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Dokumentenidentifikation DE69904155T2 02.10.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 1064516
Titel DETONATIONSELEMENT ZUM MINENRÄUMEN UND ANWENDUNGSMETHODE
Anmelder J R French Ltd., Melton Mowbray, Leicestershire, GB
Erfinder French, Robert, John, Melton Mowbray, GB
Vertreter Andrae Flach Haug, 83022 Rosenheim
DE-Aktenzeichen 69904155
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 05.03.1999
EP-Aktenzeichen 999379795
WO-Anmeldetag 05.03.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/GB99/00651
WO-Veröffentlichungsnummer 0099045335
WO-Veröffentlichungsdatum 10.09.1999
EP-Offenlegungsdatum 03.01.2001
EP date of grant 27.11.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.10.2003
IPC-Hauptklasse F41H 11/16

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Detonatorelement und ein Verfahren zu dessen Verwendung.

Der Begriff "Detonatorelement" soll hier ein Element zum Zünden von Sprengsätzen bedeuten, insbesondere solche, die auf einer Oberfläche liegen, in sie eingebettet sind oder von ihr verdeckt werden. Hauptsächlich handelt es sich dabei um Landminen, die ein steifes Gehäuse aufweisen, das eine explosive Verbindung und einen druckempfindlichen Zündermechanismus enthält. Es ist wohl bekannt, dass Minen üblicherweise nur in einem geringen Abstand unter der Oberfläche des Bodens vergraben sind, um so die Landminen zu verdecken. Ein Druck von einem Fahrzeugrad oder einem Fuß eines Fußgängers ist allgemein ausreichend, um eine solche Landmine zu betätigen und ihre Explosion zu verursachen.

Es gibt andere Typen von Landminen, die zum Beispiel durch Magnetschalter (die zum Beispiel durch das Vorbeifahren eines Fahrzeugs ausgelöst werden) oder Stolperdrähte gezündet werden.

Es gibt auch einige Typen von Sprengsätzen, welche keine explosive Verbindung aufweisen und die bei ihrer Zündung eine mechanische Energiespeichervorrichtung zum Vorsehen einer explosiven Entladung verwenden.

Auch wenn Landminen hauptsächlich auf den Boden gelegt werden oder in ihm vergraben werden, sind sie auch manchmal zum Beispiel in Wänden, Decken und Dächern von Gebäuden, sowie auf Brücken versteckt.

Es besteht eine große Besorgnis über die Verwendung von so genannten "Anti-Personen-Landminen" an vielen Orten. Dabei handelt es sich um vergleichsweise kleine Landminen, die speziell zur Verletzung oder Tötung von Fußgängern konstruiert wurden. Anti-Personen-Landminen sind billig und werden daher von Armeen zum Beispiel manchmal in Feldern zu Hunderten und sogar Tausenden verteilt. Da die Anti-Personen-Minen üblicherweise wenige oder keine Metallkomponenten aufweisen, sind sie unter der Verwendung elektromagnetischer Minensuchvorrichtungen schwierig zu entdecken. Es kann daher sein, dass sie eine bleibende Gefahr für Zivilbevölkerungen darstellen.

Hauptsächlich von zivilen Organisationen wird in mehreren Ländern Arbeit geleistet, um Anti-Personen-Minen nach der Beendigung militärischer Aktivität zu entfernen. Ein Großteil dieser Arbeit geschieht dadurch, dass die Landminen einfach gezündet werden, was eine gefährliche Aufgabe darstellt.

Die Patentanmeldung Nr. WO97/08508 offenbart eine Vorrichtung zum Zünden von Landminen und ähnlichen Vorrichtungen. Die Vorrichtung umfasst eine hydraulische Ramme, die einen im Wesentlichen planaren Fuß aufweist, der an einem Ende davon befestigt ist. Die Ramme ist in einer im Wesentlichen senkrechten Richtung hin und her (zum Boden und vom Boden weg) und horizontal (d. h. allgemein parallel zum Boden), wenn der Fuß über den Boden erhoben ist, bewegbar. An seinem oberen Ende weist die Ramme eine hydraulische Schaltung auf, die als eine Dämpfung (Stoßdämpfung) wirkt, wenn der Fuß nach einer unter ihm erfolgenden Explosion einer Landmine einen Impuls erfährt. Die Vorrichtung der WO97/08508 wird durch Bewegen der Ramme und daher des Fußes zum Boden in einem Versuch, eine Landmine zur Detonation zu bringen, betrieben. Wenn keine Detonation geschieht, wird die Ramme angehoben und der Fuß horizontal eine kurze Entfernung bewegt, bevor die Ramme wieder abgesenkt wird, um in einem weiteren Versuch, eine Landmine zur Detonation zu bringen, den Fuß mit dem Boden in Kontakt zu bringen.

