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Dokumentenidentifikation DE69812503T2 02.10.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0898002
Titel Flachstrickmaschine mit Fadenliefersystem
Anmelder Shima Seiki Mfg. Ltd., Wakayama, JP
Erfinder Shima, Masahiro, Wakayama, JP
Vertreter Säger & Partner Patent- und Rechtsanwälte GbR, 80331 München
DE-Aktenzeichen 69812503
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 21.08.1998
EP-Aktenzeichen 983067190
EP-Offenlegungsdatum 24.02.1999
EP date of grant 26.03.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.10.2003
IPC-Hauptklasse D04B 15/56

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Garnzuführsystem für eine Flachstrickmaschine, welches Nadeln, die auf Nadelbetten vorgesehen sind, Garn zuführt.

Wenn beim Stricken Garne in mehreren Farben oder Garne unterschiedliche Art verwendet werden, ist über den Nadelbetten entlang deren Erstreckung in Längsrichtung eine Tragschiene vorgesehen, wobei sich auf dieser Schiene mehrere Garnträger abstützen. Dabei lässt man über den Nadelbetten einen Schlitten sich hin- und hergehend bewegen, um Nadeln zu betätigen.

Zum Zeitpunkt der Ausführung der Strickarbeit, zu dem man eine auf einem Nadelbett angeordnete Nadel in eine Garnzuführposition vorstehen lässt, muss ein Fadenführer mit einer Garnzuführöse, die am unteren Ende eines Garnträgers vorgesehen ist, an einem Punkt nahe dem oberen Ende der Nadel Garn zuführen. Wenn jedoch Fadenführer aller mehrfach vorgesehenen Garnträger, die auf einer Tragschiene angeordnet sind, nahe dem oberen Ende einer Nadel positioniert sind, wenn ein Garnträger, der sich in Bewegung befindet, einen Garnträger kreuzt, der feststeht, dann stoßen ihre Fadenführer mit einander zusammen, oder ihre Fadenführer stoßen mit einer Nadel oder einer Abschlagplatine zusammen. Zur Lösung solcher Probleme hat die Anmelderin dieser Anmeldung bereits ein Garnzuführsystem vorgeschlagen, das in der japanischen Offenlegungsschrift Hei 5-25658 beschrieben wird.

Nach dieser japanischen Offenlegungsschrift Hei 5-25658 sind zwischen einem Schlitten und einem Garnträger eine Fangeinrichtung zum Auswählen eines Garnträgers und zum Einfangen des Garnträgers sowie eine Absenkeinrichtung, welche einen Fadenführer, der am oberen Ende einer Zuführstange eines Garnträgers vorgesehen ist, heranführt, vorgesehen. Wenn ein Fangstift des Fangteils einem Garnträger nachlaufen soll, senkt die Absenkreinrichtung das obere Ende der Zuführstange ab, die von einer Feder Weise gespannt wird, dass sie sich anhebt, entgegen der nach oben spannenden Federkraft nach unten. Damit wurde ein Garnzu führsystem angeregt, bei dem die vorstehend umrissenen Probleme auf diese Weise vermieden werden.

Bei dem zuvor beschriebenen Garnzuführsystem wird jedoch die gesamte Garnzuführstange angehoben oder abgesenkt. Somit ist eine Wickelfeder oder dergleichen an der Absenkeinrichtung erforderlich, welche die Fadenführerstange so beaufschlagt, dass sie sich aufwärts bewegt und beim Einfangen des Fadenführers zum Absenken der Fadenführerstange verhakt, um so eine große Kraft auszuüben. Dies erbringt wiederum hohe Belastungen für die Abstützteile usw., welche die Fadenführerstange so abstützen, dass sie sich abwärts und aufwärts bewegen können. Das sich dabei ergebende Garnzuführsystem besitzt unweigerlich größere Abmessungen, seine Mechanik ist komplizierter und es hat ein größeres Gewicht.

Angesichts der vorstehend geschilderten Probleme liegt zumindest den bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Flachstrickmaschine mit einem Garnzuführsystem zu schaffen, die einfach aufgebaut ist, geringe Abmessungen und ein niedriges Gewicht besitzt und den Fadenführer bzw. einen Garnträger nahe an das obere Ende einer Nadel heranzuführen, wenn die Nadel, die auf einem Nadelbett angeordnet ist, dazu veranlasst wird, zu einer Garnzuführposition vorzustehen.

Eine weitere Aufgabe zumindest der bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein. Garnzuführsystem zu schaffen, mit dem sich die gegenseitige Beeinflussung der Garnträger abmildern lässt.

Eine Flachstrickmaschine mit einem Garnzuführsystem gemäß der vorliegenden Erfindung stellt eine Flachstrickmaschine dar, welche mindestens ein Paar Nadelbetten mit einer großen Anzahl Nadeln aufweist, und zwar ein vom und ein hinten liegendes Nadelbett, wobei die oberen Enden der Nadelbetten einander so gegenüber liegen, dass sie eine Nadelstangenlücke zwischen sich bilden, wobei die Flachstrickmaschine ein Garnzuführsystem aufweist, das mindestens eine Tragschiene umfasst, die über den Nadelbetten angeordnet ist, sowie einen Garnträger, der entlang der Tragschiene bewegbar ist und zum Zuführen von Garn zu den Nadeln vorgesehen ist,

wobei sich diese Flachstrickmaschine dadurch auszeichnet, dass

der Garnträger folgendes aufweist:

ein entlang der Tragschiene bewegbares Unterteil;

- eine Plattenführung, deren eines Ende an dem Unterteil befestigt ist und sich von dem Unterteil zu der Nadelstangenlücke hin erstreckt; und

- eine von der Plattenführung abgestützte Fadenführerstange, die sich von dem Unterteil zur Nadelstangenlücke hin erstreckt, in vertikaler Richtung bewegbar ist und eine kleine Garnzuführöse an einem unteren Ende zur Seite der Nadelstangenlücke hin aufweist,

und dadurch, dass die Flachstrickmaschine des Weiteren folgendes aufweist:

eine Hebeeinrichtung, um die Fadenführerstange in angehobener Position zu halten, während sich die Fadenführung in Bereitschaftsposition befindet; und

eine Absenkeinrichtung zum Absenken der Fadenführerstange, während das Garn von der Garnzuführöse zu einer Nadel zugeführt wird.

Bei dieser Anordnung wird durch Absenken der Fadenführerstange die Garnzuführöse an deren unterem Ende nahe zum oberen Ende der Nadel herangeführt und wird wiederum Garn der Nadel zuverlässig zugeführt. Da außerdem nur die leichte Fadenführerstange in vertikaler Richtung bewegt wird, ist es einfach, die Fadenführerstange in vertikaler Richtung zu bewegen und damit wird die Größe des Fadenzuführsystems verkleinert.

