsehen einer Spannfeder 150 sichergestellt. Ein Ende 150a der Feder 150 ist an einem Träger 192 befestigt, der fest an einem Rahmen 194 befestigt ist, in Bezug auf welchen die Schlitten durch die schwingende Bewegung der Winkelhebelschwinge 122 hin- und herbewegt werden. Das andere Ende 150b der Feder 150 ist an einem schwenkbaren Verbindungsglied 196 befestigt, und die Schwenkbewegung des Verbindungsgliedes 196 wird durch ein zweites schwenkbares Verbindungsglied 198 auf den schwenkbaren Träger 140 übertragen, wobei ein Ende 198a des Verbindungsgliedes 198 schwenkbar an dem Träger 140 befestigt ist und ein anderes Ende 198b desselben in einem Schlitz 196a des Verbindungsgliedes 196 verschiebbar ist. Der Zylinder 144 weist ein Gehäuse 144h mit einem Ende 144a auf, das schwenkbar an einem Montageträger 193 befestigt ist. Der Zylinder 144 weist ferner eine Stange 144c auf, wobei ein Ende der Stange fest mit einem ringförmigen Ende 144j einer Gabelstange 144b verbunden ist. Das andere Ende der Gabelstange 144b ist schwenkbar an einem Arm 140a des Trägers 140 befestigt (Fig. 8). Eine teilweise zylindrische Abschirmung 195 ist vorgesehen, um das freiliegende Ende der Stange 144c und die Feder 144f vor äußerem Kontakt zu schützen.

Die Ausdehnung des Zylinders 144 bewirkt, dass der Träger 140 gegen den Anschlag 142 gedrückt wird, wie in den Fig. 5 und 6 gezeigt ist, was den normalen Zustand des Trägers 140 darstellt, wenn die Schneidvorrichtung 110 in Betrieb ist. In dieser Hinsicht zeigt Fig. 5 den Zustand der Schneidvorrichtung 110, wenn sich die Schlitten, die durch die Verbindungsstangen 126, 130 getrieben werden, an den innersten Grenzen ihrer normalen Hin- und Herbewegung befinden, und Fig. 6 zeigt den Zustand der Schneidvorrichtung 110, wenn sich die Schneidschlitten, die durch die Verbindungsstangen 126 und 130 getrieben werden, an den äußersten Grenzen ihrer normalen Wege der Hin- und Herbewegung befinden.

Wenn der Betrieb der Schneidvorrichtung 110 angehalten werden soll, entweder manuell oder automatisch, wird der pneumatische Druck auf den Zylinder 144 unterbrochen, wodurch die Feder 150 den Träger 140 um dessen Achse F in den in Fig. 7 dargestellten Zustand zurückschwenken kann, zu welchem Zeitpunkt der Zwischenraum zwischen den durch die Verbindungsstangen 126 und 130 betriebenen Schlitten wesentlich größer als der Zwischenraum in dem in Fig. 6 dargestellten Zustand sein wird. Wegen der Trägheit der durch die Verbindungsstangen 126 und 130 betriebenen Schlitten kann ein plötzliches Anhalten der Schneidvorrichtung 110, das bewirkt, dass diese den in Fig. 7 dargestellten Zustand annimmt, auf verschiedene Elemente der Schneidvorrichtung 110 recht deutliche Stoßbelastungen übertragen. Um die Stoßbelastungen zu absorbieren, die sich ansonsten durch ein plötzliches Anhalten der Schneidvorrichtung 110 ergeben würden, ist eine Kompressionsfeder 144f vorgesehen, auf welche eine Wirkung über die Gabelstange 144b ausgeübt wird. Dafür weist die Gabelstange 144b einen ringförmigen Bund 144d auf, der als integraler Bestandteil derselben ausgebildet ist. Die Kompressionsfeder 144f umgibt die Stange 144c zwischen dem Bund 144d und einem Ende 144g des Gehäuses 144h. Somit kommt, wenn sich die Schneidvorrichtung 110 in ihren angehaltenen Zustand (Fig. 7) bewegt, der Bund 144d in Anlage an die Feder 144f und beginnt diese zusammenzudrücken, um dadurch die Stoßbelastungen zu absorbieren, die ansonsten auf verschiedene Elemente der Schneidvorrichtung 110 übertragen werden würden.

Um exakte Einstellungen der Betriebs- und Haltzustände des Trägers 140 zu gestatten, ist der Träger 193, an welchem der Zylinder 144 montiert ist, einstellbar an dem Träger 192 befestigt. Es ist festgestellt worden, dass die Verwendung einer einstückigen Gabelstange 144b die Positionsanpassungen der parallelen Schneidvorrichtung 110 erleichtert und eine Beschädigung, die ansonsten auf Grund ungenauer Einstellungen auftreten könnte, verhindert.

Außerdem ist ein pneumatischer Sicherheitsrastmechanismus 152 vorgesehen, um im Falle des Ausfalls des Luftdrucks an dem Zylinder 144 oder des Energieausfalls am Servomotor 136 oder des Ausfalls desselben die Hebelschwinge 122 gegen die Schwingbewegung zu verrasten.