Die Vorrichtung der WO97/08508 stellt eine beträchtliche Verbesserung in der Sicherheit der Landminenräumung dar. Überraschenderweise hat der Erfinder jedoch noch Verbesserungen der Vorrichtung der WO97/08508 entworfen.

Nach einem ersten Aspekt der Erfindung ist ein Detonatorelement für einen Sprengsatz vorgesehen, der auf einer Oberfläche liegt, in diese eingebettet ist oder von ihr verdeckt wird, wobei das Detonatorelement aufweist:

eine bewegliche Halterung zum Bewegen des Detonatorelements zur Oberfläche und von dieser weg, und wobei das Detonatorelement gekennzeichnet ist durch das Vorsehen einer ersten und einer zweiten Fläche, die zum Definieren eines Scheitelpunkts an einander befestigt sind; und

einen Schwenkpunkt, der die Halterung und die erste und die zweite Fläche miteinander verbindet, wobei der Schwenkpunkt und der Scheitelpunkt in einer Richtung voneinander beabstandet sind, die zur Bewegungsrichtung des Detonatorelements senkrecht ist, so dass, nachdem der Scheitelpunkt die Oberfläche kontaktiert, eine weitere Bewegung des Elements zur Oberfläche veranlasst, dass das Detonatorelement um den Scheitelpunkt geschwenkt wird, damit die erste Fläche auf die Oberfläche zu liegen kommt.

Wenn der Scheitelpunkt dieses Elements eine Landmine zur Detonation bringt, schirmen die erste und die zweite Fläche vorteilhafterweise den Schwenkpunkt und die Halterung gegen den resultierenden Impuls ab. Wenn eine solche Detonation nicht stattfindet, lässt eine weitere Bewegung der Halterung zur Oberfläche die erste Fläche flach an der Oberfläche anliegen, so dass sie potentiell eine Landmine zur Detonation bringen kann. Die Detonationszuverlässigkeit ist daher gut.

Die Erfindung ist beim Detonieren aller hier erwähnter Typen von Minen erfolgreich.

Vorzugsweise wird bei der ersten Fläche, die den Sprengsatz zur Detonation bringt, das Detonatorelement um den Scheitelpunkt und/oder den Schwenkpunkt geschwenkt, so dass die erste Fläche im Wesentlichen parallel zur Richtung zu liegen kommt, in welcher die durch den Sprengsatz freigesetzte Energie hauptsächlich wirkt.

Es ist wahrscheinlicher, dass die erste Fläche (im Gegensatz zum Scheitelpunkt) bei der Benutzung des Detonatorelements eine Landmine zur Detonation bringt. Die Fähigkeit der ersten Fläche, in eine die Explosion ableitende Position allgemein parallel zur Richtung, in der die Explosionskraft allgemein wirkt, zu schwenken, verringert beträchtlich die Gefahr einer Beschädigung der Landminen-Detonatorvorrichtung, einschließlich des Detonatorelements. Daher wird die Wiederverwendbarkeit des Detonatorelements beträchtlich erhöht.

Günstigerweise liegt als ein Ergebnis des Schwenkens die zweite Fläche an der Oberfläche an, um die Bewegung der ersten Fläche einzuschränken.

Dies stellt vorteilhafterweise sicher, dass, unmittelbar nachdem sie eine Landmine zur Detonation gebracht hat, die erste Fläche eine Explosionsableitungsposition einnimmt.

Weiter sind vorteilhafte Merkmale des erfindungsgemäßen Detonatorelements in den Ansprüchen 4 bis 13 aufgeführt.

Nach einem zweiten Aspekt der Erfindung ist ein Verfahren zum Explodieren- Lassen eines Sprengsatzes vorgesehen, der auf einer Oberfläche, in diese eingebettet oder durch sie versteckt ist, wobei das Verfahren die folgenden Schritte aufweist:

i) Bewegen der Halterung eines Elements, und daher des Elements nach einem der Ansprüche 1 bis 10, zur Oberfläche;

und durch die folgenden Schritte gekennzeichnet ist:

ii) anfängliches Kontaktieren der Oberfläche mit dem Scheitelpunkt; und

iii) wenn das anfängliche Kontaktieren den Sprengsatz nicht zur Explosion bringt, ein weiteres Bewegen der Halterung zur Oberfläche, so dass die erste Fläche auf der Oberfläche zu liegen kommt.