Vorzugsweise zeichnet sich die Flachstrickmaschine mit einem Garnzuführsystem durch folgende Maßnahmen aus:

- dass eine Vielzahl von Tragschienen und eine Vielzahl von Garnträgern vorgesehen sind,

- dass die Plattenführung und das Unterteil als integrale Komponente ausgebildet sind;

- dass die Plattenführungen der Vielzahl von Garnträgern jeweils in radialer Richtung mit einem Mittelpunkt in der Nadelstangenlücke angeordnet sind, und

- dass die Fadenführerstange in radialen Richtungen aufwärts und abwärts bewegbar ist.

Dadurch, dass die Führung und das Unterteil als integrale Komponente ausgebildet sind, wird der Aufbau des Garnträgers einfacher und wird dessen Gewicht verringert. Darüber hinaus wird ein freier Raum zwischen zwei benachbarten Garnführungen größer ausgeführt und kann ein freier Raum zwischen der Fadenführerstange und anderen Führungen bzw. Führerstangen größer ausgeführt werden, wenn die Führerstange angehoben wird.

Vorzugsweise zeichnet sich die Flachstrickmaschine mit einem Garnzuführsystem dadurch aus, dass die Plattenführung breiter ist als die Fadenführerstange und zwei Seitenkanten entlang der Tragschiene aufweist, die zum unteren Ende derselben hin konisch zuläuft.

Bei dieser Anordnung verlagert sich dann, wenn ein Garnträger sich mit einem anderen Garnträger kreuzt - sofern sich ihre Führungen gegenseitig berühren - der Berührungspunkt von einem oberen Teil zu einem unteren Teil der Seitenkanten und werden die Garnträger gebogen und kreuzen sich noch enger. Auf diese Weise werden die Stöße bei einer Kollision zwischen diesen Garnträgern abgemildert.

Vorzugsweise weist die Flachstrickmaschine mit einem Garnzuführsystem des Weiteren ein Element auf, das sich nahe des unteren Endes der Fadenführerstange und über der Garnzuführöse befindet und dabei die Fadenführerstange umgibt, wobei es in einem oberen Teil dicker ist als an einem unteren Ende, sich zur Garnzuführöse hin verjüngt und in horizontaler Richtung einen Querschnitt in Ellipsoidform aufweist, deren größere Achse parallel zur Tragschiene verläuft und deren kleinere Achse senkrecht zur Tragschiene angeordnet ist.

Bei dieser Anordnung berühren sich dann, wenn der Garnträger sich mit einem anderen Garnträger auf der Seite ihrer Fadenführerstangen kreuzt, die Teile mit einem Querschnitt in Ellipsoidform einander. Da sie keine Winkel aufweisen, sind die Stöße bei Kollisionen mäßig und schieben sich die Teile von einander weg, um die Garnträger zu trennen.

Vorzugsweise zeichnet sich die Flachstrickmaschine mit einem Garnzuführsystem durch ein Garnzuführteil aus, das an einem unteren Ende der Fadenführerstange angeordnet ist, sich zur Nadelstangenlücke hin konisch verjüngt und ein unteres Ende aufweist, welches die Garnzuführöse bildet.

Das Garnzuführteil verläuft konisch und kann dünner als die Fadenführerstange ausgeführt werden. Somit stört das Garnzuführteil am unteren Ende der Fadenführerstange nicht ein Garn von einem anderen Garnträger, wenn der Garnträger bewegt wird.

Vorzugsweise ist die Vielzahl von Tragschienen entlang eines Kreisbogens angeordnet, welcher der Nadelstangenlücke zugekehrt ist.

Bei dieser Anordnung weisen alle Garnträger, die über Nadelbetten angeordnet sind, die gleiche Form auf. Außerdem ist der freie Raum zwischen den Garnträgern umso größer, je höher die Position ist. Damit wird durch Anheben von Fadenführerstangen eine Kollision verhindert.

Des weiteren weist die Hebevorrichtung vorzugsweise eine Feder mit zwei Enden auf, wovon

- ein Ende auf dem Unterteil und ein Ende auf der Fadenführerstange angeordnet ist und dabei die Fadenführerstange nach oben drückt; und

- eine zweite Führung auf dem Unterteil angebracht ist und die Fadenführerstange in vertikaler Richtung führt.

Bei dieser Anordnung wird die Fadenführerstange von der Wickelfeder nach oben gedrückt und wird die Bewegung der Fadenführerstange in vertikaler Richtung von dem Führungsteil geführt.

Die Flachstrickmaschine mit einem Garnzuführsystem weist dabei vorzugsweise außerdem folgendes auf:

- ein Fangteil zum Fangen und Nachführen des Garnträgers, welches ein Hauptteil und einen Stift aufweist, der von einem Elektromagneten so angetrieben wird, dass er sich von dem Hauptteil aus nach unten bewegt, und Schwenkteile, welche auf dem Hauptteil schwenkbar angebracht sind, und einen Dreharm mit zwei Enden, welcher an den beiden Enden drehbar angebracht ist, und zwar ein Ende an dem Schwenkteil und ein Ende an dem Stift; und

- ein Eingriffsteil, das auf einem oberen Ende des Unterteils des Garnträgers ausgebildet und mit dem Stift des Fangteils in Eingriff bringbar ist, bei welcher

- die Fadenführerstange ein oberes Teil aufweist, das mit dem Schwenkteil in Eingriff bringbar ist und von diesem nach unten geschoben wird, während das Schwenkteil zum oberen Teil hin geschwenkt wird.

Bei dieser Anordnung wird, noch ehe das Fangteil den Garnträger erreicht, ein Schwenkteil in eine Position geschwenkt, bei welcher das Schwenkteil das Oberteil der Fadenführerstange nach unten schiebt; und während der Bewegung des Fangteils drückt das Schwenkteil das Oberteil der Fadenführerstange nach unten. Wenn das Fangteil nicht im Einfangbetrieb ist, schwenkt das Schwenkteil in eine Position, bei welcher das Teil das Oberteil der Fadenführerstange nach unten drückt. Somit wird der Abstand, um den die Fadenführerstange von dem Schwenkteil nach unten gedrückt wird, länger ausgebildet als der Abwärtshub des zum Einfangen vorgesehenen Stifts.