Anspruch[de]

1. Vorrichtung zum Schneiden mindestens eines Stranges geschmolzenen Glases aus einer Glaszufuhreinrichtung in einzelne Posten aus geschmolzenem Glas zur Verarbeitung zu Glasbehältern in einer Formmaschine, wobei die Vorrichtung (110) eine erste Schneideinrichtung (12), eine zweite Schneideinrichtung (14) und Montagemittel (16, 18) zur Montage der ersten Schneideinrichtung für eine Bewegung zu der zweiten Schneideinrichtung hin und von dieser weg und zur Montage der zweiten Schneideinrichtung für eine parallele Bewegung zu der ersten Schneideinrichtung hin und von dieser weg umfasst;

wobei Mittel, um der ersten Schneideinrichtung (12) und der zweiten Schneideinrichtung (14) eine Hin- und Herbewegung aufzuprägen, folgendes umfassen:

einen in einer Richtung laufenden Servomotor (136);

eine Winkelhebel-Schwinge (122) mit einer Nabe und Mittelachse;

eine erste Verbindungsstangeneinrichtung (146), die den Servomotor mit der Winkelhebel-Schwinge (122) verbindet, um der Winkelhebel-Schwinge (122) eine oszillierende Bewegung um ihre Naben-Mittelachse aufzuprägen;

eine zweite Verbindungsstangeneinrichtung (126), die die Winkelhebel-Schwinge (122) mit der ersten Schneideinrichtung (12) verbindet;

eine dritte Verbindungsstangeneinrichtung (130), die die Winkelhebel-Schwinge (122) mit der zweiten Schneideinrichtung (14) verbindet;

wobei die zweite Verbindungsstangeneinrichtung (126) und die dritte Verbindungsstangeneinrichtung (130) schwenkbar an der Winkelhebel-Schwinge (122) angebracht sind, und zwar an beabstandeten Stellen derselben;

einen Träger (140), der schwenkbar an der Vorrichtung (110) befestigt ist;

wobei der Servomotor (136) an dem schwenkbaren Träger (140) befestigt ist;

ein einstellbares Anschlagsmittel (142), um die Schwenkbewegung des schwenkbaren Trägers (140) in einer ersten Richtung kontrolliert zu begrenzen;

eine pneumatische Einrichtung, die ein Gehäuse (144h) auf weist und dazu angepasst ist, den schwenkbaren Träger (140) gegen das einstellbare Anschlagsmittel (142) zu drängen, sowie ein Federmittel (150), das auf den geschwenkten Träger (140) einwirkt, indem es den schwenkbaren Träger von dem einstellbaren Anschlagsmittel (142) zurückzieht;

dadurch gekennzeichnet, dass

eine Kompressionsfeder (144f) ein Ende auf weist, das an einem Ende (144g) des Gehäuses (144h) der pneumatischen Einrichtung gehalten wird, und ein anderes Ende, das in dem Schwenkweg eines Verbindungsmittels (140a, 144b, 144d) angeordnet ist, welches mit dem Träger (140) verbunden ist und mit der Träger (140) geschwenkt wird; und dass

die Kompressionsfeder (144f), wenn sie zusammengedrückt wird, aktiv Stoßbelastungen absorbiert, die durch die Schwenkbewegung des Trägers (140) in einer zweiten, der ersten Richtung entgegengesetzten Richtung erzeugt werden.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die pneumatische Einrichtung

einen pneumatischen Zylinder (144) umfasst, dessen Gehäuse (144h) ein abgestütztes Ende (144a) auf weist und der eine bewegbare Stange (144c) mit einem äußeren Stangenende gegenüber dem Zylindergehäuse (144h) besitzt; und dass

die Verbindungsmittel (140a, 144a, 144d) folgendes umfassen:

einen Arm (140a), der an dem Träger (140) befestigt ist; sowie

Gabelstangenmittel (144b), um die Stange (144c) schwenkbar mit dem schwenkbaren Träger (140) zu verbinden, das auch einen Bund (144d) aufweist, um an der Kompressionsfeder (144f) anzugreifen, welche die Stange (144c) an einer Stelle zwischen dem Bund (144d) und dem Gehäuse (144h) des pneumatischen Zylinders umgibt, wobei die Kompressionsfeder (144f) zwischen dem Gehäuse (144h) und dem Bund (144d) gefangen ist.

3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie ferner ein Befestigungsmittel (192) umfasst, um den pneumatischen Zylinder (144) in Bezug auf den schwenkbaren Träger (144) anpassbar zu befestigen.

4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie ferner Verbindungsmittel (196, 198) umfasst, um das Federmittel (150) mit dem schwenkbaren Träger (140) zu verbinden.

5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsmittel umfassen:

ein erstes Verbindungsglied (198) mit einem ersten Ende (198a), das schwenkbar an dem schwenkbaren Träger (140) befestigt ist, sowie mit einem zweiten Ende (198b); und

ein zweites Verbindungsglied (196) mit einem ersten Ende, das schwenkbar an dem einstellbaren Anschlagsmittel (142) befestigt ist, und mit einem zweiten Ende, das mit einem längsseitigen Schlitz (196a) in diesem versehen ist;

wobei das zweite Ende (198b) des ersten Verbindungsglieds (198) verschiebbar in dem Schlitz (196a) des zweiten Verbindungsglieds (196) gehalten wird.

6. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gabelstangenmittel (144b) ferner umfasst:

ein erstes Ende (144j), das fest an dem äußeren Stangenende befestigt ist; und

ein zweites Ende oder einen Gabelteil, der schwenkbar an dem schwenkbaren Träger (140) befestigt ist;

wobei der Bund (144d) zwischen dem ersten Ende (144j) und dem zweiten Ende angeordnet ist.

7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Ende (144j) und das zweite Ende des Gabelstangenmittels (144b) in einem einzigen Stück ausgebildet sind.







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