Wahlweise Schritte des Verfahrens schließen Folgendes ein:

iv) Bewegen der Halterung und daher des Detonatorelements von der Oberfläche weg;

v) seitliches Bewegen der Halterung und daher des Detonatorelements zum Kontaktieren einer neuen Position auf der Oberfläche; und

vi) Wiederholen der Schritte (i) bis (iii) nach Bedarf.

Dieses Verfahren verwendet vorteilhafterweise die Bewegung des hier definierten Detonatorelements.

Es folgt nun eine Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung als Beispiel anhand der begleitenden Zeichnungen. Es zeigt:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht der Haupt-Unterbaugruppe eines erfindungsgemäßen Detonatorelements;

Fig. 2 die Platzierung des erfindungsgemäßen Detonatorelements auf einer Oberfläche, z. B. auf dem Boden; und

Fig. 3 und 4 eine typische Landminendetonation unter Verwendung des erfindungsgemäßen Detonatorelements.

In den Zeichnungen ist ein erfindungsgemäßes Detonatorelement 10 gezeigt. Das Detonatorelement 10 weist eine Hauptunterbaugruppe 11 (Fig. 1) auf. Die Unterbaugruppe 11 weist ein paar rechteckiger Platten 12, 13 auf, die zum Beispiel aus einem hochfesten Stahl hergestellt sind. Die Platten 12, 13 sind entlang benachbarter, kleinerer Kanten zum Definieren eines linearen Scheitels 14 und entsprechender erster und zweiter, nach außen zeigender flacher Flächen 12a und 13a aneinander befestigt. Die Platten 12, 13 sind vorzugsweise durch Schweißen entlang einer Linie 14a auf der Innenseite der Unterbaugruppe entsprechend der Position des linearen Scheitels 14 befestigt. Andere Mittel zur Befestigung der Platten (z. B. durch Kleber) sind ebenfalls möglich. Eine alternative Anordnung ist eine, bei der eine einzige Platte von einer flachen Konfiguration zum Definieren der Platten 12, 13 und des Scheitels 14 gebogen wird.

Im Inneren der Unteranordnung 11 (d. h. entfernt von der ersten und der zweiten Fläche 12a, 13a) sind die Platten 12, 13 steif (in der gezeigten Ausführungsform) durch ein Paar Stützen 16, 17 verbunden, die z. B. durch Schweißen an den entsprechenden Platten 12, 13 befestigt sind.

Die Stützen 16, 17 sind in der Breitenrichtung der Platten von einander beabstandet. Jede Stütze 16, 17 hat eine im Wesentlichen dreieckige Form und weist einen Fortsatz 18 auf, der eine durch ihn hindurchgehende Bohrung 19 trägt. Die zwei Bohrungen 19 sind konzentrisch und haben jeweils den gleichen Durchmesser.

Jede Bohrung 19 ist so ausgebildet, dass ihr Mittelpunkt der ersten Platte 12 näher ist als der zweiten Platte 13. Auf diese Weise liegt mehr Masse einer jeden Stütze 16, 17 über der zweiten Platte 13 als über der ersten Platte 12.

Wie in Fig. 2 bis 4 gezeigt, weist das Detonatorelement 10 eine Halterung in der Form einer zylindrischen Welle 20 auf, die an beiden Enden in einer entsprechenden der Öffnungen 19 gleitend lagernd aufgenommen ist. Der Durchmesser der Welle 20 ist so, dass sich in jeder Öffnung 19 ein Drehsitz ergibt, wodurch eine Schwenkung der Unterbaugruppe 11 im Verhältnis zur Welle 20 ermöglicht wird. Der Welle 20 kann in der Längsrichtung im Verhältnis zu den Öffnungen 19 durch herkömmliche Vorrichtung, wie zum Beispiel Federringe oder Sicherungsbügel, gehalten werden.