Die Flachstrickmaschine mit einem Garnzuführsystem zeichnet sich vorzugsweise durch ein Paar Schwenkteile auf, die auf dem oberen Ende des Unterteils vorgesehen sind und die in der Lage sind, in einer vertikalen Ebene eine Schwenkbewegung auszuführen und welche zwi schen sich eine Lücke aufweisen und die entsprechenden Enden an der Lücke nach oben geschoben werden,

- sowie dadurch, dass das Eingriffsteil die Lücke umfasst.

Bei dieser Anordnung drückt während der Bewegung des Fangteils der Fangstift anfänglich ein Schwenkteil nach unten und läuft auf dieses auf; wenn der Stift dann die Lücke zwischen dem Paar Schwenkteile erreicht, werden die Schwenkteile von einer Wickelfeder nach oben geschoben und wird der Fangstift durch das Paar Schwenkteile verriegelt. Infolgedessen wird der Garnträger zuverlässig einfangen und nachgeführt.

Nachstehend werden nun rein beispielhaft bestimmte Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung beschrieben, in welcher:

Fig. 1 eine Seitenansicht einer Flachstrickmaschine ist, die mit einem Garnzuführsystem nach einem Ausführungsbeispiel ausgerüstet ist;

Fig. 2 eine teilweise aufgeschnittene Vorderansicht des Garnzuführsystems aus Fig. 1 zeigt;

Fig. 3 das Garnzuführsystem im Schnitt entlang der Linie A-A aus Fig. 2 darstellt;

Fig. 4 eine Fadenführerstange eines Garnträgers m Vorderansicht zeigt;

Fig. 5 eine Vorderansicht einer Führung für die Fadenführerstange eines Garnträgers ist;

Fig. 6 in schematischer Form eine Führung zeigt, die für die Führung einer Fadenführerstange vorgesehen ist;

Fig. 7 in schematischer Form darstellt, dass das untere Ende eines Fangstifts eines Fangteils mit dem Oberteil eines Schwenkteils in Berührung steht;

Fig. 8 in schematischer Form veranschaulicht, wie der Garnträger eingefangen und nachgeführt wird

Fig. 9 eine Stützeinrichtung von der Rückseite des Garnträgers her schematisch darstellt;

Fig. 10 eine teilweise aufgeschnittene Vorderansicht eines Garnträgers gemäß einer modifizierten Ausführungsform ist;

Fig. 11 einen Garnträger bei einem weiteren modifizierten Ausführungsbeispiel in Vorderansicht zeigt; und

Fig. 12 den Garnträger nach dem zuvor gezeigten modifizierten Ausführungsbeispiel in Rücksicht darstellt.

Fig. 1 stellt eine Seitenansicht einer Flachstrickmaschine mit einem Garzuführsystem gemäß der vorliegenden Erfindung dar, wobei das Bezugszeichen 1 die Flachstrickmaschine ganz allgemein bezeichnet.

Bei dieser Flachstrickmaschine 1 stehen sich obere Enden eines Paares von Nadelbetten 2 - wovon sich eines vorne und eines hinten befindet - auf einem Rahmen 4 einander gegenüber, wobei die Nadelbetten 2 bei Blickrichtung von der Seite die Form eines umgekehrten V bilden. Auf jedem Nadelbett 2 sind mehrere Nadeln 6 angebracht, so dass diese Nadeln 6 vorwärts und zurück bewegt werden können. Über eine hier nicht dargestellte Riemenantriebseinrichtung werden Schlitten 8 über den Oberteilen der Nadelbetten 2 so angetrieben, dass sie sich hin und her bewegen und dabei über Strickschlösser 9, die auf den Schlitten 8 angebracht sind. Nadeln 6 vorwärts und zurück bewegen. Die Schlitten 8 sind einstückig mit einem Schaltarm 10 versehen, der über das vordere und das hintere Nadelbett 2 aufgesetzt ist. Auf dem Schaltarm 10 ist ein Fangteil 14 zum Einfangen eines Garnträgers 12 angebracht.

Vier Tragschienen 16 stützen sich über den Nadelbetten 2 in deren Längsrichtung über Abstützbügel ab, die an beiden Enden der Flachstrickmaschine vorgesehen sind und in der Zeichnung nicht dargestellt werden. DIE Tragschienen 16 sind radial so angeordnet, dass der Mittelpunkt sich nahe den oberen Enden der Nadeln 6 befindet, welche auf den Nadelbetten 2 angeordnet sind. Garnträger 2, die nachstehend noch beschrieben werden, stützen sich beweglich sowohl auf der Vorderseite als auch auf der Rückseite jeder Tragschiene 16 ab. Der Querschnitt der Tragschiene 16 verjüngt sich konisch nach unten, und dabei ist ein Fadenführer 18 am unteren Ende jedes Garnträgers vorgesehen und nahe den oberen Enden der Nadeln 6 positioniert, die auf den Nadelbetten 2 angeordnet sind. Wenn die Tragschienen 16 in der vorstehend beschriebenen Weise radial angeordnet sind, dann können alle Garnträger, die sich mittels der jeweiligen Tragschienen 16 abstützen, eine identische Form aufweisen. Bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel werden zwei Nadelbetten 2 verwendet. Die Anzahl der Nadelbetten 2 ist jedoch nicht auf zwei beschränkt. Beispielsweise können auch drei oder mehr Nadelbetten 2 Verwendung finden.

Fig. 2 stellt in teilweise weggeschnittener Form eine Vorderansicht des Garnzuführungssystems dar und Fig. 3 zeigt das Garnzuführungssystem in Seitenansicht entlang der Linie A-A. Das Garnzuführungssystem weist einen Garnträger 12, ein Fangteil 14 und eine Absenkeinrichtung 22 auf. Der Garnträger 12 stützt sich beweglich auf einer Tragschiene 16 ab und führt einer Nadel 6 Garn zu. Das Fangteil 14 fängt den Garnträger 12 mittels eines Fangstifts 20 ein und trägt ihn, wobei der Fangstift durch einen Schlitten 8 zur Vorwärts- und Rückwärtsbewegung angesteuert werden kann. Die Absenkeinrichtung 22 senkt einen Fadenführer 18 ab, der am unteren Ende des Garnträgers 12 nahe dem oberen Ende einer Nadel 6 vorgesehen ist.

Ein Unterteil 25 des Garnträgers 12 ist mit einer Fadenführerstange 24 versehen, die aufwärts und abwärts bewegt werden kann, sowie mit einer Führung 26 für die Fadenführerstange. Ein Fadenführer 18 zum Zuführen von Garn zu einer Nadel 6 ist am unteren Ende der Fadenführerstange 24 angebracht. Die Führung 26 für die Fadenführerstange hängt von dem Unterteil 25 des Garnträgers nach unten und führt die Fadenführerstange 24 in vertikaler Richtung am unteren Ende der Führung 26. Fig. 4 und Fig. 5 zeigen in schematisierter Form die Fadenführerstange 24 bzw. die Führung 26 für die Fadenführerstange. Fig. 6 stellt eine Führung 46 in Vorderansicht und Unteransicht dar, die dabei auf der Führung 26 für die Fadenführerstange vorgesehen ist.

Die Fadenführerstange 24 ist mit einer Stange versehen, die ein langes und schmales Plattenteil Rohrteil, usw. darstellt, sowie mit einer Hebestange 38 über der Stange 28, einem Schiebeteil 40 über der Heberührung 38, welches nach unten schiebt, und einem Fadenführer 18 mit einer Garnzuführöse am unteren Ende der Stange 28. Eine Wickelfeder 30 ist auf der Hebeführung 38 als Feder zum Spannen der Fadenführerstange 24 angebracht, um diese Stange nach oben zu drücken. Ein vorstehendes Teil 34 ist auf einer Zuführbox 32 vorgesehen, welche das untere Ende der Wickelfeder 34 abstützt, und in vertikaler Richtung ist in der Hebeführung 38 ein Schlitz 36 ausgebildet. Das vorstehende Teil 34 wird in diesen Schlitz eingesetzt. Das Druckteil 40 berührt die Absenkeinrichtung 22, die nachstehend noch beschrieben wird. Die Hebeführung ist dicker als die Stange 28 ausgebildet. Bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel ist am unteren Ende der Stange 28 ein rohrförmiger Fadenführer 18 eingepasst. Ein Schlitz 42 ist im oberen Ende der Stange ausgebildet, und die Hebeführung 38 und die Stange sind mit einer Schraube 44 mit einander verbunden; ihre Gesamthöhe kann eingestellt werden.

Die Führung für die Fadenführerstange 26 besteht aus einer dünnen Platte mit entsprechender Elastizität und Härte. Die Führung 26 ist der breiter als die Fadenführerstange 24. Im unteren Teil der Führung 26 für die Fadenführerstange ist ein breites Teil 27 ausgebildet. Um die Fa denführerstange 24 in vertikaler Richtung zu führen, ist eine Führung 46 am unteren Ende der Führung 26 eingesetzt. Die Führung 46 ist mit Vertiefungen 48 zum vertikalen Führen der unteren Teile der Führung 26 versehen, sowie mit einem durchgehenden Loch 50 zum vertikalen Führen des Fadenführers 18. Sowohl auf der Vorderseite als auch auf der Rückseite der Führung 46 sind dicke und glatte Pufferflächen 47 ausgebildet. Diese Pufferflächen mildem Stöße ab, wenn der Fadenführer 12 einen anderen Garnträger 12 kreuzt und in Berührung mit diesem kommt; die Garnträger 12 schieben sich gegenseitig in der Weise, dass sie sich von einander trennen. Wie vorstehend bereits ausgeführt, wird dann einer Nadel 6 zuverlässig Garn zugeführt, wenn die Fadenführerstange 24 am unteren Ende der Führung 26 für die Fadenführerstange in vertikaler Richtung geführt wird.

Sowohl die linke als auch die rechte Seitenkante des breiten Teils 27 im unteren Abschnitt der Führung 26 für die Fadenführerstange verjüngen sich konisch nach unten und bilden dabei Flanken 52a, 52b des Fadenführers 12. Sie sind so ausgelegt, dass sie Stöße bei der Berührung der Garnträger 12 abfangen, wenn sie gegebenenfalls mit einem anderen Garnträger 12 zusammenstoßen, wenn der Garnträger 12 von dem Fangteil 14 bewegt wird, wie nachstehend noch weiter beschrieben wird. Die Flanken der Garnträger 12 sind in zwei Teile unterteilt, nämlich die unteren Trägerflanken 52a und die oberen Trägerflanken 52b. Wenn zwei Garnträger 12, die normalerweise neben einander liegen, sich über einander kreuzen, dann berühren sich die unteren Trägerflanken 52a der jeweiligen Garnträger 12 einander. Da die unteren Trägerflanken 52a zum unteren Ende hin konisch zulaufen, können sie Berührungsstöße zwischen den Garnträgern 12 abfangen. Zum Zeitpunkt der Berührung werden die Führungen 26 für die Fadenführerstange bei beiden Garnträgern 12 gebogen und berühren sich die Führungen 46 der beiden Garnträger 12, die auf den Führungen 26 für die Fadenführerstangen vorgesehen sind, einander. Da die Pufferflächen 47 dick sind und sich dadurch auf den Führungen 46 glatte Schrägflächen bilden, fangen die Führungen 46 die Stöße bei der Berührung zwischen den Garnträgern 12 ab. Die Pufferführungen 46 wirken in der Weise, dass sie gegen einander schieben, um die Garnträger zu trennen.

Wenn ein Garnträger 12, der sich bewegt, während seine Führung 26 für die Fadenführerstange infolge eines Kontakts mit einem anderen Garnträger 12 ausgebogen wird, einen anderen (dritten) Garnträger 12 kreuzt, dann berühren ihre oberen Seitenflanken 52b einander. Da die oberen Flanken 52b genauso wie die unteren Flanken 52b sich konisch nach unten verjüngen, können sie die Berührungsstöße zwischen den Garnträgern 12 abfangen.

Schrägflächen 53, die sich nach unten konisch verjüngen, sind auf der linken Seitenkante und der rechten Seitenkante des oberen Endes der Führung 26 für die Fadenführerstange ausgebildet, welche sich unterhalb der Führung 46 befinden. Diese Schrägflächen 53 sind in der Weise wirksam, dass eine störende Beeinflussung mit Garn vermeiden, das von einem anderen Garnträger 12 zur Nadel 6 verläuft, wenn der Garnträger 12 von dem Fangteil 14 bewegt wird. Die Führung 26 für die Fadenführerstange gemäß der vorliegenden Erfindung ist einteilig mit dem Unterteil 25 des Trägers ausgebildet, um die Anzahl von Teilen des Garnträgers 12 und dessen Gewicht zu verringern.

Eine Eingriffseinrichtung 54 ist am oberen Ende des Garnträgers 12 ausgebildet, und das Fangteil 14, das im folgenden noch beschrieben wird, veranlasst einen Fangstift 20 zum Eingriff in der Eingriffseinrichtung 54, um den Garnträger 12 einzufangen und nachzuführen. Die Eingriffseinrichtung 54 ist zwischen einem Paar linker und rechter Schwenkteile 56, 56 ausgebildet, die sich über Achsen in dem oberen Abschnitt des Garnträgers 12 abstützen, so dass sie jeweils in vertikaler Richtung verschwenkbar sind. Ein Ende auf der Seite der Mitte des Garnträgers 12 des Schwenkteils 56 wird von einer Wickelfeder 59 in eine Nut 58 in der Zuführbox 32 gespannt, um somit eine Position einzunehmen, die höher liegt als der Drehpunkt des Schwenkteils 56.