Ungefähr an ihrem Mittelpunkt hat die Welle 20 steif darauf befestigt ein sich nach oben erstreckendes Element 22. Das Element 22 ist vorzugsweise das zylindrische freie Ende der Ausgangswelle einer hydraulischen Ramme der in der WO97/08508 offenbarten Art. Daher kann das Element 22, und daher das Detonatorelement 10, im Verhältnis zum Boden 23 nach oben und nach unten bewegt werden, wie das durch die Pfeile A angegeben ist. Wenn das Element 22 an der Ramme einer wie in der WO97/08508 beschriebenen Vorrichtung befestigt ist, ist die die Ramme beinhaltende Anordnung auch zu einer seitlichen Bewegung fähig (d. h. einer Bewegung im Wesentlichen parallel zum Boden 23), wie das durch den Pfeil B angegeben ist. Ein ähnlicher Effekt einer seitlichen Bewegung kann auch genauso gut durch ein Fortbewegen eines Fahrzeugs erreicht werden, an dem die oben erwähnte Ramme befestigt ist.

In einer weiteren Ausführungsform ist die Verbindung zwischen der Welle 20 und dem Element 22 um eine waagrechte Achse beweglich, die senkrecht zur Längsachse der Welle 20 ist. Hierdurch wird es dem Element 10 ermöglicht, flach z. B. auf geneigtem oder welligem Boden anzuliegen. Typischerweise muss die maximale Winkelrotation des Elements 10, die hierfür benötigt wird, ungefähr 15º auf beiden Seiten der Waagrechten betragen. Gegebenenfalls kann das Schwenken auf einen solchen Grad durch Einrichtungen wie zum Beispiel Anschläge eingeschränkt werden, die auf das Element 10 oder die Welle 22 aufgeschweißt oder sonst wie auf ihr befestigt sind. Solche Anschläge stellen sicher, dass das Detonatorelement wie unten beschrieben funktioniert, auch wenn die genannte weitere schwenkbare Verbindung vorhanden ist. Im Betrieb wird das Detonatorelement 10 anfänglich auf die in Fig. 2 gezeigte obere Position angehoben oder dort gehalten, was dadurch geschieht, dass die Ramme (oder eine äquivalente Vorrichtung, an der das Element 22 befestigt ist) angehoben wird. Hierdurch wird das Detonatorelement 10 dazu gebracht, (durch die Rotation der Stützen 16, 17 um die Welle 20) in die gezeigte Position geschwenkt zu werden. Auch wenn bei der gezeigten Ausführungsform die Platte 12 länger als die Platte 13 ist, sind die Winkel im Verhältnis zur Horizontalen, die durch die entsprechenden Platten 12, 13 gebildet werden, im Wesentlichen gleich, was an dem Gegengewichtseffekt der zusätzlichen Masse der Stützen 16, 17 liegt, die im Vergleich zur Platte 12 über der Platte 13 liegt.

Das Detonatorelement 10 wird dann, wie schematisch in Fig. 2 gezeigt, durch Absenken des Elements 22 abgesenkt, bis der Scheitel 14 den Boden 23 kontaktiert.

Wenn der Scheitel zufällig an diesem Punkt eine Landmine zur Detonation bringt, wird der Explosionsdruck davon auf beiden Seiten des Scheitels 14 abgeleitet. Die im Wesentlichen seichte Ausrichtung der Platten 12, 13 hat die Tendenz, die Energie aus der Landminenexplosion zur waagrechten Fortbewegung zu veranlassen, weg von: dem Schwenkpunkt (19, 20), der restlichen Landminenräumvorrichtung über dem Element 22 und Menschen in der Nähe.

Detonationen durch den Scheitel 14 sind jedoch selten, da er im Vergleich zur Platte 12 eine verschwindend geringe Fläche bietet.

Wenn das Element 22 weiter als in der in der unteren Abbildung von Fig. 2 gezeigt abgesenkt wird, führt die Anordnung des Mittelpunkts der Welle 20 im Verhältnis zum Scheitel 14 nach vorne dazu, dass die Unterbaugruppe 11 nach vorne gekippt bzw. geschwenkt wird, so dass die Fläche 12a der Platte 12 flach auf den (d. h. parallel zum) Boden 23 zu liegen kommt, wie in Fig. 3 gezeigt.

Wenn als Ergebnis dieser Bewegung die Fläche 12a mit einer Landmine 24 (die durch die Oberfläche des Bodens in Fig. 3 verdeckt ist) in Kontakt kommt und diese zur Detonation bringt, wirkt der Impuls aus der resultierenden Explosion auf die Fläche 12a vor dem Mittelpunkt der Welle 20. Hierdurch wird die Fläche 12a nach oben gedrückt, so dass die Unterbaugruppe 11 um die Welle 20 in der Ansicht der Fig. 2 bis 4 gegen den Uhrzeigersinn geschwenkt wird. Dies verursacht wiederum, dass die Fläche 13a flach auf der Oberfläche des Bodens 23 zu liegen kommt, wodurch die Rotation der Unterbaugruppe 11, wie in Fig. 4 gezeigt, eingeschränkt wird.