Das Fangteil 14 weist einen Elektromagneten 62 und einen Übertragungshebel 64 auf. Der Elektromagnet 62 empfängt von einer hier nicht dargestellten Steuerung Signale, die einen Ausgangskolben 60 dazu veranlassen, vorzustehen oder sich zurückzuziehen. Der Übertragungshebel 64 überträgt die Bewegung des Ausgangskolbens 60 des Elektromagneten 62 an den Fangstift 20. Der Fangstift 20 wird von einer Wickelfeder 66 nach unten angetrieben und das Fangteil 14 veranlasst den Fangstift 20 zum Eingriff mit der Eingriffseinrichtung 54, die zwischen einem Paar Schwenkteile 56, 56 ausgebildet ist, welche links und rechts oben auf jedem Garnträger angeordnet sind, um den Garnträger 12 einzufangen und nachzuführen.

Wenn die Fadenführerstange 24 von der Wickelfeder 30 nach oben gespannt wird, dann stützt sich die Hebeführung 38 der Fadenführerstange 24 in einer Nut 68 ab, die in der Zuführbox 32 so ausgebildet ist, dass die Fadenführerstange 24 nach oben und unten bewegt werden kann. Die Absenkreinrichtung 22 ist mit einer Strickschlossplatine 70 versehen, um die Fadenführerstange 24 nach unten zu drücken, und die Strickschlossplatine 70 ist mit dem Fangstift 20 des Fangteils 14 über einen Gestängearm 72 verbunden. Da sie Strickschlossplatine 70 mit den vertikalen Bewegungen des Fangstifts 20 verblockt ist, schwingt sie hin und her, wobei ein Stift 74 der Schwingachse als Mittelpunkt dient. Auf dem unteren Ende der Strickschlossplatine 70 ist ein Nocken 78 zum Abwärtsdrücken ausgebildet, welcher das obere Ende 76 des Druckteils 40 zum Herunterdrücken der Fadenführerstange nach unten schiebt. Wenn die Strickschlossplatine 70 der Absenkeinrichtung 22 die Fadenführerstange 24 nach unten schiebt, dann steht der Fadenführer 18, der am unteren Ende der Fadenführerstange 24 vorgesehen ist, über das untere Ende der Führung für die Fadenführerstange vor.

Als nächstes wird nun die Funktionsweise des Garnzuführsystems zu dem Zeitpunkt beschrieben, zu dem die Strickarbeit ausgeführt wird.

Wenn der Schlitten 8 entsprechend den Ausgangssignalen einer hier nicht dargestellten Steuerung von einer Riemenantriebseinrichtung angetrieben wird, damit er sich über dem Nadelbett 2 bewegt, werden Nadeln 6, die auf dem Nadelbett 2 angeordnet sind, durch die Strickschlösser 9 nach vom und zurück bewegt. Wenn der Schlitten 8 sich für einen Abschnitt, in dem gerade nicht gestrickt wird, bewegt, wird, dann wird der Elektromagnet 62 durch ein Ausgangssignal zum Musterstricken angesteuert, um den Ausgangskolben 60 dazu zu veranlassen, dass er sich nach unten herausbewegt. Der Fangstift 20 des Fangteils 14 wird über den Übertragungshebel 64 entgegen der Zugkraft der Wickelfeder 66 von dem Ausgangskolben 60 angehoben. Wenn sich dieser Fangstift 20 nach oben bewegt, dann wird die Schlossplatte 70 der Absenkeinrichtung 22 nach oben geschwenkt, wobei der Stift 74 der Schwenkachse als Mittelpunkt dient.

Für einen Abschnitt, an dem eine Strickarbeit ausgeführt wird, wird an einem Punkt, der diesseits einer Position liegt, an welcher der Schlitten einem bestimmten Garnträger zugewandt ist, der einer Nadel 6 Garn zuführt, der Elektromagnet 62 von einem Ausgangssignal der hier nicht dargestellten Steuerung angesteuert und wird der Ausgangskolben 60 nach oben zurückgezogen. Der Fangstift 20, der angehoben wurde, wird nun unter der Zugkraft der Wickelfeder 66 nach unten geschoben. Da die Strickschlossplatine 70 der Absenkeinrichtung 22 mit der Schubbewegung verblockt ist, durch welche der Fangstift 20 nach unten geschoben wird, wird diese Einrichtung 22 über den Gestängearm 72 zum Garnträger 12 hin geschwenkt, wobei der Stift 74 der Schwenkachse als Mittelpunkt dient.

Der Schlitten 8 bewegt sich und das untere Ende des vorstehenden Fangstifts 20 gelangt mit dem Oberteil eines Schwenkteils 56 auf der Heranführungsseite der Bewegungsrichtung des Schlittens 8 in Berührung, welches zu dem Paar rechter und linker Schwenkteile 56 im oberen Teil des Garnträgers gehört. Infolgedessen wird auf der Seite der Mitte des Garnträgers ein Ende des Schwenkteils 56 entgegen der nach oben gerichteten Spannkraft der Wickelfeder 59 (Fig. 7) nach unten geschwenkt. Wenn sich der Schlitten 8 weiter bewegt, kommt der Schiebenocken 78, der auf dem unteren Ende der Strickschlossplatine 70 ausgebildet ist, mit dem oberen Ende 76 des Druckteils der Fadenführerstange 24 in Berührung, um die Fadenführerstange 24 nach unten zu schieben. Infolgedessen steht der Fadenführer 18 am unteren Ende der Fadenführerstange 28 vom unteren Ende der Führung 26 für die Fadenführerstange vor und kann somit einer Nadel 6 Garn zuführen.

Wenn der Fangstift 20 in die Eingriffseinrichtung 54 zwischen den Schwenkteilen 56, 56 in Eingriff gelangt, dann wird das Schwenkteil 56, das vom Fangstift 20 nach unten geschwenkt wurde, durch die von der Wickelfeder 59 ausgeübte, nach oben gerichtete Spannkraft zurück in die Ausgangsposition geschwenkt. Infolgedessen wird der Fangstift 20 zwischen den Seiten 80 des Paares Schwenkteile 56, 56 gehalten und wird der Garnträger 8 durch den Schlitten 8 nachgerührt. Zu diesem Zeitpunkt wird von dem Fadenführer 18 des Garnträgers 12 einer Nadel 6 Garn zugeführt (Fig. 8). Bei dieser Anordnung kann sogar dann, wenn ein Gewirk mit hoher Geschwindigkeit gestrickt wird, das Fangteil 14 zuverlässig den Fangstift 20 mit der Eingriffseinrichtung 54 in Eingriff gelangen, um einen Garnträger 12 einzufangen und nachzuführen.

Bei dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel ist zwischen einem Paar linker und rechter Schwenkteile 56, 56, die auf dem Garnträger am oberen Ende und nahe dessen Mittelpunkt angeordnet sind, ein freier Raum vorgesehen, der für den Eingriff eines Fangstifts 20 des Fangteils 14 ausreicht. Es ist jedoch nicht immer notwendig, zwischen dem Paar linker und rechter Schwenkteile 56, 56 einen freien Raum vorzusehen.

Wenn der Schlitten 8 an eine spezielle Position gelangt, um den Garnträger 12 frei zu geben oder einen anderen Garnträger zu betätigen, wird der Elektromagnet 62 von einem Ausgangssignal aus der hier nicht dargestellten Steuerung betätigt und wird der Ausgangskolben 60 dazu veranlasst, sich nach unten vorzuschieben. Infolgedessen wird der Fangstift 20, der abgesenkt wurde, entgegen der von der Wickelfeder 66 ausgeübten Zugkraft nach oben geschoben. Bei der Aufwärtsbewegung dieses Fangstifts 20 wird die Strickschlossplatine 70 der Ab senkeinrichtung 22 nach oben geschwenkt, wobei der Stift 74 der Schwenkachse als Mittelpunkt dient.

Wenn der Fangstift 20 nach oben bewegt wird und der Eingriff auf der Seite des Mittelpunkts des Garnträgers zwischen dem Fangstift 20 und der Seite 80 des Schwenkteils 56 auf der Abführseite der Bewegungsrichtung des Schlittens 8 wieder aufgehoben wird, dann wird der Garnträger 12 frei gegeben und wegen des Hochschwenkens der Strickschlossplatine 70 wird die Fadenführerstange 24, die nach unten gedrückt war, von der Wickelfeder 30 in eine Position nach oben geschoben, in welcher der Fadenführer 18 an deren unterem Ende nicht in Wechselwirkung mit dem Fadenführer 18 eines anderen Garnträgers 12, einer Nadel 6, einer Abschlagplatine, usw. tritt.

Wenn der Schlitten 8 in eine Position gelangt, in welcher ein anderer Garnträger 12 betätigt wird, dann wird der Elektromagnet 62 durch ein Ausgangssignal der Steuerung betätigt und wird der Ausgangskolben 60 nach oben zurückgeschoben. Der Fangstift 20, der angehoben wurde, wird nun unter der Einwirkung der Zugkraft der Wickelfeder 66 nach unten geschoben und wird die Strickschlossplatine 70 der Absenkeinrichtung 22 zum Garnträger 12 hin geschwenkt, wobei der Stift 74 der Schwenkachse als Mittelpunkt dient. Wenn unter diesen Bedingungen der Schlitten 8 sich weiterbewegt, dann schiebt der Schiebenocken 78, der auf der Unterkante der Strickschlossplatine 70 ausgebildet ist, die Fadenführerstange 24 nach unten und steht der Fadenführer 18, der am unteren Ende der Fadenführerstange vorgesehen ist, in die Garnzuführposition vor, in welcher der Fadenführer 18 sich nahe des oberen Endes der Nadel 6 befindet. Danach wird das Gewirk mit Garnen gestrickt, die von Fadenführern von Garnträgern zugeführt werden, die in einem Ablauf ähnlich dem vorstehend beschriebenen ausgewählt wurden.

Fig. 9 zeigt in schematisierter Form eine Stützeinrichtung 82 zum Abstützen eines Garnträgers 12 auf einer Tragschiene 16, mit Blickrichtung von der Rückseite des Garnträgers 12 aus. Ein Paar linker und rechter Rollen 84A, 84A und ein Paar linker und rechter Rollen 84B, 84B sind jeweils im oberen Teil und im unteren Teil des Trägerfußes bzw. Unterteils 25 des Garnträgers 12 angebracht. Nuten 86 sind jeweils auf der Vorderseite und der Rückseite der Tragschiene 16 in deren Längsrichtung ausgebildet. Vorstehende Schrägflächen 88 mit konischem Querschnitt sind jeweils im oberen und im unteren Teil jeder Nut 86 vorgesehen. Der Garnträger 12 wird dadurch abgestützt, dass die oberen und unteren Paare der linken und rechten Rollen 84A, 84B auf den vorstehenden Schrägflächen 88 mit konischem Querschnitt, die auf der Tragschiene 16 ausgebildet sind, aufgepasst sind. Das untere Paar linker und rechter Rollen 84B, die auf dem Garnträger 12 angebracht sind, werden von einer Blattfeder 90 nach unten gespannt, die zwischen den Rollen vorgesehen ist. Damit wird der Garnträger 12 auf der Tragschiene 16 zuverlässiger und sicherer abgestützt. Wenn der Garnträger 12 sich in der vorstehend beschriebenen Weise auf der Tragschiene 16 abstützt, kann ein Abrutschen des Garnträgers 12 von der Tragschiene 16 wirksam verhindert werden und kann der Garnträger 12 mit weniger Reibung bewegt werden.

Die Tragschiene 16 ist mit hier nicht dargestellten Platten ausgestattet, die aus einem magnetischen Werkstoff gefertigt sind und die sich über deren gesamte Länge erstrecken. Diese Platten werden von einem hier nicht dargestellten Magneten angezogen, der auf einer Fläche gegenüber den vorgenannten Platten dem Garnträger angebracht ist, wobei dieser Garnträger auf der Tragschiene 16 angebracht ist. Wegen dieser Anordnung kommt der Garnträger 12 dann, wenn er von dem Fangstift 20 frei gegeben ist, aufgrund der Anzugskraft des Magneten rasch zum Anhalten.

Die Abstützeinrichtung 82 beschränkt sich nicht auf die Walzen. Vielmehr kann jede beliebige Einrichtung mit geringem Reibungswiderstand, wie zum Beispiel ein Kugel-Loslager, verwendet werden. Das Gewicht der Tragschiene 16 kann dadurch verringert werden, dass man die Tragschiene 16 aus Aluminium oder dergleichen herstellt und die Schrägflächen 88 mit konischem Querschnitt ausbildet, welche die Rollen 84 des aus Stahl gefertigten Garnträgers 12 direkt abstützen.