Wenn die Fläche 12a wie in Fig. 4 gezeigt positioniert ist, wirkt der Impuls aus der Landminenexplosion hauptsächlich nach oben und (durch ihre leichte Neigung zur Vertikalen) nach vorne von der Fläche 12a. Der Winkel der Platten 12, 13 im Verhältnis zu einander wird so gewählt, dass diese Position erzielt wird, wenn die Fläche 13a flach auf dem Boden 23 ist. Das führt dazu, dass die Platte 12 den durch die Bohrungen 19 und die Welle 20 gebildeten Schwenkpunkt gegen Beschädigungen durch die Landmine schützt. Angenommen, die Welle 20 ist an einer Vorrichtung angebracht, die eine Dämpfung aufweist, dann werden über das Detonatorelement übertragene nach oben wirkende Kräfte leicht absorbiert.

Wenn die Fläche 12a nicht auf eine Landmine 24 trifft, wenn sie flach auf dem Boden 23 anliegt, kann das Element 22 wieder nach oben zurückgeführt werden und nachfolgend seitlich in der Richtung des Pfeils B bewegt werden. Der Vorgang des Absenkens des Detonatorelements 10 wird dann wiederholt, um Minen unter dieser neuen Position zur Detonation zu bringen. Bei einer Montage auf der Vorrichtung der WO97/08508 kann das Detonatorelement in der Richtung des Pfeils jedes Mal um die Hälfte des "Fußabdrucks" des Detonatorelements 10 weiter bewegt werden, wodurch sicher gestellt wird, dass aller Boden vor dem Detonatorelement 10 getestet wird und alle darin befindlichen Minen zur Detonation gebracht werden. Zu diesem Zweck sind die Platten 12, 13 vorzugsweise mindestens so breit wie ein das Detonatorelement tragendes Fahrzeug.

In einer alternativen Ausführungsform kann ein Fahrzeug mehrere der Elemente 22 (entweder an entsprechenden getrennten hydraulischen Rammen oder an einer gemeinsamen Ramme befestigt) sowie entsprechend mehrere Platten 12, 13 in einer aneinander anstoßenden linearen Anordnung tragen. Hierdurch wird der Vorteil eines im Wesentlichen durchgängigen Elements in der gleichen Breite wie das Fahrzeug erreicht, während einzelnen Teilen des Elements erlaubt wird bei Explosion einer Landmine abgelenkt zu werden. Wenn außerdem die einzelnen Teile in einer zweiten Richtung schwenkbar sind, wie das hier beschrieben ist, kann das Detonatorelement bereitwillig auf Bodenwellen eingehen, die ein kleineres Ausmaß als die Gesamtbreite des Fahrzeugs haben.


Anspruch[de]

1. Detonatorelement (10) für einen Sprengsatz (24), der auf einer Oberfläche (23), in diese eingebettet oder durch sie versteckt ist, wobei das Detonatorelement (10) Folgendes aufweist:

- eine bewegliche Halterung (22) zum Bewegen des Detonatorelements (10) zur Oberfläche (23) und von dieser weg, und wobei das Detonatorelement (10) gekennzeichnet ist durch das Vorsehen von:

- einer ersten und einer zweiten Fläche (12a, 13a), die zum Definieren eines Scheitelpunkts (14) an einander befestigt sind; und

- einem Schwenkpunkt (19, 20), der die Halterung (22) und die erste und die zweite Fläche (12a, 13a) miteinander verbindet, wobei der Schwenkpunkt (19, 20) und der Scheitelpunkt (14) in einer Richtung voneinander beabstandet sind, die zur Bewegungsrichtung des Detonatorelements (10) senkrecht ist, so dass, nachdem der Scheitelpunkt (14) die Oberfläche (23) kontaktiert, eine weitere Bewegung des Elements (10) zur Oberfläche (23) veranlasst, dass das Detonatorelement (10) um den Scheitelpunkt (14) geschwenkt wird, damit die erste Fläche (12a) auf die Oberfläche zu liegen kommt.