Hinsichtlich der Absenkeinrichtung 22 gilt, dass die Strickschlossplatine 70 die Fadenfuhrerstange 24 zu einer Abwärtsbewegung veranlasst, da sie mit der Einfangbewegung des Garnträgers 12 durch das Fangteil 14 verblockt ist. Auf diese Weise wird die Abwärtsbewegung der Fadenführerstange größer als der Betrag ausgelegt, um den der Fangstift 20 vorsteht. Die Fadenführerstange 24 kann jedoch durch den Fangstift 20 usw. direkt abwärts bewegt werden.

Bei dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel sind sowohl auf der rechten als auch auf der linken Seitenkante im unteren Abschnitt der Führung 26 für die Fadenführerstange Flanken 52 ausgebildet. Diese Flanken sind dazu vorgesehen, die Stöße bei einer Berührung abzumildern, zu der es kommt, wenn der Garnträger 12 durch das Fangteil 14 so bewegt wird, dass er einen anderen Garnträger 12 kreuzt. Wenn sich jedoch die Führungen 26 für die Fa denführerstange der Garnträger 12 einander nicht berühren, zum Beispiel, wenn der Betrag der vertikalen Bewegung, die von der Fadenführerstange 24 ausgeführt werden kann, und der Betrag, um den die Fadenführerstange 24 von der Strickschlossplatine 70 der Absenkeinrichtung 22 nach unten geschoben wird, erhöht werden, besteht keine Notwendigkeit, auf den Führungen 26 für die Fadenführerstange Flanken 52 auszubilden.

Als nächstes wird nun ein modifiziertes Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben. Dabei zeigt Fig. 10 eine teilweise aufgeschnittene Vorderansicht eines Garnträgers 92. Bei dieser modifizierten Ausführungsform sind auf beiden Seiten eines Fadenführers 96 mit einer Garnzuführöse Flanken 98 ausgebildet, wobei die Öse am unteren Ende des Endes der Fadenführerstange 94 vorgesehen ist; hierzu wird eine konische Verjüngung zum unteren Ende des Fadenführers hin vorgesehen. Die Absenkeinrichtung 22 veranlasst die Fadenführerstange 94 zu einer Abwärtsbewegung. Die Fadenführerstange 94 veranlasst ihrerseits den Fadenführer 96, der zu beiden Seiten Flanken für das Garn aufweist, dazu, dass er vom oberen Ende der Führung 26 für die Fadenführerstange aus vorsteht. Bei dieser Anordnung kommt dann, wenn der Garnträger 92 von dem Fangteil 14 bewegt wird, der Fadenführer 96 am unteren Ende der Fadenführerstange 94 nicht in Wechselbeziehung mit jedem beliebigen Garn, das vom Fadenführer 92 eines anderen Garnträgers 92 aus zur Nadel 6 hin verläuft; damit kann man eine stabilere Garnzuführung erreichen. Der Fadenführer 96, der Flanken 98 für das Garn aufweist, ist mit dicken und glatten Schrägflächen 100 versehen, die auf der Vorderseite und der Rückseite des Garnträgers ausgebildet sind. Diese Schrägflächen 100 wirken in der Weise, dass der Garnträger 92 einen anderen Garnträger 92 weg schiebt.

Anhand der Fig. 11 und Fig. 12 wird nun eine andere modifizierte Ausführungsform beschrieben. Mit Ausnahme einiger Punkte, die nachstehend beschrieben werden, ist diese Modifizierung anderen Ausführungsbeispielen ähnlich. Ein neuer Garnträger 101, der dem Garnträger 12 gemäß Fig. 1 bis Fig. 9 ähnlich ist, wird hier verwendet. In Fig. 11 bezeichnet das Bezugszeichen 103 einen Trägerfüß bzw. ein Trägerunterteil. Eine Strickschlossplatine 105 ist in der Weise vorgesehen, dass die Strickschlossplatine 105 relativ zum Unterteil 103 seitwärts gleiten kann. Eine Vertiefung 107 im Strickschloss und ein Stift 109, der am oberen Teil eines Elements 38 vorgesehen ist, sind in der Weise angeordnet, dass der Stift 109 in der Vertiefung 107 im Strickschloss gleiten kann. Das Bezugszeichen 111 bezeichnet eine Gleitnut, welche es möglich macht, dass die Strickschlossplatine 105 relativ zum Unterteil 103 gleitet. Das Bezugszeichen 113 gibt einen Antriebsriemen an, welcher den Garnträger 101 zu einer Bewegung entlang der Schiene 16 veranlasst.

Die Rückseite des Garnträgers 101 ist in Fig. 12 dargestellt. Dabei gibt das Bezugszeichen 115 einen Magneten an, welcher auf der Rückseite der Strickschlossplatine 105 angebracht ist. Der Magnet 115 zieht beispielsweise die aus Stahl gefertigte Schiene 16 an und erzeugt auf der Strickschlossplatine 105 eine Reibungskraft, so dass die Strickschlossplatine 105 in ihrer Bewegung relativ zu dem Unterteil 103 nacheilt. Wenn infolgedessen der Riemen 113 den Garnträger 101 zu einer Bewegung bewegt wird, dann wirkt auf die Strickschlossplatine 105 wegen des Magneten 115 eine Art Trägheitskraft ein und gleitet die Strickschlossplatine 115 relativ zur Bewegungsrichtung in der Gleitnut 111 zurück. Der Stift 109 wird nach unten geschoben und die Fadenführerstange 109 bewegt sich abwärts, während der Fadenführer 18 in die Nähe einer Nadel kommt. Wenn der Riemen 113 angehalten wird und der Garnträger 101 unter dem Einfluss der Wickelfeder 30 angehalten wird, dann bewegt sich der Stift 109 zur Mitte der Gleitnut 107 hin. Bei dieser Kraft bewegt sich die Schlossplatine 105 in der Gleitnut 111 und wird der Stift 109 wieder zum oberen Teil der Nut 107 hin zurückgestellt.

Gemäß Fig. 11 und Fig. 12 wird der Garnträger 101 vom Riemen 113 angetrieben. Er kann jedoch von dem Fangteil 14 angetrieben werden. In diesem Fall ist die Strickschlossplatine 70 usw. nicht erforderlich. Hinsichtlich der Verarbeitung nach dem Anhalten des Garnträgers 101 kann der Riemen 113 beispielsweise in umgekehrter Richtung nur etwas bewegt werden, um so die Kraft zu nutzen, um die Strickschlossplatine 105 zurückzustellen. Oder es ist möglich, die Rückstellkraft zum Zurückstellen des Stiftes 109 zum oberen Teil der Platinennut 107 dadurch zu erhöhen, dass ein Ende einer Blattfeder links von der Wickelfeder und ein Ende einer anderen Wickelfeder rechts von der Wickelfeder anzubringen und die anderen Enden der Wickelfedern an der Strickschlossplatine 105 zu befestigen.