2. Detonatorelement (10) nach Anspruch 1, wobei, nachdem die erste Fläche (12a) einen solchen Sprengsatz (24) zur Explosion gebracht hat, das Detonatorelement (10) um den Scheitelpunkt (14) und/oder den Schwenkpunkt (19, 20) geschwenkt wird, so dass die erste Fläche (12a) im wesentlichen parallel zur Richtung liegt, in welcher die vom Sprengsatz (24) freigesetzte Energie hauptsächlich wirkt.

3. Detonatorelement (10) nach Anspruch 2, bei dem als ein Ergebnis des Schwenkens die zweite Fläche (13a) an der Oberfläche anliegt, um die Bewegung der ersten Fläche (12a) einzuschränken.

4. Detonatorelement (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem die erste und zweite Fläche (12a, 13a) einen Schild definieren, der die Halterung (22) und den Schwenkpunkt (19, 20) gegenüber der durch den Sprengsatz (24) freigesetzten Energie abschirmt.

5. Detonatorelement (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die erste und zweite Fläche (12a, 13a) mittels des Schwenkpunkts (19, 20) an der Halterung (22) aufgehängt sind.

6. Detonatorelement (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die erste und zweite Fläche (12, 13a) eine Unterbaugruppe (11) bilden, die in eine Schwenk-Abschirmposition vorgespannt ist, wenn sie nicht mit der Oberfläche (23) in Kontakt ist.

7. Detonatorelement (10) nach Anspruch 6, mit einem oder mehreren Gewichten (16, 17) zum Vorspannen der Unterbaugruppe (11).

8. Detonatorelement (10) nach Anspruch 6 oder Anspruch 7, bei dem in der Schwenk-Abschirmposition die erste und zweite Fläche (12a, 13a) in Komplementärwinkeln zur Oberfläche (23) liegen.

9. Detonatorelement (10) nach Anspruch 8, bei dem die entsprechenden Komplementärwinkel im Wesentlichen gleich sind.

10. Detonatorelement (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Halterung (22) seitlich in einer Richtung beweglich ist, die allgemein parallel zur Oberfläche (23) ist.

11. Detonatorelement (10) nach Anspruch 10, bei dem der Schwenkpunkt (19, 20) bezüglich der Richtung der seitlichen Bewegung der Halterung (22) vor dem Scheitelpunkt (14) liegt.

12. Detonatorelement (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Halterung (22) mit einem Stoßdämpfer verbunden ist.

13. Detonatorelement (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Halterung (22) mit einer Ramme verbunden ist, die unabhängig von der senkrechten Position des Detonatorelements (10) innerhalb seiner erlaubten Senkrechtbewegung zum Anlegen eines gleichmäßigen Drucks mittels des Detonatorelements (10) geeignet ist.

14. Detonatorelement (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einer schwenkbaren Halterung, durch welche das Detonatorelement (10) um eine weitere Achse schwenkbar ist, die zur Achse der Schwenkbewegung um den Scheitelpunkt (14) senkrecht ist.

15. Detonatorelement (10) nach Anspruch 14, mit einem oder mehreren Einschränkungselementen zum Einschränken einer Schwenkbewegung um die weitere Achse.

16. Verfahren zum Explodieren-Lassen eines Sprengsatzes (24), der auf einer Oberfläche, in diese eingebettet oder durch sie versteckt ist, wobei das Verfahren die folgenden Schritte aufweist:

i) Bewegen der Halterung (22) eines Detonatorelements (10) und daher des Elements (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 15 zur Oberfläche (23);

und durch die folgenden Schritte gekennzeichnet ist:

ii) anfängliches Kontaktieren der Oberfläche (23) mit dem Scheitelpunkt (14); und

iii) wenn das anfängliche Kontaktieren den Sprengsatz (24) nicht zur Explosion bringt, ein weiteres Bewegen der Halterung (22) zur Oberfläche (23), so dass die erste Fläche (12a) auf der Oberfläche (23) zu liegen kommt.

17. Verfahren nach Anspruch 16, bei dem, wenn Schritt (ii) den Sprengsatz (24) nicht zur Explosion bringt, das Verfahren die folgenden weiteren Schritte aufweist:

iv) Bewegen der Halterung (22) und daher des Detonatorelements (10) von der Oberfläche (23) weg;

v) seitliches Bewegen der Halterung (22) und daher des Detonatorelements (10) zum Kontaktieren einer neuen Position auf der Oberfläche (23); und

vi) Wiederholen der Schritte (i) bis (iii) nach Bedarf.







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