Bei den vorstehenden Ausführungsbeispielen wurde eine Flachstrickmaschine beschrieben, bei welcher mehrere Tragschienen 16 radial angeordnet sind. Die vorliegende Erfindung kann jedoch auch bei einer Flachstrickmaschine eingesetzt werden, bei welcher mehrere Tragschienen 16 horizontal angeordnet sind. In diesem Fall sind die Führungen 26 für die Fadenführerstangen in der Mitte gebogen, um die unteren Enden der Garnträger 12, 92 nahe an eine Nadel 6 heranzuführen, und sind die Stangenteile der Fadenführerstangen 24, 94 aus einem biegsamen Material wie zum Beispiel einer Blattfeder hergestellt.


Anspruch[de]

1. Flachstrickmaschine (1) mit mindestens einem Paar Nadelbetten (2) mit einer großen Anzahl Nadel, und zwar einem vom und einem hinten liegenden Nadelbett, wobei die oberen Enden der Nadelbetten einander so gegenüber liegen, dass sie eine Nadelstangenlücke zwischen sich bilden, wobei die Flachstrickmaschine (1) ein Garnzuführsystem aufweist, das mindestens eine Tragschiene (16) umfasst, die über den Nadelbetten (2) angeordnet ist, sowie einen Garnträger (12), der entlang der Tragschiene (16) bewegbar ist und zum Zufuhren von Garn zu den Nadeln vorgesehen ist,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Garnträger folgendes aufweist:

ein entlang der Tragschiene (16) bewegbares Unterteil;

eine Plattenführung, deren eines Ende an dem Unterteil befestigt ist und sich von dem Unterteil zu der Nadelstangenlücke hin erstreckt; und

eine von der Plattenführung abgestützte Fadenführerstange (26), die sich von dem Unterteil zur Nadelstangenlücke hin erstreckt, in vertikaler Richtung bewegbar ist und eine kleine Garnzuführöse an einem unteren Ende zur Seite der Nadelstangenlücke hin aufweist,

und dadurch, dass die Flachstrickmaschine des Weiteren folgendes aufweist:

eine Hebeeinrichtung, um die Fadenführerstange (26) in angehobener Position zu halten, während sich die Fadenführung in Bereitschaftsposition befindet; und

eine Absenkeinrichtung (22) zum Absenken der Fadenführerstange (26), während das Garn von der Garnzuführöse zu einer Nadel zugeführt wird.

2. Flachstrickmaschine mit einem Garnzuführsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet dass

eine Vielzahl von Tragschienen und eine Vielzahl von Garnträgern vorgesehen sind,

dass die Plattenführung und das Unterteil integral ausgebildet sind;

dass die Plattenführungen der Vielzahl von Garnträgern jeweils in radialer Richtung mit einem Mittelpunkt in der Nadelstangenlücke angeordnet sind, und

dass die Fadenführerstange in radialen Richtungen aufwärts und abwärts bewegbar ist.

3. Flachstrickmaschine mit einem Garnzuführsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Plattenführung breiter ist als die Fadenführerstange und zwei Seitenkanten entlang der Tragschiene aufweist, die zum unteren Ende derselben hin konisch zuläuft.

4. Flachstrickmaschine mit einem Garnzuführsystem nach Anspruch 3, welche des Weitere ein Element aufweist, das sich nahe des unteren Endes der Fadenführerstange und über der Garnzuführöse befindet und dabei die Fadenführerstange umgibt, wobei es in einem oberen Teil dicker ist als an einem unteren Ende, sich zur Garnzuführöse hin verjüngt und in horizontaler Richtung einen Querschnitt in Ellipsoidform aufweist, deren größere Achse parallel zur Tragschiene verläuft und deren kleinere Achse senkrecht zur Tragschiene angeordnet ist.

5. Flachstrickmaschine mit einem Garnzuführsystem nach Anspruch 1, 2 oder 3, gekennzeichnet durch ein Garnzuführteil, das auf einem unteren Ende der Fadenführerstange angebracht ist, zur Nadelstangenlücke hin konisch zuläuft und ein unteres Ende aufweist, welches die Garnzuführöse bildet.

6. Flachstrickmaschine mit einem Garnzuführsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vielzahl von Tragschienen entlang eines Kreisbogens angeordnet ist, welcher der Nadelstangenlücke zugekehrt ist.

7. Flachstrickmaschine mit einem Garnzuführsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass

die Hebeeinrichtung eine Feder mit zwei Enden aufweist, wovon ein Ende auf dem Unterteil und ein Ende auf der Fadenführerstange angeordnet ist und dabei die Fadenführerstange nach oben drückt; und dass

eine zweite Führung auf dem Unterteil angebracht ist und die Fadenführerstange in vertikaler Richtung führt.

8. Flachstrickmaschine nut einem Garnzuführsystem nach Anspruch 1, welche des Weiteren folgendes aufweist:

ein Fangteil zum Fangen und Nachführen des Garnträgers, welches ein Hauptteil und einen Stift aufweist, der von einem Elektromagneten so angetrieben wird, dass er sich von dem Hauptteil aus nach unten bewegt, und Schwenkteile, welche auf dem Hauptteil schwenkbar angebracht sind, und einen Dreharm mit zwei Enden, welcher an den beiden Enden drehbar angebracht ist, und zwar ein Ende an dem Schwenkteil und ein Ende an dem Stift; und

ein Eingriffsteil, das auf einem oberen Ende des Unterteils des Garnträgers ausgebildet und mit dem Stift des Fangteils in Eingriff bringbar ist, bei welcher die Fadenführerstange ein oberes Teil aufweist, das mit dem Schwenkteil in Eingriff bringbar ist und von diesem nach unten geschoben wird, während das Schwenkteil zum oberen Teil hin geschwenkt wird.

9. Flachstrickmaschine mit einem Garnzuführsystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem oberen Ende des Unterteils ein Paar Schwenkteile vorgesehen ist, welche in der Lage sind, in einer vertikalen Ebene eine Schwenkbewegung auszuführen und welche zwischen sich eine Lücke aufweisen und die entsprechenden Enden an der Lücke nach oben geschoben werden, sowie dadurch, dass das Eingriffsteils die Lücke umfasst.







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